Keine Förderung für Humanistentag

Kohle nur für Katholiken

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Mit drei Millionen Euro wird der Katholikentag in Regensburg bezuschusst. Für den zeitgleich stattfindenden Humanistentag wurde ein ungleich geringere Förderung abgelehnt. Begründung: Keine Relevanz.

Keine Belagerung?Katholikentag-Pavillons am Grieser Spitz.

Keine Belagerung? Katholikentag-Pavillons am Grieser Spitz.

Hostien und Messwein bis zum Abwinken, Weihrauch-Sit-Ins und Live-Exorzismen, Blutwunder und Reliquien-Auktionen – gut, das ist jetzt leicht übertrieben, festzuhalten bleibt aber: Von Mittwoch an steht Regensburg ganz im Zeichen des 99. Katholikentages. Hier beweist das „Zentralkomitee der deutschen Katholiken“ (ZdK) dem Rest der Welt, wie weltoffen und diskussionsfreudig Katholizismus doch sein kann.

Mit mindestens 30.000 Besuchern rechnen die Organisatoren, darunter Polit-Prominenz wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck. Nahezu alle Veranstaltungsräume Regensburgs sind denn auch mit Veranstaltungen oder Herberg suchenden Pilgern belegt, Schule und Hochschulvorlesungen fallen aus.

Mutig, mutig: Zwei Veranstaltungen zum Thema Missbrauch

Weit über 1.000 Veranstaltungen stehen im 600 Seiten starken Programm und auch Kritisches wird nicht ausgespart: Das Thema sexueller Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche findet sich dort sogar zwei Mal – und weil man bei einem Katholikentag ja vor allem nach vorne schaut, beschäftigt man sich dabei dezidiert nicht mit der Vergangenheit.

Seit Wochen rührt die Mittelbayerische Zeitung unter Überschriften wie „Katholikentag zieht Region magisch an“, „Katholikentag rockt Regensburg“ oder „Der Katholikentag auf dem Smartphone“ bereits die Webetrommel für das Großereignis. Und „für Sparfüchse“ verweist die MZ unter der Schlagzeile „Völlig gratis auf das Kirchenfest“ unter anderem auf den „kostenlosen Abschlussgottesdienst, der“, man höre und staune, „ähnlich prominent besetzt ist wie die Eröffnungsmesse“. Die ist übrigens auch kostenlos.

Einstimmig beschlossen: Stadt gibt 700.000 Euro

Freilich kann nicht alles umsonst sein – 79 Euro kostet die Dauerkarte. Aber auch das ist nicht wirklich teuer, wenn man bedenkt, dass das ZdK mit Kosten von derzeit 8,5 Millionen Euro rechnet, von denen die öffentliche Hand nicht einmal die Hälfte übernimmt. Lediglich drei Millionen Euro übernehmen der Freistaat (1,5 Millionen) und der Bund (400.000) sowie Stadt (700.000) und Landkreis (300.000). Anders ausgedrückt: Jeder Besucher wird mit lediglich 100 Euro bezuschusst. Sicherheitshalber haben die Bischöfe deshalb bereits zur Katholikentags-Kollekte aufgerufen und um „großzügige Spenden“ gebeten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Regensburger Stadtrat bewilligte die Förderung dieses Großereignisses im Dezember 2012 übrigens einstimmig.

Keine Geld für Konfessionslose

 

Weniger großzügig verfuhren Stadt und Freistaat hingegen mit dem „Bund für Geistesfreiheit“ (bfg). Der veranstaltet zeitgleich zum Katholikentag einen „Humanistentag“ für Konfessionslose und Katholikentagsflüchtlinge. Diese Veranstaltung ist zwar ungleich kleiner – der bfg-Vorsitzende Erwin Schmid rechnet mit gerade mal 2.000 Besuchern, erscheint aber angesichts von fast einem Drittel nicht-christlichen Regensburgern – Tendenz steigend – und desselben Trends bayern- und bundesweit durchaus von einer gewissen Berechtigung.

Der Förderantrag des bfg aber – man beantragte eine Unterstützung von 37.500 Euro – schaffte es nicht einmal in den Regensburger Stadtrat. „Leider ist es mir nicht möglich, Ihren Antrag näher zu bearbeiten, da eine Antragsstellung für den Haushalt 2014 längst verfristet ist“, ließ Oberbürgermeister Hans Schaidinger namens der Stadt Regensburg den bfg in einem nicht einmal zehnzeiligen Schreiben wissen. Nochmaliges Nachhaken bei ihm oder bei seinem Nachfolger Joachim Wolbergs blieben ohne Reaktion.

Keine wirtschaftliche Relevanz

Das Bayerische Kultusministerium begründet seine Ablehnung eines Zuschusses auf immerhin neun Seiten. Einerseits ist von „haushaltsrechtlichen Gründen“ die Rede, andererseits davon, dass auch „der verfassungsrechtliche Gleichheitssatz keine Bezuschussung des Freistaats gebietet“.

Mit Weltanschauung habe das Ganze übrigens überhaupt nichts zu tun, so das Ministerium. Kurz zusammengefasst habe der Humanistentag im Gegensatz zum Katholikentag einfach nicht dieselbe gesellschaftliche, kulturelle und vor allem wirtschaftliche Relevanz. Wörtlich heißt es in dem ministeriellen Schreiben:

„Bei einer Teilnehmerzahl am Humanistentag 2014 von ca. 2.000 Personen sind auch keine wirtschaftlichen Auswirkungen zu erwarten, die mit denen des Katholikentages 2014 auch nur annähernd vergleichbar wären.“

Mehr Infos

Zum Programm des Humanistentages geht es hier. Veranstaltungsorte sind unter anderem die Gaststätte Arberhütte (Arberstraße 15), das soziokulturelle Zentrum L.E.D.E.R.E.R. und das bfg-Zentrum in der Hemauer Straße.

