Mit einem Hauch von Markus Lanz

Wollis Wahlkampfauftakt

Die Planungen für eine „Liste Wolbergs“ werden konkreter. Bei einer öffentlichen Veranstaltung mit dem suspendierten Oberbürgermeister waren entsprechede Planungen eines der bestimmenden Themen. Antreten will er allerdings nur, wenn es vor dem Landgericht Regensburg keinen Schuldspruch wegen Korruption gibt.

„Da spürt man sie wieder – diese Wut.“ In der Buchhandlung Dombrowsky sprach Joachim Wolbergs viel über Gefühle und seine politischen Vorstellungen, ein bisschen auch über die Vorwürfe gegen ihn.

Der Mann, der vor der Tür der Buchhandlung Dombrowsky wartet, ist neugierig. Und ratlos. „Was verspricht er sich davon? Warum tut er das? Glaubt er wirklich, dass ihm das etwas bringt?“ Es dauert noch eine halbe Stunde, bis diese Frage zumindest gestellt, wenngleich nicht unbedingt befriedigend beantwortet wird. Pünktlich um 20 Uhr setzt sich Joachim Wolbergs aufs Podium vor den bestuhlten Raum.

„Was nun J. Wolbergs?“

Ausgebucht sei die Veranstaltung mit dem verheißungsvollen Titel „Was nun J. Wolbergs?“ hieß es im Vorfeld in einigen Medien. Am Ende sind aber doch ein paar Stühle leer geblieben. Immerhin haben sich auch Altoberbürgermeisterin Christa Meier und Bürgermeister Jürgen Huber eingefunden, um dem Frage-und-Antwort-Spiel, bei dem sich Carsten Lenk und Ulrich Dombrowsky abwechseln – „Sonst rede ich wieder zu viel“, scherzt Wolbergs – zu lauschen.

Er habe eben sonst keine Chance mehr, begründet er seinen Vorstoß, sich nun verstärkt öffentlich zu äußern – via Facebook, bei öffentlichen Veranstaltungen, Privateinladungen. Er müsse jetzt „alles erklären“, denn jedwede Berichterstattung sei immer irgendwie mit einem Filter überzogen. Verständnisvolles Nicken im Publikum. Auch bei Wolbergs‘ Wettern gegen manche Medien. „Dennoch sei der Fall Relotius nicht symptomatisch für die Medien“, schränkt er generös ein. „Ebenso wie Korruption nicht symptomatisch ist für Politiker.“

Ein Oberbürgermeister und zwei Stichwortgeber

Lenk und Dombrowsky fungieren an dem Abend mehr als Stichwortgeber, als dass sie allzu kritisch nachfragen würden. Wer hier eine nähere Aufklärung der im Raum stehenden Vorwürfe gegen Wolbergs erwartet hat, wird enttäuscht. Als Lenk mal etwas in Sachen Parteispenden nachhakt, doziert Wolbergs über die fehlerhafte Gesetzgebung, die viele Unsicherheiten für Kommunalpolitiker berge, über Parteispenden an sich, das System in Österreich und was die Freien Wähler so mit Staatsanleihen machen.

Er habe in Regensburg nur ein System fortgeführt, das er so vorgefunden habe, das seit Jahrzehnten von der CSU so praktiziert und nie als illegal angesehen worden sei. Dennoch nimmt er auch seinen Amtsvorgänger Schaidinger in Schutz. Wie mit diesem während der Ermittlungen umgesprungen worden sei, sei eine „Sauerei“.

Zwischen Lenk, Dombrowsky und Markus Lanz

Dass es eine Bevorzugung von Bauträgern in Regensburg gegeben habe, wie Lenk als Möglichkeit in den Raum stellt, könne er nicht erkennen, sagt Wolbergs. Diese Behauptung sei falsch. Das müsse ihm erst einmal jemand belegen. Und wenn ihn jemand wegen einer allzu großen Nähe zu Bauträgern kritisiere, dann verkenne er die Realitäten. Das sei doch bei jedem Oberbürgermeister so.

Wolbergs referiert über Vergaberecht, darüber, dass die Stadtbau eben auch teurer baue als Private und davon, dass man eben „die gesamte Klaviatur der Wohnungswirtschaft“ spielen müsse. Er werde dazu demnächst etwas publizieren. Ebenso will er künftig bloggen – positive Geschichten über Regensburg.

