SOZIALES SCHAUFENSTER

Unterwanderung

Rechtsaußen im Conti-Betriebsrat

In vielen Industrieunternehmen laufen derzeit die Betriebsratswahlen. Das Gremium soll sich vor allem um die Belange der Angestellten kümmern und deren Stimme gegenüber der Arbeitgeberseite vertreten. Mittlerweile drängen zunehmend rechtsextreme Akteure dort hinein, wollen die Arbeit der Gewerkschaften erschweren und das Gremium für ihre Zwecke nutzen – auch in Regensburg.

Es ist der 25. November 2017, als der Publizist Jürgen Elsässer das Who is Who der rechten Szene im deutschsprachigen Raum zu Gast hat. In Leipzig, Sitz des rechtsextremen Magazins Compact, hat Elsässer zur Konferenz geladen. Der Thüringer AfD-Politiker Björn Höcke ist dabei. Martin Sellner, Kopf der Identitären Bewegung, und Philip Stein, Gründer der rechtsextremen Kampagne „Ein Prozent“. Auch PEGIDA-Gründer Lutz Bachmann spielt damals noch eine Rolle bei den Versuchen, gemeinsam ein schlagkräftiges Netzwerk aufzuziehen.

Der gebürtige Stuttgarter Elsässer, der mit Compact seit 2010 zum Angriff gegen das „linksversiffte Medienkartell“ bläst, gilt 2017 als eine der zentralen Personen innerhalb der (extremen) Rechten. Ein führender Kopf der „patriotischen Szene“, wie sich die Konferenzgäste selber gerne sehen. „Eines Tages soll sich hier das deutsche Volk zu einer Nationalversammlung treffen, um eine echte Verfassung zu verabschieden“, ruft der damals 60-Jährige unter lautem Beifall. Auf dem Weg dorthin gäbe es aber noch viel Arbeit für den gesellschaftlichen Wandel. Auf allen Ebenen sollen rechte Akteure Schlüsselpositionen einnehmen.

Gewerkschaftskonkurrenz vom Rechtsrocker

Wenige Wochen vor dem Szenetreffen ist die AfD als größte Oppositionspartei in den Bundestag gewählt worden. „Wir werden sie jagen“, hatte Alexander Gauland getönt. Die AfD in den Parlamenten und das Compact-Magazin als publizistisches Medium sind 2017 in Stellung gebracht gegen den „linksversifften“ Mainstream. „Wir eröffnen eine neue Front zur nationalen und sozialen Befreiung des Volkes“, verspricht Elsässer in Leipzig und träumt bereits: „Alle Räder stehen still, wenn mein blauer Arm (die Farbe der AfD, Anm. d. Red.) es will.“

Hier kommt Oliver Hilburger ins Spiel. Auch er nimmt an der Konferenz teil. „Wir müssen der internationalistischen Linken die Stirn bieten“, sagt er in seiner Rede. Der Stuttgarter war bis 2008 zwei Jahrzehnte Gitarrist der Neonazi-Band „Noie Werte“. 2009 gründete er die rechte Betriebsorganisation „Zentrum Automobil“ und ließ sich darüber 2010 bei Daimler zum Betriebsrat wählen.

Deshalb ist Hilburger in Leipzig dabei. Sein „Zentrum“, so die Vorstellung, soll als schlagfertige Konkurrenz gegen die großen Gewerkschaften – die „Verräter an der Arbeiterschaft“ und am „deutschen Volk“ – bundesweit ebenfalls in Stellung gebracht werden. „Zentrum Automobil“ gilt als Sammelbecken von Personen, die wie Hilburger teilweise selbst in der (extremen) Rechten sozialisiert wurden. Auch zur AfD bestehen enge Verbindungen und personelle Überschneidungen, wenngleich es dort mittlerweile (zumindest offiziell) ein gewisses Abgrenzungsbedürfnis gibt. Nicht zuletzt die Angst durch solche Verbindungen weiter in den Fokus des Verfassungsschutzes zu geraten, dürfte zuletzt ein Grund dafür gewesen sein.

2017 in Leipzig sieht das noch anders aus. Elsässer und Co haben ein klares Ziel vor Augen. Hilburger und sein „Zentrum“ sollen bei den Betriebsratswahlen im darauffolgenden Jahr auch im Sinne der AfD möglichst erfolgreich abschneiden. Hilburger wird im Daimler-Werk Untertürkheim mit 13,2 Prozent und sechs Betriebsräten sein Ergebnis von 2014 (zehn Prozent) zumindest leicht verbessern. Insgesamt bleibt der erhoffte Erfolg aber aus. Zentrums-Mitglieder werden zwar auch an anderen Industriestandorten als Betriebsräte gewählt, machen aber nur 0,025 Prozent der knapp 80.000 Betriebsratsmandate deutschlandweit aus.

