Überfällige Pöbeleien

Saufen für Schlegl

Nach Künstlern, Migranten, Arbeitnehmern, Kindern, Frauen, Langhaardackeln, Seitenschläfern und Verkehrsampeln für Wolbergs springen jetzt die Wirte für Schlegl in die Bresche. Der konnte ja schon früher gut saufen.dult9953

Eine Pöbelei von David Liese

Morgen Regensburg 2Wenn das Wörtchen „für“ nicht wär, wäre der Wahlkampf in dieser Stadt um einiges ärmer. „Migranten für Wolbergs“, „Künstler für Wolbergs“, „Arbeitnehmer für Wolbergs“ und Wolbergs für Wolbergs – Regensburg ist eine Präpositionalgesellschaft. Jetzt kommen die Wirte für den CSU-Kandidaten Christian Schlegl hinter den Tresen hervor. Die formulieren das sogar – ganz hip und trendy – auf Englisch und wollen „Chris for mayor“. Zumindest auf Facebook ist es noch so zu lesen.

„Wir unterstützen Christian Schlegl auf seinem Weg zum Oberbürgermeister in Regensburg“, steht da. Aha, liebe Ausschank-Armada – will man ihm die Tasche tragen? Oder ihn auf leergesoffenen JU-Prosecco-Döschen ins alte Rathaus rollen?

Ich soll also mein Kreuz bei Schlegl setzen, steht da weiter, „denn der kann’s.“ Als einer, der auf der offenen Liste der Linken für den Stadtrat kandidiert, fehlt mir ja vielleicht die nötige Objektivität. Aber die kann man sich ja ansaufen.

Wahlkampf jetzt mit mehr Inhalt: Die JU kann's! Foto: as

Wahlkampf jetzt mit mehr Inhalt: Die JU kann’s! Foto: as

Denn fragen muss man sich schon: Ja, was kann er denn? Der ohnehin schon nur im Promillebereich sinnhafte Wahlspruch des Slimfast-Kandidaten, der derzeit wie ein christsozialer Phönix aus dem gepinselten Bauchhaar seines politischen Ziehvaters steigt und die Wählerschaft mit seinen „Visionen“ und „Ideen“ heimsucht, mutet in diesem Zusammenhang noch rätselhafter an.

Auf der Liste der Gastronomie-Granden stehen neben den Lieblingsspielplätzen der Jungen Union wie der Suzie Wong, der Suite 15 oder dem Pony unter anderem auch die hyperalternative Mono Bar und die Heimat. Deren Wirt Andy Zorn, der übrigens auf der Stadtratsliste der FDP kandidiert, scheint so begeistert von „Chris“ zu sein, dass er ihn glatt seinem eigenen OB-Kandidaten Horst Meierhofer vorzieht.

Zorn erzürnte sich zuletzt bei einer Podiumsdiskussion in den – nun vielleicht heiligen, zumindest aber Chris(t)-sozialen – Hallen der Heimat darüber, dass es ihm die Regensburger Verwaltung immer unmöglicher mache, Konzerte zu veranstalten. Die Regensburger Verwaltung, die übrigens dem CSU-Bürgermeister untersteht. Fraktionschef der CSU in den vergangenen sechs Jahren war übrigens Christian Schlegl. Und da hilft es jetzt auch nichts, dass die Jugendorganisation der Sperrstunden-Partei plötzlich, im Wahlkampf, seit längerem deren Aufhebung fordert.

Liebe Regensburger Wirte, was hat euch Christian Schlegl ins Bier getan, damit ihr eure Gesichter für ein weiteres hirnloses Testimonial hergebt? Lieber Christian Schlegl, was versprichst du dir von einem Zuspruch – nein, einem „Für“-Spruch der Regensburger Kneipiers? Dass deren Kundschaft politische Kompetenz mit der Fähigkeit, Aperol Spritz und Pina Coladas zu mischen, konnotiert? „In der Suzie Wong gibt’s die geilsten Caipis, deshalb Schlegl wählen.“

Vielleicht ist die Taktik aber auch eine ganz andere. Schlegl, Pardon, „Chris“ hat nämlich bereits angefangen, die Lokalitäten der Wirte zu besuchen, die ihn „for mayor“ haben wollen. Mit im Gepäck: Alkohol, der Garant für sauber gezogene CSU-Kreuze.

