Archiv für August, 2022

 

Am 7. September 1995 wurde Klaus-Peter Beer in Amberg von zwei Neonazis ermordet. Richard Lorenz und Dieter Müller schlugen und traten den Busfahrer bewusstlos und warfen ihn anschließend in die Vils, in der er ertrank. Der Grund war Beers Homosexualität. Zum 27. Todestag ist nun eine 70-seitige Broschüre im Gedenken an Beer erschienen, die nicht nur die Tat und das damalige gesellschaftliche Klima aufarbeitet. Sie zeichnet auch nach, wie lange die Tat verschwiegen und verdrängt wurde.

Vor 27 Jahren wurde Klaus-Peter Beer von zwei Neonazis in Amberg ermordet. Foto: BGDV

2003 gehörte Stefan Dietl zu den Organisatorinnen und Organisatoren der ersten Demonstration zum Gedenken an Klaus-Peter Beer. Seitdem engagiert er sich gegen die Politik des Verdrängens und Ignorierens im Umgang mit dem Mord an Klaus-Peter Beer und der örtlichen Neonaziszene. Wir veröffentlichen an dieser Stelle ein Interview mit ihm über den langen Kampf gegen das Vergessen. Die Broschüre wird erstmals am 3. September, 19 Uhr, im Ring-Theater in Amberg vorgestellt und kann unter bgdv@mailbox.org kostenlos bestellt werden.

Die Tolerantl

Der Held des mittelgroßen Mannes

Toleranz ist eine löbliche Eigenschaft, die den meisten Menschen aber erst mühsam eingeprügelt werden muss. Deshalb soll hier, längst überfällig, eine Lanze gebrochen werden für einen Mann, der uns exakt mit dem gesetzlich vorgeschriebenem Maß an Selbstaufopferung in die Zukunft geleitet.

 
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