„Zentrum“-Betriebsrat flog bei Conti raus

„Dieser Misserfolg hinderte die Organisation jedoch nicht, sich weiter zu professionalisieren, Netzwerke auszubauen und neue Personen für sich zu gewinnen“, weiß Markus Schwarz von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus. „Bei der Betriebswahl im März 2022 trat zum Beispiel auch im Regensburger Continental-Betrieb ein Arbeitnehmer explizit als Zentrum Automobil-Mitglied auf und wollte für die Vereinigung eine eigene Liste einreichen.“

Dieser Versuch hat eine Vorgeschichte und beschäftigt aktuell noch das Arbeitsgericht. Denn der Arbeitnehmer, Gerald Schmitt, wurde Mitte 2020 gekündigt. Er hatte damals über Intranet von Conti in seiner Funktion als Betriebsrat zu einer Großdemo gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin aufgerufen. Dies entsprach nicht dem eigentlichen Zweck seiner Funktion und der des Intranets. Der Betriebsrat untersagte ihm das und stimmte nach mehrfachem erfolglosen Einwirken auf Schmitt auch der sofortigen Kündigung durch den Arbeitgeber zu. Da Betriebsratsmitglieder einen hohen Kündigungsschutz genießen, war hier die Zustimmung des Gremiums vonnöten.

Mit einer Visitenkarte warb Schmitt am Werkstor seines bisherigen Arbeitgebers. Bei Telegram fällt er schon mal mit Posts auf, in denen der Holocaust relativiert wird.

Schmitt trat kurze Zeit später zusammen mit Hilburger und seinem Anwalt Tobias Gall, AfD-Funktionär aus Berlin, in einer Talkshow von Compact auf. Dort wetterte er gegen die betrieblichen Corona-Maßnahmen wie die Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Die seien schon im Frühjahr 2020 völlig unverhältnismäßig gewesen und eine Beschneidung der Arbeitnehmerrechte. Schmitt sprach gar von „Psychoterror“ durch die Unternehmensleitung und arbeitete sich an den „Staatsmedien“ ab. Sein Anwalt attestierte Continental eine „rechtsstaatsfeindliche Haltung“. Vor dem Arbeitsgericht Regensburg unterlag Schmitt mit seiner Klage. Da er aber Berufung einlegte, ist die Kündigung bisher nicht rechtskräftig. Von Gesetz wegen hätte Schmitt Anfang März als Betriebsrat nach wie vor gewählt werden können.

Und so warb er in der diesjährigen Wahlrunde auf dem Werksgelände im Osten Regensburgs weiter offensiv für seine Liste und suchte Mitstreiter. Nachdem er mehrfach öffentlich Unwahrheiten verbreitet hatte, etwa über den Stand seines arbeitsgerichtlichen Verfahrens, untersagte das Unternehmen ihm den Zutritt zum Werksgelände. Schmitt sammelte letztlich weder die notwendigen 50 Unterstützungsunterschriften, noch fand er Mitstreiter für seine Wahlliste. Seine Wiederwahl in den Betriebsrat war somit erst einmal gescheitert.

Man wäre so gern eine Gewerkschaft…

Hier kommt ein weiterer Aspekt zu Tragen. Mit Schmitt wollte „Zentrum Automobil“ erstmals mit dem Status als „Gewerkschaft“ eine Wahlliste für den Betriebsrat einreichen. Offiziell ist die Arbeitnehmervereinigung ein eingetragener Verein. Für den Status „Gewerkschaft” fehlen ihr die Merkmale, die nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nötig sind. Dieses hat festgelegt, dass eine Gewerkschaft unter anderem tariffähig und sozial mächtig sein muss – beides ist bei „Zentrum Automobil“ nicht der Fall.

