Ein paar Fragen rund ums Burkini-Verbot

gutenmorgen

Meist flippen die Leute aus, wenn eine Frau zu wenig anhat. Momentan steht die Gesellschaft Kopf, weil eine Handvoll Frauen ein bisschen zu viel anhat. Was daran so unbequem ist, scheint schwer formulierbar zu sein. Deshalb:

Ein paar Fragen rund ums Burkini-Verbot

Hat eigentlich schon mal jemand drüber nachgedacht, wo „wir“ unsere „freiwillige“ Bekleidungs-/Verhüllungsgrenze ziehen? Wie viele Zentimeter über meiner Brustwarze, unter meiner Arschbacke und über meinem Schamhügel ist es denn genehm? Oder darf ich nun endlich als Vollendung westlicher Werte nackt auf die Straße?

Wann gehören meine Schultern verhüllt und wann darf ich sie zeigen? Warum ist es ein Zeichen von Respektlosigkeit, wenn ich schulterfrei in eine christliche Kirche gehe? Warum werden Schultern dort als dermaßen sexuell relevantes Körperteil wahrgenommen, dass ich ein Stück Stoff drüberhängen muss?

Wer erinnert sich noch an die Diskussion über die amerikanischen Schulen, die ihren Schülerinnen die Rocklänge vorschreiben und ihnen überdimensionale T-Shirts überwerfen, wenn sie dagegen verstoßen? Waren alle, die jetzt für möglichst knappe Badekleidung sind, auch ja konsequent dafür, dass Schülerinnen möglichst knappe Röckchen tragen dürfen?

Als damals argumentiert wurde, dass das die männlichen Schüler und Lehrer ablenke: Hat da dann einer der Befürworter der Zelt-T-Shirts die muslimische Bekleidungskultur als vorbildlich gelobt, weil da ja häufig so ähnlich argumentiert wird?

Und wieso lästern hierzulande so viele Leute über einen angeblich schlampenhaften Osteuropa-Chic, wenn eine Frau zu wenig anhat, wo doch weniger Kleidung anscheinend ein zentraler Punkt in unserem Wertesystem ist?

Wie viel oder wie wenig Stoff ist denn ok?

Woher weiß ich, wie viel Stoff wann und wo angemessen ist? Darf ich in langen Hosen und Ärmeln in die Strandbar? Wenn ja, warum, und warum dann nicht zwei Meter weiter so gekleidet an den Strand? Darf ich im Winter denn vollständig angezogen an den Strand? Oder muss ich aus Loyalität zur europäischen Kultur meinen winterlichen Strandspaziergang im Bikini machen?

Verstoßen die Australier mit ihren Sonnenschutz-Hüten mit Schleier gegen westliche Werte?

Wie viel meines Körper muss ich denn dann genau verhüllen und wie viel frei lassen, um als gute, liberale Mittel-/Westeuropäerin zu gelten?

Wo war die Burkini-Polizei, um den Polizisten am Strand von Nizza die Uniform auszuziehen?

Wieso dürfen angezogene und bewaffnete Männer angezogene und unbewaffnete Frauen dazu zwingen, sich in der Öffentlichkeit auszuziehen?

Wer würde gerne einen Porno schauen, in dem so etwas passiert? (Bitte mit „ICH! ICH! ICH!“ kommentieren.)

Wie nackt dürfen die Kontrolleure sein?

Brauchen wir jetzt Polizei-Badehosen und Polizei-Bikinis?

Wenn Burkinis den Verdacht mangelnder Hygiene schüren: Wer kontrolliert eigentlich den Eichelkäse unter den engen oder weiten Badehosen der guten Westeuropäer? (Ich melde mich übrigens ausdrücklich NICHT freiwillig für diese offenbar dringend notwendige Hygiene-Kontrolle.)

Muss ich jetzt dem verschämten Sauna-Neuling das Handtuch von den Hüften reißen, damit er durch seine Verhüllung nicht mein Freiheitsgefühl als Nackte beeinträchtigt?

Wie oft wurden bereits Bomben, Äxte, Messer oder Schießgewehre unterm Burkini gefunden?

Wie viele Frauen im Burkini haben dieses Jahr in Europa Menschen über den Haufen geschossen, sind mit Äxten auf sie losgegangen oder mit Lastwagen in die Massen gefahren? (Ach ja. Gar keine. Waren immer Männer. Umso sinnvoller, den Frauen jetzt die Badebleidung aus Gründen der Gewaltprophylaxe vorzuschreiben. Frauen im Schwimmbad waren schon immer die Keimzelle des Terrorismus.)

Und zum Schluss, damit es auch ja keiner falsch versteht:

Ich gehe jetzt gleich schulterfrei in die Kneipe. Vielleicht entscheide ich mich noch um und ziehe ein kurzes Kleid an. Ich bin froh und dankbar für die geistige, weltanschauliche, familiäre und gesetzliche Freiheit, das tun zu dürfen und wünsche jeder Frau und jedem Mann auf dieser Welt beides, um sich ebenso entscheiden zu dürfen. Wem eins davon fehlt, weil mindestens eins davon durch einen Zwang ersetzt ist, dem wünsche ich aber einfach nur eine aufgeklärte Befreiung davon. Nicht den nächsten Zwang, der den alten ersetzt.

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Kommentare (46)

  • DasPrivateistpolitisch

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    Bei dem Artikel fehlt mir etwas. Ja, ich bin auch gegen ein Burkini- und sonstiges Verbot. So rein egozentrisch gedacht wäre ich sogar für die Verhüllungspflicht von abstossenden Bierbäuchen, großflächigen Körperverstümmelungs-Tattoos uswusf. Aber ob ich es will oder nicht: Das Private ist politisch. Einfach weil es die Mehrheit der Muslime, Christen, Atheisten so will. Weil sie Sicherheit durch Identität und Zugehörigkeit suchen , und weil Zugehörigkeit auch durch das ausgedrückt wird, was wir an Kleidung auf dem Leib tragen. So wie hinter dem Kampf auf das Recht auf Bikini und freizügige Frauenkleidung ein Verständnis von „mein Körper gehört mir!“ gestanden hat , steht hinter Burkini, Verschleierung usw. ein Verständnis von asexueller Reinheit der Frau. Wenn ich vom zuspitzenden Kulturkampf in Frankreich lese, graust mir vor dem , was auf uns in Deutschland erst noch zukommt: Eine Subkultur von muslimischen Flüchtlingen , die sich gegen die „westlichen“ Werte abgrenzt, weil von ihnen viel gefordert wird bis hin zur existentiellen Schikane, bei gleichzeitig wenig Förderung ihrer Integration. In Frankreich hat es sich für den Kapitalismus nicht gelohnt, die meisten Muslime zu integrieren. Sie sind überwiegend die dortigen Hungerleider und Tagelöhner. Aber wer nicht dazu gehören kann, greift auf die eigene alte islamische Tradition/Kultur zurück und erschafft sich eine Parallelwelt, in der er willkommen ist. Wenn es bei uns so weiter läuft, werden wir ähnliches erleben. Es langt nicht, diejenigen zurecht zu weisen, die gegen Burkini-Trägerinnen usw. hetzen. Was wir brauchen ist Druck für Integration auf Politik und Staat, damit Burkini-Trägerinnen sich ihre Kultur frei aussuchen können, statt eine reaktionäre muslimische Parallelkultur zu brauchen,um einen sicheren Platz zu haben .

