Nazis marschieren wieder: Diesmal durch die Altstadt!

RIF_0981Willi Wiener hat von seinem großen Bruder gelernt. Ähnlich wie Markus Wiener, stellvertretender Vorsitzender der extrem rechten „Bürgerbewegung” „Pro Köln”, versucht nun auch Willi unter dem Deckmantel einer Anti-Moschee-Demo die Neonazi-Szene zu mobilisieren. Am 3. Oktober will der Regensburger NPD-Chef, gleichzeitig in der autonomen Neonazi-Szene aktiv, mitten durch die Regensburger Altstadt marschieren, um auf dem Neupfarrplatz und beim Alten Rathaus seine Parolen zu verbreiten. Einen Verbotsversuch will die Stadt Regensburg nicht unternehmen. „Damit hätten wir keine Chance”, glaubt der Leiter des Ordnungsamts, Alfred Santfort, „Wir würden nur die Verantwortung auf das Gericht abwälzen.” Die Stadt Regensburg bleibt damit einer Haltung treu, die man schon 2005 praktiziert hatte. Damals marschierten an zwei aufeinanderfolgenden Adventssamstagen Neonazis in Regensburg auf. Einen Verbotsversuch hatte die Stadt nicht unternommen. Um den Aufmarsch von vielleicht 40 Neonazis gegen den Protest von über 1.000 Gegendemonstranten durchsetzen zu können, war einer der größten Polizeieinsätze seit Ende der 80er Jahre in Regensburg notwendig (oben im Bild). Damals marschierten Wiener und seine Kameraden noch um die Altstadt herum. Dieses Mal hat er einen Aufmarsch durch die Altstadt durchgesetzt – ein Novum. Wo genau die Nazis marschieren werden, ist nicht bekannt. Von der Stadt gibt es dazu keine Informationen. Man wolle keine Werbung für die Veranstalter machen, so die Begründung. Auch Sicherheitsbedenken stünden dem entgegen, so Santfort. Eine andere Linie als Regensburg scheint die Stadt Nürnberg zu verfolgen. Als dort die Nazis am 1. Mai 2008 aufmarschierten, rief die Stadt alle Bürger zu einer Gegenkundgebung auf. Im unter anderem von Oberbürgermeister Ulrich Maly unterzeichneten Aufruf wurde die Route der Neonazis veröffentlicht, verbunden mit dem Aufruf, den Rechtsextremisten die kalte Schulter zu zeigen. In Regensburg ruft das Bündnis „Kein Platz für Neonazis” zu einer Gegenkundgebung am 3. Oktober auf. Noch diese Woche wird die Demonstrationsroute mit Ordnungsamt und Polizei besprochen.

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Kommentare (58)

  • mathilde vietze

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    danke lieber roland für dein engagement, weiter so.

  • Marion Puhle

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    Schon wieder darf die Braune Brut in Regensburg demonstrieren und die Stadt offenbart auch diesmal, dass es dafür keinerlei Gründe gibt, diesen Marsch zu verbieten. Ein Skandal erste Güte.
    Das Regensburger Flüchtlingsforum wird sich an der Gegendemonstration beteiligen.
    Wir rufen daher alle Menschen auf, die sich gegen die Braune Brut zu Wehr setzen wollen, an der Gegendemonstraition teilzunehmen.
    Zeigen wir den Nazis, dass wir sie in unserer Stadt und auch anderswo nicht haben wollen.
    Dem Aktionsbündnis „Kein Platz für Neonazis“ signalisieren wir hiermit, dass wir uns als UnterstützerInnen auf den Aufruf stellen.
    Marion Puhle
    Regensburger Flüchtlingsforum

  • torschtl

    |

    fakt ist nunmal, dass die versammlungsfreiheit ziemlich weit oben in den heiligen schriften steht und solange die braunen keine rechtswidrigen parolen schreien / verbreiten, besteht auch kein juristischer(!) grund einzugreifen. persönliche ansichten zählen nunmal wenig in so einem fall, so traurig das ist. aber jeder kommentar hier bietet diesen leuten doch nur nährboden und schenkt ihnen beachtung…

  • rengschburger kind

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    fakt ist nunmal, dass die versammlungsfreiheit ziemlich weit oben in den heiligen schriften steht und solange die braunen keine rechtswidrigen parolen schreien / verbreiten, besteht auch kein juristischer(!) grund einzugreifen. persönliche ansichten zählen nunmal wenig in so einem fall, so traurig das ist. aber jeder kommentar hier bietet diesen leuten doch nur nährboden und schenkt ihnen beachtung…

  • ernstberger manuela

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    @torschtl

    Kommunalpolitik ist noch ein paar Nummern zu groß für Dich.
    Fahr noch a bisserl „Sanka“!

  • eduard buchinger

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    an @ernstberger manuela

    ## Kommunalpolitik ist noch ein paar Nummern zu groß für Dich.
    Fahr noch a bisserl “Sanka”! ##

    ;-) @manuela warum gehst jetzt den @torschtl so an…? Er zitiert zurecht Auszüge aus dem Grundgesetz, weist schon …Versammlungsfreiheit usw.,die gilt halt auch a moi (in da Demokratie) für die schlimmen NEO’S…! Solangs DIE keine Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten anstellen, weist manuela …derfan die (leider)
    maschieren. :-(

    Da @torschtl hat a mit seim Beitrag: „aber jeder kommentar hier bietet diesen leuten doch nur nährboden und schenkt ihnen beachtung…“ scho recht.
    Es ist eben einfach mal so, je mehr
    man dieser gefährlichen (Noch)RANDGRUPPE Beachtung schenkt und „unabsichtlich übergewichtet, um desto stärker geilen
    sich JENE auf!“ ;-(