Dass Gründer Hilburger ein Interesse daran hat, „Zentrum Automobile“ als Gewerkschaft firmieren zu lassen, hängt insbesondere damit zusammen, dass Gewerkschaften eigene Wahllisten vorschlagen dürfen. Im Fall von Schmitt hätte ihn also Zentrum – auch ohne der vorher notwendigen Unterstützungsunterschriften – zur Wahl stellen können. Wenn man denn als Gewerkschaft gelten würde. Nach Informationen von regensburg-digital verneinte genau das jedoch der Wahlvorstand der Betriebsratswahl von Continental. Man stützte sich dabei auf ein unabhängiges Rechtsgutachten. Somit war auch dieser Weg für Schmitt versperrt. Unter Umständen könnte das noch ein weiteres Gerichtsverfahren nach sich ziehen, sollte Schmitt die Wahl unter diesem Aspekt anzweifeln und überprüfen lassen.

Maßnmahmenkritik und Holocaustrelativierung

Dass Schmitt 2020 für eine Anti-Maßnahmen-Demo geworben hatte, ist unseren Recherchen zufolge keine Ausnahme. Er ist Administrator der Telegram-Gruppe „Sofortimpfbefreiung“ mit über 3.000 Mitgliedern. In zahlreichen Beiträgen wird (wie in vielen anderen szenetypischen Corona-Chats) die Pandemie-Politik mit dem Nationalsozialismus verglichen, das Virus mal geleugnet, mal verharmlost und die Impfungen schon mal als „Massaker“ bezeichnet. Über etliche Links kommt man zu anderen extrem rechten oder gar neonazistischen Telegram-Gruppen und Medien.

Auch Schmitt beteiligt sich rege an diesem Austausch. Anfang dieses Jahres wurde mit seinem Account ein Video von Monika Schaefer, einer bekannten Holocaust-Leugnerin, gepostet. Für das Video, in dem sie die Vernichtung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden durch Nazi-Deutschland als „größte und schädlichste Lüge der Geschichte“ bezeichnet, wurde die 62-Jährige wegen Volksverhetzung 2018 vom Landgericht München verurteilt. Als „politische Gefangene“ sei sie von der „BRD gefangen gehalten“ worden, heißt es in dem geteilten Telegram-Post.

Ebenfalls Administrator der Chat-Gruppe ist der Continental Betriebsrat Thomas K. Mit seinem Account wurden in Telegram-Beiträge mit rechten Inhalten und Medien geteilt. Auch K. verglich mehrfach die Corona-Maßnahmen mit dem Nationalsozialismus und bezeichnete etwa Markus Söder mehrfach als „Södolf“, ein in der Szene beliebter Vergleich Söders mit Adolf Hitler. Auch regionale Corona-Proteste hat Thomas K. über den Chat in der Vergangenheit wiederholt beworben.

Zentrum-Strohmann im Betriebsrat?

Während Thomas K. zur Betriebsratswahl über eine Alternative Liste der Belegschaft auf Platz eins antrat, wird in der Telegram-Gruppe „Sofortimpfbefreiung“ in der Gruppenbeschreibung offen für „Zentrum Automobil“ geworben und zur Mitgliedschaft aufgerufen. Thomas K. und Schmitt, so lässt sich aus dem gemeinsam betriebenen Telegram-Chat und der Tatsache, dass beide bis Schmitts Rauswurf als Betriebsräte zusammen gearbeitet haben folgern, pflegen offenbar engere Kontakte.

Anfang März wurde K. über seine Liste wieder als Betriebsrat gewählt. Markus Schwarz von der Mobilen Beratungsstelle sieht diese Konstellation als sehr kritisch an: „Natürlich ist die Sorge da, dass hier ein Betriebsrat als eine Art Strohmann für Schmitt, und somit für Zentrum Automobil agiert. Eine beliebte Taktik innerhalb der extremen Rechten, Zusammenhänge zu verschleiern und die eigenen menschenverachtenden Inhalte nebulös zu lassen.“

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Kommentare (20)

  • seltsamerEsel

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    Was soll dieser Artikel?
    Was ist da der Nachrichtengehalt? “Guck mal ein Nazi” im selben Text werden dann noch angebliche Aussagen zitiert die eher so wirken als würde er Nazimethoden schlecht finden. (Würde ich raus lassen, widerspricht sich etwas)
    Was ist das nur für ein Stil? Wirkt so wie eine Auflistung von Kontaktschuld, Gedankenlesen und Warnungsversuch vor einer Gewerkschaft die anscheinend ohnehin nicht besonders erfolgreich ist.
    Was soll das noch mit Holocaustrelativierung? Es wird fast jeden Tag in der Presse irgendjemand mit Hitler verglichen, heute Putin, letztens noch Trump. Ja es wird inflationär benutzt und nervt langsam, aber der Artikel wirkt so als würde verzweifelt möglichst viel herangezogen um eine möglichst starke Anklage zu konstruieren.
    Was sind nun die Zwecke? Intranetzugang misbrauchen? Wurde ja ohnehin gekündigt. Wo ist der Nachrichtengehalt?
    Es wäre vielleicht besser als Kommentar gekennzeichnet.
    Wirkt nicht besonders professionel. Bei RD schätze ich am meisten, dass hier öfter heiße Eisen angefasst werden über die sich sonst niemand zu schreiben traut. Zusätzlich konnte man oft die Meinung des Authors kaum durch den Text feststellen.

