„Xenophob ? Blödsinn .“

AfD: Mehr Spielraum für extreme Rechte

Elf von 23 Vorstandsposten müssen in den Bezirks- und Kreisverbänden der AfD in der Oberpfalz neu besetzt werden. Die extremen Rechten werden sichtbarer.

Von Mathias Roth

Infostand der AfD am Mittwoch in Regensburg. Fotos: Roth

Infostand der AfD am Mittwoch in Regensburg. Fotos: Roth

Ein tiefer Riss geht durch die Partei „Alternative für Deutschland“. Auch in der Oberpfalz treten immer mehr Funktionäre aus der Partei aus, seit die rechtskonservative Frauke Petry ihren Rivalen Bernd Lucke nach einem monatelangem Streit beim Parteitag in Essen absägen ließ. Dies auch mit Hilfe der rechtsnationalen Flügel-Gruppierung innerhalb der AfD „Der Flügel“.

Ex-Mitglieder beklagen erheblichen Rechtsruck

Durch diese Wahl, so viele ehemalige Mitglieder der AfD, habe ein erheblicher „Rechtsruck“ in der Partei eingesetzt. Auch die Ex-Bundesvorständin Verena Brüdigam verließ die Partei. Sie begründete dies unter mit der fehlende Distanz des Bundesvorstandes zu extrem rechten Akteuren wie der NPD. Der fünfköpfige Vorstand des Kreisverbandes Amberg/ Neumarkt trat geschlossen zurück. Die Vorsitzende verabschiedete sich mit den Worten: „Als seriöses Feigenblatt einer PEGIDA-Partei oder einer deutschen Front National zu dienen“, dazu sei sie nicht bereit. 

Und so müssen nun der Bezirksvorstand und die Kreisverbände, elf von 23 Posten neu besetzten. Auch in dem kleinen Kreisverband Schwandorf/ Cham müssen der Vorsitzende und der Schatzmeister neu gewählt werden. Hier ist Facharzt für Psychotherapie Dr. med. Felix Börner der einzige der blieb. An seiner Person kann ganz gut erkannt werden, wo die AfD steht. Sein Facebookprofil strotzt nur von rechten und extrem rechten Inhalten. Er postet viele Artikel von rechten Zeitschriften und Verlagen, so zum Beispiel Artikel der Junge Freiheit, KenFM, Compact Magazin, Blue News und PI-News. Auf einen asylfeindlichen Artikel postet er:

„Xenophob ? Blödsinn . Gesund-egoistische Haltung und Verfahrensweise tut not ! Alles Sonstige ist,- erweiterter Suizid . Verrat am autochthonen Staatsvolk.“ (Zeichensetzung im Original)

Kämpft gegen den „Verrat am autochthonen Staatsvolk“

Felix Börner kämpft gegen den „Verrat am autochthonen Staatsvolk“. Foto: Roth

Unter seinen Facebookfreunden befinden sich Leute wie Michael Stürzenberger, Jürgen Elsässer und Manfred Rouhs, alle drei Funktionäre der extremen Rechten, die als Brückenkopfe von der Neuen Rechten zur neonazistischen Rechten betrachtet werden können.

…BRD „eher eine Diktatur“…

Am Mittwoch betreute Börner mit zwei anderen AktivistInnen einen Infostand des AfD-Bezirksverbandes in der Regensburger Innenstadt. Auffällig hierbei ist, dass er beim Verteilen von Flugblättern scheinbar nur von ihm gedachte Deutsche anspricht. Bei People of Colour PassantInnen schaut er bewusst unauffällig weg, spricht sie nicht an und gibt ihnen keine Flyer.

Auch seine beiden Mitstreitenden, das Ehepaar Dr. Heidi und Peter Niebergall lassen tief in ihre Ideologie blicken. So trägt die Augenärztin aus Bad Kötzting einen Button des rechten Flügels „Der Flügel“. Ihr Ehemann, der als Schlangenexperte auch in Schulen auftreten darf, vertritt in einem Gespräch die Meinung, dass die Demokratie in der BRD eher einer Diktatur gleiche und dass die Medien oftmals System gesteuert seien.

