„Märchenstunde“ oder „alternativlos“?

Container-Terminal im Stadtosten: Verhärtete Fronten

Bereits seit 2014 gibt es Pläne für ein neues, großes Container-Terminal am Regensburger Ostbahnhof. Deutsche Bahn und Stadt sehen keine Alternative zum Standort. Montagabend kam es wieder einmal zur Diskussion mit den betroffenen Bürgern.

Vor etwa 100 Kritikern verteidigt die OB das Mammutprojekt Containerterminal. Foto: Bothner

Von „falschen“ und „widersprüchlichen Argumenten“ ist am Montagabend die Rede. Nichts weiter als eine „Märchenstunde“ sei das Bürgergespräch mit Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und alles „doch eh schon scheißegal“. Es sind nur einige der Zwischenrufe, die während der mehr als zweistündigen Debatte dem Stadtoberhaupt und dem Vertreter der Deutschen Bahn vorne auf der kleinen Steinmauer entgegenschallen.

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Angst vor Lärm und hohen Türmen

Auf Bierbänken und Gartenstühlen sitzen etwa 100 Gegner und Kritiker des Vorhabens inmitten des Königreichs Samuelien auf der Schäferwiese im Stadtosten Regensburgs. Hier inmitten des Bauwagenplatzes, zwischen zu Wohnraum umfunktionierten Gefährten, grünen Sträuchern und Bäumen, sitzt es sich bei warmen Sommerabendtemperaturen eigentlich recht angenehm.

Doch die Stimmung ist von Beginn an hitzig und eine deutliche Front erkennbar. Ein offener und ehrlicher Dialog, wie ihn sich Gastgeberin und Vertreterin der Bürgerbewegung Hohes Kreuz, Bernadette Dechant, von allen Anwesenden wünscht, ist es ihm weiteren Verlauf der Veranstaltung dann nicht immer.

Der Bauwagenplatz am sogenannten Gleisdreieck ist nur wenige Gehminuten vom eigentlich Streitgegenstand entfernt. Am Ostbahnhof, südöstlich des Odessa-Rings und gegenüber dem Pürkelgut gelegen, plant die Bahn-Tochter DB-Cargo ein neues Container-Terminal.

Südöstlich des Odessa-Rings will die Deutsche Bahn ein neues Container-Terminal schaffen. Quelle: Stadt Regensburg/Markierungen: Redaktion

Überlegungen dafür gibt es schon länger. 2016 wurde ein erster Aufstellungsbeschluss im Stadtrat gefasst. Seitdem wurden mehrere Gutachten erstellt, etwa zur potentiellen Lärmbelastung. Aber auch Unterschriften dagegen gesammelt. Denn vielen Anwohnern des angrenzenden Ostheims und am Hohen Kreuz dreht sich beim Gedanken an die einmal bis zu sechs Container hohen Türme der Magen um.

Das Wörtchen „alternativlos“

Und so ertönt am Montag erstes, aufgeregtes Gemurmel bereits, als die OB von Dechant begrüßt wird. „Schön, dass du da bist.“ Beide Frauen kennen sich bestens aus dem Stadtrat. Dort sitzt Dechant seit vielen Jahren für die CSU. Es gehe um „Dinge, die uns sehr, sehr belasten und am Herzen liegen“, sagt sie.

Ihre Partei weiß die Stadträtin dabei aber nicht hinter sich. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Eberwein – ebenfalls am Montag vor Ort – hatte Ende letzten Jahres gegenüber der MZ klar gemacht: „Wir sehen keinen alternativen oder besseren Standort.“ Dechant, machte Eberwein damals deutlich, agiere hier als Anwohnerin des Stadtostens.

Mehrfach kam es schon zu Veranstaltungen und zu Vor-Ort-Terminen. Immer wieder betonte dabei auch Michael Heinemann, Geschäftsführer der mitverantwortlichen DB Intermodal Services GmbH, wie wichtig das Vorhaben sei. Und dass der vorgesehene Standort – auch nach Überprüfung anderer Flächen – praktisch alternativlos sei.

Regensburg: Wichtiges Logistikzentrum für die Bahn

Als eines von zehn Logistikzentren, vor allem für die leeren Container des Güterverkehrs im gesamten Bundesgebiet, spielt Regensburg schon seit 1998 eine wichtige Rolle für die Bahn im Raum Ostbayern. Der in den vergangenen Jahren gestiegene Güterverkehr brachte das bisherige Terminal in der Bosch-Straße aber an seine Grenzen, weshalb derzeit drei Standorte im Stadtosten existieren.

Zwischen denen müsse täglich mit LKWs hin und her gefahren werden, erklärt Heinemann am Montag. Das sei aufwendig und der „wahnsinnig viele Pendlerverkehr mit den Containern“ alles andere als klimaschonend. Auf dem Gelände östlich des Odessa-Rings gelegen will das Unternehmen deshalb alle Container künftig an einem Ort zusammenziehen.

Anders als bisher könnten die Leer-Container dort dann an einem einzigen Flecken gelagert, gereinigt und repariert und so für die schnelle Weiternutzung, etwa durch die hiesige Industrie vorbereitet werden. Das geschehe derzeit zum Teil noch in China, heißt es auf dem Bauwagenplatz.

Arbeitsplätze, Standortsicherung

Warum unbedingt am Ostbahnhof das neue Terminal entstehen soll, das ist aus städtischer Sicht schnell beantwortet. „Die Stadt hat ein sehr geeignetes Grundstück mit einem bereits existierenden Bahnanschluss und den Möglichkeiten“, so Maltz-Schwarzfischer. An kaum einem anderen Standort, ergänzt Heinemann, „können wir so viel über die Schiene abwickeln“. Ein echter Standortvorteil sei das, von dem auch die Unternehmen in der Region profitieren würden.

