Ein Pass, eine Debatte und die Farbe von Wollis Unterhose

Es ist ein Dilemma: Da hat man einen guten Vorschlag und dann gibt es dennoch Leute, die anderer Meinung sind. Und es sind Leute, die diese Meinung auch noch äußern. Da bleibt nur eine Möglichkeit: Brüllen, beschimpfen und schließlich beleidigt spielen. Bei der Sitzung des Regensburger Sozialausschusses am Mittwoch verlor Bürgermeister Joachim Wolbergs binnen kürzester Zeit die Nerven. Er wurde laut, warf Stadtrat Benedikt Suttner an den Kopf, er würde „nicht mehr richtig ticken“ und sagte schließlich, „als Konsequenz aus dieser Debatte“, die Teilnahme bei einer Podiumsdiskussion der Sozialen Initiativen ab. Es war das Sozialticket bzw. der Sozialpass, was den Bürgermeister so auf die Palme brachte. Das Sozialticket: Ein Thema, das Wolbergs selbst einmal für wichtig gehalten hat, ein Thema, bei dem er seine Meinung aber schließlich geändert hat und ein Thema, bei dem seit diesem Meinungsumschwung auch schon SPD-Genossen den Zorn, sprich: das Gebrüll und Beschimpfungen des Bürgermeisters zu spüren bekamen. Eine Sozialticket sei „nicht dringlich“, so die Sprachregelung. Tenor: Im sozialen Bereich gebe es wichtigere Probleme. Außerdem sei es zu teuer. Punkt! Einen ersten Antrag für ein Sozialticket hatten SPD und CSU nach monatelangem Verschleppen und Verzögern bereits im vergangenen Jahr abgelehnt. Eine weitere Debatte darüber hält Wolbergs, das ist ein offenes Geheimnis, für unnötig, populistisch-politisch motiviert oder persönlich gegen sich gerichtet und reagiert entsprechend empfindlich. Doch die Sozialen Initiativen (SI), unterstützt von Grünen, Linken und ödp, lassen sich von der Idee nicht so ohne weiteres abbringen. Dem Sozialausschuss haben die SI eine Eingabe für einen „Sozialpass“ vorgelegt (hier komplett abrufbar). Neben einem vergünstigten Busticket für Bedürftige und Flüchtlinge soll dieser auch 50prozentige Ermäßigungen bei städtischen Kultur- und Bildungsangeboten beinhalten. Unterstützt wird diese Eingabe unter anderem vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Daneben wurden rund 1.000 Unterschriften gesammelt, auch von Regensburger Promis und Geschäftsleuten. Auch letztere bekamen am Mittwoch ihr Fett weg. Dabei hatte alles so harmonisch begonnen. Bürgermeister Wolbergs gab sich generös und ruhig. Er habe für den Stadtpass „einigermaßen Verständnis“. Da gebe es viele Dinge, die er „gut“, andere, die er „nicht so gut“ finde. Doch anstatt bereits am Mittwoch darüber zu debattieren und abzustimmen, solle man den Antrag besser vertagen. Das sei doch ein „Vorschlag, mit dem alle ganz gut leben“ könnten. Grund: Am 29. Juni wird, nach drei Jahren, der langersehnte Sozialbericht für Regensburg öffentlich vorgestellt. Ursprünglich hätte der Bericht, der auf 100 Seiten einen Überblick über die Armut in Regensburg geben soll, den Stadträten bereits in dieser Sitzung vorgelegt werden sollen, doch es hatte erneut Verzögerungen gegeben. Daten hätten gefehlt, so Wolbergs. Nun wird es also der 29. Juni sein. In dieser Sondersitzung mehrerer Stadtratsausschüsse soll die Verwaltung damit beauftragt werden, anhand des Berichts einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten, der wiederum am Jahresende vorgestellt werden soll. In die Diskussion, an der auch Externe wie die Sozialen Initiativen beteiligt werden sollen, werde der Wunsch nach einem