Kein Entgegenkommen der Stadt Regensburg bei Dauerbaustelle: Kurdisches Restaurant nach 16 Jahren vor dem Aus.
Das Restaurant Mesopotamia kämpft ums Überleben. Die Dauerbaustelle am Weinmarkt und eine kürzlich umgesetzte Vollsperrung für Fußgänger haben für massive Umsatzeinbrüche gesorgt. Ohne ein Entgenkommen der Stadt Regensburg droht die Insolvenz.

Das Mesopotamia in der Engelburgergasse 1. Foto: as
Sinan Coskun und seine Frau Gülbahar sind verzweifelt. Wenn sich nicht rasch etwas ändert, steht ihr Restaurant Mesopotamia in der Engelburgergasse 1 – entlang der Keplerstraße – vor dem Aus. Nach 16 Jahren erfolgreichen Betriebs. Nicht, weil sie etwas falsch gemacht hätten. Die Dauerbaustelle am Weinmarkt treibt die kurdischen Wirtsleute in die Insolvenz.
Der Umsatz ist um 80 Prozent eingebrochen, seit Anfang Mai auch noch der Fußweg vom Weißgerbergraben her komplett dicht gemacht wurde. Folgt man Aussagen der Stadt Regensburg, bleibt das bis November so. Ein Entgegenkommen? Offenbar nicht möglich. „Dann können wir eigentlich gleich zusperren“, sagt Coskun.
Im Vertrauen auf die Stadt: Neues Lokal übernommen und 100.000 Euro investiert
Ein Blick zurück.
Anfang 2026 musste das Mesopotamia seine angestammten Räume in der Metgebergasse verlassen. Doch keine 50 Meter weiter stand das Lokal in der Engelburgergasse leer – am 1. Februar feierten die Coskuns die Neueröffnung. Rund 100.000 Euro hatten sie zuvor in die neuen Räume investiert.
„Wir hätten da auch erst später einziehen können, aber die damalige Auskunft der Stadt Regensburg war, dass die Baustelle spätestens Mitte Juni fertiggestellt sein wird.“ Außerdem war damals der Zugang vom Weißgerbergraben her noch möglich. Also entschieden die Coskuns sich für einen möglichst reibungslosen Übergang.

Die Coskuns betreiben ihr Restaurant seit 16 Jahren. Foto: privat
Dann, Ende Mai, die Hiobsbotschaft. Komplikationen bei den Bauarbeiten. Die Vollsperrung bleibt bis November. „Dafür kann keiner etwas, das verstehe ich“, sagt Coskun. „Aber warum kommt man uns nicht in irgendeiner Form entgegen, damit wir überleben können?“
Stadt spricht von „sicherheitsrelevanten Vorfällen“
Kurz darauf wurde auch der Fußweg vom Weißgerbergraben her dicht gemacht. Seitdem finden allenfalls noch ortskundige Stammgäste ins Mesopotamia. Laufkundschaft? Fehlanzeige. Der Tagesumsatz letzten Dienstag: 160 Euro. Das reicht knapp fürs Personal. So läuft es seit der Sperrung. Das Aus – absehbar.
Die Begründung der Stadt für die fatale Vollsperrung auch für Fußgänger: Es sei „regelmäßig zu sicherheitsrelevanten Vorfällen“ gekommen. Passanten hätten die ausgeschilderte Wegeführung entlang der Baustelle missachtet und abgesperrte Bereiche betreten. „Teilweise wurden sogar Absperrbarken geöffnet, um Abkürzungen durch die Baustelle zu nehmen.“
Es habe auch eine Rüge durch die zuständige Baugenossenschaft gegeben. Deshalb habe man die Fußgängerführung „neu organisiert“ – mittels einer Vollsperrung, die nun dem Mesopotamia das Genick zu brechen droht.
Sicherheit: nicht so relevant während der Mittagspausen?
