Johann Ohneland revisited

Ein bemerkenswertes Denkmal

Johann Michael von Sailer: ein Mensch, der sich das ein oder andere wohlwollende Andenken verdient hat, und das, obwohl er ein Regensburger Bischof war. Foto: sm

Johann Michael von Sailer: ein Mensch, der sich das ein oder andere wohlwollende Andenken verdient hat, und das, obwohl er ein Regensburger Bischof war. Foto: sm

In Regensburg hat man einen interessanten Weg gefunden, um Denkmäler in den Fokus der Bevölkerung zu rücken.

Eine Glosse von Martin Stein

Denkmäler sind schon etwas Großartiges. Sie schmücken durch ihre majestätische Präsenz, für Tauben sind sie eine willkommene Alternative zum realen Menschen, was den realen Menschen seinerseits erfreut, und ihre Anwesenheit signalisiert auch gleich eine gewisse Bedeutsamkeit des umgebenden Lebensraums, frei nach dem Motto: Schau an, da haben wir das hier für ein rechtes Saukaff gehalten, dabei hat’s hier sogar ein Denkmal!

Sinn und Zweck eines Denkmals ist es in der Regel, an Menschen oder Ereignisse zu erinnern, die für erinnernswert gehalten werden. Letzteres allerdings ist oft Ansichtssache und ganz im Gegensatz zum Denkmal selbst nicht in Stein gemeißelt; größere politische Umwälzungen werden oft unmittelbar von massiven Abrissarbeiten gefolgt.

Eine Gemeinsamkeit haben Denkmäler in der Regel: Das Gedenken soll ein Positives sein. Der Bedenkmalte ist in der Regel Held, Präsident eines Staates oder Automobilclubs, Weltumsegler, Philosoph oder Kindergärtner. Ein Vorbild eben. Man soll zum Denkmal aufsehen und sich möglicherweise dazu inspirieren lassen, ebenfalls etwas zu leisten, wodurch man sich so eine Bronzierung verdienen könnte, zum Beispiel durch die Erfindung einer kaugummiabweisenden Schuhsohle.

Eine weitere Gemeinsamkeit teilen sich die meisten Denkmäler leider ebenfalls: Üblicherweise interessiert sich kaum jemand für sie. Sie stehen unbeachtet in der Gegend herum, man geht achtlos dran vorbei, und auch Menschen, deren Weg tagtäglich am selben Eisenheinz vorbeiführt, wissen oft genug nicht, wer da eigentlich auf dem Podest steht. Die einzigen beiden Ausnahmen davon sind das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und das Milbenkäsemonument in Würchwitz.

Ein Missverhältnis wie zwischen einem Katzenbaby und einer Bandwurmoma

In Regensburg hat man einen interessanten (und erfolgreichen) Weg entdeckt, Denkmäler in den Fokus der Bevölkerung zu rücken: Man sorgt dafür, dass sie gehörig nerven.

Es steht nun seit einiger Zeit das Denkmal des ehrwürdigen Bischofs Johann Michael von Sailer auf dem Emmeramsplatz, und zwar offenbar in exakt derselben Ausführung und an exakt demselben Platz, an dem das Denkmal schon ehedem gestanden hatte, bevor es irgendwann aus irgendeinem Grund wieder entfernt wurde.

Dieser historisch begründete Standort des Herrn von Sailer geht nun zu Lasten von insgesamt sechs Parkplätzen, deren Existenz weniger historisch ist, viel weniger lehrreich und außerdem viel viel weniger Sympathiepotential besitzt. Ein Missverhältnis wie zwischen einem Katzenbaby und einer Bandwurmoma.

Dieser Johann Michael von Sailer ist nun tatsächlich ein Mensch, der sich das ein oder andere wohlwollende Andenken verdient hat, und das, obwohl er ein Regensburger Bischof war. Nicht zu leugnen bleibt dabei, dass sein Name in Regensburg nur wenigen historisch bewanderten und interessierten Menschen etwas sagt. Wenn man aus diesem Kreis potentieller Interessenten noch die Klosterschüler, Ministranten und Kleriker herausrechnet, dann bleiben geschätzte sieben Regensburger übrig, die wissen, wer Johann Michael von Sailer war.

