Alles grün? – Willkommen in Öko-Regensburg! Teil I

Das Regensburger Umweltzonen-Placebo

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Seit Montag hat auch Regensburg eine Umweltzone – dort, wo eh schon kaum Autos fahren dürfen.

Ein Kommentar von Winfried Köppelle

Regensburg ergrünt! Vorgestern verkündete Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer die frohe Botschaft, die „Umweltzone Regensburg“ sei eingerichtet. Zum besseren Verständnis für Unaufgeklärte: In dieser Zone dürfen künftig nur noch Kraftfahrzeuge mit grüner Feinstaub-Plakette fahren und parken, „um die Schadstoffbelastung in der Innenstadt zu senken“. Denn Regensburg hat ein gravierendes Dunstproblem: Seit Jahren werden die Schadstoff-Grenzwerte regelmäßig überschritten.

Damit soll es nun vorbei sein, dank Umweltzone atmet die halbe Altstadt zwischen Bahnhof und Donau fürderhin schadstoffgesenkte Ökoluft. 56 solcher großstädtischer „Umweltzonen“ gab’s bisher schon, zwischen Bremen, Berlin und München, die 57. ist nun in Regensburg zu finden. Laut Umweltbundesamt (UBA) ist die Einrichtung solcher Zonen eine wichtige „kommunale Maßnahme gegen verkehrsbedingte Luftbelastung“. Umweltzonen seien, so das UBA weiter, „Gebiete in städtischen Agglomerationen, in denen das Befahren durch stärker emittierende Fahrzeuge verboten wird“ – mit dem Ziel, „die Schadstoffemissionen, die durch den Straßenverkehr verursacht werden, zu reduzieren“.

Saubere Idee, deren Umsetzung nix kostet

Eine saubere Idee also, diese Umweltzonen – brillant umgesetzt in Regensburg. Denn mehr Umwelt kostet in diesem Fall fast gar nix, lediglich ein paar olle Verkehrsschilder und bunte PKW-Plaketten müssen bedruckt, verteilt und in Stellung gebracht werden. Das Gratis-Mehr an Umwelt macht aber sofort gute Laune: Schaut her, wie geil umweltgrün sich Regensburgs Altstadthäuserschluchten neuerdings anfühlen! Wir tun was! Die neuen Hinweisschilder locken vielleicht sogar noch mehr Touristen in die Stadt. Die Altstadtbewohner wird’s freuen.

Eins allerdings vermag die neue Regensburger Umweltzone ganz sicher nicht, da kann die Oberbürgermeisterin noch so viel heiße Luft darum machen: die Schadstoffkonzentrationen wirklich signifikant zu senken. Um das zu erkennen, muss man kein Prophet und kein Umweltexperte sein, sondern bloß mal den Stadtplan betrachten, der auf der städtischen Website unter „Leben/Umwelt/Luft/Umweltzone“ zu finden ist. Man merkt dann recht schnell, dass der neu geschaffene, urbane Nationalpark namens „Regensburger Umweltzone“ exakt zwischen Hauptbahnhof, Ostentor, südlichem Donau-Ufer und Jakobstor liegt – zur Erläuterung für Nicht-Regensburger: Das ist weitgehend deckungsgleich mit – ähem, Frau Malz-Schwarzfischer…!? – der bisherigen Fußgängerzone plus ein paar verkehrsberuhigter Nebensträßchen.

Umweltzone dort, wo eh schon längst mehr keine Autos sind

Genial. Die Regensburger Umweltzone ist genau dort, wo bislang größtenteils die Regensburger Fußgängerzone war. Da gibt’s natürlich total viele Kraftfahrzeuge, denen man das schlimme Luftverpesten verbieten kann.

Anders herum betrachtet: Die famose „Umweltzone“ endet an jeder beliebigen Stelle genau dort, wo gleich, ein paar Meter danach, viele, ja sehr viele Autos fahren: Prüfeninger Ausfallstraße samt Westenviertel? Keine Umweltzone. Straubinger Straße/ Ostenviertel? Keine Zone. Landshuter-/ Frieden-/ Kirchmeierstraße samt Galgenberg und Autobahnabfahrten? Nö… – Mit anderen Worten: Auf den fetten Innenstadt-Highways und in den daran angrenzenden Wohngebieten darf man auch künftig nach Herzenslust den SUV und den Dieselstinker rauslassen, selbst wenn der Smog und die Schadstoffe dichter wabern als in Peking oder LA.