    Beste Grüße aus dem Bayerwald…

  • Nichtwegschauer

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    Das wäre ja schön, wenn wir alle nur wegschauen würden und dann wird alles gut. Falls dies je schon mal ne Lösung gewesen sein sollte, dann ist nun mit Sicherheit nicht mehr die Zeit für diesen Weg.
    Was bedeutet das, der Kampf um die Köpfe, um die Straße und ums Parlament? Das ist die Strategie der Nazis und dort wo sie zu Erfolgen führt schauen die Leute weg. Auf rechtliche Positionen sich zurückziehen Heißt sich dem Zivilgesellschaftlichen Engagement und der historischen Verantwortung entziehen. Und zusätzlich ist nicht zu unterschätzen was wegschauen bedeutet oder auch ignorieren. Es ist die Botschaft der Gesellschaft, es ist uns egal. Ich denke das ist eine falsche Botschaft an Faschisten. Die Botschaft muß klar sein, wir wollen euch nicht. In diesem Zusammenhang ist auch der Nichtversuch der Stadt zu sehen, dass kein Versuch unternommen wird die Demo zu verhindern. Dies ist einfach nur dumm und fahrlässig. In bestimmten Teilen Deutschlands haben es die Nazis bereits geschafft zur Normalität zu werden. Lassen wir dies als Bürgen dieser Stadt nicht zu, Nazis sollen nie mehr Normalität in dieser Stadt werden und wenn die Verwaltung und die Verantwortlichen in dieser Frage versagen, dann sind wir Bürger umso mehr in der Pflicht.

  • Ein Regensburger Bürger

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    Hallo,
    werde mit 45 Jahren das erste Mal an einer Demo gegen diesen rechten Sumpf teilnehmen. Hoffentlich werden sich viel Regensburger Bürger beteiligen.

  • bert

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    @buchinger
    @torschtl

    ignorieren war noch nie ein mittel, um nazis los zu werden. nazis weden nicht dadurch stärker, dass man ein auge auf sie wirft, sondern gerade durch gesellschaftliche ignoranz.

  • grace

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    Eigentlich erwarte ich von der Stadtregierung, insbes. dem Stadtoberhaupt Schaidinger ein energisches Auftreten gegen den Nazi-Aufmarsch. Ebenso von den regierenden Stadtratsparteien CSU und SPD.
    Stattdessen…?
    Wie kann ein Naziaufmarsch von der Verwaltung so locker genehmigt werden?
    Pssst, sonst kommen keine Touris mehr?
    Wenn das so einfach ist, da kommen die Nazis vermutlich auf die Idee, sowas regelmässig in Rgb. zu veranstalten.

    Was ist dann mit dem „Weltkulturerbe“???

  • torschtl

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    frau ernstberger, die in wahrheit wohl eher ein y chromosom hat wird halt gerne mal persönlich… ich schließe darauf auf ihre intelligenz zurück und das erheitert mich durch und durch. made my day

  • schleiereule

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    Einen rechtsextremen Marsch durch die Regensburger Altsadt kann man nicht dulden. Muß man aber auch nicht. Vielleicht ist die Gegendemonstration stark genug, den Nazis die Passage zu verwehren. Darüber sollte man mal nachdenken!

  • Florian Paul

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    So, so, über den Neupfarrplatz. Die Rede bestimmt auch noch vor dem Karavan-Denkmal. Es ist eine Schande für Santfort und sein Ordnungsamt gleichermaßen für Schaidinger, Wolbergs und Co., dass sie diesem entwürdigenden Spektakel nicht weitaus energischer entgegentreten.(Kundgebungen auf allen relevanten Innenstadtplätzen anzumelden, sollte ja kein so großes Problem sein?!?) Umso mehr bleibt zu hoffen, dass die Regensburger verstehen, was da passiert und an dem Tag auf die Strasse gehen. Das man sich von Schaidinger und Co. in dieser Frage Nichts erwarten kann, sollte man ja mittlerweile begriffen haben…

    „Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht. Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel. Das sind wir unseren gemordeten Kameraden und ihren Angehörigen schuldig!“

  • ernstberger manuela

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    @torschtl

    Jemandem gegenüber, der das GG als „heilige Schriften“ bezeichnet, kann ich nur persönlich werden.
    Das klingt doch sehr rechtslastig. Denk mal drüber nach!

  • torschtl

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    rechtslastig? gibt wahrscheinlich auch menschen, die in nem softeis was rechtsradikales sehen… omg…

  • Roswita Hallhuber

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    @torschl

    Was denken Sie sich eigentlich?

    „gibt wahrscheinlich auch menschen, die in nem softeis was rechtsradikales sehen…“

    Derartige Sprüche klopfen normalerweise Leute wie Willi Wiener!

  • Manfred Veits

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    „Einen Verbotsversuch will die Stadt Regensburg nicht unternehmen.“

    – Warum nicht?

    „Damit hätten wir keine Chance”, glaubt der Leiter des Ordnungsamts, Alfred Santfort.

    – Andere glauben was anderes!

    „Wir würden nur die Verantwortung auf das Gericht abwälzen.”

    – Wer ist „wir“?

    – Wofür ist das Bayerische Verwaltungsgericht und ggf. der Bayerische Verwaltungsgerichtshof da?

  • schleiereule

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    sich in den weg stellen, etwas anderes nutzt nicht. wer weiß, wer seine antifaschistische haltung zeigen will. her damit!

  • Nichtwegschauer

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    Ein Tipp für die Stadtoberen und die Polizei. Wie aus der noch jüngeren Vergangenheit ersichtlich, gibt es verschiedene Reaktionsweisen von Politikern und Polizei bei Naziaufmärschen. Bei einer großen Antifaschistischen Demo in Berlin am 8 Mai lies es die Polizei zu, dass Demonstranten, Demokraten und Antifaschisten die Demoroute der Nazis blockierten, auch so in Wunsiedel 2005, dort saß sogar der damalige Bürgermeister (CDU Mitglied) auf der Straße und rief mit seinen Stadtratskollegen „wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“. Was ich damit sagen will, es ist keine Frage von haben die Nazis ein Recht auf ne Demo oder nicht, sonder es ist eine politische Entscheidung ob ich den Aufmarsch polizeilich durchsetze oder die Nazis am Bahnhofsvorplatz festsetze mit der Begründung die Sicherheitslage lässt den Aufmarsch nicht zu. Zuviele Bürgern stellen sich in den Weg.
    Dies ist auch manchmal Realität in diesem Land. Leider viel zu selten. Wer also diesen Weg nicht geht, als politisch verantwortlich ist entweder dumm oder hat eine entsprechende Haltung. So einfach ist das. Einen Naziaufmarsch polizeilich durchzusetzen ist eine politische, bewusste Entscheidung. Machen wir uns da nichts vor.

