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Patrick Grossmann soll zurücktreten Nach der Flugblattaktion des neuen Sinzinger Bürgermeisters Patrick Grossmann (unser Bericht vom 25. März) fordert Thomas Schmid, Vorsitzender der Schützengesellschaft Alling, Konsequenzen. „Es ist unglaublich, was Parteien und Kandidaten alles unternehmen, um an der Macht zu bleiben oder an die Macht zu kommen. Paradebeispiel ist die CSU der Gemeinde Sinzing mit ihrem Bürgermeisterkandidaten und jetzt gewählten Bürgermeister Patrick Grossmann. Zwei Tage (!) vor der Stichwahl wird ein Flugblatt verbreitet, auf dem Funktionäre von über 20 Sinzinger Vereinen unter dem Titel „Wir unterstützen Patrick Grossmann” ihre Unterstützung als Vereinsvertreter bekannt geben. Als langjähriger Vereinsvorstand habe ich mir die Augen gerieben, ob das alles so sein kann, wo doch jeder Verein in seiner Satzung verankert hat, dass er ,politisch neutral’ handelt. Mittlerweile wurde bekannt, dass die Unterstützer als Privatpersonen unterschrieben haben und niemals als Vereinsfunktionäre erscheinen wollten. Von der Presse darauf angesprochen reagiert der gewählte Bürgermeister mit der Aussage: ,Wir von der CSU haben eigenmächtig die Funktion angefügt. Im Hinblick auf die Parteineutralität von Vereinen war das blauäugig. Im Nachhinein gesehen war das ein Fehler.’ Nein. Das war kein Fehler, das war Betrug am Wähler. Bei 96 Stimmen Unterschied zum Gegenkandidaten Peter Brünsteiner kann man leicht ausrechnen, wie das Ergebnis ohne dieses manipulierte Flugblatt ausgesehen hätte. Bei der Aussage von Herrn Großmann – ,Aber in Sinzing ist das Thema gegessen’ – kann man nur noch den Kopf schütteln. Wer wissentlich so handelt, muss Konsequenzen ziehen und die können nur heißen: Rücktritt vor dem Amtsantritt! Sinzing kann sich keinen Bürgermeister leisten, der schon vor der Wahl auf solche Mittel zurückgreift. Für die Vereinsfunktionäre bleibt nur die Möglichkeit, rechtliche Schritte gegen die Person einzuleiten, die für dieses Flugblatt verantwortlich war – Patrick Grossmann.” Thomas Schmid, Alling

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Kommentare (1)

  • Winfried Huber

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    Typisch MZ? Im Unterschied zur Laiendiskussion in Foren wie diesem hier haben Journalisten die Zeit und die Ausbildung, vor Abdruck einer Anschuldigung diese sorgfältig zu prüfen. Dies gilt auch für die Anschuldigung im letzten Satz des MZ-Artikels (29.3.) „Schmid fordert Grossmanns ,Rücktritt vor Amtsantritt’“ seitens Herrn Grossmann gegen seinen Kritiker Schmid, der habe nach der Wahl nachgetreten.

    „Nachtreten“ ist ein absichtlich grob unfaires Verhalten. War die Kritik an Grossmann absichtlich grob unfair? Herr Grossmann hatte nach Vorhaltungen öffentlich einen „Fehler“ gestanden, und schriftlich „die Verantwortung übernommen“, so am 25.3. das WOCHENBLATT.

    Kann der „Fehler“ unabsichlich passiert sein, wie in der MZ vom 29.3. behauptet? Die MZ und Herr Grossmann wussten mit Sicherheit von der Aufregung um ähnliche Wahlwerbung der CSU-Regensburg mit dem Jahn Regensburg wenige Wochen vorher. Unabsichtlich konnten die CSU-Sinzing und Herr Grossmann demnach nicht den gleichen „Fehler“ machen. Absichtlich grob unfair war also deren Verhalten. Die Kritik daran als „Betrug am Wähler“ ist eine (verständliche) Wertung, keinesfalls eine „Unterstellung“, wie die MZ falsch berichtete.
    Schon gar nicht ist diese begründete Kritik selber „absichtlich grob unfair“, bzw. ein „Nachtreten“. Die MZ betonte diese falsche Anschuldigung dennoch mit dem letzten Satz ihres Artikels. So schreit die MZ mit dem Dieb „Haltet den Dieb!“ Typisch MZ?

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