Verfahren gegen Regensburger NPD-Chef

Der Kopf der Regensburger Neonaziszene Wiener (3. v.l.) bei einem Aufmarsch \Der Regensburger NPD-Chef Willi Wiener muss sich demnächst vor dem Amtsgericht Passau verantworten. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau bestätigt, dass gegen Wiener wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt wurde. Es erging ein Strafbefehl. Wiener soll anlässlich der Beerdigung des Altnazis Friedhelm Busse in Passau einem Polizeibeamten gegenüber tätlich geworden sein. Gegen den Strafbefehl hat der Regensburger Neonazi Widerspruch eingelegt. Einen Termin zur Hauptverhandlung gibt es bislang noch nicht. Busses Beerdigung am 29. Juli 2008 geriet zum Treffen namhafter Neonazikader. Ein Journalist wurde von 30 „Trauergästen“ angegriffen. Die Polizei musste Pfefferspray einsetzen und nahm mehrere Personen fest. Ermittelt wird unter anderem auch gegen den NPD-Funktionär Thomas Wulff, der eine Reichskriegsflagge mit Hakenkreuz über Busses Sarg ausgebreitet hatte. Die Sicherstellung der Flagge durch die Passauer Polizei führte zu einer Hetzkampagne der NPD gegen den Passauer Polizeichef Alois Mannichl. Der wurde bei einer Messerattacke Mitte Dezember schwer verletzt. Nach wie vor hat die Polizei keinen Spur von den Tätern.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (3)

  • Klaus

    |

    ist jetzt dieser Artikel wirklich ernst gemeint.
    Mannichl schwer verletzt..?
    Dieses ganze Theater gegen die NPD wird zum Rohrkrepierer für Medien und Politik.
    Durch den Zirkus von Politik- und Medien wird die NPD Zulauf bekommen, was für ein Irrsinn.

  • Bernhard Segerer

    |

    Ich glaube nicht das die kritische Berichterstattung ÜBER die NPD Werbung FÜR die NPD bedeutet. Oder habe ich diesen Kommentar einfach nicht verstanden?

Kommentare sind deaktiviert