Umweltzone ist in Regensburg dort, wo eh schon kaum Autos fahren dürfen. Da, wo’s nicht weh tut. Das Regensburger Umwelt-Placebo zeigt, dass die Stadtverwaltung eigentlich gar nichts tun will – nach außen hin aber den Eindruck erwecken möchte, man würde ganz doll was tun.

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Kommentare (27)

  • Tom

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    Man ist halt jetzt von den Innenstadtparkhäusern ausgesperrt. Letztendlich schadet es also nur den Geschäften in der Altstadt, wenn stattdessen DEZ und Arcaden angesteuert werden.

  • uwe

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    Die liebe Stadt! Möchte nicht wissen, wie viele Ingenieure, Verwaltungsmenschen usw. an diesem tollem Projekt getüftelt haben :-)

  • blauäugig

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    Übrigens dürfen nicht nur Autos mit grünem Papperl rein (das sind doch ohnehin über 95%) , sondern in der Fritz-Fendt-Straße, Bahnhofstraße, Margaretenstraße, Albertstraße auch noch alle Busse.
    Und in der ganzen „Umweltzone“ gibt es dann Ausnahmegenehmigungen für die Handwerker etc. –
    effektiver wäre es gewesen, die Altstadt zur echten Fußgänger-/Radfahrerzone zu erklären und entsprechend zu kontrollieren.

  • blauäugig

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    Ah Tom, haben Sie wirklich noch ein Auto ohne grüne Plakette? Sammeln Sie Oldtimer?

  • Rosalia Genoveva

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    Eine neue Umweltzone in der Zone ohne Autos ist schon gut, sagt der Fazi.

    Da können ma endlich die Furzer bestrafen.

  • Peter

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    Als ich 2004 in Regensburg in den ADFC (F, nicht A) eingetreten bin, war das schon im Gespräch. Jetzt, 14 Jahre später hat es dann doch schon geklappt. Kaum zu glauben, dass das so schnell gegangen ist, vor allem, da die bisherigen Bürgermeister ja mehr mit dem vetternwirtschaften beschäftigt waren.

    Es wird halt keiner kontrollieren.

    Das ist wie mit allen Placebos. Manche glauben, dass es was hilft, der Rest weiß, dass es bloß Schnick-Schnack ist.

  • Mr. T.

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    Wo ist denn in der Altstadt eine richtige Fußgängerzone? Taubengässchen? Posthorngässchen? Viel mehr ist nicht.
    Und aus der restlichen „Fußgängerzone“ müssen endlich alle raus, außer Autos mit grünen Plaketten, Anwohner, Handwerker, Oldtimer, usw.
    Trifft also nur auswärtige Besucher mit Autos der Baujahre 1989 bis rund 2007. Rentiert sich sicher.

  • Tom

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    @blauäugig: Passat Diesel Bj. 2000, 640.000km, gelbe Plakette. Verbrauch unter 6 Liter. Umweltschutz hat auch was damit zu tun, ob man funktionierende Produkte verschrottet oder nicht

  • Ratisbonenser

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    @blauäugig:
    Oltdimer dürfen auch rein ;-)

    Nun zu meinem eigentlichen Kommentar:
    Wieso ist die Donau nicht in der Umweltzone? Solange massenhaft Kreuzfahrtschiffe mit laufenden Motoren ohne nennenswerte Filtervorrichtungen mitten in der Stadt anlegen, wird diese sog. Umweltzone keinerlei Effekt haben (über den allgemeinen Sinn/Unsinn einer solchen Einrichtung möchte ich hier nicht diskutieren).

  • McMeiser

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    Im Sommer hängen dutzende Donaukreuzfahrtschiffe an der eisernen Brücke, mit armdicken Dieselkaminen, da sagt koana woos, ham de a a grüns Biggerl ?