    Könnte Ihnen Herr Aigner nicht einen Auffrischungskurs geben? Nicht böse gemeint.

  • Hindemit

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    Großer Dank an Hr. Bothner für diese fundierte Recherche. Gut dass wir solche Journalisten in Regensburg haben. Auch die Mobile Beratung leistet wertvolle investigative Arbeit. Ohne dieses hartnäckige Engagement wären wir viel schlechter über die Unterwanderungs- und Selbstverharmlosungsstrategien informiert.

  • Leser

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    Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Autor in den nächsten 50 oder 99 Jahren auch mal einen inhaltlich ähnlichen Artikel veröffentlicht, der den Titel “Linksaußen im XY-Betriebsrat” trägt.
    Und genau das ist das Problem. Unabhängiger und objektiver Journalismus sieht anders aus.
    Mal ganz abgesehen davon, dass ich selbst nach zweifacher Lektüre das “Skandalöse” oder wenigstens “Berichtenswerte” nicht gefunden habe. Was soll mir der Text denn eigentlich sagen? Wo im Conti-Werk ist nochmal der Reissack umgefallen?

  • joey

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    die IG Metall hatte 2,1% Mitgliederschwund von 2020 zu 2021. Bei der kath. Kirche Regensburg waren es im gleichen Zeitraum 0,84% – vor dem Mißbrauchsgutachten. Eine Glaubenskrise kann man bei den Gewerkschaften schon sehen.
    Daß die Hyänen sich auf die Lücken stürzen, ist logisch und in einer Demokratie berechtigt. Der Betriebsrat K wurde gewählt. Wenn er strafbare Äußerungen tätigt, zeige man ihn an. Seine Argumente widerlege man. Ansonsten ist ein (!) Betriebsrat nicht die Mehrheit, Demokratie muß Deppen, Schweinehunde und Sonstige vertragen. Einheitsgewerkschaften wie im Sozialismus waren ja bekanntlich nix gut. Die IG Metall muß sich fragen lassen, welche Positionen sie in letzter Zeit vertreten hat.

  • auch_ein_regensburger

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    Aufklärung über rechtsextreme Umtriebe ist immer wichtig. Wenn sich rechte Kommentatoren, die sich offensichtlich extra dafür angemeldet haben, darüber mokieren, erst recht.

  • Gscheidhaferl

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    @Leser
    Wo ist denn da der Nachrichtenwert, wenn Linke im Betriebsrat ausgemacht werden? Irgendwie haben Sie im Geschichtsunterricht nicht so richtig aufgepasst, oder? ;-) Das ist ungefähr so wie die Meldung ‘Mann von Hund gebissen’: Langweilig. Die Meldung ‘Hund von Mann gebissen’ (Rechte unterwandern Betriebsräte) ist da doch deutlich origineller. Und funktioniert übrigens auch ganz ohne alberenes Verschwörungsgeraune.

  • naja

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    @Leser
    “Mal ganz abgesehen davon, dass ich selbst nach zweifacher Lektüre das “Skandalöse” oder wenigstens “Berichtenswerte” nicht gefunden habe.”

    Evtl. mal am Skill Leseverständnis arbeiten? und danach mit neu erworbenem Können nochmal lesen.

  • Mr. T.

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    Und wie so oft hier zuletzt, zeigt die Tatsache, dass ein gewisses Klientel massiv die Irrelevanz des Artikels darstellen will, die Relevanz dieses Artikels.
    Wehret den Anfängen! Denn fruchtbar noch ist der Schoß aus dem es kroch …

  • Gscheidhaferl

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    @joey
    Ich muss natürlich wieder kleinlich und off-topic (sorry!) an ihren Zahlen herumkritteln. Ist bei mir ja nicht anders zu erwarten. Den 2,3 Mio Mitgliedern der IG Metall stehen in Deutschland nämlich rund 22 Mio Katholiken gegenüber. In absoluten Zahlen haben also letztlich immer noch fast 5x mehr Personen die Kirche verlassen. Ich finde, das ist eine relevante Info, um die von Ihnen genannten Zahlen (deren Richtigkeit ich mal unvorsichtig unterstellt habe);richtig einzuordnen. Außerdem: Bei der IG Metall stiegen die Mitgliederzahlen zuletzt wieder leicht an. Davon kann speziell die kath. Kirchen nur träumen.

