„Ein System wie bei der Stasi“

Der Theologe David Berger hat in der katholischen Kirche Karriere gemacht – als Professor der Päpstlichen Thomas-Akademie und Berater der Glaubenskongregation im Vatikan. Seit dem letzten Jahr ist es mit dieser Karriere vorbei. Berger veröffentlichte sein Buch „Der heilige Schein. Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche“, outete sich darin als schwul und gibt Einblick in ein scheinheiliges Unterdrückungssystem, das geprägt ist von Verboten, Restriktionen und Doppelmoral. Es ist mittlerweile in der sechsten Auflage erschienen und bringt (nicht nur) katholische Hardliner auf die Palme. Am kommenden Freitag, 04. November 2011, 19 Uhr, wird der Bestseller-Autor im Hörsaal 3 der Universität Regensburg (gegenüber Audimax) Rede und Antwort stehen.

Eingeladen haben ihn die kritischen Laien in der Diözese – der Aktionskreises Regensburg (AKR), „Wir sind Kirche“ und die Laienverantwortung Regensburg e.V.. Der Umgang mit Homosexualität begünstigt die Vertuschung von sexuellem Missbrauch bei der katholischen Kirche, sagt Berger im Interview mit unserer Redaktion.

Herr Berger, Anlass für ihr Coming Out und das Buch war eine Auftritt des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck in der Talkshow Anne Will. Er hat Homosexualität als „Sünde“ bezeichnet. Sie widerspreche „der Natur von Mann und Frau“. War das der Ausrutscher eines Hardliners oder ist das herrschende Meinung innerhalb der katholischen Kirche?

Über viele Jahre war es das nicht. Gerade in den 70er und 80er Jahren war die Position weitaus gemäßigter. Der homosexuellen Veranlagung sollte zumindest mit Takt und Respekt begegnet werden. Mittlerweile ist eine zunehmende Radikalisierung zu beobachten. Was Overbeck sagt, ist herrschende Meinung bei den höheren Rängen der katholischen Kirche, auch beim Papst, wie man etwa in seinem Buch „Licht der Welt“ nachlesen kann.

Sie haben lange Jahre Karriere innerhalb der katholischen Kirche gemacht. Dabei waren Sie sich immer Ihrer Homosexualität bewusst, haben aber andererseits die extreme Schwulenfeindlichkeit mitbekommen. In Ihrem Buch schildern Sie etwa Herrenabende, bei denen man sich lobend darüber äußert, dass Adolf Hitler Schwulen in Konzentrationslager werfen ließ und dass man Ahmadinedschad toll findet, weil der junge Schwule an Baukränen aufhängen lässt. Wie haben Sie das so lange aushalten können, ohne etwas dazu zu sagen?

Ich habe das in solchen Situationen einfach verdrängt. Das will ich nicht beschönigen, aber ich halte das für etwas zutiefst Menschliches. Ich hatte die Chance, in der katholischen Kirche Karriere zu machen. Da war ich dann geneigt, einfach ein Auge zuzudrücken, das als einzelne Ausrutscher abzutun. Gut ging es mir damit nicht. Nach solchen Herrenabenden macht man sich natürlich Gedanken und fragt sich: „Warum habe ich dazu nichts gesagt?“ Das staut sich dann immer weiter auf und irgendwann reichte dann ein vergleichsweise kleines Ereignis wie der Auftritt von Bischof Overbeck, um das Fass zum Überlaufen zu bringen.

Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen – geben Sie liberalen und toleranten Strömungen innerhalb der katholischen Kirche überhaupt noch eine Chance?

Kirche ist nicht demokratisch, sondern hierarchisch organisiert. Insofern befürchte ich, werden sich die Hardliner, die an den Hebeln der Macht sitzen, auch durchsetzen. Und das in Einklang mit dem Kirchenrecht, auch wenn es im Widerspruch zu der breiten Masse des Kirchenvolks steht. Hier haben viele Menschen eine sehr offene Haltung, sei es zur Homosexualität, zur erneuten Heirat nach einer Scheidung oder zur Aufhebung des Zölibats. Ich sehe für die Zukunft die Gefahr einer tiefen Spaltung der katholischen Kirche – zwischen der breiten Masse der Gläubigen und den Hierarchen an der Spitze. Viele werden abwandern, ihren Glauben nicht kirchengebunden ausüben und die katholische Kirche wird zu einer kleinen elitären Gruppe im Stil von Opus Dei oder der Pius-Bruderschaft zusammenschrumpfen, zu einem Kopf ohne Körper.

Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller gilt selbst als Hardliner, hat sich aber immer wieder mit der Pius-Bruderschaft angelegt und diese scharf kritisiert. Für wie glaubwürdig halten Sie das und wie schätzen Sie den Einfluss der Piusbruderschaft innerhalb der katholischen Kirche ein?

Ich will Herrn Müller nicht seine Glaubwürdigkeit absprechen, aber wenn Rom sich immer wieder demonstrativ hinter die Piusbruderschaft stellt und seine schützende Hand über sie hält, dann kann er deren Priesterweihen kritisieren, so viel er will. In Zaitzkofen lacht man sich darüber tot – Rom duldet diese Weihen ausdrücklich. Inhaltlich steht der Regensburger Bischof der Bruderschaft auch gar nicht so fern. Sie ist ihm lediglich kirchenrechtlich und als „Konkurrenz“ vor der eigenen Haustüre unsympathisch. Zahlenmäßig ist die Piusbruderschaft zwar eher unbedeutend, aber als kleine Gruppe, die sich selbst zur allein rechtgläubigen Elite erklärt, hat sie in Rom in den letzten Jahren erheblich an Einfluss gewonnen.