Der Rest gehört zum bedauernswerten autofahrenden Plebs, der gerne endlich seine Karre parken, zwei Stunden nach Feierabend wirklich Feierabend haben möchte, dabei verzweifelt auf dieses Bildnis und die zugehörigen potenzberaubten Parkplätze blicken muss und sich in seiner Schlichtheit nur die eine, einzige Frage stellt: Wer war der Arsch?

Unbestreitbar ist, dass kaum jemals irgendwann irgendwo ein Denkmal vergleichbar bemerkt wurde.

Auf diese Weise ist ein tatsächliches, bewusstes und aktives Andenken an Johann Michael von Sailer sichergestellt. Jeden Tag sehen Dutzende von Menschen zu ihm auf und gedenken seiner. Und wie sie gedenken. Sowas von gedenken. Von einem dermaßenen Ausmaß an Gedenken können andere Denkmäler nur träumen; selbst der auf dem Domplatz installierte Ludwig I., der sein Pferd ebenfalls dort parkt, wo früher Pferdestärken standen, stinkt dagegen regelrecht ab. Verantwortlich für beide Denkmäler zeigt sich übrigens dieselbe Initiative Wohlmeinender, ein Kuratorium kulturhistorisch begeisterter Doppelgaragenbesitzer.

Und so steht er nun; sein kantiges und dennoch gütiges Gesicht blickt versonnen in die Ferne, seine rechte Hand verweist etwas überheblich auf den leeren Raum unter sich (die weißen Parkmarkierungen wurden schwarz übermalt, was deren Sichtbarkeit nicht im Geringsten mindert, sondern eher etwas von dem Versuch hat, Veganerdurchfall mit einer Duftkerze zu bekämpfen), in der linken Hand trägt der Bischof ein Buch, vermutlich entweder die Straßenverkehrsordnung oder sein epochales Werk über den Selbstmord.

Unbestreitbar ist, dass kaum jemals irgendwann irgendwo ein Denkmal vergleichbar bemerkt wurde. Endlich, möchte man meinen, hat man einen Weg gefunden, Personen der Zeitgeschichte wirksam in den Köpfen und Herzen der Nachgeborenen zu verankern. Denk mal! Das Beispiel könnte Schule machen. Denkmäler auf Kreuzungen. Denkmäler auf unbeschrankten Bahnübergängen. Denkmäler vor Notausgängen. Denkmäler, die man nicht mehr übersehen kann, weil man drüberklettern muss, um aufs Klo zu gelangen. Und so findet ein Mensch, der vor 180 Jahren begraben wurde, den Anschluss an die Moderne wieder: Aufmerksamkeit ist alles, und schlechte Publicity gibt es nicht. Daumen nach oben!

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (33)

  • Thomas

    |

    Jedesmal, wenn ich auf einen Parkplatz an besagter Stelle warte, rege ich mich erneut über diese Dreistigkeit auf. Wie realitätsfremd muss man sein, dass man an dieser Stelle den Bürgern ein Denkmal hinpflanzt? Und 3 Parkplätze hätten ja gereicht für den Schwachsinn. Aber nein, nochmal drei wurden als „Anbetungsplatz“ auserkoren. Das sind jeden Abend 6 Regensburger mehr, die keinen Parkplatz finden. Die Kirche ist einfach nah beim Volk. Der gütige Hirte, der über seine Schäflein wacht. Amen.

  • Luchs

    |

    Wenn man Durchfall mit Kerzen bekämpfen möchte, sollte man zwingend auf die richtige Größe achten.

  • Regensburger Bürger

    |

    Parkplätze?!? Na klar, Thomas, am besten sprengen wir den Dom, dieses blöde klerikale Protzbauwerk, auch gleich mal weg, dann haben Du und Deinesgleichen noch viel mehr Abstellplatz für Eure ressourcenverschwendende Stinkkisten. (kopfschüttel)

  • Mr. T

    |

    Hat mich gewundert, heute zum ersten Mal davon zu lesen. Das war ja mehr als bescheuert, da sechs Parkplätze zu opfern. Wenn’s denn unbedingt dort stehen muss, hätten auch zwei Parkplätze gereicht. Ist ja nicht so, dass man rund um die Altstadt mit Parkplätzen gesegnet ist.