Auch auf dem Infotisch lassen sich eindeutige rechte Inhalte sofort erkennen. So liegen Broschüren der extrem rechten Zeitung „Junge Freiheit“ mit dem Titel „Kriminalität explodiert. Was Ihnen verschwiegen wird“ aus. Der Inhalt kann kurz sozusammengefasst werden: „Angebliche gewaltbereite Linke und Ausländer übernehmen das Gewaltmonopol des Staates, wir fördern einen stärken Staat“. Auch ein Buch mit dem Titel „Du bist kein Nazi, nur weil du zu Pegida gehst oder die AfD wählst“ liegt auf dem Infotisch, daneben die AfD Bayern Zeitung „Polifakt – Zeitung für Demokratie und Streitkultur“ Ausgabe 1.

Demokratische Prozesse sind „Umerziehung“

In dieser werden Themen in einer Art und Weise behandelt, die alle rechten Herzen höher schlagen lassen. So wird in einem Artikel der „Grexit“, also der Austritt Griechenlands aus der Eurozone, und in einem anderen die Abschaffung der GEZ (weil angeblich keine unabhängige, heißt: AfD und Pegida freundliche Berichterstaatung, erfolgt) gefordert. Den Hauptartikel in der 16 Seiten kurzen Zeitung konnte die radikale Abtreibungsgegnerin und völkische „Lebenschützerin“ Beatrix von Storch schreiben. Wie gewohnt lässt sie sich über Gender Mainstreaming und die angebliche Umerziehung der Gesellschaft aus. So schreibt sie am Schluss: „Für die rot-grünen Landesregierungen beginnt die Umerziehung der Gesellschaft bereits im Kindergarten. Deswegen müssen wir alle den Widerstand gegen die Lehrpläne der Sexualerziehung ernst nehmen, damit die Gender-Ideolgie nicht bereits in der Grundschule verankert wird“. Demokratische Prozesse werden hier als Umerziehung gedeutet.

Neben dem Artikel wird zudem auf das Buch der christlich-fundamentalistische Antifeministin Gabriele Kuby verwießen. Im Duktus des „Das darf man ja heute nicht mehr sagen“ wird angekündigt: „In diesem Buch lesen Sie, was man heute nicht mehr sagen darf über:

* UN und EU als Betreiber der sexuellen Revolution
* die große Umerziehung zum sexualisierten Gender-Mensch
* die politische Vergewaltigung der Sprache
* die Seuche der Pornografie
* die Homosexuellen-Bewegung
* Sex-Erziehung in Schulen und Kindergarten“
und last, but not least
„*die schiefe Ebene zum Totalitarismus im neuen Gewand“.

Kein Ansatzpunkt eines Rechtsrucks?

Kürzlich sagte der stellvertretende Landesschatzmeister der Afd in Bayern, Werner Maier (Velburg, Lk. Neumarkt), in einem Interview in der Mittelbayerischen Zeitung, dass er einen „Ansatzpunkt eines Rechtsrucks“ nicht sehen kann. Er ist der einzige im Landesvorstand, der nicht ausgetreten ist. Ob die AfD einen „Rechtsruck“ begehen wird, oder nur die extrem rechten Akteure wie Börner endlich Spielraum haben und daher sichtbar werden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

Lesen, "was man nicht sagen darf"...

Lesen, „was man nicht sagen darf“…

In Regensburg trifft sich derweil der Kreisverband immer noch alle zwei Wochen im Prüfeninger Schlossgarten. Auch hier scheint es, ähnlich wie in Weiden, als habe die Spaltung keine Auswirkungen. Drei von vier Vorständen sind noch aktiv. Unter ihnen auch Christoph Schikora, der bei der Veranstaltung mit Olaf Henkel äußert aggressiv und handgreiflich gegen GegendemonstrantInnen und einem Journalisten vorgegangen ist.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (33)

