Laienbündnis: Bischof verschleudert Kirchensteuern

Bischof Müller soll mit seinem Privatvermögen klagen, fordert ein Bündnis kritischer Laien. Foto: Staudinger
Die Ankündigung des Regensburger Bischofs, im Rechtsstreit mit dem Buchautor Michael Schmidt-Salomon vor den Verwaltungsgerichtshof nach Leipzig ziehen zu wollen, sorgt nun auch innerhalb der katholischen Kirche für Kritik. Das Bündnis „Laienverantwortung Regensburg“ hat Gerhard Ludwig Müller aufgefordert, den Rechtsstreit sofort zu beenden oder „zu erklären, dass kein weiterer Cent mehr dafür aus Kirchensteuergeldern oder dem Diözesanvermögen oder sonstigen Einkünften der Kirche, sondern ausschließlich aus seinem Privatvermögen ausgegeben wird“. Billig sind die Rechtsstreitigkeiten der Diözese sicherlich nicht. Tatsächlich beauftragt man mit der Kanzlei Romatka & Collegen regelmäßig eine der in Bayern führenden Kanzleien für Presse- und Medienrecht. Wie berichtet hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof Müller bzw. der Diözese Regensburg bescheinigt, bei einer Predigt im Mai 2008 die „Pflicht zur Sorgfalt, Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit nicht erfüllt“ zu haben. Müller hatte Michael Schmidt-Salomon unterstellt, Kindstötungen zu befürworten und dafür ein Zitat verfälscht. Die Predigt erschien im Internet und wurde erst nach Abmahnung durch Schmidt-Salomons Rechtsanwalt durch eine so genannte „autorisierte Fassung“ ersetzt.

Nicht-Zulassungs-Beschwerde statt Revision

Nachdem Schmidt-Salomon mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Regensburg erfolglos geblieben war, verdonnerte Ende Februar der Verwaltungsgerichtshof die Diözese die dafür notwendigen Rechtsanwaltskosten des Autors zu ersetzen. Müllers Aussagen seien „durch die religiöse Äußerungsfreiheit nicht gedeckt“ gewesen und hätten das Persönlichkeitsrecht von Schmidt-Salomon verletzt. Eine Revision gegen das Urteil wurde nicht zugelassen. Ungeachtet dessen hat Bischof Müller eine solche Revision in einer ersten Reaktion angekündigt und meint damit wohl, dass er gegen die Nicht-Zulassung Beschwerde einlegen will. „Nur wenn diese grundrechtlich garantierte Äußerungsfreiheit auch in der allgemeinen Rechtssprechung geschützt wird, kann ein Predigt anlassbezogen, in freier Rede und als persönliches Glaubenszeugnis vorgetragen werden“, heißt es in der entsprechenden Mitteilung der Diözese.

„Argumente statt Aggressivität“

Das Bündnis „Laienverantwortung“ spricht dagegen von der „Verschleuderung von Kirchensteuergeldern“ und hat auch den Diözesansteuerausschuss aufgefordert, dies zu unterbinden. Müller führe einen aussichtslosen Kampf und schade durch sein Handeln dem Ansehen der katholischen Kirche. Wenn er den „aussichtslosen Kampf“ mit Schmidt-Salomon weiterführen wolle, „dann nicht mit unserem Kirchensteuergeld“. Ein Bischof sei dazu berufen, dem Atheismus mit Argumenten und Glaubensüberzeugungen zu begegnen. „Mit Aggressivität und falschem Zeugnis gegenüber Atheisten erreicht er genau das Gegenteil und verdunkelt die Glaubwürdigkeit der Kirche.“

„Kirche ist keine Demokratie“

Der Verein „Laienverantwortung Regensburg“ hat sich 2006 gegründet, nachdem Bischof Müller kurz zuvor mit der zentralen Aussage „Kirche ist keine Demokratie“ die Mitwirkungsrechte von Laien in der Diözese auf ein Minimum zurecht gestutzt hatte. Mitglieder des Vereins sahen sich bereits mit Unterlassungsklagen der Diözese konfrontiert (ein Beispiel). Der Bischof sei seinen Kritikern „in intensiver Feindschaft verbunden“, hat der Vorsitzende, Professor Johannes Grabmeier, in der Vergangenheit beklagt. Müller bezeichnete diese Kritiker im Gegenzug unter anderem als „Splittergruppen im Schmollwinkel“.