  • Ida Oberstain

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    ‚Eichelkäse …der guten Westeuropäer‘ da würde mich rein zweng der Po­li­ti­cal Cor­rect­ness interessieren gibts dafür keine genderneutrale Ausdrucksweise?

  • joey

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    Sicherheit ist nicht durch Burkini direkt bedroht, das ist ziemlich klar. Die aktuellen Verbotsideen der CDU sollen nur den Wahlsieg der AfD in MP und B begrenzen. Die Verbotsideen der AfD stehen sowieso nicht vor einer politischen Realisierung. Die ganze Detaildiskussion ist kurzbeinig.

    Es gibt aber gute Gründe, gegen streng islamische Kleidung zu sein. Weil wir auch gegen streng katholische Kleidung wären. Ja, es gibt Nonnen und Priester – die aber nicht das so Straßenbild bestimmen, so daß ein Gruppendruck entstehen kann. Die Kirchen sind zudem politisch entmachtet (Montgelas, Bismarck), sie kämpfen personell ums Überleben.

    „Freiwilligkeit“ ist dehnbar. Wenn man einem Kind mit einer „Hölle“ Angst macht, macht es alles mögliche „freiwillig“. Viele Frauen lassen sich auch „freiwillig“ von ihren Männern schlagen, verzichten auf eine Berufsausbildung und Führerschein … die „freiwilligen“ Kinderehen werden nun auch thematisiert.

    Wir brauchen keine Höllenprediger in diesem (unseren) Land, mit sowas heben wir genug Erfahrung aus vielen Jahrhunderten Christentum und nun endlich hinter uns.

  • Mr. T

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    Der gute Kommentar zeigt schön die Idiotie, die hinter so bescheuerten Forderungen wie einem „Burkini“-Verbot steckt.
    Wenn man nicht will, dass sich ausgeübte Religion zu sehr in der Öffentlichkeit zeigt, hilft nur Bildung und Aufklärung – dann erledigt sich das von selbst. Aber das ist ja nicht gewünscht weil es die christliche Staatsreligion auch noch mehr erodieren würde.
    Wenn es Menschen gibt, deren Schamgefühl stärker ausgeprägt ist, als das der deutschen Durchschnittsbevölkerung, sollte man sie nicht noch mit so dummen Einschränkungen schikanieren, sondern sie teilhaben lassen am normalen Leben. Der Burkini wird dann schon knapper werden. Das ist auch nicht anders wie beim normalen Wessie wenn er das erste Mal an den FKK-Strand an der Ostsee kommt – nur halt auf einem anderen Grad.

  • joey

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    @Mr.T
    Aberglauben bekämpft man nicht mit ein paar Schulstunden. Die (Gläubigen) meinen das ernst, sie fürchten die Hölle – erst in der Familie durch Vater und Brüder und später im Jenseits.

    Die Gewehrkolben der bayerischen Armee an den Türen der Klöster haben viel Freiheit über Leute gebracht, die diese Freiheit anfangs gar nicht wollten. Heute braucht man keinen Gewehrkolben, ein Strafzettel reicht. In Zürich und anderen Orten der Schweiz hat man damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

  • friedrich

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    Personalausweis-, Pass- und Führerscheinkontrolle?

  • Magnus

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    Bis zum Punkt „Eichelkäse“ fand ich den Artikel interessant. Ab dann war es mir zuwider, weiterzulesen. Was für eine geschmacklose Bezeichnung, und wie vermeidbar noch dazu.

    Der Aufschrei wäre wahrscheinlich größer, wenn ein Mann über die Sekrete einer Vagina schreiben würde und die damit verbundenen Gerüche.

  • Mr. T

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    joey, Aufklärung durch Repression ist wohl sicher ein nachhaltiges Konzept. Genau so grenzt man diese Menschen noch mehr aus und als Ergebnis igeln sie sich noch weiter in ihren kruden Weltanschauungen ein. Und ein paar kommen dann noch auf die Idee, sich mit Gewalt zu wehren. Selektive Repressionen gegen bestimmte Religionen dürfen nicht sein. Wenn schon Religionen aus der Öffentlichkeit getilgt werden sollen, dann bitte alle. Und bis dahin soll jeder am Strand und im Bad anziehen, was er will.
    Vielleicht sollten die Krankenkassen einen Rabatt für Burkini-Trägerinnen anbieten, da sie die Hautkrebsgefahr signifikant senken. Dann wäre das vielleicht auch bei uns bald Usus ;-)
    Aber wir zwingen lieber andere, sich der Gefahr auch auszusetzen oder ihre Schamvorstellungen an das anzupassen, was wir gerne hätten.

  • Hans

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    Mei, was die CSU nicht versteht, dass will sie verbieten. Da gibts eine Menge und was Besseres fällt ihnen halt nicht ein.

    Da gilt frelich für Nackerte genauso wie für Moslems. Nun gibts zuviel Nackerte an der Isar um sie zu verhaften. Mit Moslems im Burkini gehts no.

    Nur Pinguine, die sind ok.

    Stelle mir grad einen nassen Pinguin am Almer vor – bisher ist ja noch keiner vorbeigeflogen :D

    So ganz neben bei, wird so von dem Umstand abgelenkt, dass der Minister Herrmann mit noch soviel Polizei nichts aber auch gar nichts gegen den nächsten bayerischen Amoklauf tun können. Ohnmächtige CSU. Da muaß ma doch was macha!

  • Lothgaßler

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    Eichelkas? Gnädige Frau Haslbeck, seit jeher gibt es Saubären und Saubärinnen. Kleidungsstücke jedweden Zuschnitts helfen da nix.

