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Beiträge mit Tag ‘SPD’

Die Stadtbau bzw. Martin Daut verlor 14 Prozesse gegen Rainer Gottl (re.). Der spricht von Mobbing.  Hans Schaidinger hielt sich raus. Gestern wurde mit seinem Wissen eine fragwürdige Erklärung der Stadtbau über einen Arbeitsgerichtsprozess an die Medien verschickt.Greift die Stadtbau für den OB in den Wahlkampf ein, weil ein Mitarbeiter bei der CSB kandidiert? „Jeder Mitarbeiter hat ein Recht darauf, dass sich der Oberbürgermeister vor ihn stellt.” Diese lobenswerte Maxime betont Oberbürgermeister Hans Schaidinger des öfteren. Diese Maxime galt zunächst für den geschassten Stadtbau-Geschäftsführer Martin Daut. Hans Schaidinger gebrauchte sie im Rahmen einer Pressekonferenz mehrfach, um zu begründen, warum er Daut so lange vertraut und vor Kritik in Schutz genommen hatte. Diese Maxime gilt auch für die bestechliche Stadtbau-Mitarbeiterin Monika Z.. Der Schutz ihrer Persönlichkeitsrechte führte fast dazu, dass es keine öffentliche Stadtratssitzung zur – letztlich mangelhaften – Aufklärung der Affäre gegeben hätte. Für Reiner Gottl, gleichfalls Stadtbau-Mitarbeiter und ehemals leitender Angestellter, gilt diese Maxime des Oberbürgermeisters offenbar nicht. In einer Erklärung, die gestern von der städtischen Pressestelle verschickt wurde, teilt man mit, dass Gottl einen Prozess gegen die Stadtbau vor dem Landesarbeitsgericht München verloren habe. Gottl hatte geklagt, um seine Prokura, die ihm 2006 von Martin Daut entzogen worden war, wiederzuerlangen – und unterlag. In der gestrigen Presseerklärung wird Gottls Name mehrfach voll ausgeschrieben genannt und es wird – fast schon süffisant – bemerkt, dass Gottl bereits in zweiter Instanz verloren habe. Unerwähnt bleibt allerdings, dass Gottl nahezu zeitgleich zwei Verfahren gegen die Stadtbau gewonnen hat – wegen Abmahnungen von Martin Daut. Zwei von mittlerweile 14 Siegen vor Gericht, die Gottl gegen die Stadtbau bzw. Martin Daut erringen konnte. Von Daut ist in einer Gerichtsakte der Satz überliefert, er werde „den Gottl abschlachten”.
„Der Oberbürgermeister wusste von der Pressemitteilung”, sagt Elisabeth Knott (hier bei der Pressekonferenz zum Daut-Rausschmiss).Dieter Gerl – ist er aktuell zuständig für die Stadtbau?Martin DautRainer GottlLothar Strehl (re.) hat sich im Aufsichtsrat öfter gegen die Mehrheit gestellt. Von einigen CSU-Stadträten wird er mittlerweile gemieden.
Für „bemerkenswert” hält denn auch Gottls Anwalt, Dr. Christian Stahl, die Presseerklärung. In seinen sechs Jahren als Fachanwalt für Arbeitsrecht habe er es zudem noch nicht erlebt, „dass ein Arbeitgeber nach einem Prozess eine Erklärung mit dem Namen seines Angestellten in die Öffentlichkeit trägt.” Tatsächlich hat sich die Stadtbau bislang als uneinnehmbare Trutzburg gezeigt, wenn man manche Information erhalten wollte. Etwa zu Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts. Etwa zu fragwürdigen Versetzungen bestechlicher Mitarbeiter. Oder zu eilends beschlossenen „übergangsweisen” Postenvergaben, so lange die politischen Mehrheitsverhältnisse noch passen. Hat die neue Offenheit möglicherweise damit zu tun, dass Gottl auf der Stadtratsliste der CSB kandidiert – der in der Schaidinger-CSU verhassten, mitunter auch als Konkurrenz gefürchteten CSU-Abspaltung unter Ägide von Stadtrat Gero Kollmer? