RVB will nicht gottlos sein

bus8558 Es bleibt fraglich, wann und ob überhaupt gottlose Busse durch Regensburg rollen. Wie am Freitag von regensburg-digital berichtet, hat die Kampagne für säkulare Buswerbung nach Großbritannien, Spanien und Italien mittlerweile auch Deutschland erreicht. Schon vergangene Woche hatten die Initiatoren über ihre Internetseite www.buskampagne.de genügend Geld gesammelt, um drei Busse in Berlin, Köln und München mit der Botschaft „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“ durch die Stadt rollen zu lassen. Aufgrund des Erfolgs – am Mittwoch waren knapp 26.000 Euro an Spenden eingegangen – soll die Kampagne nun auch auf andere Städte ausgeweitet werden. In Regensburg hat der Bund für Geistesfreiheit bereits Interesse bekundet. Doch München, Berlin, Köln und Regensburg sind eben nicht Madrid oder London. In den deutschen Städten stößt die Aktion nämlich auf ungeahnte Widerstände. Entgegen erster Zusagen stellen sich die Verkehrsbetriebe mittlerweile quer. In Köln überlegt man noch. Von Berlin und München erhielten die Organisatoren bereits eine Absage. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben wurde sogar eigens ein Beschluss gefasst, künftig keine weltanschauliche Werbung mehr zuzulassen. Auf einen solchen Beschluss berufen sich auch die Regensburger Verkehrsbetriebe. RVB-Hauptgeschäftsführer Bernd-Reinhard Hetzenecker gegenüber dem Lokalsender TVA: „Wir haben schon vor Jahren einen Grundsatzbeschluss gefasst, das wir keine weltanschauliche und keine politische Werbung auf unseren Bussen machen werden.“ Doch so ohne weiteres will sich der bfg nicht geschlagen geben. Man werde prüfen, inwiefern diese Richtlinien demokratisch legitimiert sind, so der bfg-Vorsitzende Erwin Schmid zu TVA. „Und ob es Möglichkeiten gibt, gerichtlich gegen diese Richtlinien vorzugehen.“ Die Initiatoren der bundesweiten Buskampagne lassen sich von ersten Absagen ebenfalls nicht entmutigen. Man befindet sich bereits mit anderen Städten in Kontakt. Sollten alle Stricke reißen, werde man auf andere Werbemedien ausweichen, so Kampagnensprecher Philipp Möller. Foto: Günther Staudinger

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Kommentare (22)

  • Neuregensburger

    |

    da überlege ich ernsthaft meine 4 Firmenwagen der Aktion kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die zur Schau getragene Scheinheiligkeit übertrifft sogar das CSU Trauerspiel…

  • Joachim Datko

    |

    Wenn ich mich richtig erinnere, hatte der RVV in seinen Bussen sogar wochenlang Plakate des katholischen Papstes hängen, die aufdringlich gegenüber der Eingangstür angebracht waren.

  • Mündige Bürgerin

    |

    Muß eigentlich hier jeder Möchtegern sich ver-
    bal auskotzen dürfen?

  • Neuregensburger

    |

    @ Mündige Bürgerin

    Willkommen im Club!!

    „Der Zauberlehrling.

    Hat der alte Hexenmeister
    Sich doch einmal wegbegeben!
    Und nun sollen seine Geister
    Auch nach meinem Willen leben.
    Seine Wort’ und Werke
    Merkt’ ich, und den Brauch,
    Und mit Geistesstärke
    Thu’ ich Wunder auch.

    Walle! walle
    Manche Strecke,
    Daß, zum Zwecke,
    Wasser fließe,
    Und mit reichem vollem Schwalle
    Zu dem Bade sich ergieße.

    Und nun komm, du alter Besen!
    Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
    Bist schon lange Knecht gewesen;
    Nun erfülle meinen Willen!
    Auf zwey Beinen stehe,
    Oben sey ein Kopf,
    Eile nun und gehe
    Mit dem Wassertopf!

    Walle! walle
    Manche Strecke,
    Daß, zum Zwecke,
    Wasser fließe,
    Und mit reichem vollem Schwalle
    Zu dem Bade sich ergieße.

    Seht, er läuft zum Ufer nieder;
    Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
    Und mit Blitzesschnelle wieder
    Ist er hier mit raschem Gusse.
    Schon zum zweytenmale!
    Wie das Becken schwillt!
    Wie sich jede Schale
    Voll mit Wasser füllt!