So sieht es auch der SPD-Stadtrat Hans Holler. Der ist als Führungskraft selbst bei der DB-Cargo in Regensburg beschäftigt und wird am Montag von der OB kurz ans Mikro gebeten. „Über Regensburg läuft so gut wie die ganze Verteilung von BMW weltweit.“ Und zwar ausschließlich auf der Schiene. Bei Krones sehe es ähnlich aus.

Maltz-Schwarzfischer spricht von einer schwierigen Aufgabe. Die heutige Logistik sei ein „Mammutthema“. „Überall soll weniger Verkehr auf den Straßen sein“ und Güter auf die Schienen verlegt werden, sagt sie. Dafür brauche es auch in Regensburg die Infrastruktur. Denn, davon ist die Politikerin überzeugt, es gehe dabei auch um die Sicherung von Arbeitsplätzen und des Standorts Regensburg.

Während der Ausführungen des Stadtoberhaupts diskutieren einige eifrig mit ihren Nachbarn. Andere wenden sich immer wieder kopfschüttelnd ab. Und auch der Moderator trägt nicht gerade zum erhofften „offenen und ehrlichen Dialog“ bei. Immer wieder unterbricht er die Oberbürgermeisterin, sagt, man könne jetzt nicht zu weit ausholen, man wolle schließlich möglichst viele Bürger zu Wort kommen lassen.

Bund Naturschutz: „Weiteres Biotop wird zerstört“

Vieles wird mit der Zeit allerdings redundant. Die Befürchtungen sind bei vielen ähnlich. Zuviel Fläche sei im Stadtgebiet schon verbaut worden, zu wenig Grünfläche noch erhalten. Gerade hier im Osten gäbe es ohnehin kaum noch unbebaute Areale.

Laut Raimund Schoberer vom Bund Naturschutz werde hier von der Stadt – unter anderem nach den Debatten um die Lilienthalstraße im Westen – das nächste amtlich kartierte Biotop preisgegeben. Andere sorgen sich auch, ob auf der dann bebauten Fläche das Wasser bei Starkregen noch vernünftig abfließen kann, oder bald ihre Keller vorlaufen werden.

Die vorgebrachten Sorgen sieht die OB durchaus als berechtigt an und will die Beiträge noch einmal mit in die weiteren Planungen nehmen. Allerdings könne die Stadt der Bahn nicht ohne weiteres den Bau untersagen. Die Fläche sei nunmal schon lange als Industriegebiet im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Und die beauftragten Gutachten hätten bisher allesamt festgestellt: Das Projekt ist machbar.

Lärmschutzwände hält man für unnötig

Selbst beim immer wieder angemahnten Lärmschutz sieht man bei der Stadt kaum Probleme. Allerdings dürfte die Bahn das Gelände nicht wie einst gedacht im Drei-Schicht-Betrieb rund um die Uhr betreiben. Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr müsste die Arbeit ruhen. Laut Heinemann schade das der Wirtschaftlichkeit des Vorhabens nur wenig. Für die Anwesenden ist das hingegen kein wirklicher Trost.

Was, wenn die Bahn sich daran nicht halte, will jemand wissen. „Die Bahn muss sich natürlich an die Vorgaben halten“, erwidert Maltz-Schwarzfischer. Da gäbe es später keine Ausnahmen. Und Aufgabe der Stadt sei es eben, im Vorfeld über einen Flächennutzungsplan den Rahmen für das Projekt klar abzustecken. „Da wird geregelt, wie versickert das Wasser, wie wird mit den Biotopen verfahren.“

Lärmschutzwände, wie von vielen Anwohnern gefordert, werde es allerdings nicht geben. Die seien aus bisheriger Begutachtung nicht notwendig. Somit könne die Stadt das auch nicht einfach vorschreiben, so die Oberbürgermeisterin.

„Maximal vier oder fünf Züge täglich“

Laut Heinemann gehe es zudem um täglich maximal vier, fünf Züge die in Schrittgeschwindigkeit in das Terminal einfahren würden. „Auf den Tag gerechnet sprechen wir hier von drei, bis vier Stunden Rangierzeit.“ Viel sei das nicht, so die Botschaft. Und alle rund 80.000 Güterwagons, die das Unternehmen in Deutschland im Einsatz hat, seien mittlerweile auf modernere, deutlich leisere Bremssysteme umgerüstet worden. Auch das sorgt für kurzes Gemurmel.

Eine Sache bleibt Montagabend unbeantwortet. Angesichts immer heißerer Temperaturen fürchten viele, von den Containern könnte bald eine zusätzliche Abwärme und damit Aufheizung der Umgebung ausgehen. Inwieweit dieser Umstand im bisherigen Verfahren berücksichtigt wurde, bleibt unklar.

Den Anwesenden ist das Beweis dafür, dass sie einfach nicht wissen können, was da einmal auf sie zukommen wird. Eine Frau schlägt deshalb vor, das Terminal wie beim Chemiekonzern Wacker im oberbayerischen Burghausen doch in einen Wald zu bauen. Möglichst raus aus der Stadt müsse das Projekt, da sind sich die Gegner grundsätzlich einig.

Keine Annäherung

Maltz-Schwarzfischer bemüht noch einmal den Standortvorteil. Die Fläche sei alternativlos, andere Flächen überprüft und für nicht geeignet befunden worden. Wirklich zusammen findet man auch an diesem Montag beim Thema Terminal folglich nicht.

OB Maltz-Schwarzfischer und Michael Heinemann von der DB konnten die Kritiker kaum besänftigen. Foto: Bothner

Wenngleich für Bernadette Dechant und ihren Bürgerverein nicht mehr so sehr eine komplette Verlegung des Terminals im Fokus steht. „Wenn die Bahn das so dringend braucht und das so elementar ist für die Entwicklung der Stadt, dann sind die vier Millionen (für Schallschutzvorkehrungen; Anm. der Red.) doch Peanuts“, so die CSUlerin im Nachgang. Notfalls gehe man dafür auch vor Gericht.

