Neues Palais eröffnet

…hier spielt die Musik

castro regida

Von Koi Piepmann

Ganze 17,5 Millionen hat man es sich kosten lassen, nun aber erstrahlt das in die Jahre gekommene und zuletzt schmuddelige und verruchte Palais am Bismarckplatz endlich wieder in vollem Glanz. Das Gebäude wurde seiner neuen Bestimmung übergeben und am Wochenende der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein wahrer Tempel der Sehnsüchte, Lüste, Träume, Genüsse und Zerstreuung ist es geworden, der nicht nur die Herzen der Regensburger Männerelite höher schlagen lässt.

Früher bloß den gehobenen Schichten vorbehalten – Regierungs- und Polizeipräsidenten gingen hier rein und raus – soll das Palais nun auch breitere gesellschaftliche Schichten ansprechen. Sowohl junge als auch alte Reiche und ein bisschen weniger Reiche können sich künftig in dem Gebäude nach Belieben austoben und ihrer Kreativität, ihren Fantasien, Lenden und Händen freien Lauf lassen.

Das Palais in neuem Glanz: Ein besonderes Thema soll die Musik sein. Foto: Stadt Regensburg

Das Palais in neuem Glanz: Ein besonderes Thema soll die Musik sein. Foto: Stadt Regensburg

Ein besonderes Thema des Etablissements scheint ersten Einschätzungen zufolge die Musik zu sein. Zahlreiche Schlag-, Blas-, Schüttel- und Streichelinstrumente wurden bereits in den kunstvoll verzierten Räumen gesichtet. Ob die Besucher beim Betreten von Harfe spielenden Nymphen oder einem flötenden Orpheus begrüßt werden, wurde allerdings bei der Eröffnung noch nicht klar.

Selbst Bischof Rudolf war übrigens bei der Einweihung dabei und hat ein beliebtes BDSM- und Folterinstrument (Kreuz) übergeben. Natürlich nicht ohne vorher das Gebäude mit seiner heiligen Flüssigkeit zu bespritzen, damit es mit Gottes Segen fruchtbar gedeihen kann.

Oberbürgermeister Wolbergs betonte in seiner an alle Regensburgerinnen und Regensburger gerichteten Eröffnungsansprache, dass die wunderschöne Stadt Regensburg endlich ein wunderschönes Palais bekommen habe und dadurch noch einmal ein Stück wunderschöner werde. Er selbst werde nach getaner Arbeit im wunderschönen Alten Rathaus das eine oder andere wunderschöne (Schäfer-)Stündchen im Palais verbringen.

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Kommentare (31)

  • Joey

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    Lüste, Lenden, BDSM…
    Wer auch immer sich hinter diesem Piepmann verbirgt – sollte seine Lenden schnell mal entlasten, bevor seine Phantasien überhand nehmen.
    Diese Glosse ist zu Recht in „Abseitiges“ eingeordnet, in den Papierkorb wäre es zum sonstigen guten Standard hier besser gewesen.

  • jeff

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    @joey
    BINGO!

  • semmeldieb

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    ich verstehe das nicht. bitte erklärt es mir.

  • rabonatis

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    Von Zeit zu Zeit braucht das Aigner Medium r-dig wohl einen Schuss Primitivjournalismus.
    Dieser Beitrag ist allerdings in seiner Primitivheit nicht mehr zu überbieten.

    Herr Aigner mit der Freischaltung dieses Beitrags haben sie sich möglicherweise als das geoutet, was sie sind.

  • Martin Hert

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    Peinlich, pubertär, niveaulos – ich hoffe, das war ein einmaliger Ausrutscher. Das bearbeitete Bild mit einer kurzen Textzeile wäre originell gewesen. Aber so?

  • Peter Williger

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    regensburg-digital schreibt sich Journalismus auf die Fahne, wird aber zunehmend zum Meinungsblog mit eingeschränkter Thematik, nämlich die des dagegen-seins. In dieser Rubrik besonders deutlich, aber auch ansonsten ist das polemische und einseitige augenfällig.

  • wahon

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    Satire darf alles, auch zu Lasten der „hehren Musik“. Gefallen muss sie nicht.

