Posse

Prozess um „Fotzen“-Plakat: Staatsanwaltschaft will Freispruch nicht hinnehmen

Dieses Plakat erfüllt in den Augen der Staatsanwaltschaft Amberg den Tatbestand der Volksverhetzung.

Das Amtsgericht Schwandorf hat die Regensburger Direktkandidatin der Partei Die Partei vom Vorwurf der Beleidigung und Volksverhetzung freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft hat Rechtsmittel gegen die Entscheidung angekündigt.

„Feminismus, ihr Fotzen!“ Dieses Wahlplakat der Satire-Partei Die Partei erfüllt weder den Straftatbestand der Beleidigung noch der Volksverhetzung. Zu diesem Urteil kam das Amtsgericht Schwandorf in einer Entscheidung vom gestrigen Dienstag und hat einen Strafbefehl über 120 Tagessätze (7.200 Euro) gegen Romy Freund, die Regensburger Direktkandidatin im Bundestagswahlkampf 2021, aufgehoben.

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Die entsprechenden Plakate, 150 insgesamt, hingen im August und September in Regensburg, Weiden, Pfreimd und Schwandorf. Dort auch unter anderem unter den Plakaten der beiden Abgeordneten Marianne Schieder (SPD) und Petra Engelhardt-Kopf (CSU), die anschließend Strafanzeige erstatteten.

Ermittler durchsuchten Wohnungen

Im Zuge der daraufhin aufgenommenen Ermittlungen wurden die Wohnungen vom Romy Freund und eines weiteren Parteimitglieds durchsucht. Eine Beschwerde gegen diesen Durchsuchungsbeschluss wies das Landgericht Amberg Mitte Februar ab. Begründung:

„Die angeordnete Maßnahme stand in angemessenem Verhältnis zur Schwere der Tat und zur Stärke des Tatverdachts und war notwendig. Insbesondere auch aufgrund des Verdachts der Beleidigungen in der Öffentlichkeit handelte es sich nicht lediglich um Bagatelltaten.“

Gegen diese Entscheidung läuft noch eine Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht (unser Bericht vom März).

Gericht: „Kein Angriff auf die Menschenwürde“ 

Der Vorwurf der Beleidigung und Volksverhetzung gegen Romy Freund ist in den Augen des Amtsgerichts Schwandorf hingegen nun erst einmal vom Tisch. Das besagte Plakat sei „kein Angriff auf die Menschenwürde“ von Schieder und Engelhardt-Kopf gewesen, so das Gericht.

Die Angeklagte habe glaubwürdig belegt, dass sie die Bevölkerung aufrütteln wolle, aber nicht jemanden speziell beleidigen oder die Frau an sich verächtlich machen. Zudem habe keine Individualisierung stattgefunden, die auf eine Beleidigung schließen lasse.

Freund hatte zuvor unter anderem erklärt, dass sie die Verwendung des Begriffs „Fotze“ sehe als feministisches „Empowerment“ ansehe. Frauen würden sich dadurch Stück für Stück negativ geprägte Begrifflichkeiten zurückerobern. „Alles andere als ein Freispruch wäre ein Schlag ins Gesicht der Demokratie“, so Freund.

Staatsanwaltschaft will Rechtsmittel einlegen

Die Staatsanwaltschaft Amberg will die Entscheidung nicht hinnehmen und hat Rechtsmittel angekündigt.

Bereits im Vorfeld hatte Janina Nizik, stellvertretende Vorsitzende des Bayrischen Landesverbandes von Die Partei, von einem „katastrophalen Verständnis der Staatsanwaltschaft von Semantik, Grafik, Satire und letztlich auch Demokratie“ gesprochen. Romy Freunds Rechtsanwalt Jasper Prigge bezeichnete es als „Realsatire“, dass die Ermittlungsbehörden ein feministisches Plakat „als volksverhetzend gegenüber Frauen werten“.