    Der Burkini ist offenkundig kein Problem, wenn dieser aus freiem Willen getragen wird. Anders sieht es aus, wenn dieses Badekleidungsstück nur deshalb getragen wird, weil eine bestimmte Person oder Gruppe das vorgibt bzw. durch sozialen Druck erzwingt. Hier wäre zu hinterfragen, ob dieser soziale Druck im Einklang mit unseren Grundrechten steht. Jede Person auf deutschem Staatsgebiet hat das Recht nach unserem Grundgesetz behandelt zu werden, im Gegenzug auch die Pflicht entsprechend zu handeln. Asylbewerber, Flüchtlinge und sonstige Migrationswillige haben eben nicht das Recht uneingeschränkt ihre Kultur zu leben, wenn diese in Konflikt zu unseren Grundrechten steht.
    Die Ganzkörperverschleierung sehe ich im Prinzip genauso, allerdings widerspricht diese Art der Verkleidung (das ist Absicht) deutlich unserer Art Kommunikation zu ermöglichen. Dermaßen verkleidet kann die Mimik als wichtiger Bestandteil jeder Kommunikation nicht genutzt werden. Auch die Gestik wird unter den weiten Tüchern deutlich beeinträchtigt. Ich als Gegenüber muss mit einem gesichtslosen und gestenarmen Wesen kommunizieren, sofern dieses Wesen überhaupt mit mir als Mann kommunizieren will bzw. darf. Diese Verkleidung ist ein Zeichen der Abgrenzung im negativen Sinne. Die Kritik, dass diese Verkleidung eine erfolgreiche Integration bzw. kulturelle Annäherung erschwert bis unmöglich macht, die ist berechtigt. Wer sich selbst so ausgrenzt muss von uns nicht mit Migrationshilfen gefördert werden.

  • joey

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    @Mr.T.
    Man muß keine Religion eliminieren, das geht auch gar nicht, weil die großen Religionen ein wichtiges kulturelles Erbe darstellen. Auch der Islam in „seinen“ Ländern.

    lesen Sie mal bei Abdel-Hakim Ourghi nach, der ist Islamwissenschaftler. Sonst brauche ich ja keine links, ausnahmsweise…
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/der-islam-braucht-eine-reformation-14407083.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
    Er sagt, daß der Mekka Koran durchaus kompatibel zu modernen Menschenrechten ist, hält aber eine islamische Reformation für überlebenswichtig.
    Zitat: „Der Feind ist die westliche Vernunft“ „die Relativierung der Religion wird seit Jahrhunderten von konservativen Gelehrten und politischen Despoten … verhindert“

    Daß ausgerechnet Linke eine erzkonservative Religionsdeutung unterstützen, verwundert mich immer wieder. Ich dachte, das wäre Opium für das Volk?… oder ist das ein Wunsch nach Drogenliberalisierung…?

  • Matthias B.

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    Christentum verachten und/oder verhöhnen, Inschutznahme und Rücksicht gegenüber dem Islam? Religionskritik wird beim Thema Islam sehr rasch milde und zahm. Warum eigentlich? Es gibt keinen Grund, Religionen und ihre Vertreter/innen mit Samthandschuhen anzufassen. Es ist selbstverständlich erlaubt, Frauen (und die Männer hinter ihnen und die Religion, die das angeblich vorschreibt) zu kritisieren und ein Befremden ihnen gegenüber auszudrücken, wenn sie glauben, im Burkini platschen zu müssen, voll, halb oder zu Dreiviertel verschleiert im dekadenten Europa auf Shoppingtour gehen oder westliche Medizinstandards in Anspruch nehmen. Fortschritt und hart erkämpfte Freiheiten der westlichen Gesellschaften für sich reklamieren und in „hinterwäldlerischen“ Gepflogenheiten (wie dem Kopftuch und all seinen Verhüllungsgraden) und eindimensionalen fundamentalistischen Weltsichten zu verharren, geht einfach nicht zusammen.
    Erst Kopftuch, dann Niqab und Hidschab, dann Burka und dann – Hausarrest, oder was?
    Schon klar: Die Burkini-Diskussion ist ein Scheingefecht, das in Wahrheit das Thema Integration meint. Doch wie soll diese gelingen? Der Bildungsstand in der muslimischen Welt? Katastrophal niedrig. Gleichberechtigung von Frauen? Nicht einmal im Ansatz! Satire? Freie Presse? Offene Gesellschaft? In islamisch dominierten Gesellschaften undenkbar.
    Liebe Frau Kommentatorin: Den Besuch einer Kirche mit einem Aufenthalt am Strand zu vergleichen, darf als verstiegen bezeichnet werden.

  • Regensburger

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    Ich verstehe die Diskussion nicht. Wenn die Bundesregierung mehr Überwachung von Bürger und noch dazu Gesichtserkennungsprogramm einführen möchte, dann müssen wir über der Unsinn diese Themen : „Burka JA oder NEIN“ gar nicht diskutieren. Also keine Verschleierung und das ohne Ausnahme. Burkini im Bäder sollte grundsätzlich aus hygienischen Gründen verboten sein. Im See, Meer oder Fluss können die Muslime auch mit Pelzmantel baden gehen. Sonst verstehe ich nicht, warum sollten wir uns, normale Menschen, ständig vor den fanatischen Religionen beugen und nach diesen Religionen unseren Leben anpassen? Wir leben im 21 Jahrhundert und nicht im Mittelalter und so sollten wir frei von jedem religiösem Fanatismus leben. Wer sich im normalen Leben den „ Regeln der Religion“ beugt, der ist auch bereit seine Religion mit Gewalt durchzusetzen.

  • Bertl

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    @ Regensburger… Hygienische Gruende sind, mit Verlaub, albern. Wir ALLE sehen zum Glueck nicht was unsere tolle Badekleidung so verbreitet. ueberlegen Sie einfach mal, wie oft sie beim letzten Freibadbesuch Ihre Badekleidung gewechselt haben? Wie sie waren dort sogar auf dem WC? In Badekleidung? Also was da an Keimchen und Bakterien so rumschwimmt… fliegt…liegt…. auf die paar ist mit verlaub ges…. :-) Fanatische Religionen sind fuer „normale“ Menschen sehr wichtig uebrigens! Im 21. Jahrhundert ist es noch immer ein Unding als Frau katholischer Priester zu werden… Viele zahlen Kirchensteuer, die ein nettes Unternehmen unterstuetzen, welches mit Angst/ Glauben gute Geschaefte macht! Nein das ist natuerlich kein sich beugen…. auch kirchlich zu Heiraten und sich von jemandem… dem SEX und Koerperlichkeit voellige Fremdworte sein muessten… erklaeren lassen wie das mit der Ehe funktioniert… kein ruhig halten und sich beugen. Ueber die Jahrhunderte hat sich nicht die ehrlichste oder tollste Religion durchgesetzt … sondern die Machtgeilste! Wo um alles in der Welt passe ich denn mein Leben an, wenn mir eine verschleierte Frau begegnet? Wo haben SIE PERS. Nachteile dadurch, wenn eine Muslimin im kpl. Neoprenanzug zum schwimmen geht? Eine fanatischer Islamist ist auf die gleiche Art abzulehnen wie ein fanatischer Christ. Ein fanatischer Linker ist der gleiche Idiot wie ein fanatischer Rechter! Bitte sagen Sie mir bitte ein Bsp., wo Sie sich (in Ihrem Alltagsleben) einer Religion „beugen“ muessen….. Das wuerde mich wirklich interessieren.