  • Peter Lang

    |

    Jedes Auto, das NICHT in die Altstadt fährt, ist ein Gewinn. Vestehe Ihren Kommentar schon, aber lieber besser 1000 solcher Denkmale, als die zahlenmäßig ungleich mehr Kraftfahrzeuge. Nehmt den Bus oder den Zug, ihr krachledernen Land- und Vorstadtbewohner, dann habt ihr keine Parkplatzsorgen. Sorry, Übertreibung macht anschaulich. Musste das los werden!

  • Mr. T

    |

    Oh Ihr ignoranten Knallhörner, da geht’s nicht um Land- und Vorstadtbewohner, die unbedingt mit dem Auto mitten in die Altstadt fahren wollen, sondern um Anwohner, die sich keinen Tiefgaragenstellplatz für 200 Euro im Monat leisten können und Ihr Auto am Feierabend halbwegs in der Näher ihrer Wohnung abstellen wollen, wenn sie von einem Arbeitsplatz heimkommen, den sie mit öffentlichen Verkehrsmittel wohl nicht so einfach erreichen können. Die Zahl der ausgegeben Anwohnerparkgenehmigungen steht in keinem Verhältnis zur Zahl der verfügbaren Anwohnerparkplätze. Oder sollen sie am Dultplatz parken und dann jeden Tag mit zweimal Umsteigen eine halbe Stunde mit dem Bus hin und her fahren?

  • Peter Lang

    |

    Satire darf alles, Mr. T. – Schon vergessen?

  • Peter

    |

    Hey, Mr. T.
    Nur 2 Anmerkungen.
    – Sie haben schon mal was von den Gesetzen der freien Marktwitschaft gehört? Ein zentrales lautet: „Angebot und Nachfrage“. Solange es Menschen wie Sie in genügend großer Zahl gibt, die auch den letzten Meter Weges mit der Stinkedose zurücklegen wollen, werden die Eigentümer der von Ihnen so obsessiv verehrten Blechzwischenlager in Ballungsräumen hohe Preise verlangen. Das ist doch irgendwie nachvollziehbar, oder? Das würden Sie sicher auch nicht anders machen, wenn Sie einen über hätten, da wette ich mein Fahrrad drauf.
    – Prof Knoflacher hat 1995 schon festgestellt, dass Dosentreiber lieber 10 Minuten mit Parksuchverkehr verbringen als 300 Meter zu laufen. Hatte er Sie damals auch interviewed?

  • Günther Stark

    |

    Der Emmeramsplatz ist einer der geschichtsträchtigsten Plätze in Regensburg und wird als Parkplatz entwertet und missbraucht. Das muss man sich mal vorstellen! Wer meint, sein Auto vor der Haustür abstellen zu müssen, findet in fast allen anderen Stadtvierteln passende Wohnungen. Aber die Altstadt sollte nun mal das angenehme und dringend nötige Gegenkonzept zum Wohnen mit Auto sein.

  • Eine Welt ohne Mitleid

    |

    Wunderbar, Herr Stein, wunderbar!

  • Mr. T

    |

    So ein dummes Geseiere, Peter. Ich, persönlich, stehe vielleicht 1-2 mal im Jahr auf dem Emmeramsplatz – und nie länger oder über Nacht. Aber es gibt ja auch Leute, die sich nicht nur um sich selbst Gedanken machen. Es steht mit Sicherheit auch keiner am Emmeramsplatz, der zu faul ist, auch nur ein paar Meter zu laufen, denn wer am Emmeramsplatz „wohnt“, schläft entweder am Beamtenschreibtisch, liegt im Krankenhaus oder heißt Tut und Taugt Nix. Alle, die da nachts parken gehen mehr oder weniger weit noch zu ihrer Wohnung. Und die, die da parken, das sind auch nicht die Neureichen, die ihren Porsche in der Stadt herzeigen müssen, denn die fahren ein paar Runden durch die Stadt oder parken verkehrswidrig mitten drin. Da sind Leute drunter, die ihr Auto brauchen, um zu ihrer Arbeitsstätte zu gelangen. Nicht jeder kann gemütlich ein paar Kilometer zur Arbeit radeln.