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Kommentare (49)

  • KW

    |

    Mir ist nicht ganz klar, wieso die Staatsanwaltschaft Amberg, obwohl das Amtsgericht Schwandorf mit dem Freispruch eine goldene Brücke gebaut hat sich elegant aus der Affäre zu ziehen, weiterhin darauf besteht sich der Lächerlichkeit Preis zugeben.

  • Luchs

    |

    Ich erinnere an den alten Wahlkampfslogan der CSU „Näher am Menschen“. In Verbindung mit den Kandidatenfotos auf den Plakaten hätten hier die Begriffe Beleidigung, Satire oder gar Evolution kritisch bewertet werden müssen!

  • xy

    |

    Im Bereich Feminismus, Trans, Gender, Identitätspolitik und Cancel Culture geht derzeit so vieles so wild und bösartig durcheinander und jeder (jede) bezichtigt die Anderen der Beleidigung, der Diskriminierung etc. pp. und zieht öffentlich zu Felde, dass sich ein Normalbürger, wozu ich auch die Amberger Staatsanwaltschaft zählen würde, derart verrennen kann, dass er ohne vorher gelegten Ariadne-Faden aus dem Labyrinth nicht mehr entkommen kann und elendiglich verendet. An Universitäten und in Verbänden regiert zwischenzeitlich die nackte Angst vor solchen Aktivisten.

  • Spartacus

    |

    Hätte es kein Verfahren oder gar eine Hausdurchsuchung gegeben müsste man vor soviel Lächerlichkeit vor lachen weinen.
    Unfassbar dass wegen einem Plakat einer politischen Partei eine Hausdurchsuchung angeordnet und sogar noch durchgeführt wird. Das gegen ein im GG verbrieftest Recht von Seiten der Staatsanwaltschaft verstoßen wird aufgrund von fadenscheinigen Begründungen , erinnert an Diktaturen und sowas gibt es eben nur in Bayern, Russland oder dem Iran.
    Ich hoffe die Entscheidung hat Folgen für den Staatsanwalt und die beteiligten Polizist*innen, meiner Meinung nach ein klarer Bruch der Verfassung der auch der Exekutive hier auffallen muss!

  • R.G.

    |

    Von Feminismus oder Satire kann ich in dem Plakat nichts sehen.
    Sich anschließende Beschimpfungen gegen Kritiker oder Justiz setzen den ungezogenen Ton fort.

    Ein strenges Urteil wäre wünschenswert, Verdonnerung zur Lektüre feministischer Literatur des 19. und 20. Jhdts.

  • Markus Feilner

    |

    @KW: Das kann ich in drei Worten erklären:
    ALTE
    WEISSE
    MÄNNER.
    Es gibt keine andere glaubwürdige Erklärung, imho.

  • Jaschua

    |

    lol

  • Karl Straube

    |

    Ich finde das Plakat nur unappetitlich und unästhetisch und sagen tuts mir auch nichts.
    Warum man allerdings dazu die Staatsmacht bemühen muss und Polizei und Gerichte an wichtigeren Aufgaben hindert, verstehe ich auch nicht. Für die Verfolgung unsäglicher Beleidigungen und Drohungen in div. Internetgeburten – asoziale Medien – fehlt es an Zeit und Mitteln. Nach meinem Verständnis disqualifiziert das Plakat seine Verfasser/innen und damit solls gut sein. Dem in der März-Ausgabe zitierten Verwaltungsgerichts Chemnitz ist beizupflichten. Wofür ich hingegen Verständnis habe, ist die Beschwerde zum BVerfG, denn wenn diese Durchsuchung rechtens war, dann werden demnächst die Schüler hausdurchsucht, die Kaugummi unter die Bank geklebt haben – eine unsägliche Beleidigung derer, denen dieser dann am Knie pappt.

  • Daniela

    |

    POSSE

    Die Überschrift trifft es mit einem Wort!

    @ xy, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen und mit einem Hammerschlag versenkt, besser kann man das ‘Problem’ nicht beschreiben!