In ihrem Buch sprechen Sie mehrfach davon, dass Homosexualität in der katholischen Kirche als Druckmittel eingesetzt wird, dass Geistliche dadurch erpressbar werden. Inwiefern spielt diese Erpressbarkeit auch bei der Vertuschung von sexuellem Missbrauch eine Rolle?

Dass das eine erhebliche Rolle spielt, zeigt der Untersuchungsbericht der Erzdiözese München. Hier wird explizit erläutert, dass homosexuelle Geistliche einem „besonderem Erpressungspotential“ ausgesetzt sind. Das gilt für Priester untereinander, für Priester, die durch ihre Vorgesetzten unter Druck gesetzt werden, aber auch Bischöfe sind Opfer solcher Erpressungen durch ihre Untergebenen. Das funktioniert dann nach denselben Mechanismen wie die Stasi in der DDR. Wenn ich homosexuelle Veranlagung zum Unding, zu etwas Widernatürlichem und Sündhaftem erhebe, dann mache ich alle homosexuellen Geistlichen erpressbar. Das kann gar nicht anders sein.

Sie haben sich im April 2010 geoutet und Ihr Buch herausgebracht. Kurz darauf wurden Sie als Dozent der Päpstlichen Akademie entlassen, Ihnen wurde die Lehrerlaubnis als Religionslehrer entzogen und auf fundamentalistischen Seiten im Internet erscheinen Hetzartikel gegen Sie. Wie sind sonst die Reaktionen und wie geht es Ihnen damit?

Wenn, wie schon mehrfach passiert, zur Gewalt aufgerufen und dazu meine volle Adresse veröffentlicht wird, dann macht man sich natürlich Sorgen. Gerade in diesen radikalen Kreisen sind viele Menschen unterwegs, die psychisch labil sind. Das ist aber nur die eine Seite. Andererseits bekomme ich unglaublich viel Zuspruch von Priestern, die sich dafür bedanken, dass endlich mal jemand die Mechanismen aufdeckt, denen sie ständig ausgesetzt sind. Wenn so etwas öffentlich gemacht wird, ist es auch nicht mehr ganz so einfach, diesen Druck weiter auszuüben.

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Kommentare (49)

  • Gilbert

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    David Berger alle guten Wünsche für seinen Auftritt in der Höhle des Löwen in Regensburg am Freitag und dem Aktionskreis eine nachhaltig hohe Frustrationsschwelle bei der Arbeit in dieser Umgebung… Gruß Gilbert

  • Peter Esser

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    »Herrenabende«, auf denen ultrakonservative Katholiken Nazisprüche drechseln … und ein hochintellektueller Thomist in der Mitte, der nichts dazu sagt … Doch wer sagt mir denn, daß Bergers »Verdrängungsmechanismen«, mit denen er sich zu exkulpieren versucht, nicht jetzt, da er den Renegaten mimt, noch viel besser funktionieren?

    David Berger ist ein schlechter Zeuge in eigener Sache.

  • David Berger

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    S.g. Herr Esser, Ihr Vergleich passt nicht … und zwar ganz einfach, weil es jetzt nichts zu verdrängen gibt, sondern ich ganz frei von kirchlichen Erpressungsmechanismen und befreit von ekklesiogenen Neurosen ganz einfach zu meinem Homosexuellsein und dem Glück meiner Natur nach zu leben, stehen kann … Also immer merken: auch wenn jeder Vergleich hinkt, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich!

  • Silvia Gross

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    Viel Glück, David Berger! Und bitte weitermachen in Sachen Innenansichten der römisch-katholischen Kirche. In meinem Theologiestudium hab ich auch Unglaubliches im kirchlichen Umgang mit Homosexuellen erlebt. Und auch viel Leiden der Betroffenen. Im Grunde kann ich nicht verstehen, warum Menschen, die von einer Gemeinschaft derart diskriminiert werden, wie es bei Homosexuellen in der römisch-kath. Kirche der Fall ist, überhaupt noch in ihr verharren…. Es gibt auch andere Kirchen. z.B.. die alt-katholische Kirche (die aus dem Protest gegen die päpstliche Unfehlbarkeit heraus entstand), in der die sexuelle Orientierung, egal ob Hetero- oder Homosexualität, im kirchlichen Leben keine Rolle spielt. Hier geht es allein um den Glauben und um den Versuch, Kirche heute erfahrbar zu machen. Ohne Diskriminierung.

  • Veronika

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    Auch von mir „besten Dank“, Herr Berger! Aber einmal ehrlich: Der Vatikan hat grds. schon mal ein Recht, so ähnliche Sicherungsmassnahmen, wie einstmals in der DDR zu etablieren. Dafür ist der Vatikan ja zumindest historisch bekannt. Mir entzieht sich aber, dass es eine der Teilkirchen so machen darf, und hier meine ich aus Erfahrungen von Bekannten des theolog. Bereichs die Kath. Kirche Deutschlands. Mit der „Erpressbarkeit“ hat Herr Berger jedenfalls einen sehr „wunden Punkt“ angesprochen. Diese Art von „Erpressbarkeit“ soll es auch anderweitig in kirchlichen Dingen geben. Man denke nur einmal an die berühmten (und für Deutschland wohl auch berüchtigten) Eheannullierungs-Angelegenheiten. Hier ist in der Regel so viel „so geheim“, dass man eigentlich nicht weiss, was hier letztlich Sache ist.

  • Veronika

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    Zusatz: Oder erwähnen wir einmal die berühmte, mir aus Regensburger Studienzeiten als Tradition bekannte Aussage „Drei Kinder (eines Priesters) werden von der Diözese bezahlt!“ Mit Lächeln zur Kenntnis genommen, wird dies mit Recht bestritten. Könnte aber nicht ein Priester mit Kindern hier in erpressbare Not kommen, wenn Einige darum wissen, und – ebenfalls auch in Kirchenkreisen kaum zu vermeiden – mit so einem Wissen „punkten“ und „Karriere machen“ wollen?