Abseits dieser wenigen Fragen von Lenk fühlt man sich eher an ein Talkshow vom Kaliber eines Markus Lanz erinnert. Es geht viel um Gefühle, die Untersuchungshaft („War es Beugehaft?“, will Dombrowsky wissen.), seine Ängste, Sorgen und was Wolbergs so den ganzen Tag mache („Eichhörnchen beobachten“ zum Beispiel.). Beseelte und bedauernde Blicke im Publikum. Es ist nie unruhig. Die Zuhörer hängen an Wolbergs‘ Lippen. Manchmal entlockt er ihnen mit der einen oder anderen Anekdote – etwa der, dass sein Ruf der Hemdsärmeligkeit von der Genehmigung einer Bank in der Altstadt herrühre – einen Lacher. Dennoch wird erst zum Schluss hin – das Ganze dauert etwas mehr als 90 Minuten – geklatscht.

Wolbergs will Vorbild für die Jugend sein

Immer wieder geht es um Wolbergs‘ Wut vor Gericht („Jetzt spürt man sie gerade wieder“, ist ein Satz, den beide Moderatoren recht gefühlig des öfteren einwerfen.), um den „Obergschaftler“, mit dem Wolbergs tags zuvor einen Staatsanwalt vor Gericht belegt hat. Das seien ja nicht seine Freunde, erläutert Wolbergs. Zahlreiche Grundrechtsverstöße habe es in dem Verfahren gegeben, die U-Haft, die einseitigen Ermittlungen. Und dann flegle sich da so ein Oberstaatsanwalt in den Stuhl und mache nix, außer aufzupassen. „Der kennt sich nicht aus. Der regt mich auf.“

Überhaupt sei „Obergschaftler“ in Bayern ja eher etwas liebevolles und weil er in einem Onlineforum gelesen habe, dass so ein Verhalten vor Gericht ein schlechtes Beispiel für Kinder sei, fügt er an, dass er seine Aufgabe darin sehe, sich gegen Ungerechtigkeit zu wehren und dadurch ein Vorbild für die Jugend zu sein. Er komme es aus der Generation Wackersdorf. „Da waren staatliche Institutionen für alle suspekt. Heute frisst man ihnen aus der Hand. Das verstehe ich nicht.“

Die Suche nach Leuten mit „Lust, etwas zu zerreißen“

Mit zunehmender Dauer kommt Wolbergs in den Wahlkampfmodus. Auch dank der Fragen von links und rechts. Er spricht von seinen Haltungen und Überzeugungen, davon dass man als Politiker eine Meinung haben müsse. Zu Leuten wie Nahles oder Söder schaue doch heute niemand mehr auf – früher, da habe es noch ganz andere Kaliber gegeben. Als ein solches scheint sich auch Wolbergs zu sehen.

Als Dombrowsky schließlich wissen will, wie er dass denn anstellen wolle, mit einer eigenen Liste in den Kommunalwahlkampf zu ziehen – mit welchen Leuten, welchem Programm und woher er die Leute nehmen werde, räumt Wolbergs diese Pläne unumwunden ein. „Leute, die Lust haben, etwas zu zerreißen“ suche er, die das nicht zwingend mit einer Partei machen müssten.

Oder will sich die SPD doch wieder in Wolbergs‘ „Glanz“ sonnen?

Dann spricht er von Wohnen und Mobilität, von Flüchtlingen und Kindern, dem Kampf gegen die Einsamkeit im Alter und dem Klima zwischen den Menschen – es ist eine engagierte Antrittsrede, die Wolbergs hält, und mit der er den ersten – noch etwas spärlichen – Beifall im Saal erntet. Und als er nachlegt, dass man die „Herzen der jungen Menschen erreichen“ müsse, wird gleich nochmal geklatscht.

Aber es sei ja noch gut möglich, dass die SPD sage, sie wolle ihn wieder, wenn er freigesprochen werde, schiebt Wolbergs dann noch nach. Das wäre gut, meint er. „Ich bin ja eigentlich ein Freund von Volksparteien.“ Und da hätten sich ja früher schon einige gerne in seinem „Glanz“ gesonnt, und Fraktionskollegen seien gern neben ihm hergelaufen. Die kämen schon wieder zurück, glaubt er, auch wenn sie es jetzt an Solidarität mangeln ließen.

