SOZIALES SCHAUFENSTER

Demo gegen Auto-Infrastruktur im Stadtnorden

„Die Zeit des Autos ist vorbei“

Nur 250 Regensburger folgten am Freitagvormittag dem Aufruf der Protestbewegung Fridays for Future. Die Organisatoren gehen auf Konfrontation mit dem Autoverkehr. Der CSU-Abgeordnete Peter Aumer reagiert darauf mit einem offenen Brief.

Auf der Frankenstraße und der Donaustauferstraße leitete die Polizei den Verkehr großräumig um

Es ist Freitagmittag, als der Facebook-Post des Bundestagsabgeordneten Peter Aumer (CSU) online geht. Etwa zur selben Zeit befindet sich eine Demonstration von etwa 250 Fridays for Future-Aktivisten bereits am zweiten Kundgebungsort in der Donaustauferstraße. Auch die Frankenstraße, eine vielbefahrene Verkehrsaches im Stadtnorden, wird heute zum Kundgebungsort und für einige Zeit autofrei. 

Aumer vermisst Respekt

„So geht’s nicht“, lautet die Überschrift von Aumers Internetbotschaft dazu. Für ihn stellen die Autoindustrie und deren Zulieferer in der Region einen wichtigen Faktor dar. 61.000 Arbeitsplätze seien hiervon abhängig. Ziel politischen Handelns müsse stets eine gute Zukunft für alle Generationen sein. „Dazu gehören Umwelt und Klima genauso, wie ein funktionierendes Gesellschafts-, Sozial- und Wirtschaftsgefüge. Um Akzeptanz zu finden, muss Politik immer zum Wohle des Großen und Ganzen entscheiden.“

Fordert mehr Respekt: Peter Aumer. Foto: Archiv/Staudinger.

Doch er vermisse „den Respekt vor der Meinung vieler Bürgerinnen und Bürger. Auch vermisse ich den Respekt gegenüber Arbeitnehmern, Rentnern und Schülern, die durch Ihre Proteste betroffen sind.“ Die bereits im Vorfeld von den Organisatorinnen angekündigten Zwischenkundgebungen auf der Frankenstraße, Höhe Protzenweiherbrücke und auf der Donaustauferstraße lehnt Aumer ab.

Nur ÖPNV geht auch nicht

Der Individualverkehr dürfe nicht gegen den ÖPNV und den Schienenverkehr ausgespielt werden. „Denn wir brauchen beides. Diese müssen neben dem Fahrrad und weiteren Verkehrsträgern Bausteine eines Mobilitätskonzeptes für die Region Regensburg werden.“ In einem Punkt gebe er FFF Recht: „Es ist höchste Zeit, endlich an die Zukunft zu denken. Und damit ist nicht nur ein halbes Jahr oder ein Jahr gemeint, sondern die kommenden Jahrzehnte.“

Die Organisatoren kommentieren Aumers offenen Brief mit einem Schmunzeln. Um 12 Uhr ist der Demozug vom Neupfarrplatz aus gestartet. Doch waren am 20. September noch mehr als 4.000 Menschen mit dabei, kann FFF diesmal nur 250 Personen mobilisieren. „Wir haben die Demo etwas zu spontan angesetzt und einfach schlecht beworben“, sagt einer der Organisatoren selbstkritisch.

Deutlich weniger Teilnehmer als in der Vergangenheit

Doch die Stimmung bei den Anwesenden ist trotzdem gut. Sie sind sich sicher, dass die Zeit des Individualverkehrs und des Autos zu Ende geht. „Es wird leider noch immer soviel Geld in Infrastrukturprojekte für den Autoverkehr gesteckt. Wenn wir diese Summen in nachhaltige Klimaschutzmaßnahmen stecken würden, wären wir ein gutes Stück weiter“, so Malin von FFF in einem Redebeitrag. Während ihrer Rede machen es sich die Demoteilnehmer auf der Frankenstraße gemütlich. Die Polizei leitet den Verkehr großräumig um und so zeigt sich ein seltenes Bild: Kein Auto ist weit und breit zu sehen. Lediglich ein einzelner Reisebusfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig losfahren und harrt aus. Er scheint es aber mit Humor zu nehmen.

Eine dritte Röhre am Pfaffensteiner Tunnel, die auf ihre Umsetzung wartet, dürfe gern gebaut werden, sagt Malin. „Aber dann nur für Fahrradfahrer und Fußgänger.“ Derzeit laufen die Planungen für eine Generalsanierung des Autobahntunnels. Um den weiter wachsenden Verkehr in der Region entzerren zu können, soll dort ein dritter Tunnel entstehen. „Diese Maßnahme ist Ausdruck einer veralteten politischen Denkweise“, sagt Miriam Daher, eine Sprecherin von FFF. „Wir wollen, dass künftig weniger Autos auf den Straßen sind und nicht noch mehr.“

Sallerner Regenbrücke und dritte Röhre? „Nein!“

Neben dem Tunnel ist der 16jährigen Schülerin auch die Sallerner Regenbrücke ein Dorn im Auge. „Wir haben uns mit der Lappersdorfer Bürgerinitiative ausgetauscht und wollen ihren Forderungen heute auf der Straße Ausdruck verleihen.“ Schon seit einigen Jahren ist der geplante Brückenschlag im Stadtnorden ein großes Reizthema in der Stadt und dürfte auch im bevorstehenden Kommunalwahlkampf eine Rolle spielen. CSU-Spitzenkandidatin Astrid Freudenstein hat den Bau der Brücke ganz oben auf ihre Agenda gesetzt.

Als eine sogenannte Stadtautobahn könnte nach Plänen der Stadt die A3 künftig von Burgweinting aus durch die Stadt an die A 93 bei Lappersdorf angeschlossen werden. Die Hoffnung dabei: Der Druck auf die Autobahnen im Süden und Westen der Stadt könnte dadurch vermindert werden. Viele Anwohner im Bereich der künftigen Sallerner Regenbrücke befürchten allerdings dadurch mehr Autos und LKW quasi vor der Haustür.

Malin spricht sich gegen die geplanten Infrastrukturmaßnahmen aus. Foto: Bothner.

Auch die A3 gerät in den Fokus der Klimabewegung. „Wir fordern die Politik auf, den bereits begonnen Ausbau abzuändern.“ Laut Daher habe die Politik schließlich schon des öfteren bewiesen, dass Pläne umgeschmissen werden könnten. „Auch hier sehen wir eine verfehlte Verkehrspolitik.“ Der dreispurige Ausbau bedeute genau, wie die dritte Röhre und die Sallerner Regenbrücke am Ende nur noch mehr Verkehr im Stadtgebiet. Konkrete Vorstellungen, wie die A3 neu geplant werden könne, existierten nicht.

Quartiersparkhaus? Nein

Beim geplanten Quartiersparkhaus in Haslbach – de facto eine städtisch finanzierte Baumaßnahme für die Maschinenfabrik Reinhausen – spricht Michael Achmann, einer der Initiatoren des Regensburger Radentscheids, von einem Fehlkonstrukt. „Wer von dort in die Altstadt möchte, braucht mit den Bussen etwa 45 Minuten.“ Das sei für Menschen von außerhalb schon fast eine Odyssee. 

Mit 750 Parkplätzen soll es nach Fertigstellung das größte von der REWAG betriebes Parkhaus in der Stadt sein. Für Daher und ihre Mitstreiter zu groß. Es sei eine einfache Rechnung. „Die Politik plant nach wie vor mit einem zunehmenden Individualverkehr. Wir fordern, den Ausbau des ÖPNV und des Schienenverkehrs in der Region zu beschleunigen. Denn dann müssten Menschen von außerhalb nicht mehr notgedrungen auf das Auto zurückgreifen.“

„ÖPNV muss schneller ausgebaut werden“

Am Rande der Demo entsteht währenddessen ein Streitgespräch zwischen Ferdinand Klemm, einem der Organisatoren der Proteste in Regensburg, und einem älteren Herren, der ungenannt bleiben möchte. Er habe kein Verständnis dafür, wenn hier die Straße blockiert wird. „Ich habe auch das Gefühl, dass wir Ältere jetzt als Sündenböcke herhalten müssen, weil wir angeblich früher nichts getan haben.“ Doch Klemm betont mehrfach: „Uns ist vollkommen bewusst, dass es für den Einzelnen gar nicht so leicht ist, klimaneutral zu leben.“ Auch wolle er niemanden pauschal die Schuld für die Entwicklungen geben. „Aber wir müssen jetzt sofort wichtige Entscheidungen treffen.“

Das mittlerweile obligatorische Transparent am Beginn der Demo.

Dass die geforderten Maßnahmen unter anderem zu Lasten der Automobilindustrie und auch der etwa 61.000 Jobs in der Region Regensburg gehen würden, gibt Klemm offen zu. „Wir brauchen eine Transformation von der Verbrennungstechnik hin zu nachhaltigeren Konzepten. Hier werden in neuen Branchen auch viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden“, so die Prognose des Studenten.

Beide Diskutanten sind sich jedoch einig, dass jetzt gehandelt werden müsse. „Da bin ich ganz bei Ihnen. Und wahrscheinlich gibt es in einigen Jahren Autos in der Form gar nicht mehr“, so der ältere Herr. Ihn störe vor allem, dass die Busanbindung im Stadtnorden und auch im Landkreis eine Katastrophe sei. „Es dauert ewig bis ich in der Altstadt ankomme.“ Genau hier wolle FFF eben ansetzen, betont Klemm. Schließlich wolle man die Bewegungsfreiheit der Menschen in den kommenden Jahren verbessern und nicht verschlechtern.

