Vom Tricorder und dem Unwort des Jahres 2051

Pressemitteilung der Hochschule Regensburg Vom Tricorder und dem Unwort des Jahres 2051 Vortragsreihe „Was bringt die Zukunft?“ der Hochschule Regensburg (HS.R) gestartet – Spannende „Vorhersagen“ über politische, gesellschaftliche und technische Entwicklungen „Geokultur heißt das Unwort des Jahres 2051″, tippt Dr. Markus Bresinsky – vielleicht!? Er ist Professor der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik der Hochschule Regensburg (HS.R) und war am 17. November 2011 erster Referent der wissenschaftlichen Vortragsreihe „Was bringt die Zukunft?“ der HS.R im Kolpinghaus Regensburg. Die Veranstaltung ist Teil des Jubiläumsprogramms der HS.R. Mehr als 50 Zuhörer ließen sich beim ersten von insgesamt vier Vortragsabenden zum Thema „Wie leben wir in 40 Jahren?“ im November und Dezember 2011 in die Zukunft entführen. Die Reihe der HS.R findet an verschiedenen Orten in der Innenstadt Regensburgs statt. Die Welt bestehe nicht mehr aus verschiedenen Ländern, sondern aus unterschiedlichen Kulturzonen, so die Idee des Professors des Studiengangs International Relations and Management Dr. Markus Bresinsky. Dazu zeigte er eine fiktive, bunt eingefärbte Weltkarte, die unseren derzeitigen Blick „auf den Kopf stellt“. Prof. Dr. Bresinsky stellte in seinem Beitrag vier mögliche internationale Schlagzeilen für das Jahr 2051 vor: „Kybernetiker erhält Friedensnobelpreis“ – „Diskontierung der Gegenwart-Gesetz“ – „Unwort des Jahres 2051 – Geokultur“ – „SocOps Resistance – a Global Threat“. SocOps wären zum Beispiel „Social Operations“. Auseinandersetzungen der Zukunft wären wohl keine Krieger mehr, so Prof. Dr. Bresinsky, sondern die Auseinandersetzungen würden über „Menschenmassen“ ausgetragen. Die Occupy-Bewegung und die Revolution am Tahrir Platz in Ägypten seien Vorboten. Der zweite Referent des Abends, Dr. Michael Reng, spannte den Bogen der technischen Möglichkeiten der Medizin – vor 40 Jahren über heute bis in 40 Jahren. Er lehrt als Privatdozent Medizinische Informatik an der Fakultät Informatik und Mathematik der HS.R. Die Technik übernehme immer mehr Aufgaben in der Medizin, so Reng. „Operiert im Jahr 2051 ein Roboter? Denn: Ist der Mensch überhaupt noch Garant für Sicherheit?“, fragte Dr. Reng provokant. Er zeigte Beispiele derzeitiger technischer Möglichkeiten im medizinischen Alltag, wie einen Livemitschnitt eines Eingriffs am Darm. Sein Fazit – trotz seiner eigenen großen Begeisterung für die Technik: Bei all der Technik bedürfe es auch in Zukunft einen Menschen. Und, kommt der Tricorder à la Raumschiff Enterprise? Dr. Reng stellte dem Publikum schon einmal eine „High-Tech“-Toilette vor, welche gleichzeitig Urin, Stuhlprobe, den Zyklus analysiert und den Blutdruck misst.

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