Gegen 21.40 schlägt die Gastgeberin dann vor, gemeinsam noch auf das betroffene Gelände zu spazieren, dort die „abendliche Atmosphäre“ einzufangen. Damit man wisse, worüber hier eigentlich diskutiert wurde. Ob das die Kehrtwende bringen wird, bleibt fraglich.

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Kommentare (36)

  • Hans Meiser

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    Lustig, als ich 2007/08 Werkstudent bei SiemensVDO war hab ich aus dem Büro den Abrissarbeiten des dort angesiedelten Schrebergartens zuschauen können. Seit dem liegt das alles brach. Dass da jetzt, 15 Jahre später, “endlich” was gebaut wird… Dass das in DE lange dauert ok, aber da hätten die Schrebergärten ja wirklich noch 15 Jahre bleiben können. Schade drum.

  • Ulrich

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    Wie soll der Lärm vom Terminal ins Hohe Kreuz fluten? Durch den Damm des Odessaring wird der Lärm gut abgeschirmt. Problematisch wird’s für Pürkelgut und für das Kasernenviertel.

  • Martin

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    Ich fahre täglich dort vorbei und frage mich eher, was man an der Stelle noch groß an Landschaft kaputtmachen kann. Das ist doch schon jetzt eine reine Industrie- und Gewerbegegend, eingerahmt durch den Odessa-Ring und die Gleise Richtung München. Wenn durch das Terminal mehr Güter von der Straße weg und auf die Schiene kommen, ist das zu begrüßen.

  • Auch a Regensburger

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    Das Terminal wird unter falschen Premissen anegpriesen und leider von Seiten der Stadt nicht hinterfragt. Es ist mitnichten vorrangig für die Regensburger Unternehmen gedacht. Das Terminal ist für Mittel und Ostbayern. Größter Kunde scheint BMW zu sein.
    Es ist falsch zu denken bei einem von 10 Standorten Deutschlandweit machen Regensburger Unternehmen quasi 10% des Containerbedarfs Deutschlands aus. Es ist falsch zu denken in ganz Mittel und Ostbayern kommt der hauptsächliche Containerbedarf aus Regensburg. Gerade wenn der größte Kunde im Mallersdorf sein weltweites Logistikzentrum hat und in Dingolfing ein xfach größeres BMW Werk ist. In diesem Fall wäre der ideale Standort nah am Hauptbedarf.
    Tatsache ist, dass aber der Standort Regensburg für die DB Cargo der lukrativste Standort ist.

    Alsoo wenn Regensburg das Containerterminal auf sich nimmt, dann für eine Gegend von Franken bis nach Österreich, da der Standort Regensburg der DBCargo den meisten Verdienst ermöglicht. Klar wird so ein Terminal benötigt. Aber das Gebiet zur möglichen Realisierung ist wirklich groß und warum gerade in ein Stadtgebiet?
    (die Züge rangieren in Wohnviertel).

    Mit Nichten wurde entkräftigt, dass ja heute 4 Züge geplant seien, es aber mehr werden können. Gleichzeitig den stark steigenden Güterverkehr hervorheben und gleichzeitig sagen, es wird zukünftig nicht mehr Betrieb auf dem Terminak geben ist unschlüssig.

    Die Versiegelung des doch sehr großen Grünareals zu kritisieren ist durchaus aus Klimatischen Gründen berechtigt. Merh versiegelte Flächen, höhere Termoeraturen und mehr Probleme bei Starkregen.
    Nichtsdesto trotz, kann ich eine Bebauung durchaus nachvollziehen. Industrieflächen sind ja zum Glück nich sehr gefragt. Aber die Wahl des Terminals ist mit Abstand die schlechteste Lösung für Regensburg. Während hier nur sehr wenige Leute arbeiten und keine Güter produziert werden, wären die Einnahmen der Stadt um ein zig faches höher. Ein paar tausend Ingenieure die Steuern zahlen und produzierte Güter die versteuert werden müssen.
    Das Terminal ist ein edler Zug von Regensburg für Mittel und Ostbayern, für die DB Cargo und für BMW global. So bleibt das Terminal einer anderen Region erspart. Dafür nehmen wir die Risiken und Lasten gerne auf.

    Gewählte Bürgervetreter sollten sich eben vorangig für die Belange der Bürger einsetzen und derartig einschneidende Projekte grundlich hinterfragen. Sämtliche Einwände bleben seit Jahren unbeantwortet und werden mit Pauschalaussagen weggebügelt.

    Der DB Cargo Chef stellt sich hin und sagt wirklich, dass dies das wichtigste Projekt seiner Firma sei, er aber keine Ahnung habe welche Kunden überhaupt bedient werden. Der Güterverkehr wird mehr, aber für die Anwohner an den Bahngleisen wird es weniger.

    Aber schön, dass die Fr Bürgermeisterin nun das erste mal vor Ort war und sich ein Bild von der Situation gemacht hat (geht ja auch um den Berg und vieles mehr). Das wird sicherlich helfen sich zukünftig bei Stadtratssitzungen auch was vorstellen zu können.

  • Mr. B.

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    Zu Hans Meiser
    3. August 2022 um 11:08 |
    Dass das in DE lange dauert ok, aber da hätten die Schrebergärten ja wirklich noch 15 Jahre bleiben können. Schade drum.

    Ja und was wäre gewesen, wenn sich 2009 ein seltenes Pflänzchen eingenistet hätte?