  • Grünes R

    |

    Die Autoparkplatz-Kämpfer und die Kämpfer für ein lebenswertes, da fast autofreies Innenstadtkonzept, haben jeweils treffende Argumente.

    Vermisse jedoch einen Gestaltungbeirat oder aufrichtige Denkmalpfleger. Wer setzt den ein Denkmal und vergisst den Rahmen dazu? Da eine ungepflegte Teerfläche bis heute auch in weitreichend künstlerrischen Sinn noch nicht als wirksames Element für altertümliche Denkmähler wirkt, könnte es sich bei der gesamten Installation entweder um eine ganz neue Dimension städteplanerischer Kultur handeln oder das Gesamte ist schlicht nur ein zeitlich begrenztes Provisorium.

    Ein Vorplatz gewandelt aus sechs Parkplatzen zu einer grünen Insel, einer Sitzbank zum sinnieren über den „Guten“ und das farbenprächtige Gestallten eines guten Landschaftsarchitekten, was wäre das für ein neues Glück für diese öde Stein und Teerwüste mitten in der Stadt.

  • Regensburger Bürger

    |

    Aber jeder kann gemütlich ein paar Kilometer zu einem Parkplatz radeln, der halt nicht direkt vor der Haustüre liegt, und dann immer noch in seine ressourcenverschwendende Stinkkiste einsteigen, wenn er’s unbedingt nötig hat. Warum eigentlich nicht, Mr. T ? Die Zeiten, als in den 1980ern die komplette Innenstadt ein blechwüstiges Autoparkplatzparadies war, sind eigentlich seit 30 Jahren vorbei… (in den Köpfen aber offenbar noch nicht).

  • Peter

    |

    Mr. T(roll):

  • Mr. T

    |

    Die Zeiten sind zum Glück vorbei, in denen überall in der Innenstadt die Autos waren (zumindest fast, solange die Busse und Taxen nicht endlich raus sind). Und da nicht mehr jeder, der am Haidplatz oder Neupfarrplatz wohnt, sein Auto vor der Tüt hat, braucht es eben Parkplätze am Rand der Innenstadt – wie zum Beispiel hier.

  • Mathilde Vietze

    |

    Auch ich bin keine Freundin von Denkmälern mitten auf
    dem Stadtplatz. Trotzdem finde ich die Diskussion bezüg-
    lich der „weggefallenen Parkplätze“ reichlich dämlich.
    Jedem, der nicht gerade gehbehindert ist, kann man zumuten,
    ein paar Meter (oder auch mehr) zu laufen, ohne sich in seiner
    geheiligten Persönlichkeit eingeschränkt zu fühlen. Aber, es
    gibt Zeitgenossen, deren Selbstverwirklichungswahn geht so
    weit, daß sie sich am liebsten noch mit der Sänfte auf den
    Abort tragen lassen würden.

