+++ Update am 13. Juli, 11.50 Uhr +++
Der Polizei scheinen angesichts der aggressiven Auftritte der sechsköpfigen Neonazi-Gruppe die Hände gebunden zu sein. In einem Anruf bei unserer Redaktion wehrt sich Pressesprecher Michael Rebele gegen den in unserer Überschrift erweckten Eindruck eines zu laxen Umgangs mit den Nazi-Skinheads. „Wir können nicht mehr machen, als die Männer vorläufig in Gewahrsam zu nehmen, um weitere Straftaten zu verhindern.“ Am nächsten Tag müssten sie aber entlassen werden. Die Delikte vom Freitag – Hitlergruß und „Heil Hitler“-Rufe reichten nicht aus, um die sechs länger in Haft zu nehmen. „Wenn sonst nichts passiert und die Männer einen festen Wohnsitz haben, fehlt uns dafür die juristische Handhabe.“
Artikel vom 12. Juli
Die Neonazi-Gruppe, die am 30. Juni einen Barkeeper krankenhausreif geprügelt hat, ist erneut durch Regensburg gezogen. Erneut wurden die Männer – nachdem sie ausgenüchtert waren – auf freien Fuß gesetzt. Verhaftet wurde die am Ende sechsköpfige Gruppe in unmittelbarer Nähe des Lokals, das sie am 30. Juni angegriffen hatten.
Am Freitagabend, 20 Uhr, grölten zunächst vier Skinheads auf dem Domplatz herum und pöbelten Passanten an. Die herbeigerufene Streife beließ es bei Ermahnungen, weil es „bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Straftaten gekommen“ sei, heißt es in einer Pressemeldung der Polizei.
Nach der Aufnahme der Personalien verabschiedete sich einer der vier mit „Sieg Heil“. Dadurch handelte er sich eine Strafanzeige wegen „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ ein. Dann verließen die Beamten den Ort des Geschehens. Die Neonazis machten munter weiter. Zwei Stunden später wurde die Polizei erneut gerufen; dieses Mal hatte einer der vier den Hitler-Gruß gezeigt. Wer genau, ist bislang noch unbekannt.
Als die Polizei eintraf, war die Gruppe auf sechs Personen angewachsen. Sie befanden sich gerade in der Goliathstraße. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Kneipe, in der sie am 30. Juli einen Barkeeper getreten und gestiefelt hatten. Der Angriff war vermutlich ein Racheakt. Der Barkeeper war zuvor schon mit einem der Männer wegen rassistischer Parolen aneinander geraten.
Der 22jährige konnte sich damals gerade noch in eine andere Gaststätte flüchten, wo die Skins noch versuchten die Tür einzutreten. Der Inhaber hatte sie aber noch rechtzeitig mit einem Kühlschrank verrammeln können und rief die Polizei. Bereits damals wurden dieselben Männer über Nacht in die Ausnüchterungszelle gesteckt und am nächsten Morgen wieder auf freigelassen. So kam es auch dieses Mal. „Die sechs Personen wurden am Morgen des folgenden Tages wieder entlassen“, heißt es im Polizeibericht.
Die Ermittlungen zu dem Angriff am 30. Juni – unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung – laufen und die Nazis weiter frei herum.
Foto: Staudinger
+++ Update am 13. Juli, 11.50 Uhr +++
Der Polizei scheinen angesichts der aggressiven Auftritte der sechsköpfigen Neonazi-Gruppe die Hände gebunden zu sein. In einem Anruf bei unserer Redaktion wehrt sich Pressesprecher Michael Rebele gegen den in unserer Überschrift erweckten Eindruck eines zu laxen Umgangs mit den Nazi-Skinheads. „Wir können nicht mehr machen, als die Männer vorläufig in Gewahrsam zu nehmen, um weitere Straftaten zu verhindern.“ Am nächsten Tag müssten sie aber entlassen werden. Die Delikte vom Freitag – Hitlergruß und „Heil Hitler“-Rufe reichten nicht aus, um die sechs länger in Haft zu nehmen. „Wenn sonst nichts passiert und die Männer einen festen Wohnsitz haben, fehlt uns dafür die juristische Handhabe.“
Artikel vom 12. Juli
Die Neonazi-Gruppe, die am 30. Juni einen Barkeeper krankenhausreif geprügelt hat, ist erneut durch Regensburg gezogen. Erneut wurden die Männer – nachdem sie ausgenüchtert waren – auf freien Fuß gesetzt. Verhaftet wurde die am Ende sechsköpfige Gruppe in unmittelbarer Nähe des Lokals, das sie am 30. Juni angegriffen hatten.