  • Schlauchkatze

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    Muss mich Martin anschließen. Das Gelände wird von Bahn, Industrie und Straßen eingerahmt. Wohnbebauung ist hier nicht möglich, Büros evtl. Wenn hier jemand ein Naturerlebnis hat ist dieser Jemand ja fast schon zum Bedauern. Die Lösung mit der Zusammenlegung der drei Containerterminals finde ich gut argumentiert. Aber das Terminal raus in einen Wald bauen ist doch keine Lösung. Das wäre doch viel schlimmer, denn genau dann würde wirklich Natur zerstört werden. Da wäre das Problem ja ebenso vorhanden aber halt “aus den Augen, aus dem Sinn”.
    Aber einige regen sich ja auch über Lastwagen auf der Autobahn auf. Dass vor ihnen dann ihr eigener neuer Thermomix oder Nike-Sneaker gerade aus dem Billiglohnland geliefert wird, wird ausgeblendet. Und wer Natur will, soll bitte auf’s Land ziehen. Ach nein, halt: geht ja nicht, denn da hat ja jemand ein Containerterminal in den Wald gestellt…

  • Schlauchkatze

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    Rechtschreibfehler sind übrigens Absicht und dienen lediglich der Unterhaltung… ;)

  • Aninym

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    @ulrich
    Der Odessaring ist kein Schallschutz denn die Container können HÖHER gestapelt werden und ragen dann drüber hinaus! Das mal zu den Dimensionen!

  • Auch a Regensburger

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    Schlauchkatze, Martin,

    selbstverstäbdlich brauchen Städte auch Grünbereich um gegen Hitze in den Städten an zu kommen und Schwammfläche zu haben. Cham ist vor ein paar Wochen abgesaugt und die haben gerade das Thema.

    Bei einer Bebaaung des Gründstücks ist ein Containerterminal dann die schkechteste Lösung, da sich die Containerberge massiv aufheizen und bei Wind aus Osten die Stadt mit noch mehr Wärme versorgt. Diese Themen sind auch Pflichthmen um im Klimawandel die Städte lebenswert zu halten. Die letzten vorhanden Grünflächen hahen hier besondere Bedeutung.

    Das Containerterminal wird die Osttangente weit überragen und es wird bis 22:00 das gesamte Areal stark beleuchtet sein. Wenn man an der Osttangente entlangfährt, wird man zukünftig an einer Containerwand vorbei fahren.

    Das Containerterminal wird Zugverkehr in Wohngebiete stadteinwärts der Osttangente masiv erhöhen. Da hilft den Anwohnern keine Osttangente, sondern die Züge fahren ja vor Ihrer Haustür vorbei.

    Aber wie ja von DB Cargo und der OB erklärt wurde, es ist ja nur bis 22:00 Betrieb. Dann gehen die Lichter aus und keine Züge rangieren mehr. Die Sorge der Eltern, der Kinder müssen ja eher ins Bett wurde entgegnet, dass Kinder auch laut sind!

    Das Terminal, dass für ganz Mittel und Ostbayernnist und per se auch überall dort realisiert werden könnte, an das freie Grundstück zu bauen, dass am nächsten an Wohngebieten ist und das Stadtbild ab da an prägen wird, ist falsch. Es wurde der Standort gewählt, der am meisten Auswirkungen auf den Menschen hat.

    Eigentlich unglaublich sowas hier zu planen. Aber vielleicht werden die Containerburgen dann zum zweiten wahrzeichen von Regensburg. Ist ja jeder der Regensburg passiert und der über die Osttangente fährt damit konfrontiert.

  • Gscheidhaferl

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    Einerseits ist es ja schon anerkennenswert, dass diese Termine angeboten (und nachgefragt) werden. Besonders angenehm dürften sie schließlich selten sein. Ich hab nur immer wieder den Eindruck, dass da das Timing oft schräg ist. Es wirkt häufig so, als ob es bei diesen Zusammenkünften kaum wirklich etwas zu diskutieren gäbe, sondern letztlich nur darüber informiert wird, was festgelegt wurde. Und dann dürfen die mehr oder minder Betroffenen noch ein wenig Dampf ablassen, ohne dass das noch groß berücksichtigt werden könnte. Oder täuscht der Eindruck hier?

    Zur Sinnhaftigkeit des Containerterminals selbst lässt sich ohne intensivere Befassung mit dem Thema wenig sagen. Klar braucht es Infrastruktur. Klar kann immer darüber gestritten werden, wo der beste Standort für sowas ist. Und irgendwo zwischen St. Florian und (überzogenen) Effizienzdenken bewegen sich dann die Debatten. Wird schwer sein, einen Flecken dafür zu finden, an dem es nicht etwas Erhaltenswertes gibt. Und jede Aktivität hat irgendwo auch negative Auswirkungen. Deswegen aber in Untätigkeit zu erstarren, ist auch keine Lösung, wie sich ja gerade an der Verkehrsthematik (nicht nur) in Regensburg deutlich zeigt.

  • Auch a Regensburger

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    Gscheidhaferl,

    Ja so ist es mit den “Terminen”. Tatsächlich wurden hier sämtliche Entscheidungen abseits der Öffentlichkeit getroffen. Eben genauso “orchestriert”, dass es keinen Widerstand gibt. Alle paar Jahre ein Info Veranstaltung, bei der die Kritiken nicht aufgenommen werden. Dazwischen im stillen die nächsten Schritte durchwinken. Aktuell ist das Thema ja eigentlich durch und den besorgten Bürgern bleibt nur noch der Rechtsweg.
    Politik die versucht Einbindung der Bürger zu verhindern.

  • Die Anderen

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    Alle schreien die Güter auf die Bahn. Jetzt setzt die Bahn dies um, schon schreien die Wutbürger der Containerbahnhof gehört in die ‚Wüste‘. Verkehrte Welt?