  • Hans

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    @Matthias B

    Religionskritik gefällig?

    http://www.deutschlandfunk.de/vorsitzende-des-zentralrats-der-ex-muslime-aus-meiner-sicht.886.de.html?dram%3Aarticle_id=363493

    Mit einem Burkiniverbot erreicht man aber in dieser Richtung nichts – ganz im Gegenteil.
    Verbote machen nur die Pfaffen stark!

    Allerdings sehe ich in Kirche & Religion weniger ein erhaltenswürdiges kulturelles Erbe, sie war schon immer ein Mittel der Machtausübung. Ist ja kein Privileg der IS diese mit Gewalt zu verbreiten. Der Kolonialismus war da mit dem Christentum ja auch nicht schlecht.

    Aber jetzt diskutieren wir längst nicht mehr über den Meinungsartikel/Glosse. Der Artikel sagt ja nichts zu diesem Thema. dämlicher Eichelkäs ;)

  • Ratisbonerl

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    Was ist mit Ganzkörper-Neoprenanzügen? Dann müssten die auch verboten werden zwecks Verhüllung und Hygiene. Und erst die ganzen ins-Becken-Pinkler. Was machen wir mit denen aus hygienischen Gründen? …. Die ganze Diskussion ist absurd.

  • Jürgen

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    Toller Artikel.
    Man sollte darüber nachdenken.
    Mich stört ein Burkini überhaupt nicht. Habt ihr ein solches Teil schon mal gesehen? Vor 100 Jahren sind unsere Großeltern auch nicht anders baden gegangen. Was mich wirklich stört, ist die Burka. Warum stört es mich? Tja, ich bin der Meinung, wenn man sich als Muslim entscheidet bei uns zu leben, sollten auch unsere Werte respektiert werden. Dazu gehört auch, dass ich meinem Gegenüber ins Gesicht blicken kann und nicht einem wandelnden schwarzen Zelt begegne. Nur zum Grundverständnis meiner These, ich habe nichts gegen Hosen, lange Kleider und Kopftücher. Das kann ja jeder halten wie er möchte.
    Wenn ich in muslimisch geprägten Ländern unterwegs bin, kleide ich mich auch so wie es sich dort geziemt. In italienischen Kirchen geht meine Frau auch nicht im kurzen Top und Mini rein. Alles eine Frage des Respekts und der Erziehung.
    Ich fordere nicht die öffentliche Nacktheit aller in unseren Straßen, das finde ich übertrieben und auch nicht erstrebenswert. Eine Ganzkörpervermummung inkl. Gesicht ziemt sich in unserer Gesellschaft aber auch nicht. Es ziemt sich nicht, sich völlig von unserem Gesellschaftsleben abzugrenzen. Aber genau das tue ich, wenn ich eine schwarze Burka trage.

  • Rentnerin

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    Anlässlich eines Urlaubes in Marokko, in Agadir, vor 5 Jahren, badeten die einheimischen Frauen mit Burkini im Meer.
    Die vielen Touristinnen badeten im Bikini oder einzeln im Badeanzug.
    Am Strand spielten viele junge Männer Fussball.
    Es war alles erlaubt, obwohl ich es schon etwas anzüglich fand, dass die Touristen so wenig bekleidet waren, auch auf der Strasse.
    Dort wurde alles hingenommen, nur damit die Touristen kommen.
    Sollte ich in einem dieser Länder wohnen wollen, würde ich mich allerdings deren Gepflogenheiten anpassen und mich auch mit mehr geschlossener Kleidung bewegen, u.U. auch mit einer Kopfbedeckung.
    Bei uns mag das noch einige Jahre dauern, bis sich diese Frauen uns anpassen. Spätestens deren Kinder machen nicht mehr mit.
    Zudem finde ich die Frauen mit ihren Kofpbedeckungen, egal welche, sehr schön und graziös.
    Ich drehe mich gerne auf der Strasse nach diesen auch sehr schönen Frauen und Kindern um.
    Sie bereichern unser Strassenbild.

  • joey

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    @Bertl
    Sie müssen sich derzeit (im Alltag) vor keiner Religion beugen, denn wir leben (noch) in ziemlich viel Freiheit. Na gut, nehmen wir mal das Tanzverbot am Karfreitag als letzten Rest von vielen ehemaligen religiösen Einschränkungen, die alle betroffen haben. Es gibt z.B. heutzutage jeden Freitag Fleisch zu kaufen. Nur der Sonntag ist noch reserviert… und wer hat eigentlich was gegen Pfingstmontag… wär ja schlecht, wenn auch dieser Feiertag in Jahresverschiebung mal auf einen Sonntag…

    Wenn Sie wissen wollen, was eine strenge Religion alles beugen kann, dann gehen Sie … nein, nicht gleich nach Saudi Arabien.. sondern einfach nur in ein Gebiet mit mehrheitlich islamischer Bevölkerung, … ein Vorort von Brüssel…
    Welche Lokale gibt es und wann haben die offen, kann man mal eine Frau nach dem Weg fragen oder kann ich überhaupt die Ladenbeschriftungen lesen…?

    Nein, das ist noch nicht Realität in Deutschland. Genau das soll auch so bleiben.

    (fast) Jede Religion hat einen missionarischen Eifer. Wenn aber zum verpflichtenden religiösen Inhalt konkrete Detailvorschriften für das tägliche Leben gehören, bedroht eine Religion die Anders/nichtGläubigen und deren sogar höher (durch allg. Menschenrechte) begründbaren Lebensentwürfe.
    Abdel-Hakim Ourghi schreibt ja, daß genau diese Detailvorschriften eben nicht zum Kern des ursprünglichen Islam gehören.

  • Jürgen

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    @joey: Volle Zustimmung. Danke.
    Nur ein Hinweis, das „Fleischverzehrverbot“ an Freitagen (außer Karfreitag) bei uns Katholiken entstammt nicht einer religiösen Notwendigkeit, sondern diente einzig dazu die damals mehrheitlich in kirchlicher Hand befindlichen Fischzuchtbetriebe wirtschaftlich zu unterstützen. Mit der religiösen Rute ging das wohl einfacher durchzusetzen.