  • Gassenreh

    |

    Die beabsichtigte und bisher gut verborgene gesellschaftszerstörende Wirkung von Gender Mainstreaming wird sicher nicht gleich von allen bemerkt werden. Aber bald deutlich werden sollte, dass Gender Mainstreaming auch ein wenig ungesund für Frauen, Mütter und Kinder ist.
    Zum Beispiel das Negieren bedeutsamer und dem Mann überlegener weiblicher Eigenschaften mit der Folge, dass häufig der Body nur noch wichtig und die an sich höhere weibliche Depressionsneigung noch gesteigert werden. Vergessen der für Sprach- und Kognitiventwicklung wichtigen frühkindlichen Mutterbindung (infolge des frühen flüssigkeitsgekoppelten Hörens des Foeten im Mutterleib) mit der Folge von Sprach-, Lese- und Rechtschreibstörungen durch Fremdbetreuung.
    Probleme durch Cortisolausschüttung (gefährliches Stresshormon) und Schlafmangel mit entsprechendem Wachstumshormonmangel von Krippenkindern mit Hippocampusminderung (Lernmaschine des Gehirns).
    Erschreckende Zunahme von Depressionen auch bei Kindern und Jugendlichen.
    [siehe „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ in: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 6. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-9814303-9-4 (http://www.amazon.de/Vergewaltigung-menschlichen-Identität-Irrtümer-Gender-Ideologie/dp/3) und „Es trifft Frauen und Kinder zuerst – Wie der Genderismus krank machen kann“, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2015: ISBN 978-3-945818-01-5 (http://www.amazon.de/trifft-Frauen-Kinder-zuerst-Genderismus/dp/394581801X)

  • ThFuegner

    |

    Erstens: ich bin genau so „rechts“, wie Sarah Wagenknecht und Oskar Lafontaine links sind. Wer hat damit ein Problem? Und was ist das Problem? Demokratie- Defizit etwa?
    Zweitens: Populisten nehmen Ängste und Bedürfnisse „einfacher Leute“ ernst. Das ist gut so, denn das ist das Wesen von Demokratie. Wer meint, sich über diese Bedürfnisse erheben zu können, sie miss- oder gar verachten zu dürfen, derjenige hat ein fragwürdiges Demokratieverständnis- NICHT die beschimpften „Populisten“!
    Drittens: Die Politik des alternativlosen“ Weiter-so“ ist genau die „einfache Lösung“, die die AfD ablehnt. Lösungsmöglichkeiten, auch unkonventionelle, müssen ausgesprochen, weitergedacht und umgesetzt werden.
    Das fordert Toleranz, das verbietet Diskussions- oder gar Denkverbote
    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/000960
    Das betrifft Euro-, Immigrations-, Wirtschafts-, und Familienpolitik. Und:
    Die Lösungen, die die AfD anbietet, sind eben NICHT einfacher (weiter so!), sondern wesentlich komplizierter, als bisherige Politiker und Journalisten denken können-
    wer ist jetzt im negativen Sinne „populistisch“?

  • Mr. T

    |

    Was ist denn dass für ein wirres Geschwurbel von Gassenreh? Keine Angst, Gender Mainstreaming bedeutet nicht, dass in Zukunft auch Männer gebären müsen.

  • Christian

    |

    Na, da scheint Diffamierung ja zur journalistischen Kernkompetenz zu gehören. Aber bleiben wir doch mal ganz sachlich beim angesprochenen Thema „Gender Mainstreaming“. Alles was es dazu zu sagen gibt, hat der norwegische Komiker und Soziologe Harald Eia in seinem durchaus ernsthaften Video über das Gleichstellungs-Paradoxon zusammengestellt (siehe https://www.youtube.com/watch?v=3OfoZR8aZt4 , 3-4 Minuten Geduld, bis es interessant wird). Aus Interviews mit Gender-„Wissenschaftlern“ und richtigen Wissenschaftlern (in der Terminologie der Gender-Lobby: „biologistisch“ argumentierenden). Ergebnis: stieß in Norwegen auf großes Interesse und hat in der Folge zur Streichung aller staatlichen Finanzierung der sog. Gender-Forschung geführt.

    Und von wegen demokratisch: Das wäre der Fall, wenn das Gender-Thema von unten nach oben in die politische Führung transportiert worden wäre. Tatsächlich wird das aber zentral von Brüssel aus gesteuert (jedes Ressort braucht seinen Gender-Beauftragten, z. B. auch das Fischerei-Ressort), während man „unten“ noch häufig der Ansicht ist, Gender Mainstreaming habe irgendetwas mit Gleichberechtigung von Mann und Frau zu tun und sei daher unterstützenswert. Welch ein Irrtum!

  • Dennis

    |

    KenFM ist nicht rechts! Was soll das?