Sozialpass einfließen, so Wolbergs. Diesen Vorschlag fanden SPD und CSU naturgemäß gut. Auch Kerstin Radler (Freie Wähler), Gabriele Opitz (FDP), Hans Renter( CSU II) und mit etwas Bauchschmerzen sogar Margit Kunc (Grüne) konnten mit einer Vertagung leben. „Es geht ja zunächst nur um ein paar Wochen“, so Kunc. Anders Richard Spieß (Linke). Er beharrte auf einer Abstimmung. Spieß bezeichnete es als „wenig glaubwürdig“, den Antrag zu vertagen. Es gehe um eine „rein politische Frage: Wollen wir uns das leisten oder nicht.“ Das könne bereits jetzt entschieden werden. Es sei klar, dass ein Sozialpass Geld koste, aber auch andere Dinge, „wie zum Beispiel ein Fußballstadion“ kosteten Geld. Statt souverän darauf zu antworten, flippte Wolbergs aus. Spieß behaupte, wer gegen diesen Antrag sei, der sei gegen die Armen in dieser Stadt. Das sei eine „Unverschämtheit“. Das sei „völlig absurd“. Er, Wolbergs, habe hier einen vernünftigen Vorschlag gemacht, aber wenn es so los gehe, wenn Spieß das so haben wolle, dann könne er diesen Antrag auch auseinandernehmen und zerpflücken, so Wolbergs. Einige Wortmeldungen später – Spieß blieb ungerührt bei seiner Haltung und erhielt Unterstützung von Benedikt Suttner (ödp) – war Wolbergs bereits auf 180. Die prominenten Unterstützer des Antrags, namentlich nannte der Bürgermeister einen Buchhändler, einen Galeristen und einen Hotelinhaber sollten sich mal fragen, ob man bei ihnen mit einem Stadtpass auch alles 50 Prozent billiger bekomme. Sozialpolitik sei nicht so einfach, wie sich das einige vorstellen und überhaupt sei jeder schnell bei der Hand, wenn es darum gehe öffentlich Gelder auszugeben, ohne sich zu fragen, ob das überhaupt sinnvoll sei oder was das alles koste. Als schließlich Suttner fragte, weshalb Wolbergs nicht die Sozialen Initiativen bereits im Vorfeld informiert habe, dass er den Antrag vertagen wolle und seit wann er wisse, dass es beim Sozialbericht zu neuerlichen Verzögerungen kommen werde, fasste Wolbergs dies als ungehörige Unterstellung auf und erwiderte – in ungebrochener Lautstärke: „Das weiß ich seit dem 11. Mai. Ich kann Ihnen auch noch die Farbe meiner Unterhose sagen. Sie ticken doch nicht ganz richtig.“ Am Ende wurde der Antrag gegen die Stimmen von Suttner und Spieß vertagt. Nachdem der Sozialbericht vorliegt, wird er in die Erarbeitung des Maßnahmenkatalogs einfließen. Externe, wie die Sozialen Initiativen, sollen dabei eingebunden werden. Das ist ein Beschluss, mit dem die Sozialen Initiativen übrigens ganz gut leben können. Karin Prätori, die mit drei anderen SI-Vertretern die etwa einstündige Debatte auf der Zuschauertribüne verfolgt hatte, zeigte sich nach der Sitzung zwar etwas enttäuscht, „weil sich das Thema jetzt schon drei Jahre hinzieht“. Allerdings sei die Entscheidung in Ordnung, „wenn die Externen wie versprochen stark eingebunden werden“. Dass Wolbergs seine eigentlich feste Zusage für eine Podiumsdiskussion mit den Sozialen Initiativen im Verlauf der Sitzung wieder rückgängig gemacht habe, bezeichnet Prätori als „völlig unverständlich“. „Ich war zum ersten Mal bei so einer Sitzung und hätte nicht gedacht, dass das so eskalierend und polemisch abläuft.“ P.S.: Ob Regensburg nun ein Sozialticket braucht oder nicht, wurde indessen noch nie ernsthaft im Stadtrat debattiert: Bislang ging es lediglich um Kostenfragen. Argumente wurde nicht ausgetauscht.