Das Programm des Katholikentages ist hier abrufbar.

Zusätzlich gibt es noch den „Katholikentag Plus“, dessen Programm unter anderem von „Wir sind Kirche“ gestaltet wird.

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Kommentare (60)

  • gruss

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    Kommentar gelöscht. Keine Gerüchte, Unterstellungen und Verschwörungstheorien

  • pamino

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    Ja, 1803 waren Bünde für Geistesfreiheit in Frankreich nicht mehr erwünscht und in Deutschland noch nicht einmal angekommen. Siehe meine früheren Beiträge zur Kirchenfinanzierung.

  • UNO

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    Warum muss jeder (!) Unsinn mit Steuergeldern bezuschusst werden?

  • Franz

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    ich finde die Zelte ziemlich beängstigend, war gestern mit den Kids dorten spazieren und es hatte mich eher an den KKK als an die RKK erinnern.

  • Mr. T

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    So eine Verwechslung kann leicht passieren, Franz. Ist ja auch nicht so viel um. Sind beide fundamentalchristlich, halten sich beide für überlegen, kleiden sich beide in komische Kutten, haben beide ähnliche Hierarchien, einziger Unterschied ist, dass der KKK bei weitem noch nicht so viel Blut an den Händen hat.

  • Rolf Muszeika

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    Ob Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus,… es sind alles nur Sekten. Trennt endlich Staat von der Kirche, antsatt der katholischen Kirche in den Arsch zu kriechen!

  • Regensburger

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    Doppelmoral…

    1979 habe ich mich als Masseur Praktikant im Krankenhaus St. Josef beworben.
    Meine Bewerbung wurde abgelehnt, weil ich geschieden war. Ich habe damals aber als der Kirchezugehöriger die Kirchensteuer für die katholische Kirche bezahlt.
    Ja, die Kirche hat mich abgestoßen, weil ich geschieden war.

    Ein Politiker, der als früherer Pastor in der wilde Ehe lebt, sollte als Ehrengast bei den jungen Katholiken sein? Man spricht über die Glaube, Moral, aber auch über die Vorbilder. Sind wir Menschen vor dem Gott wirklich Alle gleich, oder stehen die Politiker vor dem Gott wieder in der Erste Reihe?
    Regensburger.

  • jetzt reicht´s

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    Herr Aigner, auch wenn sie hier genau durch solch einen „Journalismus“ Gleichgesinnte um sich scharren, lassen sie diese unverschämten und unsachlichen Berichte!

  • Sita

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    Ich finde der Vatikan sollte als Hauptsponsor auftreten und das ganze Spektakel als PR-Event der katholischen Kirche für seine „Schäfchen“, mit freien Eintritt auf „Alles“, auch finanzieren!!!!!!!

  • fh

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    Vielleicht klappts mit nochmal billig Schweinebraten, das lockt die Massen!

  • Kerstin Lange

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    Eine Frage interessiert mich schon: was geschieht, wenn Frau Merkel oder Herr Gauck auf dem Katholikentag an einer Messe teilnehmen? Wird ihnen auf dem Katholikentag die Kommunion verweigert?
    Ich mein ja nur: eine geschiedene Protestantin und ein offen im Ehebruch (nach katholischen Kirchenrecht: Konkubinat) lebender ehemaliger evangelischer Pastor? Sind dann auch alle gleich oder eben manche doch gleicher? Oder wird die Situation lieber vermieden?

  • Capital-Soziale-Union

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    @ Regensburger 27.05.2014, 08.44h

    Der Politiker, „der in wilder Ehe lebt“, ist in der Tat als „Ehrengast der jungen Katholiken“ sehr gut geeignet, die sich auf der Katholikentag genannten mehrtägigen öffentlichen Zentralkomitee-Sitzung des ZdK tummeln werden.
    Denn jene jungen Katholiken haben zu dem Eheleben des Ihrer Meinung nach „in wilder Ehe lebenden Politikers“ ein durchaus Vat II-Zentralkomitee-ökumenisches Verständnis.
    Und die auf dieser ZdK-katholischen Laienveranstaltung als Zelebrationskasper auftreten dürfenden Vertreter des Episkopathes (sic!) stoßen sich am Lebenswandel des von Ihnen erwähnten „früheren Pastor-Ehrengastes“ genauso wenig wie sie sich in anderen Zeiten an dem anderer polyamorer Premium-Politiker gestört haben.
    Falls Sie mit dem von Ihnen Angezogenen den derzeitigen Bundespräsidenten – von manchen bösen Menschen Bundesgauckler genannt – meinen sollten, dann liegen sie falsch: dieser ehemalige protestantische Religionsdiener lebt nicht in wilder Ehe, sondern im Konkubinat: verheiratet mit Gerhild Gauck (First Lady?), ex-liiert mit Helga Hirsch, derzeit-liiert mit Daniela Schadt (First Mistress?)
    Und dies ist für einen guten Protestanten durchaus zulässig seit dem 10.12.1539: Wittenberger Ratschlag an den Landgrafen Philipp von Hessen des seinem Orden entsprungenen Mönchpriesters Pater Martin Luther Ex-OESA in moraltheologischer Zusammenarbeit mit den protestantischen Leuchttürmen Pater Martin Bucer Ex-OP und Philipp Melanchthon.
    Wie schrieb Pater M. Luther Ex-OESA unter dem 15.06.1525 doch so trefflich: „Ich habe mich durch diese Heirat so verächtlich und gering gemacht, daß alle Engel, wie ich hoffe, lachen und alle Teufel weinen mögen. Die Welt und ihre Klugen verstehen dieses fromme und heilige Werk Gottes noch nicht und machen es an meiner Person gottlos und teuflisch“.