  • Tobias

    |

    Ich gehe ganz offen damit um, dass ich politisch rechts bin und AfD wähle (und auch gegen PEGIDA nichts einzuwenden habe), deshalb lese ich immer wieder mit Erstaunen Berichte über die AfD. Hier wird sich gerade extrem bemüht, sachlich die AfD oder „die Rechten“ zu diskreditieren, aber eben nur, in dem man unkommentierte Satzzschnipsel hinschmeißt. Oder will man mir unerstellen, ich sei ein (Neo)Nazi? Nein? Das will ich auch hoffen, nur, weil ich politisch anders denke ist es fernab des Radikalen. Die Kriminalität explodiert auch, und zwar in Regensburg. Ich merke es täglich, und die Pässe/Ausweise sind tatsächlich extrem häufig, nun, wie sage ich das jetzt politisch korrekt – von einer Person mit Migrationshintergrund. Oder so. Ach, ist das schwer, sich in diesem linken Minenfeld zu bewegen..

    Ich bin nicht Pro-Atomausstieg, Pro-Unbegrenzte Einwanderung und Pro-Euro. Und jetzt? Bin ich ein Springerstiefel-tragender, gröhlender Kahlkopf?! Wo sind wir eigentlich gelandet? Man merkt bereits, dass Linke gerne Straftaten begehen, Sachbeschädigung (Frankfurt? Da war doch was?!), aber das ist ja links und daher geduldet. (Siehe Regensburg Digital-Artikel über den verurteilten Demonstrant zu 750 EUR. Dass dort Staatsanwalt und Richter als quasi-Rechts angesehen wurden in den Kommentaren zeigt, dass das Verständnis extrem unausgewogen ist.

    Aber genau DAS ist Demokratie. Dass es ein komplettes Spektrum gibt. Das ständige ausblenden Andersdenkender bzw. des ständigen Diskreditieren / mundtot machen wird immer mehr angesprochen, u.a. in der FAZ oder auf SPIEGEL ONLINE. Die Nazikeule und das „Stammtisch“-Argument hilft nicht mehr, wenn sich mehr und mehr Leute mit den Zahlen beschäftigen.

    Ich wünsche mir mehr Sachlichkeit und weniger verstecktes Bashing bei der Berichterstattung. Der Unterton, dass ich mich jetzt schämen müsse und mit Nazis auf eine Ebene gestellt werde ist auch hier sehr stark und grenzt an Verleumdung. Ich bin Baujahr 1990, bei mir gab es diese Nachkriegs-Gehirnwäsche anscheinend nicht mehr und ich bin froh darum, dass ich wählen kann, was mir zusagt und nicht das, was meine Nachbarn oder der Typ von der Straße von mir verlangt.

  • Martha Richter

    |

    Schon die Formulierung, dass Frauke Petry ihren Rivalen Lucke in Essen „absägen ließ“ lässt erahnen, dass aus der AfD ausgetretene KarrieristInnen, die auf einen Sitz im Bundestag geschielt hatten, ihre Kontakte zu Regensburg-digital haben spielen lassen, um diesem Artikel die vermeintliche Substanz zu geben. Lucke wurde nicht „abgesägt“, sondern abgewählt – man nennt das Demokratie!
    Anstatt die facebook-Seite einer Einzelperson en detail zu untersuchen sollte Regensburg-digital vielleicht einmal darüber berichten, dass Luckes neue Partei der Alfa-Tierchen die kompletten Arbeitsergebnisse der Programm-Arbeitsgruppen der AfD kopiert und als Vorlage für ihr neues Alfa-Programm genutzt haben. Wie kann eine Partei eigentlich „zu weit rechts“ sein, deren Programm man hemmungslos kopiert?

  • SUWE

    |

    Gibt es wirklich noch Leute, die an den Mythos um Harald Eia glauben?
    “ Zu den Fakten gehört, dass die Förderung des NIKK nach einer Evaluation durch die Unternehmensberatung Ramböll beendet wurde. Wer möchte, kann die Entscheidung im Originaldokument nachlesen: In diesem Bericht wird unterstrichen, dass Institutionen notwendig sind, die Forschung aus den Gender Studies sowie relevante Rechtssetzung zusammenstellen und verbreiten. Das NIKK habe jedoch seine Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und politischem System nicht erfolgreich genug erfüllt, so die Evaluation. Der Verein Agens selbst hat eine automatische Übersetzung der Entscheidung online gestellt. Das NIKK ist im übrigen mittlerweile an das SwedishSecretariat for Gender Research angebunden, was einmal mehr verdeutlicht, dass es eher um eine Umstrukturierung als eine inhaltliche Kehrtwende zu gehen schien. Man könnte natürlich kontrovers drüber diskutieren, ob und wie die Maßstäbe, die Unternehmensberatungen an die Welt anlegen, angemessen sind für den Bereich Wissenschaft. Mit der Kritik irgendeines Komikers hätte eine solche Diskussion jedoch eher wenig zu tun.“