Wolbergs liebt das „Scheißgeschäft“

Aber so sei das in der Politik nun mal – „ein Scheißgeschäft“. „Aber Sie lieben es, oder?“, fragt Lenk. „Ja. Aber nur diesen Job als Oberbürgermeister.“ Dann erläutert Wolbergs, was man alles im Kleinen bewegen könne, dass in den Kommunen die Zukunft des Landes und der Demokratie liege. „Er habe da genügend am Schirm.“ Und wieder spricht Wolbergs über Wahlkampfthemen.

Immerhin: Für eine Wiederwahl stehe er – das sagt Wolbergs explizit – nur zur Verfügung, wenn er nicht wegen eines Korruptionsdelikts verurteilt werde. „Wenn ich deswegen im ersten Verfahren schuldig gesprochen werde, dann würde ich natürlich in Revision gehen, aber dann stehe ich nicht für die Kandidatur zur Verfügung.“ Einen Plan B habe er nicht, aber er könnte ja gegebenenfalls auch als Gärtner arbeiten.

Mit einem freundlichen Applaus wird Wolbergs anschließend verabschiedet. Fragen aus dem Publikum sind nicht vorgesehen. Die könne man ihm draußen vor der Tür beim Rauchen stellen, sagt Dombrowsky. Dort fragt eine Frau einen anderen Besucher: „Ja, glauben Sie wirklich nicht, dass er nochmal Oberbürgermeister wird?“ „Nein“, sagt ihr Gegenüber. „Mei. Schad is des scho.“

Der Wahlkampf hat nun offiziell begonnen. Der Prozess geht am Mittwoch weiter.

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Kommentare (47)

  • Atemlos durch die Nacht

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    Das er noch ein Jurastudium beginnt steht mit ziemlicher Sicherheit ausser Frage.

  • Karl55

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    …..das hat sich nicht wirklich so abgespielt, Herr Aigner??( sprachlos)

  • Dieter

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    „Er habe in Regensburg nur ein System fortgeführt, das er so vorgefunden habe, das seit Jahrzehnten von der CSU so praktiziert und nie als illegal angesehen worden sei.“

    Naja, Kritik an diversen Grundstücksvergaben gab es schon lange unter Schaidinger. Auch der Beratervertrag warf viele Fragen auf.
    Und warum ein System unkritisch weiterführen, vor dem einen die eigenen Genossen schon schriftlich gewarnt haben? Zumindest wurde hier ein System zugegeben, das ist ja schon mal was.

    „Da waren staatliche Institutionen für alle suspekt. Heute frisst man ihnen aus der Hand. Das verstehe ich nicht.“
    Ha, das sagt ein SPD OB…der im übrigen im ungefähren Wortlaut verkündet hatte, dass die unfehlbare Verwaltung von niemandem kritisiert werden darf. Kritik ist eben nur geduldet, wenn sie die anderen trifft.

    Dass Fragen aus dem Publikum nicht zugelassen wurden, spricht Bände, die generelle Begeisterung scheint auch verhaltener als vielleicht erwartet gewesen zu sein.

    Die ‚Liste Wolbergs‘ ist zum scheitern verurteilt, wie soll sich so ein Wahlkampf denn auch ohne Partei im Rücken finanzieren? Vielleicht mit dem Motto „Man sagt, dieser Mann kennt Leute aus der Wirtschaft“?

  • R.G.

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    Wenn wir daheim Ehekrach haben, fallen mir in Aufregung immer keine richtigen Gemeinheiten ein, ich bin sprachlich blockiert.
    Gegenüber hohen Persönlichkeiten ist es genau gleich.

    Weltneuheit: Wie wäre es mit einem Startup, bei dem man freche Worte auf Vorrat buchen könnte? So nach dem Motto, ich gehe morgen zu einer Respektsperson, hätten Sie eine Vorlage für einen Aufmüpfigkeitstalk für €30?
    Und bitte noch einen Ehekrach- Vokabular, bei dem dem lauschenden Nachbarn mit flau wird, für €20!