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Kommentare (33)

  • Indianer

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    Ach wie gut, dass niemand weiß. dass mein Stielchen Rumpel heißt.
    Grundgütiger Gott, was ist das denn? Wolbergs hat sich wieder mal als OB-Kandidat geradezu angedient. Männer ohne Nerven. Wir werden uns noch in die Zeiten eines Hans Schaidinger zurücksehnen!

  • grace

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    Ich finde, wenn man einen Beruf oder eine Funktion nicht ausführen kann -aus welchen Gründen auch immer-,
    dann sollte man die Konsequenzen ziehen, aufhören und was anderes machen.
    Vielleicht eine ordentliche Berufsausbildung, dort waere mit so einem Verhalten schnell Schluss.

    OB wäre die am wenigsten geeignete Lösung und würde schnelles Scheitern nach sich ziehen.

  • peter petry

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    Ganz ehrlich Herrn OB und seinen Sozial Bürgermeister in einen Sack und ……. ,man erwischt keinen verkehrten.

  • Radlertölpel

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    Nach einem Sommer voller Bauarbeiten legte der Fvfu-uüiUF.e.V. im Herbst 2009, ein paar Rechtfertigungs Kunst Aktionen auf… bevor 2010 „die Qualität in den Keller und alles in die Beliebigkeit abdriftete“ (wozu haben wir verbeamtete Kunst-Experten?)…und 2011der Kunst am zum Glück nie gebauten Europabrunnen endlich entgültig die Luft ausgelassen wurde. (Wachtot)
    Darunter war auch eine 300 meter lang gebrochen über das Pflaster der Maxstraße laufend, mit Schlemmkreide aufgepinselte, Pixelschrift mit Artikel 29 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte „Recht auf Kulturelle Teilhabe“…kurz: „RakT“, wie die gleichnahmige Ausstellung in Fürth…
    http://europabrunnendeckel.de/?p=525#schlemmkreide

  • schwarzmeertanker

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    Sozial reden, unsozial handeln, asozial benehmen.
    Und so jemand will zum OB gewählt werden…

  • Veits M.

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    Goldene, güldene Zeiten kommen auf „Regensburg“ zu:
    Schon jetzt macht Wolbergs den Schaidinger.
    Schaidinger geht spätestens 2014 zurück in „die Wirtschaft“.
    Dann wird er, so seine heutige Planung, das Amt „Steuerung und Koordination“ mit rechten Erfüllungsgehilfen besetzt haben.
    Wolbergs macht den neuen OB quasi als Platzhalter für Schaidinger.
    Bonsai-Berlusconi dirigiert im Hintergrund und Schaidinger von außen.
    Eine seit dann 18 Jahren „eingeschworene“ Verwaltung spurt weiter im eingeschlagenen Sinne.
    Willkommen im Freistaat Bayern!

    Zu fragen ist:
    Wie lange wollen sich die Stadträte den ihnen von Schaidinger/Wolbergs aufgedrängten Umgang, Unflätigkeiten etc. noch gefallen lassen? Es ist eine Schande!
    Wie tief kann die Demokratie in dieser Stadt noch sinken?
    Was sind die Gründe, warum es den angesprochenen Armutsbericht (doch wohl materielle Grundlage zur Beurteilung der Sinnhaftigkeit und Gebotenheit eines Sozialtickets etc) nicht geben wird, vielleicht: nicht darf? Was ist von wem bis wann zu tun, damit dieser Armutsbericht unverzüglich erstellt wird?

  • Lothgaßler

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    Ich habe meine Unterschrift auch für den Sozialpass/ das Sozialticket hergegeben.
    Ich will jetzt beschimpft werden!

    Ob und in welcher Höhe durch dieses Sozialticket hartes Geld abfließt, das lässt sich nur ungefähr ermitteln. Allzuviel wird es nicht sein, wenn man fair rechnet. Viel Neid kommt bei mir nicht auf, weil Bedürftige etwas billiger bekommen als ich.

    Die Gereiztheit von Hr. Wolbergs ist ja nicht neu.
    Auch früher schon hat er gezeigt, dass andere Meinungen bei ihm zu allergischen Reaktionen führen. Ich erinnere mich da an eine Veranstaltung zur Stadthalle. Oh mei, war er da daneben!
    Das war im Wirtshaus, und wer weiß, was er damals getankt hatte. Im Rathaus, bei der Arbeit, sollte der Wolli aber nüchtern sein. Verbale Entgleisungen gegenüber Stadträten bei der Ausübung ihrer Tätigkeit sind kein Kavaliersdelikt.