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Hans Schaidinger von der Erklärung wusste, wie die Leiterin der städtischen Pressestelle, Elisabeth Knott, bestätigt. Will man dem politischen Konkurrenten mit moralisch fragwürdigen Methoden eins auswischen? Ein kurzer Blick auf die Auseinandersetzung Gottl – Daut wirft kein gutes Licht auf Hans Schaidinger als Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtbau. Lothar Strehl, SPD-Stadtrat und Mitglied im Aufsichtsrat, spricht von einem „jahrelangen Kriegszustand”, der zwischen Daut und Gottl geherrscht habe. Seit 2001 schwelten die Auseinandersetzungen. Der Aufsichtsrat wusste darüber ebenso Bescheid wie Hans Schaidinger. Gottl spricht von „Mobbing”. 14 Siege gegen die Stadtbau vor Gericht und zwölf außergerichtliche Einigungen mit Daut nach Intervention von Gottls Anwalt geben dieser Aussage augenscheinlich recht. Auch Strehl bestätigt dies. „Das ist eine der bösesten Sachen, die ich jemals miterlebt habe. Gottl hat unter Martin Daut gelitten wie ein Hund.” Stadtbau: Nicht jeder Mitarbeiter genießt Schutz des Oberbürgermeisters SPD-Stadtrat Lothar Strehl hat mit Blick auf das Verhalten von Martin Daut gegenüber Rainer Gottl eine klare Meinung: „Was Personalführung anbelangt habe ich Herrn Daut immer für unfähig gehalten.” Mittlerweile ist bekannt, dass Strehl auch Konsequenzen daraus gezogen hat: Er hat schon 2001 gegen die Wiederbestellung Dauts als Geschäftsführer der Stadtbau gestimmt; offenbar als einziger. Ein kleines Beispiel Dautscher Personalpolitik: Anlässlich eines Sektempfangs zum 60. Geburtstag hatte ein Stadtbau-Hausmeister kurz zuvor die Kleidung gewechselt. Von Daut erhielt er dafür eine Abmahnung. 2002, kurz vor seiner Wiederwahl, habe Hans Schaidinger, wie Gottl schildert, ihm in die Hand versprochen, sich um die Sache mit Daut zu kümmern. „Ich sollte mich aber bis zur Kommunalwahl ruhig verhalten”, schildert Gottl, damals noch CSU-Ortsvorsitzender in Schwabelweis, den Deal. Er tat’s und erhielt vom frisch gewählten Oberbürgermeister drei Tage später einen Schlag ins Gesicht: Brieflich erklärte Schaidinger, für Personalangelegenheiten bei der Stadtbau nicht zuständig zu sein. Wer für die fragwürdige Presseerklärung von gestern zuständig ist, kann unserer Redaktion niemand mit letzter Sicherheit sagen. Von Seiten der Stadtbau erhalten wir trotz eindringlicher Bitte keinen Rückruf. Zuständig für die Geschäftsführung scheint im Moment Prokurist Dieter Gerl zu sein. Mit letzter Sicherheit kann dies aber nicht einmal die städtische Pressestelle bestätigen. Von dort habe man die Presseerklärung „der Einfachheit halber” für die Stadtbau verschickt, sagt die Leiterin Elisabeth Knott, die Wert darauf legt, dass die Stadt selbst eine solche Mitteilung nicht verfasst hätte. Lothar Strehl, als SPD-Kandidat eher unverdächtig ein Unterstützer der von CSU-Kreisen immer wieder als rechtslastig bezeichneten CSB zu sein, hat zu dieser „einfachen” Vorgehensweise eine klare Meinung: „So etwas vier Tage vor der Kommunalwahl zu machen ist unanständig.” Weshalb es keine Bedenken gegeben habe, den Namen eines städtischen Mitarbeiters in voller Länge zu nennen, erklärt Knott so: „Wenn ein Angestellter seinen Arbeitgeber in der Öffentlichkeit angreift, ist eine solche Reaktion verständlich.” Tatsächlich: Gottl hat sich des öfteren öffentlich über Martin Daut beklagt. Es scheint eben nicht jeder Mitarbeiter ein Recht darauf zu haben, dass sich der Oberbürgermeister vor ihn stellt, insbesondere dann, wenn er’s Maul aufmacht. Auch das scheint leider eine Maxime zu sein.

