Archiv für 8. Mai 2018

Er habe nie eine Spaltung gewollt, aber: „Wer mit Steinen wirft, muss den Rückwurf ertragen“. In einer mit Vorwürfen gespickten E-Mail hat sich Joachim Wolbergs unter anderem an die Regensburger SPD-Chefin Margit Wild, Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und den Unterbezirksvorsitzenden Sebastian Koch gewandt. Es geht um Wolbergs‘ Ankündigung einer neuerlichen OB-Kandidatur und die Kritik daran. Der suspendierte Oberbürgermister reagiert mit einer Kampfansage und bekräftigt seine Ambitionen. Auch SPD-Landesschatzmeister Thomas Goger bekommt sein Fett weg.

Ein E-Mail voller heftiger Vorwürfe. Wüsste man es nicht besser, man könnte meinen, Wolbergs befinde sich in einem eher schmutzigem Wahlkampf, den er aus einer Position der Stärke führt. Foto: Archiv/ Staudinger

Die Regensburger SPD ist durch die Korruptionsaffäre – hunderttausende Euro an Parteispenden von Bauträgern, eine Anklage und weitere Vorwürfe der Staatsanwaltschaft – in ihrer politischen Haltung zu Joachim Wolbergs gespalten. Das ist bekannt und daran ändert auch ein recht eindeutiger Beschluss vom Januar 2017 nichts, in dem Partei und Fraktion sich darin festlegen, „dass eine Rückkehr von Joachim Wolbergs in das Amt des Oberbürgermeisters trotz der nach wie vor geltenden Unschuldsvermutung nicht mehr möglich ist“. Denn ungeachtet dessen gibt es nach wie vor Partei- und Fraktionsmitglieder, die nicht nur an Wolbergs Unschuld glauben, die dieser immer wieder beteuert, sondern auch auf seine Rückkehr als Oberbürgermeister hoffen. Abgesehen von kleineren Reibereien am Rande der Nominierung der Kandidaten für Bezirks- und Landtag, wo Wolbergs mit Markus Panzer einen eigenen Kandidaten vorschlug, und intern gehaltenen Streitigkeiten ist aber dieser Konflikt nie offen ausgebrochen. Das scheint sich nun zu ändern.