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Kommentare (28)

  • Veronika

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    Alles schön und gut, aber die sog. „Mitwirkungsrechte von Laien in der Röm.-Kath. Kirche“ waren noch nie existent, wie diese auch nie existent sein werden. Bei allem Verständnis hat der Bischof 2006 nur diejenigen Dinge „zurechtgerückt“, welche von der Kath. Kirche in Deutschland die letzten Jahre allzu euphorisch propagiert wurden.
    Der Pfarrgemeinderat kann seit jeher sagen und beschliessen, was dieser will. Schlussendlich ist der Pfarrer verantwortlich und dessen Stimme ist die einzige, die zählt.

    Der Bischof hat hier ausnahmsweise Recht: Die Kath. Kirche ist keine Demokratie. Die Kath. Kirche war noch nie eine Demokratie, und so lange es die kirchliche Hierarchie gibt (m. E. die Grundfeste der Röm.-Kath. Kirche) wird es auch keinerlei ernstzunehmende Mitbestimmung geben.
    Wer hier etwas ändern will, der kann seine eigene „Kath. Kirche“ gründen. Leider ist es so, weil nur so das Ganze „zusammenhält“, das Kirchenvermögen beieinander bleibt.

  • sabine lauter

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    Hallo zusammen,
    der Bischof hat schon recht!!!!!!!
    Er darf sich von so Schmierfinken auch nicht alles gefallen lassen und braucht sich wie jeder andere auch nicht jeden Dreck draufschmieren lassen.
    Und die Leute von Laienverantwortung Regensburg geben keinenfalls die Meinung der Laien im Bistum wieder. Das ist eine armseelige Gruppe von ungefähr 30 Leute – im Vergleich dazu die vielen Tausende von Ehrenamtlichen, die sich täglich für die Kirche einsetzen.
    Erkundigt euch mal lieber richtig, bevor ihr solchen Bockmist von euch gebt.

  • Helmut Matias

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    @sabine lauter:
    Der BM hat keine Freigabe (meine) Kirchensteuern für die Unterdrückung von Meinungen zu verwenden. Er sollte, wenn er den Katholizismus überhaupt versteht, freies Geld aus seinem Vermögen für soziale Probleme und für unterdrückte Menschen dieser Welt spenden. Das schreibt ein gläubiger Christ. MfG

  • Bronzebogen

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    Wahnsinn…was laufen hierzulande für Leute rum?

  • Helmut Matias

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    30 kluge Leute/ : 1000 von BM- Gläubigen, das ist, mit Verlaub kein Maßstab oder Argument. Weshalb sind > 6.000/a kath. Christen aus der Kirche ausgetreten? Schreibe doch hierzu deine Einschätzung!! MfG

  • tanja

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    halli,hallo

    ich kenne sabine sehr gut aus der nachbarschaft und kann nur sagen, sie ist eine sehr krititsche frau – auch was die kirche angeht- und sie übertreibt keineswegs.
    packt euch mal alle an der eigenen nase und sucht zuerst nach den steuergeldern, die unsere politik so sinnlos verbrasst und unnütz ausgibt. da sagt keiner was und gegen den BM sind gleich alle da. sehr mutig, sabine, ich unterstütze dich voll und werde dein engagement bei uns in den verbänden allen mitteilen, damit nicht nur immer gegenteiliges über BM auf dieser zwielichtigen seite verbreitet wird.

  • Mathilde Vietze

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    Zu Sabine ;Lautert: Wer glaubt, wird selig, wer nichts weiß, muß alles glauben!
    Solche Leute brauchen die Ewiggestrigen.

  • josef

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    sevus,
    da geht es ja ganz schön ab – hab nicht gedacht, dass BM auch auf dieser SEite unterstützer hat.
    Mutig mutig, sich da zu stellen. Hab respekt vor den Damen!!

    und das mit der politik von tanja kann ich nur unterstützen, da sind meine Kirchensteuermittel nur ein winziger beitrag.

  • katja

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    hallihallo,
    supermutig, sabine, dass du auf dieser seite sowas schreibst. kenne dich ja aus der nachbarschaft. lass dich nicht unterkriegen, es unterstützen dich viele. und an alle, was die politik so mit den steuergeldern treibt, daran hat wohl noch niemand gedacht! wen der staat so aller unterstützt und wo unser so schwer verdientes geld hingeht? naja, man hat einfach so manche leute am kicker, stimmmts!