    Wolli muss natürlich an allen Ecken sparen, denn der hoch bedürftige SSV Jahn Regensburg braucht ein Stadion. Für den setzt er sich mächtig ein. Dort widerspricht man ihm auch nicht.

    Es wäre für die SPD an der Zeit ihrem Wolli zu sagen, dass er nur ein Stellvertreter der SPD ist und froh sein kann, dass er über die Partei seine Karriere machen darf. Aber leider scheint der Nobi die SPD so versaut zu haben, dass sich keiner mehr was sagen traut. Arme alte SPD.

  • Nordmann

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    Treffer, versenkt.
    Das Nervenkostüm ist so dünn wie das Haupthaar.

  • Student

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    Also Leute ich glaube ihr habt da irgendwie keine Ahnung……. Ich finde so etwas wie ein Sozialpass ist total unnötig ja sogar sehr unsozial…….. denkt doch mal nach.. für Leute die wirklich Bedürftig sind gibt es schon genügend Vergünstigungen das weiß ich weil ich als Student zu der Gruppe der Armen und sozial schwachen gehöre…. aber ich habe keine Lust das jemand der den ganzen Tag in seiner von Steuergelder bezahlten Wohnung rumliegt sich ein Scheiß um unsere Gesellschaft kümmert sein staatlich finanziertes Taschengeld für irgend ein Unsinn ausgibt noch mehr Vergünstigungen bekommt !!!!!!!!!!! Dafür gehe ich neben dem Studium nicht arbeiten und zahle meine Steuern !!! Warum sollen Leute die sich so asozial gegenüber der Gesellschaft verhalten noch mehr Geld geschenkt bekommen ????? ÄH ???? Wenn jemand ins Kino gehen Schwimmen usw…. will soll er gefälligst Arbeiten gehen !!!!!! Oder wenn er keinen Arbeitsplatz bekommt sich so weiterbilden das er einen bekommt !!!! Ve…….te S……e !!!!! WIR LEBEM IM KAPITALISMUS UND DAS IST AUCH GUT SO WER SICH ETWAS LEISTEN WILL MUSS ERST WAS LEISTEN !!!!!! Von nichts kommt nichts….. Ich bin kein Freund des OBs auch kein gelber oder schwarzer eher der Arbeiter der sich hochgearbeitet hat und kein (blöder) BWLer…….. wenn ich Geld will muss ich dafür was tun…..und in Deutschland muss keiner verhungern, frieren oder betteln die Leute die das tun haben sich aus freien stücken selbst dafür entschieden !!!!

  • günther

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    oh, ein gastbeitrag von stammtisch-digital.de. wenn ich könnte, würde ich ihnen, lieber student, zur beruhigung einen baldriantee ausgeben – und das ganz umsonst! mit diesem völlig stumpfen krawallkommentar haben sie ihn sich redlich erarbeitet.

  • Indianer

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    da hasste recht kommas kann man auch sparen und leserlichkeit ist eh nur was für total bescheuerte und wozu das ganz denn überhaupt … wolli hat recht kapitalismus iss so was von guuud ich weiß gar nich was ihr alle habt kellnern kann man in regensburg ja überall und kohle gibts auch an jeder ecke also was soll das ganze geeiere … wenn ich n ganzn tag durch stadt laufe find ich sicher n paar cent die irgendwo aufm pflaster liegen und wolli is sowas von guuud versteh nich was das soll geld is eh bloß papier oder so n stück metall macht mich echt n stück weit betroffn … solln doch arbeitn die leute und umsonst ins kino oder theater mein gott wie bourgoise iss das denn…

  • Dolittle

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    Hier antwortet das gesunde Volksempfinden. Lieber Herr Student, machen Sie sich mal kundig: Die Aufklärung hat vor über 200 begonnen. Cogito ergo sum!

  • Dolittle

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    Der Kommentar wurde von der Redaktion gelöscht.

  • victor lustig

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    woldinger & schaibergs

    ein ei gleicht dem anderen…

  • Dolittle

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    Gelöscht? Oh, war ich zu persönlich gegen Herrn Wollbergs geworden? Entschuldigung.

