Provisorien sind Herrn Schaidinger ein Fest

Nein. Lyra spielen und von den Winzerer Höhen herab singen hat man Hans Schaidinger gestern nicht gehört, als die Protzenweiherbrücke in Flammen stand. Aber eine Pressemitteilung ließ er verfassen. „Alles für die positive Entwicklung Stadtamhofs getan” habe man, lässt er verkünden. Das hat sicher etwas mit dem Brückenbrand zu tun. Ich weiß nur nicht genau was. Aber immerhin: Fast schon philosophisch weist Herr Schaidinger darauf hin, „welche Bedeutung Brücken für eine Stadt wie Regensburg haben”. Die würde er ja gern bauen. Brücken. Nicht unbedingt menschlich, aber in Beton. Diese Brücken stellen nämlich, so schreibt er weiter, wichtige Schlagadern im Organismus der Stadt dar.” Und so fordert er auch für die nach dem Brand abbruchreife Protzenweiherbrücke Ersatz, „beispielsweise durch ein Provisorium”. Provisorien sind Herrn Schaidinger ein Fest Ein solches „Provisorium”, eine „Schlagader” will Schaidinger ja auch über den Grieser Spitz schlagen – quer durch Park und Spielplatz. Das ließe sich dann auch gut mit dem „Provisorium” für die Protzenweiherbrücke verbinden. Pläne für eine(n) solchen Brückenschlag(ader) gab es übrigens schon einmal – das hieß damals „Bayerwaldbrücke”. Den Donaumarkt hatte man dafür in den 60ern extra von Häusern befreit. Vielleicht liegen die Pläne dafür auf dem Nachttisch von Herrn Schaidinger, gleich neben der Lyra. (Ent)spannende Lektüre!

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Kommentare (4)

  • Gazprom

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    der eigentliche skandal besteht ja darin, das viele weitere gasleitungen oberirdisch an brücken angebracht sind z.b. nibelungenbrücke.
    weitere terroristische anschläge von hollöndischen terrorzellen wären zu befürchten. der achse des bösen ist somit tür und tor auf unsere heizungen geöffnet.

    vladimir gazprom

  • Huber

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    Als potthässlich empfinde ich den Griesser Steg. Selbst wenn man über das Mordstrum mit wenig Funktion geht, stört ein Längsträger ausgerechnet in Augenhöhe den Blick ins Grüne. Bekanntlich gewöhnt man sich an fast alles. Deshalb nehmen Anwohner das wohl gar nicht mehr wahr und regen sich deshalb nur auf über einen Brückenplan, ohne zu fragen, ob dann das Mordstrum an einer der schönsten Stellen unserer Stadt – landschaftlich und städtebaulich (Andreasstadel) – endlich abgebaut würde.

  • Literatur

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    Lieber Herr Aigner, die Anspielung auf Kaiser Nero versus Johann Schaidinger ist nicht schlecht. Aber Sie tun dem Nero Unrecht!! DEN Vergleich hat er doch wahrlich nicht verdient.
    Der Nero!

  • Huber

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    Die Forderung des RVV (Geschäftsführer Dr. Häussler) nach einer Ersatztrasse bei Ausfall der Steinernen Brücke für Busverkehr stimmt überein mit der Empfehlung der Verkehrsuntersuchung Großraum Regensburg von Prof. Kurzag u.a..
    Statt einem zusätzlichen Griesser Provisorium – das Herr Aigner bekämpft – fehlen mir die Abwägungen dafür, ein besonders schlechtes Provisorium durch ein zumindest besseres zu ersetzen.
    Alternativen:
    I. Der Griesser Steg wird ersetzt durch eine einspurige Brücke im Stil der Eisernen Brücke an gleicher Stelle. Im Busleitstand ist unter Nutzung von GPS weit voraus sichtbar, wann welche Busse die Engstellendurchfahrt wohl brauchen werden. Programmierte Ampelsteuerungen tragen zur Koordination bei.
    II. Der Griesser Steg wird ersetzt durch eine einspurige Brücke im Stil der Eisernen Brücke in der Verlängerung der Maffeistraße. Im Busleitstand ist unter Nutzung von GPS weit voraus sichtbar, wann welche Busse die Engstellendurchfahrt wohl brauchen werden. Programmierte Ampelsteuerungen tragen zur Koordination bei.
    III. Der Griesser Steg wird ersetzt durch eine zweispurige Brücke im Stil der Eisernen Brücke in der Verlängerung der Maffeistraße.
    Bisher wohl untersucht:
    IV. Der Griesser Steg wird ersetzt durch eine zweispurige Brücke im Stil der Eisernen Brücke an gleicher Stelle.
    V. Der Griesser Steg wird ergänzt durch eine zweispurige Brücke im Stil der Eisernen Brücke in der Verlängerung der Maffeistraße.
    VI. Der Griesser Steg wird ersetzt durch einen einspurigen Tunnel an gleicher Stelle. –

    Erst wenn eine Machbarkeitsstudie I, II und VI verworfen oder als realistisch bestätigt hat, sollten die Alternativen bewertet werden.

    In Anlehnung an eine Wahlaussage von Herrn Wohlbergs: Meine Präferenz für II oder VI, weil mir der Platz am Andreasstadel so besonders gefällt, wäre dann sicher „kein Dogma“.

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