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Der Feinsender, 044 – Biere feiern

Regensburg steht ein verlängertes Bierwochenende der Superlative bevor: Vatertag, Craft Beer Festival und unsere wunderschöne Maidult. Der Feinsender 044 säuft mit!

Der Feinsender, Ausgabe 044 – Biere feiern. Bild: ld/om.

Es ist Vatertag, Dultbeginn und Feinsender-Release-Tag! Was klingt wie ein Sechser im Lotto, wird von David und Modl feinsendertypisch seziert. Was macht die Regensburger Dult eigentlich aus? Ist eine Maß wirklich die richtige Einheit für gepflegten Biergenuss? Und macht eine Wurst im Bier schon ein Pale Ale?

Für Apple-User gibt es den Feinsender auch als iTunes-Podcast.

Titelmusik diesmal: „Four Beers‘ Polka“ Kevin MacLeod (incompetech.com), Licensed under Creative Commons: By Attribution 3.0 License creativecommons.org/licenses/by/3.0/

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Kommentare (2)

  • Tobi Becq

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    Hipster sehen dich an….

    Neulich hatte schon am Haidplatz eine Massenintoxikation stattgefunden, mit den bekannten Übergriffen und Entregelungen gewalttätiger, sexueller, vandalischer oder nur lärmender Natur. Gleichzeitig, zum Zelebrieren eines Kultes um die harte Droge am Haidplatz, hatten unsere sauberen, jungen Edelweißbuam auf der Grillinsel (vor der alten Linde) südländisch anmutende Jugendliche wegen Kleinstmengen an Rauchhanf wie Schwerverbrecher vorgeführt. Verkehrte Welt!

    Vorgestern, gestern und heute am Neupfarrplatz war/ist noch verdrehter. Wer mich kennt, der weiß dass in meinem Allergikerausweis neben einigen Gräsern und Sträuchern auch Juristen, (Gymnasial)Lehrer, Politiker und eben Hipster (+++) aufgeführt sind. Ich geh also wie immer zum Edeka und traue meinen Augen nicht! „Wollen die mich provozieren?“, frag ich mich. Normal ist die Hipsterlast in der Altstadt auch für den Allergiker tragbar, aber gestern schienen sie geschwärmt zu sein, schien sich ein Nest geöffnet zu haben! Normal tragen Hipster – wenn nicht den obligatorischen, betont siffig-lässigen, aber teuren Röhrenjeanslook – eine eher harleyeske, vielleicht eine nerdig-elektrotechnikstudentische oder eine, an die Skinheadkultur (musikalisch, nicht politisch) nordenglischer Arbeiterstädte gemahnende Uniformierung, aber auf dem Neupfarrplatz sahen mich Hipster in bayerischer Tracht an! Kein Scheiß!

    ….und ich hab zumindest ein paar junge Brauer getroffen, die auch keine Hipster mehr sehen können. „Na, nird bloß in der Kaffeeressterei und im Epplstoash! Ah bei uns, beim Bäi-ah, beim Wisgeh und beim Schnapsbrennah und ah beim Kas’n schoh. IIhwerrrall housd‘ as nouchern schon drinnah!“

    …und es stimmt. Es mutet wie eine Virulenz, wie eine Pandemie! Dieser trutzig und stolz zur Schau getragene Sappeur-Bart, der genauso jucken muss, wie das frisch rasierte Knabensackerl unten im Gelege, beides so liebevoll gepflegt und gestreichelt wie das eigene Bier! Hipster-Bier! Diese fruchtig und raffiniert gehopften, mit einer forciert gedarrten Gerste süffig gemaischten und schonend vergärten ‚Crafts’biere. *Seufts* Auch meinen Kaffee trink ich nicht mehr deutsch, österreichisch oder italienisch. Ich geh nur noch Kaffee trinken, wo ein Original Hipster hinter dem Röster steht und die Kundschaft weiße Appleprodukte streichelt.

    Neulich war ich in einer bayerischen Traditionsbrauerei in einer Flussbiegung und da war in der ausgelegten Broschüre auch ein Foto des traditionellen Braumeisters alter Schule abgebildet. Mit diesem kernig-oberpfälzischen G’sicht incl. Grübchen im Kinn. Wo man die kalten böhmischen Winter und die verlorenen Sonntagvormittage einer Kindheit in der unbequemen Kirchenbank dann genauso aus dem Bier rausschmeckt, wie die väterlichen Schläge, auf dass der Bub auch schön tüchtig werde.

    Zwei Mal gelebte Bierkultur in Bayern! Dreimal! Dult ist nämlich auch schon wieder. Da freut sich der Altstadtbewohner und stellt schon mal den Wassereimer bereit. Kriegen wir vielleicht auch mal ein Cannabis-Festival organisiert? Wenn ausgerechnet Bayern damit anfinge, das wäre irgendwie selbstironisch hipsteresk!

  • Günther Herzig

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    Was sind denn Hipster? Und was immer sie sind, ist das verboten oder zu verbieten? Das wäre doch eine gute Gelegenheit der Welt Adieu zu sagen und sich dem Eremitentum zu verschreiben. Oder, man könnte ganz einfach in dieser Welt leben wollen, ohne den Blick zurück nach vorgestern.
    Falls die Brauerei In der Flussbiegung Weltenburg gewesen sein könnte, ist das wohl Niederbayern und der Braumeister dann eher nicht aus der Oberpfalz.

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