Meine Fürbitte: „Herr, lass Hirn vom Himmel fallen”

Papst Benedikt hat etwas ausgegraben! Eine alte Fürbitte zur Karfreitagsmesse. „Wir wollen beten für die Juden. Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.” Diese Fürbitte gab es ja schon einmal – fast 500 Jahre lang bis kurz nach dem II. Weltkrieg. Dann hat ein anderer Papst gemeint, das verbieten zu müssen. Wegen Holocaust, Antisemitismus und so. Natürlich war die alte Fürbitte ein wenig drastischer. Da stand noch was von „treulos”, aber hey: Wir leben in „politisch korrekten” Zeiten. Da kann man eben nicht alles so sagen, wie man es meint. Jubelt dem aktuellen Stellvertreter Gottes auf Erden, der die Fürbitte wieder erlaubte. Damit fängt er sicherlich ein paar Erzreaktionäre ein und die Zahl der Schäflein wächst. Gerade richtig – zu Ostern. Da fällt mir – als katholischem Laien – auch eine Fürbitte ein: „Herr, lass Hirn vom Himmel fallen.” Meine Fürbitte: „Herr, lass Hirn vom Himmel fallen” Hirn beweisen – ohne das man darum bitten müsste – die vier der „Sieben Jungen Ortsvorsitzenden” der CSU, die es nicht in den Stadtrat geschafft haben. Sie fordern – via Pressemitteilung – eine „Rückkehr zur Geschlossenheit” und schießen dabei kräftig auf den Kreisvorsitzenden Franz Rieger. Ob das der Geschlossenheit dient oder eher dem Streben des Schaidinger-Lagers, Rieger endlich abzuschießen, bleibt abzuwarten. Die CSU ist gespalten und zerrüttet! Tragisch! Da wird sicher noch einiges ausgegraben – nach den Feiertagen, für die ich Gottes Segen wünsche und… …(ent)spannende Lektüre!

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Kommentare (1)

  • Mathilde Vietze

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    Leider sind die Erzreaktionäre in der katholi-
    schen Kirche in viel größerer Anzahl als bis-her vermutet auf dem Vormarsch. Sie müssen
    ja schließlich die „christlichen Werte“ (Be-
    vormundung, Panikmache, Scharfmacherei) be-
    wahren und hetzen gegen die „Schlechtigkeit
    der Welt“. Im o.a. Fall fällt mir nur ein
    Satz ein: Da redet man scheinheilig über Öku-
    mene und den „Dialog der Religionen“ und
    dann kommen aus Rom, der Kaderschmiede der Erz-
    reaktinäre und Ewiggestrigen, solche Töne.
    Wen wundert’s, wenn sich immer mehr Leute von
    dieser unglaubwürdigen Amtskirche entfernen.
    Leider sind das meist Leute, die ihren Glauben
    sehr ernst nehmen, jedoch nicht bereit sind,
    jede klerikale Willkür als göttliches Gesetz
    zu akzeptieren.

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