  • Veronika

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    „Scandalo in Germania, la Chiesa guadagnerebbe grazie a romanzi porno!“ (Corriere, 28.10.2011)

    Es muss einfach noch einmal erwähnt werden. Der „Weltbild-Verlag“ plant ja, kath.net und andere Berichterstatter wegen „Geschäftsschädigung“ zu verklagen.
    http://www.kath.net/detail.php?id=33686
    Wo ist der Regensburger Bischof? Könnte der nicht vielleicht diesen Part übernehmen?

  • Heinz Laumen

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    Herr Berger die Wahrheit muss raus ich ziehe vor ihnen den Hut. Ich sage schon lange die Wahrheit bei YouTube 0146357928 über diese Kirchen. So wie sie es schon mal sagten stimmt ganz genau, ich habe diese Pädophilen als Kind kennen gelernt, sie Namen sich alles im Namen Gottes und keiner stellte sich ihnen in den Weg.

  • Wolfgang T.

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    Vortrag umbedingt anhören, habe Herrn Berger im August in Nürnberg gehört.

    Übrigens Hr. Berger ist vor ein paar Monaten aus der Kirche ausgetreten.

    kostenlosen Kirchenaustritt für geringverdiener (Schüler, Studenten, Harz IV …)

    Erläuterung und Rechtsgrundlagen:

    Gebühren bei Kirchenaustritt

    http://www.lto.de/de/html/nachrichten/2924/gebuehren_fuer_kirchenaustritt_wenn_religionsfreiheit_unbezahlbar_ist/
    Kirchenaustritt
    Gebühr normal 31€

    http://hpd.de/node/6968

  • jan sobieski

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    Sehr geehrter Herr Berger,

    leider muss ich, nach allem was ich seit ihrer „Läuterung“ in 2010 von ihnen gelesen habe, eine unerträglich Heuchelei, attestierten.
    Wie schon der Hr. Esser weiter oben anzudeuten versucht, wirken ihre Rechtfertigungen für ihr Ausharren in der Kirche unter den von ihnen beschriebenen Horrorverhältnissen völlig unglaubwürdig und lassen für mich nur darauf schließen. Dass sie einfach die Gelegenheit genutzt haben auf den z.Z. sehr populären antikirchlichen „Kreuz“-Zug aufzuspringen, um ihre Schmuddelbüchlein besser vermarkten zu können. Der Vergleich von dem Hr. Esser mag ein klein wenig hinken, ihre Rechtfertigungsversuche stinken dagegen 10km gegen den Wind zum Himmel!

    MfG: J. S.

    PS: Warum sind sie noch nicht öffentlichkeitswirksam aus der Kirche ganz ausgetreten? Wollen sie sich diese Marketing-Trick noch aufsparen für eines ihrer nächsten Hetzpamphlete, oder würden sie damit etwaige Versorgungsleistungen gefährden, die sie dann doch noch weiter von dieser doch so verkommenen Institution beziehen möchten?

  • frage

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    @Jan: mal was Grundsätzliches: in Deutschland gilt Meinungsfreiheit, also kann Herr Berger seine Meinung sagen. Auch wenn die Kirche keine anderen Meinungen wie Ihre eigene hören möchte (siehe auch Kirche/Spiegel, Kirche/Regensburg Digital).

    „sehr populären antikirchlichen “Kreuz”-Zug aufzuspringen“

    Ich glaube diesen Kreuz-Zug auf den Sie hier anspielen gibt es nicht. Es gibt zu viele alte Menschen in der Kirche, die es einfach nicht verstehen, dass die Zeit der Diktatur und der Vorschriften vorbei sind und der Dialog und Nächstenliebe (wie immer gepredigt) jetzt auch eingefordert wird. Die Kirche hat die Menschen einfach zu lange verarscht, vertuscht und getäuscht. Jetzt bekommt Sie dafür die Quittung und ist beleidigt. Das ist der nächste grosse Fehler. Die Kirche hat sehr gute Leute in Ihren Reihen, aber solange es kein Rentenalter für Päbste, Pfarrer, Bischöfe etc gibt, wird sich nichts ändern.

    Ich bin Katholik! Ich glaube an Gott! Ich bin aber empört über manche Zustände oder Ansichten in der Kirche. Ich werde allerdings nicht aus der Kirche austreten. Es gibt viele Menschen dort die wirklich gut sind. Die tun mir derzeit leid. Die Kirche sollte sich einmal selbst in eine Predigt setzen und Ihre neuen sowie alten Testamente durchlesen. Danach wären einige schlauer.

    Ich glaube an Gott – und darum bin ich mir sicher, dass er einige von seinen „Angestellten“, am Tag an dem Sie vor dem Himmelstor stehen, weg schicken wird. So gnädig ist (glaub ich) nicht mal Gott, dass er jeden reinlässt.

  • Alexander Gruber

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    ich bin ein Fan der Piusbruderschaft.

  • Silvia Gross

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    Na dann, viel Spaß! Ich habe dort im Zuge meines Theologiestudiums in den 90-er Jahren ein theologisches Kontrovers-Seminar besucht, das der Lehrstuhl für Dogmatik der Universität Regensburg zusammen mit den Piusbrüdern veranstaltet hat, und zwar in Zaitzkofen. Das war ein Erlebnis sondergleichen! Wir fühlten uns wie in einer Käseglocke vom Rest der Welt abgeschnitten ein paar Jahrhunderte zurückversetzt. Und als es schließlich Zeit zum Mittagessen war, wurden wir Studentinnen (2 an der Zahl) zum Essen in den Keller geschickt, während die Piusbrüder samt unserer männlichen Studienkollegen im Speisesaal tafeln wollten. Das Ende vom Lied war, dass sich die Priesteramtskandidaten und Studenten aus Regensburg damals mit uns Studentinnen solidarisierten und am Ende fast alle im Keller saßen zum Essen, einschließlich ein paar Piusbrüdern, die dann auch in den Keller abbeordert wurden – sollte wohl ein Zeichen der Gastfreundschaft sein. Hatte schon was leicht Schräges……

  • Dubh

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    @ jan sobieski

    Geld hingegen stinkt ja glücklicherweise nicht, wie uns die katholische Kirche seit Jahrhunderten lehrt und uns dabei als leuchtendes Beispiel vorangeht.