  • Thomas

    |

    Warum wird hier eigentlich so pauschal über jeden geurteilt, der diesen Parkplatz eben nicht als unnötig ansieht? Ich brauche ihn, ähnlich wie Mr. T, auch nur ein paar wenige Male im Jahr. Meistens wenn ich gezwungen bin, mit dem Firmenauto über Nacht in der Nähe meiner Wohnung zu parken (da muss es dann bei Anruf schnell gehen). Privat fahre ich alles mit dem Rad, greife auch nicht auf „ressourcenverschwendende“ Blechkisten wie Busse oder Taxis zurück. Mein Auto, das ich mir erlaube zu besitzen, hole ich wirklich nur dann hervor, wenn es keine passende Zugverbindung gibt und ich etwas außerhalb Regensburgs zu erledigen habe. Sonst parkt es brav in einer Tiefgarage im Westen draußen und wird oft über mehrere Wochen nicht gefahren. Ich lasse mich also nicht, wie Frau Vietze so nett schreibt, in meinem Selbstverwirklichungswahn in der Altstadt herumtragen oder ähnliches, sondern fahre das ganze Jahr hindurch, bei jeder Witterung, mit dem Rad. Ich hoffe, die Leute, die hier so gnadenlos über die Befürworter eines Parkplatzes am Evangelischen Krankenhaus urteilen, sind alle so rein in ihrer Lebensweise, dass es das Steinewerfen erlaubt. Und vielleicht gibt es tatsächlich Leute, die aus irgendeinem triftigen Grund, sei es ein Besuch im Krankenhaus, eine Gehbehinderung, zeitliche Engpässe, Arbeitsverpflichtungen wie z. B. Notdienst, Besuch von Freunden in der Altstadt, oder auch „Faulheit“ nach einem überlangen, harten Arbeitstag, gerne auf diesen Parkplatz zurückgreifen und dann auch noch aus vertretbaren Gründen. Außerdem: Geht es hier um dieses Denkmal oder darum, einfach mal jeden Autofahrer, der es wagt in Altstadtnähe zu parken, ordentlich eins vor den Latz zu geben?

  • hs

    |

    uiih, toll
    Eine Diskussion Autofahrer gegen Autohasser.
    Klasse, das das mal andiskutiert wird, hatte wir noch nie :-)

    Dachte schon, es geht nur um das doofe Denkmal des Pfaffen…..

  • walter

    |

    Endlich haben auch die Gehwagen und Radl vor dem ev. Krankenhaus eine ausreichend große Stellfläche. Zu wünschen wären noch ein paar Fahrradständer o. dgl.

  • Regensburger Bürger

    |

    Lieber ein blödes Pfaffendenkmal als sechs blöde Blechkisten ebendort. Ich hab echt nix gegen Autos, solange sie mich schwerverletzt ins Hospital kutschieren oder mir meine Samstagsbrezn zum Bäckerladen bringen. Ich verpeste sogar selber, in schwachen Momenten, gelegentlich die gute Regensburger Luft. Aber wenn jemand rumheult, weil „sein“ Parkplatz direkt vorm Haus weggefallen ist und er deswegen noch länger mit qualmendem Auspuff rumstehen muss, bis irgendwo endlich einer aus der Lücke fährt
    => OJEMINEH!!!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Regensburger Bürger: Das Denkmal zeigt weder einen
    Heiligen, noch einen Pfarrer, aber ich könnte mir als Denkmal
    wirklich ein besseres Vorbild vorstellen, z.B. jemanden, der sich
    um die Stadt Regensburg e c h t verdient gemacht hat.

  • Regensburger Bürger

    |

    Au ja!!!!!! Bitte!!!!

  • Regensburger Bürger

    |

    @Frau Vietze: Sorry, „am 23. September 1775 wurde Sailer in Augsburg zum Priester geweiht“, ergo Pfaffendenkmal.
    – Aber es ist mir ehrlich gesagt auch herzlich wurst, wer da auf dem Sockel thront, solange es nicht RonaldMcDonald oder irgendein Massenmörder ist – immer noch besser, auf dem Platz stehen 6 Autos weniger als 6 Autos mehr.

  • Denkmalfreund

    |

    Es gibt sicher schlechtere Denkmäler bzw. unwürdigere Personen für ein Denkmal als hier.

    Immerhin hatte sich ebenjener Georg Michael Wittmann beispielsweise 1809 und danach um Stadtamhof und dessen Waisen gekümmert, nachdem Napoleon dort alles dem Erdboden gleich gemacht hatte.

