SOZIALES SCHAUFENSTER

Archiv für 28. Oktober 2021

Die CSU beharrt auf ihrer Forderung nach einer Bürgerbefragung und lädt zu Ortsbegehungen ein. CSU-Chef Michael Lehner spricht in Burgweinting von einer „aberwitzigen Trassenführung“. Was dieser neuerliche Vorstoß vor allem erneut offenbart, ist eine eklatante Führungsschwäche der Oberbürgermeisterin.

Fraktionschef Jürgen Eberwein und der CSU-Vorsitzende Michael Lehner machen weiter Front für eine Bürgerbefragung zum Thema Stadtbahn. Foto: as/Archiv

Bei den Koalitionspartnern hatte es für ordentliche Verstimmung gesorgt, als die CSU via Pressemitteilung am vergangenen Wochenende eine Bürgerbefragung, bestenfalls einen bindenden Ratsentscheid über eine Stadtbahn für Regensburg gefordert hatte. Doch beirren lässt sich die größte Stadtratsfraktion davon nicht. Warum auch: Im darauffolgenden Koalitionsausschuss am Montag wurde nicht einmal über die Pressemitteilung gesprochen.

Interview

Physiotherapeut nur noch mit Studium? Chef der Döpfer-Schulen warnt vor Fachkräftemangel und Verlust von tausenden Arbeitsplätzen

Braucht es künftig ein Studium, um als Physio-, Ergotherapeut oder in anderen therapeutischen Berufen arbeiten zu dürfen? Mehrere Berufsverbände fordern schon seit längerem eine Vollakademisierung von Therapieberufen. Im Wahlkampf haben vor allem die Grünen das Thema aufgegriffen, das nun auch Gegenstand der Koalitionsverhandlungen ist. Treffen würde das vor allem die Berufsfachschulen, an denen bundesweit derzeit etwa 53.000 Schülerinnen und Schülerinnen ausgebildet werden – zwei Drittel von ihnen verfügtennicht über Hochschulreife und wären damit von diesem Berufsfeld ausgeschlossen. Ein scharfer Kritiker der Vollakademisierung ist denn auch Hubert Döpfer, Träger der Döpfer-Schulen, die auch in Regensburg mit mehreren Standorten vertreten sind. Als Mitinitiator einer „Allianz der Gesundheitsschulen“ macht er Front gegen die Vollakademisierung. Er sagt: „Sowohl für die Schulen wie auch für den Arbeitsmarkt wäre das eine Katastrophe.“ Unter anderem seien bis zu 20.000 Arbeitsplätze bedroht.

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