  • josef

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    und weißt alles????? kann ich mir nicht so recht vorstellen!!!!!!!!!!!!!1

  • robert

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    meine damen, komme auch aus sch……. überlegt mal und schreibt dann erst!

  • Veronika

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    @sabine.lauter & tanja:

    Alles gut und schön, auch Kritik darf angebracht werden, aber hat sich ein Bischof nicht um alle Schäflein zu kümmern, auch wenn derer nur „30“ (Verein Laienverantwortung) wären/ sind?

    Jedenfalls ist es schon beschämend, dass ein Bischof – oder sagen wir lieber mal ein „Bischöfliches Ordinariat“ andauernd, fortwährend klagen muss. Wann haben die denn noch Zeit zum Beten, bzw. zur Besinnung?
    Die Politiker lassen sich hier nicht so gut für einen Vergleich heranziehen, so wie eben ein Ex-Dr., Ex-Verteidigungsminister auch nicht nur „einen kleinen Fehler“, sondern durch sein Abschreiben ein Chakterzeugnis abgegeben hat.
    Dies macht ihm derzeit das Bischöfliche Ordinariat in Regensburg nahezu bravorös nach. Nicht vergessen: Der Bischof kann nicht alles wissen. Sicher weiss er um diese Klagewellen, was auch genügt, um ihn ins Abseits zu stellen. Jetzt ist klar, warum er nicht Nachfolger von KK Kaspar werden konnte und sollte. Trösten wir uns damit, dass alle sog. „höheren Geistlichen“ in Regensburg trotz bester Kontakte zum Pontifex wohl kaum mehr irgendein höheres Amt erhalten werden. Finde ich übrigens auch richtig so, denn die sollen nicht mit dem Geld, dass ihnen der Staat aus Steuermitteln zahlt, andauernd auf Leute mit weniger Geld losgehen.
    Hier wird massivst die Röm.-Kath. Kirche zerstört.

  • Feldmarschall

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    Ach, der Bischof selber haut das Geld denke ich mal nicht raus. Ich erinnere mich noch an einen Artikel in einer Regensburger Wochenzeitung vor 2 Jahren.

    Wieviel verdient der Bischofssprecher? Soweit ich mich erinnere soviel wie der Bischof selber. Ist das gerechtfertigt? Also ich sehe ja keine Besserung in der Wahrnehmung der Medien des Bischofs. Arbeiten sieht man Sprecher als Besucher im Dom irgendwie auch nicht. Wenn sich die Kirche so etwas leisten kann…

  • Helmut Matias

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    BM haut das Geld (Kirchensteuern, Spenden, Gewinn aus Anlagen usw.) nicht persönlich ‚raus; das mag ja so sein. Aber der BM entscheidet wohin das Geld fliesst.
    Beispiel: Denkt ‚mal zurück an BMixa, was der mit dem ihm anvertrauten „Geld“ gemacht haben soll. MfG

  • Feldmarschall

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    Könnte sein. Könnte aber auch sein, dass er vieles nicht mitbekommt, was in seinem Hause so abläuft bzw wofür das Geld verpulvert wird…

  • Helmut Matias

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    Wenn eine Führungsperson (Geschäftsführer/ Vorstand/ Aufsichtsrat/ Verwaltungsrat/ Beirat) „nichts“ mitbekommt, dann ist er schnell seinen Job los. Ausnahmen sind die Regel; z.B. BM + Schaidinger. MfG

  • Corelli

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    Der zuvor erwähnte ehemalige Kollege des Regensburger Lügenpredigers, der Kinderprügler Mixa aus Augsburg, der sich wie ein gemeiner Dieb wiederholt aus einer Waisenhaus-Stiftung (!) bediente und, als er dabei erwischt wurde, in bester Politiker-Manier von ‚finanziell unklaren Zuordnungen‘ schwafelte, wohnt übrigens mittlerweile in einer prächtigen, kircheneigenen Jugendstil-Villa mit 32 Betten, 5 Dusch- und 2 Waschräumen mitten in einer Parkanlage des 300-Einwohner-Dorfes Gunzenheim.

