Sonderrechte für einen alten Freund?

Eine erstaunliche Baugenehmigung

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Nicht einmal den Bau von sechs Wohnungen wollte die Stadt Regensburg einer Grundstückseigentümerin im Stadtwesten genehmigen. Ein alter Bekannter des damaligen Oberbürgermeisters Hans Schaidinger durfte einige Jahre später 14 Wohneinheiten nebst Tiefgarage bauen.

Wohlwollen von ganz oben? Eine 2013 erteilte Baugenehmigung für eine alten Freund von Hans Schaidinger wirft diverse Fragen auf. Fotos: Archiv/ as

Wohlwollen von ganz oben? Eine 2013 erteilte Baugenehmigung für eine alten Freund von Hans Schaidinger wirft diverse Fragen auf. Fotos: Archiv/ as

Es waren einige Bauanträge, die Brigitte N. bei der Stadt Regensburg einreichte, nachdem sie Anfang der 2000er Jahre ein Grundstück im Stadtwesten von Regensburg – am Feuerbachweg – erworben hatte. Zunächst sollten es acht Wohneinheiten, aufgeteilt in kleinere Reihenhäuser werden. Es gab Proteste von Anwohnern und auch das Bauordnungsamt urteilte: Diese Bebauung ist zu dicht und lehnte den Antrag ab. Ebenfalls abgelehnt wurde 2002 ein leicht reduzierter Antrag für sechs Wohneinheiten – mit derselben Begründung: Diese Bebauung ist zu dicht. Einige Jahre später spielten all diese Ablehnungsgründe plötzlich keine Rolle mehr und man muss die Frage stellen, ob es am Namen des neuen Antragsstellers und dessen guter Bekanntschaft zum damaligen Oberbürgermeister Hans Schaidinger lag. Doch dazu später.

2004: Keine Parkplätze wegen zu hohen Verkehrsaufkommens

2004 hatte Brigitte N. nämlich schließlich Erfolg – mit einem neuerlich reduzierten Antrag für vier Wohneinheiten, aufgeteilt auf vier zweigeschossige Doppelhaushälften. Das Bauordnungsamt stellte ihr einen gültigen Bauvorbescheid aus.

Ausdrücklich wird darin erwähnt, dass „die Errichtung einer Wohnung je Doppelhaushälfte (…) zulässig“ sei. Ebenso wird darauf hingewiesen, dass lediglich die Errichtung von zwei Doppelgaragen als zulässig angesehen wird und nicht – wie beantragt – der Bau weiterer Parkplätze. Die Begründung des Bauordnungsamtes: Die lediglich einspurige Zufahrtsstraße sei für ein höheres Verkehrsaufkommen zu schmal.

Die Zufahrt zum Feuerbachweg: Zu schmal für zuviel Parkverkehr, hieß es 2004. Foto: as

Die Zufahrt zum Feuerbachweg: Zu schmal für zuviel Parkverkehr, hieß es 2004. Foto: as

Frau N. verzichtete zunächst darauf, zu bauen, beantragte aber regelmäßig die Verlängerung des Vorbescheids, um sich ihr Baurecht zu erhalten und im Jahr 2011 trat schließlich ein neuer Investor auf den Plan: die Investbau GmbH mit ihrem Geschäftsführer und Hauptgesellschafter Peter Schober. Schober ist in Regensburg kein Unbekannter. Der 74jährige gilt als enger Freund des vormaligen Oberbürgermeisters Hans Schaidinger. Gelegentlich kann man beide zusammen auf Schaidingers Stammplatz im Hofbräuhaus antreffen.

Spektakuläre Projekte und Käufe von der Stadt

Schober ist seit Jahren ist mit verschiedenen und zum Teil spektakulären Immobilienprojekten in Regensburg unterwegs. 2010 konnte Schober gemeinsam mit dem Architekten Manfred Stockinger „eines der größten Zentren für medizinische Rehabilitation in Deutschland“ im Stadtwesten von Regensburg vollenden. Schlagzeilen machte Schober auch vor zwei Jahren mit dem Plan, die ehemalige Seidenspinnerei auf den Winzerer Höhen zu einem Hamam umzubauen. Ein Projekt, das bislang noch unvollendet ist. Auch konnte er sich beispielsweise von der Stadt das Rosenpalais im Minoritenweg sichern, wenig später – per Tausch mit der Stadt – auch das Nachbargebäude – alles in der Ära Schaidinger.

