Druckerstreik legt Mittelbayerische lahm!

Nimmt man das Schreiben, das da am Samstag im Schaukasten des Verlagsgebäudes der Mittelbayerischen Zeitung hängt, dann war die Hektik groß. Chefredakteur Manfred Sauerer und Verlagsleiter Martin Wunnike entschuldigen sich wortreich dafür, dass es heute keine Mittelbayerische Zeitung gibt, „auch im Namen aller, die sich nicht am Streik beteiligt haben“. „Wir hoffen, Ihnen morgen wieder zuverlässig Ihre Zeitung zustellen zu können“, heißt es abschließend. Dabei ist morgen Sonntag. Im Druckzentrum der MZ folgten die Beschäftigten in der Nacht zum Samstag dem Aufruf der Gewerkschaft verdi und legten für mehrere Stunden die Arbeit nieder – dieses Wochenende gibt es keine Druckausgabe. Wie berichtet laufen derzeit die Tarifverhandlungen in der Druckindustrie. Von den rund 60 Beschäftigten in der MZ-Druckerei sind knapp die Hälfte prekär – als Leiharbeiter oder 400-Euro-Jobber – beschäftigt.

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Kommentare (8)

  • peter sturm

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    wie man hört, tut herr esser hinter den kulissen alles dafür, damit dies nicht zu publik wird.
    mal schauen ob nächste woche etwas in der fachpresse steht.

  • StefanL

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    Mir geht die „Mittelmäßige“ nicht wirklich ab…von mir aus darf der Streik so lange dauern bis die Ausbeuterei ein Ende hat.

  • ehemaliger zeitungsträger

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    mittlerweile frage ich mich wirklich, wer in diesen betrieb und den tochterunternehmen nicht ausgenutzt und verarscht wird. es ist wirklich eine schande für eine zeitung.
    das wäre alles unter dem alten esser nicht möglich gewesen.
    das ganze studium in den usa hat den jungen essers eines nicht gelehrt:
    respekt vor dem arbeitenden volk, soziale kompetenz und menschlichkeit.
    der westerwelle hatte damals schon zum teil recht mit seinen bemerkungen über die spätrömische dekadenz. allerdings sind das nicht hartz 4 empfänger die sowas zu tage legen, sondern genau solche leute wie diese chefs, die hier bestreikt werden.
    genau Sie herr esser sollten eines tun: sich in grund und boden schämen

  • Bayernsepp

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    … hoffentlich streiken die noch länger – da ich die Zeitung nur Fr./SA. abonniert habe und daher die Titelgeschichte mit den Fragen (zur Stadthalle, Brücke, Stadion) am Freitag gelesen habe, kann ich nur sagen, dass das Niveau der MZ nochmals tiefer gelegt wurde.
    Mittlerweile ist die Zeitung ein Werbeblatt mit Shop. ABER – ab und zu gibt es auch gute Artikel und Kommentare. Aber ohne MZ würde (mir) auch nichts fehlen.
    Grüße, Bayernsepp

  • miamei

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    Das Hofberichts-Blättchen wäre kein grosser Verlust für die Stadt.

    Das sieht man doch schon an der fehlenden Berichterstattung zur Causa Mittermaier…

  • grace

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    wenn jetzt auch noch tva (dauerhaft) bestreikt würde,
    dann hätte regensburg vielleicht noch eine chance…

  • Thomas Bauernfeind

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    Mir geht die Zeitung nicht ab, hob sie nur am Wochenende. Des langt mir schon. Schade das in dieser Stadt nur eine Tageszeitung gibt. Außer im Internet,Regensburg Digital,Wochenblatt.Wir bräuchten eine alternative zur den Käseblatt. Richtig Streiken sollen sie die Arbeiter. Und vielleicht geht der noch weiter in andern Firmen.über. Damit endlich mit den Lohndumping aufgehört wird. Nieder mit der Ausbeutung, der billig Lohne, der Leiharbeiter .usw. Es hört a moi a Generalstreik her in diesem Land. Aber mir sind zu feige und schauen zum teil nur auf sich selber. Stadt eine große Solidarität unter einander
    Sevus eier Thomas Bauernfeind

  • ehemaliger zeitungsträger

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    das mit dem generalstreik ist nicht möglich. diese möglichkeit haben wir in deutschland nicht und es wäre gesetzmäßig eine straftat.
    ich habe das schwarz auf weiß, da ich diesbezüglich eine petition eingereicht habe.
    das ist deutschland….

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