    Keine schlechte Karriere für einen Langfinger – Bischof müsste man eben sein!

  • Bronzebogen

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    1. Sind bei den Steuern doch ebenso „immer alle da“. Das fällt nur nicht mehr auf, weil es da ständig so ist.
    2. Rechtfertigt das ja nicht, dass man deshalb jemand anderen damit durchkommen lässt.

    Aber:

    Mir soll’s egal sein, zahle schon lange keinen Cent mehr an diesen „Verein“.

  • Karl Murxi

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    An Corelli et al.

    Übrigens wurden die Veruntreuungsvorwürfe gegen Bischof Mixa längst widerlegt. Leider berichten die Medien darüber weniger hingebungsvoll.
    Und dann stellt sich noch die Frage, wer die „Laienverantwortung“ ist – ein Häuflein saurer Bissgurken, von denen nicht wenige Rentner sind. Das soll die Kirche von Regensburg sein? Rückwärtsgewandte Alt-68er, die in vermeintlichen Revoluzzerzeiten stecken geblieben sind.

  • domiNO

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    Ach, der ewige Provokateur. Also gut, ch mach ihm eine Freude und antworte auf seine Äußerungen – Argumente kann man ja nicht sagen. Wie wirr muss jemand sein, der Alt-68er und Revoluzzer unter den in der römisch-katholischen Kirche engagierten Laien vermutet?

  • Corelli

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    >>Übrigens wurden die Veruntreuungsvorwürfe gegen Bischof Mixa längst widerlegt.<<

    Tschuldigung, aber das hatte ich nicht mitgekriegt – der Augsburger Pfarrbrief wird mir nicht zugestellt.

  • Helmut Matias

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    Sorry: Wann wurde Mixa vom Papst rehabilitiert und in seine alte Funktion wieder eingesetzt? Ich bitte um glaubwürdige und stimmige Auskunft. MfG

  • jochen

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    Wenn hier so liest, fragt man sich schon, auf welchem Niveau diskutiert wird. Ausgenommen von ein paar klugen Frauen und Männern, meint man, die Revoluzzer sind auf dem Vormarsch. Doch weit gefehlt! Wenn so manch Frau oder Mann auch mal auf bekannten Seiten im Internet nachlesen würde, dann wüsste er oder sie auch, das vieles was so in den Medien steht auch wieder anders belegt werden kann, beispielsweise Bischof Mixa!
    Doch das interessiert hier keinen!!! Besser mal mehr lesen, als nur diese Seite wäre schon angebracht!

    Übrigens ist es schon fraglich, wie weit hier mancher das Lesen oder besser gesagt das Rechen gelernt hat. Schreibt doch Frau Vitze tatsächlich in einem Leserbrief einer Regensburger Wochenzeitung, dass 40% der Katholiken aus der Kirche ausgetreten sind! Es sind 40% mehr als im Vorjahr!!!!! Soweit zum Verständnis! Bei 1,2 Millionen Gläubigen wären das 480 000 – es sind allerdings nach meiner Rechnung ungefähr 4500 bis 5000 Menschen!
    Zwar sehr schade, aber noch kein Zusammenbruch.

    Ja, die von so manchen als ewig gestrige bezeichnet sind doch mehr als ihr selbsternannten Revoluzzer meint.
    Und das mit den Rentner bei Laienverantwortung hab ich mit eigenen Augen gesehen – da demonstrieren 10 Menschlein jenseits der 60 gegen unseren Bischof! Wenn das Laienverantwortung ist, kann sich der Bischof glücklich schätzen, denn dann stehen sehr viele Menschen hinter ihm. Ich auch!

  • domiNO

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    Lügen werden durch Wiederholung auch nicht Wahrheiten.
    Im übrigen, was spricht dagegen, dass sich auch über 60-jährige einbringen? Das ist immerhin auch die Mehrheit der Kirchgänger.
    Ich werde mein Gefühl nicht los, dass hier eine Handvoll nicht Ewig-gestriger sondern Neos unter vielfältigen Namen kommentiert. Merkt man doch schon allein aus josef, 8.3., 12.41 und katja, 8.3., 12.47 Uhr – was ist mutig daran, hier etwas zu posten? Innerhalb von 6 Minuten 2 gleichlautende Postings unter verschiedenem Namen abzusetzen, ist keine besondere Leistung.