  • NocheinRegensburger

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    Es ist verständlich, dass vor allem in ein Stadtviertel Zugezogene belastende Einrichtungen in Ihrer Nachbarschaft verhindern wollen. Tatsache ist, dass das Ostheim, so hieß das Viertel als Wohnstandort der in der Zuckerfabrik beschäftigten Arbeiter. Deren Bindung an Ihren Arbeitgeber war so stark, dass Sie nie auf die Idee kamen, das Werk mit seinen Emissionen weg haben zu wollen. Inzwischen gibt es die Zuckerfabrik nicht mehr, stattdessen wurden auf dem Gelände hochpreisige Wohnungen gebaut.
    Vergessen wird in der Diskussion auch, dass im Osten Regensburgs der Rangierbahnhof Regensburg-Ost vorhanden war. Da die für das Containerterminal erforderliche Infrastruktur seit den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts vorhanden ist, ist die heutige Entscheidung logisch. Bis Anfang der 90er_jahre des vergangenen Jahrhunderts war übrigens der Ausbau des Rangierbahnhofes geplant. Ein sichtbares Zeichen ist die Brücke zwischen Burgweinting und Obertraubling. Der Ausbau des Containerterminals war stets Bestandteil der Entwicklung des Güterverkehrszentrums. Soviel zur Sachlage.

  • Superstructure

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    Den bei der Veranstaltun anwesenden oder nicht anwesenden Journalisten und den hier schreibenden Kommentatoren scheint entgangen zu sein, dass es sich hier um das Container Depot von DB Cargo und nicht um das Terminal handelte.

    https://www.containerdepot-regensburg.de/

    In einem Container Depot sollen Leercontainer, gereinigt und repariert werden. Das Handling von Leercontainern=Schallkapseln verursacht Lärm
    Dazu soll hier auch ein am Hohen Kreuz , also außerhalb des des Bebauungsplan liegendes lange nicht mehr befahrenes Gleis reaktiviert werden.

    Ein Container Terminal dient dazu, Container von einem Verkehrsmittel umzusetzen (z.B. Schiene-Straße, Schiene-Schiene, Schiene-Schiff oder Straße-Schiff) oder ggfs. zwischenzulagern.

  • Auch a Regensburger

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    Ergänzend zu Superstructure: so ist es. Es ist ein Containerwasch und reperatur Platz. Die Container werden aus ganz Mittel und Ostbayern nach Regensburg rein gefahren (und dies geschieht nunmal in Wohngebieten), dort 30 Meter hoch gestapelt, gewaschen und repariert. Danach werden Sie wieder aus dem Stadtgebiet ausgefahren.
    Was propagiert wird, es wäre hauptsächlich für Regensburger Unternehmen ist nonsens. Das “Deluxe-Industrie-Grundstück” in Regensburg dafür zu verwenden ist ebenfalls zum Nachteil der Stadt.

    Zu NocheinRegensburger: ja aber wer in den 90Igern 20 war ist heute 50ig. In der Zeit ändern sich Sachen und es sollten ganz klar 30ig Jahre alte Vorhaben nach aktueller Sinnhaftigkeit hinterfragt werden.

  • Hthik

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    @Auch a Regensburger 4. August 2022 um 11:47

    “Was propagiert wird, es wäre hauptsächlich für Regensburger Unternehmen ist nonsens.”

    Die DB schreibt, sie würden in der Gegend von Regensburg gebraucht, insbesondere von einem “großen Automobilhersteller”. Da erscheint es schon naheliegend und ökologisch, diese dann in Regensburg zu reinigen und reparieren.

  • Michael Bothner

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    An “Auch a Regensburger” und “Superstructure”:

    Das der im Artikel wiedergegebenen Debatte zugrundeliegende Projekt ist das von Ihnen verlinkte Depot, das am Ostbahnhof entstehen soll. Es ist richtig, dass hier vor allem Leer-Container zwischengelagert werden sollen. Laut Bahn und Stadt stellen solche Leer-Containerdepots für exportorientierte Unternehmen wie BMW eine wichtige Logistiksäule da. Es brauche also immer einen gewissen Überschuss an leeren Containern, erklärte Heinemann am Montag.

    Wie auf der verlinkten Projektseite aber auf einem Plan gut zu sehen ist, sind auch LKW-Stellplätze und eine LKW-Verladestelle vorgesehen. Denn in kleinem Umfang sollen dort auch volle Container verladen werden. Der Begriff Terminal dürfte somit auch Ihrer Defintion nach nicht gänzlich falsch sein, auch wenn er im vorliegenden Artikel womöglich für Verwirrung gesorgt haben mag.

    Die angeführten 30m, die die Container einmal empor ragen sollen, erklären sich mir hingegen nicht. Ausgehend von einer ungefähren Containerhöhe von 2,5m wären es bei 6 Containern insgesamt 15m. Haben Sie hier genauere Containermaße?

    Zum angesprochenen Gleis (jedenfalls wenn ich das richtige meine :)) noch ein paar ergänzende Worte: Laut OB und DB ist das Gleis seit einiger Zeit reparaturbedürftig und daher nicht im normalen Einsatz. Es ist aber offiziell nicht still gelegt und wurde bei den Berechnungen für die Lärmgutachten wohl so miteinbezogen, als würde es ganz normal befahren werden.

    Ich hoffe ich konnte noch einmal ein wenig Klarheit schaffen.

  • Superstructure

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    Wenn ich den Plsanungsverlauf so sehe, ist nicht die DB für die Verzögerungen verantwortlich. Die DB will dort seit 2012 bauen, aber die Stadtverwaltung brauchte 10 Jahre für den Bebauungsplan. Die DB bedauert, dass es mit diesem Bebaungsplan jetzt noch zu weiteren Verzögerungen kommen kann.

  • JJAngleton

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    Schön, dass die Bahn-Infrastruktur ausgebaut wird.