Am Freitagabend, 20 Uhr, grölten zunächst vier Skinheads auf dem Domplatz herum und pöbelten Passanten an. Die herbeigerufene Streife beließ es bei Ermahnungen, weil es „bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu Straftaten gekommen“ sei, heißt es in einer Pressemeldung der Polizei.
Nach der Aufnahme der Personalien verabschiedete sich einer der vier mit „Sieg Heil“. Dadurch handelte er sich eine Strafanzeige wegen „Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ ein. Dann verließen die Beamten den Ort des Geschehens. Die Neonazis machten munter weiter. Zwei Stunden später wurde die Polizei erneut gerufen; dieses Mal hatte einer der vier den Hitler-Gruß gezeigt. Wer genau, ist bislang noch unbekannt.
Als die Polizei eintraf, war die Gruppe auf sechs Personen angewachsen. Sie befanden sich gerade in der Goliathstraße. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Kneipe, in der sie am 30. Juli einen Barkeeper getreten und gestiefelt hatten. Der Angriff war vermutlich ein Racheakt. Der Barkeeper war zuvor schon mit einem der Männer wegen rassistischer Parolen aneinander geraten.
Der 22jährige konnte sich damals gerade noch in eine andere Gaststätte flüchten, wo die Skins noch versuchten die Tür einzutreten. Der Inhaber hatte sie aber noch rechtzeitig mit einem Kühlschrank verrammeln können und rief die Polizei. Bereits damals wurden dieselben Männer über Nacht in die Ausnüchterungszelle gesteckt und am nächsten Morgen wieder auf freigelassen. So kam es auch dieses Mal. „Die sechs Personen wurden am Morgen des folgenden Tages wieder entlassen“, heißt es im Polizeibericht.
Die Ermittlungen zu dem Angriff am 30. Juni – unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung – laufen und die Nazis weiter frei herum.
Foto: Staudinger
Steuernachzahlung spült 30 Millionen in den Stadtsäckel
Die Herren über die städtischen Finanzen: Hans Schaidinger, Dieter Daminger und Karl Eckert. Man merkt Hans Schaidinger die Genugtuung an: „Ich habe die unangenehme Aufgabe, Ihnen ein Problem vorzutragen, dass einen positiven Aspekt hat.“ So bereitet der Regensburger Oberbürgermeister die Medienvertreter auf die Nachricht eines unverhofften Geldsegens für die Stadt vor. Für die Jahre 2004 […]
Burger- vs. Bürgermeister oder: Leise ist sch…
„Jeder, der an diesem Lolli lutscht, weiß, dass er fair feiern soll.“ Gerhard Weber ist begeistert. Frank Mosher auch. Bürgermeister und Burgermeister haben sich am Freitag in einer von Moshers McDonald’s-Filialen getroffen, um die Kampagne „Leise ist sch…“ in eine neue Dimension zu führen: Nach Werbespot, Bierdeckeln und Streichholzschachteln sollen nun wohlschmeckende Lutscher mit dem […]
Ersatztrasse II: Denkmalpflege nicht eingebunden/ Update: Stadt wollte Stellungnahme unterschlagen
+++ Update am 9. Juli um 17.30 Uhr: Stadt wollte Stellungnahme unterschlagen +++ Vor wenige Minuten hat uns eine erneute Stellungnahme des Landesamts für Denkmalpflege erreicht. Die Denkmalpfleger im städtischen Welterbe Steering Comitee sprechen sich demnach eindeutig für die Ost- und klar gegen die Westtrasse aus (Die Stellungnahme des Landesamts für Denkmalpflege in voller Länge […]
Ersatztrasse I: Mit Tendenzgutachten zum Ziel?