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Kommentare (61)

  • Regensburger

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    Herr Auer, ich wünschte mir auch mehr Respekt vor der Meinung vieler Bürgerinnen und Bürger.
    Allerdings von Seiten des Bundestags. Die Mehrheit der Bevölkerung ist schon seit Jahren für ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen. Was machen Sie im Bundestag? Sie stimmen mit überwältigender Mehrheit dagegen.

  • CK

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    Der offene Brief von Hr. Aumer muss einen schon wundern. Schon die Überschrift „So gehts nicht“ und die darauf folgende Aussage das eine angemeldete und genehmigte Demonstration gegen den Respekt anderer Bevölkerungsgruppen verstößt, weil diese kurzzeitig beeinträchtigt sind, hat scheinbar nicht verstanden, dass das Demonstrationsrecht ja gerade deshalb in unserem Demokratischen System verankert ist um eben andere Bevölkerungsgruppen mit wichtigen Themen zu erreichen. Angesichts der dramatischen Auswirkungen, die der Klimawandel in den nächsten Jahrzehnten haben wird, ist eine kurzzeitige Pause im Feierabendverkehr wohl absolut gerechtfertigt.
    Des weiteren wurde von Ihm wieder mal der gebetsmühlenartig vorgebrachte Standpunkt vertreten wir würden unserer Industrie etwas Gutes tun, wenn wir den gegenwertigen Status Quo versuchen zu konservieren.
    Unsere Industrie war immer sehr innovationfreudig und mit den nötigen „Anreizen“, 10 Euro/to CO2 sind hier wohl nicht ausreichend, könnte hier sicher eine positiverer Aspekt auf den Arbeitsmarkt erreicht werden als mit der von Ihm scheinbar propagierten gestrigen CO2 lastigen Technologien.

  • Liebknecht

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    Sehr schade, wie die Politik argumentiert.
    Es kann nicht die Lösung sein für die SUVs die Parkhäuser umzumarkieren, für mehr Autos mehr Straßen,Brücken etc. zu bauen, mehr Gewerbe anzusiedeln, um noch mehr Leute nach Regensburg zu holen, die wiederum Wohnraum, Straßen, Shculen, Kindergärten etc. brauchen. Ein MEHR führt zu nichts. Wir müßen zurück: weniger Autos, weniger Gewerbe, weniger Infrakstruktur, weniger Wohnraum……denn das alles geht zu Lasten der Natur (Felder, Wälder, Parks, freie Flächen). Zudem bringt ein MEHR auch MEHR Probleme und Regensburg hat genug Probleme derzeit.

  • Lothgaßler

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    Ich war nicht dabei, weil um diese Uhrzeit arbeite ich.
    MdB Aumer kann im Bundestag und in der CSU-Fraktion dafür sorgen, dass sich etwas ändert. Macht er das?
    Die Autoindustrie wird nicht von FFF bedroht, die Industrie weiß um die bevorstehenden Änderungen. Was wirklich stört, das ist das Rumgeeire der Politik, es fehlt an Ziel- und Weichenstellung.
    Vollkommen klar, dass die Veränderungen auch alte Geschäftsmodelle über den Haufen werfen werden. Bei Elektrotankstellen kann es viele „Freie“ Anbieter geben. Bei Kfz-Werkstätten wird so mancher nicht wissen was er zukünftig machen soll. Wieviel Motoröl wird zukünftig noch benötigt? Was machen die Raffinerien, nur noch Heizöl (auch ein Auslaufmodell)? So what, wenn die Etablierten nicht mitgehen, dann machen Startups das Geschäft, die Etablierten von heute haben schließlich auch mal klein angefangen.

  • Adelheid

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    Herr Aumer spricht für die Mehrheit der Bürger , Punkt

  • Meier mit "ei"

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    Mein lieber Herr Aumer,
    als die Titanic unterging, spielte auch noch die Kapelle!
    Wenn sich die Menschheit durch Klimawandel und Antibiotikaresistenzen dahinrafft, dann wohl ihrer Meinung nach schon geordnet? Oder?
    Also mit Vollbeschäftigung? Und einer Korrektheit, die wir in den letzen Jahrzehnten gelebt haben? Kann ja wohl nicht sein, dass einer beim Klimawandel einen Nachteil erfährt? Wäre ja ungerecht!
    Geht es mit Klimawandel und Resistenzen so weiter, wird es noch viel mehr als 61.000 Arbeitsplätze kosten!

  • Eingeborener

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    MdL Aumer ist angesichts dessen,was ca. 90 % ,der Klimaforscher sagen ,was notwendig ist, ein politischer Umweltverbrecher. Nach dem Motto ,nach mir die Sintflut‘ will er es denen Recht machen, von denen er Wahlkampf-Geld bzw. Wählerstimmen einkassieren will.

  • Julian86

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    Der Protest wird immer lauter. Zurecht.

    „Gleichzeitig sitzt die Welt auf einer 100-Billionen-Dollar-Blase aus Investitionen in fossile Brennstoffe. Zukunftsforscher Jeremy Rifkin zeigt, wie aus dieser Konstellation die einmalige Chance auf einen Green New Deal entsteht.“

    Infos für die Klimaleugner, für alle, die wollen, dass sich nichts ändert,

    https://www.freitag.de/produkt-der-woche/buch/der-globale-green-new-deal

  • joey

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    @Julian: nein, das wird leiser. Es waren nur 250 Leute da.

  • CK

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    Die Zahl der Teilnehmer und der Einsatz unserer Politiker wird sich wieder ändern wenn 100 Millionen Klimaflüchtlinge vor den Grenzen Europas stehen, nur leider wird es dann absolut zu spät sein.

  • Dominik Müller

    |

    @Eingeborener
    Peter Aumer ist nicht MdL.
    „Nach dem Motto ,nach mir die Sintflut‘ will er es denen Recht machen, von denen er Wahlkampf-Geld bzw. Wählerstimmen einkassieren will.“ Und das trifft ja auf sehr viele Gewählte zu, nicht nur im Bundes- oder Landtag.
    In Regensburg gab es nicht nur wegen der geplanten Quartiersgarage in Haslbach Diskussionen, sondern auch in der Gräßlschleife. An diesem Ort kam am Freitag der Demonstrationszug zweimal vorbei, zu nah oder zu konkret, um dies zu kritisieren, oder passt es nur nicht in die Argumentation, es werde nur für die verhasste Industrie in Verkehrsprojekte investiert?
    https://www.regensburg-digital.de/parkhausplaene-entzweien-gruene-und-bund-naturschutz/12062018/
    Mich hat auch überrascht, dass die Verkehrspolitik der Stadt Regensburg ausgerechnet seit 2014, seit also die Grünen in der Rathauskoalition sind, (und nicht in den letzten 10 Jahren) dazu geführt hat, dass Regensburg den höchsten Zuwachs an Kraftfahrzeugen je Einwohner hat
    https://www.spiegel.de/auto/aktuell/verkehr-das-eigene-auto-ist-in-deutschland-beliebt-wie-nie-a-1286401.html
    Also, wer der CSU das „C“ abspricht, sollte auch den Grünen das Grün absprechen.

  • Tom

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    „Die Zeit des Autos ist vorbei!“

    Und auch die Zeit des Wohlstands wird vorbei sein. Wir treiben völlig hysterisch den Garanten unseres bisherigen Wohlstandes, die Wirtschaft in einen Rückschritt unvorstellbaren Ausmaßes. Vom Technologieführer der Antriebsentwicklung zum Land der Lastenfahrräder. Und das Hirnrissigste dabei ist, das wir bei zwei Prozent nationalen CO2 Ausstoß die Einzigen(!!!!) sind, die ich ihre komplette Wirtschaft ruinieren um den weltweiten CO2 Ausstoß um eine Menge zu reduzieren, die wenn überhaupt erst an der dritten oder vierten Kommastelle messbar sein wird.

    Die Weltwirtschaft lacht sich tot über Deutschland!

  • Herold Hintergruber

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    Aha, die Kasper waren das also. Die haben den Verkehr von Weißenburgstraße bis in den Stadtnorden lahmgelegt. Ich war einer von denen, die in eigentlich ruhigen Seitenstraßen nach Umwegen gesucht haben, die Anwohner dort belästigen mussten, schließlich dort mit anderen Umwegsuchern feststeckten und sinnlos Treibstoff verballerten, ohne vorwärts zu kommen – während die Autos im Haupt-Stau im Sekundentakt Stop-Go-Stop-Go-Stop-Go machen durften, ebenfalls ein Garant für hohen Treibstoffverbrauch.

    An diesem Tag habt Ihr den CO2-Ausstoß in Regensburg bestimmt auf ein Allzeithoch getrieben. Herzlichen Glückwunsch, Ihr unüberlegt handelnden, selbstverliebten, verwöhnten Wohlstandskinder.

  • Fridays for Future Regensburg

    |

    Antwort von FfF auf den offenen Brief von Peter Aumer

    Lieber Herr Aumer,
    am 18.10. veröffentlichten Sie einen offenen Brief an die Bewegung Fridays for Future Regensburg.

    Wir freuen uns über eine Stellungnahme von Ihnen und schätzen Ihre Meinung. Allerdings sind wir überrascht, dass Ihr offener Brief überwiegend emotionale Ressentiments statt Argumente gegen unsere Forderung „Mehr Investitionen in den ÖPNV und Radverkehr statt Ausbau des motorisierten Individualverkehrs“ enthält. Daher möchten wir in unserer Antwort auf Ihren Brief noch einmal unsere Forderungen und die Notwendigkeit der Demonstration am 18.10. darlegen.