Bemerkenswert: Ein wenig oberhalb in der Engelburgergasse ist ebenfalls eine Baustelle. Auch dort steht ein Bagger – und der Weg daran vorbei bleibt für Fußgänger frei. Ein weiterer Punkt: Während der Mittagspausen auf der Baustelle bleiben die Absperrungen offen – auch während wir zum Ortstermin ins Mesopotamia kommen. Am Abend aber sind die Bauzäune mit Schlössern abgesperrt.

Während der Mittagspause bleibt der Bauzaun offen. Foto: as
Mehrere Termine mit Vertretern des Tiefbauamts und den Coskuns auf der Baustelle am Weinmarkt führten zu keiner Lösung. Immer neue Gründe wurden ins Feld geführt, warum ein Fußgängerweg – etwa abgesichert durch einen zusätzlichen Bauzaun – nicht möglich sei.
Fußgängerweg: technisch machbar, aber zu aufwändig
Schriftlich teilt die Stadt Sinan Coskun mit: „Die zweite Fußgängerführung ist technisch zwar machbar, lässt sich jedoch aus den genannten Gründen nicht umsetzen, ohne die Gesamtbauzeit und die geplante Teilfreigabe der Straße zu gefährden.“
Pech gehabt also.

Parkplatz und Lagerfläche: der abgesperrte Bereich auf der Baustelle. Foto: as
Man nehme die Situation von Herrn Coskun „sehr ernst“, heißt es auf Nachfrage unserer Redaktion aus der städtischen Pressestelle. Aber da könne man eben nichts machen. Es konnte „keine Lösung gefunden werden, die sowohl den Anforderungen der Arbeitssicherheit als auch den Erfordernissen des Bauablaufs gerecht wird.“
„Auf alle wird Rücksicht genommen. Aber uns lässt man über die Klinge springen.“
Außerdem sollen während der Vollsperrung auch noch Fassadenarbeiten an der Oswaldkirche vorgenommen werden, „um so nach Möglichkeit spätere Belastungen der Anlieger zu vermeiden“. Auch deshalb sei dort kein eigens abgesperrter Fußweg möglich.
Demnächst muss Coskun wegen der Bauarbeiten auch noch einen Teil seines Freisitzes räumen. Das Fazit des Gastronomen ist bitter: „Auf alle wird Rücksicht genommen. Wir sollen auf alle Rücksicht nehmen. Aber uns lässt man über die Klinge springen.“
Er hat sich nun an mehrere Stadträte gewandt. Doch viel Zeit bleibt nicht mehr.



Gery
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Ich habe auch schon so meine Erfahrungen mit dem Tiefbauamt der Stadt. Die bewegen sich höchstens zur Kaffeemaschine und Toilette, alles andere scheint nicht möglich. Was die da für eine ruhige Kugel schieben ist abnormal. In Regensburg dauern Baustellen mittlerweile 3x so lange wie anderswo. Und ich komme in ganz Bayern rum, krieg’s also mit, dass es auch schneller ginge. Wenn man denn wollte. Will man hier nur nicht. Alleine die Augsburger Straße könnte im oberen Teil schon fertig sein, wird halt nur nix wenn da um halb 4 schon Feierabend gemacht wird.
Burkhard
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Statt Pragmatismus herrscht auch in Regensburg anscheinend der typische deutsche Nanny-Staat: Hinter vorgeschobenen Sachzwängen verbirgt sich eine Überregulierung angeblich zum Schutz der Allgemeinheit, während die Politik sehenden Auges Wirtschaft und Bürger vor die Hunde gehen lässt.
sam
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Der Flyer von 02/2026 gab an, dass die Sperrung vom 25.02.2026 bis Mitte JUNI dauern würde. Vor ein paar Wochen war dann schon die Rede davon, dass es bis November gehen würde. Das ist wirklich eine bodenlose Frechheit.