    Mir würde gleich jemand aus einem fernen Land einfallen, dem ich das aufgrund seiner überzeugenden Auftritte vor Gericht und in der Öffentlichkeit zutraute, dass ihm die „richtigen“ Worte nicht schnell ausgehen und auf besondere Bitten noch für Kunden welche übrigblieben…

  • Günther Herzig

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    Während in diesem Land Menschen bangend und gebannt auf Washington. Peking, Moskau, London, Nordkorea und Venezuela blicken, auf die Nachricht des Tages (meine Ansicht), dass in Deutschland eine Schattenarmee auch aus KSK-Kräften den Umsturz plant, probt bei uns in der Diaspora einer, ohne Berufsaus-bildung, selbstverliebt, publicitygeil eine „Wolbergs-Reloaded-Show“, unfähig einzusehen, dass ihn ernsthaft kaum jemand mehr in einem öffentlichen Amt sehen will. In sich wiederholenden Tiraden beklagt er die ständige Verletzung seiner Grundrechte, erlittene „Beugehaft“ und vieles mehr. Er versucht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, nur um sicher zu erleben, dass er gegen die Wand fährt.
    Michael Kohlhaas war auch so einer, im Unterschied zu Wolbergs hatte er wirklich Unrecht ertragen und trotzdem ging es schief.

  • Piedro

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    „…und weil er in einem Onlineforum gelesen habe…“

    Das Onlineforum ist eine journalistische Plattform mit Kommentarfunktion, Herr Wolbergs. Aber nett, dass Sie hier lesen. Haben Sie die Bankverbindung schon gefunden? Sie müssen auch nix stückeln lassen…

    Oder wie wär’s mit einem Gastbeitrag? In der Rubrik Meinung ist bestimmt noch Platz dafür…

  • Lothgaßler

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    @Piedro: das ist doch gutes Entertainment.

    Der beste Satz: „..Er habe da genügend am Schirm…“ ;-)))
    Ansonsten hatte er so vieles nicht auf dem Schirm, gerade vor Gericht immer wieder vorgebracht. Tipp: Unbdingt die Phrasen wechseln: „auf dem Schirm haben“ ist durch die Aussagen vor Gericht bei ihm negativ besetzt!

    Wie will er seine Liste Wolbergs finanzieren? Selbst wenn ihm die Bürgerinnen und Bürger diese Geschichten vergeben und verzeihen (egal wie diese Prozesse ausgehen), in Zukunft müsste er peinlich darauf achten nicht wieder die alten Fehler zu begehen. Der kleinste Anlass und die Meute fällt über ihn her. Nein, er sollte sich das nicht antun.

    Immerhin, es war auch etwas Infotainment: es wurden angekündigt ein bloggender Wolbergs und eine Publikation zur Wohnungswirtschaft. Ich kenne schon einen Leser, der die Publikation aufmerksam studieren wird: der Staatsanwalt. Bei seinem Blog schaue ich gerne vorbei. Er hat dort das „Hausrecht“ und sieht dann natürlich die Klarnamen jener, die bei ihm mitbloggen wollen.

    Ein misslungener Gag dürfte sein Arbeitswunsch sein: ggf. als Gärtner arbeiten zu wollen.
    Herr Wolbergs: Gärtner ist ein Lehrberuf (https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index;BERUFENETJSESSIONID=xuvTAavMAFyqYY7S_sCPdt3QgFahBqPua-rFUuBSN66l7A3rKxou!220398258?path=null/kurzbeschreibung&dkz=605), ohne Ausbildung können sie nur als Hilfskraft anheuern. Fragen Sie vorher die Saisonarbeiter bei den Gemüsebauern in Winzer und Kneiting, ob das wirklich was für Sie wäre.

  • Piedro

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    @Dieter
    „…wie soll sich so ein Wahlkampf denn auch ohne Partei im Rücken finanzieren?“

    So wie der letzte auch? Oder gibt es in Regensburg keinen Baugrund mehr?

  • Lol

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    Oh das waren echte Schinkenklopfer (Aber ist natürlich nur meine private und sicherlich unbedeutende Meinung).

    IMHO darf er, soll er antreten mit ein Wohlbergsliste, die „Volksparteien (ohne Volk)“ freuen sich sicher schon….
    Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall …

    Nach Liste ALZ, dann die Liste Wolbergs Jünger … Sorry Mierswa, meine Stimme(n) hattest Du immer, Freier Schweinebraten für Freie Bürger ist ja auch besser als Verbilligte Grundstücke für überteuerte Bauträger

    Mein Pseudo passt immer besser, da ist einer der sich unbedingt lächerlich machen will.

  • R.G.

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    Macht euch keine Sorgen um die Finanzierung.

    Welche großen Crowdfunding Plattformen gibt es so?

