Ob nun Sicherheit oder Schilder – alles hat seinen Preis

Ostern ist vorbei. Die richtig dicken Eier werden aber jetzt gelegt. Von IOC-Präsident Jaques Rogge zum Beispiel. Der wehrt sich vehement gegen einen Boykott der Olympischen Spiele in China und meint, dass die Olympia mehr Offenheit und weniger Gewalt in den Tibet-Konflikt bringen würden. Wirkt ja schon jetzt: In Tibet gibt es rund 130 Tote. Chinas Regierung schweigt, lügt oder walzt gewaltlose Proteste nieder, damit der Geldfluss via Olympia offen bleibt. Ein weiteres Ei steuern die USA bei. Zum fünfjährigen Jubiläum des Irak-Kriegs ist in den Gazetten von 4.000 toten US-Soldaten seit dem Einmarsch zu lesen. Etwas kleiner erfährt man – am Rande – von bis zu 600.000 toten Zivilisten in derselben Zeit. Sicherheit hat eben ihren Preis… Ob nun Sicherheit oder Schilder – alles hat seinen Preis Ihren Preis hat sicher auch eine vernünftige Beschilderung für die Umleitung nach Stadtamhof. Die ist aber – zwölf Tage nach dem Brückenbrand – nach wie vor provisorisch oder fehlt völlig. Die Ausschilderung zur dona-Ausstellung am Dultplatz war besser und aufwendiger als die aktuelle nach Stadtamhof. Die Veranstalter der dona wollten ja auch, dass jemand kommt. Andere wollen eine Ersatztrasse durchsetzen. Einfach den dona-Schildern folgen, liebe Bewohner des nördlichen Landkreises. Die stehen noch. Dann wird die Fahrt nach Stadtamhof nicht zur Eiersuche. Der Osterhase ist tot! Die dicken Eier bringen andere. …(ent)spannende Lektüre!

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