+++ Aktuell +++ Um 3 Uhr wird Frau J. abgeholt! +++ Aktuell +++

Seit fast zwei Wochen liegt ein Asylfolgeantrag für Frau J. beim Bundesamt für Migration. Telefonisch hat die Behörde sichbei Marion Puhle vom Regensburgewr Flüchtlingsforum gemeldet und bestätigt, dass die Abschiebung der psychisch schwer kranken Frau ausgesetzt sei. Trotzdem wird Dienstag, 3 Uhr morgens, die Bielefelder Polizei Frau J. abholen und zum Flughafen nach Düsseldorf bringen. Um 12 Uhr geht der Flug nach Serbien. Nach Aussage ihres Sohnes geht es Frau J. sehr schlecht. Die 44jährige ist stark suizidgefährdet. Sie wird heute noch innerhalb der JVA verlegt, damit die anderen Insassinnen von der Abschiebung nichts mitbekommen. Sie kommt in eine Einzelzelle. Der Sohn berichtete weiter, dass er den zuständigen JVA Beamten gefragt habe, ob bereits Meldung gemacht wurde, dass ein Asylfolgeantrag gestellt ist und die Abschiebung auszusetzen ist. Daraufhin schaute der JVA Beamte nochmals im Computer nach. „Alles wie gehabt, Frau Jashari wir gegen 3.00 Uhr morgens abgeholt und nach Düsseldrof verbracht”, so seine Aussage. Marion Puhle: „Die Schlamperei der Behörden auf Kosten einer kranken Frau, ist unverschämt und sucht ihresgleichen.” Zuständig ist entgegen erster Meldungen nicht die Ausländerbehörde Regensburg, sondern die in Gütersloh. Laut Aussage des Bundesamts für Migration wurden die dortigen Mitarbeiter informiert. Dennoch: Um drei Uhr wird Frau J. abgeholt, dann abgeschoben. Nach Serbien, wo die Überlebenschancen der seit 10 Jahren in Deutschland lebenden Frau sehr gering sein dürften. In der Grünfläche vor der „Gemeinschaftsunterkunft” für Asylbewerber in der Plattlinger Straße liegt eine tote Ratte. Alltäglich.

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Kommentare (1)

  • Daniela Camin - Heckl

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    Vielleicht können wir zusammen noch ein „kleines Wunder“ bewirken. Noch sitzt
    Frau J. nicht im Flieger. Wir haben noch Gelegenheit als Menschen für Frau J. zu bitten, dass sie in Deutschland bleiben darf. Das wir als Regensburger, als Bürger, als Menschen nicht damit einverstanden sind, dass eine kranke Frau in eine „ungewisse Zukunft“, vielleicht sogar „in den Tod“, abgeschoben werden soll. Lassen Sie es und gemeinsam versuchen!

    unter der Internetseite:
    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

    weiter unter Kontakt:
    Vertrauliche Nachrichten können Sie unter Verwendung dieses zertifizierten Schlüssels an E-Mail: poststelle@erv.bamf.bund.de
    senden.

    Vielleicht erkennen dann auch die Behörden in Gütersloh, dass wir als Bürger manchmal anders denken und fühlen, wie es in den Gesetzen steht.

    Einen Versuch ist es wert, dass BAMF hat ja schon reagiert, noch ist es nicht 12.00 Uhr Dienstag.

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