  • lil troll

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    @wahon
    Sie können mir sicher helfen, hier die Satire zu finden. Ich finde sie nämlich nicht. Was ich stattdessen sehe, ist ein mega-peinlicher, stümperhafter Versuch etwas „Witziges“ zu schreiben, der leider völlig danebengegangen ist….

  • Tscharli

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    Logisch darf Satire alles. Der Artikel ist aber trotzdem für’s Klo weil richtig schlecht in Form und Ausführung. No further comment.

  • Mathilde Vietze

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    Dieses Mal muß ich – ausnahmsweise – fast allen, die
    zu diesem Thema einen Kommentar geschrieben haben,
    recht geben. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, daß
    Stefan Aigner unter einem Psyeudonym einen solchen
    Schrott von sich gibt.
    Das neue Haus ist ein Ort, wo a l l e Kulturinteressierten
    hineingehen können. Dies hebt sich wohltuend ab von der
    „Hochkultur“, die sich nur noch Betuchte leisten können.

  • Boernd

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    Vielleicht -oder gottseidank- fehlt mir etwas, um diesen Text zu verstehen… Ich finde ihn schlicht und ergreifend SCHLECHT…und das ziemlich….

  • lizard

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    Satire darf alles, Dummheit muß gebändigt werden.

  • heinz

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    Mein liebes Bisschen… what für humorlose Leser und Kommentatoren r-Dig so mittlerweile eingesammelt hat. Tja, wer angesichts eines solchen Bildchens seine Gedanken nicht im Zaun halten kann, hat eben die Zeichen des modernem PC-Schnorrnalismus noch nicht richtig internalisiert. Werdets endlich ernst und seriös – und geht wiedermal zum Frisör… Upps, das war ja vor 50 Jahren…

  • semmeldieb

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    nein, heinz! es ist wirklich so – ich verstehe den text nicht und ich bitte erstmal um erklärungshilfe, bevor ich mich dann evtl. mit einem weiteren kommentar als spiessig oder avantgardistisch-verstehend oute.

  • Tobias Renz

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    Beruhigt euch doch mal wieder, das Problem liegt ganz wo anders.
    Lt MZ -gaben der katholische Bischof Rudolf Voderholzer und der evangelische Regionalbischof Hans-Marting Weiss dem ehemaligen Präsidialpalais , seinen künftigen Besuchern, Schülern und Lehrern den Segen der Kirche-.
    In Regensburg sind mind 11 wichtige Religionsgemeinschaften vertreten.
    Sollte OB Wolbergs als Vertreter der Stadt den anderen Vertretern keine unbürokratische Möglichkeit geboten haben bei den religiösen Zeremonien mitzuwirken, wäre es gerade in der heutigen Zeit ein Skandal.
    Der Bedarf wurde jedenfalls schon vor Jahren festgestellt:
    http://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP16/Drucksachen/Basisdrucksachen/0000003500/0000003833.pdf

  • wahon

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    Was Satire ist, bestimmt der Autor, nicht der Leser. Der Leser kann nur darüber entscheiden, ob er die Satire versteht und ob er sie gelungen findet oder nicht.

  • Peter Williger

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    @wahon, nicht nur der Autor bestimmt, was Satire ist. Auch wenn man der Meinung ist, das Satire alles dürfe, so ist nicht alles Satire. In diesem Falle ist es genauso wenig Satire, wie Prosa. Maximal ist es eine Schreibübung mit dem Ziel einer Satire.

  • Gondrino

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    Wer die Vorgeschichte kennt und sich die 17,5 Mio € Steuergelder durch den Kopf gehen läßt, versteht vielleicht auch diese Glosse, wenn er will.

    Ich find sie gut.

  • Qualitätsjournalismus?

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    Vorbemerkung: Auch Satire darf qualitativ hochwertig sein!

    Aber mal ganz ehrlich: Ich stelle in letzter Zeit einen erheblichen Qualitätsverfall auf der Aigner-Plattform fest. Es müsste mal wieder ein neuer Fall Mollath her, da könnten sich die Qualitätsjournalisten hier wieder so richtig austoben. Aber das penetrante Wühlen in irgendwelchen verstaubten Missbrauchskisten ist auf Dauer auch nicht so der Bringer. Diese Art der Satire jedoch sicher auch nicht. Bin mal gespannt, ob es RD bei diesem Niveau in 2 Jahren noch gibt. Wäre schade drum…

  • Wimmer Hans

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    Ja kann man da jetzt ficken oder was?