    Stehe! stehe!
    Denn wir haben
    Deiner Gaben
    Vollgemessen! –
    Ach, ich merk’ es! Wehe! wehe!
    Hab’ ich doch das Wort vergessen!

    Ach das Wort, worauf am Ende
    Er das wird, was er gewesen.
    Ach, er läuft und bringt behende!
    Wärst du doch der alte Besen!
    Immer neue Güsse
    Bringt er schnell herein,
    Ach! und hundert Flüsse
    Stürzen auf mich ein.

    Nein, nicht länger
    Kann ich’s lassen;
    Will ihn fassen.
    Das ist Tücke!
    Ach! nun wird mir immer bänger!
    Welche Miene! welche Blicke!

    O, du Ausgeburt der Hölle!
    Soll das ganze Haus ersaufen?
    Seh’ ich über jede Schwelle
    Doch schon Wasserströme laufen.
    Ein verruchter Besen,
    Der nicht hören will!
    Stock, der du gewesen,
    Steh doch wieder still!

    Willst’s am Ende
    Gar nicht lassen?
    Will dich fassen,
    Will dich halten,
    Und das alte Holz behende
    Mit dem scharfen Beile spalten.

    Seht, da kommt er schleppend wieder!
    Wie ich mich nur auf dich werfe,
    Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
    Krachend trifft die glatte Schärfe.
    Wahrlich! brav getroffen!
    Seht, er ist entzwey!
    Und nun kann ich hoffen,
    Und ich athme frei!

    Wehe! wehe!
    Beide Theile
    Stehn in Eile
    Schon als Knechte
    Völlig fertig in die Höhe!
    Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

    Und sie laufen! Naß und nässer
    Wird’s im Saal und auf den Stufen.
    Welch entsetzliches Gewässer!
    Herr und Meister! hör’ mich rufen! –
    Ach da kommt der Meister!
    Herr, die Noth ist groß!
    Die ich rief, die Geister,
    Werd’ ich nun nicht los.

    „In die Ecke,
    Besen! Besen!
    Seyd’s gewesen.
    Denn als Geister
    Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
    Erst hervor der alte Meister.“

  • leolui

    |

    @Datko

    Hirn einschalten „katholischer Papst“????

  • Neuregensburger

    |

    @ leolui

    Papst steht für:

    * den Bischof von Rom und Papst der Römisch-Katholischen Kirche
    * den Papst und Patriarchen von Alexandrien der Koptischen Kirche
    * den Papst und Patriarchen von Alexandrien des Griechisch-Orthodoxen Patriarchats von Alexandria und Ganz Afrika
    * das Oberhaupt der Palmarianisch-Katholischen Kirche
    * den (vakanten) Posten des Oberhauptes des Cao Đài

    http://de.wikipedia.org/wiki/Papst_(Begriffsklärung)

  • Joachim Datko

    |

    Zu „@Datko Hirn einschalten
    “katholischer Papst”????
    Von leolui am 19. Mrz 2009, 15:14 Uhr “
    ===
    Es würde mich freuen, wenn sich diese Präzisierung durchsetzt. Mit dem Ausdruck „katholischer Papst“ schafft man Abstand und bekämpft den Versuch der katholischen Kirche, die Gesellschaft zu dominieren.

  • Baumann

    |

    oh Datko

    was soll der Quatsch. Der Begriff Papst wird auf der ganzen Welt nur für einen einzige Funktionsträger verwendet. Deshalb ist eine konkretisierung nicht mgölcih, weil die Konkretisierung „katholischer Papst“ bedeuten würde es müßte noch andere Päpste geben.

    Aber dafür diese sprachlichen Dinke richtig einzuordnen muss man mehr draufhaben als die globale Ablehneritis, die sie hier zur Schau stellen.

    Ich stelle bei der ganzen Debatte um diese Werbeaktion fest, dass die hier federführenden Atheisten in ihrem Missionseifer der katholischen Kirche in nichts nachstehen, denn was anders sollte die Werbeaktion sein als der Versuch zum Atheismuss zu Missionieren.
    Quasi eine „Missionierung kontra Gott“. Damit passt´s ja auch wieder für unseren heiss geliebeten Freund Datko, wieder was wogegen er sich ausk….. und wovor er warnen kann.

    Ich alte es mehr mit Friedrich dem Großen – bei mir kann jeder nach seiner Fason selig werden, solange er die anderen mit seiner Weltanschauung in Ruhe läßt und nicht den VErsuch unternimmt seine Weltanschauung als die bessere, richtigere, wahrscheinlichere oder allein seeligmachende Anschauung zu verkaufen.