  • R.G.

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    “Martin Sellner, Kopf der Identitären Bewegung”
    Die Biographie Sellners wäre interessant, man könnte danach besser verstehen, wie einige brisante Themen in die Identitäre Bewegung schlüpften.
    Beide Wiki, in Deutsch und Englisch, empfehle ich unbedingt.
    Papa Reinhard Sellner, erst Kassenarzt in Wien Währung und da sehr von Grünen empfohlen, weil viele von ihnen da wohnten, dann Privatpraxis für Homöopathie in der teuren Stadt Baden bei Wien, möchte von seinen möglichen Patienten vor einem Termin einen genauen Fragebogen ausgefüllt haben, ganz wichtig die Nationalität bzw. Herkunft bis zu den Urgroßeltern (!) hin.
    Man muss zusätzlich anführen, ob man je einen spontanen Abgang hatte oder eine Abtreibung vornehmen ließ. Symptome nach Impfungen generell werden abgefragt, das hat nicht speziell mit Corona zu tun..
    Über die Frau Martin Sellners, Brittany Pettibone, lohnt es sich nachzulesen, insbesondere über ihre Einstellung zu Trump.
    Nachdem der Mailaustausch des Christchurch Attentäters mit Sellner bekannt geworden war, distanzierte sich nur ein Teil der Vertreter der österreichischen und deutschen Parteien rechts der Mitte öffentlich von ihm. In Interviews zu der Frage zeigte er dann wieder seine harmlos liebenswürdige Art und großes Erstaunen, wie man ihn mit irgendetwas Bösem in Verbindung bringen habe können.

    Ewald Stadler, vormals enger MItarbeiter Jörg Haiders, laut Wiki letztens Jurist für die österreichische Pegida, betonte in einem interview, zu welchen katholischen Gruppen (am mächtigen) Kirchenrand er bzw. Sellner gehörten. Ich suche einen verlinkbaren Beleg dazu. Zu den zentralen Inhalten jener Priester gehört unter anderem das Thema Abtreibung….
    Wiki führt hier noch an: “Ewald Stadler stand der katholisch traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. (für die er bis zum 11. April 2008 Vorstandsmitglied der Stiftung war)[4] nahe, einer Gemeinschaft, welche die seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in der katholischen Kirche eingeführten Änderungen in Liturgie und Glaubenslehre ablehnt, und er ist Mitglied des Laienvereins des Mercedarier-Ordens.

  • Lukas

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    Sehr geehrter Herr Bothner,
    sie scheinen sich mit der Betriebsratswahl bei Continental bestens auszukennen. Von wem haben Sie die Informationen erhalten? Wie würden Sie bewerten, dass Betriebsratsmitglied Michael K. in der Wohnung von Gerald Schmitt wohnt? Hat er auf einer der von der IG Metall geförderten Listen kandidiert?

  • Michael Bothner

    |

    Guten Tag,

    laut den veröffentlichten Listen ist die von Ihnen benannte Person nicht über eine von der IG Metall geförderte Liste angetreten.
    Ob K. bei Schmitt wohnt entzieht sich meiner Kenntnis.

    Bzgl. Ihrer Frage, woher wir unsere Informationen haben, möchte ich auf den Quellenschutz vreweisen und hier um Ihr Verständnis bitten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Bothner

  • joey

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    @Gescheidhaferl
    die Zahlen habe ich natürlich gegoogelt. Sie finden sie sicherlich auch, z.B. bei einem Blättchen namens Zeit, welches auch gern mal unvorsichtig falsche Zahlen übernimmt.

  • Gscheidhaferl

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    @joey
    Sowas hatte ich schon befürchtet ;-)

  • Dirter

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    Ich muss sagen, dass gerald in einem recht hat, Continental Regensburg und der Personalabteilung hat auch mich wie den letzten Dreck behandelt! Unter Druck setzen, Mobbing, Schikane ist dort vollkommen normal. Diese Firma scheißt auf ma.