    Vielleicht sollten wir alle mal wieder runter von den vielen Palmen und auch einmal Dinge nicht nach allen Seiten auseinander ziehen und zerziehen! Wenn ich an Diskussionen, wie die über die Bezeichnung Indianer, Karl May Bücher ect. nachdenke, fällt mir die Kinnlade bis zum Boden. Ich dachte erst, dass wäre ein Gag zum Füllen des Sommerlochs!

  • Rade

    |

    Dann kommen doch Sie, Daniela, von Ihrer Palme herunter bzw. sammeln Ihre Kinnlade wieder auf. Mit Verlaub, dieses pauschale Herumgeschimpfe von manchen – nicht nur hier – nervt mich langsam.

  • Mr. B.

    |

    Zu xy
    28. September 2022 um 12:56 | #

    Man sollte an den Uni’s vllt. die Studenten, welche Ideologen einfach nachlaufen, an einen festen Lehrplan binden, damit sie schnell in Arbeit kommen und Geld verdienen können, zum Wohle der Gesellschaft?

  • Spartacus

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte sachlich.

  • Spartacus

    |

    @R. G.

    Ok dann sachlicher.
    Dass Sie Literatur aus dem 19. und 20. Jahrhundert im Jahr 2022 empfehlen spiegelt wohl ihren Bildungsstand in dieser Thematik wieder. Aber ist ok, Opa.

  • Spartacus

    |

    @R. G.

    Und nochmal sachlicher:

    Ob eine Frau sich selbst, emanzipatorisch als „Fotze“ bezeichnet, oder diese als von weißen, alten Männern als Beleidigung genutzte Wortschöpfung ironisch einsetzt um diesen einen Spiegel vorzuhalten haben Männer nicht zu kommentieren. Genauso wenn Menschen im Rollstuhl sich selbst als „Krüppel“ bezeichnen oder BIPOC das N- Wort nutzen.
    Aber das scheinen viele maximal privilegierte, niemals von struktureller Unterdrückung und Diskriminierung Betroffene Menschen, wie zum Beispiel sie nicht zu verstehen. Zum Glück werdet ihr jeden Tag weniger. 🙂

    Mit ungezogenen Grüßen
    Spartacus

  • thomas otto

    |

    in welchem fb an uni/fh treiben denn die “ideologen” angeblich ihr unwesen und verderben ganze studi generationen?

  • Mr. B.

    |

    zu Spartacus
    29. September 2022 um 14:56 | #

    Sehr gut erraten! Ja ich bin Opa und mächtig stolz darauf!
    So eine Erziehung müssen Sie in der Gesamtschau heutzutage vermutlich erst einmal erreichen!
    Für viele ja unmöglich, weil sie selbst mit dem Leben nicht zurecht kommen, dadurch unzufrieden sind und eine Leistung für die Allgemeinheit dadurch ausgeschlossen ist.

    Nix für unguat!..Ein noch nicht soooo alter Opa, welcher noch nie etwas geschenkt bekommen hat, aber für die Allgemeinheit noch was übrig hat!

  • R.G.

    |

    @Spartacus
    Da die Bildsprache des Plakats sich der Ästhetik des frühen 20. Jhdts bedient, musste ich mich mit der Literaturempfehlung dem zeitlichen Niveau anpassen.
    ; ))

  • Jonas Wiehr

    |

    Dass wegen dieses Plakats wegen Beleidigung und Volksverhetzung ermittelt wird, ist wahrlich eine Posse. Jeder blamiert sich eben, so gut er kann! So, oder so,
    Nota bene: Immer wieder drollig, diese Studierenden! Sie bestehen auf der Partizipbildung, damit nur ja alle Geschlechter angesprochen sind. Aber machen tun sie ihren “Master” und ihren “Bachelor”, hi hi.

  • Hthik

    |

    @KW 28. September 2022 um 12:41

    Da wo Bayern noch schwarz ist, ist eine Nichtverurteilung eine Niederlage der Staatsanwaltschaft.