Nemo Udeis
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Wir hatten auch drei Jahre lang eine Baustelle vor dem Haus. Im ersten Jahr Gas, im zweiten Kanal, im dritten Glasfaser. Jedes Jahr kam die Auskunft, dass im folgenden Jahr keine Baustelle sein würde. Letztes Jahr wurde die Straße dann frisch geteert. Ende der Baustellen? – Nein, um die Ecke wurde kürzlich aufgesägt.
Wenn man dann nachfragt, wie lange die Arbeiten dauern sollen, bekommt man zu hören, dass man das nicht sagen könne und man solle sich doch nicht so haben, nur wegen einer Baustelle. Sich jahrelang im Büro das Hirn hinaushämmern lassen darf man, Informationen gibt es selten, weil oft die eine Hand nicht weiß, was die andere tut.
Das Problem ist dann am größten, wenn die Stadt etwas selbst macht (Ergebnis von drei Jahren Beobachtung): Dann geht fast nichts vorwärts, und das nicht nur gefühlt. Die Arbeiter der Privatfirmen arbeiten, bis z.B. der Gehsteig am Abend fertig ist. Bei den städtischen Bauhof-Mitarbeitern werden Arbeitszeiten, Pausen usw. penibelst eingehalten, und ab einer gewissen Regenmenge (Niesel) werden die Arbeiten sowieso eingestellt.
Ein Traum.
Kumpfmühl
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Ich bin entsetzt über diese absolute Frechheit der Stadt!
Das Mesopotamia und seine Eigentümer und Mitarbeiter MÜSSEN unterstützt werden!
asdf
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Ich versteh das Problem nicht. Man kommt doch wunderbar zu Fuß oder mit Fahrrad von der Weißgerberstraße zur Keplerstraße. Notfalls halt paar Treppen rauf über den Eisernen Steg. Es fahren halt keine Autos durch aber die können da ohnehin nirgends parken. Was wird denn so getan als wär da eine undurchdringliche Vollsperrung?
El
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wie war das noch mit der veranschlagten zeit zur sanierung der steinernen – ?
aus 6 jahren sind schlussendlich 8 geworden.
hier in kumpfmühl wird gerade saniert. der vorangekündigte beginn der bauarbeiten zögerte sich um einige wochen hinaus. nun ist anscheinend gerade “schicht im schacht”, denn ein geteertes stück bindet sich derart miserablig an den bereits vorhandenen radweg an, dass es für rollifahrer u.a. womöglich gefährlich werden könnte.
wenn es einmal eine verzögerung im ablauf einer baumaßnahme gibt –> geschenkt!
wenn es aber usus ist, so wie bei der stadt rgbg., dann kommt eine doch ins stutzen.
dass – wie im obigen artikel geschildert – ein wirtspaar sehenden auges in den ruin getrieben wird, kann nicht angehen!
da ist eigentlich die neue koalition auch gefragt. denn, wenn die coskuns am tiefbauamt nur auf zement stossen, kann hoffentlich eine gesandschaft aus dem stadtrat ein paar ziegelsteine (oder sind es gar noch relikte aus römischer zeit?) lockern.
Anwohner
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Vermutlich wäre es in so einer Situation nicht verkehrt sich an einen Anwalt zu wenden. So kann’s ja auch nicht gehen.
Realist
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Jetzt kann unser neuer OB Burger ja zeigen ob er die im Wahlkampf immer wieder herausgehobene Führungskompetenz (Schaidinger hatte sie) tatsächlich besitzt, oder er sich mit fadenscheinigen Begründungen hinter seine Verwaltung versteckt.
Burger bitte äußern Sie sich wenigstens zu der Sache…vielleicht auch hier auf RD… (viele haben hier in dem Forum auch ihre Live Wahlkampfauftritte hoffnungsvoll mitverfolgt)
Und wenn diese Darstellungen bezüglich der unterschiedlichen Vorgehensweise der Sperrung zwischen Tag und Nacht stimmen sollten, sollte ein Amtsleiter Köstlinger sich auch über die Gründe dieser unterschiedlichen Vorgehensweise erklären.