Mit verschiedensten Gesellschaften ist der Unternehmer im Regensburger Immobiliengeschäft unterwegs: ITEC GmbH und Donau Wohnbau GmbH heißen sie. Oder eben Investbau, jene GmbH, die Schober zusammen Stockinger betreibt und die auf erstaunliches Wohlwollen bei den städtischen Behörden stieß.

2013: 14 Wohnungen, 18 Stellplätze

Ende 2011 reichte die Investbau einen völlig neuen Bauantrag für jenes Grundstück am Feuerbachweg ein: zwei große Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 14 Wohneinheiten, dazu eine Tiefgarage mit insgesamt 18 Stellplätzen. Die Verwaltung lehnte den Bauantrag 2012 wegen viel zu hoher Dichte und der einspurigen Zufahrt ab und verwies auf den bestehenden Bauvorbescheid für eben jene vier Wohneinheiten hin, die man Brigitte N. zugestanden hatte. Eine wenig verwunderliche Entscheidung.

Doch dann scheint es einen seltsamen Sinneswandel gegeben zu haben, über dessen Gründe man nur spekulieren kann. Nach Unterlagen, die unserer Redaktion vorliegen reichte die Schober-GmbH den identischen Bauantrag ein Jahr später erneut ein. Dieser wurde – der ersten Ablehnung zum Trotz – im April 2013 genehmigt. Im Klartext: Die zunächst ins Feld geführte Beschränkung der Wohnungsdichte wurde um das Dreieinhalbfache erhöht, ebenso fiel die Beschränkung der Stellplätze wegen des zu hohen Verkehrsaufkommens bei der lediglich einspurigen Zufahrt unter den Tisch.

Wie ist das möglich? Sind manche gleicher, wenn sie den Oberbürgermeister kennen und mit ihm ab und an ein Bier trinken gehen?

Fragen an die Verwaltung bislang unbeantwortet

Bereits vor einer Woche haben wir die Stadt Regensburg mit einigen Fragen zu der fragwürdigen Genehmigung konfrontiert. Wie erklärt es sich, dass zunächst nur vier Wohnungen genehmigungsfähig waren und urplötzlich – für einen anderen Bauherren – 14? Wie erklärt es sich, dass ein Bauantrag zunächst als nicht genehmigungsfähig abgelehnt und ein Jahr später dann doch durchgewunken wird? Dürfen wir Einsicht in die Ablehnungs- und Genehmigungsgründe nehmen? Trotz mehrfachen Nachhakens wurden wir bislang vertröstet. Man befinde sich noch im Archiv – auf der Suche nach den betreffenden Akten.

Die beiden Häuser im Feuerbachweg wurden 2015 fertiggestellt. In lauschiger Lage, direkt neben der Autobahn, werden auf verschiedenen Portalen aktuell Etagenwohnungen zu Warmmieten von knapp 20 Euro den Quadratmeter angepriesen.

Erst im Februar konnte man Schober und Schaidinger gemeinsam im Hofbräuhaus antreffen, laut lachend und bei bester Stimmung.

UPDATE

Unmittelbar nach Erscheinen dieses Artikels erhalten wir dann doch eine Antwort der Stadt. In einem kurzen Statement heißt es:

„Da die Kubatur des Gebäudes (mit Tiefgarage) im Wesentlichen den vorher genehmigten zwei Doppelhäusern entsprach, wurde die Baugenehmigung 2013 erteilt. Das Bauordnungsamt hatte zunächst den Bauantrag nicht genehmigt, da die Erschließung über den Feuerbachweg nicht ausreichend erschien. Nach einem erneuten Abwägungsprozess wurde die Genehmigung im Jahre 2013 durch die Stadt u.a. mit Auflagen zur Erschließung verknüpft. Eine Einsicht in die entsprechenden Bauanträge und Bescheide kann die Stadt nicht gewähren, da die Informationsfreiheitssatzung nur dann greift, wenn Anliegen betroffen sind, die zum eigenen Wirkungskreis der Kommune gehören. Das Baurecht gehört zum übertragenen Wirkungskreis.“

Welcher Abwägungsprozess zu der plötzlichen Gewährung von 18 Stellplätzen geführt haben soll, die zuvor als definitiv nicht genehmigungsfähig eingestuft wurden, bleibt das Geheimnis der Stadtverwaltung und des damals zuständigen Oberbürgermeisters.