  • Dieter

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    @Piedro

    Ja, das war mit dem letzten Satz an Ablehnung an Schaidingers ersten Wahlkampfslogan genauso gemeint. War vielleicht etwas zu kryptisch.

    Aber im Ernst: Unabhängig vom Gerichtsurteil werden sich die 3 großen Spender (die gemeinsam 90% aller Spenden ausmachten soweit ich mich richtig erinnere) wahrscheinlich hüten, denselben ‚Schlamper‘ zu unterstützen, der ihnen durch seine Nachlässigkeit soviel Ärger und Öffentlichkeit beschert hat.
    Ähnlich wird es sich mit freiwilligen Wahlkampfhelfern verhalten…soviel Glanz ist nicht mehr übrig und wer will schon riskieren, auch einmal als Zeuge vor Gericht zu landen. Es ist ja nicht so, als ob Wolbergs irgendeinen Zweifel an seinem System hätte und er würde es wohl nochmal genauso machen. Der Ärger ist also vorprogrammiert.

    Und bei der SPD hat Wolbergs genügend verbrannte Erde hinterlassen,.

    Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja doch den dreimaligen Freispruch erster Güte, alles bleibt beim Alten und die Mieten steigen nochmal wie in den letzten 5 Jahren.

    PS: Wolbergs hatte auch angekündigt, seine Handwerkerrechnungen online zustellen. Da würde ich mich als Handwerksbetrieb aber schön bedanken für soviel Negativ-Publicity.

  • Mr. T.

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    Mir gefällt „die gesamte Klaviatur der Wohnungswirtschaft“. Bislang hat sein Klavier nur die drei Tasten BTT, IZ und Schmack gehabt. Und das Pedal Stadtbau, dass er mit den Füßen getreten hat. Aber gut, das Klavier ist halt noch von Schaindinger im Bürgermeisterbüro rumgestanden und war so einfach zum Spielen. Der Hartl hat ihm dann noch die Notenblätter aufgelegt und die Verwaltung begeistert im Takt geklatscht.

  • R.G.

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    Aber nun zum Detail:
    „und was Wolbergs so den ganzen Tag mache („Eichhörnchen beobachten“ zum Beispiel.). “
    Ernsthaft, das Tier, das ständig irgendwo was versteckt, und nachher häufig nicht weiß, wo das war?

    „Aber so sei das in der Politik nun mal – „ein Scheißgeschäft“. “
    Man könnte meinen, er spräche von einer Wiese voller Hundstrümmerl…

    „Einen Plan B habe er nicht, aber er könnte ja gegebenenfalls auch als Gärtner arbeiten.“

    Das würde ihm ermöglichen, zwei bisher schier umbewältigbare Probleme lösen zu helfen.
    Erstens, wo hat das Eichhörnchen die restlichen Nüsse versteckt?
    Zweitens, weg mit den Tretminen von der Öffentlichen Spielwiese!

  • XYZ

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    Dazu nur noch ein weiteres Schauspiel von Shakespeare, die Komödie der Irrungen.
    Solinus, Herzog von Ephesus und Ägeon, ein Kaufmann aus Syracus, erster Akt, erste Szene:
    „Ägeon: Fahr fort, Solin! Sei Förd’rer meines Falles, Dein Urteil ende Schmerz und Gram und alles. – Herzog: . . hör auf zu rechten; ich kann parteeisch das Gesetz nicht kürzen . . „

  • Checker

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    Und die Wolbergs Gläubigen hängen an den Lippen des Gurus. Ich vermute Wolbergs liegt bei 10 Prozent Zustimmung in der Bevölkerung. Wie will er da OB werden. Man sollte mal Umfragen machen. Die wenigsten wählen einen wegen Kortuption Angeklagten.
    Das glaubt natürlich die SPD noch nicht, Na gut die liegen ja auch bei 6 Prozent.
    Der Plan mit Gärtner wäre ganz ok. Ein Sozi Funktionär der 8 Stunden am Tag hart arbeiten muss wäre mal was neues. Aber Gärtner muss man auch gelernt haben.

  • Arno Nym

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    Unterscheidet Herr Wolbergs zwischen Verurteilung wegen Korruption oder Vorteilsnahme? Für mich klingt die Aussage so, dass wenn er wegen vorteilsnahme verurteilt wird, er nochmal antritt, nur bei Korruption nicht.
    Oder ist das ein Detail wo man es nicht so genau nehmen muss?