Was Gutachten betrifft, hat die Stadt Regensburg ihre Planungen für eine Ersatztrasse in trockene Tücher gebracht. So scheint es jedenfalls. Sowohl das Welterbeverträglichkeitsgutachten (WEV) wie auch neuerliche artenschutzrechtliche Prüfungen kommen zu dem Ergebnis: Beide Trassen sind machbar. Sowohl im Hinblick auf das Welterbe wie auch im Sinne von Natur- und Artenschutz. Während das WEV-Gutachten am […]
Geh doch rüber!
„Sie agitieren eben in der Tradition, die Sie von drüben haben. Sie sind eine Meisterin der Demagogie.“ „Ihre Kanzlerin war FDJ-Sekretärin für Agitation. Ich komme aus Straubing und bin nicht einmal Mitglied der Partei. Kehren Sie erst einmal vor Ihrer eigenen Tür.“ „Sie brauchen sich gar nicht von Ihrer ideologischen Einstellung zu distanzieren.“ Nein. Wir […]
Es fiel nur wenigen auf: Beim Ostengassenfest der Sozialen Initiativen hatte die Künstlerin Carolina Samson einen Häuserkuchen gebacken – die Ostnerwacht gab’s zum Vernaschen. Ein Sinnbild für die Geschichte des Altstadtviertels, das in der Vergangenheit zahlreichen Begehrlichkeiten ausgesetzt war, in Zuge derer weite Teile der Ostnerwacht „vernascht“ – sprich: abgerissen – wurden.
Stadt: „Unger-Diszi ist erledigt“
Für die Regensburger Stadtspitze ist die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Kulturreferent Klemens Unger erledigt. Das hat Bürgermeister Gerhard Weber Beschwerdeführer Robert Werner vergangene Woche schriftlich mitgeteilt. Zuvor hatte sich bereits OB Schaidinger hinter seinen umstrittenen Referenten gestellt. Wie berichtet hatte sich Werner unter anderem über die Napoleon-Inschrift in Stadtamhof beschwert. Ebenso verlangte er von der Stadt, Ungers […]
Immer die Radfahrer …
In Regensburg scheint das Verhältnis zwischen Radfahrern und Fußgängern ein schlechtes zu sein. Jedenfalls, wenn man eine aktuelle Pressemitteilung der Stadt Regensburg zum Maßstab nimmt. Von zahlreichen Klagen über Radfahrer auf den Fußgängerstegen an Steinerner und Protzenweiherbrücke ist darin die Rede. Rechtsreferent Dr. Wolfgang Schörnig spricht von einer schriftlichen und zwölf telefonischen Beschwerden. Rücksichtslos, zu […]
Ersatztrasse: 80 Seiten Hochglanz
Harmonische Montage der Westtrasse. Doch wo ist die Abfahrt? Fotos: Stadt RegensburgEine Überraschung ist es nicht: Das von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten zur „Welterbeverträglichkeit“ (WEV) einer Ersatzrasse bestätigt: Eine Ersatztrasse ist welterbeverträglich. Zwei Münchner Gutachterbüros haben gemeinsam mit dem Planungsreferat der Stadt Regensburg die Schokoladenseiten der beiden Brücken herausgearbeitet. Die UNESCO hat das […]
Nazi-Skins: Spucken, treten, prügeln
In Zusammenhang mit der Nazi-Gruppe, die Mittwochnacht einen Barkeeper krankenhausreif geprügelt und gestiefelt hat, sind neue Details bekannt geworden. Zeugenaussagen zufolge haben die fünf Männer zuvor schon in der Roten-Hahnen-Gasse randaliert. Am Freisitz eines Lokals beschimpften sie Gäste und spuckten ihnen vor die Füße, um anschließend zielstrebig in eine Billardkneipe im selben Gebäude zu gehen. […]
Racheakt für Zivilcourage? Neonazis verprügeln Barkeeper
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag griff eine Gruppe von fünf Neonazis ein Lokal in der Regensburger Altstadt an, zerstörte Teile der Einrichtung und ging auf den Barkeeper mit Fäusten und Stiefeltritten los. Der 22jährige musste mit Platzwunden und Prellungen ins Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt werden. Die Flucht in ein benachbartes Lokal […]
Historischer Stadtkeller: „Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste“
Nach dem Einsturz des Stadtkellers ist auch das Nachbargebäude schwer beschädigt. Ende Februar ist ein Teil des historischen Stadtkellers am Galgenberg eingestürzt. Wie Besitzer Thomas Nagler kürzlich gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung erklärt hat, wird das Gebäude in Kürze komplett abgerissen. Es sei nicht mehr zu retten. Indessen hat der jahrelange Verfall des Stadtkellers – dem […]
Bürgerfest abschaffen?
