SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 23. August 2016

Gewaltexzesse im Obermünsterseminar

Die Verfehlungen des Monsignore Mai

Abseits von den Domspatzen spielen die Übergriffe in anderen Einrichtungen der Diözese Regensburg offiziell keine Rolle. Doch tatsächlich lässt das Bischöfliche Ordinariat seit Jahren wegen körperverletzender Übergriffe in Bischöflichen Knabenseminaren recherchieren. Einer der Täter soll der hoch angesehene Prälat Paul Mai sein. Betroffene schildern ihn als hemmungslosen Schläger.

2014 wurde Paul Mai (re.) von Bischof Voderholzer in allen Ehren und mit viel Lob bedacht in den Ruhestand verabschiedet. Zöglinge Mais im Knabenseminar beschreiben ihn als sadistischen Schläger. Foto: Bayer

2014 wurde Paul Mai (re.) von Bischof Voderholzer in allen Ehren und mit viel Lob bedacht in den Ruhestand verabschiedet. Zöglinge Mais im Knabenseminar beschreiben ihn als sadistischen Schläger. Foto: Bayer

Obwohl sich seit Frühjahr 2010 viele körperlich misshandelte ehemalige Zöglinge diverser Einrichtungen des Bistums Regensburg beim Ordinariat meldeten, blieben sie lange gänzlich unbeachtet. Das Leid, das sie erfahren haben und die oftmals lebenslangen Folgen von körperverletzenden Strafen und sadistischen Übergriffen wurden schnell als bedauerliche Vorfälle, aber zeitbedingte Erscheinungen abgetan. Anfangs sprach man von „pädagogischen Übergriffen“.

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