SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Judensau’

„Künftig vor Ort besser einordnen“

Die „Judensau“ bleibt hängen

Antijudaistische Schmäh-Skulpturen und Gemälde finden sich bis heute an und in vielen Kirchen in ganz Deutschland. Die sogenannte „Judensau“ am Regensburger Dom St. Peter gab nun Anlass für einen Runden Tisch. Einhellige Meinung der Gesprächspartner: Die Werke sollen weiter hängen bleiben. Es brauche aber eine deutlich bessere und sichtbarere Einordnung, nicht nur in Regensburg.

Die sogenannte “Judensau” am Regensburger Dom. Foto: Archiv/wr

Ob nun in Bamberg, Cadolzburg oder Regensburg. An zahlreichen Gotteshäusern deutschlandweit prangen antijudaistische Plastiken und Gemälde, die immer wieder Anlass zu Diskussionen geben. Mit am bekanntesten dürften dabei Darstellungen der sogenannten „Judensau“ sein, wie sie auch an der Südseite des Regensburger Doms zu finden ist. Die aus dem 14. Jahrhundert stammende Plastik zeigt eine Sau, an der sich drei Personen zu schaffen machen. Die Figuren sind dabei in einer für das Mittelalter typischen Darstellung jüdischer Menschen gehalten. Historisch besteht an der abwertenden und verspottenden Aussage solcher Skulpturen, wie sie an rund 30 Kirchen deutschlandweit – in Bayern sind es etwa ein Dutzend – bis heute zu finden sind, kein Zweifel. Allerdings fehlt es oft an einer entsprechenden Einordnung vor Ort. Das soll sich nun ändern.

Zensur, Vertragsbruch und fehlender Anstand

Ungers letzte Tat

Während sich Kulturreferent Klemens Unger zu seinem Abschied im Licht der Domillumination sonnte, ging er an anderer Stelle auf Tauchstation. Aus dem Buch einer Expertin für jüdische Geschichte strich er eigenmächtig ganze Passagen, schriftliche Absprachen brach er, E-Mails beantwortete er nicht. Nun ist die von Unger zensierte Publikation erschienen und die Autorin erhielt nicht einmal ein Belegexemplar.

Text zur sogenannten "Judensau"

Zensur-Streit: Unger bricht schriftliche Vereinbarung

Mit einer nichtssagenden Antwort reagiert Kulturreferent Klemens Unger auf eine Anfrage zu seiner Zensur eines Textes über die „Judensau“ am Regensburger Dom. Mails der betroffenen Autorin beantwortet er seit Wochen nicht. Schriftliche Vereinbarungen bricht er. Die Bürgermeisterin sieht keinen Grund, sich einzumischen.

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