    Beispielsweise Weltbild, Besitz von Aktien von Firmen, die laut katholischer Lehre „Böses“ wie die Pille produzieren, oder auch wirklich Böses – ich hab keinen Überblick übers aktuelle Portefeuille des Vatikans, bzw. des Papstes persönlich, die IOR ist ja sein Privatbesitz, gar ein kleiner Handel mit Gott selbst, sich von Sünden einfach freikaufen – das soll einem Herrn Luther weiland sehr aufgestoßen sein.

    Läuft gegen die IOR (volkstümlich Vatikanbank genannt) nicht aktuell wieder mal ein Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche?

    Es ist schon mehr als lächerlich, einen Kirchenkritiker ausgerechnet über die Geldschiene verunglimpfen zu wollen, zumal jemand der deswegen ja nun seinen Job los ist.

    Es ist schon klar, dass das Werkzeug „wahrer Katholiken“ nicht die Logik ist, aber oft wird es doch, wie hier, einfach zu albern.

  • Suscipiat

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    Es ist großartig, dass David Berger jetzt die Südschiene bedient, erst in Augsburg, dann in Regensburg… damit möglichst viele Menschen mit seinen persönlichen Erfahrungen konfrontiert werden…Die er bei seinen Auftritten ständig mit neuen Erkenntnissen und Ergebnissen aktualisiert. Erhebt sich die Frage, warum schweigt die Kirche so beharrlich zu seinen Enthüllungen…?

  • Aufmerksamer Katholik

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    @ Silvia Gross

    Sehr geehrte Frau Gross, ich finde es ja sehr erheiternd, wie sie hier die bösen Machenschaften der bösen katholsichen Kirche mit aufdecken wollten.

    Da frage ich mich doch, was Sie eigentlich im Pressezelt beim Papstbesuch 2006 verloren haben und warum Sie sich auf mehrere Gruppenfotos mit dem Regensburger Bischof gedrängt haben….

    Nicht sehr glaubwürdig….

  • Eduard

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    Und am Ende nimmt sich Bischof Müller den Berger zur Brust (hahaha)

  • Mister 11

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    Der Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht.

  • Mister 11

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    War ja klar!
    Lügen werden geduldet, Wahrheiten nicht?
    In der armen Redaktion ist man wohl sehr homohörig?

  • Dubh

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    Alexander Gruber:

    „ich bin ein Fan der Piusbruderschaft.“

    Und was gefällt Ihnen da am besten?

    Antisemitismus, Lesben – und Schwulenhetze, Frauenverachtung, das Anstreben der Diktatur des totalitären Gottesstaates weltweit, so wie die Kumpel von der evangelikalen Fraktion, oder auch radikale Islamisten?
    Oder alles zusammen?

    Da wären Sie bei der NPD eigentlich auch gut aufgehoben.
    Keine Sorge übrigens, ich wüsste nicht, dass Doppelmitgliedschaften von einer Seite ausgeschlossen wären.

  • domiNO

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    Aber Herr Gruber hat hier doch schon gepostet, dass er Juso sei. Und ich glaube er war damals noch auf der Suche nach einer schönen Stelle als Jurist. Ich unterstelle einfach, dass er mit diesem Sätzchen von wegen Fan sein nur provozieren will, um ins (rechte) Lampenlicht gerückt zu werden. Als ob die nicht schon genug Anwälte hätten.

  • Caesar

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    Man wird sehen, wie es wirklich weitergeht. Ich bin nicht so pessimistisch wie Herr Berger, obwohl ich ihn gut verstehe. Aber einmal Hand aufs Herz: Wird es wirklich so weitergehen beim nächsten Papst? Das jetzige Pontifikat wird vielleicht einmal als doch recht überschaubare Episode in die Geschichtsbücher eingehen, als Versuch der Kirche, die charismatische Persönlichkeit von Johannes Paul II. krampfhaft noch ein bisschen weiterleben zu lassen, um auf dieser Welle (Weltjugendpop) noch ein bisschen weiter reiten zu können. Der nächste Papst könnte ein Mann aus der so genannten „3. Welt“ sein, ein jüngerer Mann, der zunächst wahrscheinlich ganz auf dem neokonservativen Zug fahren wird, dann aber möglicherweise in Kontakt mit der Wirklichkeit umdenken wird und ganz neue Töne anschlagen könnte. Siehe Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil: Noch kurz davor herrschte tiefste neuscholastische Reaktion, niemand dachte, dass es dann auf einmal so schnell gehen konnte. Die katholische Kirche stellte im Lauf der Geschichte immer wieder ihre fast unheimliche Wandelbarkeit unter Beweis, sodass dann nach solchen „Brüchen“ noch Jahrzehnte lang debattiert werden musste, ob sie überhaupt noch dieselbe wie vorher sei… Dann kommt für den noch relativ jungen Herrn Berger vielleicht auf einmal noch der Moment der REHABILITATION: Wie z.B. bei Hans Urs von Balthasar, der heute übrigens noch auf dem Index der verbotenen Bücher des „Opus Dei“ steht, aber im letzten Jahr seines Lebens auf einmal zum Kardinal ernannt worden ist („Kardinal David Berger“, ich wünsche mir das noch eines Tages zu erleben!).

