Ja, wo parken sie denn?

Behindertenparkplatz contra Müllcontainer.Medienwirksam hat unser neuer Behinderten-, Sozial- und Kinderbürgermeister Joachim Wolbergs den ersten der neuen Behinderten-Stadtpläne, getreu dem Motto „Tue Gutes und lass die Medien darüber berichten!“ an einen Rollstuhlfahrer übergeben. So weit ist es aber mit der Behindertenfreundlichkeit nicht her, wie ein Streich der Stadtplaner zeigt: Den einzigen Behindertenparkplatz am Albertus-Magnus-Platz (nähe Bismarckplatz) blockiert für die Dauer der Sanierung der Gesandtenstraße ein hübscher Mörtel-Container. Kein Hinweis am Bauzaun, zeigt an, wo nunmehr geparkt werden darf. Für Sensibilität wird die Stadtverwaltung ja auch nicht bezahlt. Und schließlich können die Behinderten auf Wollis neuem Stadtplan gefälligst gucken, wo sie den nächsten Behindertenstellplatz finden. Nicht wahr?

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Kommentare (6)

  • Terrier

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    Nach diesem Artikel bleibt die Frage zurück, was Bürgermeister Wolbergs mit der Schusseligkeit des städtischen Tiefbauamtes zu tun hat, dass bei einer Baumassnahme einen Behindertenparkplatz blockiert.
    Der Zusammenang besteht offenbar nur darin, dass der Schreiber dieses Artikels keine an den Haaren herbei gezogenene Chance auslassen will einem engagierten Bürgermeister eine mitzugeben. Objekitve und sachliche Berichterstattung ohne die Pflege persönlicher Animositäten sieht anders aus Herr Lang.

  • Peter Lang

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    Das ist eben das Problem, wenn die Linke nicht weiß, was die Rechte unterlässt… Dass die Bürgermeister Chefs der Stadtverwaltung sind, hat Ihnen, lieber anonymer Terrier, wohl noch niemand gesteckt? Da ist also nichts an den Haaren herbeigezogen.
    Zum anderen will ich auch keinen „Bericht erstatten“, wie kommen Sie darauf? Mein kleiner Kommentars zeigt lediglich einen Missstand auf. Die Diskrepanz zwischen Sonntagsreden (und Planüberreichungen) und dem tatsächlichen Handeln der Verwaltung (der Herr Wolbergs vorsteht) ist evident.

  • Terrier

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    Lieber Herr Lang,

    wenn Sie als „erfahrener Berichterstatter und Kommentator“ glauben mir zu kommunalpolitschen Themen und Zuständigkeitsfragen etwas stecken zu müssen, weil es noch niemand getan hat (siehe Ihren Kommentar), sollen Sie es gerne haben, was sie offenbar brauchen, weil es Ihnen noch niemand gesteckt hat, nämlich Nachhilfe in Sache Kommunalrecht.
    Der Verwaltung steht nicht der Herr Wolbergs sondern der Herr Oberbürgermeister vor. Für das Tiefbauamt (den Bauherrn in der Gesandtenstraße) ist der Planungsreferent/die Planungsreferentin zuständig und nicht Herr Wolbergs. Ein 3. Bürgermeister hat nach dem bayerischen Kommunalrecht, außér im Fall, dass der OB und der 2. Bürgermeister nicht anwesend – d.h. verhindert – sind keine Leitungszuständigkeit und kein Weisungsrecht gegenüber städt. Dienststellen, die nicht zu seinem Referat gehören. Aber diese Zuständigkeitsgegebenheiten passen halt nicht zu dem, was Sie mit Ihrem Kommentar erreichen wollten, also darf nicht sein, was nicht sein soll und Sie kommentieren munter drauf los.
    Wer Ihre Berichterstattung und Ihre Kommentare der letzten Monate aufmerksam verfolgt hat kann mir sicher zustimmen, dass sich eine ganz bestimmte Haltung Ihrerseits zu Herrn Wolbergs durch all Ihre journaistischen Aktivitäten zieht.
    Zugegeben den Tiefbauamtsleiter oder die Planungsreferentin wegen dieser Behindertenparkplatzgeschichte anzublaffen wäre auch nicht so interessant wie sich den neuen Sozialbürgermeister zu greifen. Blöd ist bloß, dass die Gesandtenstraßensanierung schon anlief, bevor Joachim Wolbergs zum Bürgermeister gewählt wurde. Aber über solche Kleinigkeiten sehen Sie ja gerne hinweg.

  • Kater karlo

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    Lieber wohlbergsaffiner Terrier,

    man kann dem Bürgermeister durchaus das sehr medienwirksame Engagement vorwerfen und bei seiner Medienpräsenz vermuten, dass er jegliches an den Haaren herbeigezogene Mittelchen nutzt sich ins „netter Kerl von nebenan Licht“ zu rücken. Aber wer weiß, vielleicht hat er ja mittlerweile schon klammheimlich den Mörtelcontainer entfernen, oder zumindest auf den Stadtplänen kennzeichnen lassen? Dann gebe ich dem wohlbergschen Wadelbeisser natürlich gerne recht und lobpreise das Engagement unseres Friede-Freude-Eierkuchen-Sommermärchen-Bürgermeisters, der übrigens wohl demnächst auch zum Ehrenmitglied der Pfadfinder ernannt wird.
    Übrigens Terrier sind hauptsächlich darin versiert, im Dreck nach Baute zu graben und haben keine Ahnung von objektiver Berichterstattung:-)

  • Hubert Brey

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    Zur Auflösung des Zuständigkeits- und Publicitygerangels empfehle ich, dass dem Mörtelsilo ein Behindertenausweis ausgestellt wird…natürlich zeitlich befristet und von einer hochrangigen Person des öffentlichen Politlebens übereicht.
    Noch viele lebendige Kommentare wünscht.

    Hubert Brey

  • Peter Lang

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    Geht doch! Nun gibt es 10 m weiter einen Behinderten-Stellplatz. Danke, liebe Stadtverwaltung! Ich will mir nicht als Verdienst anrechnen, dies mit meinem kurzen Kommentar bewirkt zu haben, aber zumindest wurde Öffentlichkeit und – wenn auch nicht durch mich – Abhilfe geschaffen.

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