SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 3. August 2020

Anfeindungen gegen Journalisten bei Corona-Demos nehmen zu

Zielscheibe Journalismus

Seit nunmehr drei Monaten finden Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen und vorgeblich für Grundrechte statt. Während die Teilnehmerzahlen zuletzt deutlich sanken, nehmen Anfeindungen gegenüber Pressevertreterinnen – wie zuletzt in Weiden, aber auch in Regensburg und am vergangenen Samstag in Berlin – zu.

Auch in Regensburg werden Journalisten auf den sogenannten Corona-Demos abgefilmt und fotografiert. Verbale Anfeindungen sind mittlerweile der Normalfall. Foto: Archiv

Der Journalistin Beate Luber dürfte der 12. Juli noch länger in Erinnerung bleiben. Wie schon die Wochen zuvor begleitet sie an diesem Tag die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen vor der Max-Reger-Halle in Weiden. „Was ich gemacht habe? Ich habe meine Arbeit getan, das Demonstrationsgeschehen, also Redner und Teilnehmer, aus mehreren Metern Entfernung gefilmt”, wird Luber später in einem Artikel auf onetz.de sagen.

Ihre Arbeit sorgt an jenem Sonntag allerdings für reichlich Unmut unter den rund 70 Kundgebungsteilnehmerinnen. Diese skandieren „Luber raus!“ während Kundgebungsanmelderin, ÖDP-Stadträtin Sonja Schuhmacher, und weitere Personen sie massiv angehen. In einem Video, das online zugänglich ist, hat Luber die Situation vor Ort mitgefilmt. Immer wieder stellen sich Personen vor die Kamera, gehen aggressiv auf die Journalistin zu und halten trotz mehrfacher Aufforderung den Mindestabstand nicht ein.

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