Ob Dult, ob Suzie Wong, ob privater Partykeller: Der (Chris) kann's! Foto: Archiv/ Staudinger

Ob Dult, ob Suzie Wong, ob privater Partykeller: Der (Chris) kann’s! Foto: Archiv/ Staudinger

„Lade Euch gerne auf ein Getränk ein und freue mich auf Euer Kommen!“, schreibt Chris, der neue Liebling aller Alkodealer, auf Facebook anlässlich einer Stippvisite in der Galerie am Kohlenmarkt, die unter dem Titel Schlegls Housebesuch“ firmiert. Das ist also das alte christsoziale Wahlkonzept reloaded. Freibier für Prozente, Saufen für Christian und Thomas gab es ja schon zu deren gemeinsamen JU-Zeiten.

Fehlt nur noch ein Testimonial eines alten Saufkumpanen: „Den Krischan, den alten Sauhund, den muss man einfach wählen. Der konnte schon damals was wegziehen. Leck mich am Arsch, da war der halbe Kasten leer, da waren wir noch nicht mal mit der ersten Strophe vom Deutschlandlied fertig. Der Chris, der kann’s einfach.“ 

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Kommentare (37)

  • Low Carb-Verächter

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    Herrlich! Habe viel gelacht. Danke Herr Liese – you made my day – wie ich es ganz hip und trendy auf Englisch formulieren möchte!

  • Shaky

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    Danke. Das tröstet mich fast darüber hinweg, dass ich mir zum Kaffee trinken jetzt wohl eine neue hyperalternative Lokalität suchen muss.

  • Kerstin Lange

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    Dass „frau“ sich so manchen Mann für eine Nacht erst schön saufen muss, kannte ich ja schon. Offensichtlich geht das aber auch bei OB- Kandidaten…

  • Alkohol macht Birne hohl.

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    „Gemeinsame JU-Zeiten“?

    SZ: Sie waren ein Fürst-Freund, und Sie haben eingeräumt, dass Sie sich mit ihm rechte Eskapaden erlaubten.

    Schlegl: Ja. Das war 1990, da war ich ungefähr 20 Jahre alt. Ich kann mich erinnern, öfter die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen zu haben. Auch dass ich rechtsradikale Gesten gemacht habe, kann ich nicht ausschließen, es wurde viel Alkohol getrunken.

    Das alles bedauere ich sehr, und ich will es keineswegs als Jugendsünden abtun. Es war ein grober Fehler. Aber die Vorwürfe, ich hätte mir in den letzten Jahren rechtsradikale Entgleisungen geleistet, sind Lügen.

    Vorsicht mit dem Alkohol, liebe CSU!

    (http://www.sueddeutsche.de/bayern/regensburger-csu-stadtrat-schlegl-im-moment-bin-ich-der-feind-nummer-eins-1.427402)

  • Sabrina Schrödl

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    Jo, mit objektiver Berichterstattung hat der Artikel in ungefähr so viel zu tun wie die Regensburger Stadtzeitung mit Parteiunabhängigkeit. Ob’s jetzt ins eine oder andere Extrem schlägt, ist dabei ja wohl echt egal.

  • MRR

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    Wie säuft man sich denn Objektivität an, Herr Liese? Da hat wohl jemand nur jede dritte Seite aus ‚Deutsch für Angeber‘ gelesen.

  • Martin Fuchs

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    Selbst wenn ich nicht CSU-Mitglied wäre: Christan Schlegl hat in seinem bisherigen Wahlkampf nicht auf den politischen Gegner eingedroschen. Vielmehr hat er ausgesagt, was er als CSU-Kandidat für die Stadt tun will, er hat also mit
    S a c h a u s s a g e n gepunktet.
    Und das finde ich – über alle Parteigrenzen hinweg –
    als fairen Wahlkampfstil, an dem sich so manche andere
    ein Beispiel nehmen sollten.*)
    ________________
    *)Fack ju Plagiat.