Traurig ist es auch, dass das Tiefbauamt anscheinend nicht kreativ genug ist eine Lösung zu finden, die sowohl den Anforderungen der Arbeitssicherheit als auch den Erfordernissen des Bauablaufs gerecht wird.
Wir haben ja jetzt am Wochenende Jazz Weekend…bin mal gespannt welche Autos da in den Absperrung zusätzlich einen Parkplatz finden. Ein Schelm ist….
Burger: It´s your Job…enttäusche deine Wähler und Wählerinnen nicht.
Novalis
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Schaidinger hatte sie mitnichten. Denn dann hätte er die Stadt in eine richtige Richtung geführt.
Es gibt ein noch viel einfacheres Mittel, die Coskuns echt zu unterstützen, als sich jetzt über die Stadt und ihre vermeintlichen, tatsächlichen und vorgeschobenen Gründe aufzuregen und Hilfe von der Stadt zu fordern.
Geht doch einfach in den nächsten Wochen öfter mal zum Essen dorthin. Damit ist dem Restaurant am besten gedient.
Justmy2cent
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Die Stadt könnte steuerlich entgegen kommen
Mr. T.
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Schlimm! Ohne Klage werden die Gastronomen sicher nicht an eine Entschädigung kommen. Freiwillig kann die Stadt da sicher nichts machen. Sie kann höchstens alles dafür tun, dass die Nachteile bald enden. Dazu ist das zuständige Amt im Moment wohl noch nicht bereit. Man versteckt sich immer wieder hinter allen möglichen Vorschriften, will keine Verantwortung übernehmen und verursacht mit Maximallösungen unnötig hohe Kosten für die Allgemeinheit. So läufts leider in den Ämtern wenn niemand ganz oben Druck macht.
Gerhard Hain
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Es gäbe da ein einfaches Prinzip. Wer Schäden verursacht, kommt dafür auf. Es muss ja nicht 80 % des Umsatzes sein. Die Gesellschaft lebt auch von gewerbesteuerzahlenden Unternehmen wie das Mesopotamia. Da ist pragmatisches Handeln angesagt,. Eine finanzielle Unterstützung sollte in Erwägung gezogen werden und zwar bei allen Baumaßnahmen, die aus dem Ruder laufen und eine verlässliche Planung unmöglich machen.
UND das Essen ist dort super. Hingehen , Freunde mitnehmen und ordentlich schlemmen. Ob vegan oder bestes Lammfleisch, alle finden dort genußvolle Gerichte.
Charlotte
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Hier kann man nun wunderbar sehen, was passiert, wenn ein Stadtteil nicht mehr erreichbar ist. Ich kenne genug Geschäftspartner, Kollegen oder Mitarbeiter, die schon lange Regensburg bzw. die Altstadt und Stadtamhof meiden. Begründungen: viel zu viele Touristen, nicht mehr mit dem Auto erreichbar, keine Parkmöglichkeiten besonders im Sommer, wenn Dult ist oder permanent Wochenend-Veranstaltungen sind. Aber Hauptsache, die paar wenigen e-Scooter- und Lastenfahrradfahrer können überall im Weg rum stehen.
AW
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Charlotte, Ihre Beiträge sind wahrlich schwer zu ertragen. Altstadt und Stadtamhof leiden nicht an zu wenig Besuchern, im Gegenteil. Es geht bei dieser Baustellenabsperrung doch um etwas komplett anderes, nämlich die bauliche Absperrung und damit einhergehend ein vielfach weniger attraktives Umfeld plus in dem Fall auch noch teilweise Unzugänglichkeit sogar für Fußgänger. Sie reden komplett am Thema vorbei.
Wenn Sie und Ihre Kollegen und Ihre Mitarbeiter die Altstadt und Stadtamhof meiden, dann ist das schade für Euch, Ihr verpasst was. Aber abgehen werdet Ihr wohl nicht.