Was Klemens Unger mit seiner Bürgerfest-Posse bewirken wollte, weiß der Himmel. Öffentlich schwadronierte der Kulturreferent von Terminproblemen und Befürchtungen, 2011 müsse das Fest ausfallen. Bei genauerer Betrachtung offenbarte Ungers Vorpreschen eher Missmanagement in seinem Referat, denn ernsthafte Terminprobleme. Er wurde zurückgepfiffen, Bürgermeister Gerhard Weber organisierte einen Termin – wie fast jedes Mal üblich das letzte […]
SPD: Kampfabstimmung – ums Grußwort
„Ich bedanke mich bei denen, die mich gewählt haben. Warum die anderen mich nicht gewählt haben, weiß ich nicht. Das ist deren Problem. Gewonnen ist gewonnen.“ Margit Wild ist soeben – mit 43 von 64 Stimmen – als Vorsitzende der Regensburger SPD bestätigt worden. Ihre Aussage zu dem eher mäßigen Ergebnis steht für den Zustand […]
Citymail: „Ohne Hartz IV geht es nicht“
Simon Blengl ist Familienvater. Seit gut vier Jahren arbeitet er in Regensburg beim privaten Postzusteller Citymail. Dort verdient er pro zugestellter Sendung zwischen acht und 16 Cent. Das Sortieren der Post muss er zuvor ebenfalls übernehmen – unbezahlt. Akkordarbeit am untersten Level der Lohnskala. In einem „guten Monat“ kommt Blengl auf etwa 1.100 Euro. Citymail […]
„Verrat an den Studierenden“
Um das Klima zwischen Hochschulleitung und Studierenden an der Uni Regensburg scheint es nicht zum Besten bestellt. Bei seiner letzten Sitzung hat es der studentische Konvent abgelehnt, ein Votum zur Verwendung der Studiengebühren abzugeben. Eine Abstimmung darüber fand nicht statt. Stattdessen übt der Konvent in einem Schreiben geharnischte Kritik an der Hochschulleitung und wirft ihr […]
„Rebellieren, ohne asozial zu sein“
Vergangenes Wochenende fand das Regensburger Gothic Treffen 2010 statt. Was mit einer kleinen Gruppe Eingeweihter und einem CD Rekorder vor fünf Jahren begann, fand dieses Jahr seinen vorläufigen Höhepunkt mit einem Dreitagefestival und mehreren hundert Besuchern. „Die meisten haben eine Ausbildung, ein Monatsgehalt, Abitur und sprechen mehr als drei Sprachen“ – Gothic-Fans vorm Dom. Fotos: […]
FOS/BOS: Legebatterie wird (mal wieder) besichtigt
Hat die FOS/BOS schon oft von innen gesehen und kommt nun zur Besichtigung im Auftrag des Landtags: MdL Margit Wild. Foto: Jelinski Ein Ortstermin ist herausgesprungen. Das ist das Ergebnis einer Anhörung zum Neubau der FOS/ BOS Regensburg gestern im Schulausschuss des bayerischen Landtags. Eltern hatten eine Petition beim Landtag eingereicht, in der sie zwei […]
Verwaltung zu teuer: OB kündigt Sparkurs an
Es kommt wenig überraschend: Eine Untersuchung, die der Stadtrat im vergangenen Jahr bei einer externen Beraterfirma in Auftrag gegeben hat, kommt zu dem Ergebnis: Regensburg hat ein Ausgabenproblem. Im Vergleich mit anderen bayerischen Städten sind die Kosten bei der städtischen Verwaltung zu hoch. 50.000 Euro hat sich die Stadt diese Untersuchung kosten lassen, deren vorhersehbares […]