  • Baphomet

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    @jetzt reicht´s

    Ist der Allmächtige sonst mal wieder beleidigt?

    Tu doch nächsten Sonntag einfach mehr Geld in den Klingelbeutel, da freut Er sich ganz bestimmt!

  • Dubh

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    @ Kerstin Lange
    Wie kommen sie drauf Lutherische wären überhaupt zur Kommunion zugelassen?

    Grundsätzlich:
    „Katholische Spender spenden die Sakramente erlaubt nur katholischen Gläubigen; ebenso empfangen diese die Sakramente erlaubt nur von katholischen Spendern“ (can. 844 § 1 CIC).

    Ausnahmen für Evangelen: „Nur in Todesgefahr und bei Annahme der katholischen Glaubenslehre über die Sakramente“
    http://www.bistum-augsburg.de/index.php/bistum/Hauptabteilung-VI/Glaube-und-Lehre/Glaubenslehre/Glaubensfragen/Interkommunion

    Also njet für Merkel und Gauck, wenn Putin kommt, der darf allerdings, denn der gehört ja wenigstens einer richtigen Kirche an.

    Nach dem Vatikanum kam da einiges durcheinander, aber Ratze hat das ja wieder in Ordnung gebracht.

  • Gerlinde

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    @jetzt reicht´s

    Ich find auch, dass ihr Katholen die nächsten Tage genug geweihten Zucker in den Allerwertesten geblasen bekommt, dass ihr wenigstens jetzt mal eure ewig beleidigte Klappe halten könntet!

  • keuz.net

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    Verflucht seid ihr alle, ihr kots#ä@enden, abartigen Kreaturen von regensburg-digital!

    Der HErr wird euch zermalmen und unterjochen, ihr ungläubigen Hintern@#+±icker! Und eure Kinder & Kindeskinder usw, usw!

    Ferner wird Er euch vierteilen, rädern, in eurem Blut waten, euch blenden, in die Hölle verdammen, euer Haus anzünden, eure Ziegenherden mit irgendeiner extrem seltenen & übel riechenden Krankheit anstecken (Schafherden auch!), eure Brunnen vergiften & euren Geist verwirren, auf dass ihr eure rechte nicht mehr von eurer linken Socke unterscheiden könnt.

    So!

  • Blau machen

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    …nicht ganz unerheblich dürfte auch der Kostenanteil sein, der durch eine kultusministerielle Weisung entstanden ist, die den Schulen in Regensburg die Möglichkeit einräumt, am 30.05. anlässlich des stattfindenden Katholikentages, schulfrei bzw. dienstfrei zu geben.

    Was anfangs als logistische Unterstützung zur Unterbringung der Gäste gedacht war, entpuppte sich im Nachhinein als zusätzlicher Urlaubstag entgegen der bayerischen Ferienverordnung.

    PS: Zur Meldung, dass der Papst heute Kindesmissbrauch als „satanische Messe“ bezeichnet hat, finden sie in der konservativen Heimatzeitung folgendes Suchergebnis: Zu Ihrer Suche wurden 0 Ergebnisse gefunden.

  • Mitglied der katholischen Kirche

    |

    Ich stehe für uneingeschränkte Toleranz gegenüber
    Atheisten, erwarte von denen allerdings auch dasselbe.
    Leider sind diese Herrschaften aber nicht kirchenkritisch,
    (was ja den Dialog bereichern könnte), sondern in einer
    Weise militant intolerant, daß es nicht tragbar ist.
    Recht so, wenn d i e kein Geld bekommen!

  • Gerlinde

    |

    @Mitglied der katholischen Kirche

    „Recht so, wenn d i e kein Geld bekommen!“

    Sie reden ja wie ein kleines, missgünstiges Kind!

  • Veronika

    |

    Also wenn man die Kommentare hier so liest, scheint es wirklich ein sehr nettes Fest werden zu können. ;-)

    Ist doch schön, BXVI. nicht mehr Papst, die CSU eine volle Schlappe bei der Europawahl, max. 30.000 Dauergäste, aber mehr sicher nicht, und alle anderen werden sich die kostenpflichtigen Veranstaltungen sowieso schenken.
    Seid doch mal froh: Wenn anderswo Prominenz geboten ist, kostet es Eintritt, und so kann man beim Anfangs- wie beim Schlußgottesdienst kostenlos Promis erleben.
    ————–
    Am „Abend der Begegnung“ gibt es dann „Katholikentag-Zoigl“ derer von Gemmingen-Hohenstein (Namensähnlichkeiten mit Pater v. Gemmingen, dem früheren Radio-Vatikan-D-Chef rein zufällig. ;-)), aber sicher nicht so kostenlos wie dereinst Mose Wasser aus einem Stein fliessen liess.

    Ich besuche mal wieder meine alte Heimatstadt Amberg, da bin ich sicher weit genug entfernt.

  • Veronika

    |

    „Der Förderantrag des bfg aber – man beantragte eine Unterstützung von 37.500 Euro – schaffte es nicht einmal in den Regensburger Stadtrat. „Leider ist es mir nicht möglich, Ihren Antrag näher zu bearbeiten, da eine Antragsstellung für den Haushalt 2014 längst verfristet ist“, ließ Oberbürgermeister Hans Schaidinger namens der Stadt Regensburg den bfg in einem nicht einmal zehnzeiligen Schreiben wissen.“
    ———————–
    Jetzt wissen wir, warum der Ex-OB vor wenigen Wochen exklusiv mit den „Regensburger Domspatzen“ und dem Domprobst Dr. Gegenfurtner in die USA reisen durfte.