    Der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur für motorisierten Individualverkehr ist für uns im Hinblick auf die Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Lebensqualität in der Stadt nicht nachvollziehbar. Die Klimakrise, in der wir stecken, erfordert eine konsequente Reduktion der Emissionen anstatt eine Zunahme der Emissionen zu fördern. Diese Verantwortung hat jeder Mensch und insbesondere jede*r Politiker*In gegenüber den kommenden Generationen.

    Für uns ist nicht verständlich, warum die Stadt Regensburg ein Parkhaus zu Gunsten der Maschinenfabrik Reinhausen im Gewerbegebiet Haslbach für 8,6 Millionen € mit dem Geld der Regensburger Bürger errichtet. Dieses Geld fehlt für dringende Investitionen in den ÖPNV, Fuß- und Radverkehr, um ökologische Mobilität ohne Verkehrsinfarkt in der Stadt Regensburg zu ermöglichen. Täglich wird uns von Stadtpolitikern der Geldmangel genannt, der einen Ausbau des Radverkehrs und ÖPNV behindert. Wie kann es sein, dass aus dem Haushalt der Stadt Regensburg dennoch Mittel für ein Parkhaus überwiegend zu Gunsten einer einzigen Firma zu Verfügung stehen?

    Wir demonstrieren nicht gegen die Menschen, deren Lebensgrundlage oder Arbeitgeber*Innen. Wir fordern eine ökologische Verkehrswende, die unsere Verkehrsengpässe im Regensburg nachhaltig löst. Wir fordern den Ausbau von sicheren und schnellen Radwegen die Menschen dazu bewegt in der Stadt der kurzen Wege das Rad zu nutzen. Wir fordern einen umfangreichen und mittelfristig kostenlosten ÖPNV, so wie es mehr als 40% der Unternehmen in der aktuellen Unternehmerbefragung von IHK „Mobilität im Großraum Regensburg“ angeben.

    Eine dritte Röhre des Pfaffensteiner Tunnels und die Sallerner Regenbrücke werden möglicherweise den Engpass an diesen Orten beseitigen. Allerdings wird der Verkehr damit an anderen Orten zunehmen (vgl. Gutachten der Stadt Regensburg). Mehr Emissionen, Verkehrschaos und eine Stadtautobahn quer durch den Regensburger Osten sind die Folge. Die Erfahrung zeigt schließlich: Wer Straßen sät, wird Autos ernten.

    Über die vergangenen zehn Jahre nahm die Anzahl der Autos pro Bürger*In in der Stadt Regensburg um 19% zu. (Quelle: Kraftfahrtbundesamt, Statistisches Bundesamt) Kaum eine andere Stadt hatte diesen massiven Anstieg. Das ist ein klares Zeichen für eine komplett verfehlte Verkehrspolitik in Regensburg! Andere Städte und Länder sind uns hier weit voraus.

    Die Budgets der Stadt und des Bundes sind begrenzt. Bei der Prüfung der Kosten-/Nutzenverhältnisse werden die externen Kosten durch Emissionen, Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschäden, die zukünftige Generationen zu tragen haben, nicht berücksichtigt. Daher fordern wir Sie auf: Stellen Sie die geplanten Projekte auf den Prüfstand! Investieren Sie das Geld in ökologische Mobilität anstatt das Verkehrschaos in Regensburg mit Millionen weiter zu befeuern!

    Wir sehen nicht das politische Handeln in Regensburg, das in Anbetracht der Klimakrise notwendig ist. Daher sehen wir uns gezwungen, mit Demonstrationen auf unsere Forderungen aufmerksam zu machen. Wir werden streiken, bis die Politik handelt!

    Weil wir eine gute Zukunft für uns alle fordern.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Fridays for Future Regensburg

    Gerne nehmen wir Ihr Gesprächsangebot an. Auf bundespolitischer Ebene haben wir bereits ein Gespräch mit Ihnen geführt, an das wir gerne anknüpfen. Dieses Gespräch können wir auch öffentlich zusammen mit Bürger*Innen, Betroffenen, Arbeitnehmer*Innen, Arbeitgeber*Innen und allen an dem Thema Interessierten führen.

  • Piedro

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    @Fridays for Future Regensburg
    Eine exzellente Antwort.

  • joey

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    @FfF
    Ihr dürft demonstrieren, aber nicht „streiken“.
    Politische Streiks sind aus gutem Grund in Deutschland verboten: eine Lehre aus der Vergangenheit. Die Straßenschlachten der 30er Jahre brauchen wir nicht wieder. Stellt Euch mal vor, die vielen Menschen anderer Meinung würden zum gleichen Mittel greifen und den ÖPNV lahmlegen: „Streiken für Parkhäuser“… Recht und Ordnung schützt gerade Euch, also respektiert dies im eigenen Vorteil.

    Wenn in Deutschland nun ständig etwas lahmgelegt wird, wird das niemanden für Klimaschutz begeistern – im Gegenteil.
    Demonstriert für was Ihr wollt. Werbt für euer politisches Anliegen mit demokratischen Mitteln.
    Daß einige Schulschwänzer nur halbherzig verfolgt wurden, liegt an der Feigheit der Kultuspolitiker und an einem taktischen Kalkül, daß der Hype im Zuge von naßkaltem Herbstwetter bald verschwindet. Ein Zeichen von politischem Erfolg ist es nicht. Ihr seid ein paar Prozent der Schüler und verschwindender Bruchteil der Bevölkerung.

    Als Demokrat wünsche ich Euch viel Erfolg. Meine Meinung ist trotzdem eine andere.

  • Tobias

    |

    Ich habe schon häufig die Frage gestellt, wie sich die Protestierenden ihr Leben so vorstellen. Da wird immer von „SOFORT“ und „UMFASSEND“ geredet. Sobald ich aber sage, sie sollen die Heizung abschalten und mit 9°C im Haus oder der Wohnung und kratzendem Hals (wegen Kälte oder des Schimmels, der sich dann bildet) aufwachen, da die Heizung höchstwahrscheinlich mit Öl, Gas oder Fernwärme betrieben wird, heißt es, ich sei kleinlich.
    Die Auslage in einer Obst- und Gemüseabteilung auf die hiesigen Lebensmittel zu beschränken würde bedeuten, dass es SOFORT keine Zitrusfrüchte (Spanien) und Nüsse mehr gibt oder diese sehr teuer werden. Das, was bleibt, sind Äpfel, Salatköpfe, Möhren. Es gibt keine Avocados, keine Litschis mehr. Und vor allem: Keine Bananen. Denn diese kommen aus Costa Rica. Wie sieht es mit Kaffee aus? Oder Soja, für das Regenwald abgeholz wird? Von Textilien aus Bangladesh ist genauso abzuraten, es wird von nun an lokale Schurwollkleidung gekauft. Shirt-Preis: 50€ aufwärts, nix da mit 20€ aus dem New Yorker. Viel Spaß beim Einkauf für die Familie! Von den horrenden Klima-Fußabdrücken von Telefon, Handy usw. ganz zu schweigen…
    Kurzerhand heißt es dann: „Ja, alles hat seinen Anfang“ oder „Jeder muss einen Teil tun“. Nun, in 10 Jahren wächst nach wie vor kein Kaffee oder Bananen in unseren hiesigen, bayerischen Landen. Und man ist in 10 Jahren genauso wenig bereit, die Heizung abzuschalten. Oder die Einkäufe von den Bio-Bauern (Plural!) mit dem Fahrrad nach hause zu fahren, denn Autos sind ja schlecht. Spielt dieses Gedankenspiel ruhig durch, es ist absolut unrealistisch. Wie transportiert ihr Möbel? Zu Fuß? Ach, da ist dann der Umweltplatten-3-LKW oder -Transporter wieder ziemlich nützlich, oder? Leider darf er nicht in die hippen Innenstädte fahren, wegen der „Umweltzone“. Und draußen auf dem Land wird das Leben immer teurer, weil die Bauern die Flächen benötigen und das Pendeln unbezahlbar ist.

    So eine Kinderutopie ist das, was mich nervt. In den Berichterstattungen liest man häufig von „Ja, ich finde Klimaschutz gut“, und dann wird aufgelistet, was einzelne Leute machen. Das Impliziert einen Klimaschutzeffekt, aber das heißt lediglich, dass jede Person EINE Sache getan hat. „Umfassend“ ist etwas anderes. Der Artikel war also rhetorisch verfälscht.

    Ich war am 20.09. am Ernst-Reuter-Platz dabei. Wie gesagt: Die Raddemo war toll, aber kein Vollzeitberufstätiger mit Kind wird im Winter das Fahrrad nutzen oder Möbel via Bus transportieren. (Ich habe mal eine Spüle vom IKEA im 32er reingefahren. Ist wirklich nervig!). Und nur „Hoch mit dem Klimaschtz, Runter mit der Kohle“ in ein Megafon zu rufen hilft der Sache gar nicht.

    Kurzum: Solange die FFF-Protestierenden weder selber Vollzeit arbeiten (und daher ihr Auto zu schätzen lernen) noch auch nur Ansatzweise die von mir ganz oben genannten Dinge tun (Heizung abstellen, hiesige Kleidung kaufen, auf Kaffee, Soja, Zitrus- und Importfrüchte, Telefon, Handy und Computer verzichten etc.) – und ich spreche von vielen dieser Dinge gleichzeitig, nicht Cherry-Picking betreiben á la: „Ich trinke keinen Kaffee“, dann werde ich die Kinder auch nicht ernstnehmen. Und ich bin da nicht alleine.