    Das muss aber nicht unbedingt mitten im Wohngebiet sein. Soll nicht auch das Gelände Prinz-Leopold-Kaserne unser neues, schönes, grünes, modernes Vorzeige-Wohnviertel werden? Direkt über der Strasse?

    Ich nominiere die Stadtverwaltung für den karierten Hosenbandorden für vernetztes Denken!

  • JJAngleton

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    Wenn die Bahn das “im Raum Regensburg” braucht, könnte das auch in irgendeinem Monokultur-Feld sein wo Platz ist. Aber dann geht die Steuer halt an den Landkreis, nicht an die Stadt.

    Mir wärs wurscht.

  • Gscheidhaferl

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    @JJAngleton:
    Entschuldigen Sie bitte, das wird sich jetzt rüder anhören als es gemeint ist, aber: Der Standort ist nicht ‘mitten im Wohngebiet’, sondern am Rande eines großen Industrie- und Gewerbegebiets. Zwischen der Wohnbebauung und dem Container-Depot befinden sich der ‘idyllische’ Odessa-Ring (vulgo: Osttangente) und eine der Haupt-Bahnstrecken samt Ostbahnhof. Bös gesagt: Sie werden angesichst dieser ‘verkehrsgünstigen und geräuscharmen’ Lage mitunter echte Schwierigkeiten haben, noch viel vom Container-Depot mitzubekommen. Insofern: Es ist mit Sicherheit nicht der schlechteste Ort für eine Infrastruktureinrichtung dieser Art.

    Stattdessen irgendwo außerhalb bislang unversiegelte oder am Ende sogar landwirtschaftlich genutze Flächen dafür zu nutzen, nur damit wir hier in der Stadt nicht mit so einem Objekt belästigt werden, wirft aber ein bezeichnendes Lich auf Ihre Einlassungen. ‘Mir wär’s wurscht.’ kann schließlich nicht die Losung sein, an der sich verantwortungsvolle und nachhaltige Stadt- und Raumplanung orientieren. Wenn das Ihre persönliche Quinessenz ist, frag ich mich schon, auf welcher Grundlage Sie der Stadtverwaltung zu wenig vernetztes Denken vorhalten. An Ihnen kann Sie sich in diesem Fall ja wohl offensichtlich auch kein Vorbild nehmen.

    Sie können schlecht der Stadtverwaltung vorhalten, nicht vernetzt zu denken, und zeitgleich in anderen Zusammenhängen raushauen,

  • Auch a Regensburger

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    Gscheidhaferl,

    Ja weil die Züge nicht eingeflogen werden, sondern ein und wieder ausfahren. Und das eben nicht vorrangig für Regensburger Unternehmen, sondern für Alle Unternehmen aus Mittel und Ostbayern.

    Fragen Sie die Regensburger Unternehmen werden die auch antworten, dass Erweiterungsmöglichkeitens extrem wichtig sind. Die werden dann auf dem Feld gebaut und in Stadtnähe und Stadtbild prägend haben wir eine lärmende, erhitzende, lichtverschmutzende Containerwaschstraße inklusive weit sichtbaren Containerburgen.

    Die Stadt selbst entwertet dadurch sämtliche existierende und geplante Wohngebiete entlang der Gleise Candis, Kasernen, Guericke, Drei Brücken, Hohes Kreuz. Die eigenen Programme wie Vorzeigeviertel Prinz Leopold und soziale Stadt werden dadurch in Ihrer Qualität massiv angegriffen.

    Die allgemein Parolen “Mehr auf die Schiene” und “Wichtig für die Industrie” reichen anscheinend aus um jegliche Reflektionsfähigkeit bei den Beteiligten auszublenden. Jaja, ohne eine Containerwaschstraße in Regensburg, können unsere Unternehmen nicht mehr produzieren. Wie es bisher ging weis kein Mensch. Und ausser in Regensburg kann die Waschstraße auch nirgends anders in Mittel und Ostbayern realisiert werden. Obwohl das meiste aufkommen in Wallersdorf (globales BMW Logistikzentrum) und Dingolfing (größeres BMW Werk als Regensburg) anfallen wird.

    So eine Unternehmung an einen solchen Standort zu planen und damit für die eigene Stadt und Bewohner die Bürde für ganz Mittel und Ostbayern aufzunehmen ist einfach im höchsten Maße unreflektierte Politik und Stadtpanung.

    JJAngelton, meine Stimme bekommt er für den Orden

  • Gscheidhaferl

    |

    @Auch a Regensburger
    Bitte tun Sie nicht so, als ob es eine so fruchbar schwere Bürde wäre, Bezirkshauptstadt zu sein. Natürlich sind in diesem Zusammenhang auch ‘Lasten’ für die Region zu übernehmen. Regensburg nimmt ja nicht zuletzt wegen seiner Bedeutung für die Region auch entsprechende Fördermittel etc. in Anspruch. Oder plädieren Sie erntshaft dafür, nur die positiven Konsequenzen zu akzeptieren?

    Zudem sollten zentrale Infrastruktureinrichtungen sinnvollerweise an zentralen Orten eingerichtet werden. Und Regensburg ist nunmal ein für Mittel- und Ostbayern zentraler Ort. Ein Blick auf die Landkarte genügt, um sich das zu verdeutlichen. Oder auch nur ein Blick auf das nahegelegene Gleisdreieck. Ist ja vielleicht kein Zufall, dass das Container-Depot in unmittelbaerer Nähe zu diesem ja nun wirklich überregional bedeutsamen Verkehrsknotenpunkt geplant wird (der zudem wahrscheinlich noch nicht so überlastet ist wie die Drehscheibe Nürnberg).