  • Jannis_Heise

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    Die vielen Zelte erinnern mich irgendwie an die Türken vor Wien. Sieht fast aus wie auf hostorischen Schlachtengemälden. Aber nun gut, der Katholikentag ist primär ein Treffen der Laien, auch der kritischen und aufmüpfigen. Hat der bfg beantragt, sich bei der einen oder anderen katholischen Gruppierung einzuklinken, mit Flyer-Stand, Diskussionsrunde oder dergl.?

  • Mitglied der katholischen Kirche

    |

    Zu Gerlinde: Etwas Schlaueres ist Ihnen wirklich nicht
    eingefallen – schade!

  • Gerlinde

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    @Mitglied der katholischen Kirche

    Wie auch! Hier unten ist es so heiß & fettig!

  • Capital-Soziale-Union

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    @ jetzt reicht’s 27.05.2014, 09:24h

    In den von Ihnen als „unverschämt und unsachlich“ empfundenen Berichten des Herrn Aigner sollte eigentlich ein Jemand von Ihrer Denke zwischen den Zeilen eine recht zutreffende Außendarstellung des allenthalben anzutreffenden Eventkatholizismus wahrnehmen können: außer sinnentleertem bunten Allerweltsblödsinn keine Glaubens-/Ideologiesubstanz mehr; allem voran in diesem Sinne der insoweit glaubensunverschämte und ideologieunsachliche Klerus, der seine selbstbehauptete angeblich notwendige Existenz durch seine Kasperliaden selbst verabsurditiert.

    Ein Remedium zur Wiedererlangung Ihrer verlorenen Seelengelassenheit weiß ich für Sie; vulgata nova, dort testamentum vetus, dort liber psalmorum dort psalmus secundus „… qui habitat in caelis irredebit eos, dominus subsannabit eos“, und dann für Sie als Zückerchen „tunc loquetur ad eos in ira sua et in furore suo conturbabit eos“.

    @ kreuz.net 27.05.2014, 16:17h

    Also hören Sie mal, Sie haben ja den Kommentarstil der hier normalerweise veröffentlichten Meinungen übernommen, muß das sein?

    @ Stefan Aigner

    Weiter so zu diesem Thema der freiwilligen Selbstentblödung einer Weltanschauungsgemeinschaft mit verlorenem Markenwert.

  • Lothgaßler

    |

    Der Himmel weint, das sagt doch alles!
    Die Unterstützung für die schwerreiche katholische Kirche geht zu weit. Die Kosten für diesen Event hätte die Gemeinschaft der Katholiken aus der eigenen Kirchensteuer-Tasche locker decken können, wenn Sie, d.h. der Klerus, den gewollt hätten. Aber wenn der Staat bzw. die Stadt nicht nein sagen (was zu erwarten war), dann langt man halt nochmals hin. Nehmen ist seeliger denn Geben, oder so ähnlich.

  • Dubh

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    @ Mitglied der katholischen Kirche

    Etwas Schlaueres zu Ihren Ausführungen…..pruuust!

    Es ist reichlich schnurz, ob Sie Atheisten tolerieren, es bleibt Ihnen ohnehin nichts anderes übrig.

    Oder leben sie noch in dem Wahn, sie könnten Atheisten hierzulande morgen auf den Scheiterhaufen bringen, wenn sie sie nicht tolerieren würden?
    Blöd jetzt, das ist hier schon länger vorbei und kommt morgen sicher noch nicht wieder.

    Oder kennen sie die Bedeutung des Wortes Toleranz halt einfach nicht – dass Steuermittel von allen bezahlt werden, auch von Atheisten, wissen sie ja offensichtlich auch nicht – deren Kohle nehmen sie also ganz und gar christlich für sich alleine, und selber könnten die verhungern, wenn es nach ihnen ginge.
    Ja ganz und gar die christliche Toleranz halt…………..

    Wenn man Ungläubige aller Sorten hier schon nicht mehr brandschatzen und morden darf, wenigstens die ungläubige Kohle einstreichen, gelle?!
    Irgendeine Freude im Leben braucht auch der wahre römische Katholik.

  • Kernel

    |

    Danke für den Text und die Links – alle drei Bereiche haben interessante Veranstaltungen.

  • Kerstin Lange

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    @kreuz.net:
    Mein Gott, wer hat Sie denn ausgegraben? Sind jetzt die Zombies auch noch los oder was ist?