  • Julian86

    |

    JOEY, Sie schreiben:

    „Politische Streiks sind aus gutem Grund in Deutschland verboten: …“

    Können Sie mir bitte das Gesetz bezeichnen, das dieses angebliche Verbot konstatiert? Danke.

  • CK

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    Tom sie schreiben wir wären Technologieführer der Antriebstechnologie…

    Leider sind diese Zeiten dank krimineller Automanager vorbei. Dieses Verhalten wird noch von der aktuellen Politik unterstützt. Die nötigen Innovationen wurde in Deutschland verschlafen.

  • joey

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    @Julian
    https://de.wikipedia.org/wiki/Streik#Politischer_Streik
    GG Art 9 und 20.

    Ansonsten: blockieren wir doch mal Ihre Wege. Wenn Sie dadurch eine Prüfung oder einen Termin versäumen: Ihr Problem. „Wir wollen mehr Parkhäuser oder sonstwas… wir sind religiös überzeugt, daß nur der Autogott die Welt retten kann…“ Lust auf einen Pegida Streik oder sonstwas noch?
    Öffnen Sie nicht die Büchse der Pandora.

  • Piedro

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    @Tobias
    „Sobald ich aber sage, sie sollen die Heizung abschalten und mit 9°C im Haus oder der Wohnung und kratzendem Hals (wegen Kälte oder des Schimmels, der sich dann bildet) aufwachen, da die Heizung höchstwahrscheinlich mit Öl, Gas oder Fernwärme betrieben wird, heißt es, ich sei kleinlich.“
    Mir fällt da eine andere Vokabel ein. Gesundheitsschädigung oder Schädigung der Wohnung „vorzuschlagen“ ist nicht „kleinlich“.

    „Die Auslage in einer Obst- und Gemüseabteilung auf die hiesigen Lebensmittel zu beschränken…“
    Wer verlangt denn das? Bei den Textilien habe Sie offenbar etwas falsch verstanden, es ging nie darum diese Exporte zu verbieten, sondern nachhaltig zu produzieren und zu konsumieren. Billige Shits kosten keine 20, sondern 3 Euro. Kleidung wird zunehmend zum Wegwerfartikel, dazu gibt es sogar besondere Angebote. Das ist gemeint, nicht nur noch Klamotten aus heimischer Schurwolle zu tragen.

    „So eine Kinderutopie ist das, was mich nervt.“
    Deshalb begegnen Sie ihr mit billigster Polemik?

    „Solange die FFF-Protestierenden weder selber Vollzeit arbeiten…werde ich die Kinder auch nicht ernstnehmen.“
    Aha. Sie nehmen Kinder erst ernst, wenn sie in Vollzeit arbeiten. Gut, dass Sie das gesagt haben, das unterstreicht den Wert Ihres Beitrags trefflich.

  • Mr. T.

    |

    Ich find’s gut, wie die FfF-Kids die eingefahrene Gesellschaft wachrütteln. Wie es scheint, ist es bitter nötig. Der Individualverkehr wird nie sterben und ist auch sehr wichtig für eine freie Gesellschaft, aber man muss ihn so umweltschonend wie möglich machen. Dazu gehört auch, den ÖPNV so umzugestalten, dass man mit ihm auch individual verkehren kann. Das Parkhaus in Haselbach ist da wohl das perfekte Beispiel für eine anachronistische Verkehrsplanung. Anstatt das Geld hier in den ÖPNV zu stecken, leistet man sich hier den verkehrspolitischen Offenbarungseid und gibt zu, dass man nicht in der Lage ist, Haselbach ordentlich an Regensurg und das Umland anzubinden und ein Parkhaus bauen zu müssen. Gerade der tägliche Weg in die Arbeit und zurück ist prädestiniert für öffentliche Verkehrsmittel.

    Aumers Damoklesschwert aus 61.000 Arbeitsplätzen ist natürlich mehr als lächerlich. Wie wenn BMW in Harting und die Zulieferer in und um Regensburg zusperren müssten, wenn man in Regensburg erfolgreich den Individualverkehr senken könnte.
    Das würde dann schon eher an der Unfähigkeit der Unternehmen liegen, auf zukünftige Enticklungen zu reagieren und ihre Strategien zu ändern. Mit einem i8 im Programm wird das alleine nicht funktionieren. Das Spielzeug „Arbeitsplätze“ sollte man unseren konservativen Politikern eh aus der Hand nehmen. Beim „Retten“ von 20.000 Arbeitsplätzen in der Kohleindustrie haben sie zum Beispiel alleine 2017 26.000 Arbeitsplätze in der Windkraftindustrie zerstört. Da möchte ich nicht wissen, was alles kaputt gemacht wird, wenn Aumer, Freudenstein und Co. versuchen, die in den Ring geworfenen 61.000 Arbeitsplätze zu retten. Was sie vorne mit den Händen aufbauen reißen Sie hinten mit dem Arsch fünfmal wieder ein.

    Cool übrigens, wenn Wutbürger Tobias auffordert, auf Soja zu verzichten! Man kann seinen Soja-Fußabdruck deutlich verringern, wenn man nur noch Soja isst, anstatt Tiere, die mit einem Vielfachen an Soja gemästet wurden. Aber ich glaube, so hat er es nicht gemeint. Obwohl er im Meinen ja ganz stark ist.

  • Mr. B.

    |

    @ Tobias

    Du bist bestimmt nicht alleine!!!!!! Du bist nur ein Vorausdenker!
    Die Politik die da mit schwimmt, denkt nicht ans Klima. Denen geht es lediglich um Wählerstimmen und da muss man eben auf der Welle irgendwie mit schwimmen.

    Wir sind erst am Anfang! Lass jetzt nach und nach ein paar gute Arbeitsplätze wegfallen, dann merken schon viele die Auswirkungen und was die gesteuerten Kids von FfF erreichen sollten!!!!

  • CK

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    @ Mr. B „gesteuerte kids“

    Diese „Meinung“ hat jetzt noch gefehlt. Die große Weltverschwörung Treibhauseffekt….
    Natürlich kann man die Augen vor der Realität verschließen. FfF macht das Gottseidank nicht.

  • Monetäre Kriterien

    |

    Darauf dass „die Politik“ „handelt“, darauf kann man meiner Meinung nach lange warten. Das ist, als würde man einen Lahmen auffordern zu gehen.

    Das Ansinnen der Politik scheint mir eher das Verwalten zu sein. Und Wählerstimmen sind das Mittel zum Zweck, um weiterhin in Amt und Würden zu sein, oder besser in Lohn und Brot. Politik ist im Grunde ein wichtiger Wirtschaftszweig, da hängen viele Arbeitsplätze dran und bestimmt einige Privatkredite, die abbezahlt werden wollen.

    Deshalb soll das auch alles schön so weitergehen, nicht dass man noch bei BMW am Bandl endet…

    Ich finde den Regensburger Verkehr in den Ferien oder außerhalb gewisser Stoßzeiten eigentlich ganz angenehm. Es wäre deshalb schon ein Anfang zu erforschen ob nicht die Stoßzeiten entschärft werden könnten. Der „Schichtwechsel“ muss doch nicht überall zur selben Zeit sein. Da könnten sich doch auch diejenigen was überlegen, die täglich im Stau stehen – aus Eigeninteresse. Aber da scheint sich nicht viel zu rühren.

    Und ich finde außerdem, dass zu viele LKWs zu viel Grusch durch die Gegend karren. Das könnte man doch auch mal unter die Lupe nehmen. Klar, hängen wieder sehr wertvolle Arbeitsplätze dran…aber Platz nehmen die schon viel weg, diese Laster.

  • Julian86

    |

    TTT – Die Sonntagssendung kurz vor Mitternacht hatte eine Vielzahl von Themen aufgegriffen, die Regensburg-Digital ebenso verfolgt.

    Von der Umwelt, Rechtsextremismus …. bis … hinterlegt mit Büchern und Autoren. Sehr zu empfehlen.

    Ein Überblick
    https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/index.html

  • Günther Herzig

    |

    Was gibt es eigentlich zu beanstanden am Inhalt des Briefes Aumers?

  • Auch a Regensburger

    |

    Herr Aumer,

    How dare you?

    Was ist Ihr Plan für unsere Region um den Klimawandel zu begegnen?

    Wo sind Konzepte?

    Wo sind die Konzepte für weniger Autos in der Stadt?

    Statt die Kritik aufzunehmen und sachlich zu diskutieren, sprechen Sie den Demonstrierenden den Respekt ab und lenken ab.
    Der Erfolg der Regensburger Autoindustrie hat nichts mit dem benehmen der Regensburger zu tun. Das bestimmt der größte Automarkt (China) und die Zollstreitigkeiten des Herrn Trump.

    Der AFD wird mit Recht vorgeworfen durch Ihre Kommunikation ein Umfeld zu schaffen, dass Rechte Gewalt fördert.

    Herr Aumers Brief ist bezogen auf die bevorstehende Klimakatastrophe im Grunde genau dasselbe. Es wird den Leuten suggeriert wir müssen zwar was tun aber langsam und mal hier und da ist ausreichend.

    Zu der Unfähigkeit der Politik das Problem wirklich zu bennen:
    https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=%23&ved=2ahUKEwipoKHc5qzlAhULU1AKHe6OABMQxa8BMAF6BAgAEAQ&usg=AOvVaw0VTJzWxrN8ZFOD4xbU2nov

  • Böse Petze

    |

    Ach, lasst die Kids – äh AktivistInnen – doch demonstrieren. In der Zeit können sie sich wenigstens nicht vermehren ;-)

    Um mal [in ganz blasphemischer Art und Weise] auf das eigentliche Problem zu kommen ;-)

    Bevölkerungsexplosion.