  • Auch a Regensburger

    |

    Gscheidhaferl,

    Ja genau weil Regensburg ein Verkehrsknotenpunkt ist und der Bahnverkehr ja auch im Sinne aller hoffentlich mehr werden wird, sollte nicht noch zusätzlich tausende Leerecontainer mach Regensburg rein transportiert werden und dann wieder raus. Für eine Waschstraße gibt es sinnvollere Standorte als so angrenzend und eingreifend in ein städtisches Gebiet.
    Das Gelände könnte für Regensburg industriell wesentlich besser und lukrativer genutzt werden (allein die jedes Jahr entgangenen Steuereinnahmen, wenn dort ein Industrieunternehmen mit vielen Arbeitsplätzen enstehen würde).
    Wäre auch aus klimatischer Sicht wesentlich besser als die Leercontainer die sich in der Sonne schön aufheizen.

  • JJAngleton

    |

    @Gscheidhaferl 11:19

    Zugestanden, “mitten im Wohngebiet” war überspitzt formuliert.

    Trotzdem bleibt die Tatsache, dass die Idee des projektierten Vorzeigeviertels PLK mit einer krachenden Containerburg in unmittelbarere Nähe konterkariert wird. Ja, das hört man.

    “Wurscht” bezieht sich offensichtlich auf die Steuereinnahmen, nicht auf die Raumplanung. Was ja schon die Existenz der Posts beweist. Die Fläche ist übrigens ebenfalls noch unversiegelt.

  • Schlauchkatze

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    Ich kann immer noch nicht nachvollziehen warum der Standort “mitten im Wohngebiet liegt”. Es grenzt ja nichtmal an ein Wohngebiet. In keiner Richtung.
    Und: welche sinnvolleren Standorte gibt es denn für ein Vorhaben dieser Art?

  • Auch a Regensburger

    |

    Schlauckatze,

    die leeren Container aus Mittel-Ostabyern werden nach Regensburg rein gefahren und wieder rauus gefahren. Dies kann entweder aus Osten über Obertraubling und Burgweinting erfolgen. Aus Westen geht es durch das ganze Stadtgebiet und aus Norden über die Konradsiedlung, Weichs, Hohes Kreuz und Geruickestraße. Bei einigen Gebieten iat jeuer Wohnraum an den Bahngkeisen geplant. Alle werden den erhöhten Verkehr spüren.

    Speziell am Hohen Kreuz und Guerickestraße ggü. des Bahngleisesn werden die Auswirkungen massiv stärker sein. Hier sollen die Züge zum rangieren ein und ausfahren. Das Projekt endet ja nicht an der Osttangente, sondern geht ja mit dem Rangiergleis in Wohnviertel.

    Die zu erwartende Hitzebildung wird dann bei Ostwind in das gesamte Stadtgebiet getragen. Dies wäre bei einem Büro oder Fabrikgebäude viel weniger.

  • Hthik

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    @Auch a Regensburger 5. August 2022 um 15:17

    “Ja genau weil Regensburg ein Verkehrsknotenpunkt ist und der Bahnverkehr ja auch im Sinne aller hoffentlich mehr werden wird, sollte nicht noch zusätzlich tausende Leerecontainer mach Regensburg rein transportiert werden und dann wieder raus.”

    Es ist der Sinn der Bahn, Dinge zu transportieren, die transportiert werden müssen, eben auch Leercontainer. Alles was transportierte werden muss ist insofern “zusätzlich” zu dem, was sonst noch transportiert werden muss. Nun weiß ich nicht wie die genauen Auslastungszahlen sind, aber generell stimme ich Gscheidhaferl zu, dass man Dinge, die man in verschiedene Richtungen verteilen will, naheliegenderweise am Knotenpunkt lagert, sammelt, instandsetzt etc.. Eine Verschiebung der Anlage entlang einer Trasse ist natürlich grundsätzlich immer möglich, weil, siehe oben, die Bahn eben dafür da ist, Dinge zu transportieren, aber diese Verschiebung ist nur günstig für die Transportgüter die zufällig gerade in oder aus der Region, in die verschoben wurde, transportiert werden müssen, aber ungünstig für allen anderen Regionen. Im Endeffekt erhöht das also eher das Transportaufkommen, es müssen mehr Züge weiter rollen, gegebenenfalls auch durch Wohngebiete, die anderswo sind. Damit sind wir argumentativ in NIMBY-Gebiet angelangt.

    Zur Frage “Wie schön sind Containertürme?” habe ich nicht mehr beizutragen als zur damaligen Diskussion “Wie schön sind Photovoltaikanlagen?”.

  • Auch a Regensburger

    |

    Hthik:
    Theoretisch fast richtig. Nur würden Züge dann ggf. durch Regensburg durchfahren und eben nicht in Regensburg halten und hin und herrangieren.
    Praktisch wurde ja jegliche Antwort von Seiten der Bahn oder der Stadt wo eigentlich die Kunden sitzen nicht beantwortet. Sicherlich ist BMW der größte Kunde der Region. Werk Regensburg, Werk Dingolfing und das neue globale Logistikzentrum in Wallersdorf. Damit kann man mit gesundem Menschenverstand den Schluß ziehen, dass das meiste Aufkommen ja bei Dingolfing und Wallersdorf ist. Dann wäre ein Standort dort ja wesentlich sinnvoller. So fahren Container über Regensburg voll dort hin. Dann kommen die leeren Container zum reinigen nach Regensburg und fahren dann leer wieder zurück nach Wallersdorf. Dort werden Sie beladen und fahren dann wieder über den Knotenpunkt Regensburg an den gewünschten Ort.

    Bezüglich Ihrer optischen Beurteilung PV vs Container. Scheint Geschmackssache zu sein. Sie empfinden ein PV schlimm, würden sich aber nicht daran stören auf eine Containerwand zu schauen. Bei mir ist es umgekehrt.

  • Waldemar

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    Zu Auch a Regensburger

    -Containerberge massiv aufheizen und bei Wind aus Osten die Stadt mit noch mehr Wärme versorgt-

    Vielleicht können wir im Erdgasnotstand die Wärme im nächsten Winter gebrauchen.