    Die Umweltzone Regensburg vom Jakobstor/Ostentor (ca.1400m Luftlinie) und von der Donau bis zum Bahnhof (ca.800m Luftlinie) ist ein überflüssiger Krampf, kostet nur Geld und ist geschäftsschädigend!

  • Giesinger

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    Bitte auch die Binnenschiffahrt, die über den Kanal (Stadtamhof) geht, nicht vergessen! Apropos, am Busterminal für die Stundentouristen in Stadtamhof, da lassen manche Busfahrer im Sommer bei großer Hitze gerne ihre Motoren laufen, damit die Klimaanlage schön arbeiten kann (auch mancher Busfahrer will nicht schwitzen). Die dehydrierten Rollator-Rentner-Touristen dankens ihnen nach der anstrengenden Stadtführung . Zum Trinken gibt es dann ja auch wieder was beim Busfahrer. Zum Bieseln war man ja in Regensburg.

  • Kneipenschreck

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    Wär schon Happy, wenn dadurch dieser anachronistische Auto-Laufsteg namens Gesandtenstrasse-Rothe Hahnen-Gasse – Ludwigstraße ein paar PS starke Autos weniger ertragen müsste.

  • GelbePlakette

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    Mein Vaneo hat auch noch eine gelbe Plakette! Fahre halt jetzt ins DEZ! Man könnte sich ja einen neuen Wagen kaufen, wenn man wüsste, für was sich die Herren/ Damen Politiker in Sachen Auto entscheiden. (Vielleicht schaffen sie es ja noch im Jahr 2018.)

  • Lothgaßler

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    Als Lothgaßler filtern meine Lungen den Feinstaub seit Jahren, und daran wird sich nichts ändern. Ebenso wenig wie bei der Lärmbelastung.
    So gut wie alle Kfz können auch zukünftig in die „Umweltzone“ einfahren, selbst jene Diesel-Stinker mit deaktiviertem Adblue (da sollen viele LkW und Taxler dabei sein) und Bosch defeat-device (gerade die neuen Modelle, und wohl so gut wie alle SUV). Wer nicht mehr darf, der soll sich trauen und um eine Ausnahmegenehmigung anfragen.
    Einen wirtschaftlichen Nachteil für die Geschäfte in der Umweltzone kann ich nicht erkennen, denn es sind nur sehr wenige Fahrzeuge betroffen.
    Wahrlich ein Placebo, damit die Politik sagen kann wir tun was, mehr aber auch nicht!
    Binnenschiffe: Sehr gutes Thema, leider außerhalb der Zuständigkeit der Stadt, weil ja Bundeswasserstraße und damit Hoheitsgebiet des Bundes.
    Autobahnen und Ausfallstraßen: Der Wind wirds schon verdünnen, oder vorzugsweise in eine Richtung verwehen. Wenn interessierts?
    Kontrolle: Gerade bei den Manipulationen um adblue lässt sich das ja messen, und die Stinker direkt beim Vorbeifahren auf frischer Tat ertappen. Aber dazu wirds nicht kommen. Und jene Grün-Bickerl-Fahrer mit unerlaubtem Defeat-device verweisen auf ein Update, mit dem dann zwar die Abgaswerte auch nicht eingehalten werden, das aber als Maßnahme zwischen Politik und Autokonzernen so abgesprochen wurde.
    PLACEBO: ist ein Mittel ohne Wirkstoff, welches aber wirkt, weil der Einnehmende entsprechende (positive) Erwartungen mit dem Mittel bzw. der Behandlung verknüpft. Wir müssen also nur daran glauben, dass uns das hilft, dann tritt dieser positive Placebo-Effekt ein. Nie war Umwelt- und Gesundheitsschutz leichter zu realisieren!