  • Regensburger

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    Hallo Bertl, sehr gerne beantworte deine Frage. Als ich mich in einem Regensburger Krankenhaus um eine Stelle beworben und ich wurde abgelehnt weil ich geschieden bin.
    Eine Moslemin sich beschwert, dass sie nicht als Lehrerin mit einem Kopftuch ausüben darf – Sie ist in ihre Glaube – diskriminiert. Was sagen aber Muslime wenn ein z.B. katholischer Pfarrer als Lehrer mi in Soutane mit Kollar vor die Klasse tritt? Warum dürfen in manchen Schulkantinen keine Schweinefleisch servieren oder sogar „Gummibärchen“ anbieten? Es ist bedauerlich, dass heute zur Zeit jede Politiker aber auch vielen Menschen vergessen haben was ein Wort „Integration“ bedeutet. Gerade „DIE“ die ständig schreien, dass sie diskriminiert sind, diskriminieren die ganze Gesellschaft. Wenn ich ins „fremde“ Land komme, so bemühe ich mich dem Leben des Landes anzupassen und ich werde nie verlangen, dass die Mehrheit sich meine Religion oder meinem Lebensstil anpassen muss, aber es ist auch Frage der Intelligenz.

  • hutzelwutzel

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    @Regensburger:
    „Als ich mich in einem Regensburger Krankenhaus um eine Stelle beworben und ich wurde abgelehnt weil ich geschieden bin.“
    ————————-
    Nur geschieden, oder geschieden und wiederverheiratet?

    Nur geschieden ist KEIN GRUND einer Ablehnung durch die RKK. Da würde ich an Ihrer Stelle mal schnell ein Brieflein schreiben und remonstrieren. Dies könnte die RKK nämlich sehr teuer zu stehen kommen, wenn jetzt bereits Geschiedene (nicht Wiederverheiratete) abgelehnt werden, bei der Gesundheitsmonopolstellung welche die RKK derzeit (noch) in Regensburg inne hat.

  • Wolfgang

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    Ich bin ein Feind gegen die Burka. Es geht mir um die Unterdrückung von Frauen, einer Unterdrückung von geistig minderbemittelten und schwanzgesteuerten Männern, die eine unbändige Angst vor Frauen haben aber selbst in langen Unterhosen herumeiern.
    Dem muss man(n) entgegensteuern! Also Politiker und Theologen, bemüht euren
    wenigen Verstand, reicht doch ein „Nein!“
    Ich möchte einer Frau ins Gesicht sehen, wenn ich mit ihr rede. Das hat mit einer „Religion“ absolut nichts zu tun.

  • Mr. T

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    Regensburger, es ist schön, wenn Sie sich bemühen, sich dem Leben des Landes anzupassen. Aber wie würden Sie es finden, wenn Sie dazu gezwungen würden? Und genau das wollen Sie machen. Das mit dem Verbot von Schweinefleisch in der Schule halte ich für eine typische AFD-Stammtisch-Propaganda-Lüge. Gibt’s dafür Belege? Aber es wäre natürlich klar, wenn eine Schule mit einem signifikanten Anteil an muslimischen Schülern, entsprechende Alternativen mit auf die Speisekarte nimmt. Genauso wie sie sich anpassen müssen, wenn der ANteil an veganen oder vegetarischen Schülern steigt. Man kann in einer Schule im Prenzlauer Berg auch nicht einfach kochen wie in der Kantine einer bayrischen Brauerei. Das ist kein Zwang, sondern ein Entgegenkommen, was aber mache wohl nicht kapieren weil das für sie ein Fremdwort ist. Oder würden Sie einen türkischen Kunden, mit dem Sie ins Geschäft kommen wollen, auch mit zum Schweinswirt nehmen? Ich bin der Meinung, Integration funktioniert besser, wenn wir anderen Menschen Freiheiten dabei lassen, wie schnell und auf welche Art sie sich integrieren als wenn wir ihnen die Integration überstülpen (wie eine Burka hätt ich fast gesagt).

    Wolfgang, hier gehts nicht um die Burka, sondern den Burkini. Können wir mit der unsäglichen Burka-Diskutierei nicht warten, bis mal überhaupt ein paar Frauen damit auftauchen? Ich hab noch keine live gesehen. Nach meinen Wissen handelt es sich derzeit um eine zweistellige Anzahl in ganz Deutschland. Die gefahr, mit einer Frau reden zu müssen, der man nicht ins Gesicht schauen kann weil sie eine Burka trägt, ist hierzulande sicher wensentlich geringer als dass einen der Blitz am Scheißhaus trifft. Klären wir also erstmal den Blitzschutz am Abort.

  • Toribio

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    Aus meiner Sicht ein sehr hintergründiger und derber Fragenkatalog, der bei mir viele Fragen über die Schreiberin aufwirft. Das aus der Feder einer Frau aus dem sog. gehobenen Bildungsmilieu, wenn man von einigen unästhetischen, provokanten und für mich geschmacklosen Worthülsen absieht, die wohl eher nicht beim gemeinen Volk und im Pressejargon üblich sind?
    Ich möchte ja nicht unhöflich sein, aber wären da „Milieu- und Gassenjournalismus“ nicht die adäquaten Bezeichnungen?
    Lässt sich bei uns in Deutschland wohl alles mit Pressefreiheitbegründen? Ich meine: „Nein!!!“
    Ich frage mich, warum kommt mir hier immer wieder ein alter, wohl doch wahrer Spruch in den Sinn:
    „Sage mir, wo du verkehrst und mit wem du umgehst und ich sage dir, wer du bist??
    Ich weiß es nicht, aber es macht mich immer mehr sehr nachdenklich.
    Deshalb hätte ich da schon auch noch die eine oder andere Niveau- und vor allem Stilfrage zur neutralen bzw. objektiven Berichterstattung, überlasse es aber gerne jedem Leser und der Redaktion selbst sich kritisch und in sich kehrend darüber Gedanken zu machen?
    Nun noch etwas grundsätzliches zum Nachdenken, sofern subjektiv möglich:
    1. Deutschland heißt so, weil hier ursprünglich „deutsche Bürgerinnen und Bürger“ als Ureinwohner lebten, immer noch wohnen und sie unser Land so nannten.
    2. In Deutschland hat sich nach einer langen Zeit der unmenschlichen Unterdrückung durch machtbesessene Landes-/ Kirchenfürsten und nach verlustreichen Kriegen/ Religionskriegen sowie einer Kirchenreformation ein demokratisches Gebilde installiert, das sich heute „repräsentative parlamentarische Demokratie“ nennt.
    Einzelheiten aber haben Parteien und Parlamente so geregelt, dass der Souverän im Grunde nur alle 4-6 Jahre über seine Belange entscheiden kann. Für die Zeit der Wahlperiode aber haben wir bis auf minimale Ausnahmen zu schweigen, dürfen nicht mal unseren Bundespräsidenten selbst wählen.
    Die Regeln für unser sog. „Demokratisches Staatswesen“ geben uns das Grundgesetz, Gesetze, die von den Parlamenten und somit von Vertretern der Parteien mit gesetzgeberischer Gewalt, uns auferlegt und übergestülpt werden und staatliche Verordnungen.
    Wir trägen Deutschen nehmen das in Kauf und manche lieben dies sogar.
    Wir leben also für diese Ordnung und verteidigen unsere demokratische Grundordnung!
    Dabei lassen wir Deutschen uns m. E. zu viel gefallen, von unseren sog. Volksvertretern und ja, auch von einer aus meiner Sicht nicht funktionierenden EU sowie von jedweden Despoten, die sich bei uns gerne einmischen und unser Land gerne mit allen Mitteln destabilisieren oder gar mit politischen Machtspielen vernichten möchten und natürlich auch von nicht integrationswilligen MigrantInnen.
    3. Wer zu uns als Gast oder wegen irgendeiner persönlichen Notlage kommt, den nehmen wir gerne auf und helfen ihm, soweit es für uns möglich und erträglich ist.
    Ansprüche lassen wir ihn aber nicht oder nur nach eingeschränkten überregionalen Bestimmungen geltend machen, die unser Staat in völkerrechtlichen Verhandlungen anerkannt hat.
    Alles Nähere regeln aber „Deutsche Gesetze“, die die Gäste anerkennen und nach ihnen hier leben müssen.
    Die Alternative dazu bei Zuwiderhandlung wären dann aber staatliche / polizeiliche Zwangsmaßnahmen und Strafen sowie Abschiebung in ihr Herkunftsland.
    Um solches zu vermeiden verlangen wir aber schon vom Gast, dass er sich wie ein Gast hier benimmt, unsere Kultur respektiert und unsere Gesetze und Verordnungen sowie unsere Lebenspraktiken anerkennt und respektiert.
    Dass er hier nicht die Sitten und Gebräuche seines Heimatlandes bei uns einführen oder diese hier uneingeschränkt leben und durchzusetzen kann, wenn nötig auch mit Gewalt, das dürfte jedem Normaldenkenden klar sein.
    Wer das nicht anerkennt und respektiert wird mit unseren Gesetzen und unserer Staatsgewalt über lang oder kurz kollidieren.
    Ebenso ist dies ähnlich in anderen demokratischen Ländern Europas geregelt.
    Wer Gast oder in sog. Not ist, sollte sich auch wie ein Gast benehmen und die Gesetze und Gebräuche des Gastlandes respektieren und danach leben.
    Auch wenn das eine gewisse überreagierende Schicht in unserem Lande zweifelhaft rechthaberischen Erwägungen (in „Gscheidhaferl-Manier“) nicht verstehen will.