  • Roland Hornung

    |

    @ mathilde vietze

    Danke für dein Lob :-)

    http://regensburg.blogsport.de/wer-macht-mit

    Die Liste sieht schon gut aus, aber es fehlen
    schon noch einige Gruppen.

    Mach doch du bitte auch mit, wir brauchen noch
    dynamische junge Frauen :-)

  • Milan Fahrnholz

    |

    Ich zitiere unten aus http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/rudolf-hess:

    „Nicht zuletzt aufgrund der Gegendemonstrationen wurde nach 1990 über den gesamten Landkreis Wunsiedel ein Demonstrationsverbot verhängt, was die Nazis zwang, in andere Städte oder ins Ausland aus zuweichen. 2001 schaffte es der Neonazi-Anwalt Jürgen Rieger das erste Mal wieder, eine Demonstration in Wunsiedel anzumelden. Die Stadt und ihre Bürger wehrten sich mit einer Kampagne unter dem Motto „Wunsiedel ist bunt statt braun!“. Seit 2005 hat das Bundesverfassungsgericht jeden Heß-Gedenkmarsch in Wunsiedel untersagt.“

    Das sollte als Ermutigung, am 3. Oktober in großer Zahl zu erscheinen eigentlich vorerst genügen, finde ich…

  • Neonazifeind

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    Diese Stadtverwaltung und diese Polizei braucht sich nicht mehr über Personalmangel beschweren!

    Die Gesinnung von manchen Politikern kennen wir und hier können Sie es nachlesen. http://www.sueddeutsche.de/bayern/649/403429/text/

    Das die CSU so einen als Fraktionschef hat spricht Bände!

    „…. ,da war ich ungefähr 20 Jahre alt. Ich kann mich erinnern, öfter die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen zu haben. Auch dass ich rechtsradikale Gesten gemacht habe, kann ich nicht ausschließen, es wurde viel Alkohol getrunken.“

    Warum lieber Herr Hornung sagen Sie da nichts dazu? Von sowas kommt sowas!

    Hoffentlich kommt es nicht so, dass die Polizei gegen die Gegendemonstranten agiert und bei den „Braunen“ Spalier steht.

    Alles schon da gewesen!

  • Altstadtfreund

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    Heute bittet auch Rüttgers um Entschuldigung für einen ausländerfeindlichen rechten Spruch. Rüttgers wie Schlegl erinnern mich an einen rechten Wahlkampfspruch des früheren Landtagspräsidenten Glück in seiner Standard-Wahlkampfrede.
    Zur rechtlichen Absicherung behaupte ich hier nur meine Erinnerung daran: Danach sagte er über Saddam Hussein „Der war sicher genau schlimm wie Hitler“.
    Das hat sich mir eingebrannt. Da war schon bekannt, dass angebliche Depots mit Massenvernichtungswaffen im Irak nur Lüge waren, dass es unter Diktator Hussein schon gar nicht Mordfabriken für Menschen anderer Überzeugung oder Rasse gab. Eine solche Verharmlosung von Hitler ist eine ganz böse Anbiederung bei Rechten.

    Soll dieser CSU-Politiker jetzt ein hohes Katholikenamt bekommen?

  • Roland Hornung

    |

    @ anonymer Neonazifeind, und andere

    Wir mischen uns nicht in Lokal- und Provinz-
    Politik ein.

    Wir machen Wichtiges.

    Euer Roland Hornung

  • Roland Hornung

    |

    @ Altstadtfreund, und andere

    1.)Sicher ist der Vergleich von Saddam Hussein
    mit Hitler eine Verniedlichung und Verharm-
    losung Hitlers

    2.) Andererseits glaubt niemand mehr den lan –
    cierten Märchen, dass Saddam KEINE Massen-
    vernichtungswaffen hatte. Sicher, er hat
    wohl keine Atomwaffen, aber wahrlich genug
    Giftgas besessen ( auch aus DEUTSCHLAND!)

    Massenvernichtungswaffen sind eben auch
    CHEMISCHE WAFFEN, wie Giftgas, nicht nur
    Atomwaffen, wie Naivlinge meinen.

    Lügen werde nicht dadurch plötzlich Wahr-
    heit, nur weil gewisse Kreise diese lan-
    ciert haben und Saddam als wichtigsten
    Feind Israels unbedingt unterstützten !

    Antisemitische und anti-israelische Kreise
    gibt es nicht nur bei NPD und Konsorten,
    sondern durchaus auch in “ Schickeria “ –
    Kreisen und sonstigen dubiosen Zirkeln.

    Lest mal seriöse Literatur, wie das Buch
    “ Gas “ von Lea Fleischmann ( wenn man es
    bei uns überhaupt noch kaufen darf und
    kann ? ) !

    3.) In Deutschland hört man nicht gerne die
    Geschichte von Chalabdscha – eine kurdi –
    sche Stadt in Nord-Irak.

    Dort wurden mehr als 5000 ( möglicher –
    weise bis 20 000 ) Kurden durch Saddam
    Hussein’s G i f t g a s ermordet.

    Das war aber nicht der einzige Einsatz
    seines Giftgases !

    Man weiss etwa, was er geliefert bekam –
    vor allem aus Deutschland uns anderen
    „westlichen “ Ländern, und man weiss etwa
    wieviel seine ‚Maschinerie des Todes‘ ver-
    brauchte. Da ist noch einiges “ übrig „,
    das man seltsamerweise bisher nicht gefun-
    den hat ….