    Wahrheitsinhalt genauso (ehrlich) wie Original, nur die 3 Buchstaben S,P,D ersetzt durch 3 andere und 2 Wörter geändert.

  • Beulenspiegel & Weltscherbe

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    Tatsachenkommentar

    CSU-Kochstudio

    Nehme se 1 Kilo Kultur, schön abgehangen, und verteilen es gleichmäßig auf der Arbeitsfläche (Rgbg.).
    Den Rand schneiden se gleich mal ab, is ja sonst noch genug da.
    Keine Förmchen im Haus?
    Kein Problem, man kann auch mit seinen Fingern drin rumpulen, merkt eh keiner mehr hier!
    Backzeit: 18 Jahre bei -10 Grad!
    Hm, lecker….
    OBer Schlegl: Nachschlag!

  • Watzlaff Wieland

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    @Martin Fuchs: Sachaussagen! Sachaussagen wie „Eine U-Bahn, eine U-Bahn bauen wir, vom Bahnhof bis nach Arnulfsplatz, eine U-Bahn bauen wir!“ *
    Nicht zu vergessen Sachaussagen wie die Lügen letztens über Wohlberg.

    * Natürlich einspurig und nur in Gedanken, weil kompletter Dummsinn.

  • Tobias Grosse-Brockhoff

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    Dieser – m.E. nicht zu Unrecht als „Pöbelei“ bezeichnete – Kommentar vertritt ja in erster Linie nur Meinungen. Und diese möchte ich hier mal dahin gestellt lassen.

    Eines muss jedoch klar gestellt werden:
    Die JU fordert die Abschaffung der Sperrzeit nicht „plötzlich“, sondern seit ihrer Einführung.

  • Mr. T

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    Geile Sache! Ich freu mich schon auf die „Immobilienentwickler für Spiess“ und die „Pfarrgemeinderäte für Lorenz“.
    Prost!

  • Matthias Beth

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    Her Aigner,
    gratulation zu dem Artikel. Erinnert mich an die Zeit als Hr. Christian Schlegl mit seinem Freund Thomas Fürst um die Häuser zog im Auftrag oder für die JU und gelegentlich rechtsradikale Äußerungen tätigte. In seinem Dossier „Rechte Umtriebe in der CSU Regensburg – parteischädigendes Verhalten“ hat er dies zu Papier gebracht und sich gleich als Zeuge dieser Äußerungen zur Verfügung gestellt um seinen damaligen JU-Kumpel und andere loszuwerden!

  • Taxifahrer

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    „SZ: Sie waren ein Fürst-Freund, und Sie haben eingeräumt, dass Sie sich mit ihm rechte Eskapaden erlaubten.

    Schlegl: Ja. Das war 1990, da war ich ungefähr 20 Jahre alt. Ich kann mich erinnern, öfter die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen zu haben. Auch dass ich rechtsradikale Gesten gemacht habe, kann ich nicht ausschließen, es wurde viel Alkohol getrunken.

    SZ: Wie beurteilen Sie die Rolle des CSU-Kreisvorsitzenden Franz Rieger?

    Schlegl: Ich halte es für unverantwortlich, dass er sich auf meine Kosten seines Problems Fürst entledigen will nach dem Motto: Wenn der eine gehen muss, soll der andere auch verschwinden. Rieger spielt das Spiel von Fürst mit. Am Montag hat mich Rieger angerufen und mir nahegelegt, auf eine Stadtratskandidatur zu verzichten. Mit dubiosen Anspielungen auf Medienberichterstattung versucht er, Druck auf mich auszuüben.“

    http://www.sueddeutsche.de/bayern/regensburger-csu-stadtrat-schlegl-im-moment-bin-ich-der-feind-nummer-eins-1.427402

    –> Die Realität ist hart. Was bleibt Schlegl anderes übrig als zu saufen?

  • El

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    Dieser Wahlkampf nimmt immer absurdere Züge an !!