    http://genderbuero.blogspot.de/2013/03/aus-fur-gender-ein-deutscher-mythos.html

    Abgesehen davon ist es mal wieder interessant, wer sich hier zu Wort meldet. Martha Richter, die Entscheidung in Bremen war auch demokratisch- und dennoch hat man weiter an Luckes Stuhl gesägt. Das fing schon 2013 an. Es ist im Übrigen egal, wie man das Kind nennt- ob AfD oder ALFA, es ist im Kern eine nationalchauvinistische Partei – beide Flügel sind ja angeblich nicht wegen programmatischer Zwistigkeiten aneinandergeraten. Umso lustiger ist die Klage, ALFA habe Programm plagiiert. Die aktuelle Äußerung Meuthens war auch zum Kichern. „Die ALFA-Partei wird eher der CDU und der FDP Stimmen wegnehmen, denn was die anbieten, haben diese beiden Parteien bereits im Programm.“ AfD führt sich also durch ALFA selbst ad absurdum. Wie das alles bei Wählern ankommt, auch die lange Zeit, in der AfD überwiegend mit sich selbst beschäftigt war und öffentlich einen innerparteilichen Wahlkampf zelebrierte, in der eimerweise mit Dreck geworfen wurde, hat AfD nie wirklich interessiert – und das äußert sich nun deutlich in den Umfragen.

  • Leder Peter

    |

    Und ob Ihr wirklich richtig steht,
    seht Ihr, wenn die Glühbirne angeht!
    Manche Ideologien kosten einfach nur den Verstand,
    die anderen sind vielleicht grad mal ne Mark wert.

    Noch eine schöne Nacht! Was immer das in Germanien bedeuten mag.

  • Dr. Felix Börner

    |

    Na,
    da hat sich der Herr Roth ja mächtig Mühe gegeben.
    Und herausgekommen ist, siehe da, äh…

    Ich lade jeden,
    den´s aufrichtig interessiert,
    dazu ein, mich zu kontaktieren.
    Auf´n Bier im entsprechenden Garten lässt sich dann was vereinbaren.
    Ich werde bei der Gelegenheit sicher alles daran setzen,
    -falls noch Zweifel bestehen sollten-
    mein Gegenüber davon zu überzeugen,
    was ich doch für ein Rechtsaussenekelpaket bin.
    Und dass meine politischen Standpunkte völlig unhaltbar sind.
    Obacht: Kleinkinder zu Hause lassen,-
    diese fresse ich 3x täglich am Spiess.

    Wer nur seine vorgefasst-unabänderliche,
    womöglich diffamierend-krude Meinung vortragen möchte,
    möge mir doch bitte Zeit und Mühe ersparen.

    Mit gespannten, durchaus freundlichen Grüssen,
    F.Börner
    dr.f.boerner@t-online.de

  • semmeldieb

    |

    tobias formuliert viel wahres.

    ich glaube, dass es zu spät ist.

    das hätten wir alles früher diskutieren und vor allem lösen oder wenigstens anbahnen müssen.

    geschichte kann sich nicht wiederholen. aber linien oder tendenzen.

    und unweises.

    warten wir ab und hoffen wir, dass der persönliche blutzoll niedrigtstmögich bleiben wird, oder?

  • Franz Mahler

    |

    @ThFuegner, 24. Juli 2015: „Populisten nehmen Ängste und Bedürfnisse ‚einfacher Leute‘ ernst. Das ist gut so, denn das ist das Wesen von Demokratie. Wer meint, sich über diese Bedürfnisse erheben zu können … derjenige hat ein fragwürdiges Demokratieverständnis- NICHT die beschimpften „Populisten“!