  • Toribio

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    @ Jürgen
    Sehr gut erkannt.

    Ein weiteres Beispiel wäre Fastenzeit und Starkbier.
    Wer hat das Starkbier erfunden? Natürlich die Mönche in den Klostern.
    Daher auch die vielen Klosterbrauereien in unserem Lande.
    2-3 Maß Starkbier/ Tag und das Fastenproblem der Brüder, Mönche und Schwestern in den Klöstern war gelöst und das Fasten wurde zum Lustgewinn.
    Den flüssigen Trank hatte die Kirche im Fastengebot ja nicht erwähnt.
    Leider konnte sich der gemeine Bürger der damaligen Zeit dieses wohl nährende Nass aber nicht leisten, weil die Kirchenfürsten von ihm die immense Lehensabgabe verlangten.

  • Hygienepolizei

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    Hallo Frau Haslbeck!

    Eine bestimmte Grundverschmutzung an Eichelkäse, Rotz, Viren, Blut, Urin und Kot (Säuglinge ohne Schwimmwindel), Schminke und Cremes wird von allen BesucherInnen in Kauf genommen, dafür wird ordentlich gechlort!

  • Coffin Corner

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    Unter jedem Burkini kann eine Sexbombe sein!

  • Tobias

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    Das Problem, was ich dahinter sehe ist einfach nicht die Tatsache, dass unter dem Schleier/den Klamotten (wie sie auch immer geartet sind) deutsche Staatsbürger sind, sondern Leute, die einfach „mal“ hier sind. Im Bus (Linie 1, heute um 20:30 Uhr) nur arabisches Gequatsche, und laut. Am Bahnhof? Nur arabisches Gequatsche. Die haben keinerlei Drang, sich hier zu integrieren, das haben sie seit Dekaden nicht bei den Nachbarn gemacht (siehe Großbritannien und Frankreich) und werden es hier nicht tun. Ich glaube, es war eine spanische Zeitung (Le Monde?), die es ganz gut auf den Punkt brachte (war als Zitat vor wenigen Tagen in der MZ), dummerweise kriege
    ich jetzt nicht einmal mehr den pfiffigen Wortlaut hin.

    Aber das krasse Anderskleiden, das ständige Pochen auf Rechte, die übertriebene Minderheitenschutz, der inzwischen schon als Minderheitenverhätschelung daherkommt und dergleichen ist KEINE Integration. Wenn Badetage und Kleiderordnungen nur für (muslimische) Frauen gefordert wird, nun, wie blind muss man sein, dort die Verweigerungshaltung zu erkennen? Es reicht ja sogar ein bisschen Ostenviertel – nicht gerade das Marina-Quartier oder das CANDIS – um zu erkennen, dass schon sehr häufig die Schwelle von „Migrant“ und „Parallelgesellschaft“ verwischt werden. Ich habe einen Verwandten in der Greflinger Straße, mit Regensburg hat das, was man dort über mehrere Tage miterleben „darf“, nichts mehr zu tun. Dennoch feiert man jeden Unsinn als „Kulturbereicherung“, während man selber seine Kultur aufgibt und immer noch hofft, dass die „Flüchtlinge“ und Deutschtürken das Land doch „bitte, bitte“ kulturell akzeptieren.

    Meine Haltung ist aber vermutlich einfach mit dem Besuch der Regensburger Schulen „ohne Rassismus“ geschuldet, welche vor überwiegend muslimischen Klassen nur so triefen vor Rassismus – gegen Deutsche. Aber was erzähl‘ ich denn da, das ist nicht was nicht sein darf, alles Einbildung, selbst 2002-2007 in einer aus politisch korrekten Haltung bereits umbenannten Schule gemachten Erfahrungen zählen nicht. Ich weiß.
    ¯\_(°_°)_/¯

  • Ronald McDonald

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    Tobias 30.08.2016, 00:32h

    „Ich glaube, es war eine spanische Zeitung (Le Monde?), die es ganz gut auf den Punkt brachte (war als Zitat vor wenigen Tagen in der MZ) …“.

    Ich glaube nicht, daß „Le Monde“ eine spanische Zeitung ist!

    Ich glaube auch nicht, daß die Redakteurs-Melonentruppe – weil außen grün, aber innen rot – der „MZ“-Politredaktion aus „El Mundo del Siglo Veintiuno“, kurz „El Mundo“, zitiert!
    Immerhin sind Sie möglicherweise in den Leserkreis dieser Zeitung eingetreten, dem Inhalt Ihres Kommentars nach zu schließen: http://www.elmundo.es/
    Falls ja, so empfehle ich Ihnen dort zur Vertiefung Ihres oben gezeigten Denkens die „El Mundo“-Autoren César Vidal Manzanares und Luis Pío Moa Rodrígues: http://www.elmundo.es/papel/hemeroteca/
    In diesem Sinne: ¡España Una, Grande y Libre!