    Jetzt warten wir mal weiter auf Godot. Kommen wird er in diesem Fall ja ganz sicher – fragt sich nur ob als Mayor, Nichttrinker, Tunnelbauer oder ganz anderer Coleur.

  • jetzt reicht´s

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    Immer wenn man glaubt, die Kommentare hier könnten nicht niveauloser werden, kommt zielsicher ein Taxifahrer um die Ecke!

  • El

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    Wow !! Party von und mit Schlegl.

    Vielleicht könnte man n Deal vereinbaren, dass er mir die Miete für ein Jahr zahlt , wenn ich ihn wähle.

    Oder ist das Wucher ??

  • Saulus

    |

    @EI, probiersmal

    § 108b StBG ff
    Wählerbestechung

    (1) Wer einem anderen dafür, daß er nicht oder in einem bestimmten Sinne wähle, Geschenke oder andere Vorteile anbietet, verspricht oder gewährt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer dafür, daß er nicht oder in einem bestimmten Sinne wähle, Geschenke oder andere Vorteile fordert, sich versprechen läßt oder annimmt.

  • Zigarrenpaffer

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    @ El

    heit obnd auf an Caipi zum Saufen mit Schlegl =

    Schlegl back to the roots

  • Sir Lancelot

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    Darf man jetzt unter „Pöbelei“ oder „Kommentar“ tatsächlich jede pseudo-philosophisch angehauchte politische Meinung journalistisch verpacken, veröffentlichen und verbreiten? Oder ist es doch nur eine Form von Wahlkrampf?

    Man kann von Schlegel halten was man will, ihm vorhalten dass er auch mal Alkohol getrunken hat bzw. vermutlich immer noch trinkt und offensichtlich abgenommen hat – selbst da könnte der ein oder andere neidisch werden… Aber nach meinem subjektiven Empfinden, das ich im Rahmen einer Pöbelei hiermit auch noch ergänze, macht er aus Wahlkampfsicht (bei den Inhalten kann man bei allen streiten) immer noch den besten Job. Und zu den Wählern gehören nun mal auch diejenigen, die sich abends bevorzugt in den besagten Kneipen aufhalten. Dass die restlichen Kandidaten zu der Zeit vielleicht schon faul auf der Couch liegen oder ihre Parolen am heimischen Stammtisch (oder Internet) zum 20. Mal ausbreiten, würde ich Schlegel eher positiv auslegen. Das Bündnis „Pro Stadtpass“ geht/wollte ja auch zum Jobcenter gehen, um ihre „Wähler“ abzuholen, oder!? Keine Pöbelei?

    Auch die jungen Stimmen zählen. Wenn er sie damit für sich „aktivieren“ kann, warum nicht? Und dass man bei dem Publikum nicht mit abgedroschenen Slogans wie „Mehr Zusammenhalt“, „mehr Gerechtigkeit“ oder „Regensburg muss für alle bezahlbar sein“ punktet, wundert mich nicht. Insofern für mich eine ziemlich gute, zielgruppengerechte Aktion!

    Überzeugend auch: „Der Wolli passt schon“ – genau das, was ich von einem OB Kandidaten erwarte. Da lässt es sich beim Orphee wohl besser Austern schlürfen und Sprudelwasser saufen als Dosenbier!? Die restlichen der vermutlich Nacht und Gastronomie scheuen Listenfüller sollten endlich aufwachen, ihren Hildegard von Bingen Tee ausschlürfen und sagen was perspektivisch/langfristig für Themen angepackt werden können und müssen – nicht was die anderen in der Vergangenheit falsch gemacht haben. Das bringt die Stadt nicht weiter.

  • dugout

    |

    Schönes deutsches Liedgut kennen sie da Herr Watzlaff Wieland.
    Singen sie das vielleicht auch manchmal, vielleicht im Fußballstadion, vielleicht im Originaltext?

    Watzlaff Wieland sagte am 27. Februar 2014 um 18:41 Uhr :

    “Eine U-Bahn, eine U-Bahn bauen wir, vom Bahnhof bis nach Arnulfsplatz, eine U-Bahn bauen wir!” *

  • Heinz

    |

    „Chris for mayor“ – davon träumen Gastronomen in Regensburg;
    „Chris for error“ – das ist die Realität!