    Das „fragwürdige“ beim Populismus besteht doch nicht darin, dass Populisten die Ängste und Bedürfnisse einfacher Leute ernst nehmen. Das Problem von Populisten ist, dass ihnen die tatsächlichen Ursachen dieser Ängste und Bedürfnisse vollkommen egal sind.

    Populisten verlagern die Analyse der Probleme von der Ebene der Vernunft und des Verstandes auf die Ebene der Emotionen. Populisten argumentieren mit primitiven Vorurteilen und billigen Stereotypen und reduzieren komplexe Themen auf schwarz-weiße Denkmuster, wenn man das überhaupt als „Denken“ bezeichnen kann: Der „faule“ Grieche, der „faule“ Hartz IV-Empfänger, der „faule“ Beamte, der „kriminelle“ Ausländer, der „fleißige“ Deutsche, die „reichen“ Rentner, der „arme“ Milliardär.

    Mit anderen Worten: Populisten argumentieren nicht mit dem Großhirn und dem Verstand, sondern mit dem Kleinhirn und den Fortpflanzungsorganen.

  • semmeldieb

    |

    herr mahler,

    diesen fragwürdigen populismus betreiben doch aber alle von links, rot, grün, gelb, schwarz, rechts und braun gleichermaßen.

    nehmen sie doch mal vormittags die bundestagsdebatten auf und hören sie sich dann später in ruhe an, wie restlos alle im laufe ihrer reden mit emotionen spielen und inhalte auf schlagworte, parolen und einfache bilder reduzieren.

    das ist ja auch nichts wirklich neues.

  • Marc K.

    |

    @Felix Börner:
    Wo wollen sie in Regensburg denn ein Bier trinken gehen?? Ich glaube an nahezu jeder Gaststätte und jedem Biergarten prangt ein Aufkleber mit der Aufschrift „Rassisten werden hier nicht bedient“.

  • Sepp Hinterlader

    |

    War das doch einfach als man in Bayern noch sagen durfte:
    Mia san Mia und die anderen ignorieren ma net amal

  • Mr. T

    |

    Des derf ma scho no sagen …

  • Felix Börner

    |

    @Marc K.:
    Na,- das war ja eine hochqualifizierte Anmerkung Ihrerseits.
    -Ich bin keinesfalls humorlos-
    Traue mich wetten,
    dass Sie ein Feigling sind,-
    aus der Sicherheit der Anonymität heraus … schiessend.
    Denunziatorisch veranlagt.
    In einer persönlichen 4AugenKonfrontation
    würden Sie sang- und klanglos … untergehen,- wetten ?
    Selbstverständlich würde ich Ihnen zunächst mit dem gebührenden Respekt
    gegenübertreten…
    Und ?

  • Franz Mahler

    |

    @semmeldieb, 25. Juli 2015 um 11:24

    Wollen Sie den Populismus von rechts nun damit rechtfertigen, dass andere politische Richtungen und Farben auch populistisch argumentieren würden? Wenn sich jemand Brötchen aneignet, ohne zu bezahlen, wird auch kein legaler Vorgang daraus, weil es Leute gibt, die beim Metzger Wurst klauen. Der Vorwurf „diesen fragwürdigen populismus betreiben doch aber alle“ ist nämlich selbst Populismus.

    Wie die deutsche Geschichte zeigt, fallen die Bürger in Deutschland auch nicht gleichmaßen darauf herein, sondern viel eher auf den Populismus von rechts als auf den Populismus von links. Der größte deutsche Führer aller Zeiten ist 1933 mit seiner „Arbeiterpartei“ nicht einfach so vom Himmel gefallen und links war der bekanntermaßen nicht. Das wird wohl niemand bestreiten außer ein paar Holocaustleugnern und Geschichtsrevisionisten. Das wird man doch noch mal sagen dürfen.

  • Ziander

    |

    Schaut mal am Hohen Kreuz vorbei,im Candis Viertel ,nach Burgweinting…alles Ghettos von Multi-Kulti…Dort werden inzwischen ganze Stadtviertel von Zuwanderern dominiert.Als Bayer ist man da schon ein Exot. Fährt man mit bestimmten Buslinien muß man sich angesichts verschleierter Weiber und Afrikaner vorkommen wie im Ausland,so siehst aus…

  • Franz Mahler

    |

    @semmeldieb, 25. Juli 2015 um 11:24

    Nachtrag: Wenn Rechte und Konservative sich nicht selbst dem Populismus-Vorwurf aussetzen wollen, warum reden Rechte und Konservative dann z. B. vor allem über „kriminelle“ Ausländer und „faule“ Arbeitslose?