  • Luna Schneck

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    Habt ihr Müller und den prügelnden Papstbruder Ratzinger eingeladen ? Kommen die auch ? Ich könnte euch einige „sehr bekannte“ Regensburger Geistliche namentlich nennen die schwul sind und dies nie zugeben, ihren Körper und ihre Partner veleugnen, heucheln, lügen, erwischt wurden von Mitgeistlichen. Hat man die auch eingeladen? Auch welche aus der Schaltzentrale Rom.
    Übrigens wer will schon in den katholischen Himmel. Oh mein Gott, im Paradies, KInderschänder, Schläger, Lügner, Heuchler und boshafte Weiber. Denn alle diese kriechen doch am ehrgeizigsten in den Kirchen herum. Habens ja wohl auch nötig.
    Da lob ich mir die schöne warme Hölle.

    Viel Glück und Erfolg an David Berger.

    Schönen Abend ihr Liebe. Hoffe das darf man so schreiben.

  • frage

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    Klar können Sie das so schreiben. Warum nicht? Auf der anderen Seite ist nicht alles schlecht in der Kirche. Das vergessen Sie in Ihrem Kommentar. Ich finde es nicht gut, wenn man Leute angreift die an etwas glauben. Katholiken oder besser Gläubige egal welcher Konfession, haben das Recht Ihre Religion auszuüben. Es ist jedem einzelnen überlassen in welcher Form er das macht. Ich kenne viele Islam-Gläubige die sich absolut vom radikalen Islamismus distanzieren. Genauso distanziere ich mich als Katholik von der heuchlerischen und kriminellen Art und Weise einiger seiner weltlichen Angestellten. Dieses pauschalisieren, dass alles schlecht ist, finde ich nicht gut. Sie fordern Toleranz, also leben Sie diese auch vor. Zumindest gegenüber den guten Katholiken.

  • Alexander Gruber

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    Die Piusbruderschaft nennt Homosexualität doch nur das, was sie ist.

  • Silvia Gross

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    Zum Thema Papstbesuch: dort war ich nicht für die röm-kath. Kirche aktiv, sondern habe die Betreuung im Pressezelt aus beruflichen Gründen mitorganisiert. Das hätte ich auch als Buddhist tun können….
    Ich habe in meinem letzten Kommentar über die Piusbruderschaft geschrieben. Seit wann gehört die zur römisch-katholischen Kirche?

  • domiNO

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    Sie sehen den Splitter im Auge des anderen, aber nicht den Balken vor dem eigenen Kopf.

  • H. Müller

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    Seltsam ist da nur, dass sich die sogenannten „guten Katholiken“ sich ja mit der Kirche und ihrer Jahrtausende alten Menschenverachtung gemein machen, vermutlich um sich irgendwo ein naives und billiges Seelenheil zu sichern.
    Was bleibt denn eigentlich von der Kirche übrig, zieht man all jenes ab, was die „guten Katholiken“ gerne ausblenden würden?
    Und wären wir gerade hier wieder beim von Papst so gegeisselten „Relativismus“, wo sich jeder das rauspickt, was ihm gefällt?

    Irgendwie kommt mir das so vor, wie wenn sich jemand zum Nationalsozialismus („…nicht alles schlecht…“) bekennt, aber Holocaust, Aufrüstung, Gleichschaltung, Einmärsche in andere Staaten, Gestapo, und eigentlich auch den Hitler nicht so gut findet.

    PS: Und so etwas wie Intoleranz kann ich im Kommentar von Luna Schmeck nicht entdecken, nur eine sehr deutliche Ablehnung. Wohingegen das Sprechen und Handeln katholischer „Würdenträger“ z.B. in puncto Homosexualität nicht anders als intolerant genannt werden kann.

  • Wolfgang T.

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    „Feind“/Idioten lesen mit“

    mein Kommentar hier, wird auf kreuz.net/article.14143.html zitiert.

    Bei der Veranstaltung
    http://de-de.facebook.com/event.php?eid=180233182036099
    hörte ich Herrn Berger.

    Zwei wichtige Aussagen:
    – Herr Berger ist aus der kath. Kirche ausgetreten
    – Auf die Frage, was er schwulen Männer empfiehlt die kath. Pfarrer werden möchten. Er riet ab, da die kath. Kirche homopher wird (siehe kath.net, kreuz.net) und man als schwuler Pfarrer erpressbar ist. Er riet zu einem Beruf, bei dem man nicht von der kath. Kirche abhängig ist. Er ist Lehrer.

    Christen, die Probleme mit kath. Kirche haben, können auch der liberalen altkatholischen Kirche beitreten.
    http://www.alt-katholisch.de/information.html

    Werbung:

    Als agnostischer Atheist empfehle ich den Beitritt zum Bund für Geistesfreiheit.
    http://www.bfg-bayern.de
    Man kann auch beitragsfreies Betreuungsmitglied werden. Dadurch steigt das politsche Gewicht des bfg.

  • Silvia Gross

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    Warum eigentlich werden in konservativen Kreisen gleichgeschlechtliche Beziehungen immer auf Sex reduziert? (Das verrät ja eigentlich schon viel über die Gedanken und Phantasien Erz-Konservativer…) Das ist doch nur ein Aspekt. Es geht doch um die Liebe an sich – und die ist doch nicht geschlechtlich begrenzt oder gar eingrenzbar. Was ist schlecht daran, wenn sich zwei Männer (oder Frauen) lieben und Verantwortung dafür übernehmen? Wem schadet es? Wo ist dabei überhaupt das Problem?
    Ich kann mich aus Studientagen nicht daran erinnern, dass Jesus jemals etwas zur Homosexualität gesagt hat. Ihm ging es um das persönliche Verhältnis jedes einzelnen zu Gott, um einen lebendigen Glauben und letztlich immer um die Liebe. Was aber hier an Schmähungen von konservativer Seite aufschlägt, ist von jener Liebe weit entfernt. Dass später im Neuen Testament in nachjesuanischer Zeit Homosexualität quasi auf den moralischen Index kam, hat mit dem Einfluss hellenistischer Vorstellungen zu tun, die z.B. durch den Einfluss des Paulus und die Kontakte mit der hellenistischen Weltsicht Eingang ins frühe Christentum gefunden haben.