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Kommentare (33)

  • Mathilde Vietze

    |

    Lieber Stefan, ich danke Dir ganz herzlich dafür, daß Du über diese
    Sauerei berichtest. Der Schaidinger ist halt allemal gewiefter als der
    Wolbergs und hat außerdem „seine Schäfchen im Trockenen“.

  • semmeldieb

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    haha! der schober^^

    bin ja gespannt…

    naja. die halbe stadtvewaltung sitzt im schober-häusl in der Johann.hösl-strasse.

    stefan! im bereich dieser uralten connection könntest du mal zu einer tiefenbohrung ansetzen.

    das ist alles sehr, sehr lange her – aber historisch interessant.

  • Nina Haber

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    Na und soll ich Wolbergs bedauern weil Schaidinger gewiefter sein soll?

  • joey

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    sowas gibt’s auch im Landkreis. Wer spendet, darf sogar im „Außenbereich“ bauen, mit 4 Geschossen. Also da, wo eigentlich nur Berghütten etc zulässig sind.

    Tja, wie geht das…?

  • mkveits

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    Hallo „Gewifte“,

    muss Schaidinger seinen Pensionsanspruch behalten – bei dieser aufscheinenden Willkür der vergleichenden (Nicht)Bauvergabe? Die Pflichten einer Beamten wirken auch in der Pensionszeit fort …

    Zeigt diese Causa, ebenso wie die Wahl des Artinger-Schwiegersohns, nicht das SYSTEM auf, von dem die verehrte Frau Wild, die es bisher stets schaffte, sich über Wasser (des Sumpfes) zu halten, im ZDF freimütig sprach? Ein System, das der Willkür zuneigt und damit total der Definition der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zuwiderläuft? Damit hätte nicht nur Regensburg, nein, damit hätte der von der CSU regierte Freistaat, der die Aufsicht über die Städte hat, ein substantielles rechtsstaatliches Problem. Aber wenn störte das – bei dieser unbelehrbaren Wählerschaft, die sich natürlich ganz grundsätzlich von Erdogans Wählern unterscheidet? Mir san mir, d´Hund auch.

    Das System-Schaidinger, von seinem SPD-Ziehsohn, der es vorfand, der normativen Kraft des Faktischen folgend, nolens-volens, in Anbetracht der ihn umgebenden Entourage, fortgeführt? Rührt daher Joachim Wolbers geäußerte innere Überzeugung seiner Unschuld, da er nur tat, was im Welterbe üblich war?

    Da frage ich mich doch, wo das Haus der Medien in seiner selbstgewählten Funktion als Wachhund der Demokratie war, als Johann Schaidinger im Presseclub und in der Stadt noch die Themen setzte?

    Ja, jetzt die angeblich alleinige Causa Wolbergs, die in Wirklichkeit das Ergebnis des in 18 Jahren etablierten Systems-Schaidinger mit dem Schwerpunkt Immobilien-Entwicklung ist, medial auszuwringen, ja – das geht allemal.

    Lasst die StA ihre Arbeit tun – die haben dort genug eigene Probleme, wie ich vermute …

  • erik

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    Bananenrepublik halt…

  • Markus Frowein

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    @Mathilde Vietze

    Zitat aus einem anderen Thread: „… hinter allem auch d e n M e n s c h e n sehen“.

    Warum nicht für Herrn Schaidinger? Gilt das nur für die eigenen Parteikollegen?

    MfG Markus Frowein

  • altstadtkid

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    Na ja das ist aber doch in Bayern normal, und an der Tagesordnung.
    Warum man sich darüber aufregt kann ich nicht verstehen.

  • Gerhard Kronberg

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    Vielen Dank für diese Recherchen! Interessant wäre zu der Antwort der Stadt auch noch, welche „Auflagen zur Erschließung“ da gesetzt wurden, warum man da nicht früher drauf gekommen ist, und ob diesen denn nachgekommen wurde.

  • Stefan Aigner

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    @Gerhard Kronberg

    Die Anfragen laufen.

  • Brenner

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    Naja, ob der Skandal zum Skandal taugt?