    Der Bericht bestätigt halt bei mir alte Vorurteile. Ich sehe im Sozialbürgermeister einen Apologeten der Macht und der inhaltslosen Leere – und in der Politik zu viele dieser Gewächse, die einen Sack heißer bis lauwarmer Luft darstellen…

    Wie Aigner treffend berichtet: Kein inhaltliches Argument gegen eine Sozialpass, aber viel Aufregung…

  • Knurrhahn

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    Na endlich wird’s mal öffentlich. Hoffentlich kriegen jetzt insbesondere mal die SPD-Mitglieder mit, dass es nicht unbedingt gut ist, einen ungelernten Berufslosen für so ein anspruchsvolles Amt vorzuschlagen. Kneipenchef allein reicht für sowas nicht aus. Da braucht man schon andere Qualitäten. Es gibt doch bestimmt genügend kompetente Leute in dieser Partei. Nicht immer die Vordrängler und Postenjäger ranlassen.

  • Student

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    @ Dolittle also noch mal zum mitschreiben es spricht sehr viel gegen den Sozialpass wie vom mir ausführlich beschrieben nämlich die Soziale ungerechtigkeit………… verstehst du ? Es ist nicht gut Leuten die wenig bis nichts leisten alles in den A…… zuschieben sonst brächte keiner mehr arbeiten gehen und wir wären im Paradies es muss ein Anreiz bestehen Leistung zu bringen (auch wenn viele Manager Politiker usw…. nichts leisten und trotzdem viel Geld bekommen das ist die andere Seite der Ungerechtigkeit (BWLer halt) ) zum einem der Persönliche Anreiz Wissen zu erlangen und sich Fortzubilden daraus hat man natürlich auch die Chance mehr Geld zu verdienen und leistet mehr zum Wohl aller bei…….. Ein Dozent wünscht uns immer ein Einkommen von 1.000.000 Euro damit wir ihm seine Rente/ Pension schön zahlen …….klar soweit ???? Gut …..Kommst du dir da nicht vera……t vor wenn du Arbeiten gehst jeden Tag 8 stunden damit du dir Kino Schwimmbad usw… leisten kannst und jemand der den ganzen Tag nichts macht kommt fast umsonst rein?????

  • peter petry

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    @Student Ihre Kommentare -soll ich lachen oder weinen? Ich glaube mit Ihren zitierten “ BWLern“ haben Sie ein Problem -falls Sie studieren wechseln Sie Ihr Studienfach.

    Es ist und bleibt eine Unverschämtheit sich so zu benehmen,wie es ein „Herr“ Wolberg tut.Der ist anscheinend
    Größenwahnsinnig ,aber er hat ja “ große Vorbilder“

  • Student

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    @ P.P ich habe nie behauptet das Wolberg toll ist oder so ich finde es auch nicht i O wie er sich benimmt aber darum geht es auch nicht es geht um das Prinzip der Nächstenliebe und es ist keinem geholfen wenn ich ihn mit Vergünstigungen bzw. Geld usw…. helfe es ist besser diesen Menschen zu zeigen wie sie sich aus der schlechten sozialen Position befreien können ……nach dem Motto zeig den Leuten wie sie ihr Land selbst bewirtschaften können Getreide mahlen Brunnen bauen usw… um Brot selber backen zu können als ihnen nur Brot zugeben………

    Ja ich habe ein Problem mit BWLern weil ich ein Maschinenbaustudent bin und die Wirtschaftstypen sind die Bösen (siehe Finanzkrise) während die Ingenieure die Guten sind (meistens) ;-) (außerdem könnten ohne uns die ganzen überbezahlten Wirtschaftsheinis keine dicken Autos fahren und ein Ingenieur sieht in so einem Auto technische Herausforderungen u. die Faszination und Spaß an der Technik und der Berechnung usw…. und kein Statussymbol sondern sein Kind…..:-)

  • günther

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    und wenn jemand, der wenig oder nichts hat, umsonst ins museum gehen oder mit dem bus fahren darf, hat das automatisch zur konsequenz, dass der- oder diejenige sich es weiter, so polemisieren sie, bequem macht in arbeitslosigkeit und sozialhilfe?
    sollte man nicht eher versuchen, diese menschen zurück in die gesellschaft zu holen – und die teilnahme an der gesellschaft ist ja, denke ich, ein hauptmotiv des sozialtickets – anstatt sie auszugrenzen? sie reden von nächstenliebe, das prinzip der solidarität ist ihnen aber offenbar unbekannt. sie machen es sich wirklich sehr, sehr einfach.