    Ob die Toten in Chalabscha sich im Grabe
    herum drehen, ob solcher Naivität hier
    bei uns ?

    Euer Rolan Hornung

  • Altstadtfreund

    |

    @hornung
    Danke für die Klarstellung. Den „Diktator Hussein“ hielt und halte ich für einen Verbrecher. Den Überfall der US-Truppen auf den Irak – Merkel hätte uns gern daran beteiligt – zu rechtfertigen mit irakischer Bedrohung Israels oder Befreiung der Iraker, würde mir überzogen erscheinen.

    Statt mit „Massenvernichtungswaffen“ sollte meine Argumentation mit „Atomwaffen“ genauso überzeugen:
    Gestern bat auch Rüttgers, CDU-Ministerpräsident, um Entschuldigung für einen ausländerfeindlichen rechten Spruch. Rüttgers wie Schlegl erinnern mich an einen rechten Wahlkampfspruch des früheren Landtagspräsidenten Glück in seiner Standard-Wahlkampfrede.
    Zur rechtlichen Absicherung behaupte ich hier nur meine Erinnerung daran: Danach sagte er über Saddam Hussein „Der war sicher genauso schlimm wie Hitler“.
    Das hat sich mir eingebrannt. Da war schon bekannt, dass angebliche Depots mit Atomwaffen im Irak nur Lüge waren, dass es unter Diktator Hussein schon gar nicht Mordfabriken für Menschen anderer Überzeugung oder Rasse gab. Eine solche Verharmlosung von Hitler ist eine ganz böse Anbiederung bei Rechten.
    Soll dieser CSU-Politiker jetzt ein hohes Katholikenamt bekommen?

  • Neonazifeind

    |

    Dass Sie sich in die Lokalpolitik nicht einmischen, halte ich für einen großen Fehler.
    Wehret den Anfängen!
    Diesen Interview glaube ich gar nichts. Es dient vielmehr einem Reinwaschungsversuch!
    Der Interviewer Rudolf Neumaier ist aus meiner Sicht so neutral nicht.
    Wer solche Handlungen als Jugendsünden, wohlgemerkt mit 20 Jahren, abtun will, der hat nichts gelernt.
    Wir dürfen es nicht zulassen, dass dieses Gedankengut in einer Volkspartei Fuß fasst.
    Mit dieser Vergangenheit sollte man geächtet und nicht mit dem Posten des Fraktionsvorsitzenden, wohlgemerkt bei der Volkspartei CSU, belohnt werden. Oder bin ich total blind und verwirrt zugleich?
    Agieren Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig!
    Ihr „Wichtiges“ können Sie nebenher immer noch machen.

  • Susi

    |

    Bedauerlich, daß die mit Neonazis, V-Leuten und zwielichtigem käuflichen oder erpreßbaren Personal durchseuchte NPD regelmäßig legitimen bürgerlichen Protest gegen Moscheebauvorhaben in Mißkredit bringt. Wo einmal derlei Gestalten sich gegen ein solches Projekt erklärt haben, trauen sich viele nicht mehr, ebenfalls dagegen Stellung zu beziehen, weil sie nicht gerne mit dieser Partei in Verbindung gebracht werden wollen.

    Insofern können sich Moscheevereine kaum etwas Besseres als eine NPD-Demo gegen ihre Baupläne wie jetzt in Regensburg wünschen.
    Damit wird davon abgelenkt, um wen es sich bei dem „Islamischen Arabischen Kulturzentrum“ in Regensburg mit seiner „Al-Rahman-Moschee“ handelt. Es war früher in Bahnhofsnähe in der Hemauerstr. 20 untergebracht. Noch vor wenigen Jahren war dessen I m a m (sic!), also nicht irgendjemand, Mouldi C.. Über dessen Verbindungen zum internationalen Terrorismus hier:
    http://www.mittelbayerische.de/forum/showthread.php?t=353
    http://www.bits.de/ (unter Publikationen 2008: „Al Quaida und ihr Umfeld in Deutschland“)

    Vor wenigen Wochen berichtete das Wochenblatt, daß nach wie vor Mitglieder des „Islamischen Arabischen Kulturzentrums“ vom Verfassungschutz beobachtet werden.
    Und jetzt eine Großmoschee mit Kuppel und Minarett für diesen Verein in Regensburg, nach neuesten Informationen der Mittelbayerischen Zeitung direkt an der Straubinger Straße auf dem Gelände der früheren Zuckerfabrik?

  • Roswita Hallhuber

    |

    @susi

    Soso, die NPD ist also von „Neonazis, V-Leuten und zwielichtigem käuflichen oder erpreßbaren Personal durchseucht“.
    Wäre diese Partei also weniger „durchseucht“, könnte man ja mal drüber nachdenken, sie zu wählen? Oder was?

    Und was soll bitteschön „legitimer bürgerlicher Protest“ bedeuten? Dass der „bürgerliche“ Mob auch ohne NPD imstande ist, eine Moschee anzuzünden?

    „Oh jetzt wollten wir grad den Abdullah ein bisschen durch die Altstadt prügeln, aber dann kamen die von der NPD, und mit denen wollen wir stolzen Regensburger Christenbürger lieber nicht zusammen gesehen werden.“
    Sowas in der Art haben Sie sich wohl vorgestellt, liebe Susi.

    Und wenn Sie so viel Angst vor den bösen, bösen Moscheen haben, dann gehen Sie halt mal wieder in Ihr eigenes, tolles Gotteshaus, falten die Hände und zeigen wenig bürgerlich-zünftiges Gottvertrauen. Und danach ab ins Wirtshaus zum hetzen, gell?

  • Susi

    |

    @Roswita Hallhuber:

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil, oder?