  • Altstadt Kid

    |

    Ob der Schuss nicht nach hinten losgeht.Ich könnte mir
    vorstellen das viele leidgeprüfte Altstadtbewohner „Diese“ Unterstützer nicht gerne sehen.
    Aber welcher Idiot hat diesen XYZ für ABC Müll eigentlich
    begonnen? Ich bin froh wenn dieses Kasperltheater endlich vorbei ist.
    Schon allein diese massive Plackatwerberei ist eine kostspielige und nutzlose Wiederwärtigkeit.

  • Altstadt Kid

    |

    @ Sperrstunde,

    natürlich wäre eine vollkommende Aufhebung der Sperrstunde zu begrüßen. Dann würde sich nämlich „Alles „Verteilen und nicht ein paar „Alles“ abkriegen.
    Darum wird das auch nicht passieren, weil dann im „Inneren Westen“ mal einer rumgröhlen könnte.
    Warum glauben die Leute, das die schon aufgehobene Sperrstunde abgeschafft wurde?
    Genau weil sich die richtigen Leute beschwert haben und nicht nur die paar Trottel in den betroffenen „Areas“.
    Die kann man dann schön als debile Querulanten abstempeln die die „Event-Kultur“ zerstören wollen.
    Die Leute die da den Herrn Schlegl unterstützen haben in dieser Stadt mehr Macht und Einfluß als die meisten glauben.
    Ich weis nicht wie Sie es hinbekommen haben, aber das Wort „Wirte Mafia“ hat in Regensburg eine neue Dimension
    bekommen.
    Und wehe man gehört nicht dazu und hat ein Lokal, dann wird nicht lange gefackelt, nicht von der Mafia sondern von der Stadt und deren ausführenden Organen.
    Veruchen Sie mal als „Normaler Wirt“ eine Genehmigung, für ein Folk-Konzert zu bekommen.

    Gehört man aber zum inneren Kreis bekommt man alles, und wird von der Politik und den Ämtern hofiert!
    Genehmigungen scheinen kein Problem, Lizenzen werden gegen Gefälligkeiten verschoben (Gastro-Betrieb Parkhaus am Petersweg ,Ostentor Umstellung, Partyhallen im Osten,Clubs am Domplatz), alles geht auf einmal alles ist kein Problem.
    Da macht man doch schon mal beim Wahlkampf mit, oder!

  • Dubh

    |

    Oh ja, es kann einen schon sehr verwundern, dass ein OB Kandidat Schlegl öffentlich zum Drogenkonsum auffordert!

    Zumal zu der der Droge, die maßgeblich bei Gewaltverbrechen generell – häuslich wie außerhäuslich – im Spiel ist.

    Den Wahlslogan: „Mehr Gewalt an Frauen und Kindern, oder wen ma hoalt so dawischt“ den ham’s ganz vergessn.

    Die CSU will vermutlich einfach zurück zu alten Werten, als besoffen prügeln, egal wen, einfach noch als super männlich galt.

    Was gestern richtig war, kann doch heute nicht falsch sein……….

  • genau

    |

    das würde mich mal interessieren (@Altstadt Kid) was mit den „Partyhallen im Osten“, bei denen „alles geht“ und „kein Problem ist“, genau gemeint ist?

    der alte Schlachthof, oder das Rocking Gamblers Clubhouse? Hab‘ ich irgendwas verpasst?

    In der Heimat wurden übrigens letzte Woche wieder 2 Konzerte abgesagt wegen keine Genehmigung.

    So viel zu ang. „Macht und Einfluß“.

  • Noch CSU-Mitglied

    |

    Saufen mit Christian Schlegl und Thomas Fürst, dass waren noch Zeiten!

    Wo ist nur Thomas abgeblieben? Erinnert sich keiner mehr an Ihn oder will man sich nicht mehr an Ihn erinnern?