Zwei Hunde auf dem Weg zur Hölle

Sie sind legendär. Kenner vom Kindes- bis zum Greisenalter schätzen die Kaspereien von Christoph Maltz. Und während die Puppenbühne Larifari immer Sonntagnachmittag im Café Vitus für Begeisterung bei den Kleinen sorgt, erfreuen sich auch die weniger jugendfreien Stücke von Magister Maltz immer größerer Beliebtheit. Wenn der Herrscher von Kasperlhausen, König Hansi (im Bild), und sein […]

Geschlossene Veranstaltung

Wolbergs kam auf den Haidplatz – die Massen blieben trotz Freibier aus „Da könnt man fast Mitleid haben”, meint CSU-Stadtrat Hans Renter, der – zusammen mit Parteifreund Stefan Neubert auf Wahlkampftour – kurz vor 17 Uhr am fast leeren Haidplatz vorbei kommt. Wahlkampf wird auch dort gemacht. „Wolbergs kommt” heißt es auf den Plakaten, zwischen […]

Nur ein paar Fragen…

Initiativen fragten –manche Parteien antworteten oder nicht, oder doch „Miteinander reden” oder „gemeinsam lernen” – wohlklingende Slogans von FDP und CSU, die wie Hohn klingen müssen in den Ohren der 13 Initiativen, deren Fragen von diesen beiden Parteien ebenso unbeantwortet blieben wie von der CSB. Die CSU schickte kommentarlos ihr Wahlprogramm. Mit der SPD kam […]

„Der CSU-Mann fürs Grobe”

Der OB-Kandidat der Freien Wähler stellt sich vor Stadtrat Günther Riepl Der von Günther Riepl (Freie Wähler) initiierte Antrag auf eine Sondersitzung zur Aufklärung der Stadtbauaffäre sorgt mittlerweile für handfesten Krach zwischen den Freien Wählern und der CSU. Riepl hatte auf einem Entwurf für den Antrag, der auch an die Presse ging, den Namen seines […]

Ruhe für die Altstadt-SPD?

Tonio Walter neuer Vorsitzender/ Alter Vorstand noch nicht entlastet Die Ära Kurt Schindler ist zu Ende. Am Dienstag abend wurde der Strafrechtler Tonio Walter mit 18 von 24 Stimmen zum neuen Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Altstadt gewählt. Seine Stellvertreter sind Thomas Kube und Mareike Braun. Damit scheint der, für die Regensburger SPD wichtigste Ortsverband wieder in […]

Morgen, Regensburg

Die Steilvorlage hat funktioniert. Nachdem sich Kurt Schindler (Ex-SPD, bald Ex-Stadtrat) über den „Namensmissbrauch” von Günther Riepl aufgeregt hat – Riepl hatte Schindlers Namen auf dem Antragsentwurf zur Sondersitzung mit Martin Daut in Sachen Stadtbau verwendet –, meldet sich nach langer Zeit des Schweigens CSU-Fraktionschef Herbert Schlegl zu Wort und haut auf Riepl und die […]

SPD: Hemmungsloser Optimismus

Auf eine Stichwahl – so es sie denn gibt – ist Joachim Wolbergs vorbereitet. Der Spitzenkandidat der Regensburger Genossen will im Wahlkampfendspurt eine „ausgeprägte Wechselstimmung” ausgemacht haben. Und wegen seines von vielen ins Lächerliche gezogenenem Hundeplakats hat sich sogar der deutsche Boxerverband bei ihm gemeldet. Da wundert es nicht, wenn Wolbergs für die SPD ein […]

Das tägliche Wahlkampfbrot

Mit Petra Betz und Parteifreunden beim Schlegl-WirtEine recht gemütliche Runde hat sich eingefunden in Grass, beim Schlegl-Wirt, wo Bürgermeisterin Petra Betz zum „Jetzt red i” geladen hat. Stadtratskandidaten sonder Zahl sind am Freitag gekommen (neben einigen Bürgern), machen Brotzeit und falten akribisch die frisch gedruckten Wahlkärtchen – das von der CSU gestellte Startpaket (3.000 Stück) […]

Morgen, Regensburg

Immerhin – zwar fallen die Grünen im Wahlkampf kaum auf, doch der OB-Kandidat Jürgen Mistol hat den Antrag zur Sondersitzung mit Martin Daut unterstützt. Allerdings nur per Mail, nicht per Unterschrift. Ob diese Unterstützung gültig ist – man weiß es bislang nicht. Keine Unterstützung für den Antrag gab es von Kurt Schindler (Ex-SPD, bald Ex-Stadtrat). […]

Stadtbau-Affäre: Wahlkampfspielchen, „Namens-Missbrauch”, „Duckenterl”

Im Moment reichen Unterschriften für Sondersitzung noch Der von Freie-Wähler-Stadtrat Günther Riepl initiierte Antrag auf eine Extra-Sitzung des Stadtrates sorgt weiter für Ärger. Im Verbund mit 15 weiteren Stadträten hatte Riepl den Antrag gestellt, am 26. Februar eine Sondersitzung einzuberufen, um in der Stadtbau-Affäre dem geschassten Geschäftsführer Martin Daut Gelegenheit zu einer Darstellung seiner Sichtweise […]

Diskussion zur Jugendpolitik – Parteien bleiben unter sich

Dem Stadtjugendring kann man sicher keinen Vorwurf machen. Der versucht die Jugendlichen in punkto Kommunalwahl auf vielfältigste Weise zu erreichen. Mit einem Quiz zu den Wahlprogrammen aller Parteien, mit einem Wahlomaten im Internet und mit einer Podiumsdiskussion – gestern im Leeren Beutel. Jedoch: Die Jugend fehlte weitgehend im zur Hälfte gefüllten Saal. Für die Jugendorganisationen […]