    übrigens – dessen sind sie sich ironischerweise auch nicht bewußt – stehen sie mit ihrer bisherigen argumentation (sinngemäß: wer sich, aus welchen gründen auch immer, nicht alleine durchbeißen kann, soll als natürlich folge des „kapitalismus“ vor die hunde gehen) den von ihnen so arg gescholtenen klischee-bwlern ziemlich nahe.

  • Dolittle

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    Gaaanz langsam, zum mitdenken:

    Lieber Herr Maschinenbaustudent, ein bisschen Soziologie, Wirtschaft und Politik täte mal gut. Oder ein Blick in die Zeitung. Nicht nur immer daddeln. Und etwas mehr Lebenserfahrung. Dann müssten Sie nicht unreflektiert ins gleiche ekelhafte Sozialneidhorn tuten, in dem sich die Rechtspopulisten mit ihrem Hass auf Ausländer und „Arbeitsscheue“ sonst suhlen. Also: Waren Sie schon mal arbeitslos? Haben Sie schon mal von Hartz IV gelebt? Haben Sie in Ihrem Leben schon mal erlebt, was es heißt, nicht gebraucht zu werden, abgeschrieben zu sein, keine Perspektive zu haben? Haben Sie das? Wenn nicht: Ich wünschen es Ihnen auch nicht!

    Auch mit einem Sozialpass möchte ich nie im Leben ALG-II-Bezieher sein. Es ist schrecklich. Die Menschen werden krank davon. So krank, dass sie nach 5 oder 10 Jahren nicht mehr in der Lage sind, aufzustehen, einen Termin einzuhalten, sich zu etwas zu motivieren. Sie werden suchtkrank, landen in Kliniken und sterben früh. Ja, ist so. Sie können es nachlesen, es gibt viele Studien darüber. Ich bin jedenfalls froh, dass ich einen ganz ordentlichen Beruf habe, arbeiten kann und dafür sogar gutes Geld bekomme und deshalb ganz schön dicke Steuern zahlen muss. Aber mein Papa war halt schon an der Uni, da hat man mich halt auch auf die Uni geschickt und er hat mir mein Studium bezahlt. Meine Leistung?

    Ich kenne einige Studienabbrecher, die es nicht geschafft haben, Jobben und Studieren auf die Reihe zu kriegen. Eine hat auch ein Kind gekriegt. Sie mussten von Hartz IV leben, weil sie ohne Berufsausbildung keinen Job fanden. Keinen ordentlichen jedenfalls. Kein Kino, kein Kaffee, kein Eis, für Zigaretten reicht es nicht, man wird einsam, die Wohnung ist im Winter kalt, das Jobcenter will einem eine absolut sinnfreie Ausbildung andrehen, weil da gerade ein paar Plätze frei sind (und man nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik auftaucht). Am schlimmsten ist aber das Gefühl: Du bist zu nichts nutze, diese Gesellschaft braucht Dich nicht.

  • Dolittle

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    So deutlich hätte ich es mir nicht zu sagen trauen. Danke!

  • franze

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    uh… hier wird ja schon wahlkampf für artinger und rieger gemacht, äh, nein, sicher gibt es da alternativen…

  • Indianer

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    Das hoffe ich auch inständigst. Nette Leute, der R. und der A. aber weder im Landtag noch im Stadtrat haben sie irgendwie wenigstens geglänzt. Das muss eine/r von außen machen. Meiner Meinung nach. Egal schon fast wer das sein wird. Meine Stimme hat er/sie. Pozenzial ist in Regensburg selbst nicht vorhanden.

  • Gabriel Robichaux

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    Na die Herren Spieß und Suttner scheinen ja nach dem Artikel vorzügliche Alternativen darzustellen. Schließlich haben beide einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Sie sind garantiert nicht Joachim Wolbergs.