  • Miriam

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    Ich kann das Gemaule nicht mehr hören…. Die verschleudern unsere Steuergelder… jetzt mal ehrlich, was regt ihr euch denn so auf? Ganz groß hatte die Bild damals „Wir sind Papst“ geschrieben. Und echt? Der kam auch noch aus Regensburg? Und ein paar Jahre später wird sich jetzt aufgeregt, weil sich hier für ein paar Tage die Katholen rumtreiben. Auf unserer aller Kosten selbstverständlich. Ob wir nun mit Kirche was am Hut haben oder nicht. Sind es doch unsere Steuergelder, die für ne tolle Party verschwendet werden.
    Steuergelder werden verschwendet für zahlreiche Sachen, die wir noch nicht einmal mitbekommen, oder bei denen es für uns okay ist. Beispiele? Durch die Straßen ziehenden Fussball“fans“, die das Pöbeln und Prügeln nicht sein lassen können fordern haufenweise Polizeiaufgebote. Ach ja, Fußball ist ja eine eigene Religion. Die Leute, die Tonnen von Müll nach dem Oktoberfest beseitigen. Ach ja, das Oktoberfest ist ja eine Glaubenssache für sich. Steuergeld gibt es viel. Sogar so viel, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium völlig erhaben ist über Zweifel darüber, dass es sinnvoll ist, Hahnensperma für 480.000 EUR einzufrieren. Oder noch was Schönes: 1,4 Millionen werden für die Treibhausgasreduzierung von mobilen Rentnern aufgebracht (und damit meine ich keine Pupser), keine Ahnung, wie viel Geld für den Erhalt oder Förderung von Kunstwerken aufgewendet wird, von denen ich mein Lebtag nicht verstehen werde, was daran Kunst sein soll… es ist auch egal, ob ich es verstehe. Ob Fußball, Oktoberfest oder Kunstwerke…. Für Menschen in unserer Gesellschaft haben sie ihre Berechtigung, mehr noch, sie tun ihnen gut, machen ihnen Spaß, sind ihnen wichtig (das mit dem Hahnensperma oder Treibhausgasreduzierung lasse ich mal außen vor). Also bitte, dann lasst halt mal die Kirche im Dorf – haha – und die nächsten Tage einfach mal ruhig stattfinden. Ständig wird nach Frieden und Toleranz gebrüllt. Dann fangt mal an. Und wer jetzt meint, ich würde hier rumeiern, weil ich ohne diese Katholikentage nicht mehr leben kann und darin plötzliche meine Bestimmung finde… Irrtum, ich werde nicht mal in der Stadt sein, sie gehen mir am Po vorbei.

  • Inquisitor

    |

    Ich finde es schade, dass für jede Veranstaltung welche in einem Innenraum stattfindet, grds. 25€ Tagesticket anfallen.
    Die Vorträge werden ja von den Referenten auch umsonst angeboten und nicht vergütet…!

  • Ratisbonicus

    |

    Wenn ich die Kommentare so lese, kann ich nur sagen: Oh Herr (egal welcher Religion Du angehörst) lass Hirn regnen!
    @Miriam: Sie haben anscheinend als einzigen den Begriff „Toleranz“ kapiert.

  • die Stimme aus dem Off

    |

    @ Kerstin : gute Frage :-)

    @Keuz.net : gut getrollt !

    @Sita : Grüßchen nach Bad W. ;-)

  • Mitglied der katholischen Kirche

    |

    Zu Dubh: Wenn Sie nicht verstehen wollen, was ich meine,
    ist das Ihr Problem: Ich toleriere Atheisten und verbitte
    es mir, daß diese diffamiert werden. Und – ich erwarte von
    der Gegenseite dieselbe Toleranz.
    Haben Sie es dieses Mal begriffen?

  • W.Müller

    |

    @Jetzt reichts
    Apropo Gleichgesinnte, die Herr Aigner angeblich um sich schart.
    1. Ist ihnen nicht bekannt, dass 95% aller Nobelpreisträger (ausgewählt aus gescheitesten Menschen ihres Faches) ungläubig sind.
    2. Haben wir es Leuten wie Herrn Aigner zu verdanken, dass die Doofen nicht mehr alleine das Sagen haben. (siehe „Keine Macht den Doofen vom Erzfeind des Ludwig Müller, dem klugen Schmidt-Salomon, dem er einen Maulkorb verpassen wollte und dabei kläglich bei Gericht scheiterte) Sie gehören offensichtlich zu den Menschen, die ihren Verstand nicht dazu benutzen um eigenständige Entscheidungen nach Argumenten zu treffen, sondern die hauptsächlich glauben, was eine maffiöse Organisation seit 2000 Jahren mit Anwendung aller Gewalt-Mittel, sogar Mord durch grausame Verbrennung Andersdenkender zu ihrem Machterhalt verkündet. Leute wie sie von der Reliogotie oder dem Gotteswahn befallen, wollen nur Eines, die alten Zeiten zurück als man Leute wie Herrn Aigner noch öffentlich verbrennen konnte und die Schäflein in Angst vor eigenständigem Denken versetzen konnte. (Die Erde war angeblich Mittelpunkt des Weltalls weil da Jesus von einer Jungfrau mit 3 Kindern geboren wurde. (Da lachen selbst die klügsten Theologen heute darüber)
    Die Kommentare von Kreuz-Net sagen Alles was schwachsinnige Reliogoten so denken und anderen indoktrinieren wollen.
    Treten sie aus diesem Verein aus, jede Stimme zählt, vor Allem die Ihre, damit die Macht dieser maffiösen Vereinigung beendet werden kann.
    W.Müller

  • Barbara Junghans

    |

    @ Lothgaßler

    Zustimmung!

    So lange ein Kardinal (der in seiner Zeit als Bischof so unbeliebt war, dass viele Katholiken drei Kreuze schlugen, als er endlich weg war) sich nicht nur in Rom, sondern dann nochmal in Regensburg „feiern läßt“ anläßlich seines Aufstiegs, anstatt dieses Geld für den Kirchentag oder ein humanitäres Projekt zu spenden, sehe ich weder einen Grund, mich zum Kirchentag finanziell zu engagieren (was ich ja letztendlich über meine Steuern ohnehin tue) noch Schlafquartiere zur Verfügung zu stellen.

    Ich werde mir die Nachrichten anschauen. Damit ist man ja relativ gut informiert. Es zwingt mich ja niemand, an den Veranstaltungen teilzunehmen! Ich werde allerdings auch die Veranstaltungen der sog. „Humanisten“ meiden, denn da käme ich vom Regen in die Traufe! Die Glaubenssätze der „Geistesfreien“ können mich keineswegs davon überzeugen, das von ihnen das Heil der Welt ausgeht.