  • Ungläubiger

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    Der gläubige Müller und seine Schäfchen haben eine erbärmliche Angst.
    Angst vor einem Leben nach dem Tode.
    Sie halten fest an ihrem imaginären Gott „irgendwo da oben“ in der Höh,
    ohne Wasser, Luft und Strom, oje.
    Die Gläubigen wollen einfach nicht wissen, was sie da glauben, das Denken
    wurde ihnen bereits bei der Verabreichung des Kreuzes genommen.

    Erst saßen Götter und Göttinnen auf Hügeln, dann Bergen. Man pilgerte herauf,
    um sie zu sehen, mit ihnen zu reden. Vergebens. Sie waren einfach nicht da.

    Also weiter hinauf, Saturn, Venus, Orion, Mars, Jupiter, alles Götter und Göttinnen
    blickten vom Himmel herab. Jetzt sind sie nur noch in Kreuzworträtseln zu finden.

    Uns Atheisten geht es auch nicht besser oder schlechter als den Christen, (Schlag nach bei HIOB)
    aber wir verstecken uns nicht gleich hinter einem Kreuz und flehen um Gnade,
    wenn wir eine „Sünde“ begangen haben.

    Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz.

  • domiNO

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    Mir ists egal, ob der BM weiter prozessiert oder nicht, aber Sabine macht sich die Lügen des Bischofs zu eigen. Der von ihr so bezeichnete Schmierfink hat ja gerade nicht das geschrieben, was der BM behauptet hat, und das hat der Richter festgestellt. Der BM wehrt sich nur dagegen, dass er nicht einmal in der Predigt lügen darf, streitet aber nicht ab, dass er den Autor sinnentstellend zitiert hat.

  • Veronika

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    @jochen: Gut gesprochen!
    Die Sache mit der „Laienverantwortung“, wie auch mit „Wir sind Kirche“ muss ja von irgendwoher kommen. Schon mal drüber nachgedacht, dass es unter einem Bischof Manfred Müller auch schon diese Vereine gab, aber alles ruhig verlaufen ist?
    Mir schwant hier Böses, wenn ich so daran denke, dass diese Vereinigungen vielleicht irgendjemanden in den „höheren Rängen der Diözese“ haben, die diesen immer wieder interne Informationen „stecken“, weil sie es selbst dem Bischof nicht sagen wollen.
    Ganz ehrlich scheint mir diese ganze „Laien-Engagement-Angelegenheit“ zwar notwendig, aber keinesfalls dazu, dass mit einer Abschaffung des Zölibats auch die unehelichen Priesterkinder vergangener Jahrzehnte zugunsten des jeweiligen Priesters legitimiert werden!
    Es soll ja sogar Bischöfe mit solchem Anhang geben. Leisten kann sich solches „Freizeitvergnügen“ aber nur, wer von Staats wegen alimentiert wird.

    Ich könnte auch zu Bischof Dr. h.c. mult. Müller halten, wenn dieser nicht immer klagen und gegen die Meiinungsfreiheit streiten würde. Auch eine deutliche Abkehr von Opus Dei wäre m. E. längst angebracht.

    Aktuell sind übrigens wieder 21 Priester in Philadelphia suspendiert worden. Nach Schadensersatzzahlungen von über 600 Millionnen US-Dollar in der Erzdiözese Los Angeles, wird es wohl auch dort Millionenklagen hageln. Die Diözese Regensburg will dies „aussitzen“ und wohl wie alle anderen deutschen Diözesen mit ein paar tausend Euro abspeisen. Natürlich mit gleichzeitiger Unterschriftsleistung, dass damit alle Ansprüche abgegolten wären. So kanns wohl nicht funktionieren, nicht in der Bundesrepublik Deutschland!

    Beten wäre mal wieder dort angesagt, von wo man den Leuten bislang das Beten beibringen wollte!

    Wer wirklich glaubt, die Kath. Kirche Deutschlands ist so „mächtig“, der soll sich ruhig auf dieser Macht „ausruhen“. Schon sehr bald wird sich zeigen, wievielen Leuten in der sog. „Dritten Welt“ hier durch die KK(D) geholfen wurde, oder ob nicht vielleicht doch so Einiges an Geldern anderswo …

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