SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 2. Dezember 2009

IMG_0982Die beiden Polizisten, die auf den Studenten Tennessee Eisenberg geschossen haben, geraten aus der Sicht der Rechtsanwälte der Familie immer mehr unter Druck. Wie der Bayerische Rundfunk seit Dienstag meldet, sieht Rechtsanwalt Andreas Tronicsek nach der Rekonstruktion der Tat bereits für die ersten beiden Schüsse, die auf Eisenberg abgegeben wurden, keine Nothilfesituation gegeben. Das sei eine wesentliche Erkenntnis aus der Rekonstruktion, so Troniscek zum BR. Auch für die letzten vier – tödlichen – Schüsse sei keine Notwehrsituation erkennbar, so Tronicsek. Der Schütze hätte einfach das Haus verlassen müssen, so Tronicsek zum BR. Tronicsek geht davon aus, dass gegen die beiden Schützen Anklage erhoben werden muss. Damit hat sich nach der Tatrekonstruktion insbesondere die Position des ersten Schützen verschlechtert. Bislang waren nur die letzten vier Schüsse – sie haben Tennessee Eisenberg getötet – im Fokus der Diskussion. Nun steht auch über den ersten beiden Schüssen, die bislang als Nothilfe galten, ein dickes Fragezeichen. Mit diesen Schüssen wurde der Kugelhagel eröffnet; insgesamt wurde 16 Mal geschossen, zwölf Kugeln trafen. Ein interessantes Detail wurde ebenfalls vom BR vermeldet: Oberstaatsanwalt Edgar Zach, der seit sieben Monaten federführend für die Ermittlungen zuständig ist, erschien zur Tatrekonstruktion in Begleitung eines weiteren Oberstaatsanwalts. Wollte man dem Chefemittler einen Unterstützer zur Seite stellen? Wenn ja, weshalb?

Fall Eisenberg: Die Fronten bleiben

Die Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen sitzen unterm Christbaum im Spitalkeller und warten. Heute, Dienstag, wird in der Schwandorfer Straße 11 der Polizeieinsatz nachgestellt, bei dem Tennessee Eisenberg am 30. April getötet wurde; eine Forderung der Rechtsanwälte von Eisenbergs Familie, der die Staatsanwaltschaft nicht zuletzt aufgrund des öffentlichen Drucks nachgekommen ist. Sieben Monate ist […]

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