  • Feinstäubler

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    Ja, ich fahre einen Diesel, der den neuesten Abgasnormen nicht entspricht – seit 17 Jahren. Ja ich habe nicht vor, das funktionierende Auto gegen ein Neues mit moderner Motortechnik zu tauschen dessen Umweltfreundlichtkeit nur auf dem Papier existiert. Es ist ein Skandal, daß unsere Politiker die Umweltfreundlichkeit mit zweierlei Maß beurteilen. Ehrliche Stinker gegen moderne Umweltbetrüger Der größere Skandal ist aber, daß Millionen Autobesitzer wie die Karnickel vor der Schlange verharren, statt sich gemeinsam auf den Weg zu machen und Ihre mit „alternativen Fakten“ sauberen Autos vor die Werkstore der Hersteller – zumindest für einige Tage – parken (flashmob läßt grüßen) und so zum Ausdruck bringen, daß der Verbraucher nicht alles hinnehmen muß. Dank gewiefter Vertragsgestaltung sind unsere Auto-(Roß)täuscher leider in der Lage die Gerichtsverfahren solange zu verzögern bis die Verjährung den Mantel des Vergessens darüber legt. VW und Konsorten freuen sich über steigende Absatzzahlen, streichen Gewinne wie nie ein und benötigen wahrscheinlich bald ärztlichen Beistand um die Folgen des Kaputtlachens über Ihre Kunden zu behandeln. Nach dem Motto:Erst bescheißen wir sie und dann kaufen sie uns auch noch freiwillig neue Autos ab von denen sie auch wieder nicht wissen wie umweltverträglich die sind. Warum sind wir da nicht schon früher draufgekommen?
    Warum soll man sich dann über die untauglichen Maßnahmen unserer Stadtverantwortlichen aufregen. Sie sind halt wie die Kinder. 57 Städte beweisen mehr oder weniger wie wenig die Umweltzonen für die Luftreinhaltung bringen, aber: „Ich will auch eine Umweltzone schließlich gehört das zum guten Ton einer prosperierenden Großstadt.“
    OK, sie müssen dank unsrer EU-Richtlinien den Nachweis erbringen daß auch sie etwas tun. Wäre es dann aber nicht sinnvoller kreativ auf die EU-Wünsche einzugehen und alle Feinstäubler und NOxler mit Maßnahmen zu konfrontieren – zu Land, in der Luft und auf dem Wasser. Würden alle Umweltheuchler auf Flug-, Schiffs- und Autoreisen verzichten, könnte die Umwelt schnell sauberer werden.
    Zum Schluß gestatte ich mir noch zwei Hinweise:
    1. Feinstaub entsteht nicht nur durch Motorabgase sonder auch durch Reifen und Bremsbelagabrieb bei alle Fahrzeugen. Aberwitzig wird die Situation wenn man Eltern dabei beobachten kann wie sie vermeintlich umweltbewußt ihren Nachwuchs in Fahradanhängern durch den Verkehr und somit durch die tödlichen Feinstaubwolken karriolen.
    2. Liebe „Grünplakettler“ freut euch nicht zu früh, wenn die blaue Plakette kommt seid Ihr auch draußen vor der Altstadt und dann kommen sicher auch noch die Benziner wieder dran.

  • Mr. T

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    Jedes neu gebaute Auto – egal wie sauber es fährt, ist umweltschädlicher als ein bereits gebautes Auto, das weiter fährt – egal wie viel Dreck es hinten rausbläst.

  • Veganer-Attacke an der Donau » Regensburg Digital

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    […] Die einstigen Ökozentren Freiburg, Münster und Essen sind verblüht – die neue Umwelthauptstadt Europas ist: Regensburg! Zwar nicht mit offiziellem Segen der Europäischen Kommission, auch keineswegs akkreditiert oder gar zertifiziert, doch zumindest als heimliche Königin der nachhaltigen Bioherzen darf sich unsere kuschelige Donaumetropole neuerdings fühlen. Und das liegt nicht nur an der niedlichen Umweltzone, mit der uns die Stadtverwaltung letzte Woche b… […]

  • Altstadtfreund

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    „Wegen hoher Luftverschmutzung kommt es laut EU-Kommission in Europa jährlich zu 400.000 vorzeitigen Todesfällen, wegen Stickoxiden seien 2003 rund 70.000 Menschen gestorben. Nach Angaben der EU entfallen auf den Straßenverkehr 40 Prozent der Stickoxidemissionen.“ berichtete BRaktuell am 23.6.17. Vermeidbare Leidensjahre an Kreislauf- und Atemwegskrankheiten (auch Krebs) sind ungezählt.

