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Defizit von rund 700.000 Euro für 2017 zu erwarten

Markt Lappersdorf verschleiert tatsächliche Kosten fürs AURELIUM

Die Kosten für die Herstellung und Einrichtung des Lappersdorfers Kultur- und Begegnungszentrums AURELIUM sind höher als bislang öffentlich bekanntgegeben. Ebenso die jährlichen Fixkosten, die im laufenden Betrieb des Zentrums anfallen. Diese unpopuläre Erkenntnis haben sowohl Bürgermeister Christian Hauner (FW) als auch der Kämmerer Robert Weilhammer neulich in einer eigens anberaumten Marktgemeinderatssitzung zwar angedeutet, die tatsächlichen Summen aber nicht unmissverständlich beziffert.

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Zur Klärung der tatsächlichen Baukosten stellte unsere Redaktion an Bürgermeister Hauner detaillierte An- und Nachfragen zu noch unbekannten Einzelkosten und zur Art der Bilanzierung. Diese will die geschäftsführende Beamtin des Marktes, Sabine Schick, aber nicht beantworten. Begründung: Dies stelle einen „unverhältnismäßigen Aufwand“ für die Verwaltung dar und von daher bestehe kein presserechtlicher Auskunftsanspruch. Stattdessen lässt sie uns jene Präsentation zukommen, die, zusammengestellt von der Marktverwaltung, in der Marktgemeinderatssitzung eigentlich für Transparenz und Offenlegung aller Kosten hätte sorgen sollen. Da man im Lappersdorfer Rathaus offenbar glaubt, die tatsächlichen Bau- und Fixkosten des vor einem Jahr nach fast dreijähriger Bauzeit eröffneten AURELIUM willkürlich verschleiern und öffentlich präsentieren zu können, hat regensburg-digital nachgerechnet.

Die beiden Pax-Christi-Preisträger für Zivilcourage. Probst und Clemens Habiger. Foro: wr
Pax Christi verleiht den „Preis für Zivilcourage 2017“

„Für ein neues dialogisches Miteinander in der Kirche“

Der Diözesanverband der internationalen katholischen Friedensbewegung Pax Christi verlieh diese Woche zum siebten Mal seine Auszeichnung „Einspruch wagen! – Preis für Zivilcourage“. Der mit 1000 Euro dotierte Preis ging an den Kapuzinerpater Clemens Habiger und an den ehemaligen Domspatzen Alexander Probst.

Instrumentalisierte Domprediger Johann Maier, um von seiner eigenen Rolle im II. Weltkrieg abzulenken: Michael Buchberger (hier 1950 bei einer Gedenkveranstaltung am Dachauplatz). Foto: Stadt Regensburg
„Mit Gott für Deutschland“ - Teil IV unserer Recherche

Instrumentalisierung eines Justizmordopfers

Vor 90 Jahren wurde Michael Buchberger ins Bischofsamt gehoben. Wie kaum ein zweiter Kirchenhierarch hat Buchberger den Nationalsozialismus begrüßt. Da Buchbergers zweideutiges Verhältnis zum Nationalsozialismus, seine bedenklichen Wortmeldungen und antisemitischen Werke bislang nicht untersucht worden sind, sollen in einer vierteiligen Aufsatzserie wesentliche Aspekte dieser stadtgeschichtlich relevanten Zusammenhänge skizziert werden. Vierter und letzter Teil unserer Serie.

Bischof Buchberger begrüßt Jugendliche bei einer Kircheneinweihung 1933. Foto: privat
„Mit Gott für Deutschland“ - Teil III unserer Recherche

Mit „Beicht und Kommunion“ in den Krieg

Vor 90 Jahren wurde Michael Buchberger ins Bischofsamt gehoben. Wie kaum ein zweiter Kirchenhierarch hat Buchberger den Nationalsozialismus begrüßt. Da Buchbergers zweideutiges Verhältnis zum Nationalsozialismus, seine bedenklichen Wortmeldungen und antisemitischen Werke bislang nicht untersucht worden sind, sollen in einer vierteiligen Aufsatzserie wesentliche Aspekte dieser stadtgeschichtlich relevanten Zusammenhänge skizziert werden. Dritter Teil unserer Serie.Nachdem im zweiten Teil […]

Befürwortete Zwangssterilisation
„Mit Gott für Deutschland“ - Teil II unserer Recherche

Buchbergers seelische Gleichschaltung des ganzen deutschen Volkes

Vor 90 Jahren wurde Michael Buchberger ins Bischofsamt gehoben. Wie kaum ein zweiter Kirchenhierarch hat Buchberger den Nationalsozialismus begrüßt. Da Buchbergers zweideutiges Verhältnis zum Nationalsozialismus, seine bedenklichen Wortmeldungen und antisemitischen Werke bislang nicht untersucht worden sind, sollen in einer vierteiligen Aufsatzserie wesentliche Aspekte dieser stadtgeschichtlich relevanten Zusammenhänge skizziert werden. Zweiter Teil unserer Serie.