    Mr. B. 29. September 2022 um 10:04

    Die Lehramtsstudenten sind schon genügend geschlagen damit, dass sie Lehrer werden. Zwar haben die Ärzte die fette Elke zu Grabe getragen, aber bei Pink Floyd “The Wall” wird Ihnen immer noch vorhergesagt “When they got home at night, their fat and psychopathic wives would thrash them”.

  • KW

    |

    Herr Wiehr, die Einführung von Bachelor und Master haben nicht die heutigen Studierenden zu verantworten sondern Alte Weisse Männer vor ca. 20 bis 30 Jahren, die meinten das ändern von z.B. einem weltweit angesehene Diplom Ingenieur bei gleichzeitiger Einführung von Anglizismen, würde irgendetwas aufwerten.
    Und dann darf ich noch anmerken das the Master und the Bachelor sachlich sind, somit passt ja alles.
    Und Spartacus hat zwar mit leicht aggresivem Unterton aber absolut korrekt beschrieben, was das Problem der “Alten_Weissen_Männer_Beton_Denkweise” ist und warum diese das Plakat so miss-interpretieren.

  • Mr. B.

    |

    zu thomas otto
    29. September 2022 um 15:14 | #

    Wenn Sie meinen Beitrag gelesen haben, dann haben Sie erfahren, dass ich nicht generell alle Studi’s gemeint habe! Wäre ja schlimm! Ich kenne mehrere Studi’s persönlich, welche Ideologien, wie wir sie hier in Deutschland von einem geringen Prozentsatz verherrlicht bekommen (und in der Presse lesen können) strikt ablehnen und das ist m. E. auch gut so!
    Ganz klar weiß ich auch von deren Erzählungen, wie unglaublich “labil” Menschen heutzutage sein können und diesen Ideologen einfach folgen, um irgendwo dazu zugehören! Eigene Meinungsbildung Fehlanzeige! Schlimm!
    Und vermutlich auch darum ist der int. Presse (keine Verschwörungsblätter) immer wieder zu entnehmen, dass an namhaften Uni’s gute Professoren ihre Arbeit aufgeben, weil eine (und jetzt passen Sie auf) Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist!
    Bitte lesen Sie nach!

  • xy

    |

    Wer im Zusammenhang mit einem benutzten Tampon und “Feminismus” öffentlich auf vielfach gedruckten Plakaten den entwürdigenden und vulgären Begriff “Fotzen” verwendet, muss sich nicht wundern, wenn er wegen Volksverhetzung vor den Kadi kommt. Der jubilierende Auftritt der Aktivisten nach dem Freispruch mag verständlich sein, ist der Sache nach aber völlig unangemessen. Besser wäre es, man würde in sich gehen und sich künftig solche plakativen Provokationen sparen.

  • Daniela

    |

    @ Rade
    “Dann kommen doch Sie, Daniela, von Ihrer Palme herunter bzw. sammeln Ihre Kinnlade wieder auf. Mit Verlaub, dieses pauschale Herumgeschimpfe von manchen – nicht nur hier – nervt mich langsam.”

    Manchmal hilft auch einfach ignorieren.
    Wenn Sie etwas nervig finden, dann gehen Sie dem doch aus dem Weg!

    Nix für ungut!

  • Rade

    |

    @Daniela: Sehr gut, versuchen Sie’s doch mal! Dann fällt Ihre Kinnlade nicht fortwährend von der Palme herunter. Das tut Ihnen gut. Und allen anderen auch. Sie sind auf einem guten Weg.
    Ansonsten: Spartacus hat in dieser Hinsicht den vernünftigsten Beitrag in dieser Runde bisher erbracht, dem will ich nichts hinzufügen, sondern ihn nur noch hervorheben.