    Die Frage ist nur: Wenn Schaidinger abtritt und Wolbergs dank Regensburg-digital abserviert wird, was wird dann aus Regensburg-digital selbst? Dann sind ja nur noch lauter bienenfleißige, nie zu Polemiken oder dünnen Argumentationssträngen neigende Leute im Stadtrat wie die Herren Spieß und Suttner. Über wen kann man dann noch seitenlange Charakteranalysen unterlegt mit mehreren Fotos schreiben? Richtig langweilig wird das ja dann.

  • Knurrhahn

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    Hauptsache, ich halte durch und sichere meinen Pensionsanspruch. Ich hätte ja sonst nichts. :-)

  • Matthias Beth

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    In der MZ vom Samstag, den 21. Mai 2011, stand zu lesen, dass sich Misstöne in den vergangenen Wochen in die Zusammenarbeit zwischen SSV Jahn Regensburg und Stadtverwaltung bei der Realisierung eines neuen Stadions eingeschlichen haben.

    Oberbürgermeister Hans Schaidinger verschickte einen offenen Brief an Jahn-Vorstandschef Matthias Klemens, der auch der Mittelbayerischen Zeitung vorliegt. In dem Schreiben rechnet Herr OB Schaidinger auf mehreren Seiten mit dem Verhalten der Jahn-Vereinsführung in den vergangenen Monaten und Jahren ab. Unter anderem wirft er Klemens Falschaussagen und eigenmächtige Veränderungen von Vertragsinhalten vor und der Verein hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.

    Im Aufsichtrat dieses Vereines sitzen H. Christian Schlegl, CSU-Fraktionsvorsitzender, und Herr Wolberge, 3. Bürgermeister von Regensburg, SPD.

    Sind diese beiden Herren ebenfalls Ihren Hausaufgaben nicht nachgekommen, das Handeln des Vorstandes zu kontrollieren und kritisch zu hinterfragen? Worin besteht die Tätigkeit dieser beiden Herren, falls die Angaben von Herr OB Schaidinger zu treffen. Beiden sollten dies den Bürgern der Stadt Regensburg erklären!

  • grace

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    ich gebe zu bedenken, dass die Aussendarstellung der Qualität und Quantität politischer Arbeit vom Wohl und Wehe einer Monopolzeitung mit einer ganz speziellen Interessenlage abhängt -vom lokalen „Fernsehen“ ganz abgesehen.

  • grace

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    naja, der Wahlk(rampf) hat begonnen und jetzt heissts:
    jeder gegen jeden (und Gott gegen alle).
    Verbrannte Erde, weil beleidigt?

  • Bernhard

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    Wer sich, wie Hr. Wolbergs in der Vergangenheit immer irrsinnig über Schaudingers Ton aufgeregt hat, ihm aber gleichzeitig gute Arbeit attestierte, der wird genau an diesen Maßstäben gemessen. Brüllen und beleidigen sind im übrigen keine Polemik, sondern einfach plump, Gut, dass es jmd. schreibt.

  • glänzend

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    … und es gibt ja das Zwangsstudententicket für´nen Apfel und ´n Ei.

  • Pragmatiker

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    Bezeichnend ist, dass die im Artikel dargestellten Dinge sowie mittlerweile 31 Leserkommentare binnen weniger Tage den Protagonisten dieses Artikels nicht dazu bringen, sich zu erklären, zu entschuldigen, etwaige Missverständnisse richtigzustellen oder sonstwie in dieser Angelegenheit zu äußern.

    Daraus lese ich, dass dem Herrn Wolbergs …

    a) sein eigenes Verhalten und
    b) sein Erscheinungsbild gegenüber den Bürgern dieser Stadt sch….egal sind,
    und
    c) die im obigen Artikel geschilderten Abläufe weitgehend korrekt dargestellt sind.

    Oder wie sehen Sie das, Herr Wolbergs?

  • Jochen Schweizer

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    Das Mott von Herrn Wolbergs, dem Abiturenten mit bestandener Führerscheinprüfung ist
    – sozial reden
    – unsozial handeln
    – sich asozial benehmen

    Der „Schwarzmeertanker“ hat es treffend dargestellt.

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