Archiv für 11. März 2011

Foto: Günther Staudinger

Das Landgericht Hamburg ist seinem Ruf gerecht geworden und hat sich wieder einmal um die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit verdient gemacht. Im Rechtsstreit zwischen der Diözese Regensburg und unserer Redaktion hat das Landgericht der Diözese am heutigen Freitag in allen Punkten recht gegeben. Lediglich die außergerichtlichen Anwaltskosten der Diözese müssen wir nicht in voller Höhe übernehmen. Wir rechnen mit Kosten von bislang insgesamt rund 8.000 Euro (eine genaue Aufstellung folgt). Eine nähere Begründung liegt uns noch nicht vor. „Das Urteil ist absolut nicht nachvollziehbar“, sagt unser Rechtsanwalt Nils Pütz. „Wir sind gespannt, wie bei dieser Sachlage ein solches Fehlurteil zustande kommen konnte.“ So bald uns die Begründung vorliegt, werden wir berichten – so weit es uns erlaubt ist. Eines steht schon jetzt fest: Wir werden gegen dieses Urteil vorgehen. Das Landgericht verbietet damit auch den Opfern den Mund. Den kompletten Sachverhalt können Sie hier (wegen der Strafandrohung von bis zu 250.000 Euro zensiert) nachlesen. Wenn Sie uns unterstützen wollen, können Sie eine Spende mit dem Betreff „LG Hamburg” auf folgendes Konto überweisen: Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.. Volksbank Regensburg (BLZ 750 900 00) Kontonummer: 63363 BIC: GENODEF1R01 IBAN: DE14750900000000063363
Wir werden Spenden und Kosten regelmäßig offen legen. Bitte geben Sie bei der Überweisung an, ob Sie mit der Veröffentlichung Ihres Namens auf unserer Spenderliste einverstanden sind.

Wir bedanken uns bei allen Spendern (seit 11. März)

Aktueller Stand: 2.180,29 Euro (23. Mai) Anonym, Husum 33,33 Euro Anonym, Kirchberg 50 Euro Ulrich Mieth, Rettenbach 2 Euro Anonym, Grasswil (Schweiz) 5 Euro Anonym, Kelheim 25 Euro Anonym, Regensburg 30 Euro Anonym, Geesthacht 50 Euro Anonym, Regensburg 50 Euro Anonym, Nürnberg 150 Euro Anonym, Regensburg 50 Euro Anonym, Straubing 25 Euro Anonym, Gießen 2 Euro Anonym, Berlin 5 Euro Anonym, Regensburg 50 Euro Anonym, Frankfurt a. M. 13 Euro Anonym, Düsseldorf 100 Euro Anonym, Stuttgart 20 Euro Anonym, Hamburg 25 Euro Anonym, Regensburg 25 Euro Anonym, Regensburg 25 Euro Matthias Berberich, Passau 150 Euro Anonym, Regensburg 100 Euro Anonym, Panama 15 Euro Anonym, Freiburg (Breisgau) 20 Euro Anonym, Regensburg 50 Euro Anonym, Pentling 20 Euro Anonym, Regensburg 50 Euro Anonym, Tuttlingen 20 Euro Anonym, Eppenschlag 100 Euro Anonym, Regensburg 25 Euro Anonym, Marburg 5 Euro Anonym, Zapfendorf 5 Euro Anonym, Berlin 1,99 Euro Anonym, Regensburg 50 Euro Christoph Zeuch, Hamburg 23 Euro Anonym, Leverkusen 100 Euro Anonym, München 500 Euro Anonym, Rom 50 Euro Anonym, Kiel 4 Euro Anonym, Leipzig 10 Euro Anonym, Bad Vilbel 30 Euro Anonym, Rastatt 10 Euro Anonym, Aschaffenburg 1,99 Euro Anonym, München 10 Euro Anonym, Bayreuth 10 Euro Anonym, Berlin 1,99 Daniela Ronchei, Regensburg 100 Euro Anonym, Hohenwestedt 25 Euro Anonym, Regensburg 100 Euro Anonym, Regensburg 25 Euro Thomas Pfeiffer, München 200 Euro Anonym, München 1,99 Euro Anonym, Karlsruhe 20 Euro Wir bedanken uns bei allen, die uns bislang unterstützt haben (Spenden-Liste bis Dezember 2010) und bei allen, die über diesen Fall berichten. Update: Die Diözese Regensburg hat sich zwischenzeitlich zu dem Urteil geäußert.  Die Missbrauchsfälle ein und desselben Geistlichen 1999 und 2007 stellt die Diözese verharmlosend dar. Ein Auszug (hier der komplette Wortlaut):
Bistumssprecher Clemens Neck meint: „Ich begrüße das Urteil, in dem die Wahrheit zu ihrem Recht kommt. Wenn der Blog-Betreiber nun behauptet, die Meinungsfreiheit zu verteidigen, führt er die Öffentlichkeit hinters Licht. Er schützt kein Grundrecht, sondern er fordert für sich das Vorrecht, über Dritte unwahre und herabwürdigende Tatsachen verbreiten zu dürfen, die mit Nichts zu belegen sind. Ein solches Sonderrecht steht Niemandem zu. Und das ist recht so.“
Dazu eine Anmerkung: Fest steht, dass die Diözese Regensburg keine Therapiezahlungen an die Familie des ersten Opfers von 1999 mehr leistete, nachdem die Familie sich 2007 an die Öffentlichkeit gewandt hatte und mit dafür gesorgt hatte, dass weitere Missbrauchsfälle öffentlich wurden. Die Diözese lehnte weitere Zahlungen per Anwaltsbrief ab. Bei der Verhandlung in Hamburg hat die Diözese in diesem Punkt gelogen. Ebenso ließ die Diözese die vereinbarten Leistungen an die Familie bereits 1999 „ruhen“, nachdem der Priester 1999 wegen des Missbrauchs angezeigt worden war und die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen hatte. Der Familie teilte man mit, dass man hoffe, „dass die Angelegenheit für beide Seiten zu einem erträglichen Ergebnis führt“. Das Ergebnis: Der Priester wurde per Strafbefehl zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Ansonsten wurde der Fall nicht öffentlich. Die Diözese bezahlte in der Folge wieder Therapiekosten. 2007 flog auf, dass der Priester erneut einen Minderjährigen in 22 Fällen missbraucht hatte. Aufgrund der Unterlassung ist es uns nur sehr eingeschränkt möglich, den kompletten Sachverhalt darzustellen, allerdings wurde das bereits von mehreren Kolleginnen und Kollegen im Internet getan.

Schlagzeilen-Gitarre wieder aufgetaucht?

Pete Doherty. Foto: http://www.flickr.com/photos/kk/62915790/ Für viel Wirbel und tägliche Berichterstattung hat dieser Tage der Diebstahl einer Deko-Gitarre aus dem Regensburger Plattenladen „Shadillac“ gesorgt. Soll doch „Skandalrocker“ Pete Doherty einer der drei Beteiligten gewesen sein. Die Polizei hat dessen Vernehmung wegen der Dreharbeiten großzügig verschoben. „Ich war dabei, aber ich war es nicht“, hat Doherty aber […]

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