  • Altstadt-Kid

    |

    Ich beziehe mich auf den RD Artikel
    http://www.regensburg-digital.de/hoffnung-fur-h5/01082013/
    Nachdem die Stadt den damaligen Betreibern der H5 das Leben zur Höille gemacht hatte, kamen auf einmal die „Freinderln“ und alles war kein Problem mehr, sogar der
    OB ist zum Fototermin rausgefahren.
    Ob das alles nur heiße Luft war will ich jetzt nicht beurteilen.
    Die selben Leute die das „Ostentor“ niedermachen haben ja jetzt ja auch die Lizenzen für große Teile des Club Kellers im neuen Parkhaus bekommen.Ich rede nicht von Wirten sondern von Verwetungsgesellschaften. Das heißt die Vermieter die vorher an die Clubs Vermietet haben sind jetzt die neuen Facillity Manger . Nur das dass das neue Objekt jetzt der Stadt gehört.
    In der Heimat hat man halt in der Presse gepetzt und wurde daraufhin gemessen, und gesperrt!
    Man gehört halt nicht zum „Inner Circle“ Pech gehabt!!!!
    So läuft das hier halt

  • Zigarrenpaffer

    |

    @ Altstadt-Kid

    und genau deswegen darf Schlegl nicht OBb werden, weil sonst gibt´s den Inner Circle weiter.

    Wenn die CSU nichts mehr zu sagen hat wird der Inner Circle aufgelöst und alle werden nach Recht und Gesetz behandelt.
    Dann sich (hoffentlich) endlich alle gleich und nicht manche gleicher.

  • bürni

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    mannmannmann, es ist schon hammerhart, dass auch suite 15 und die heimat csu wählen!! hm, es wäre zu überlegen, ob sich die politische einstellung dann nicht ein wenig mit den eventuell vorhandenen „rassisten werden hier nicht bedient“-schildern beißt. oder sind die in der suite und in der heimat gar nicht vorhanden?

  • genau

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    bei der Suite wundert’s mich nicht – Schlegl hat ja auch schön bei „Zuckerbrot und Peitsche“ mitgefeiert.

    Bei der Heimat muss man differenzieren – auch wenn Andy Zorn meist in der Öffentlichkeit steht, gibt es dort noch zwei weitere gleichberechtigte Geschäftsführer/Eigentümer, die sich politisch komplett neutral verhalten.

    Entsprechend habe ich – im Gegensatz zu manch anderem Lokal – auch weder in der Heimat drin noch aussen dran irgendwelche CSU-Wahlwerbung gesehen.

    @Altstadt Kid: Nanu, vor 2 Tagen war die Heimat für Dich noch Teil der „Wirte-Mafia“, im Kreis der „Einflußreichen und Mächtigen“, nun gehört sie „halt nicht zum “Inner Circle” Pech gehabt!!!!“

    wie soll die Realität für Dich denn nun sein…?!?

    zur H5: Aus einem uralten Artikel, in dem steht, dass irgendwer irgendwem Hoffnung macht, wird nun geschlossen, dass es dort „kein Problem“ mehr gäbe und plötzlich „alles geht“..?!?

    Das halte ich schon für eine sehr gewagte Konstruktion eines Zusammenhangs – besser: Es gibt keinen Zusammenhang: _Es geht dort nichts_ oder hättest Du irgendwas gehört (auf der HP steht auch nix von ner baldigen Wiedereröffnug), die H5 ist gestorben.

    „Lizenzen werden gegen Gefälligkeiten verschoben“ – welche Lizenzen, welche Gefälligkeiten? – Es gibt dort keine Lizenz, sonst hätte der Laden wieder offen, und welche Gefälligkeiten sollen da geleistet werden sein…?

    Da kamen keine „Freinderln“ – Die H5 hat (auch hier zu lesen: http://www.regensburg-digital.de/zerstoren-burokraten-konzerthalle/08072013/) eine Presseerklärung zu ihrer Lage verschickt (auch an die politischen Fraktionen im Stadtrat), Schlegl hat sich darauf hin gemeldet.

    ja soll man dem dann sagen „Nee, _Du_ nicht!“…?! O.o

    Wolle und die anderen wären sicher ebenso zum Fototermin willkommen gewesen, nur hat man von denen halt absolut gar nix gehört, nicht mal ne Textbaustein-Absage.