    Zweifellos müssen deshalb Autoabgase reduziert werden. Eher allerdings kann die Stadt wohl tückische Luftverschmutzung in Hallen reduzieren: Es gibt klare Unfallverhütungsvorschriften und technische Normen für Lüftungsanlagen, deren Einhaltung noch weniger geprüft wird als Autoabgasnormen.

    Wo viele Menschen tanzen oder sporteln, atmen sie tief und schadet ein Mangel an Sauerstoff oder ein Übermaß an Feinstaub insbesondere. Bau-, Ordnungs-, Gesundheitsamt o.a. müssten Diskotheken und Sporthallen prüfen, ob richtig geplant wurde, ob es normgerechte Nutzungs- und Wartungspläne gibt und ob die Wartungsbescheinigungen plausibel sind. Mit relativ wenig Prüfaufwand kann hier die Stadt vielleicht auch etwas Respekt vor Gericht finden: Passt das in einen Luftreinhalteplan?

  • Sternstaub

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    These: Die Umweltzone erhöht die Schadstoffbelastung!
    Da alle Parkhäuser in der Umweltzone liegen, werden die Parkplatzsuchfahrten in der Randzone zunehmen!

  • Altstadtfreund

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    „Umweltzonenplacebo“? Einspruch, Herr Köppelle, nicht einmal den heilenden Placebo-Effekt hat diese „Umweltzone“.

    Ein Zitat aus einer Meldung des UBA:

    “ … die Feinstaubbelastung nach dem Silvesterfeuerwerk …. Aber auch in München und Nürnberg lagen die Konzentrationen über 1000 µg/m³. Die extrem erhöhten Konzentrationen in den ersten Stunden des neuen Jahres führen an einer Vielzahl von Stationen dazu, dass die Tagesmittelwerte 50 µg/m³ überschreiten. Von den 35 zulässigen Überschreitungstagen ist damit bereits mit dem ersten Tag des neuen Jahres ein Überschreitungstag „verbraucht“. Am 1.1.2017 war dies an 129 der 320 Messstationen der Fall. In Städten, wo auch sonst erhöhte Feinstaubkonzentrationen gemessen werden, führt diese Zusatzbelastung durch Silvesterfeuerwerk oft zu besonders deutlichen Überschreitungen des Tagesmittelwertes von 50 μg/m³. Tagesmittelwerte um 100 µg/m³ sind hier keine Seltenheit. An einer Station in München wurde sogar ein Tagesmittelwert von 564 µg/m³ am 1.1.2017 gemessen.“

    Eine Reduzierung von Luftverschmutzung beim Jahreswechsel könnte einen Beitrag liefern, wenn die Stadtverwaltung vor Gericht punkten will mit einem Luftreinhalteplan – neben einem erweiterten Fahrverbot und einer Luftverbesserung in Hallen (s.o.).

    Frage an unsere Umweltverbände und RD-Kommentator Winfried Köppelle: Wie fern ist eine Klage in Regensburg ? Gerne läse ich einen Faktenvergleich mit Grenzwerten und mit Überschreitungen in bereits beklagten Städten …

  • Rosalia Genoveva

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    Das hat der Tom glei ganz weise gsehn:
    „Man ist halt jetzt von den Innenstadtparkhäusern ausgesperrt.“

    Ich sag eng, das wär eingtlich gscheit, wenn ma alle scho dagwesten Parkhäuser in einer Fußgeherzone neigsperrt hätt.
    Weil dann könnt ma ja endlich ganzganz dringend Parkhäuser außendrum bauen müssen, noch bevor ma die erschwinglichen Sozialwohnungen zum macha ofangt.

    Alles schee der Reih nach.