  • Cicero

    |

    Ich denke, der unten stehende Beitrag von kreuz. net ist Satire….. ;-) Jedenfalls werde ich ab heute Nachmittag die Stadt meiden. Die Indoktrination und Einflussnahme durch die römisch-katholisch Kirche, die über die Schiene von Moral und Ethik immer noch in unserer Gesellschaft stattfindet, spare ich mir. Wie kann der Staat noch immer eine solche Institution fördern, die z.B. als Arbeitgeber Einfluss nimmt auf das Privatleben ihrer Angestellten, obwohl der Staat 80 % jeder kirchlichen Einrichtung finanziell fördert? Wer zahlt, schafft an! Das sollte auch beim Verhältnis Staat-Kirche gelten….

  • Dubh

    |

    @ Mitglied der katholischen Kirche

    Tolerieren bedeutet lediglich „dulden“, dass es andere Weltsichten, Handlungsweisen gibt als die eigenen – und bezieht sich natürlich im Falle von Weltanschauungen historisch zuerst immer auf die Staatsmacht.

    Im Falle des deutschen GG geht es diesbezüglich auch nicht um Toleranz – wie weiland im römischen Imperium – sondern um die Gleichwertigkeit aller Glaubensrichtungen, auch der keine Religion zu vertreten und keiner anzugehören

    Was Sie persönlich davon halten ist wie gesagt vollkommen egal – aber – Sie werden es nicht glauben – Sie wie Atheisten dürfen lauthals verkünden, was sie jeweils von der anderen Weltanschaung halten, sofern sie sich nicht in den Bereich der Straftatbestände begeben.

    Sie dürfen sogar Atheisten allgemein und ohne jeden Anlass diffamieren, was Sie auch tun:
    „Leider sind diese Herrschaften ….. in einer Weise militant intolerant, daß es nicht tragbar ist.“
    http://www.regensburg-digital.de/kohle-nur-fuer-katholiken-katholikentag-humanistentag-regensburg/26052014/#comment-135573

    Einfach mal so, um ihnen den nach dem Gesetz gleichen Anspruch auf öffentliche Bezuschussung abzusprechen.

    „Alles meine Lutscher…., DIE verdienen keine“ schreit das verzogene Kind.

    Sie geben vor Atheisten zu tolerieren, verunglimpfen sie aber im gleichen Atemzug allesamt übel.

    Heuchlerische Doppelmoral – die allerdings tolerieren sie nicht nur, die akzeptieren sie vollkommen und haben sie offensichtlich internalisiert.

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    |

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  • wolfgang

    |

    Solange kein Gott oder Jesus in diesen verregneten Tagen
    (Gottseidank!) erscheint, sind diese Kasperleveranstaltungen
    rausgeschmissenes Geld. Und Gauck und Merkel sind auch kein Ersatz!

  • Mitglied der katholischen Kirche

    |

    Zu Dubh: Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt,
    manchem aber bleibt es erspart.

  • Dubh

    |

    @ Mitglied der katholischen Kirche

    Ja, dem römischen Katholiken ist es gar verboten!
    Er darf an keinem vorgegebenen Glaubenssatz auch nur zweifeln, sonst ist er automatisch exkommuniziert……………

  • Catholicus

    |

    Ich gebe es zu: Mein erster Gedanke nach dem Lesen des Artikels und vieler Kommentare war, dass man womöglich die Verbrennung von Häretikern wieder einführen sollte.

    Mein zweiter Gedanke war ein Aufschrecken. Wie kann ich nur sowas denken. Wie kann es sein, dass mich ein so absurder, abscheulicher Gedanke umbreibt.

    Und dann merkte ich es: Die Diskussion in Artikel und Leserbeiträgen hat bei mir Hass gestreut, hat mich ins Mark getroffen. Ich komme mir vor wie unter Fanatikern. So stelle ich mir die Diskussion von Terroristen vor, die anschließend im Namen ihrer Weltanschauung Andersgläubige töten. So muss die Stimmung im Mittelalter gewesen sein, als mit dem Schwert und nicht mit Worten bekehrt wurde.

    Mir stellt sich vor dem Hintergrund vieler Angriffe auf meinen Glauben die Frage, ob die Glaubensfreiheit abgeschafft wurde? Gibt es den gesellschaftlichen Konses, dass jeder zu galuben vermag was ihn dünkt und wozu auch die Freiheit gehört, nicht zu glauben, augekündigt? So sieht es für mich zumindest auf den ersten Blick aus. Und wenn dem so ist, müssen wir in Deutschland damit rechnen, dass wieder Glaubenskriege ausbrechen? Womöglich zwischen Christen und Atheisten? Muss man in Deutschland irgendwann Angst haben, sich zum Katholizismus zu bekennen? Noch stellen die Christen in Deutschland die Mehrheit dar, war was geschieht, wenn dies einmal nicht mehr der Fall sein sollte? Muss ich mich auf einen neuen Kulturkampf einstellen?

    Jeder der hier geschrieben hat, sollte sich die Gedanken machen, die mir gerade durch den Kopf geschossen sind!

    Nein es ist nicht nur traurig, wie die Katholiken und der Katholikentag hier kritisiert werden, es ist erschreckend und beängstigend!

    Ich bin in meinem Glauben sehr konservativ, kann mit der Annäherung an die evangelische Kirche nichts anfangen. Aber ich würde mich niemals über den evangelischen Kirchentag aufregen. Gibt es solche Veranstaltungen auch von anderen Glaubensrichtigungen oder gar ein Treffen von Atheisten? Ich weiß es nicht, aber diese sollen sich gerne treffen und ähnliches veranstalten. Denn es liegt in der Natur des Menschen, sich mit anderen gleicher Überzeugung zusammen zu finden. Man denke nur – völlig unreligiös – an Fußballvereine, in welchen sich die „Gläubigen“ eines Vereins sammeln. Genauso, wie ich anderen Ihre Überzeugung lasse (ich mag kein Fußball), erwarte ich auch, dass man mich meine Überzeugung ausleben lässt und dazu gehört eben auch, sich anlässlich eines Katholikentages mit anderen Mitgliedern meiner Kirche auszutauschen.