  • Jonas Wiehr

    |

    KW, Sie irren. Zitat: “Tatjana ist Langzeitstudentin. In ihrem Master an der TU Berlin ist sie sechs Semester über der Regelstudienzeit.” “Master” im Deutschen ist eindeutig maskulin. Studierende benennen so vieles um, eine Handvoll Aktivisten erfindet neue Zeichen (*!_:) mitten im Wort, von daher ist es verwunderlich, dass es noch nicht Mastress oder Bachelorette heißt. Das wird man doch wohl noch fordern dürfen!
    Wer für andere Menschen Gleichberechtigung und Respekt einfordert, sollte diese anderen nicht verwehren. Auch nicht den alten weißen Männern! Um noch mal auf das Thema zu kommen: Der Plakatentwurf zeugt von hoher Intelligenz. Das Problem: Die meisten Rezipienten dürften damit allerdings überfordert sein. Wie ja die Reaktionen gezeigt haben.

  • schwan68

    |

    Bezüglich der Ergüsse von “Spartakus”:
    Komischerweise wird diese angeblich “von weißen, alten Männern als Beleidigung genutzte Wortschöpfung” überwiegend von jungen Mädels zur Diffamierung ihrer Geschlechtsgenossinen hervorgeholt, wenn es mal in Konkurrenzsituationen mit der “Emannzipizierung” nicht so Recht klappen will. (Erst wieder gehört: Du blöde F…, lass meinen Sepp in Ruhe)
    Aber das wird ein maximal privilegierter junger Mensch wie er wohl nicht wahrhaben wollen.
    Zum Glück bleibt er zunehmend alleine mit so einer weltfremden Einstellung.
    Ansonsten wäre es wirklich besser gewesen, so ein deppertes Plakat im Nirwana der Bedeutungslosigkeit verschwinden zu lassen.

  • G. Siegemund

    |

    @Jonas Wiehr: als alter weißer Mann möchte ich gerne das Geldern etwas ausweiten. Also bitte, wenn schon Master*in, dann auch zusätzlich zu der weiblichen Form “Fotze” die männliche Form “Fotzer!”.
    Merkt ihr Kommentarschreiber eigentlich, welchen “Zwergenaufstand” ihr pseudowissenschaftlich kommentiert?

  • G. Siegemund

    |

    Soll natürlich heißen: “gendern” und “alter weiser Mann”, aber “alter weißer Mann” ist doch auch nicht schlecht.

  • Jonas Wiehr

    |

    G. Siegemund. Wie Recht Sie doch haben! Ihr Lapsus mit dem “Geldern” ist bemerkenswert. Was viele nicht wissen, mit Gender-Leitfäden und ähnlichen Machwerken wird ordentlich Kohle gemacht. Obwohl Gendersprech in Nichts legitimiert ist, sondern lediglich ein ideologisch-radikalfeministisches Projekt, lässt sich so dank der Gleichstellungsstellen, die qua Gesetz nur weiblich besetzt sein dürfen, ein schönes Zusatzgeschäft machen.

  • Spartacus

    |

    Es ist ein einziger Genuss die alten weißen Opis und Omis hier im Forum zu beobachten, wie sie mit aller Macht versuchen der Realität zu entfliehen dass ihr Weltbild in einigen Jahrzehnten nurnoch im Museum zu begutachten ist.

    Und wenn’s mal bei mir soweit ist, dass ich in einem Alter bin, wo ich soziologisch einfach nicht mehr mithalten kann, hoffe ich, ich erinnere mich an eure Beiträge und junge Spartacist*innen weisen mich genauso wie ich heute euch darauf hin, dass ich einfach alt geworden bin.

    Ich weiß es fällt euch mit jedem Tag schwerer die Welt zu verstehen und bei euch am Stammtisch bleibt auch alles bis ihr 2 Meter tiefer liegt so wie’s ist, die Welt dreht sich trotzdem weiter und wird immer schneller und das ist großartig 😀

  • Hase

    |

    Also den rechtlichen bürokratischen Kauderwelsch mal beiseite gelassen… Ich finde das Plakat unverschämt und finde er sollte wegen “Erregung öffentlichen Ärgernisses” saftig bestraft werden, sonst kommen andere Politiker auch in den “Freifahrtschein, ich kann mir alles erlauben” Geschmack beim Wahlkampf.