    „Es klingt hart – vielleicht viel zu hart. Aber wie eine Studie in den USA zeigt: Es wird geschätzt, dass die CO2-Emissionen
    eines einzelnen durchschnittlichen Menschen zwanzig mal so hoch sind wie die Menge der Emissionsreduzierungen, die
    wir durch einen bewussteren Lebensstil erreichen könnten – u.a. in dem wir zum Beispiel zu Elektroautos wechseln und
    LED-Glühbirnen benutzen.“

    https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/15196-rtkl-klimawandel-stoppt-das-bevoelkerungswachstum

    Egal was wir also tun, das Problem lösen wir so nicht.

    Ich bin dann schon nicht mehr da.

    Aber vielleicht sollte man vor Schuldzuweisungen an egal wen und dem Ruinieren ganzer Wirtschaftszweige vielleicht
    mal etwas ehrlicher über das Problem reden.

    Diese Kinder demonstrieren für ihre Zukunft.
    Sollen sie auch.
    Das ist ihr Recht.

    Die Pflicht (!) von uns Alten wäre, ihnen ehrlich zu sagen, dass sie ihre Zukunft nicht dadurch retten, dass – mal ganz
    salopp formuliert – Verbrenner verboten werden.

    Wäre das anders, wäre ich der letzte, der sich nicht einschränken würde.
    Denn auch ich habe ein Kind.

    Liebe jüngere Weltbürger, es geht immer nur um Asche.

    Kohle.

    Money.

    Cui bono?

    Also lasst euch nicht von grün gefärbten Lobbyisten benützen, sondern geht das Problem wirklich an.

    Dann unterstütze auch ich euch.

  • Bürgerblick

    |

    Ich empfehle: Die Kids setzen sich in den Daimler vom Papa und malen sich ein Plakat für die Heckscheibe, worauf steht: Lieber Papa, leider hast du meine Welt zerstört, aber warum hast mich du für diese kaputte Welt gezeigt. Das wollte ich bestimmt nicht ! Liebe FFF Fans ihr könnt zwar schimpfen , aber nicht allen die sonst noch auf der Welt für euch arbeiten die Freiheit der Arbeitsbewegung (Straßensperrung) nehmen. Sonst schimpft euer Papa im Daimler !

  • Auch a Regensburger

    |

    @Bürgerblick:
    Es gibt genügend Fans von Fff die erwachsen sind. Sowie Sie und ich.
    Und wir müssen uns gefallen lassen, dass wir seid 30ig Jahren die Bedrohung kennen und niemals einen Plan verfolgt haben, der wirklich verspricht die Gefahr abzuwenden.

    Jetzt bleiben noch wenige Jahre, falls es noch nicht zu spät ist.

    Es haben nur wenige Generationen unseren Planeten an den Kollaps gefahren. Wir, die dies nun wissen und Jahrzehnte lang nichts gemacht haben, haben sich schuldig gemacht.

    Wenns ganz blöd läuft schuldig gemacht, die Welt für die Menschheit unbewohnbar zu machen.

    Leider müssen die „Kids“ auf die Straße. Wir Erwachsenen sind ja zu blöd. Dass haben wir 30ig Jahre bewiesen und wie schlimm beweist auch der ein oder andere kommentar

  • Andreas

    |

    Sie haben meine volle Unterstützung Herr Aumer! Es freut mich zu sehen, dass Demokratie auch funktionieren kann. Wegen einem klaren NEIN zum Tempolimit und zur verordneten GRÜNEN Massenarbeitslosigkeit habe ich in der Vergangenheit die CSU gewählt und werde das auch in Zukunft tun.

    Allen die Klimaschutz durch Arbeitslosigkeit gut finden sage ich: Seid vorsichtig, wenn die Wirtschaft kippt treibt das Massen zur AfD und die Union wird als Reaktion weiter nach rechts rücken. Ich fühle mich gut bei der Union aufgehoben wo sie heute steht. Was wird das für Theme die euch am Herzen liegen, wie Klimaschutz und sehr freizügige Zuwanderung bedeuten?

  • Bernd

    |

    Liebe Kids,

    hört endlich auf zu streiken, sonst gefährdet ihr unsere Arbeitsplätze in der Automobilbranche, mit denen wir seit Jahrzehnten so aufregende Innovationen schaffen wie:

    – Kofferräume, die sich auf Knopfdruck selber schließen
    – MP3-Player statt Radios
    – Hämorrhoiden-Wärmer
    – Funkschlüssel für Türen
    – hellere Scheinwerfer

    Klar, in‘ Urlaub (oder zur Front) hat uns der Brezelkäfer schon 1940 gefahren aber nicht mit 180km/h! LAME!

    Und überhaupt, ihr habt Schuld an der Überbevölkerung, weil eure Eltern Zeit zum Nachwuchs-Zeugen haben, während ihr am Freitag demonstriert!

    Und lernts erstmal was gscheids an der Schule und der Uni, sonst glaubts ihr immer noch, dass der Klimawandel real existiert!

    Ihr seid so fremdgesteuert von den grün gefärbten Lobbyisten, dass euch gar nicht auffällt, wie schön freiheitlich ihr es in der AfD haben könntet! Ziele kann man nämlich auch durch schimpfen und Altklugkommentare abgeben vom Schreibtisch aus erreichen, statt sich mit anderen Gschaftlhubern zu solidarisieren und zu empören!

    Überlasst uns Älteren bitteschön eure Zukunft und freut euch auf die nächste Wahl, denn die nächste Partei, egal ob SPD oder CSU oder Brücke oder GRÜNE bastelt schon fleissig an GANZ TOLLEN NEUEN IDEEN UND KONZEPTEN UND VISIONEN für die Zukunft! So richtig mit Bürgerdialog! Ehrlich! Ganz ehrlich!

  • me

    |

    Herrn Aumers Vorwurf gegenüber den fff-Aktivist*innen halte ich lächerlich. In Rgb steht und stockt der Verkehr täglich (da politisch seit Jahrzehnten der Verbrenner als einziges Fortbewegungsmittel gehypet wird), aber wenn das einmal durch eine Demo von fff der Fall ist, sagt Herr Aumer mahnen „dududu, so nicht“ und es lassen einige „Betroffene“ ihre Wut ungezügelt auf fb etc. raus.
    Dennoch kann man hoffen, dass Aumer und Freudenstein einige dieser „Demokrat*innen“ auf fb als Wähler*innen gewinnt. Immernoch besser, als wenn sich die alle nach einer Alternative umsehen…

  • Piedro

    |

    @Böse Petze
    „Also lasst euch nicht von grün gefärbten Lobbyisten benützen, sondern geht das Problem wirklich an.“
    DER war gut!

    Die wenigsten Lobbyisten, die tatsächlich Einfluss auf die Politik haben, sind „grün gefärbt“. Die einflussreichen sind andere, und die Zusammenhänge lassen sich zumindest leicht vermuten. Millionenspenden der Autoindustrie vor einer Abstimmung im EU-Parlament, und CDU/SPD enthalten sich der Stimme. CDU/SPD enthalten sich der Stimme – Millionenspenden von der Autoindustrie. Das funktioniert auch ausgezeichnet auf nationaler Ebene, es kommt ja nicht von ungefähr, dass Kraftfahrbundesamt und Verkehrsministerium wegschauen wenn es geht, und wenn es nicht geht nicht handeln.
    Und das funktioniert auch in anderen Bereichen: Pharmaindustrie, Pestizide, Rüstung, wenn es sein muss auch mal gegen Vereinbarungen in Koalitionsverträgen. Dass die Kids sich von „grün gefärbten“ Lobbyisten benutzen lassen ist zunächst nicht mehr als eine Behauptung, der Einfluss der zahlungskräftigen Wirtschaftslobby auf das Abstimmungsverhalten, Gesetzgebung und die Tätigkeit von Ämtern und Ministerien dagegen klar erkennbar.

  • Piedro

    |

    @Bürgerblick
    Danke für ihren kreativen Beitrag. Aber was machen die Kids wenn Papa keinen Daimler fährt? Das soll es ja geben. Arbeiterbewegung im Daimler, wirklich reizend, fast so niedlich wie die rhythmische Frauenbewegung, gelle? Und solche Peinlichkeit nur, weil man kurzfristig nicht ganz so zügig dort hin kommt wo man hin will? Naja, wer’s braucht und sonst nichts mitzuteilen hat…

  • Auch a Regensburger

    |

    @Bernd

    Genau. Was beschweren die sich überhaupt. Wenn die mal in unserem Alter sind müssen Sie sich nicht mehr mit dem lästigen Schnee im Winter raumärgern. Im Sommer braucht man nicht mehr nach Spanien fliegen, sondern kann schön und garantiert bei 35-40+ Grad im Sommer am Guggi entspannen.
    So fettleibig werdens auch nicht mehr sein, weil des Essen einfach teurer wird und Fleisch eh knapp.

    Sollte auch noch viele zusätzliche staatliche Stellen geben, mit Jobgarantie. Die Klimaflüchtlinge müssen ja von den Grenzen ferngehalten werden.

    Mehr freie Tage sollte es ja auch geben. Die jetzigen Unwetter sind halt einfach zu schwach und zu selten, dass man auch mal ein paar Tage im Jahr zu Hause auf der Couch geschenkt bekommt.

    Und diejenigen die dann auch noch an die Zukunft denken, müssen sich auch nicht mehr mit Kindern rumärgern. Weil Kinderkriegen dann unsinnig geworden ist.

    Verlässt Euch nur auf uns Alten. Dann wirds scho. Und garantiert dürft Ihr auch noch mit 200km/h über die Autobahn brettern.