    Wenn mit einem ähnlichen Baukörper statt 2 Doppelhäusern nebst Doppelgaragen 14 Wohnungen entstehen, dann ist das für mich erst mal positiv. Das Argument mit den Stellflächen zieht auch nicht so recht, weil man 18 Stellplätze in der Tiefgarage nicht mit den vorher beantragten ebenerdigen Parkplätzen vergleichen kann.

    Wer weiß denn, ob Frau N. einen dergestalteten Bauantrag nicht auch durchbekommen hätte?

    Mich wundert eh, dass der erste Antrag von Herrn Schober abgelehnt wurde. Dass dieser ein ganz besonderer Spezl vom OB Schaidinger ist, dürfte der Stadtverwaltung damals längst bekannt gewesen sein. Vorausschauender Gehorsam schaut anders aus.

    Wobei mir ein von Herrn Schober aufwändigst saniertes Rosenpalais viel lieber ist, als die Pseudo-Reihenhäuser eines Immobilienzentrums. Wer mag kann ja bei Gelegenheit mals dort im Oktagon-Saal zum Essen gehen und sich das anschauen. Lohnt sich sowohl kulinarisch, als auch architektonisch.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu“Markus Frowein“ – Um Ihre Frage zu beantworten: Es gibt auch
    in der SPD Leute, die ich nicht als „Genossen“ sehe. Das sind die-
    jenigen, die mir übel mitgespielt haben, mich belogen und betrogen
    und mir Schaden zugefügt haben. Für d i e würde ich keinen Finger
    rühren. Wolbergs hat mich – obwohl ich es ihm bestmmt nicht immer
    leicht gemacht habe – stets fair und korrekt behandelt. Deshalb
    rede ich nichts klein, aber bei ihm sehe ich – im Gegensatz zu einigen
    anderen, die sich Genosse schimpfen – einen Unterschied. Noch
    Frage an die Kandidatin?

  • Gundi Plenk

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    das wundert mich nicht. So ging das auch in Ruhpolding . Nur wurde ich da gleich mit Hilfe der örtlichen Kreissparkasse enteignet, damit die „richtigen Leute“ die Immobilien bekamen. Welch Wunder – nun waren die Immobilien-Vorhaben plötzlich genehmigungsfähig und wurden auch genehmigt.

  • Eli

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    Es gab nicht nur Sonderrechte sondern auch gute Tipps für den langjährigen Fliegerfreund. So konnte er von der Stadtbau ausser dem Anwesen Minoritenweg 22 auch das Anwesen Landshuterstraße 111 erwerben. Auf letzterem steht heute ein B+B-Hotel. Der kurze Weg zwischen Geschäftsführung und OB war sicher hilfreich das passende Gebot abzugebe. Das Studentenheim an der Johann-Hösl-Straße auf einem Grundstück der Evangelischen Wohltätigkeitsstiftung war auch so ein Tipp. Wer sicher kann, dass er das gewünschte Baurecht bekommen wird, kann auch in scheinbar nicht bebaubare Grundtsücke investieren. Wie sang schon Beckenbauer: Gute Freunde kann niemanf trennen.

  • Markus Frowein

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    @Mathilde Vietze (Kandidatin)

    Also Herr Wolbergs hat nie gelogen oder betrogen und auch durch sein Handeln niemandem, insbesondere nicht der SPD irgendwelchen Schaden zugefügt?
    Nein, ich habe keine Fragen mehr. Diese Informationen sind für mich völlig ausreichend.

    MfG Markus Frowein

  • Frieda Blechinger

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    Allmählich wird mir echt übel wie einige
    versuchen in ihren Kommentaren ihre eigene Stadt mit Dreckkübel zu überschütten.

  • Markus Frowein

    |

    @Frieda Blechinger

    Die „Dreckkübel“, die hier in den Kommentaren verschüttet werden, sind total harmlos gegen die Dreckkübel, die gewisse Amtsträger und deren Gefolge über die Stadt kippten.