    An der Ecke Thundorfer Straße / Weiße-Hahnen-Gasse hängt übrigens ein Schild, das an einen gewissen August Bebel erinnert. Es gibt bestimmt einschließlich des OBs auch nicht mehr als sieben Leute in Regensburg, die mit diesem Namen etwas anfangen können ;-)

    PS.: Lieber solltet Ihr Euch über die Investitionen in ein Fußballstadion oder eine Erweiterung für das Eisstadion aufregen. Da geht mehr Geld verloren als wie mit einer recycleten Statue.

  • Peter Lang

    |

    Es handelt sich nicht um Willmann, sondern um Sailer, Bischof allhier, der für seine Zeit und als katholischer Priester, relativ kühne aufklärerische Tendenzen erkennen ließ, stets vom Vatikan beäugt wurde und immer im Verdacht stand, ketzerische Thesen zu vertreten.

  • Mathilde Vietze

    |

    Was viele nicht mehr wissen: Der Theologiestudent
    Johann Michael Sailer wurde seinerzeit aus dem Priester-
    seminar geworfen, weil er „zu viele neumodische Ansichten“
    hatte. Er ließ sich aber nicht einschüchtern, versuchte es er-
    neut und wurde dann Bischof von Regensburg.
    Und die fromme Maria Theresia Gerhardinger sollte aus der
    katholischen Kirche ausgeschlossen werden, weil sie laut sagte,
    daß „Mädchen auch ein Recht auf Bildung haben“. Es war Bi-
    schof Wittmann, der verhinderte, daß sie hinausgeworfen wurde
    und – er hat sie auch unterstützt eben bei der Bildung für Mädchen
    und Frauen. Untaugliche Kirchenleute gibt es in jeder Religion.

  • Dieter

    |

    Klar werden in der Altstadt Parkplätze gebraucht und so leid es mir für unsere ewigen Nörgler tut, die in ihrem Stadtteil vor der Haustüre parken können – auch Altstadtanwohner haben Autos. Daran wird sich nichts ändern. Auch z.B. Kumpfühl würde mir ohne Autos besser gefallen.

    Was mich wie am Dom hier an dieser Statue stört: Es sieht einfach nicht gut aus. Weder das Autos drumherumstehen aber vor allem, ja vor allem, das sie nicht ins Ensemble passt. Wie hingestellt und nicht abgeholt nimmt sie den freien Blick auf Kirche, Schloß und Regierung ein. Ähnlich der Reiter am Dom, der den Blick nur vom Wesentlichen ablenkt. Meiner Meinung nach kein Gewinn sondern das Gegenteil.

  • wutbürfer f

    |

    Mich würde es erfreuen wenn jemand mit Radlader anrückt und die Parkplätze wieder freimacht.

    Vielleicht kann man die Verantwortlichen für diese, mit Verlaub, Scheisse dann gleich mit Entsorgen. Und die so bürgerlichen Befürworter und PKW verdammenden Mitmenschen ebenfalls.

    Nachdes es weiter oben auch schon erwähnt wurde, ja. Ja … lasst uns des Dom das Fußballstadion usw. auch alles gleich mit abbauen. Wunder mich eh immer wieder das die größten und teuersten dinge bei uns im Land nicht Schulen, Universitäten und Krankenhäuser sind sondern nur dem Spektakel des zomboiden Volkes dienen.

    Und ja, jetzt können sich die angesprochenen gerne Betroffen fühlen und Ihre entsetzlich entglittenen Gesichtsausdrücke und die empörten Emotionen dazu verschwenden hier auch noch Energie auf eine Antwort zu verschwenden. Jetzt hab ich ja schon genug verschwendet

    Man wünscht sich hier im beschaulichen Regensburg manchmal mehr zornige Wutbürger.

    Gefundene Rechtschreibfehler dürfen Sie gerne Behalten.

  • Park & Pray

    |

    Konfessionslos parken ab 1945.

  • Unmittelbayerischer

    |

    Ha, habe die Statue zum ersten Mal gesehen – nachdem ich mich unvorsichtigerweise über vier freie Parkplätze freute.
    Konnte nicht umhin den Herrn zu bespucken.

  • emil

    |

    @Unmittelbayerischer, ich würde mit meinen DNA-Prints vorsichtiger umgehen…..

Kommentare sind deaktiviert