  • Hagner

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    Wer gegen ein Burka / Burkini Verbot ist unterschätzt und verkennt die soziale Kontrolle in der Muslimischen Gesellschaft gegenüber Frauen und Menschen die den Islam verlassen wollen. Diese Bekleidungsvorschriften ähneln dem Gefängnis in dem Frau Kampusch gefangengehalten wurde.

  • hutzelwutzel

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    @Coffin Corner: Gute Aussage, das mit der Sexbombe. ;-) Damit die nicht hoch geht, gibts eben Burkinis, Hijabs und Burkas. ;-)
    Diese Kleidungsstücke würde ich manches Mal wirklich auch einigen unserer ….
    Ich schreib mal lieber nicht weiter. ;-))
    —————–
    @Ronald McDonald:

    Kleiner Spanier, wa? ;-)

    Ich lese gerade – parallel in Deutsch und Spanisch – Camino, das Erstlingswerk des künftigen großen Meisters Regensburger Spiritualität. Mir eröffnet sich aber weder auf Spanisch noch auf Deutsch, warum hier die Mehrzahl der Leute leiden soll, während sich die anderen „die Bäuche vollschlagen“ und das Leben in vollen Zügen genießen.
    Wenn ich den Artikel hier immer wieder lese, erinnert es mich immer wieder an diese besonderen Geistlichen, die wie Mai gegenüber der Grundschulklasse schon el sacerdote santo heranziehen wollten und wollen.
    Leid ist ein zentrales Element dieser Gruppierung, dessen Gründer sehr schöne Werke herausgegeben hat, und die ich im Gegensatz zu Werken anderer Glaubensorganisationen für sehr gefährlich halte.

  • ErichR

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    Soviel Blödsinn auf einmal ist schon bemerkenswert. Das ganze Thema ist doch nur gelenkt, und auf Provokation ausgelegt, wir waren in 2015 zweimal in der Türkei , nicht nur in Touristenzentren auch im sog. Hinterland, am Strand sahen wir nur einmal 2 Frauen im Burkini. Der Rest sicherlich hunderte im Bikini, Badeanzug. Wir waren Gäste, aber nicht ein einiges mal haben wir Schweineschnitzel mit Knödel verlangt, wir waren eben Gäste.

  • Mathilde Vietze

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    In unserem Land muß sich niemand „einer Religion beugen“,
    noch nicht einmal derjenige, der Mitglied einer Kirche ist.
    Und außerdem steht in keinem Gesetz, daß es vorge-
    schrieben ist, gläubig zu sein. Der Nicht-Gläubige muß nur
    soviel Toleranz aufbringen, den Gläubigen genauso zu
    respektieren, wie er selbst respektiert werden möchte.

  • uli

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    Burkini:“ Die Öffnung des australischen Rettungsschwimmwesens für Muslime und insbesondere muslimische Frauen inspirierte die libanesisch-australische Designerin Aheda Zanetti dazu, eine entsprechende Schwimmbekleidung zu entwerfen.“ (zitat) Der Begriff Burkini ist eher ironisch gemeint . Der Burkini wird von strengen Muslims abgelehnt und wurde erfunden um Muslimas die Teilnahme am modernen Leben zu erleichtern bzw ermöglichen und hat mit Burka etc nichts zu tun .

  • Matthias B.

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    Frau Vietze meint: „Der Nicht-Gläubige muß nur soviel Toleranz aufbringen, den Gläubigen genauso zu respektieren, wie er selbst respektiert werden möchte.“
    Und wie ist es mit dem Umkehrschluss? Muss der Gläubige soviel Toleranz aufbringen, den Nicht-Gläubigen zu tolerieren?
    Sagen Sie das mal den Gläubigen, die Frauen den Handschlag verweigern und die ihre Frauen dazu zwingen, im Burkini zu baden.

  • joey

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    @Ronald McDonald
    Statistik beweist: Der Anteil an Alkoholkranken kann durch Beten in der Moschee reduziert werden. Man sollte das in Förderprogramme aufnehmen.
    Strenger Islam schützt sogar die Umwelt. Wenn Frauen nicht Auto fahren dürfen, hat man schon viel PKW Verkehr eliminiert.
    Auch die Meinungsfreiheit wird gefördert. Wenn Männer der Meinung sind, daß…

  • heinz

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    Wenn der Burkini vom Glauben diktiert wird, dann bade ich nackt. Mein Herrgott hat mich nämlich nackt geschaffen.

  • Mr. T

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    Wo steht denn geschrieben, dass der Herrgott nackt war, als er heinz geschaffen hat? Ist das wieder eine der vielen beliebigen Auslegungen von für heilig gehaltenen Schriften? Oder meint er, dass sein Erzeuger nackt war, als er das Werk vollbracht hat? Oder gar, dass er selbst nackt war, als er das Licht des Kreißsaals erblickt hat. Wenn die deutsche Grammatik schon so viel Platz zum Interpretieren erlaubt, sollte man auch bescheuerte Kleidungsvorschriften beim Baden freier auslegen. Na gut, gegen Bleiwesten für Kleinkinder und andre Nichtschwimmer wäre ich auch.

  • joey

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    @Mr.T
    Das Lustempfinden ist mit Sicherheit Teil der Schöpfung, wenn man denn nicht den Höllenpredigten glaubt. Wenn aber Heirat (und damit die sexuelle Erlaubnis) von Vätern ausgehandelt wird, braucht man keine Erotik. Jede Schönheit ist den Frömmlern eine Sünde.
    Wie viel öffentlichen Raum würden Sie diesen Klerikalfaschisten geben?

    Übrigens:
    Im Freibad Zirndorf wurde einem Asylbewerber Hausverbot erteilt: weil er ein Hakenkreuz Tattoo hat. Richtig so.

  • Mr. T

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    joey, nicht jede Frau, die einen Burkini oder ein Kopftuch trägt, wurde zwangsverheiratet. Wenn eine Frau, dass aus Gründen ihres Schamempfindens, aus modischen Erwägungen heraus oder auch nur aus Angst vor Hautkrebs FREIWILLIG trägt, darf das kein Problem sein. Eine zwangsverheiratete Frau unter der Knechtschaft ihres Mannes wird wohl kaum im Bad auftauchen – auch nicht im Volltaucheranzug. Solche altertümlichen Verhaltensweisen, die gegen unsere Gesetze, die Menschlichkeit und die Gleichberechtigung verstoßen, müssen verhindert werden. Alberne Verbote für bestimmte Kleidungsweisen sind da genauso bescheuert und rückständig.
    Das mit dem Verbot des Hakenkreuz-Tattoos ist absolut richtig und entspricht auch ganz unseren Gesetzen. Wenn so ein Idiot sowas nicht wenigstens verdeckt trägt, muss er überall in Deutschland Probleme bekommen.