    MfG Markus Frowein

  • Matthias B.

    |

    Ja, Frau Blechinger (heißen Sie wirklich so? Ist Ihr Beitrag als Ionie zu verstehen?), auch ich würde hier viel lieber Beiträge lesen wie „Seh her, so schön ist unser Welterbe!“ Oder: „Endlich! Mietpreise fallen auf 5 Euro/qm.“
    Aber die Realität gibt aktuell leider nichts anderes her. Auch werden keine Dreckübel über der Stadt geleert, vielmehr bricht sich die Empörung Bahn ob der Dreistigkeit, Unverschämtheit und Verarsche eines üblen Geflechts aus Verwaltung, Gewerbe und Politik, das nicht das Gemeinwohl im Sinne hat, sondern sich die eigenen Taschen vollstopft.

  • maria engler

    |

    ‚..üblen geflechts aus verwaltung..‘

    @matthias b., wissen sie hiervon mehr oder ist das nur wieder mal ein schuss ins blaue. wer in der verwaltung soll ’sich die eigenen taschen vollgestopft, haben

  • Lenerl

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    @ Frau Blechinger:

    Mich stört es ehrlich gesagt, wenn Sie (und andere, Sie sind damit nicht allein hier) behaupten, es würden „Dreckkübel“ ausgegossen. Ich kann das nicht feststellen.

    Die Kommentatoren sind vielleicht manchmal etwas bissiger, mal ironisch, ja, das stimmt. Aber so ist politische Diskussion und so war sie schon immer. In Bayern kennt man das.

    Hier kann halt jeder stinknormale Mensch seinen „Senf“ dazu geben. Das finde ich sehr spannend und viele tun es, denke ich, gerade w e i l sie erkannt haben, dass der Umgang der hiesigen Politik mit dem „Korruptionsskandälchen“ enormen Schaden am Image der Stadt anrichten wird. Seit Monaten, mindestens aber seit 8 Wochen hätten die verantwortlichen Regensburger Politiker viel Schaden von der Stadt abwenden können. Das wurde konsequent unterlassen, dass ist der Skandal für mich! Die Kommentare hier interessieren die Welt da draussen weit weniger als z.B. das Verhalten eines OB.

    Ich würde eigentlich f a s t allen Kommentatoren hier unterstellen, dass sie nur das Beste für Regensburg möchten. Aber da hat grad jeder so seine eigenen Themen, Ziele und Theorien mit denen er dazu beitragen möchte. Das gilt für Politiker wie für Bürger auch.

    Man kann dazu auch in drei Zeilen Stellung nehmen. Man könnte aber auch sagen, was man mit „Dreckkübel“ genau meint. Wenn wir 2017 in Deutschland über „Dreckkübel“ reden, dann doch bitte über die, die momentan an jedem durchschnittlichen bayerischen Stammtisch tausendfach über Menschen ausgeschüttet werden, die man nicht mal kennt. Davon wird m i r übel. Unter anderem.

  • Markus B.

    |

    Leider ist das in Regensburg gängige Praxis, Bauträger die großzügig spenden bekommen in Windeseile ihre Baugenehmigungen durch und können so viele hässliche Flachdach Betonbunker bauen wie sie wollen, andere bekommen die volle Härte des Bauamts zu spüren, müssen Pläne solange ändern bis sie bankrott gehen, Peterstor Turm oder Max Bahr erging es so. Ein Gemüsebauer musste sein Haus wieder abreißen weil er Bauvorschriften nicht eingehalten hatte. Das Bauamt wurde schon vor Jahren wegen dessen Willkürlichkeit öffentlich kritisiert was aber ergebnislos blieb. Auch diesem Amt gehört mal genauer unter die Lupe genommen.

  • Matthias B.

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    Frau maria engler:
    Wer Augen hat zu sehen, der sehe!
    Das ist kein „Schuss ins Blaue“, das ist ein Treffer ins Schwarze. Einen Bebauungsplan ändert nicht der OB allein, dazu braucht er die Verwaltung. Und es baut (meist) nicht die Stadt, sondern, wie auch gerade hier in diesem Falle, ein Unternehmen.

  • bernd k

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    Bildung schafft Altersversorgung! Deshalb ist es verständlich, dass sich Schmack das bisher als unbebaubar ausgewiesene Obstgartenfiletgrundstück gegenüber dem Tretzel-Continental-Stadion unter dem Deckmäntelchen einer Waldorfschulbebauung für spätere Gschäftl sichern durfte.

  • altstadtkid

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    @Bernd k
    Ja mei, da nächste Wahlkampf kostet auch wieder einen Haufen Geld, man muss die Spender bei Laune halten :o)

  • MiReg

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    @ Markus Frowein

    Aber Herr Frowein,
    seien Sie doch nicht so hart mit Frau Vietze!