  • hansemann52

    |

    Ich weiß nicht so recht, ob unser jetziger noch OB, so seine Aussage, ein Vorbild für die Jugend sein kann.
    Als „Stadtoberhaupt“ oder auch als „Privatmann“ muss er sich viel, viel besser im Griff haben, da muss er noch einiges lernen. Es spiegelt nur wieder, welchen Charakter er tatsächlich hat.
    Treten Sie endlich ab.
    Armes Regensburg sollte Wolbergs noch einmal Oberbürgermeister dieser Stadt werden.

  • Ex Regensburger

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    Was mit unangenehm aufstösst: Da redet Wolbergs von Kritikfähigkeit gegenüber den „Großen“ u. bei seiner Dombrowsky-Veranstaltung durfte keiner vom Volk nachfragen bzw. das Maul aufmachen. Schwach.
    Er hat zwar viel von „Augenhöhe“ geredet, aber sich Kritik anhören – nur ungern.

  • Bertl(Original)

    |

    Ich würde Herrn Dombrowsky eine bessere Werbung für seine Buchhandlung wünschen als die Auftritte des JW.

  • SabineF

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    Über den Vergabeanteil von Grundstücken an Bauträger müsste das Liegenschaftsamt oder der Stadtrat Auskunft geben. Aber die reagieren nicht auf Anfragen. Deshalb wird der Vorwurf einer Bevorzugung von Bauträgern in Regensburg wohl immer auf Schaidinger und Wolbergs lasten.

  • Lieschen Müller

    |

    Ich möchte daran erinnern, dass Herr Wolbergs laut eigener Aussage ( Oberbürgermeister Joachim Wolbergs Facebook vom 22.12.2016 in „Meine Gedanken zu Weihnachten und vergangenen Jahr“ bei 6 min 14
    „Regensburg verlassen wird bei einer Verurteilung!“

    Wahrscheinlich hat er es grad nicht mehr auf dem Schirm? Wie gut, dass er es sich jederzeit anschauen kann.

    @Arno Nym
    Wegen Verurteilung :

    Auszugeben aus Wikipedia:
    Korruption (von lateinisch corruptio‚ Verderbnis, Verdorbenheit, Bestechlichkeit‘) bezeichnet Bestechlichkeit, Bestechung, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung. Im juristischen Sinn steht Korruption für den Missbrauch einer Vertrauens­stellung in einer Funktion in Verwaltung,

  • Erinnerungskultur

    |

    @Lieschen Müller:

    Vielen Dank, dass Sie das nochmal angesprochen haben. Wir sollten Herrn Wolbergs im Falle einer rechtskräftigen Verurteilung (Strafmaß ist unerheblich) an seine per Video gemachte Zusage erinnern. Hoffentlich wird er im Fall der Fälle nicht wortbrüchig. Die Stadt Regensburg könnte seinen Wegzug sicher gut verkraften ;-)

  • Empörer007

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    Warum sollte der W. nicht 2020 als OB-Kandidat antreten?, selbst bei einer Haftstrafe o. Bewährung (+x Jahre, hoffentlich!!), dann schickt er einfach seine „liebe“ (Ex-Frau) Tanja auf der „Liste Wolbergs“ vor…(s. SZ S.3 v. 05.02.19). Regensburger Bürger, Ihr habt es nicht besser verdient, solange Ihr diesen GRÖOBAZ(zi) nicht aus dem Amt jagt zusammen mit div. Stadträten!!

  • Hartnäckig

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    ich finde da überhaupt nichts Verwerfliches am Wahlkampfauftakt von Woli !
    Er kann kandidieren für was und mit wem er will.
    Ob er das nun bei den bibeltreuen Christen oder bei einer neu zu gründenden „BI gegen Korruption aller Art“ tut, ist doch wirklich seine Sache !

  • Piedro

    |

    @Hartnäckig
    ich finde da überhaupt nichts Verwerfliches am Wahlkampfauftakt von Woli !

    Ich auch nicht. Soll er’s doch versuchen, wenn er sich für so unverzichtbar hält. Und wenn er ein vorzeigbares Ergebnis zustande bringen sollte – schön für ihn. Wieder was gelernt. Was mich angeht: ich finde das, nach allem was ich hier lesen dürfte, erheiternd. Vielleicht will der Tretzel irgendwann mal Kanzler werden… Das könnte auch lustig werden.