  • frage

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    @H.Müller

    „Seltsam ist da nur, dass sich die sogenannten “guten Katholiken” sich ja mit der Kirche und ihrer Jahrtausende alten Menschenverachtung gemein machen, vermutlich um sich irgendwo ein naives und billiges Seelenheil zu sichern.“

    Mag sein das es Leute gibt die so denken und darum so handeln. Trifft für mich nicht zu. Also liegen Sie hier falsch.

    „Und wären wir gerade hier wieder beim von Papst so gegeisselten “Relativismus”, wo sich jeder das rauspickt, was ihm gefällt? “

    Ja, ist so. Und weiter? Mir ist ehrlich gesagt egal was der Pabst über mich denkt oder was er mir vorschreiben möchte. Also haben Sie hier zwar Recht, aber das dürfte nicht in Ihr Weltbild vom allgegenwärtigen und bösen Katholiken passen. Die Pille müssen Sie allerdings schlucken.

    „Irgendwie kommt mir das so vor, wie wenn sich jemand zum Nationalsozialismus (“…nicht alles schlecht…”) bekennt, aber Holocaust, Aufrüstung, Gleichschaltung, Einmärsche in andere Staaten, Gestapo, und eigentlich auch den Hitler nicht so gut findet. “

    Immer wenn einem hier nichts mehr einfällt dann kommt man mit den Nazis. Also ist jeder der eine Religion angehörig ist in Ihren Augen ein Nazi? Dann sollten Sie nicht mehr auf die Strasse gehen. Für mich gilt: ich bin kein Nazi, finde Hitler nicht gut, hasse Gleichschaltung und weiss das es den Holocaust gegeben hat. Also liegen Sie hier wieder falsch.

    „Und so etwas wie Intoleranz kann ich im Kommentar von Luna Schmeck nicht entdecken, nur eine sehr deutliche Ablehnung.“

    Dann ist es halt für Sie nicht so. Für mich schon. Genauso wie ich Ihnen das zu Ihnen auch sagen kann. Ich verlange aber nicht von Ihnen, dass Sie anders denken sollen. Sie (und in dem Kommentar zuvor) kann man aber deutlich rauslesen, dass alle Gläubigen im Endeffekt nur Spinner sind. Ist Ihr gutes Recht diese Meinung zu haben.

    „Wohingegen das Sprechen und Handeln katholischer “Würdenträger” z.B. in puncto Homosexualität nicht anders als intolerant genannt werden kann.“

    Da geb ich Ihnen sogar recht. Aber ich muss nicht alles glauben was mir ein Würdenträger erzählt oder was irgendwo steht. Ich sehe was einige machen und was in der Kirche alles vertuscht wird/wurde. Wie man die Nächstenliebe predigt und mit Füssen tritt. Davon distanziere ich mich. Aber ich muss mich deshalb nicht von meinem Glauben an Gott distanzieren. Es gibt auch ausserhalb der Kirche viele die z.B. Homosexualität verurteilen bzw. sogar aktiv dagegen vorgehen. Das verurteile ich ebenso wie die Haltung der Kirche. Jeder darf und soll leben wie er möchte. Ich glaube auch nicht das Gott sowas bei seiner Urteilsfindung ob jemand in den Himmel darf oder nicht zugrunde legt. Aber wie gesagt: das glaube ich. Wissen tu ich es nicht. Ist mein Gutes Recht. Genauso wie Sie Rechte haben. Natürlich gehören zu Rechten auch Pflichten. Das haben wir zwei dann wieder gemeinsam: das gilt auch für Sie.

  • Aufmerksamer Katholik

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    Achso genau, und deswegen hatten Sie auch einen Vatikan-Anstecker dran?

  • Silvia Gross

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    Sie haben es wohl immer noch nicht verstanden: Auf dem Islinger Feld und für den Aufbau des dortigen Pressezelts haben im Rahmen der Großveranstaltung „Papstbesuch“ viele Organisationen zusammengearbeitet: Polizei, Stadt, Kirche, Feuerwehr, THW, etc. Die Weltanschauung der Mitarbeiter oder Angestellten spielte dabei keine Rolle. So habe ich nicht für die Kirche gearbeitet, sondern seitens der Stadtverwaltung für die Presseorganisation. Das hätte ich genau so getan, wenn die Stadt mich beauftragt hätte, einen Besuch des Dalai Lama mit vorzubereiten. Die Stadt ist als Arbeitgeber ja Gott sei Dank weltanschaulich neutral und richtet sich lediglich nach der Qualifikation ihrer Mitarbeiter. Der vom Ordinariat verteilte Vatikananstecker diente u.a. der Kenntlichmachung der Mitarbeiter des Orga-Teams. Aber eigentlich ist das Themaverfehlung, denn es geht hier um David Berger.

  • Silvia Gross

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    War eine Fehlplatzierung. Der Kommentar ist eine Antwort für „Aufmerksamer Katholik“ weiter unten, ist aber in die allgemeine Platzierung gerutscht.

  • Veronika

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    Für die Diözese Regensburg scheint – so ich in den letzten Tagen durch Auffrischung eines alten Kontaktes mitbekommen habe – zu gelten: Presse = Erpressung. Wäre wirklich amüsant, wenn man Berichterstattungen – besonders wohl unter R-Digital.de – wirklich als eine Art „Erpressung“ empfindet, denn das „Sandmännchen“ haben wir in den westlichen Bundesländern vor Jahren schon abgeschafft, bzw. nie ins Fernsehen bekommen.