Bischof Michael Buchberger
Eine Recherche in vier Teilen

„Mit Gott für Deutschland“: Anmerkungen zu Bischof Michael Buchberger

In Regensburg gedenkt man seit 1945 des Dompredigers Johann Maier, der am 24. April 1945 standrechtlich hingerichtet wurde. Diese Tradition geht zurück auf den damaligen Bischof Michael Buchberger, der den Nationalsozialismus wie kaum ein zweiter Kirchenhierarch begrüßt hat. Da Buchbergers zweideutiges Verhältnis zum Nationalsozialismus, seine bedenklichen Wortmeldungen und antisemitischen Werke bislang nicht untersucht worden sind, sollen in einer vierteiligen Aufsatzserie zumindest wesentliche Aspekte dieser stadtgeschichtlich relevanten Zusammenhänge skizziert werden.

Foto: Archiv/ Staudinger
"Islam nicht integrierbar"

Der Bischof gibt den Trump

Rudolf Voderholzer hat nachgedacht, sich an seine Aufgabe als römisch-katholischer Bischof erinnert und dann verkündigt, dass der Islam als Islam nicht ins christliche Abendland integrierbar sei. Wegen der Verneinung des Kreuzestodes des menschgewordenen dreifaltigen Gottes, meint er. Ähnlich oberflächlich macht Voderholzer sich Gedanken zur Rolle der katholischen Kirche im NS-Regime und der damaligen Ermordung von sogenannten „lebensunwerten“ Menschen.

In Regensburg Chefverschleierer, im Vatikan Chefaufklärer: Gerhard Ludwig Müller. Foto: Archiv/ Staudinger
Die geklitterte Chronologie

Die Legende vom furchtlosen Hirten und dem Fuchs, der die Gans nicht gestohlen, sondern gebracht hat

Anlässlich eines Berichts über die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals der Domspatzen schmäht Kardinal Gerhard Ludwig Müller (GLM) den Bayerischen Rundfunk der „postfaktischen Behauptungen“. Er bemüht dafür eine auf der Bistumshomepage veröffentlichte „Chronologie“, die sich bei Lichte besehen als kontrafaktische Eigenpropaganda entpuppt. GLM sieht sich als Seelsorger und Vater der Domspatzen-Aufklärung. Was ist in Regensburg geschehen?

Bewährungsstrafe für Christian F.. Foto: as
Missbrauchstäter gab den verlobten Biedermann

Bewährungsstrafe für ehemaligen Domspatzen Christian F. gilt als ausgemacht

Nach nur zwei – statt den geplanten zehn – Verhandlungstagen steht der Strafprozess gegen Christian F. wegen sexuellen Missbrauchs von Domspatzen-Schülern, Besitz von „kinderpornographischen Filmmaterials“ und sexueller Nötigung einer Frau kurz vor dem Abschluss. Da der Angeklagte nach einem Rechtsgespräch vergangenen Dienstag fast alle Beschuldigungen der Staatsanwaltschaft einräumte, kann im Dezember das Urteil gesprochen werden. Die in Aussicht gestellte Bewährungsstrafe und die Einlassungen des Beschuldigten führten im Umfeld von Betroffenen zu Unverständnis.

Opfer des prügelnden Prälaten Paul Mai (Hier echts im Bild bei seiner Verabschiedung 2014) dürfen auf Anerkennung ihres Leids hoffen. Foto: Bayer
Gewaltexzesse im Obermünsterseminar

Die Verfehlungen des Monsignore Mai

Abseits von den Domspatzen spielen die Übergriffe in anderen Einrichtungen der Diözese Regensburg offiziell keine Rolle. Doch tatsächlich lässt das Bischöfliche Ordinariat seit Jahren wegen körperverletzender Übergriffe in Bischöflichen Knabenseminaren recherchieren. Einer der Täter soll der hoch angesehene Prälat Paul Mai sein. Betroffene schildern ihn als hemmungslosen Schläger.

Rief die Polizei auf den Plan: die 1971 erschienen Broschüre "terror in regensburger heimen".
Züchtigung - Körperverletzung - Terrorsystem

„Terror in Regensburger Heimen“

Vor 45 Jahren prangerten Regensburger Schüler öffentlich „Terror“ an. In der von ihnen im Jahre 1971 verteilten Broschüre „terror regensburger heimen“ kritisierten sie gewalttätige Übergriffe und autoritäre Strukturen, vor allem in kirchlichen Internaten. Die Verantwortlichen der Heime wiegelten damals ab. Ein geistlicher Direktor bestritt die Vorwürfe barsch und stieg wenige Monate später zum Direktor der Internate der Regensburger Domspatzen auf. Ein aufschlussreicher Rückblick.