„Problem 628” für SSV Jahn

Verärgerung über Vereinslogo auf CSU-Wahlplakat Alles „gemeinsam” macht derzeit Oberbürgermeister Hans Schaidinger auf den CSU-Wahlplakaten. Aktuell kämpft Stefan Binder vom SSV Jahn Regensburg gemeinsam mit dem OB. Dass Binder dabei das Vereinstrikot mit offiziellem Vereinslogo trägt, sorgt bei Detlef Staude, ehemals Jugendleiter beim SSV und SPD-Stadtratskandidat, für „Verwunderung und auch Ärger”. Laut Satzung ist der […]

CSB, Wolbergs, Korruption und bayerische Staatsanwaltschaft…

Wolbergs übt Kritik an „Stasi-ähnlichen” Methoden der CSB Wie zu erwarten war hat die reißerisch verkündete „Antikorruptionsseite” der CSU-Abspaltung CSB für Ärger gesorgt. In einer Presseerklärung hat sich SPD-Spitzenkandidat Joachim Wolbergs an die Öffentlichkeit gewandt und den CSBlern „Stasi-ähnliche Schnüffelmethoden” vorgeworfen. „Höchst eigenartig” sei die Zusicherung der CSB, anonyme Hinweise eingehend zu prüfen. Das könne […]

Martin Daut will reden!

Opposition im Stadtrat will Martin Daut einladen, der will kommen. Zieht die CSU mit? Jetzt spielt es keine Rolle mehr, ob Martin Daut zur Aufklärungssitzung in Sachen Stadtbau am 31. Januar eingeladen wurde (wie Oberbürgermeister Hans Schaidinger behauptet) oder nicht (was wiederum Daut behauptet). Es gibt eine zweite Chance, um dem geschassten Geschäftsführer der Stadtbau […]

Unglaubliche Umfragen

Wie nahe Freud und Leid des Politikers beieinander liegen können, zeigen zwei Internet-Umfragen „Solche Umfragen sind eine nette Spielerei. Mehr aber auch nicht”, befindet ein Münchner Internet-Experte gegenüber Wochenblatt digital als wir seine Meinung zwei Internet-Umfragen wissen wollen, die derzeit in Regensburg die Runde machen. Nett ist es auch, sich diese Spielereien einmal anzuschauen. Die […]

ödp: Daut soll in den Stadtrat

„Das Schreiben von Ex-Stadtbau-Geschäftsführer Martin Daut wirft die Frage auf, ob das Problem Stadtbau nicht noch gravierender ist als bislang angenommen“, meint ödp-Stadtrat Joachim Graf nach der Stellungnahme Dauts (wir berichteten am Samstag). „Wenn die Aussagen Dauts stimmen, dann wäre er damit nur dem Wunsch des OB gefolgt“, stellt der ödp-Politiker fest. Die ödp fordert […]

Planbare Verträge statt freiwilliger Leistungen

„Es kann nicht sein, dass ein wesentlicher Teil der Arbeit engagierter Vereine und Initiativen darin besteht, um Geld betteln zu müssen”, sagt SPD-Chefin Margit Wild. OB-Kandidat Joachim Wolbergs fordert, dass anstelle der freiwilligen Leistungen planbare, längerfristige Verträge für die freien Träger treten, „die sich für wenig Geld um Dinge kümmern, die eine Kommune das Zehnfache […]

Igel, Schwarzkittel und Hammer-Herbi

Zu Besuch beim alljährlichen CSU-Bashing von Alt-Sozi Norbert Hartl Joachim Wolbergs ist in der Arberhütte gestern Abend nur das Vorprogramm. Die Fastenpredigt von Alt-Sozi Norbert Hartl steht an, und wenn der „König von Burgweinting” mit leicht ironischem Unterton vom Leder zieht ist das Balsam für geplagte Sozi-Seelen und sorgt immer für einige Lacher.

„Dann gehen Sie doch”

Eine Abrechnung: Der spektakuläre Abschiedsvortrag von Professor Marx „Was erlauben Sie sich.” Als CSU-Fraktionschef Herbert Schlegl im Thon-Dittmer-Palais, sichtlich um Fassung ringend, zu Sprechen anhob, war der Vortrag von Professor Detlef Marx schon beendet. Der Verein Pro Regensburg hatte Hans Schaidinger und Joachim Wolbergs ins Thon-Dittmer-Palais geladen, um mit den beiden über die wichtigen politischen […]

drin