    Wenn das Theater vorbei ist bleibt mehr Raum für wichtigere Themen.

  • Hella Theis

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    Ich wünsche Herrn Wolbergs viel Erfolg bei seinen Projekten in Regensburg.

  • Lol

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    Hallo Frau Theis, wünsche ich Ihm auch, vielleicht nicht unbedingt in Regensburg. Das ist mittlerweile (wie Ihr Wunsch und meine Stimme) Vergangenheit.

  • Samson

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    Kommentar gelöscht. Bitte keine unbelegten Behauptungen/Gerüchte.

  • Checker

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    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Wolbergs über 10 Prozent Zustimmung in der Stadt hat. Damit liegt er aber immer noch fast doppelt so hoch wie die Bayern SPD bei 6 %. :)

    Eine Partei zerlegt sich selbst.

  • SabineF

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    Wolbergs gibt an, er könne nicht erkennen, dass es eine Bevorzugung von Bauträgern in Regensburg gegeben habe. Ich würde mich freuen, wenn er selbst an dieser Stelle den Verdacht abschwächen würde, indem er hier in RD den Vergabeanteil von städtischen Grundstücken an Bauträger der letzten 10 Jahre vorstellt.

  • Ulrich Perchermeier

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    Als Gärtner arbeiten?
    passt gut zur „politischen Landschaftspflege“ –
    oder ist das jetzt die politische Gartenhauspflege?
    Jetzt wirds stimmig: es ist die politische Gärtnerhauspflege!

  • Ich könnte Würgen

    |

    Herr Wolbergs kann nicht als Gärtner arbeiten. Dafür fehlt ihm die Qualifikation.

    Er kann als Helfer in einer Landschaftsgärtnerei antreten, sich von einem Monat zum nächsten Sorgen machen, ob es 30 oder 35 Stunden pro Woche werden, und mit bestenfalls 1200 Euro netto pro Monat aus der Kiste rauskommen. Falls nicht „Sponsoren“ dafür sorgen, dass es ihm besser geht.

    Was für eine Anmaßung! Lieber Her Wolbergs: werden Sie – wenn sie schon wirklich arbeiten wollen – bitte einfach wieder Wirt. Das haben Sie zwar auch nicht gelernt, aber das können Sie noch am besten.

    Sie haben über Jahre als dritter Bürgermeister (zuständig für Soziales) Menschen, die eine bessere Qualifikation und mehr Lebenserfahrung haben als Sie selbst, an den Rand des Existenzminimums begleitet. Ihr Gejammer geht mir langsam auf die Nerven.

    Ich will Sie als OB-Kandidat nie wieder sehen. Sie können es nicht.

  • Bertl(Original)

    |

    @Ich könnte Würgen: Ita factum est.

  • Progel

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    sehr seltsame Veranstaltung: Die verfolgte Unschuld und seine Getreuen.
    Ein absurder Fall von Realitäts-Verleugnung.

  • altstadtkid

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    Also das entwickelt sich immer mehr zum öffentlichen Pranger hier
    Man muss kein Freund von J.W. sein, aber das hier ist teilweise echt widerlich
    Das sind genau die Leute die früher die Leute am Pranger auch noch bespuckt haben, Schämt euch!!!!

  • Checker

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    Liebes Altstadtkid:

    Wolbergs breitet sich aus im Gericht und bei Buchhändlern. Er beschimpft in der Öffentlichkeit Staatsanwälte, Polizeibeamte, seine eigene Partei die SPD…

    Alle sind Schuld nur Wolbergs weiss wie es geht und ist heilig.

    Wenn sich dann des Volkes Stimme einmal Luft verschafft und sich nicht alles gefallen läßt was die Herrn Oberbürgermeister mit ihnen treiben wollen ist das mehr als verständlich.

    Gott sei Dank ist es so und wir brauchen keinen Pranger mehr im Jahr 2019.

    Wolbergs sollte mal im Gericht Reue zeigen und sich bei all seinen 70 Prozent Wählern entschuldigen und ihnen sagen es tut mir Leid ihr habt euch in mir getäuscht.

    Dann könnte man verzeihen und ihm auch eine 2. Chance geben.