  • Fridays for Future Regensburg

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    Liebe Erwachsenen,
    könnt ihr hier wieder zu einer konstruktiven Diskussionen zurückkehren? Es ist erschreckend das Gehacke hier zu lesen, so wird das nichts. :(
    Und sorry wenn wir jemanden mit unseren Demos zu Nahe treten. Demos sind leider unser einziges Mittel, Aufmerksamkeit für unsere Forderungen zu bekommen.
    Wir haben leider keine Millionen aus Industrie&Wirtschaft um Lobbykampagnen zu fahren oder alte Freunde in den Medienhäusern, die unsere Meinung abdrucken.

  • Julian86

    |

    Zunehmend gestörte Klassenbalance u.a. durch Klimakrise, Piketty´s „Kapital“ im Ostentor, die Pferde und die Menschen, umfassendes Streikrecht!

    Joey, Sie verlinken zur Frage des Generalstreiks/politischen Streiks eine „landläufige“ Meinung, die im Gesetz keine Stütze findet, auch nicht in dem von Ihnen herangezogenen Artikel 9 GG. Lesen Sie bitte noch mal den Wortlaut.

    „Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich außer der Koalitionsfreiheit gemäß Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis. Daraus ist keinesfalls abzuleiten, dass dieses Recht nicht vorhanden ist oder irgendeiner Einschränkung unterliegt.“ – so heißt es in einem 2012-Aufruf, dem „Wiesebadener Appell“ mit dem Titel „Für ein umfassendes Streikrecht“- Einzelheiten: https://politischer-streik.de/ – Sowie https://politischer-streik.de/literatur/

    Dieses Richterrecht hatte Hans Carl Nipperdey (er hatte als „Jurist an der Akademie für Deutsches Recht im Nationalsozialismus erste wissenschaftliche Sporen im Kampf gegen die Selbstorganisation der ArbeiterInnen verdient“) begründet.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Carl_Nipperdey
    https://www.linksnet.de/artikel/28416

    RA Detlef Hensche (* 1938 ), ein ehemaliger Gewerkschafts­führer, hat Informatives dazu geschrieben. Er weist auch darauf hin, wie verletzlich soziale Grundrechte sind:

    „Ist in Zeiten der Krise die Klassenbalance gestört, halten sich die Sachwalter und Profiteure marktradikalen Umbaus nicht mit der Gewährleistung verfassungsrechtlicher Gebote auf, wenn es gilt, die Folgen ihrer Krise bei den Arbeitnehmern abzuladen.“

    Dass ein fortschreitender Umbau (Klimakrise, Digitalisierung) derzeit, nach gut 30 Jahren Neoliberalismus, die Ungleichheit (weltweit) noch mehr vertieft, macht – Ostentorkino, noch zwei Tage – der Film „Das Kapital“ (Thomas Piketty) mehr als deutlich. Mit aufkommenden Rebellionen, über welche die Nachrichten täglich berichten.

    „Wird der Mensch das Schicksal der Pferde teilen?“ – so ein eindringliches Bild wie Frage des Films. Und damit überflüssig? Mit allen Folgen für das eigene Wertgefühl? Für Fragen nach dem Sinn des Lebens? Verstehend, dass das Treten nach unten die eigene Lage dann nicht verbesserte?

    Der Film ist sehr empfehlenswert: Die Entwicklung von ca.1750 bis heute wird gut verständlich dokumentiert. Der englischen Fassung sind gut lesbare Untertitel beigefügt. Auch geht der Bilderrausch unter die Haut.
    https://www.ostentorkino.de/detail/83110/Das%20Kapital%20im%2021.%20Jahrhundert

    In der Schlusssequenz des Films zeigt Piketty auf, was zu tun ist. Und zum Druck der Straße, zur Demokratisierung auch der Wirtschaft, zum umfänglichen Widerstand, zur Sicherung der sozialen Rechte gehört eine Ausdehnung des Streikrechts für mich dazu. Heute mehr denn je. Ich meine, die Professoren des 2012-Aufrufs sollten jetzt neu durchstarten.

  • joey

    |

    @Julian
    Sie können auch bei der Bundeszentrale Politische Bildung nachlesen. Ich glaube nicht, daß irgendwer von den Altparteien Interesse an einer Änderung von Gesetz oder Rechtsprechung hat.

    Und ich wiederhole nochmals: an politischen Streiks haben auch Sie kein Interesse. Denn die „anderen“ sind mehr. Zählen Sie die Menge der Autofahrer.

    Den Sozialismus will keiner, sonst hätte man ihn schon mal gewählt und die linke hätte absolute Mehrheit. Da hilft auch kein Klimavehikel. Sie würden nicht genügend Streikende finden.
    Wollen Sie es dann ohne Demokratie versuchen?

  • Wintermute

    |

    Die Autoindustrie ist bereits zu lange und zu gut von Verkehrsministerien und Bundes- und Landesregierungen geschützt und gehätschelt worden. Das merkt man am verkrampften Festhalten an überkommenen Technologien. Da sind sogar Autohersteller anderer Länder … naja, die USA vielleicht auch ausgenommen … innovativer in Bezug auf echte Zukunftstechnologien. Danke @Bernd, köstliche Zusammenstellung! Das, was man für Schutz hält führt nur zu Stillstand, Funktüren und Keyless-Go statt den echten Herausforderungen des Verkehrs des 21. Jahrhunderts zu begegnen. Niemand, sicher auch nicht FfF will die Autohersteller zerschlagen und vernichten, sie sollen sich nur um die richtigen Fragen kümmern.

    Und selbst wenn dort Jobs verloren gehen, so werden sie in anderen Bereichen entstehen, sie verschwinden ja nicht einfach ersatzlos. Das ist eine falsche Behauptung.

    Ganz schräg finde ich das mit den fremdgesteuerten Kindern und grünen Lobbyisten. Wer soll das sein, wieso sollten sich die Kinder von jemand einen Auftrag geben lassen, wenn sie nicht sowieso der Meinung sind und wer soll das bitte steuern? Und wozu?

    Andersrum wird ein Schuh draus. Wieviel Gewinne macht die Öl- und Gasindustrie? Und die Autobranche? Und alle anderen, die an fossilen Energein verdienen? Und wer glaubt, dass die das ganze Geld ungenutzt lassen, wenn tatsächlich die Gefahr besteht, dass wir in ein postfossiles Zeitalter eintreten?

    Christian Stöcker auf SPON hat deutlich gemacht: „Die größten acht Mineralölkonzerne der Welt haben 2018 gemeinsam über 200 Milliarden Dollar Nettogewinn erzielt. 111 Milliarden entfallen allein auf den staatlichen Ölkonzern einer grausamen Diktatur.“

    Exxon agitiert bekanntermaßen seit Jahrzehnten gegen den Klimawandel, vor kurzem hat die New York Times herausgefunden, dass Exxon bereits in den 80ern präzise den Anstieg des CO2 in der Atmosphäre und den Temperaturanstieg vorhergesagt hat, intern, während sie extern alles torpediert und in Frage gestellt haben. Das ist Lobby. Die Tabakindustrie hat es auch Jahrzehntelang vorgemacht, wie das geht. Gegen das Geld aus der Ölindustrie ist das Kindergarten. @Böse Petze, weisen Sie doch bitte mal nach, dass Sie nicht bezahlt und fremdgesteuert sind.

    Abgesehen davon: Herrn Aumers Argumentation bedient sich des gleichen Musters wie Trump oder beliebigen anderen Populisten. Es wird genau das beklagt, wessen man sich selbst am Gegenüber bedient. Herr Aumer vermisst den Respekt vor abweichenden Meinungen und erkennt ihn den von ihm selbst abweichenden Meinungen aber selbst ab, nicht zuletzt indem die seit Jahrzehnten dauernde Mißachtung des Sachverhalts auch noch einfach weitergeführt werden soll. Die Demonstranten möchten auf ihre Argumentation hinweisen und davon überzeugen, nicht vorschreiben. Vorschreiben, was richtig ist, will Herr Aumer. Das ist billige Polemik.

    Demonstrationen und damit Verkehrsbehinderungen sind so ziemlich das einzige Ausdrucksmittel, das die Bevölkerung zwischen zwei Wahlen hat.

    Übrigens: Ich war auch dabei, bin sogar oben auf dem Foto. Es war gespenstisch auf der Frankenstraße. Zum einen ist die Kreuzung so riesig, dass sich 250 Leute drauf setzen können und immer noch viel Platz bleibt. Da sieht man mal, mit welchen Flächen allein der Auto- und LKW-Verkehr von unser aller Steuergeldern subventioniert wird. Flächen in Lagen zu Höchstpreisen wohlgemerkt. Und es war so still. Nichts vibriert, brummt, kreischt, nur die eigenen Lautsprecher :-) aber das ist was anderes. Diesen Anblick gibt es sonst nie an der Straße, noch nicht einmal nachts zwischen 3 und 4.

  • Böse Petze

    |

    https://m.faz.net/aktuell/wissen/klima/wider-die-klimahysterie-mehr-licht-im-dunkel-des-klimawandels-1407477.html

    https://www.zeit.de/2010/05/U-IPCC

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/vorhersagen-im-5-ipcc-bericht-2013-kritik-am-uno-klimareport-a-926348.html

    Soso. Grün gefärbte Lobbyisten gibt es also nicht ;-)
    Schon mal was vom Weltklimarat gehört?
    IPCC?

    Und die haben natürlich Null Interesse daran, dass der Klimawandel permanent bestätigt wird. Je schauriger, desto besser. Nene. Deren Jobs hängen doch auch nicht am Klimawandel. Nullkommanull, liebe Kids.