  • joey

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    @Mr.T.
    dieses Schamempfinden: nur (streng) islamische Frauen haben sowas. Alle anderen Kulturen und Religionen haben das Problem nicht. Keine „schämt sich“ so.
    Drehen Sie mal das Argument Schamempfinden um: sind die deutschen, brasilianischen, russischen, … chinesischen Frauen schamlos? Mit welchen Worten hat der Attentäter im Zug von Würzburg den Touristen das Gesicht zerhackt?

    Ich freue mich über eine Gruppe syrischer Jugendlicher neulich, die (Mädchen in knappem T-Shirt und kurzen Hosen) mit englischsprachigen Gästen von mir wunderbar getalkt haben und sich ganz nach bayerischer Art locker mit Servus verabschiedet haben.
    Herzlich willkommen als Nachbarn, das hört sich gut an.

  • Johann

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    @Joey vom 28.8.: „Die Gläubigen (…) fürchten die Hölle – erst in der Familie durch Väter und Brüder und später im Jenseits.“
    Ja, sie fürchten die Hölle! Aber im Gegensatz zu Ihrer Aussage glaube ich nicht dass es dazu gewalttätige Familienmitglieder braucht.
    Die Angst vor dem Tode und dem was danach, nach Ansicht der Religiösen kommt, reicht völlig aus um Menschen dazu zu bringen sich völlig unvernünftig zu verhalten.
    Der Schlüssel dazu sind die Religionen selbst, resp. das Gottesbild, das sie den Kindern in die Köpfe setzen. Und dieses ist zumindest in monotheistischen Religionen gewalttätig und sadistisch. Eine Ausnahme mag da Jesus bieten. Eine Ausnahme, aber keine erstrebenswerte Alternative, geht er doch selber in einer Orgie von Blut und Gewalt zu Grunde… Selbst im ach-so-sanften Buddhismus drohen einem gleich eine ganze Serie von entsetzlichsten Höllen – und nicht nur eine.
    Um warum dies ganze „Höllenspektakel“? Um Kinder dazu zu erziehen sich „brav“ zu verhalten? Oder tut man das Kindern nur deshalb an, weil man zu wissen glaubt, dass diese Saat im Kopf eines Kindes dazu führt, dass sich später auch der erwachsene Mensch „brav“ verhält? Religionen als manipulierendes, indoktrinierendes Instrument zur Dressur des Wesens „Mensch“? Ein Dressurakt zu Gunsten von wem? Wer bestimmt, definiert, was gut und böse ist? Und wer zieht seinen Nutzen daraus? Und worin besteht dieser Nutzen?
    Und nochmal zurück zu den „bösen Vätern und Brüdern“: Die Erziehungsarbeit leisten nach wie vor in erster Linie die Mütter und älteren Schwestern. Und wie uns entsprechende Untersuchungen längst wissen lassen, sind diese gegenüber Kindern keineswegs weniger gewalttätig als ihre männlichen Familienmitglieder.

  • postina

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    Ich habe den Artikel vor einer Woche gelesen. Nun, da ich mich entschlossen habe, etwas dazu zu schreiben, muß ich feststellen, dass die Kommentare bereits bei dem Thema „Religion an und für sich und ihre Auswirkungen….“ angekommen sind. Andererseits bringt mich das zu meinem Anliegen “ Wir sollten bei der Sache bleiben.“ Bianca Haslbeck hat es ganz toll beschrieben, welche Dilemmas sich eröffnen würden, wenn die Burka, etc. bei uns verboten würde . Ähnliches ging mir bereits durch den Kopf als erstmals der Gedanke eines Köpftuchverbots verbreitet wurde, wenn es auch zunächst nur um Lehrerinnen ging.
    Ich halte es jedenfalls immer noch für eine absolut absurde Idee, in Deutschland wieder eine Kleiderordnung einzuführen. Was müsste man dann alles verbieten? Irgendwann würde den Richtern dann ihre eigenen Roben um die Köpfe fliegen – denn sind sie wirklich nur ein Zeichen ihrer Unabhängigkeit? Oder doch auch von Arroganz? So werden die Verfassungsrichter – hoffentlich nicht nur wegen ihrer schönen roten Umhänge – tunlichst vermeiden, irgendein Gesetz in dieser Richtung gut zu heißen. Sie werden wohl auf die Grundrechte verweisen müssen, und darum gehts auch.
    Und dabei ist es nicht getan damit, das Grundgestz zu lesen, (wie kürzlich von der CSU angeregt wurde, mit oder Rechtschreibfehler/laut SZ) und sich als Frauenschützer aufzumandeln , wobei man gleichzeitig das Dirndl feiert, ein ursprüngliches Marketenderingewand („Zeig her, was du oben hast, Sexualobjekt, aber leg deine Schürze nicht ab, den schließlich bist du Dienerin.“) Dennoch, wenn es ihr gefällt, warum soll Frau es nicht tragen?
    ….. Nein-, jetzt komme ich selber wieder vom Thema ab…- meine Meinung ist, wenn es ihm wirklich ernst ist, sollte der Staat gerade Muslima dabei viel mehr unterstützen sich gegen Unterdrückung jeder Art von Seiten ihrer Männer zu wehren, sei nun gegen das Kopftuch , sofern es ihr aufgezwungen wurde, oder die Vollerschleierung, gegen Zwangsehen, Vergewaltigungen etc. Man müsste Anlaufsstellen schaffen (viel mehr, falls es sie schon gibt) ,wo sich Frauen speziell aus anderen Kulturen hinwenden könnten um Hilfe zu erhalten und sich untereinander auszutauschen. ,und zwar ohne einen überheblichen „Unterton“ . (“ Wir deutsche Frauen kennen so etwas gar nicht.“) Natürlich muss auch die Justiz konsequent gegen Menschenrechtsvergehen durchgreifen, nicht milder aber auch nicht härter als bei Deutschstämmigen.

    Aber ich sehe schwarz. Wenn es um Integration geht, diskutiert man viel lieber über Bekleidungen, was gar nicht zu einem Ergebnis führen kann, aber Schlagzeilen hervorbringt. Denn die Alternative kostet ja Geld, nicht nur für wirklich geschultes Personal-, ein paar Ehrenamtliche reichen dafür nicht aus.
    Und außerdem müsste man sich Gedanken machen über die Grundrechte: Was bedeuten die eigentlich?… und sind die denn in Deutschland verwirklicht? Wo ja ,… wo nicht…. oder nicht genügend?

  • Marie

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    Kommentar gelöscht. Trollen Sie sich.

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