Hdv
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Leider wir aus all den Kommentaren eins ersichtlich: die Kommentatoren arbeiten nicht im Bereich Hauptgewerbe bzw. in den dazuarbeitenden Büros.
Auch wird oft die egoistische Ignoranz merkbar:
“Die arbeiten ab 16 Uhr nicht mehr…”
Es gibt Arbeitsschutzgesetze, die auch eingehalten werden müssen. Und wenn jemand Bock drauf hat, bei 37 Grad und Windstille im Rohrgraben in der Nachmittagshitze tatkräftig arbeiten zu wollen, dann darf er/sie sich gerne in diesem Gewerbe bewerben.
Gesucht werden in Zukunft immer mehr gewerbliche Arbeiter, die duesen Job für die Gesellschaft ausüben. keine auf Steuergelder verwöhnten, IG-Metall verzogenen Industriearbeiter, die von Chinesen im Ausland ungewollt abgelöst werden.
Wilfried Süß
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@Hdv
30. Juni 2026 um 09:11 | #
Zur Einordnung: Allgemein gibt es kein “Hauptgewerbe”. Gemeint ist vermutlich das Bauhauptgewerbe, das im Verbund mit den Baunebengewerben Bauleistungen erbringt. Dass für meist körperlich sehr belastenden Tätigkeiten auf Baustellen, wie dieser, Arbeitskräfte fehlen, ist nachvollziehbar und zweifellos dramatisch. Mit seinen in einem Atemzug mit gewerkschaftlichen Aktivitäten als vermeintliche Ursache erkannten “auf Steuergelder verwöhnten, IG-Metall verzogenen Industriearbeiter”, und dann noch “Chinesen im Ausland”, entfernt sich der offensichtlich schwer gefrustete Kommentator schon sehr weit vom Thema.
sam
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Stell dir vor, wir würden anfangen, eine S-Bahn zu bauen … sind das dieselben Leute, die das planen? Wir sind nicht gut genug vorbereitet. Katastrophe!
Thilo. B.
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Bei allem Respekt vor den Wirtsleuten und ihrer Situation, aber wenn man dort für 100000 EUR einen Laden bekommt, dann ist das ein Geschenk. Vor allem, sobald die Strasse fertig ist. Das Problem dieser “Familiengaststätten” ist aber meist die sehr knappe Kalkulation, die “aussergewöhnliche Situationen” nie berücksichtigen. Zur Not soll der Staat oder die öffentliche Hand helfen. Letzteres ist heutzutage sehr modern.
Informant
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Einziger Trost: Nach dem Umbau und der enormen Steigerung der Aufenthaltsqualität werden die Umsätze dann durch die Decke gehen. Wird wohl erst so im März spürbar werden, bis dahin: Durchhalten!
justmy2cents
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@ Thilo B.:
Zur Not soll der Staat oder die öffentliche Hand helfen. Letzteres ist heutzutage sehr modern.
Für Reiche und Großunternehmen ja.
Für untere Klassen/Schichten wird Solidarität – ganz im Zeitgeist – eher verweigert.
Max Kreitmair
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Thilo spricht das richtig an. Wenn die Baumaßnahme dort bereits abgeschlossen gewesen wäre, hätten die Betreiber für diesen Laden wohl wesentlich mehr hinblättern müssen.
Im übrigen: Das A und O für Startups ist das Einsammeln von Förderungen. Und dieses Geld sollte dann als quasi Risikobudget bereitstehen. Damit bezahlt man nicht die 30000 EUR teure Kaffeemaschine
Dominik Müller_alt
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@Max Kreitmair
Wie billiger bekommen? Die Pacht steht nicht im Artikel, ich habe es so verstanden, dass die neue Einrichtung diese 100.000 gekostet hat. In den Räumen war lange ein chinesisches und kurz ein indisches Restaurant.
Ich war allerdings öfter im Mesopotamia, als es noch in der Fröhlichen Türken Straße war.
