SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 10. August 2016

Titelblatt der Schrift "Die Zigeunerfrage" (1938) des österreichischen NS-Funktionärs Tobias Portschy.

Titelblatt der Schrift „Die Zigeunerfrage“ (1938) des österreichischen NS-Funktionärs Tobias Portschy.

Wochenlang baten Geflüchtete aus dem ehemaligen Jugoslawien – die meisten von ihnen Roma – in Regensburg vergeblich um den Schutz der katholischen Kirche. Diese hätte damit die Möglichkeit gehabt, sich endlich ihrer historischen Verantwortung zu stellen. Denn ein Blick zurück zeigt: Die katholische Kirche hat am Massenmord an den europäischen Sinti und Roma mitgewirkt.

Von Stefan Dietl

Am 2. August, dem Tag, an dem in Regensburg das Bistum die Tür zum Pfarrheim St. Emmeram aufbrechen ließ, um den verbliebenen 26 Geflüchteten noch einmal deutlich zu machen, dass sie dort nicht länger erwünscht sind, wurde in zahlreichen Ländern Europas dem Völkermord an den europäischen Sinti und Roma gedacht. Der Gedenktag erinnert an den 2. August 1944, an dem das sogenannte „Zigeunerlager“ Auschwitz-Birkenau von den Nazis aufgelöst und die verbliebenen 2.897 Häftlinge in den Gaskammern ermordet wurden.

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