SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 10. Juni 2020

Letztes Wort im zweiten Korruptionsprozess

Wolbergs: „Ich glaube nicht mehr an Gerechtigkeit.“

Oft laut, manchmal wütend, meist aber resigniert gibt sich Joachim Wolbergs in seinem Schlusswort beim zweiten Korruptionsprozess. An eine vollständige Rehabilitierung glaubt er mittlerweile nicht mehr. Die Verurteilung im ersten Verfahren bleibe an ihm kleben. Der Ex-Oberbürgermeister fordert als ein persönliches Fazit die Abschaffung von Parteispenden.

“Vielleicht versuchen Sie an der einen oder anderen Stelle, meinen Namen durch Ihren zu ersetzen.“ Joachim Wolbergs in seinem Schlusswort. Foto: Archiv/om

„Drauf geschissen.“ Der Titel eines Buches (Untertitel: „Wie Dir endlich egal wird, was die anderen denken.“), das er zufällig gesehen habe, sei es am Ende gewesen, was den letzten Ausschlag gab, sagt Joachim Wolbergs. Denn eigentlich habe er kein Schlusswort mehr halten wollen. „Ich habe noch mehr kapituliert. Ich habe noch mehr an Kraft verloren. Ich glaube nicht mehr, dass es hier um die Sache geht oder um die Wahrheit.“ Und generell hätten sich wohl alle gefreut, wenn er einfach nichts mehr gesagt hätte, glaubt der Ex-Oberbürgermeister, als er am Dienstagnachmittag mit seinen Ausführungen beginnt.

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