Lautes Brausen und Rauschen ist es, was die Bewohner von Stadtamhof, Steinweg und Gries gestern um 10 Uhr vormittags als erstes bemerken. Dann kommt der Rauch. Einige haben noch am späten Nachmittag Atembeschwerden. Per Radio werden sie informiert, die Fenster zu schließen. Einige bekommen das nicht mit.
Der Grund: Ein Schiff hatte mit seinem Kranausleger eine Gasleitung unterhalb der Protzenweiherbrücke beschädigt, als es die Schleuse verließ. Binnen kürzester Zeit fängt das Gas Feuer. Innerhalb von wenigen Minuten sind Polizei und Berufsfeuerwehr vor Ort und riegeln die Brücke ab. Zwar bekommen sie das Feuer innerhalb einer guten halben Stunde unter Kontrolle – das Gas hatte die REWAG kurz zuvor abgestellt –, doch die Hitze ist für die Brücke zuviel.
Die Stahlträger werden weich und geben nach – die Brücke knickt in der Mitte ein. Von den fünf Besatzungsmitgliedern an Bord des holländischen Schiffs wird zum Glück niemand verletzt. So wie es aussieht muss sie abgerissen und neu gebaut werden. Die Arbeiten werden – so hört man aus ersten Einschätzungen – rund ein Jahr dauern. Drei Buslinien müssen während dieser Zeit umgeleitet werden. Die Linien 4 und 12 fahren künftig über Nibelungenbrücke und Wöhrdstraße; die Linie 13 fährt über die Oberpfalzbrücke am Dultplatz – fast schon ein erster Test für die „Bürgertrasse”…
Auch für den Fußgänger- und Fahrradverkehr bleibt die Protzenweiherbrücke gesperrt. ¤






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