    Wenn ich mißverstanden werden möchte, leihe ich mir nächstes mal Sie als Interpreten aus. Dann können Sie mir alles unterschieben, was Sie gerne bei Ihren Gegnern bekämpfen. Am besten Sie schreiben hier gleich die Gegenposition zu ihren Stellungnahmen mit. Dann paßt auch alles und man braucht keine Korrekturen am eigenen Schwarz-Weiß-Denken vornehmen.
    Nicht jeder, der mit Ihnen nicht d´ accord geht, ist deswegen ein Nazi, Kryptofaschist, angebräunt, bürgerlicher Steigbügelhalter für die NPD oder Sonstiges und treibt irgendjemanden durch die Stadt oder zündet Moscheen an. Gehts noch?

    Freie Fahrt für den Terrorismus?
    Auch die Antifa sollte gelegentlich mal ihr Hirn einschalten und prüfen, welchen Leuten sie mit ihren hysterischen Aktionen in die Hände spielt.

  • Katrin Stocker

    |

    An „Susi“:

    Liebe „Susi“,

    Ihnen ist hoffentlich klar, was Sie da von sich geben! Ich gehe mal davon aus, dass Sie Christin sind wie ich auch. Sie mögen ja bürgerliche Interessen vertreten, das verstehe ich sogar. Aber dass Sie Menschen aus einem anderen Kulturkreis versagen wollen, ihre Religion auszuüben, das finde ich höchst unangemessen.
    Im Grunde denken Sie sich doch insgeheim: „Diese Andersgläubigen haben in Deutschland eh nichts zu suchen, eigentlich sollen die weg, und jetzt wollen die sogar ein fremdartiges Gotteshaus errichten!“

    Ich denke, Frau Hallhuber hat recht, wenn sie Sie dazu auffordert, wieder mal den Gottesdienst zu besuchen. Vielleicht erleichtert Sie das auch von Ihren Ängsten!

    Mit freundlichen Grüssen

  • Roswita Hallhuber

    |

    @Susi

    Wenn Sie nicht missverstanden werden wollen, dann gewöhnen Sie sich eine andere Sprache an!
    Die Ihrige ist nämlich von Elementen „durchseucht“, die man gar nicht falsch verstehen kann.

  • organum

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    @susi

    vielleicht sollten sie mal ihre quellen überprüfen.

    der von ihnen angeführte mouldi c. wurde nie wegen terrors verurteilt (Siehe: http://tinyurl.com/kpqq5y oder http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/29028). Zitat: „Im Zweifel gegen den Angeklagten“).

    das wochenblatt berichtete nicht darüber, dass mitglieder des kulturzentrums überwacht werden (übrigens gibt es in regensburg mehr als nur einen solchen verein), sondern dass drei personen in regensburg überwacht werden. den zusammenhang stellen sie her.

    die npd ist nicht „durchseucht“, wie sie schreiben, die npd ist die seuche. was sie schreiben, verharmlost diesen verfassungsfeindlichen, rassistischen haufen.

    und zu ihrem „bürgerlichen protest“, der angeblich in Misskredit gebracht wird: ist doch seltsam, dass es den in regensburg nicht gibt, dass sogar organisationen wie katholischer frauenbund und bdkj, die des „links“ seins unverdächtig sind, die pläne befürworten.

    insofern: netter versuch, sich hier „bürgerlich“ zu geben. leider zu durchsichtig. zurück ins glied!

  • Klaus Peyer

    |

    @ Frau Susi

    Ihr pseudo-objektives Gefasel von „bürgerlicher Legitimation“, „Durchseuchung“ und von angeblichen Terrorgefahren kann letztendlich nicht darüber hinwegtäuschen, wes Geistes Kind Sie sind!

    Vor über siebzig Jahren fanden es viele Menschen wahrscheinlich auch „bürgerlich legitim“, Synagogen anzuzünden.
    Ich weiß nicht, wie alt Sie sind, aber ich denke, Sie haben wenig Ahnung von dem, was unserer Gesellschaft blüht, wenn Leute Ihres Kalibers ihren Unsinn ungehindert weiter verbreiten und sich dann auch noch mißverstanden fühlen.

    Ich denke, Sie sind einer von der Sorte, die sich die Hände nicht schmutzig machen wollen, aber hinter vorgehaltener Hand bestimmte Witze erzählen und damit ebensoviel Schaden anrichten, wie diejenigen, die solche „Witze“ auf CDs brennen und auf Schulhöfen verteilen!

  • Roswita Hallhuber

    |

    Ich schlage vor, „Susi“ einfach zu ignorieren.

    Es ist Zeitverschwendung, sich von so jemand seine eklige Sprache aufzwingen zu lassen. So viele Anführungszeichen gibt es gar nicht!

    Hoffentlich ändert der jetzt nicht seinen Nickname und fängt wieder von vorne an!

  • grace

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    @ user „susi“
    Vielleicht sind Sie ja nur ein kleiner „agent provocateur“, nicht wahr? Da rate ich Ihnen eindringlich, unverzüglich einen Facharzt aufzusuchen!

  • Roland Hornung

    |

    @ grace

    Es kann sein, dass “ susi “ ein agent provocatuer
    ist.
    Für weit gefährlicher und schlimmer halte ich aber

    http://www.kreuz.net

  • Susi

    |

    „Ignorieren“ scheint bei „Roswita Hallhuber“ Voraussetzung für ihre Positionen zu sein. Dann klappts auch mit dem Schwarz-Weiß-Denken: Entweder Mitdemonstrant oder Nazi.

    Unter „agent provocateur“ habe ich bisher immer einen von der Gegenseite verstanden, der sich einschleicht, um andere zu illegalen Aktionen zu anzustiften. Kann mir nicht recht einen Reim darauf machen, was das mit mir zu tun haben soll. Neigt hier jemand zu Gesetzwidrigkeiten, der nicht provoziert werden möchte.

    Nett, daß mir Herr Peyer sagt, wes Geistes Kind ich sei und was ich sonst noch alles täte. Haben wir uns schon mal kennengelernt?