    Ich greife niemanden an, weil dieser Muslim, Jude, Atheist oder Protestant ist. Ich lasse Dortmundfans wie Bayernfans ihre Clubs anfeuern. Wieso werden die Katholiken immer kritisiert, wieso müssen diese sich immer rechtfertigen?
    Als Anwort auf diese Frage kommt schnell, dass „wir“ ja Frauen als Hexen verbrannt haben und in den Kreuzzügen Menschen wegen ihres Glaubens getötet haben. Haben „wir“ das? Ich sicherlich nicht. Ja, dies gehört zum unrühmlichen Teil der Geschichte der Kirche, aber diese hat sich damit auseinandergesetzt und tut es weiter. Wieso muss ich bzw. mein Glauben sich heute dafür rechtfertigen? Weil wir nach unserer Überzeugung den Glauben in den Vordergrund stellen und uns nicht in erster Linie für die Vergangenheit unseres Glaubens entschuldigen? Welche tausendjährige Gruppierung, welche alter Staat oder altes Volk, hat in der Vergangenheit, als die Menschen andere Überzeugungen hatten, keine Fehler gemacht? Wer in seinem Leben keinen Fehler begangen hat, der ist wohl gerade erst neu geboren. Außerdem sind die Fehler, die in der Vergangenheit von Menschen im Namen der Kirche begangen wurde, sicherlich nicht Teil meiner Glaubensüberzeugung.

    Ja, der Katholikentag kostet Steuergelder. Das tut ein evangelischer Kirchentag auch, gleichfalls eine Christopher-Street-Parade oder der Bau des Jahnstadions. Wenn aber für ein Fußballstadion Steuergelder ausgegeben werden, warum dann nicht auch für einen Katholikentag? Davon abgesehen müsste man mal sehen, wieviel der Tag wirklich kostet, da zumindest die Stadt mit massiven Einnahmen durch die vielen Besucher rechnen kann.

    Davon abgesehen trete ich auch für eine Trennung von Staat und Kriche ein. Der Staat sollte weder Priester und Bischöfe entlohnen, noch sollte er die Kirchensteuer eintreiben. Wenn die Gläubigen vor Ort ihre Priester selbst (durch Spenden) bezahlen würden, würde dies den Bund zwischen Priester und Gemeinde deutlich stärken und auch dazu führen, dass Priester, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht erwünscht sind, kein Einkommen produzieren und sich umstellen müssten.

    Ich würde mich freuen, den ein oder anderen zum Nachdenken gebracht zu haben. Allein große Hoffnung habe ich nicht, da mir scheint, dass die Fronten zu verhärtet sind.

  • AuchMitgliedderRKK

    |

    Wer nicht mitdenkt, lebt sich auf jeden Fall leichter in der RKK. Ich habe lange für sie gearbeitet. Als ich zu viel wusste und damit zu rechnen war, dass ich die Dinge einordnen konnte, wurde ich rausgeschmissen. Da war ich auch kein Einzelfall.
    Von Toleranz in der Diözese Regensburg zu reden, scheint mir weit hergeholt, auch die schönen Versprechen, die sie so inflationär benutzt: „Verantwortung“ oder „christliches Menschenbild“. Es geht allein um Machtdemonstration und Machterhalt.
    Lesen Sie auch mit Interesse den Artikel auf rd: Elternaufstand an katholischer Privatschule

  • Nataniel

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    Religion ist Privatsache. Es ist nicht Aufgabe der Steuerzahler, Zusammenkünfte der Mitglieder religiöser Vereinigungen zu finanzieren. Heute zahlt der Staat für die Christenkirche und morgen vielleicht schon für die Scientologykirche.

  • Gerlinde

    |

    @Catholicus

    „Die Diskussion in Artikel und Leserbeiträgen hat bei mir Hass gestreut, hat mich ins Mark getroffen.“

    Sie nehmen sich das zu sehr zu Herzen!

    Es macht einfach nur Spaß, euch zu ärgern & euch dadurch Gelegenheit zu geben, euch von eurer schlechtesten Seite zu zeigen.

  • Mitglied der katholischen Kirche

    |

    Zu „dubh“ und all den anderen: Wenn die Ewiggestrigen
    in der katholischen Kirche diese Kommentare lesen täten,
    würden sie aufhören, mich als Kirchenfeind zu bezeichnen.
    Dann sähen sie, wo die e c h t e n Kirchenfeinde sitzen!
    Ich werde denen weiterhin ein „Stachel im Fleisch“ bleiben,
    aber nicht als Querulant, sondern mit konstruktiver Kritik;
    das ärgert die am meisten. Aber, es gibt in der katholischen
    Kirche ja auch viele vernünftige Leute.

  • Twix Raider

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    Der Programmpunkt „Mit Christus Brücken bauen“ erinnert mich an ein gewisses Sanierungsprojekt. Wenn die Kirche schon so viel Steuergeld in den Rachen geworfen bekommt, könnte sie ihr Maskottchen und ihre Schäfchen dort Hand anlegen anlegen lassen, vielleicht geht es dann schneller und billiger. Wie, die steinerne Brücke ist Teufelswerk, das wäre Vertragsbruch? So ein Pech aber auch, dann muss die Förderung leider wieder rituell verbraten werden…

  • Cicero

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    Katholiken dürfen sich ja gerne treffen. Aber bitte dann finanziert von ihrem eigenen Geld und ohne staatlichen Zuschuss! Außerdem: Hat uns Regensburger überhaupt irgendjemand gefragt, ob wir das wollen, dass diese Menschen tagelang unsere Stadt blockieren, uns Bewegungsfreiheit beim Autofahren bzw Parken kosten und Zeit und Geld obendrein?