    Der Spiegel. Helmut Schmidts Zeit, die FAZ.
    Selbstverständlich alle bestochen und beeinflusst von den Automobilkonzernen ;-)
    Na klar.

    Skandiert ihr Grünen jetzt vielleicht etwa gleich „Lügenpresse“? Grins

    Wag the dog!
    Sag ich da.

    Aber einem Vorwurf stimme ich durchaus zu: Ich hätte nicht nur von grün gefärbten Lobbyisten sprechen sollen. Sondern von allen. Das hätte ich besser formulieren sollen. Neutraler. Das muss ich einräumen.

    Nett wäre aber in diesem Zusammenhang dann auch, wenn die ganzen mittelalten Klimawandel-Befürworter, die die jungen Leute beeinflussen und benützen, vor jedem Post, etc nachweisen müssten, dass sie sich sich einen Spritfresser SUV selbst überhaupt leisten könnten. Oder einen anderen schnellen Schlitten.

    Denn dann wüsste man wenigstens, dass das Gequake dieser mittelalten Möchtegern-Punks auf völlig altruistischer Askese zugunsten des Klimas unserer Kinder beruht.

    Und nicht nur auf schlicht erbärmlichem Sozialneid von ein paar angehängten Möchtegern-Punks :-)

    Träumen darf man doch noch, oder? ;-)

    Und nochmal mache ich auf den Geo-Artikel aufmerksam:

    https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/15196-rtkl-klimawandel-stoppt-das-bevoelkerungswachstum

    Den Übervölkerungs-Aspekt so lapidar wegzubügeln, nur um davon abzulenken, ist grob fahrlässig.

    Passt aber natürlich zu diesen Sektierern.

  • Piedro

    |

    @joey
    „Ich glaube nicht, daß irgendwer von den Altparteien Interesse an einer Änderung von Gesetz oder Rechtsprechung hat.“
    Sind die Linken eine Altpartei? Dann stimmt das nicht. Wenn Sie suggerieren wollen, die AfD hätte ein solches Interesse: belegen Sie das mal. Das Gegenteil ist richtig. Es gibt ja keinen Klimawandel, schon vergessen? Dann muss man bei der Autoindustrie auch nichts ändern, oder an den Verkehrskonzepten. Innovation ist von dieser Partei nicht zu erwarten, sie ist rückwärtsgewand, wirtschaftshörig, sozialdarwinistisch und ohne tragfähige Konzepte für eine innovative Entwicklung, sieht man von einigen hohlen Phrasen ab.

  • Piedro

    |

    @Fridays for Future Regensburg
    Vorsicht, nicht Volljährigkeit mit Erwachsen verwechseln. Postpubertäres Verhalten kann sich bis zum Ableben erhalten. Deppen bringt ihr nicht zum Denken, das liegt denen einfach nicht. Und wenn jemand Argumente hat versteht ihr besser darauf einzugehen als mancher „Erwachsene“.

  • Wintermute

    |

    :-)

    @Böse Petze: Woher wissen Sie, dass ich Möchtegern-Punk bin? Sozialneid? Ach wo. SUV? Könnte ich. Will ich nicht. Muss vorsichtig sein, dann bin ich wieder der gutsituierte, der sich alles leisten kann. Ist für mich ne echte Gratwanderung. Aber Möchtegern … nein.

    Hab mal in die Artikel reingeschaut.

    https://m.faz.net/aktuell/wissen/klima/wider-die-klimahysterie-mehr-licht-im-dunkel-des-klimawandels-1407477.html

    Ist die übliche Leugnung von steigenden Temperaturen. Alles widerlegt. Haben Sie anscheinend nicht mitbekommen. Der Artikel ist übrigens von 2007, also schon recht alt. Das gleiche Thema wird gerne heute noch auf der rechtsextremen Website Breitbart runtergeritten. Richtiger wird es dadurch nicht.

    https://www.zeit.de/2010/05/U-IPCC

    Ist von 2010. Oh hier geht es um eine einzelne Fehlprognose.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/vorhersagen-im-5-ipcc-bericht-2013-kritik-am-uno-klimareport-a-926348.html

    Ja, immerhin schon von 2013. Dass im einer Veröffentlichung von 2200 Seiten Fehler vorkommen, ist natürlich schlimm.

    Liebe Petze, das ist alles ziemlich alt, seitdem ist viel passiert. Viele hunderte Artikel in den gleichen Medien, die unisono das Gegenteil von diesen ausgewählten drei darstellen. Das haben Sie möglicherweise übersehen.

    Das Problem steht nicht mehr in Frage, auch wenn das immer wieder von verschiedenen Leute behauptet wird. Aber eines stimmt: Das Klima ist komplex und schwer vorherzusagen. Alle Simulationen basieren auf vereinfachten Modellen, die die Realität nicht abbilden können sondern Annahmen treffen müssen. Irgendwann weichen sie natürlich von der Realität ab. Das ist auch heute noch der Fall. Aber in die andere Richtung. In Wissenschaftsmagazinen stehen immer mehr Artikel, die warnen, dass bestimmte Marken wesentlich schneller erreicht werden und Kippunkte früher in Gefahr geraten, als es die Modelle vorhergesagt haben. Das betrifft die Erwärmung an Polkappen oder das Aufschmelzen des Permafrost mit potenziell unabsehbaren Folgen. Es gibt auch Wissenschaftler, die der Meinung sind, dass die Klimaziele, die z.B. FfF verfolgt, den Temperaturanstieg nicht mehr aufhalten können, also zu wenig und zu langsam sind, da bereits zuviel CO2 in der Atmosphäre ist, als dass sich die Folgen damit aufhalten ließen.

    Ah übrigens: Ich hab niemand von den Jugendlichen beeinflusst. Ich war wegen meiner Kinder da, aber nicht nur. Die Jugendlichen von FfF würden sich von mittelalten Möchtegern-Punks (das mag ich irgendwie…) nicht beeinflussen lassen. Sie achten auch peinlich genau auf Distanz von Parteien, weil sie sich von diesen, und zwar von keiner einzigen von diesen, benutzen oder vereinnahmen lassen wollen.

    Wo sind die Belege für Ihre Behauptungen?

    Und das mit dem Bevölkerungswachstum? Die UN arbeiten dagegen, die Regierungen könnten das sicher besser, als sie es tun. Was wollen Sie dagegen tun? Krieg führen? Und trotzdem führt das nicht weiter. Wir können hier bei uns was tun, wir müssen was tun. Mit dem Verkehrswahnsinn kommen wir eh nicht mehr weiter. Gegen Überbevölkerung muss man sicher auch was tun, aber das lenkt jetzt eigentlich nur ab, weil das wieder ein Grund fürs Nichtändern ist, weil man da auf andere zeigen kann. Eigentlich kann man an so vielen Fronten was tun. Aber fangen wir doch einfach mal hier an. Und jetzt. Da geht was.

  • Piedro

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    @Böse Petze
    Ich habe Ihre Links nur überschlagen, aber ich werde sie noch mit Interesse lesen. Hinweise auf „grüne“ Lobbyisten habe ich auf die Schnelle nicht gefunden, erst recht nicht auf solche, die tatsächlichen Einfluss auf die Politik hätten.

    „Deren Jobs hängen doch auch nicht am Klimawandel.“
    Die Jobs der IPCC-Mitarbeiter hängen am Klimawandel? Sehr interessant.

    „Skandiert ihr Grünen jetzt vielleicht etwa gleich „Lügenpresse“?“
    Ah, Sie versuchen sich in Polemik? Weiter üben. Aber bezeichnen Sie mich bitte nicht als Grünen, sonst werde ich grantig.

    „…dass sie sich sich einen Spritfresser SUV selbst überhaupt leisten könnten. Oder einen anderen schnellen Schlitten.“
    Weil? Nur Leute, die sich sowas leisten können was auf der Pfanne haben oder ein Mitspracherecht? Unterirdischer Sozialdarwinismus oder einfach nur blöd?

    „Denn dann wüsste man wenigstens, dass das Gequake dieser mittelalten Möchtegern-Punks auf völlig altruistischer Askese zugunsten des Klimas unserer Kinder beruht.“
    Aha. Nur blöd.

    „Den Übervölkerungs-Aspekt so lapidar wegzubügeln, nur um davon abzulenken, ist grob fahrlässig.“
    Der wird weggebügelt? Na sowas. Habe ich noch gar nicht gemerkt, bisher hielt ich das für ein andauerndes Thema. Aber wenn Sie das sagen. Mit Sektierern scheinen Sie sich ja gut auszukennen. Ein Hund kennt den andern, gelle?

  • joey

    |

    @Piedro
    ist die AfD die einzige Neupartei? Was nun die linke ist, kann hier lange Seiten füllen, das sollten wir dem Mod. ersparen.
    Wie auch immer, nicht mal die Grünen wollen ein politisches Streikrecht, sonst hätten wir es schon. Die wissen genau, daß sonst Gelbwesten marschieren.

  • Julian86

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    Eine der „nachhaltigsten“ Art einer Demonstration, sind doch die derzeit „laufenden“ Sternenfahrten von Tausenden von Landwirten in diversen großen Städten.

    Hier wird es womöglich LIKES von Herrn Aumer geben. Man weiß ja, wo seine Wähler sitzen …

  • Regensburger

    |

    Für alle, die ungern Kommentare lesen, hier ein Buchtipp :
    Neben uns die Sintflut : Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis
    von Stephan Lessenich

    Darin ist denke ich für alle Seiten etwas zu finden. Sogar die FfF kann daraus noch einiges lernen.