  • Susi

    |

    @ organum:

    Daß Mouldi C. wegen keiner strafbaren Handlung verurteilt werden konnte, ist ein alter Hut und auch mir nicht fremd. Es steht übrigens ausdrücklich in dem von mir verlinkten Artikel.
    Gleichwohl hat ein Gericht seine Kontakte festgehalten. Es kann sich anhand des Berichts von Report München, des SZ-Artikels, der Passage in der BITS-Veröffentlichung etc. über ihn jeder selbst ein Bild machen, das natürlich keine rechtliche Bedeutung hat. Wir brauchen aber nicht die Augen verschließen. So blöd zu glauben, daß er diese Personen alle zufällig gekannt hat und mit ihnen bloß Kaffee getrunken hat, werden die wenigsten sein.

    Vielleicht stimmt bei Ihnen was mit den Quellen nicht.
    Den Wochenblatt-Artikel vom 17.06.09 habe ich zufällig noch. Er endet mit folgenden Sätzen: „Klar ist aber auch: Der Verfassungsschutz beobachtet weiterhin Mitglieder des Islamisch Arabischen Kulturvereins.“ Sie können auch gern bei dem verantwortlichen Autor Christian Eckl nachfragen.

  • Susi

    |

    Als früheres Mitglied einer Katholischen Jugend:

    Peinlich genug, daß Leute vom BDKJ sich an dieser Sache beteiligen. Wenn man ihnen vorgaukelt, es drohe eine braune Gefahr, auch wenn sie nur von ein paar Außenseitern ohne größeren Rückhalt in der Stadt (nicht wenige von auswärts) ausgehen soll, setzt anscheinend bei manchen der Verstand aus und sie wollen bei Gegenaktionen nicht abseits stehen.

  • Susi

    |

    @ „Katrin Stocker“:

    Liebe „Katrin Stocker“,

    es geht nicht darum, den Muslimen abzusprechen, einen Raum zum Beten aufzusuchen, sondern wo sie das tun.

    Der Grundgesetzartikel „Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“ ist eng gefaßt. Das Recht, eine Moschee zu errichten, läßt sich daraus nicht ableiten.
    Die über 40 Jahre bewährte Praxis in Regensburg war im wesentlichen die Unterbringung von Moscheevereinen in angemieteten Räumlichkeiten. Es gibt keinen Grund, davon nun abzurücken und die Errichtung von Neubauten voranzutreiben. An einer Verfestigung des Islams in Regensburg und der Islamisierung des Ortsbildes und der Einwohnerschaft kann uns nicht gelegen sein, insbesondere dann, wenn sich terroristische Strukturen herausbilden. Hier gibt es bei diesem Verein allen Anlaß zur Sorge und es ist kein Ruhmesblatt, daß die Mittelbayerische Zeitung über dessen Verbindungen wohl aus falscher Rücksichtnahme bisher kein Wort verloren hat.

    Schöne Grüße!

  • Roswita Hallhuber

    |

    @Susi

    „es geht nicht darum, den Muslimen abzusprechen, einen Raum zum Beten aufzusuchen, sondern wo sie das tun.“
    Und wo, das bestimmen Sie dann? Mit welcher Berechtigung?

    Im übrigen haben wir schon wieder ein sprachliches Problem:

    „An einer Verfestigung des Islams in Regensburg und der Islamisierung des Ortsbildes und der Einwohnerschaft kann uns nicht gelegen sein, insbesondere dann, wenn sich terroristische Strukturen herausbilden.“

    Ich glaube Ihnen keine Sekunde, dass eine derartige Rhetorik auf Ihrem Mist gewachsen ist. Sie, „Susi“, sind geschult worden! Sie geben auswendig gelernte Phrasen zum besten, denn nach was klingt das denn?

    Sie machen hier nur Stimmung, und W.W. aus Wö. a.D. steht hinter Ihnen, krault Ihnen den Rücken und tätschelt anerkennend Ihren kahlen Hinterkopf.

  • Hans

    |

    @susi
    Schön (sic!) das jetzt auch jene Personen regensburg-digital gefunden haben, weswegen passende Gegenaktionen erst nötig werden. Ihre Argumentation ist 1:1 die der NPD und Nazis sind hier unerwünscht!

  • Paul Schulz

    |

    @susi

    ihre wortwahl entlarvt sie, ebenso wie ihre argumente, die sich im luftleeren raum bewegen.

    sie ziehen eine (!) person heran, der nicht einmal etwas nachgewiesen werden konnte, um zu belegen, dass ein islamischer verein gefährlich sein soll. sie ziehen weitere personen, die mitglieder im kulturverein sind heran, weil diese (angeblich; sorry, aber herr eckl hat schon mehrfach offensichtlichen quatsch verbreitet.)überwacht werden – sie haben also noch nichts verbrochen. deshalb ist der ganze verein eine gefahr? reagieren sie auch so, wenn sie erfahren, dass ein mitglied ihres dorfsportvereins npd-mitglied ist? ist dann der ganze verein eine gefahr? lächerlich!

    übrigens beobachtet der verfassungsschutz mehr neonazis als angebliche „islamische gefährder“ in regensburg (http://www.stmi.bayern.de/imperia/md/content/stmi/sicherheit/verfassungsschutz/verfassungsschutzberichte/verfsch_08.pdf). huch – eine islamische gefahr in regensburg ist gar nicht erwähnt, weder personen noch ein verein, obwohl andernorts durchaus solche erwähnungen vorhanden sind. seltsam, seltsam.

    sie haben angst vor einer islamisierung regensburgs. was verstehen sie unter „islamisierung“? vor allem der „einwohnerschaft“? sollen wir am besten keine muslime mehr rein lassen, oder was meinen sie damit?

    weshalb sollten sich „terroristische strukturen“ herausbilden, wenn eine moschee gebaut wird? weshalb sollten sich diese strukturen in angemieteten räumlichkeiten nicht herausbilden?

    und was die demonstration betrifft: es ist keine pro-moschee-demonstration. kein platz für nazis! egal unter welcher flagge willi und seine würstchen gerade mal wieder aufmarschieren. das sollte jedem ein anliegen sein. tot geprügelt, verbrannt etc. wurden menschen in der oberpfalz von nazis. das ist wenigstens beweisbar.