  • Veronika

    |

    @Nataniel:

    „Heute zahlt der Staat für die Christenkirche und morgen vielleicht schon für die Scientologykirche.“

    Keine Sorge, nicht in Bayern! Da sind die Führenden noch brav erzkatholisch und wurden schon mit der Säuglingstaufe katholisch sozialisiert.
    Scientology nimmt nur Volljährige, und die müssen auch nur für das bezahlen, was diese auch (an Kursen) wollen.
    Aber bezahlt wird indirekt auch für Opus Dei, und dies sollte Sorgen machen.

    Netter Artikel von Dr. Michael Schmidt-Salomon:
    http://www.schmidt-salomon.de/scientopus.htm

  • Veronika

    |

    @Mitglied der katholischen Kirche:

    Sie werden als „Kirchenfeind“ bezeichnet?
    ———————-
    Es gibt keine „Kirchenfeinde“, sondern nur Personen die anderen Personen in einer Kirchengemeinschaft auf die Nerven gehen. Wenn das „Auf die Nerven gehen“ manifeste Gründe hat, dann haben diese Kircheninternen Angst um deren Pöstchen, da in solche Kreise regelmässig nur jemand aufgenommen wird, der dümmer ist als der, der ihn zur Aufnahme vorschlägt.
    Schätzen Sie sich also glücklich und warten Sie gem. einem asiatischen Sprichwort, bis Ihre Feinde auf dem Fluß vorbeischwimmen.
    Eine Institution die innerhalb einer demokratischen Gesellschaft repressiv wirkt und handelt, wird auf Dauer keinen Bestand haben. Wer mit Geld oder Annehmlichkeiten zum Beitritt oder Verbleib in einer solchen Institution animiert wird, der handelt nicht so konsequent und rigoros wie alle diejenigen Personen, welche dies aus innerster Überzeugung tun.
    Nehmen Sie den Kardinälen, Bischöfen und Priestern die staatliche Alimentation und Sie werden sehen, dass plötzlich nur noch ein Zehntel davon übrig bleibt, ausser natürlich es gäbe auch anderweitig nicht besser zu verdienen.

  • Mitglied der katholischen Kirche

    |

    Zu Veronika: Diejenigen, die mich als Kirchenfeind bezeich-
    nen, sind die Einfältigen, die sich von den Fundis instru-
    mentalisieren lassen, auf Kritiker loszugehen und sie als
    Kirchenfeinde zu diffamieren.
    Die Vernünftigen in der katholischen Kirche (und derer
    gibt es viele) halten meine Kritik für berechtigt; von dieser
    Seite erhalte ich viel Lob.
    Auch bei den Atheisten gibt es seriöse Personen, die andere
    Anschauungen respektieren. Es gibt aber auch solche, die
    noch intoleranter sind, als die Fundis in der katholischen
    Kirche. Und wenn ich das anspreche, kommt aus dieser
    Ecke das „Argument“ ich würde die Atheisten diffamieren.
    Nun, der getroffene Hund bellt………

  • Wolfgang

    |

    Ich bin ein Kirchenfeind und verachte das Christentum. Denn was hat die Kirche und das Christentum bis heute erreicht?
    2000 Jahre Stillstand, 2000 Jahre schlagt einander tot und der sogenannte Frieden auf Erden bis heute nicht erreicht. Trotz
    inbrünstigen Betens, Gottesdiensten und anderen Kasperleveranstaltungen. Der heilige Geist fehlte, bis heute!
    Nur das Geld, das fehlt nie!!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Wolfgang: Es interessiert niemanden, daß Du ein Kirchenfeind bist. Unser Herr hat einen großen Gemüse-
    garten und „was kümmert es die Deutsche Eiche……

  • Horst

    |

    Also bis auf das, dass alle Busse verstopft waren und keine Rücksicht auf die Regensburger selbst genommen wurde ist mir nichts aufgefallen!!!
    Ich bin froh wenn der schmarrn vorbei ist und ich wieder ohne Stress von A nach B mit dem Bus komme…

    Vielen Dank für eure Rücksichtslosigkeit!!!

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich wundere mich nur immer wieder, wie kleinkariert und
    intolerant gerade diejenigen sind, die für sich und ihre
    Belange alle Toleranz dieser Welt einfordern.

  • Also wenn wir sowas wie eine Staatsreligion hätten, … | sb'log

    |

    […] wir sowas wie eine Staatsreligion hätten, dann würden kirchliche Großveranstaltungen sicherlich großzügig vom gemeinen Steuerzahler finanziert, während man zeitgleich stattfindenden humanistischen Veranstaltungen vermutlich nur eine […]

  • wahon

    |

    Eigentlich hatte der Katholikentag keine staatlichen Zuschüsse nötig, denn die Dauerkarte für 79 € und die Tageskarte für 25 € haben dem Veranstalter bei 30 000 bzw. 13 000 Besuchern fast 3 Mio € eingebracht. Die staatlichen / städtischen Zuschüsse eingerechnet, hat der Katholikentag einen Gewinn von mindestens 3 Millionen € erbracht. Dieses Geld kann die Kath. Kirche auch sehr gut gebrauchen, denn sie muss Rücklagen bilden für die Entschädigung, die sie den Missbrauchsopfern der Kirche zahlen wird. Das ist doch gelebte Solidarität, dass die Besucher des Kirchentags die Schulden ihrer geistlichen Führer bezahlen!

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