  • lil troll

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    @Qualitätsjournalismus?
    Angesichts des Inhalts und auch der Freischaltung des Kommentars von Wimmer Hans, muss ich Ihnen aus tiefstem Herzen zustimmen, was den „Qualitätsverfall“ bei RD angeht. Wirklich sehr schade!

  • seppi

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    Wie auch schon die Glosse zum Gloria … peinlicher Bullshit.
    RD baut erheblich ab in letzter Zeit.

    Schade!

  • Pappenheimer

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    lil troll, seppi & co aus welche Ecke das RD-Basching droht wird ja allmählich deutlich.
    Wenn es jemand nicht passt, einfach RD nicht lesen oder einfach ein eigenes digitales Blättchen fabrizieren.

  • Qualitätsjournalismus?

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    @Pappenheimer: Wo wird hier „gebasht“? – Wer austeilt muss auch einstecken können. Das sollte eigentlich ganz selbstverständlich sein und hat nichts mit Bashing zu tun. Im Übrigen: Aus welcher „Ecke“ sehen Sie RD denn angegriffen?

    Und zum Abschluss: Was würden Sie denn entgegnen, wenn jemand Folgendes vorbringt: „Soll der Aigner doch den Anzeigenteil der PNP nicht lesen, dann braucht er sich auch nicht aufzuregen…“ ?Sinnfreier Mist? – Glückwunsch! Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.

  • Josef freimeier

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    @Qualitätsjournalismus?
    So! Und jetzt möchte ich von Ihnen anhand von konkreten Beispielen mal belegt haben, woran genau, an welchen Artikeln Sie „in letzter Zeit (!) einen erheblichen Qualitätsverfall auf der Aigner-Plattform“ festmachen. Nur zu, sie Wächter über den Qualitätsjournalismus, bin gespannt!
    (Ach ja: ich gehe mal davon aus, dass Sie Qualitätsjournalismus nicht nur durch kleinkariertes Gewichse, sondern auch finanziell unterstützen. Oder warum ereifern Sie sich sonst so?)

  • Qualitätsjournalismus?

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    Herr Freimeier: Wenn Sie etwas von mir haben, hören oder lesen möchten, dann bedienen Sie sich bitte einer zivilisierten Ausdrucksweise, sonst kriegen Sie von mir gar nichts. Und unabhängig davon: Wen oder was ich finanziell unterstütze, geht Sie selbstverständlich gar nichts an.

  • Stefan Aigner

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    Ein bisschen weniger Aggressivität untereinander im Forum tatsächlich nett. Nicht, dass der Qualitätsverfall noch weiter fortschreitet. Vielen Dank.

  • semmeldieb

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    kann mir jetzt jemand endlich erklären, was der text sagen soll?

    vielleicht koi piepmann selber?

  • Josef freimeier

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    @ Qualitätsjournalismus
    Entschuldigen Sie bitte meine verbalen Entgleisungen.
    Aber nach wie vor Schulden Sie mir einen greifbaren Beweis für Ihre Behauptungen gegenüber RD-Digital.

  • Qualitätsjournalismus?

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    Herr Freimeier:
    1.) Entschuldigung angenommen!
    2.) Ich „schulde“ Ihnen nichts. Wir sind hier nicht vor Gericht oder gar bei der heiligen Inquisition.
    3.) Der Qualitätsverfall lässt sich nicht an einzelnen Beweisstücken festmachen, sondern ergibt sich aus der Gesamtschau der hier eingestellten Schriften sowie aus der Themenauswahl und hier ganz besonders aus den Themen, die es nicht auf RD schaffen. Es sollte allerdings auch klar sein, dass ich an dieser Stelle keine ausführliche Abhandlung über die Qualität von RD abliefern werde. Die vorliegende „Satire“ war jedoch ein guter Anlass, den Punkt mal anzusprechen.

    Und wenn Sie hier alles gut finden, ist es ja auch in Ordnung!

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