Wer wird Eichhorns Nachfolger(in)?

Tritt nicht mehr zur Wahl an: Die Bundestagsabgeordnete Maria Eichhorn. Foto: ArchivIn der CSU dreht sich das Personalkarussell. Am gestrigen Montag hat die Bundestagsabgeordnete Maria Eichhorn überraschend ihren Verzicht auf eine erneute Kandidatur bei der kommenden Bundestagswahl erklärt. Jetzt schießen die Spekulationen um ihre Nachfolge ins Kraut. Traditionell war das Direktmandat eher Kandidaten aus dem Landkreis vorbehalten. Dort gibt es bereits Bewerber. Offiziell sein Interesse bekundet hat bereits Gerhard Gröschl (45) von der CSU Lappersdorf. Chancen werden auch dem als „Börsenbauer“ bekannt gewordenem 47jährigen Johann Schmalhofer aus Taimering eingeräumt. Von der jungen Generation sind der Landkreisvorsitzende der JU, Wolfgang Gruber, und der JU-Vorsitzenden Regenstauf, Peter Aumer, im Gespräch. So weit das Land. Freilich könnte auch ein Bewerber aus der Stadt das Rennen machen. Als aussichtsreiche Kandidatin, ob ihres Bekanntheitsgrades, dürfte Petra Betz gelten. Nach dem – überraschenden – Verlust ihres Postens als Bürgermeisterin steht im Besonderen das „Schaidinger-Lager“ bei der Stadt-CSU in ihrer Schuld. Ein bekanntes Gesicht ist allerdings auch Armin Gugau, der ebenfalls seinen Hut in den Ring werfen könnte. Ansonsten ist die Personaldecke der Stadt-CSU eher dünn. Insofern dürfte sich Thomas Fürst schwarz ärgern. Wäre er im Zuge der CSU-Schlammschlacht unter der Überschrift „Rechtslastigkeit“ nicht aller Posten ledig geworden und schließlich aus der CSU ausgetreten, wäre er mit ziemlicher Sicherheit Bewerber Nummer Eins für Eichhorns Direktkandidatur gewesen. Ob es ein Trostpflaster ist, dass vergangenen Freitag bei einer Versammlung der Altstadt-CSU die Idee ins Gespräch gebracht wurde, ihm die Ehrenmitgliedschaft anzutragen? Abgestimmt wurde darüber bislang noch nicht. Für Unruhe dürfte der Vorschlag in jedem Fall sorgen. Und ob die Aufstellung des CSU-Direktkandidaten schiedlich friedlich über die Bühne gehen wird, bleibt ebenfalls abzuwarten. Die Listenaufstellung steht innnerhalb der nächsten vier Wochen an. Früher am Start ist die SPD: Sie trifft sich bereits am Sonntag, um den Direktkandidaten zu küren.

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Kommentare (1)

  • Leon

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    Hurra, jetzt weiss der Norbert Steiner, weshalb er zu verurteilen war. Die Seilschaften können aber sehr schnell brüchig werden.

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