  • Simon

    |

    Herr Bogner,
    ich kann Ihre Argumentationskette nicht nachvollziehen. Zuerst einmal ist das Teilen von Inhalten keine Meinungsäußerung des Teilenden sondern des Autors des geteilten Beitrages. Am Ende ist das lediglich eine Information, welche der Leser in irgendeiner Form bewerten kann. Entsprechend ist stets zu unterscheiden, ob eine Information geteilt oder vom Autor geschrieben wurde. Ebenso halte ich das Teilen von Informationen zu lokalen Coronaprotesten für absolut unrelevant. Dies gibt es in vielen Gruppen, wie “ElternStehenAuf Regensburg”, usw. Weiterhin unterscheiden Sie nicht zwischen Eigentümer und Administrator von Telegram Gruppen. Von einer Tätikeit als Admin in einem Telegram Chat kann noch lange kein enger Kontakt abgeleitet werden. Das können z.T. weltweite Benutzer sein, welche sich nicht kennen. Ich möchte zu bedenken geben, dass es in dem Forum nicht um die Gewerkschaft Zentrum Automobil geht. Sind für Sie nun alle Mitglieder des Forums Zentrum Automobil nahestehende Stohmänner weil der Eigentümer in der Beschreibung des Chats für diese Gewerkschaft geworben haben soll oder differenzieren Sie zwischen Administratoren und Mitgliedern? Wie ich gesehen habe, gibt es mehrere Administratoren. Sind das alles Strohmänner oder warum nur der eine Admin? Sie versuchen mit unterschiedlichen scheinbaren Indizien irgendeinen Zusammenhang zwischen Zentrum Automobil und dem genannten BR Mitglied zu konstruieren und liefern dafür keine Belege. Ich finde, dass Sie mit Ihrer Argumentation viel zu weit gehen und unzulässige Ableitungen treffen. Damit können Sie einem Menschen und dessen Firma bewusst oder unbewusst schaden. Wurde der Beitrag von Ihren Informanten gezielt platziert, um z.B. bestimmte Ziele der Gewerkschaft IG Metall bzw. bestimmter Betriebsräte zu unterstützen? Im übrigen kenne ich Herrn Thomas K. persönlich. Er ist ein sehr engagiertes Betriebsratsmitglied und hilft vielen Kolleginnen und Kollegen. Weiterhin ist er Mitglied der IG Metall und arbeitet als Aktiver bei den Vertrauensleuten der IG Metall mit. Irgendeine zu beanstandende Gesinnung habe ich bei ihm zu keiner Zeit wahrgenommen. Können Sie mir bitte mitteilen, wie ich einen “Strohmann von Zentrum Automobil” identifizieren kann? Vielleicht sollten Sie Ihren Beitrag nochmal intensiv prüfen und hinterfragen und eine Richtigstellung schreiben, um möglichen Haftungsrisiken vorzubeugen.

  • Tobias

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    @Joey: Man darf die Gewerkschaftsmitgliedszahlen nicht überbewerten. Wenn viele in den Ruhestand gehen und durch Umstellungen gewisse Bereiche nicht mehr gewerkschaftlich vertreten werden können/müssen, dann geht die Zahl freilich nach unten. Ein Anstieg an Mitgliedern würde ein Anstieg an Arbeitskräften bedeuten – wo finden denn Masseneinstellungen statt?!

  • Bertold

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    @Simon

    Wenn Herr K. über seinen Account rechtsextremes Zeug teilt, dann ist das eine Positionierung. Wenn Herr K. Administrator einer Telegram-Gruppe ist, die für “Zentrum Automobile” wirbt, dann ist das eine Positionierung. Herr Bothner belegt das sehr akribisch, er schreibt auch – das unterschlagen Sie – was Herr K. selbst noch so postet (Södolf, NS-Vergleiche) und erläutert auch, warum die Mobile Beratungsstelle hinter Herrn K. einen Strohmann für Zentrum Automobile vermutet. Der Text hätte angesichts dieser Beleglage weitaus schärfer ausfallen können – und ihre Drohnung – anders kann man es nicht auffassen – mit irgendwelchen Haftungsansprüchen, zeigt nur, dass hier getroffene Hunde bellen.

  • naja

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    @Simon

    Bis zu “Dies gibt es in vielen Gruppen, wie “ElternStehenAuf Regensburg”, usw. …..” habe ich Ihren Betrag, achtsam gelesen und ernst genommen.
    Nach diesem Satz, war mir klar welchen Geistes Kind Sie sind und habe mir den Rest erspart.

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