    Was ist dann passiert – Schlegl macht Werbung mit dem Foto auf seiner HP, die Halle ist immer noch zu – soviel zum ominösen, ja so bevorzugtem „inner circle“, dem die H5 angeblich angehören würde.

    „Keine Probleme, alles geht“, wie man sieht (oder auch nicht).

    ganz generell wieder mal viel heisse Luft und Verschwörungstheorien, aber das ist man hier ja gewohnt.

  • Altstadt Kid

    |

    @genau
    Solange nur alles Theorie ist, ist es ja gut!
    Das die damaligen Betreiber der H5 nicht zum „Inner Circle“ gehören war doch wohl jedem klar.
    Der witterte aber auf einmal ein lukratives Geschäft und war
    natürlich beim OB Termin anwesend.
    Und das Andy Zorn nicht zum Circle gehört ist doch wohl auch klar, das sind andere Kaliber, aber die geben nicht
    den Wirt, sondern stehen dahinter! Huhh..huhhhhhh Verschwörungstheoriealarm
    Da ist man mit einer Facebook Campagne noch nicht „drin“!

  • genau

    |

    @Altstadt Kid: Ich glaube, Du verwechselst da was.

    Der „damalige Betreiber“ der H5 war (und ist immer noch) der Scants of Grace e.V.

    Der hat ganz sicher kein „lukratives Geschäft gewittert“, ist auch gar nicht möglich, da er als gemeinnütziger e.V. gar keinen Gewinn machen darf.

    Falls Du mit „der“ den Sascha von der Suite meinst, der auch beim Fototermin war: Der hatte und hat mit der H5 nicht das geringste zu tun!

    Der wollte die Aftershow-Party zu „Zuckerbrot und Peitsche“ als Einzelveranstaltung in der H1 vorne machen, durfte dann aber auch nicht.

    Insofern also ein Sieg für die Gleichbehandlung, auch wenn das in dem Fall heisst, dass beide gleich „schlecht“ behandelt wurden :-D

    Und das, obwohl er doch ang. zu den „Mächtigen und Einflussreichen“ des „inner circle“ gehört.

    Oder ist er für Dich nun auch da raus, ja sapperlot, da bleibt ja bald keiner mehr übrig in diesem ominösen Verein :-D

    P.S.: Ein anderer OB ändert auch nix an der Situation, da müsste eher eine andere Besetzung des Ordnungsamtes her – dafür sehe ich aber schwarz.

  • Tonia

    |

    @ genau

    Gut, dass ein anderer OB und auch ein anderes Ordnungsamt nichts ändern können.

    Gesetz bleibt Gesetz, auch für die Schiki-Micki-Gatronomen unserer schönen Stadt gelten halt nun mal die Gesetze zum Nachbarschutz.

    Und – soll ich dir was sagen, das ist gut so.

  • genau

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    Genau das meinte ich doch, als Antwort auf den Kommentar von Zigarrenpaffer: Auch wenn Wolbergs OB würde, würde sich nix ändern, es würden weiter alle (genauso wie jetzt schon) nach Recht und Gesetz behandelt werden.

    Und das ist auch gut so, richtig.

    Das Ordnungsamt hat einen gewissen Aulsegungsspielraum im Rahmen der Gesetze – so Details wie wie oft pro Monat wird ein Konzert genehmigt, wie oft kann eine einzelne Gestattung erteilt werden, bevor ein Laden eine Umwidmung braucht, etc.

    Dies aber auch wieder für alle gleich.

    Dem Ordnungsamt ist es sehr egal, wer wen als OB wählen will – dort hat man eher so grundsätzlich die Einstellung „Ordnung ist, wenn die Leute abends vor der Glotze daheim sitzen und nicht vor die Tür gehen“.

    Und dafür machen sie alles, um dieses Ziel zu erreichen.

  • Die machiavellistische Umarmung des Kirmes-OB | Regensburg Digital

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