  • Resi

    |

    Witzig dass hier viele alte, weiße Männer die statt „Fotze“ dass Wort „Scheide“ wahrscheinlich angemessener finden oder auch das Wort „Schamlippen“ nutzen, ihren irrelevanten Senf zugeben. Kümmert euch um euren Penis!
    Einfach nur lächerlich.

  • Jonas Wiehr

    |

    Sorry Resi! Wer den Kopf zum Fester raussteckt, muss damit rechnen, dass er eine auf den Deckel bekommt. Oder: Wer im öffentlchen Raum ein Plakat aufhängt, muss damit rechnen, dass es auch die andere Hälfte der Bevölkerung sieht und darüber redet. Das ist der Sinn von Plakaten. Wie eine Frau ihre Geschlechtsorgane bezeichnet, überlasse ich ganz ihr.
    O, Spartacus, dass ich Ihnen Genuss bereitet habe, ärgert mich jetzt schon fast. Dass wir beim inkriminierten Plakat der gleichen Meinung sind, gibt mir jetzt auch (nicht) zu denken. Ich verstehe nicht, wieso Sie es nötig haben, alte weiße Männer zu diskriminieren. Schafft Ihnen das das Genugtuung? Und wenn ja, warum? Fragen über Fragen.

  • schwan68

    |

    @Resi
    Vielleicht sind Sie ja noch zu jung um es zu begreifen, es geht hier gar nicht darum, wie Sie ihre Geschlechtsteile bezeichnen. Gehen’s doch zum Spartacus, spielen, der freut sich bestimmt. Vielleicht “Wer hat Angst vorm weisen Mann”? (Wenn er aber kommt, dann laufen wir davon.)

  • G. Siegemund

    |

    @Spartakus und alle, die nicht den Unterschied kenn zwischen “weise” und “weisse”: könnten es vielleicht auch “schwarze” alte Männer sein?
    Uns wurde die Bedeutung unterschiedlicher Schreibweise in der Schule noch beigebracht. Und zwar in der 2. Klasse Volksschule. Hätten unsere Lehrer*innen und *außen damals gewußt, in welche Richtung unser Bildungssystem geht, hätten sie sich nicht so anstrengen müßen, uns die Rechtschreibung beizubringen. Geschadet hat es uns nicht, im Gegensatz zu…

  • Mr. B.

    |

    zu Spartacus
    30. September 2022 um 14:29 | #
    “…bis ihr 2 Meter tiefer liegt”

    Manche graue Männer haben lebenslang hart gearbeitet und das Land vorangebracht!
    Sie konnten und können auch sehr alt werden!
    Andere leben so dahin, null Bock auf gesellschaftlichen Beitrag und müssen trotzdem eher 2 Meter tiefer gehen!
    Nix füa unguat!

  • KW

    |

    G. Siegemund:
    “Merkt ihr Kommentarschreiber eigentlich, welchen “Zwergenaufstand” ihr pseudowissenschaftlich kommentiert?”
    Schreibt’s und kommentiert mit.

  • Daniela

    |

    @ Resi
    Herzlichen Dank für Ihre direkte Art!

    Schon gleich deswegen, weil man sich, als emanzipierte Frau, von eben Männer, bei Kommentaren zurecht rücken lassen muss. Zumal einige das Wort Ironie nicht in Ihrem Sprachgebrauch finden können!