    Sie, Herr Frowein haben am 15. März 2017 um 16:25 geschrieben

    „@Mathilde Vietze (Kandidatin)
    Also Herr Wolbergs hat nie gelogen oder betrogen und auch durch sein Handeln niemandem, insbesondere nicht der SPD irgendwelchen Schaden zugefügt?“

    als Antwort auf Frau Vietzes Posting vom 15. März 2017 um 10:45 :

    „ Wolbergs hat mich – obwohl ich es ihm bestmmt nicht immer
    leicht gemacht habe – stets fair und korrekt behandelt.“

    Frau Vietze hat hier doch nur ausgedrückt, dass sie und Herr Wolbergs Spezl sind. Und Spezl meinen es (nicht nur) in unserer Stadt gut miteinander. Frau Vietze und Herr Schaidinger waren offenbar nie richtig Spezl, und daher kann es Frau Vietze auch nicht gut mit Herrn Schaidinger meinen. Wären dagegen Frau Vietze und Herr Schaidinger so sehr Spezl gewesen wie Frau Vietze und Herr Wolbergs, sähe Frau Vietzes Welt anders aus, und ihre stets devot blauäugigen Postings für Herrn Wolbergs vielleicht auch.

    Da stecken Sie aber nicht drin, Herr Frowein, in dem angenehm weichen und warmen Spezl-Filz.

  • Markus Frowein

    |

    @MiReg

    Genau so habe ich das auch verstanden, was die werte Frau Vietze geschrieben hat.
    Da habe ich es lieber kalt und hart, bevor ich noch devot blauäugig werden muss.

    MfG Markus Frowein

  • mkveits

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    MOMO sei Dank – die verlinkte erhellende PM der Fraktion der Partei Die Linke legt eine in sich schlüssige Pressemitteilung vor, aus der sich das in 18 Jahren etablierte SYSTEM-SCHAIDINGER erkennen lässt. Man erkennt, wie die „Bolschewiki“ (russisch: Die Mehreren) die Gutsherrenart Schaidingers goutierten.

    Wäre es nicht Aufgabe des Stadtrats bzw eines von Berlin eingeschalteten Sonderermittlers mit richterlichen Kompetenzen ( der Kollege Gerhart Baum machte das schon in anderen Fällen), der den Regensburger SUMPF endlich trocken legt (Drain the Swamp)?

  • Günther

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    Die Annahme, dass willfährige Baugenehmigungen erteilt, sogar eigene frühere Entscheidungen „gebeugt“ worden sind, drängt sich auf. Aber wer erteilt sie, „bessert“ die denn nach? Wohl nicht „gekaufte“ Politiker, die schieben bestenfalls an. Bescheide werden von Ämtern verschickt. Warum tun sie das? Sind sie einfach von den gewählten Obrigkeiten abhängig? Kaum! Sucht die Staatsanwaltschaft vielleicht nicht an den richtigen Orten, bei den ergiebigen Figuren?

  • Ulrich Perchermeier

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    @momo: gibt es denn nicht einen Korruptionsbeauftragten und einen Ombudsmann bei der Stadt? Haben Sie das dort angebracht? Erfährt man etwas über deren Tätigkeiten?
    Wenn es bei all diesen „Ungereimtheiten“ keinen Hinweis aus der Verwaltung, aus der Politik, insb. der jeweiligen Opposition oder aus der Stadtgesellschaft gegeben hat, wirft das viele Fragen bei mir auf.

  • mkveits

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    @ An die letzten beiden User

    Was bitte sind „ergiebige Figuren“ – und welche Fragen stehen konkret (!) an? Danke.
    Damit Anworten sich formulieren lassen, im Ansatz jedenfalls.

  • Baugenehmigung von Schaidingers Gnaden » Regensburg Digital

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    […] So geschah es – wie kürzlich berichtet – 2013 auf einem Grundstück am Feuerbachweg. Der damalige Oberbürgermeister hieß noch Hans Schaidinger und der Bauherr Peter Schober, seit langem mit dem Oberbürgermeister befreundet und bereits mehrfach erfolgreich, wenn es um Grundstücks- und Immobiliengeschäfte mit der Stadt ging. […]

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