    Wenn jemand als diese Werbung will, dann darf er sich auch nicht mehr über Kreuze in der Öffentlichkeit echaufieren.

  • Joachim Datko

    |

    Zu „Baumann am 20. Mrz 2009, 07:40
    weil die Konkretisierung “katholischer Papst” bedeuten würde es müßte noch andere Päpste geben.“
    ===
    So kann man die Katholiken direkt für ihren Papst verantwortlich machen. Es ist doch kein Beinbruch, wenn man das meiner Meinung nach „theatralische Gehabe“ ihres Papstes den Katholiken zuordnet.
    siehe:
    http://www.avgothia.de/gfx/kv-papst.jpg
    http://theolounge.files.wordpress.com/2008/03/papst-howie_berlin-flickr-nicht-verandern.jpg
    ====
    Zitat : Baumann am 20. Mrz 2009, 07:40
    „Ich alte es mehr mit Friedrich dem Großen – bei mir kann jeder nach seiner Fason selig werden, solange er die anderen mit seiner Weltanschauung in Ruhe läßt und nicht den VErsuch unternimmt seine Weltanschauung als die bessere, richtigere, wahrscheinlichere oder allein seeligmachende Anschauung zu verkaufen.“
    ==
    Man wirft ja dem katholischen Papst vor, dass er alle „katholisch“ machen will.
    siehe:
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/70/371882/text/
    „Benedikt in Brasilien
    „Zeigt wahrhaft missionarischen Eifer““

  • Baumann

    |

    Jetzt hebt Datko endgültig ab und führt die Sippenhaftung ein, wenn er mit seiner bezeichnung „katholischer Papst“ alle katholiken für „ihren Papst“ verantwortlich macht.

    Mit der Logik lieber Datzo wird ihrer Haltung in verschiedenen anderen Bereichen verständlich. Denn durch diese wirre VErantwortungskette wird natürlich jedes Mitglied irgendeiner Organisation für die Handlung aller in dieser Organisation verantwortlich – völlig gaga.

    Ihr Großvater und mein Großvater waren also direkt also verantwortlich für die Handlungen der Nazis. Oder jeder DDR Bürger war verantwortlich für den Schießbefehl an der Mauer usw. usw. DAS- und nichts anderes ist es, was bei Ihrem Kirchenhass letztlich im Umkehrschluß rauskommt, wenn man Ihre Gedankengänge auf verschiedene Lebensbereiche umlegt.

    Ich glaube an Gott und nicht an jede einzelne Handlung des Papstes, dennoch bin ich Christ und Katholik.

  • Joachim Datko

    |

    Zu „Ich glaube an Gott und nicht an jede einzelne Handlung des Papstes, dennoch bin ich Christ und Katholik.
    Von Baumann am 20. Mrz 2009, 09:59 Uhr “
    ===
    Hätte die katholische Kirche nicht so viele Mitglieder, wäre sie nicht so mächtig. Jedes Mitglied ist mit verantwortlich, wenn der katholische Papst sich im Namen „seiner“ Kirche äußert.

    Ebenso sind die Katholiken für das meiner Meinung nach anmassende Verhalten ihres „Chefs“ verantwortlich, ohne sie würde man meiner Ansicht nach das Verhalten für sehr eigenartig einstufen.
    siehe z.B.:
    http://images.bistum-augsburg.de/18/1769/1/11418973918940305.jpg

  • Jochen Totka

    |

    Ich kann vor der Katholischen Kirche nur warnen!
    Und vor der CSU. Und dem Kaminkehrer.

  • Uwe Fritz

    |

    Ein gewisser Herr Ratisbonicus schrieb: „Oder wie der Bayer so schön sagt: Am besten net amal ignoriern!“
    Ich warne
    vor der CSU
    vor der SPD
    vor der FDP
    vor den Grünen
    vor der ÖDP
    vor den FW
    vor der NPD
    vor den Blauen
    vor allen Katholiken
    vor den Bussen
    vor allen Andersgläubiger
    vor allen Menschen
    vor allen Tieren
    vor der Flora
    und vor den Kaminkehrern
    sowie vor deren Familien

    Nur nicht vor JD
    JD vor Präsident

  • Mündiger Bürger

    |

    Ich warne vor Joachim Datko. Dieser ist maßgeblich schuld an den Monopolstellungen der Kaminkehrer und Gasversorger.

    Jeder Kunde der Kaminkehrer und Gasversorger ist mitverantwortlich, wenn die kaminkeherischen Kaminkehrer und die gasversorgerischen Gasversorger ihre Monopolstellung weiter ausbauen.