  • Veronika

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    Sehr geehrte Frau Gross,

    Sie liegen schon richtig, denn die Stadt/ der Staat müssen derartige Szenarien mitmachen, weil die Einflussnahme der deutschen Diözesen in der Bundesrepublik einfach zu gewaltig ist. Der aktuelle Fall um „Weltbild“ zeigt ja, mit welchen traditionell bekannten Mitteln (Pecuniam non olet!) man sich hier neben dem sog. „Reichskonkordat“ Einfluss zu schaffen und zu erhalten gedenkt. Nicht für die Kath. Kirche an sich, sondern für sich in Deutschland selbst. Glauben Sie nicht auch, dass dem Papstbesuch von 2006, dem karrieresteigernden Kameragrinsen einiger Regensburger Domkapitulare die Enthüllungen von 2010 nahezu „auf dem Fuss folgen“ mussten? Auch die „Weltbild“-Angelegenheit, und weitere noch zu klärende Dinge werden helfen, den Vatikan zu einem „Ausmisten“ zu veranlassen. Manchmal scheint es wirklich nur so zu gehen, dass man – wie ein Bekannter einmal sagte – „den Teufel mit Beelzebul“ austreibt, weil sonst auch weiterhin „der Teufel unentdeckt das Gewand eines Geistlichen tragen“ könnte.

  • Veronika

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    Zusatz: Verhüten wir, dass das „Ausmisten“ durch innerkirchliche, erzkonservative Kreise (Piusbrüder, Das Werk, Legio etc.) geschieht, sonst finden wir uns – trotz aller Liberalität in einem grds. säkularem Staat – in einigen Gegenden der Republik dennoch bald im Mittelalter wieder.

  • Veronika

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    In der „Haut“ unseres dreifaltigen Gottes möchte ich hier nicht stecken. Wie heisst es in der Bibel auch: „Es sollen kommen, die mühselig und beladen sind!“. Die werden dann auch vor der Himmelspforte stehen, und sich vor allem auch als Geistliche darauf berufen. Da wäre vorher ein nochmaliger exegetischer Grundkurs angebracht, und ein wenig Philosophieren könnte auch nicht schaden. Vielleicht glauben die, dass nur sehr sicher in den Himmel kommt, der gegen alle Gebote mit Vehemenz verstossen hat, weil sie/ er dann auf dem Sterbebett in der sprichwörtlichen „letzten Sekunde“ überhaupt etwas bekennen und bereuen kann?
    Schickt Sie in die Wüste, aber gebt Ihnen – so gebieten es die Menschenrechte – wenigstens genug Wasser mit!

  • Dubh

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    Alexander Gruber
    „Die Piusbruderschaft nennt Homosexualität doch nur das, was sie ist.“

    Ah ja?!

    „Wir haben Tausende von Berichten von homosexuellen Tieren bei einer Durchsicht der Fachveröffentlichungen gefunden“, schreiben Nathan Bailey und Marlene Zuk. „Und sowohl Freundschaften, längere Partnerschaften und der vollzogene Geschlechtsakt wurden bei Säugetieren, Vögeln, Reptilien, Amphibien, Insekten, Weichtieren und Fadenwürmern beobachtet.“

    „Das erste, was die Biologen herausgefunden haben, ist, dass Homosexualität nicht gleich Homosexualität ist. „Diese Verhaltensweise werden von sehr vielen verschiedenen Umständen flexibel beeinflusst, zum Beispiel als alternative Reproduktionstaktik, als kooperative Brutstrategie, zur Festigung sozialer Bindungen oder zur Vermittlung bei gleichgeschlechtlichen Konflikten“.
    http://www.welt.de/die-welt/article3939869/Warum-es-schwule-Pinguine-gibt.html

    Offensichtlich also nicht!

    Wieso sonst gäbe es allüberall im Tierreich lesbisch-schwules und bisexuelles Verhalten zu beobachten?

    Wenn Sie und die Piusbrüder, sowie alle möglichen Gruppen und Individuen nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass die Natur, die Evolution, oder wenn Sie wollen auch IHR Gott NICHT heteronormatives (soziales) Verhalten hervorgebracht/“erschaffen“ hat – WEIL es einen sozialen Nutzen für die Gemeinschaft hat, dann ist das nichts weiter als dumme Ignoranz und der Versuch die unglaubliche Vielfalt der Natur (die aus körperlicher Biologie UND sozialem Verhalten besteht!) auf die Begrenztheit Ihres ideologisch fixierten Denkapparats zusammenzustutzen.

    Abgesehen davon, dass nicht einmal die körperliche Biologie auf exakt 2 Geschlechtsausprägungen beschränkt ist.
    Auch beim Menschen gibt es einen festen Anteil von Babies, die intersexuell, also rein KÖRPERLICH nicht als männlich oder weiblich, sondern dazwischen, oder beides einzuordnen sind.

    UND – das ist weder eine Krankheit NOCH eine körperliche Behinderung allerdings eine soziale Behinderung, solange es geistig stark eingeschränkte wie Piusbrüder und Konsorten jeglicher Couleur gibt, die meinen sie könnten die Natur, sogar ihren Gott auf IHRE eigene Beschränktheit reduzieren

  • R.Schweiger

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    Hallo Herr Aigner,

    warum erscheint über die Veranstaltung am Freitag – Uni-Rgb. Hörsaal 3
    kein Bericht??? Oder besteht kein Interesse mehr.
    Dürfen Sie nicht???!!!