  • Giesinger

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    Für mindestens € 5.000,- im Monat fürs‘ Nichtstun, kann man schon ein wenig am Pranger stehen, @altstadtkid.
    Das muß er aushalten.
    Politik ist nun mal das Dreckigste aller Geschäfte!

  • hansemann52

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    Die Buchhandlung Dombrowsky soll sich baldmöglichst nach einer neuen Klientel umschauen, weil es sowieso -bald mit Wolbergs- Schluss mit Lustig ist, Die Buchhandlung, so erscheint es mir, hat solche Veranstaltungen ganz sicher nicht nötig oder??? Ich stell mir schon manchmal die Frage, warum, einige, wenige Bürger und Repräsentanten unserer Stadt, an solchen zweifelhaften Veranstaltungen teilnehmen. Wie heißt gelinde gesagt das Sprichwort, Pakt schlägt sich und Pakt verträgt sich oder anders gesagt, eine Krähe kratzt der anderen Krähe kein Auge aus. Schöne, politische Aussichten (mit Rot und Grün???) die Zukunft unserer Stadt Regensburg zu gestalten.

  • Jurist

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Lothgaßler

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    Ich plädiere für Zurückhaltung, wenn es um das nicht in die Affären verstrickte Umfeld von Wolbergs geht (z.B. die Buchhandlung). Dieses Umfeld hat ggf. eine andere Meinung und Einstellung zu den Dingen, das ist i.O. Die Personen aus diesem Umfeld sind nicht „mitgefangen“.
    Öffentlicher Pranger: Solange die geäußerte Kritik das aufgreift, was Wolbergs anbietet (z.B. durch seine Videobotschaften oder Zeugenaussagen) bzw. veröffentlichte Sachverhalte (wie der Prozess), sehe ich kein unlauteres Anprangern.

  • Günther Herzig

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    Checker der gütige Gott! Er ist bereit zu verzeihen! Wolbergs soll bereuen, bevor überhaupt seine Schuld (an was, wem gegenüber?) festgestellt wurde.

  • WerAuchImmer

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    @Giesinger
    Ja, ja. Die dreckige Politik und die bösen Politiker. Die installieren sich da ja auch ganz von selber. Und ganz wichtig ist auch immer festzustellen, wie abgehoben die sind. Also so ganz was anderes als unsereins, das arme unbescholtene Würschtl, auf das keiner hört. Ist das nicht ein bischen einfach?

    Hier tummeln sich ja mitunter viele Lateiner. Gern wird hier auch der übliche bürgerliche Bildungskanon (Heine, Goethe, Wagner…) zitiert. Mach ich ab und an ebenfalls ganz gerne. Hier genügt aber vielleicht auch ’nur‘ der als intellektuelles Leichtgewicht abgetane Michael Jackson: „If you wanna make the world a better place, take a look at yourself and make a change“ (aus“ Man in the Mirror“).

  • Giovanni

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    @Günther Herzig
    Seine Mitschuld daran dass er wider seinen Wahlversprechen die Kosten für unseren Wohn- und Lebensraum fahrlässig nach oben getrieben hat. Mit uns meine ich die Bürger Regensburgs.

  • Markus Panzer

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    Der Checker sollte mal seine Tarnkappe ablegen und seine wahre Identität zeigen, wenn er schon bei jedem Beitrag den Großinquisitor mimt.
    Aber vermutlich kann er noch nicht mal seinen eigenen Namen fehlerfrei schreiben.

  • Barnie Geröllheimer

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    Kommentar gelöscht. Bitte alle mal einen Gang runterschalten.

  • WerAuchImmer

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    @Markus Panzer
    Ich hab mich schon gefragt, wann Sie sich mal wieder für Wolbergs ihrem Nachnamen gemäß ins Zeug legen.
    Nicht zuletzt wegen Leuten wie Ihnen (und der Ihnen eigenen Wertschätzung, die Sie Menschen anderer Meinung entgegenbringen), bin ich jedenfalls sehr froh, dass man hier mit Pseudonym kommentieren kann.
    Wie parteidienlich es ist, dass Sie es nicht tun, trau ich mich demgegenüber nicht so recht einzuschätzen. Werden wir ja vielleicht bei den nächsten Wahlen sehen.

  • Stefan Aigner

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    Das Forum zu diesem Artikel wird geschlossen. Wir müssen immer mehr Kommentare löschen, weil sich die Verfasser komplett im Ton vergreifen. Das ist aufwendig und nervt. Sorry.

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