  • schwan68

    |

    @G.Siegemund
    Also mein “weiser” Mann war bewusst so gesetzt
    @Daniela
    “direkte Art”?, na ich weiß nicht…
    “Ironie” zu erkennen scheint aber auch für emanzipierte Frauen nicht leicht zu sein…

  • Hindemit

    |

    Immer wieder interessant, wie schön sich manch einer (In der Regel weiße Männer) hier selbst demaskiert. Soso..das Gendern haben wir also dem Feminismus zu verdanken. Und Gendern bedeutet aus Master Master*in zu machen..Soso.. Ungefähr die Stufe an Kompetenz, mit der sich “Winnetou” Hubsi Aiwanger und “Tonkel” Söder dazu äussern.
    Wir haben Wörter und Wissen, das wir vor ein paar Jahren nicht hatten, so what!
    War immer so, wird immer immer so sein. “Und das ist gut so”. Hindemit, 51J.

  • KW

    |

    @Hindemit
    Aiwanger und Söder wissen ihre potentielle Wählerschaft halt richtig einzuschätzen :-)
    Zumindest der Maggus sagt immer das, von dem er grade glaubt, dass die Wahl-Deppen es hören wollen, das muss überhaupt nichts mit seiner tatsächlichen Meinung zu tun haben. Hubsi allerdings ist, glaube ich, tatsächlich so simpel gestrickt.

  • Jonas Wiehr

    |

    Hindemit (ohne h), so ist es! Das sprachliche Gendern ist ein Projekt des ideologischen Feminismus. Frau Senta Trömel-Plötz und Luise F. Pusch wären bächtig möse, wenn Sie etwas anders unterstellen! Aber: Wir sollen doch nicht gendern! Frauen und Männer sollen für gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten, in der Kindererziehung Mädchen und Buben gleich behandeln, anziehen und beschenken …Ja, Gendern ist echt blöd.

  • Mr. B.

    |

    Vor vielen Jahren wurde die Rechtschreibung schon vereinfacht.
    Warum wohl?
    Jetzt soll das Gendern noch dazukommen?
    Ich bin fassungslos! Ran, Tag und Nacht an echte Probleme und die, welche noch kommen werden!

  • Günther Herzig

    |

    @KW
    29. September 2022 um 19:12 | #
    Das kann doch nicht stimmen, dass diejenigen, die er jetzt als als alt und weiß erkennt, das auch schon vor 30 Jahren gewesen sein sollen.

  • Günther Herzig

    |

    Die Plakate hingen in 2 verschiedenen Landgerichtsbeirken (Regensburg und Amberg. Dann hätte eine der beiden die Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft in Regensburg und die andere an die Staatsanwaltschaft Amberg richten sollen. Ob die Sachbehandlung dann gleich gewesen wäre?

  • Hthik

    |

    Inzwischen hat sich ja alles geklärt

    “Es sei „beeindruckend, wie sehr Menschen wollen, dass ihnen gewisse Dinge nicht vorgeschrieben werden“, sagt Söder. Anstatt „mit sauertöpfischem Gesicht“ anderen zu bedeuten, „was sie nicht dürfen“, solle jeder selbst entscheiden können, wie er lebt.”

    So oder ähnlich hab ich das vor Kurzem über das Aufhängen von Plakaten wo gelesen.

  • Hthik

    |

    @Günther Herzig 1. Oktober 2022 um 15:55

    Jünger werden die damaligen Alten nicht geworden sein. Es ist aber richtig, dass die Fortpflanzung alter Ideen des Kapitals, auf jüngerer Hardware einen sozialdarwinistischen Vorteil hat. Durch das Kapital des Kapitals. Sugar daddy knows what he wants.

  • Mr. B.

    |

    Zu Hthik
    “…..solle jeder selbst entscheiden können, wie er lebt.”

    Da gebe ich Ihnen absolut recht!
    Aber bitte, soweit es möglich ist (Krankheit, Behinderung, usw. ausgenommen), für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen.

  • Günther Herzig

    |

    @Hthik
    Sozialdarwinismus, das hat was! Offen bleibt die Frage, wie die Betroffenen in Situationen kommen oder bleiben, in denen sie sich über Sozialdarwinismus der andereren beschweren.

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drin