KW
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Ich lese in dem Artikel nichts davon, dass die Wirtsleute den “Laden für 100.000” bekommen hätten. Ich lese, dass sie 100.000 EUR an Renovierungskosten hineingesteckt haben. Was sie monatl. an Pacht zahlen müssen, lese ich nirgends.
Was ich auch nicht lese ist, wie sie ihre Kosten kalkulieren, scheinen manche aber zu wissen.
Und was der Betrieb einer Gaststätte mit einem Startup zu tun hat, kann ich auch nicht verstehen.
Aber wahrscheinlich verfüge ich einfach nicht über solche Interna und solch profundes Fachwissen wie manche der Kommentierenden hier.
Mr. T.
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Kaum zu glauben, wie Lesekompetenz, Aufmerksamkeit und andere kognitive Fähigkeiten in der Hitze dahinschmelzen. Da zieht ein alteingesessenes Lokal ein paar Häuser weiter und manche meinen, hier geht es um ein fancy KI-Startup, das nur vergessen hat, bei Frank Thelen fettes Risikokapital rauszuorgeln.
Die Wirtsleute hätten sich wohl nicht beschwert, wenn alles in dem Rahmen abgelaufen wäre, wie es von der Stadt wohl zugesagt war hinsichtlich zeitlichem und räumlichen Umfang der Absperrungen. Dann wäre wohl ihre Kalkulation aufgegangen. Jetzt aber krachst gewaltig, weil die Sperrungen deutlich über das Maß hinausgehen. Ohne viel zu wissen, kann ich mir nicht vorstellen, dass hier die Stadt den Pächtern irgendwie entgegen kommen kann. Da werden ihr die Hände gebunden sein, auch wenn sie Fehler zugibt. Das geht wohl nur über eine Klage auf Schadenersatz oder Verdienstausfall.
justmy2cebts hat es schon richtig erkannt, die sind zu klein, um sie nicht fallen lassen zu können. Stünden 1000 Arbeitsplätze im Feuer, könnte ihnen die Stadt Millionen schenken, gehts aber nur um die Existenz einer Familie und einer Handvoll Angestellten, kann die Stadt da nicht mal verargumentieren, auf die Müllgebühren zu verzichten.
Christian Huber
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Kommentar gelöscht. Zuviel Unsinn auf einmal.
Lol
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Das ist einfach bitter.
Da betreibt eine Familie 16 Jahre lang ein Restaurant, investiert 100.000 Euro, verlässt sich auf Aussagen der Stadt und wird dann durch eine Baustelle praktisch unsichtbar gemacht.
Natürlich ist Sicherheit wichtig. Aber wenn eine Fußgängerführung technisch möglich ist, dann darf man nicht einfach sagen: zu aufwendig, Pech gehabt.
Regensburg lebt von genau solchen Betrieben: kleinen Restaurants, Familien, Menschen, die jeden Tag arbeiten und die Altstadt lebendig machen. Wenn man sie wegen einer städtischen Baustelle sehenden Auges vor die Wand fahren lässt, ist das kein Unglück, das ist ein Versagen.
„Wir nehmen die Situation ernst“ reicht nicht. Jetzt braucht es eine Lösung. Sofort… aber die sind wohl alle schon im Geiste im “wohlverdienten” Urlaub.
Lechner Wolfgang
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Die zuständigen Behörden in Regensburg sind durchgehend Verhinderer.
Beispiel:
ein Wirt wollte 10-jähriges Jubiläum feiern.
Zu erwartende Besucher:vielleicht 150
In seiner Kneipe sind Damen- und Herrentoiletten.
Dies zählt nicht, er muss, da er auf dem Festgelände des Vereins feiert, wo er das Vereinsheim bewirtschaftet zwei Dixi-Toiletten aufstellen.
Abgesagt
Am Vortag feiert der Verein sein Vereinsfest: dafür reichen die Toiletten im Vereinsheim.
Oder liegts daran, dass der Wirt Türke ist?