  • Hthik

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    @Auch a Regensburger 6. August 2022 um 15:03

    “Praktisch wurde ja jegliche Antwort von Seiten der Bahn oder der Stadt wo eigentlich die Kunden sitzen nicht beantwortet.”

    Das ist unschön, aber rechtfertigt nicht den Verdacht, dass da irgendetwas verborgen werden soll. Die DB hat ja kein Interesse daran, ihre Strecken durch Leerverkehr zu überlasten und deren Kunden auch nicht.

    “Sicherlich ist BMW der größte Kunde der Region. Werk Regensburg, Werk Dingolfing und das neue globale Logistikzentrum in Wallersdorf. Damit kann man mit gesundem Menschenverstand den Schluß ziehen, dass das meiste Aufkommen ja bei Dingolfing und Wallersdorf ist. Dann wäre ein Standort dort ja wesentlich sinnvoller.”

    Selbst wenn das so ist, ist trotzdem der Standort Regensburg sinnvoll, wenn dessen Leistungsfähigkeit sich am hiesigen Bedarf orientiert. Die Fläche ist ja auch begrenzt. Alle Container aller Werke wird man hier möglicherweise gar nicht aufarbeiten können. Das begrenzt auch Befürchtungen, dass da der Verkehr noch stark zunimmt.

    “Sie empfinden ein PV schlimm, würden sich aber nicht daran stören auf eine Containerwand zu schauen.”

    Ich finde Industriearchitektur hat ihren Reiz, aber da empfindet man unterschiedlich. Siehe die Diskussion zur Sinzinger PV-Anlage.

    https://www.regensburg-digital.de/buergerentscheid-zu-sinzinger-pv-anlage-gestartet/20032021/

    Die Frage ist letztlich, will man in Regensburg Industrie haben? Man kann auch sagen, nein, diese schöne alte Stadt lassen wir uns nicht verhunzen. Königswiesen wird zurückgebaut, statt Straßen nur mehr Wege, maximal mit Rasengittersteinen, alles beschaulich und ruhig. Das ist auch ein Geschäftsmodell. Damit kann man vielleicht wohlhabende Renter aus der ganzen Welt anlocken. Dass es hier so warm wird wie in Florida kriegen wir mit der Erderwärmung auch noch hin.

    “Das Gelände könnte für Regensburg industriell wesentlich besser und lukrativer genutzt werden (allein die jedes Jahr entgangenen Steuereinnahmen, wenn dort ein Industrieunternehmen mit vielen Arbeitsplätzen enstehen würde).”

    Abgesehen davon, wer das sein soll, wird es sich eine Industrieunternehmen, das Logistikbedarf hat, und das sind nicht wenige, überlegen, ob es in eine Stadt zieht, der dieser Bedarf gleichgültig ist. Die Interessen der bereits ansässigen Industrie sind auch zu berücksichtigen. Da sind nichtmal Lehnstuhlrevoluzzer wie ich generell dagegen. Wir hätten nur gern mehr von den Überschüssen, die sie dank unserer Fürsorge erzielen, für die Allgemeinheit.

  • Auch a Regensburger

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    Nochmal. Die DB hat in Deutschland insegsamt 10 Terminals. Es ist der größte Bullshit zu glauben, dass Terminal wäre hauptsächlich für die Regensburger Frimen. Es ist für alle Firmen von Mittel und Ostbayern.

    Den Regensburger Firmen kann es und ist es Pfurzegal woher die gewaschenen und reparierten Container herkommen.

    Fragen Sie Regensburger Firmen ob es wichtig ist sich zukünftig auch räumlich zu entwickeln, sagen die natürlich ja. Regensburg hat dann das Containerterminal und Neutruabling die hihe Steureinnahmen, da in Regensburg keine Fläche mehr ist. Ganz clever von Regensburg.

    Eine Waschstraße die Neu geplant wird, hat an einem solchen Standort nichts verloren. Ziel der DB Cargo ist natürlich Ihr Geschäft auszubauen und somit immer mehr Leercontainer nach Regensbur rein zu fahren und dann wieder raus.

    Sich die Frage zustellen will man in Regensburg Id ustrie haben oder nicht und dies an ein Conatinerterminal zu knüpfen ist doch ein Schmarrn und reiner Popismus.
    Sie sollten sich Fragen: Gibt es keinen andern geigneten Standort und kann dann die DB Cargo und deren Konkurrenten nicht mehr den Bedarf an Leercontainer bereit stellen (Versorgungsaicherheit)? Und ob bei einem Standort in Regensburg die Container für die Regensburger Unternehmen wesentlich günstiger werden?
    Wenn beides mit ja beantwortet werden kann, ist es ein Vorteil für Regensburg.
    Wenn nicht, ist es für die Regensburger Unternehmen scheißegalkb die Container in Nürnberg, Neumarkt, Wallersdorf, Dingolfing oder Passau gewaschen und repariert werden.

  • Auch a Regensburger

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    Nachtrag:
    A) soweit mein Wissensstand ist, hatte es auch schon andere Standorte gegeben, die anscheinend besser waren. Hier wurde das Vorhaben aber abgelehnt
    B) und natürlich ist der Hazptbedarf für BMW und zwar nicht BMW Regensburg. Es wird das größere Werk (als Regensburg) in Dingolfing bedient und v.a. das globale BMW Logistikzentrum, was bedeutet dass huer natürlich auch Conatiner für Güter für BMW global gewaschen werden.

  • Beate Treibe

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    Zu Auch a Regensburger,
    ‚Hazptbedarf, huer, Conatiner‘
    Mal ne Frage, ist deine Tastatur noch i.O.
    Deine Ideen sind ja nicht schlecht.
    Nix für ungut ist nur ein Beilsbiel ;-o

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drin