Mit Spaniern gibt’s kein Korso-Chaos

Es gibt weniger Spanier in Regensburg als Italiener. Jedenfalls weniger Spanier mit Auto. Da gewinnt man nach über 80 Jahren schon mal gegen Italien, schafft’s ins Halbfinale und dann trifft man auf dem Domplatz statt eines feschen Autokorsos nur ein versprengtes Häuflein jubelnder Fans. Zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs. Und der einzig motorisierte Spanier, der drei, vier Mal einsam seine Runden um den Domplatz zieht, um die Fahne zu schwenken, fährt auch noch einen Fiat. „Aus polizeilicher Sicht ein hervorragendes Ergebnis“, meint denn auch ein Beamter, der fast ein bisschen gelangweilt neben seinem Einsatzfahrzeug steht. Heute kein Korso-Chaos. Bei den deutschen Fans ist das ja anders. Nix gegen einen Autokorso nach dem Portugal-Spiel. Das war ja ganz gut. Wer sich aber nach dem Grottenkick gegen Österreich ins Fahrzeug schwingt, um darüber auch noch hupend zu jubeln, dem fehlt offenbar jeder Fußballverstand. Sorry. (Ent)spannende Lektüre!Foto: Mirwald

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Kommentare (2)

  • Joachim Datko

    |

    Zu
    „… schafft’s ins Halbfinale und dann trifft man auf dem Domplatz statt eines feschen Autokorsos nur ein versprengtes Häuflein jubelnder Fans. Zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs.“
    ===
    Das lobe ich mir, so wird nicht sinnlos Benzin verfahren.

  • Hannes Eberhardt

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    Der Klimawandel trifft Spanien deutlich, die Trockenheiten werden die Iberische Halbinsel bald zahlreicher heimsuchen. Deswegen haben die Spanier in ihrer Heimat bereits gelernt das Auto stehen zu lassen, und ihre Freunde in unseren Breiten hier tun es ihnen aus Solidarität gleich und machen stattdessen Radl- und Fußkorsos.

    Ganz im Gegensatz zu den Regensburgern -im übrigen viele Kennzeichen aus dem Landkreis- , sie haben keine Trinkwasserknappheiten in dem Umfang wie in Spanien zu befürchten, also verschleudert man den Sprit doch für stundenlange Stop&Go-Autokorsos und bläst schön sinnlos Abgase in die Luft, wobei es doch auch ohne Auto so schön war am Domplatz zu feiern!

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