    Es gibt auch kriminelle Deutsche, die die anderen Deutschen milliardenfach bescheißen. Warum reden Konservative und Rechte fast nie über Steuerhinterziehung? Weil das für Konservative und Rechte kein Straftatbestand, sondern ein Kavaliersdelikt ist?

    Es dürfte wohl auch keinen Zweifel darüber geben, dass es unter den Hartz IV-Empfängern Arbeitslose gibt, die mit den rund 400 Euro pro Monat plus Miete wunschlos glücklich sind. Aber wieviel Prozent sind das? Fünf Prozent, 50 Prozent oder 100 Prozent? Warum stellen Rechte und Konservative nicht auch die Frage, wieviele arbeitslose Hartz IV-Empfänger in den letzten 10 Jahren Selbstmord begangen haben, weil sie dieses Leben nicht mehr ertragen konnten und keine Hoffnung hatten, dass sich daran etwas zum Positiven ändert. Die Gründe, warum sich Menschen das Leben nehmen, sind zwar sehr unterschiedlich, aber Arbeitslosigkeit taucht in der Statistik als Grund überhaupt nicht auf.

  • Rätselhaft

    |

    Schau mal an. Es gibt sogar einen Mitteldeutschen Rundfunk MDR und eine Mitteldeutsche Zeitung MZ und so weiter.

  • Ronald MacdDonald

    |

    @ Bert 27.07.2015, 11:28h

    Na, das ist doch mal eine gute Nachricht über einen Parteifunktionär.
    Nach Vergleichbarem wird man bei den akademisch ausgebildeten Gesinnungsluschen etwa in der CSU lange suchen müssen.

  • Kerstin Lange

    |

    Hinter der Fassade des Empörungsjournalismus nichts als denunziatorischer digitaler Pranger! Regensburg digital war schon mal besser und seriöser, aber nach der letzten Kommunalwahl ist wohl der alte Feind abhanden gekommen, also muss ein neuer Popanz her, auf den man eindreschen kann

  • Sepp

    |

    Manchmal frage ich mich schon, auf was beziehen sich Kommentare mit Begriffen wie Empörungsjournalismus, denunziatorisch, Pranger, alter Feind, eindreschen. Ich möchte an den Hintergrund des Artikels erinnern. Machtkampf in einer Partei, Streit über politische Ausrichtung, personelle Veränderungen als Konsequenz und bedeuten personelle Veränderungen zugleich eine neue Qualität? Daher hat sich der Artikel auch mit Aussagen handelnder Akteure befasst. Frau Lange, verstehen sie den Unterschied zwischen Denunziation und den Verweis auf Aussagen einer Person, die dieser selbst veröffentlicht hat?
    Mich nervt die „Nazikeule“ auch, wenn jeder gleich ein Nazi sein soll, nur weil er keine „linken“ Standpunkte vertritt, aber Aussagen können bewertet werden und auch wenn mensch kein Nazi ist, so kann er ohne Probleme ein Rassist, ein Homophober, ein Verschwörungstheoretiker, ein Nationalist oder was auch immer sein. Und da es schwierig ist zu beweisen, dass man keine xenophobe Einstellung hat wenn man xenophobe Äußerungen von sich gibt, muss die Kritik am Feind, woanders ansetzen, um auf ihn eindreschen zu können. So werden Inhalte als denunziatorisch abgetan und dieser Empörungsjournalismus unterstellt. Gewürzt mit ner Prise Opferhaltung, alle sind ja so gemein und böse zu mir.

  • Moesch

    |

    @Felix Börner
    Ihr an „Marc K.“ gerichteter Anwurf „Denunziatorisch veranlagt“ lässt tief blicken. Vielleicht sollten Sie sich einmal von einem kompetenten (Evolutions-)Biologen oder einem guten Psychologen, Psychiater oder Psychotherapeuten erklären lassen, das der Begriff der biologischen Veranlagung bedeutet.