  • Susi

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    Für diejenigen, denen es zu beschwerlich ist, einem Link zu folgen:

    Über Mouldi C. berichtete der Report München des Bayerischen Fernsehens am 27.09.04

    Zitat Anfang
    Istanbul vor einem Jahr, ein grauenhafter Terroranschlag reißt fast 30 Menschen in den Tod, 450 werden verletzt. Wieder einmal haben Islamisten zugeschlagen: gleich mehrere Terrororganisationen mit Verbindungen zur Al-Qaida bekennen sich zu dem Attentat. Weltweite Trauer – Jubel dagegen in fundamentalistischen Moslemzirkeln – wie in Regensburg – in der Wohnung von Mouldi Ben Ahmed Chaabane. Der 34jährige Tunesier lebt seit 1992 in der Bundesrepublik – als Asylberechtigter – und das, obwohl ihn Behörden gleich mit mehreren radikalislamistischen Organisationen in Verbindung bringen: darunter die in seiner Heimat verbotene En-Nahda-Bewegung, die dort einen Gottesstaat ausrufen will. Allerdings ist ihm selbst die nach Einschätzung deutscher Nachrichtendienste noch zu gemäßigt, wie die report-München vorliegende Dokumente belegen. Seit sieben Jahren ist Chaabane im Visier deutscher Behörden unter dem Verdacht, Falschgeld zu verbreiten, gefälschte Pässe und für einen rätselhaften Zweck eine halbe Million Gasmasken zu beschaffen. Dicht auf seinen Fersen ist neben der Polizei auch der Verfassungsschutz in Bayern.Günter Gold, der Präsident des Verfassungsschutzes Bayern:

    „Bei dieser Beobachtung ist auch der Chaabane aufgefallen, als Anhäger der EN Nahda und mit seinen Beziehuengen zu den verschiedensten anderen Extremisten in Bayern aber auch im europäischen Ausland.“

    Frage report München: „Was macht ihn so gefährlich?“

    „Ihn macht so gefährlich, dass er nicht nur Anhänger der En Nahda war und auch noch ist, sondern dass er eben verschiedenste Beziehungen zu anderen Netzwerken des islamischen Terrorismus pflegt. Nach Italien, nach Frankreich, in die Schweiz und in verschiedensten anderen Ländern. Und das macht ihn so gefährlich für uns.“

    Eingebunden ist die Bewegung in ein Netz der Muslimbruderschaft, das von Nordafrika bis in den Nahen und Mittleren Ost reicht – von bewaffneten Gruppen in Algerien über die Hamas- und Al-Aqsa-Brigaden in Palästina bis zur tunesischen En-Nahda und ihren deutschen Statthaltern. Das BKA, die Bundesanwaltschaft, das Bayerische Landeskriminalamt, das örtliche Polizeipräsidium und an erster Stelle das Landesamt für Verfassungsschutz in München versuchen mit dem Einsatz von V-Leuten und Abhörmaßnahmen das umtriebige Leben des Tunesiers zu dokumentieren – auch als Imam in Regensburger Moscheen, wo auch report München seine Spur aufnimmt. Richtungskämpfe zwischen gemäßigten und radikalen Moslems endeten hier häufig in Schlägereien, die erst mit massiven Polizeieinsätzen unter Kontrolle gebracht werden konnten. Seitdem hat Mouldi Chaabane seine Anhänger in der Al-Rahman-Moschee des arabisch islamischen Kulturzentrums um sich geschart. Dort stoßen die Ermittler auf brisante Details: Zitat: „Chaabane gilt als Kopf einer insgesamt siebenköpfigen Gruppe äußerst gefährlicher Mitglieder der Al-Rahman-Moschee“.
    Zitat Ende

  • Susi

    |

    Der Bayerische Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2004:

    „Das Verwaltungsgericht Regensburg wies am 30. November die Klage des tunesischen Staatsangehörigen Mouldi Chaabane gegen die Aberkennung des Status als Asylberechtigter ab. Das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge hatte mit Bescheid vom 15. April seine Asylberechtigung widerrufen. Begründet wurde der Bescheid mit den Kontakten von Chaabane zum Netzwerk des islamistischen Terrorismus. Im Verlauf des Prozesses konnten Chaabane Kontakte nach Spanien, Italien und Großbritannien bzw. zur tunesischen islamistischen Organisation En Nahda und der islamistisch-fundamentalistischen Gruppierung al-Tauhid nachgewiesen werden. Seine Kontaktpersonen gehören zum Umfeld von Usama Bin Ladin. Chaabane bestritt die Vorwürfe und begründete die Kontakte mit religiösen, freundschaftlichen oder geschäftlichen Interessen. Die nachgewiesenen Kontakte mit den islamistisch-fundamentalistischen Gruppierungen begründen jedoch auch nach Meinung des Verwaltungsgerichts Regensburg die Annahme, dass der Kläger zumindest ein Kontaktmann zwischen verschiedenen terroristischen Zellen und Gruppierungen ist. Zusätzlich leitete der Generalbundesanwalt am 16. November ein Ermittlungsverfahren gegen Chaabane wegen Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung im Ausland ein.“

  • Paul Schulz

    |

    @susi

    und was beweisen sie mit ihren zitaten aus einem verfassungsschutz von 2004 (!) ?

    was für eine gefahr geht nun vom kulturverein aus?

    warum antworten sie auf keine frage?

    hier nochmal:

    im verfassungsschutzbericht 2008 findet keinerlei islamische gefahr in regensburg. weder von einzelpersonen noch von vereinen. sehr wohl aber von neonazis. und ihr verhalten lässt nur den schluss zu, dass sie zu diesen gehören. viel spaß mit willi am 3. oktober.

  • Paul Schulz

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    @susi

    und egal wie oft sie hier ellenlang zitieren. fest steht: es gibt keinen (!) beweis für die schuld von mouldi chabane

  • Roswita Hallhuber

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    @Susi

    Jedem nicht mal verurteilten, angeblichen muslimischen Terroristen stelle ich ein Dutzend wegen Missbrauchs verurteilte katholische Priester gegenüber.