    Mfg. R.Schweiger

  • Luna Schneck

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    Hi Mister 11, was haste denn geschrieben? Von mir wurde auch schon ein Kommentar nicht gebracht. Schreibs lieb und harmlos, das verstehen wir dann schon. Ich muß den ganzen Tag blödsinnige Berichte schreiben und unglaubliche Dinge lieblich umschreiben. Insider wissen was wirklich gemeint ist.
    Also trau dich nochmal.
    LG ich die intolerante Kirchenfeindin.
    Komisch ich soll die tolerieren, mich und meine Meinung (alles tatsächlich erlebt) tolerieren manche nicht. Wie war das noch mit der Demokratie in diesem Lande? Bin vor 21 Jahren aus der Kirche ausgetreten.

  • Luna Schneck

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    Ja warte auch schon drauf. Berger war echt ehrlich und mutig. Respekt.

  • Silvia Gross

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    Herr Berger hat mir geschrieben, dass der große Hörsaal, in dem pikanterweise früher auch Joseph Ratzinger seine Vorlesungen hielt, voll war. Das wär doch einen Bericht wert, oder nicht? Ihr Interview mit ihm war doch nur der Appetizer. Interessant ist doch, wie dann die eigentliche Veranstaltung war.

  • Stefan Aigner

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    Wir dürfen. Weshalb auch nicht? Von uns hatte aber niemand Zeit, um zu der Veranstaltung zu kommen.

  • Veronika

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    Also liebe Leute! Je mehr ich mir in meiner Freizeit die Berichterstattung über diese „Weltbild“, „Borromedien“- und damit handfesten Moralskandal der Kath. Kirche Deutschlands ansehe, desto trauriger wird mir zumute.
    Da klagt ein Regensburger Bischof (mit schweigendem Zustimmen alle seiner deutschen Mitbrüder) gegen die Medien, aber im/ mit dem eigenen Haus eine vorbildhafte Stellung einzunehmen, ist bislang niemandem eingefallen.
    Könnte man es mit „Egoisten im Ornat/ Talar“ beschreiben, was hier deutlich zutage tritt?
    Höchst interessant ist ja, dass sich jetzt auch der Papst anlässlich des Empfangs des deutschen Botschafters zu Wort gemeldet hat. Aber nicht mit einem „Hört mit dem S……“ auf, sondern mit einem Aufruf an die dt. Bischöfe „entschlossener gegen die Pornografie“ vorzugehen. Wenn es im eigenen Hause st….., dann sollte man als Institution „Katholische Kirche“ wohl deutlichere, an die Verursacher gerichtete Worte finden. Ist ja mittlerweile hochnotpeinlich!

  • Veronika

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    Kleiner Zusatz, da gerade eben festgestellt:

    „Papst-Witze rechtfertigen Kündigung!“
    Der Spiegel berichtet Online,
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,795032,00.html
    und man stellt sich die Frage, ob die Kath. Kirche in Deutschland wirklich sonst nichts an der Backe hat.
    Schön, dass wenigstens der Papst eine Lobby hat. Jesus Christus hat diese scheinbar nicht. Über den darf man lästern, ihn verhöhnen etc., aber die Institution und der Vorstand, die haben eine Lobby! Da scheint gewaltig was falsch zu laufen. Schon fast möchte ich mich einigen anderen Kommentatoren anschliessen die da schreiben, „aus diesem Verein auszutreten“. Dann aber mit dem Zusatz „Komm Ihnen zuvor, und trete aus!“
    Du kannst ja wieder eintreten, wenn Macht und Einflussnahme der KKD so weit gesunken sind, wenn der Wappenspruch des Regensburger Bischofs (Ja, den kenne ich!): „Jesus Christus ist der Herr!“ wieder vollumfänglich gilt. Nur dann kann eine solche „Teilkirche“ (knapp 1% der kath. Weltkirche) ehrlich, offen und tolerant deren „Gründer“ vertreten.

  • Luna Schneck

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    Toll, wieder ein Krankenpfleger der ein wenig Spaß macht, tut keinem weh. Ein guter Mensch mit einem harten Job, der für Menschen da war. Komisch nur, immer wieder dürfen Pfarrer trotz Verbrechen, nach Versetzung in eine ander Pfarrrei durchaus weiter arbeiten. Was sagt der Papst dazu. Der Prügelpfarrer hier aus meinem Ort, wurde im September strafversetzt und arbeitet nun 70 km weg weiter als „Seelsorger“. Ich denk mal echte Menschen zu verprügeln steht doch wohl über einem Witzchen.
    Der Papst und die ganzen Typen sollten sich was schämen. Zudem ist es doch so, dass diese katholischen Einrichtungen ja wohl überwiegend vom Staat (also uns) finanziert sind, wieso dürfen dann Leute durch die Kirche entlassen werden. Sowas kenne ich auch von alleinerziehenden, geschiedenen Krankenschwestern, die kein so fettes Gehalt wie ein Pfarrer bekommen haben und auf ihr Geld angewiesen sind. Ein toller sozialer Verein, diese katholische, wie war das CARITAS? – Kirche.
    Die Intolerante.

  • Suscipiat

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    Es nimmt kein Ende, dafür ist Durchhalten angesagt, auch wenn die Bischöfe sich mehr als bedeckt halten. Durchhalten in dieser Kirche, die mit ihren Getreuen verfährt, als könnte sie ständig neue aus der Retorte nachliefern…Ist aber nicht. Schade, dass JX, nachweislich im Zweiten Testament, nichts darüber gesagt hat, wie sündhaft der Homosex sein könnte oder müsste, wenn er es denn wäre. Eigentlich ist Bischof Overbeck der Verursacher, in dem er David Berger, durch seine Äußerung, Homosexualität sei Sünde, zum Outing veranlasst hat. Dadurch kam eine ganze Lawine ins Rollen. Um es mit Klaus Wowereit zu sagen: Es ist ganz gut so, das mit dem Buch von David Berger „Der heilige Schein“ eine beachtliche Bresche geschlagen wurde… David sei Dank…!!!

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