  • onki

    |

    @Ziander
    Zitat „Dort werden inzwischen ganze Stadtviertel von Zuwanderern dominiert.Als Bayer ist man da schon ein Exot. Fährt man mit bestimmten Buslinien muß man sich angesichts verschleierter Weiber und Afrikaner vorkommen wie im Ausland,so siehst aus…“

    Gut, dass Sie das ansprechen…
    Ich kann mich noch gut daran erinnern wie solche „Multikulti-Ghettos“ entstanden sind. Die fallen nämlich nicht einfach so mirnichtsdirnichts vom Himmel..
    Gerade im Osten wo Ende der 70er wegen ein paar zugezogenen Spätaussiedlern u. Türken (Stichwort Gastarbeit) reihenweise Deutsche aus den Wohnblocks ausgezogen sind. Nachgezogen sind dann oftmals keine Deutschen mehr (wer will schon mit Kanaken oder Polaken in einem Mietshaus wohnen)… das Wohngebiet verliert wegen hohen Ausländer-Anteils an Wohnqualitat und wird gemieden. Das kann auch subtil geschehen, wenn Makler z.B. den noblen Westen wegen des niedrigen Ausländeranteils hochloben.

    So hangelt sich ein Wohngebiet von 6% Ausländeranteil zu 15% zu 40% und mehr…
    We soll hier was regulieren? Ghettousierung ist wohl eher ein Selbstläufer…

    Wie kann hier die AfD helfen?
    Was wünscht sich die bürgerliche Rechte?
    Ausweisungen sämtlicher hier lebenden Generationen unter Zuhilfenahme von Hautfarb-Skala und anatolischer Hakennasenschablone?

    Und wenn der Anblick der „Kopftuchweiber“ schier unerträglich wird… dann hilft wohl nur noch das Busfahren zu meiden (aufgrund des hohen Ausländeranteils) und es den meisten Deutschen gleichzutun: sportlich Radeln oder mit dem dicken Auto auf Parkplatzsuche zu gehen.

  • Taxifahrer

    |

    Wenn man sich die Inhalte und die Vertreter der AfD anschaut, muss man leider relativ pauschal zu dem undifferenzierten Ergebnis kommen, dass es sich dabei um eine schlichte Ansammlung von Personen mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten handelt…

  • robbe

    |

    Herr Felix Börner zeigte sein politisches und fachärztliches Genie durch Ferndiagnose biologischer Veranlagung auf Basis von nur 2 Anmerkungssätzen am 25. Juli 2015 um 11:50. Irgendwie in blitzartiger Familien-, Gen- und Psychoanalyse. Lesenswert.

    Zitat „Gesund-egoistische Haltung und Verfahrensweise tut not ! Alles Sonstige ist,- erweiterter Suizid.“ Solch eiskalte Ignoranz für Mitmenschlichkeit und
    selbst für Zwischentöne ausgerechnet von einem Facharzt für Psychotherapie? Wahnsinn!

    PS ReDig sollte eigene Rechtschreibfehler korrigieren.

  • Stern(Bayern)

    |

    Anmerkung : Populismus-Vorwurf „kriminelle“ Ausländer und „faule“ Arbeitslose?

    Fakt#1 : die meisten Verbrechen in D werden von Deutschen begangen

    Fakt#2 : wenn man das Verhältnis Verbrechen_Von Ausländern / Verbrechen-von_Deutschen betrachtet sind die Ausländer überproportional dabei

    Quelle . Kriminalstatistik 2015

    Man sollte immer beide Punkte betrachten.

  • AfD Regensburg: Rechte Aufmärsche sind „Privatangelegenheit“ » Regensburg Digital

    |

    […] Dass Derksen mit seinen so bekundeten Sympathien für extrem Rechte innerhalb seiner Partei allein ist, darf zumindest bezweifelt werden. Spätestens seit der Spaltung der Partei im vergangenen Jahr und dem Rückzug der damaligen Vorsitzenden Verena Brüdigam outet sich die Oberpfälzer AfD im Allgemeinen und die AfD Regensburg im Speziellen zunehmend als extrem rechts. […]

  • Martin

    |

    Christian Paulwitz, aktiv in der Afd, aktiv in einer Privatschule in Regensburg.
    Sehr suspekt…

Kommentare sind deaktiviert