    Sie merken nicht mal, auf welches Niveau diese Diskussion langsam abdriftet!

  • Bert

    |

    @ susi

    sie wollen doch nur eins:

    Davon ablenken, dass am 3. Oktober Nazis durch unsere Stadt marschieren wollen. Darum geht es. Wollen sich die Regensburger das gefallen lassen oder nicht? Ich sage nein! Kein Fußbreit den Faschisten!

  • Roland Hornung

    |

    @ all

    1.) Ich schliesse mich Bert an !

    2.) Wenn (FALLS !) sich in islamischen Kreisen
    Terrorzellen bilden sollten(!), ist das in
    gemieteten Räumen ebenso möglich wie in
    eigenen Moscheen !

    3.) In Regensburg gibt es bisher keine Proble-
    me mit unseren moslemischen Mitbürgern
    Ich kenne selbst persönlich viele Moslems
    und arbeite in interkulturellen Veranstal-
    zungen mit ihnen zusammen.
    In unseren eigenen Kulturveranstaltungen
    über Nahost und Hebräisch sind Moslems
    sogar Teilnehmer !

    Für den/die “ Susi “ bin ich nun „böse“ ?

    Euer Roland Hornung

  • Manfred Veits

    |

    Blick nach Thüringen

    Zitat aus der TAZ:
    Die „Meile der Demokratie“, ein Gegenfest zivilgesellschaftlicher Gruppen und Initiativen wird immer kürzer. Sie wurde per Auflagen weg vom Aufmarschplatz der Nazis gelegt. „Wir haben das Recht, in Ruf- und Sichtweite gegen das Nazi-Konzert in Pößneck zu demonstrieren – dieses Recht wird uns scheibchenweise genommen“, sagt Wiebke Zeil, Schülerin der Jenaplan-Schule in Jena.

    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/ziviler-ungehorsam-unerwuenscht/

  • eduard buchinger

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    an „der/die/das @Susi“ ;-)

    * Der Bayerische Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2004: *

    #“Ignorieren” scheint bei “Roswita Hallhuber” Voraussetzung für ihre Positionen zu sein. Dann klappts auch mit dem Schwarz-Weiß-Denken: Entweder Mitdemonstrant oder Nazi.#

    # Für den/die ” Susi ” bin ich nun “böse” ?

    Euer Roland Hornung #

    ;-) Hallo „der/die/das @Susi!“ Sie haben ja den
    Professor ganz schön um den (kleinen) Finger
    gewickelt.
    Er nimmt Ihnen, trotz Ihrer geschulten Rhetorik, -schwarz-weis Argumentation und Ihres (hier) veröffentlichen Pseudo-Fachwissens, „die (Ihre) naive Tour“ scheinbar ab!?
    Dafür war Herr Roland Hornung immer schon etwas anfällig.
    Für meine Wenigkeit, möchte ich genau aus diesem Grund, eben NICHT :-( an Ihrer Seite gegen ein in Regensburg seit über 15 Jahren bekanntes Problem, demonstrieren.

    Zugleich den ehrenwerten Leiter des Regensburger Ordnungsamts, Herrn Alfred Santfort, hier daran erinnern. „Dass ein sogen. VERBOTS Versuch, ggf. vorgetragen im Sinne des WIR’S quasi einer starken unanfälligen Bürgerschaft,
    …vor dem Regensbruger Verwaltungsgericht.“ Womöglich dann zumindest „die Aussicht (wenn auch vermutlich nur eine geringe) …auf Erfolg“ in sich bärge.

    #“Einen Verbotsversuch will die Stadt Regensburg nicht unternehmen.”

    – Warum nicht?

    „Damit hätten wir keine Chance”, glaubt der Leiter des Ordnungsamts, Alfred Santfort.#

  • eduard buchinger

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    an @bert und @all

    #ignorieren war noch nie ein mittel, um nazis los zu werden. nazis weden nicht dadurch stärker, dass man ein auge auf sie wirft, sondern gerade durch gesellschaftliche ignoranz.#

    verehrter @bert, hast schon recht mit dem ignorieren und der gesellschaftlichen ignoranz…!“ Das war aber nicht meine Absicht,
    wollte vielmehr auf die (z.B.) bei einem etwaigen Verbotsversuch, vom Gesetzgeber beabsichtigten demokratischen Hürden hinweisen. Und @bert …ohne Solche“, könnten wir unseren Rechtsstaat vergessen! ;-)

  • Bernhard Segerer

    |

    Ja aber hallo, was geht denn hier ab?

    Ich glaube wir sind uns einig das wir keine Nazis wollen, EGAL was sich die auf die Fahnen schreiben. Gern genommen zur Zeit wird z.B. auch das Thema Kinderschänder oder eben auch bei den Sozialisten geklaute Sprüche – das tut doch überhaupt nichts zur Sache!

    Es ist doch wohl jedem/r klar das die auf jeden Zug aufspringen den sie noch irgendwie mit Ihrer rassistischen und nationalistischen Idiologie verbinden können, das sagt aber erst mal nicht sooo viel über den Zug aus (obschon man sich den gerade dann genauer anschauen sollte).

    Diese Diskussion über Wesen, Praxis und Einfluss von Religion ist richtig und wichtig, aber sie sollte uns nicht von unserer vordringlichen Aufgabe abhalten:

    Ein Bündnis gegen Nazis zu schmieden!

    (trotzdem hier noch mein eigener Senf zu dem Thema: Als Antifaschist kann ich natürlich nicht dafür sein das antiemanzipatorische und reaktionäre Anteile einer Religion und/oder Idiologie verstärkt und auch über betreffende Religionsgemeinschaft hinaus Einfluss gewinnen. Egal WELCHE Religion. Wegschauen aus falsch verstandener Toleranz ist genauso fatal wie uninformierte Gleichmacherei aller Gläubigen.)

  • kyra

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    nazis raus!!!!!
    hoffentlich kommen viele!

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