  • Giesinger

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    Zitat
    Feinstäubler

    18. Januar 2018 um 13:50 | #

    Würden alle Umweltheuchler auf Flug-, Schiffs- und Autoreisen verzichten, könnte die Umwelt schnell sauberer werden.“
    ———————————————————————————
    Danke Feinstäubler, genau meine Meinung, sagt da Giesinger
    —————————————————————
    „Zitat vom Feinstäubler
    Zum Schluß gestatte ich mir noch zwei Hinweise:
    1. Feinstaub entsteht nicht nur durch Motorabgase sonder auch durch Reifen und Bremsbelagabrieb bei alle Fahrzeugen. “
    _________________________________________________________________

    Ja eben, und dann noch der von mir erwähnte RMD-Kanal und ganz wichtig noch die stadtnahen zwei Autobahnen (A3/A93)!

    Dieser Scheiß-Aktionismus ist jetzt auch noch in Regensburg angelangt.
    Einfach nur lächerlich.
    Mein persönlicher Protest gegen den Umweltzonen-Scheiß:

    Ich kaufe mir wohl demnächst einen MB/8 -Diesel-Oldtimer.
    Mit dem komme ich sowohl nach Giesing, als auch in jede andere depperte „Umweltzone“ rein.

  • Giesinger

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    Nachtrag:
    Im Jahre 2000 habe ich mir eine Diesel A-Klasse gekauft. Der Schröder war damals noch Kanzler und hat auf Lobbyisten-Druck der Autoindustrie sich damals gegen den Partikelfilter entschieden. („Das könne man unserer Industrie nicht zumuten, wegen großer technologischer Probleme“ oder so einen Krampf halt .)

    Bereits 2007 war ich dann der Depp, weil ich mußte meine „pfennig-guade“ Diesel-A-Klasse für ein Spottgeld nach sonstwo verkaufen (wo sie natürlich genausoviel Abgase oder noch mehr emmitieren wird).

    Somit habe ich erstmals 2007 auf grüne Plakette gewechselt, dann wieder neu 2016, die jetzt auch schon wieder in Verruf steht.

    Ach, dazwischen hatten wir ja auch die von der Automobil-Lobby entwickelte und von unseren hochbezahlen Politiker-Hanswursten durchgesetzte Verschrottungsprämie. Mr. T hat den Sachverhalt am 18. Januar um 20:35 angesprochen.

    Euro 6 und Ad-Blue bei bei osteuropäischen Diesel-LkW-Flotten:

    Du kannst Dir im Internet völlig legal für ca. 120 Euro die Software kaufen, mit der Du neueste Diesel-LKW umrüsten kannst, damit die ohne Ad-Blue/Harnstoff fahren können. Das spart diesen Speditionen die Ausgaben für den Harnstoff und ganz viele (v.A. aus Osteuropa) machens wohl.
    Und zwar im Gegensatz zu den jetzt geforderten Umprogrammierungen von PKW, ohne Motorprobleme, weil die Motoren wurden für den Export in Afrikanische Länder z.B. schon so entwickelt.

    Das wird leider nicht kontrolliert. Das BAG ist nicht zuständig!

    Jetzt gerade landen wieder sehr viele auf dem Deutschen Markt nicht mehr verkäufliche PKW jungen Alters in Osteuropa (für Afrika sind sie noch zu teuer/zu neu).
    Hey Leute, die bauen dann noch sämtliche Feinstaubfilter (Diesel) bzw. Katalysatoren (Benziner) aus, um die darin enthaltenen (Edel)metalle zusätzlich zu Geld machen zu können.

    In good old Regensburg ist man sich hingegen gewiß:
    Durch Weltwetterlagen bedingte Luftströmungen gibt es in unserem Regensburger Innenstadt-Talkessel nicht, darum machen wir das.

    Wir machen das? Klingt fast so grausig wie wir schaffen das.

  • Giesinger

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    Kleine Korrektur bezüglich Lobbyisten-Schröder:

    Die Erstzulassung meiner A-Klasse war schon 1999.

  • Altstadtfreund

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    Würden alle Trolle auf Flug-, Schiffs- und Autoreisen verzichten, würde die Luft innerhalb der tückisch belasteten Innenstadt Regensburgs kaum gesünder. Vllt. ächzte ein Reise- oder Autoverkäufer …

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