    Ebenso sind die Kunden der Kaminkehrer und Gasversorger für das meiner Meinung nach anmassende Verhalten der “Chefs” dieser Unternehmen verantwortlich, ohne sie würde man meiner Ansicht nach eine Monopolbildung für sehr eigenartig einstufen.

    So kann man die Kunden der Kaminkehrer und Gasversorger direkt für ihre Unternehmen verantwortlich machen. Es ist doch kein Beinbruch, wenn man das meiner Meinung nach “monopolistische Gehabe” ihre Unternehmen den Kunden zuordnet.

    Man wirft ja den monopolistischen Kaminkehrern und Gasversorgern vor, dass sie alle “Monopole” bilden wollen.
    siehe:
    http://www.monopole.de

  • Südpol

    |

    Herr Datko
    Bitte retten Sie den Nordpol, sonst haben wir da auch ein Monopol.

  • maddin

    |

    jetzt lasst doch mal den Datko in ruhe…

  • Bernd Henneberg

    |

    #

    jetzt lasst doch mal den Datko in ruhe…

    Von maddin am 20. Mrz 2009, 14:49 Uhr
    *RIP*

  • Neuregensburger

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    na dann geilt Euch weiter an JD auf, Ihr Helden …

  • Andreas

    |

    Wenn der RVV sich wirklich konsequent daran hält, überhaupt keine politische oder weltanschauliche Werbung zuzulassen, kann ich diese Entscheidung durchaus nachvollziehen.

    Es gibt einfach Dinge, über die man nicht streiten sollte; das sagt ja schon ein bekanntes Sprichtwort. Es ist durchaus sinnvoll, Quellen sinnlosen Streits von öffentlichen Werbeflächen zu verbannen.

    Denn poliitisch oder weltanschaulich provokative Thesen sind nur dann hilfreich, wenn sie in eine fruchtbare Diskussionskultur eingebracht werden. Wie weit wir davon entfernt sind – insbesondere wenn die Möglichkeit eröffnet wird, sich anonym zu äußern – kann ja in diesem Forum sehr schön beobachten.

  • Joachim Datko

    |

    Zu „Andreas am 21. Mrz 2009, 08:41“
    ===
    Wichtig wäre mir dabei, dass christliche Symbole, wie das „Kreuz“ und Symbolfiguren, wie der katholische Papst als Werbung eingestuft werden.
    Z.B.:
    https://www.st-ulrich-ush.de/papstbesu.jpg
    Wenn ich mich richtig erinnere, war etwas Ähnliches in den RVV Bussen aufdringlich gegenüber der Eingangstür plakatiert.

    Als Kompensation dafür könnte man einen harmlosen Satz, wie
    „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott“
    auf einigen Bussen zulassen.

  • Südpol

    |

    is ja schon gut, verstanden.
    Um das Thema JD (für meinen Teil) abzuschliessen. Was mir auf den Senkel geht ist ja nicht JD, sondern diese Kaminkehrer-Schote. Das Thema Monopole liesse sich besser verwerten, würde es auf Regensburg und seine alles erstickende Koalition angewendet. Wirklich wirksame demokratische Prozesse bezüglich Regensburgs stadtkultureller Zukunft anzumahnen ist ein wichtiges und lohnendes Ziel.
    Dass hier im Forum viel Zynismus, Sarkasmus,Häme, Spott und Verachtung abgeladen wird, hat m.E. viel mit der aus einer ziemlichen Ohnmacht resultierenden „Verzweiflung“ gegenüber einer ignoranten Stadtregierung zu tun.
    Insofern tuts mir leid, wenn ich Ihnen Herr Datko zunahe getreten sein sollte, also Entschuldigung und nix für unguat.

  • Joachim Datko

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    Zu „Südpol am 21. Mrz 2009, 09:43 … Insofern tuts mir leid, wenn ich Ihnen Herr Datko zunahe getreten sein sollte, also Entschuldigung und nix für unguat.“
    ===
    Ich bin da nicht empfindlich und freue mich über die rege Diskussion. Schön wäre es, wenn wir uns regelmässig im Lederer zu einem regionalpolitischen „Stammtisch“ treffen könnten.

    Das waren noch Zeiten, als es die öffentlichen Redaktionssitzungen des „Leserbriefs“ im Lederer gab. Vielleicht kann man die damalige Atmosphäre durch einen regionalpolitischen „Stammtisch“ wieder aufleben lassen.

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