  • Regens Bürger

    |

    Die Argumentation mit „90% der Wissenschaftler sagen, der Klimawandel ist menschengemacht“ erinnert mich sehr ans Mittelalter… Da haben auch große Teile der Gelehrten behauptet, die Erde sei eine Scheibe.

  • Julian86

    |

    Wie den Kollaps der Umwelt verhindern? Blick nach USA, der auch der ähnlich-gleiche Blick auf Deutschland ist.

    Kaum schwadroniert JOEY vom „Sozialismus“, kaum rege ich in meinem gestrigen Beitrag an, die Wirtschaft zu demokratisieren, was geschieht da?

    Der „Sozialist“ Sanders (in Wahrheit ein engagierter Sozialdemokrat ursprünglicher, freilich rar gewordener Art) legt doch prompt ein Konzept für „die Demokratisierung von Unternehmen“ vor.

    Mathew Lawrence berichtet sehr eindringlich:
    „Die Lage erfordert beherztes Handeln. Nur eine tiefgreifende Neuordnung der ökonomischen und politischen Rechte kann die Macht der Oligarchie eindämmen und den unkontrollierten Kollaps der Umwelt verhindern.“

    Beste konkrete Beispiele finden sich in seinem Bericht
    https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/nichts-ist-in-stein-gemeisselt. Die Wochenzeitung wirbt auch für „Kapital“ (Picketty).

    Das ist es nicht weit zu Lafontaines aktueller Auflistung (facebook) der beklagenswerten Zustände und Verhältnisse, welche die deutsche „Oligarchie“ zulasten von Millionen Deutschen gegen die Mehheit der Wähler aufrechterhält und dadurch die Ungleichheit und Ungerechtigkeit vertieft. Zeit also für einen Generalstreik? Alle Veränderung kommt von unten, was Greta Thunberg global unter Beweis gestellt hat.

    Picketty´s Film zeigte eine Orignialszene zu Beginn des letzten Jahrhunderts in den USA. Man sah, wie die US-Armee mit einem Maschinengewehr die kleine Schar der Streikenden „aufhielt“. Ein ganzes Volk lässt sich aber nicht aufhalten, was hierzulande vor 30 Jahre deutlich wurde.

    In Chile (ZEITbericht von heute), wo 30 Pesos das Fass des die Ungleichheit vertiefenden Machtmissbrauchs zum Überlaufen brachten, scheinen sich nach 100 Jahren ähnliche Grausamkeiten anzubahnen. Dort hat der Präsident seinem Volk den „Krieg“ erklärt.
    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-10/chile-proteste-u-bahn-fahrpreise-polizeigewalt/seite-2

    Niemand meine, Chile läge weit entfernt. Ist es nicht die Union, die nicht nachlässt mit ihrer Forderung, die Bundeswehr erweitert im Innern einzusetzen? Will man sich vorsehen gegen künftige Wetter-Stürme? Den Besitzstand der hiesigen Oligarchen so lange wahren bis Fluten, Hitze und ausgedorrte Böden auch die Traktor-Rallyes der Bauern sinnlos machen?

    Wir leben global in sich auflösenden alten Strukturen. Neue sind noch nicht als Leitplanken gesetzt. Die Verunsicherung verleitet, nach unten zu treten, was aber die eigene Lage nicht bessert.

    Notwendig ist nichts Geringeres als Rückbesinnung auf die Werte, die unsere Gewählten gerne in Sonntagsreden vorgeben hochzuhalten: Freiheit, Gleichheit und Solidarität.

    Man muss diese Forderungen der Aufklärung vielstimmig erheben und umsetzen. Ggf. auch mit bundesweitem politischen Streik, die nicht mutig angegangene Umweltfrage und den immer größer werden Graben in der Gesellschaft vor Augen. Worauf will der Deutsche noch warten? Dass sich diese inhumane und Natur als Grundlage unserer Existenz zertörende gesellschaftpolitische Entwicklung von alleine im Nichts auflöst zum Wohle aller?

  • Regensburger

    |

    Liebe @Adelheid, Ihre Aussage vom 19.10.19 19:19
    „Herr Aumer spricht für die Mehrheit der Bürger , Punkt“
    kann man so nicht stehen lassen – bei aller Liebe.

    Bei der letzten Bundestagswahl erreichte die CSU, die Partei Aumers, 6.2% der abgegebenen Stimmen. Die Stimmen, die davon auf Aumer als Direktkandidaten entfielen, konnte ich leider nicht ermitteln. Herr Aumer spricht als gewählter Vertreter des Volkes in erster Linie für diejenigen, die ihn und seine Wahlversprechen gewählt haben.

    Sie sind doch sicherlich mit mir der Meinung, dass 6,2% keine Mehrheit darstellt ?

    Falls nein, sollten Sie wenigstens Ihren Kommentar wie folgt präzisieren :
    „Herr Aumer spricht für die 6,2% der Bürger , Punkt“

  • Regensburger

    |

    @Regens Bürger
    110% aller Soziologen sind sich in der Frage einig, dass die unreflektierte Wiedergabe von Pointen der Satireindustrie zur Realitätsverzerrung oder auch zur sog. Fake-Reality (FR) führt,
    nicht zu verwechseln mit der Virtual-Reality (VR).

  • Bernd

    |

    @Böse Petze
    „Den Übervölkerungs-Aspekt so lapidar wegzubügeln, nur um davon abzulenken, ist grob fahrlässig.“

    Ach was. Es ist genug zum Essen für alle da. Nur halt nicht „genug Fleisch“. Die Prognosen zum Bevölkerungswachstum waren in der Vergangenheit auch meist zu optimistisch. Und es gibt ja auch viele Anzeichen, dass das Wachstum wieder abnimmt, je stärker die Verstädterung in den nächsten Jahrzehnten zunimmt. Google is your friend.

    @Regens Bürger
    „Die Argumentation mit „90% der Wissenschaftler sagen, der Klimawandel ist menschengemacht“ erinnert mich sehr ans Mittelalter… Da haben auch große Teile der Gelehrten behauptet, die Erde sei eine Scheibe.“

    Das kann auch nur jemand sagen, der keine Ahnung von Geschichte und Wissenschaft hat, oder? Vergleichen Sie das ernsthaft? Hoëcker, sie sind raus.

  • Robert2Help

    |

    Das ist das meistdiskutierte Thema hier, in der MZ, auf TVA usw. Irgendwas haben die Jugendlichen richtig gemacht :)

  • Mr. B.

    |

    Robert2Help
    Glauben sie wirklich, dass alle diese Jugendlichen, von denen sie sprechen, wissen, was sie da vertreten und dazu auch eine Ahnung haben?
    Ich persönlich glaube, dass viele eine vorgegebene Meinung einfach aufnehmen, um einfach dazuzugehören, so wie es in anderen Bereichen auch ist!

  • Dominik Müller

    |

    @Robert2help
    Wie messen Sie das *meistdiskutierte Thema*? Es gibt hier viele Artikel mit mehr Diskussionsbeiträgen. Sie schreiben sich die Welt schön – oder wollen Sie mit offensichtlich falschen Aussagen so viel Widerspruch ernten dass wenigstens das Wolbergs – Thema verdrängt wird? Im übrigen hatte ich auf Grund der Bilder der Demo den Eindruck, dass die Jugendlichen in der Unterzahl waren.

  • Thik

    |

    @Regens Bürger 22. Oktober 2019 um 14:43
    „Untersuchungen seit den 1990er Jahren zeigten, dass „außer sehr wenigen Ausnahmen seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. gebildete Personen in der Geschichte des Westens nicht annahmen, die Erde sei flach“, und dass die Kugelgestalt der Erde die dominante Lehrmeinung blieb.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Flache_Erde

    Natürlich muss man keiner Lehrmeinung folgen, nur sollte man dann sagen, was man stattdessen meint und worauf man sich damit stützt.

    Richtig ist auch

    „Die überwältigende Mehrheit der Professoren, rund 96 Prozent, erhält so gut wie keine Medienaufmerksamkeit.“
    https://uebermedien.de/41860/die-homogenisierung-der-klima-berichterstattung-ist-ein-problem/

    Ich bezweifle aber, dass eine Nachmittagsshow, in der verschiedene Klimawissenschaftler kämpfen, ob das mittlere oder das etwas stärkere Modell besser ist, große Quoten erreicht. Es sei denn, man macht es wie Monty Phyton, die einen Bischof und einen Atheisten zum Faustkampf um die Existenz Gottes antreten ließen.

  • Mr. T.

    |

    FF bringt den ewigen Sermon der Leugner bis Relatvierer des anthropogenen Klimawandels mal wieder ganz gut rüber (und argumentiert hervorragend dagegen):
    „Wir können so weiterleben wie bisher und müssen uns nicht ändern, da alle Aktionen zum Klimaschutz “in Wahrheit” falsch, unnötig oder unwirksam sind. Es gäbe keinen Grund für Aufregung; es würde schon alles irgendwie gut gehen; in der Zukunft lasse sich das alles regeln und in der Gegenwart können wir uns daher entspannen.“
    Quelle: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2019/10/21/die-neuen-klimawandel-mythen/

  • Robert2Help

    |

    Ziel von Demonstrationen ist es, Aufmerksamkeit für das eigene Anliegen zu schaffen, auch wenn man in der Minderheit ist. Nennt sich Demokratie.

    Und wieso sollte genau ich vom Wolli ablenken wollen?
    Außerdem finde ich die Diskussionskultur hier ziemlich gut, ändern wir das doch bitte nicht :)

    Zu konkreten Fragen mache ich gerne einen Blogbeitrag, das ist nachhaltiger als mit dem Finger in Kommentarspalten aufeinanderzuzeigen.

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