Beiträge mit Tag ‘Umwelt’

Es ist ein extremes Projekt, das den Chemieprofessor Andreas Fath nach Regensburg spülte. Um auf die Verschmutzung der Donau aufmerksam zu machen, will er den Fluss auf kompletter Länge bis zum Schwarzen Meer durchschwimmen. 2.700 Kilometer in knapp zwei Monaten. Wenn nicht der Krieg in der Ukraine den Plan am Ende noch durchkreuzt.

Lediglich mit einer Wärmefolie um den Neoprenanzug geworfen, stellt sich Fath am Dienstag auch in Regensburg den Fragen der Presse und erklärt das Projekt „cleandanube“. Foto: Bothner

Noch einmal vergewissert sich Andreas Fath, in welche Richtung er denn nun gleich weiter schwimmt. „Man verliert doch schnell mal die Orientierung“, sagt er zur umstehenden Presse. Dann schreitet der Chemieprofessor aus Furtwangen an den Regensburger Schillerwiesen kaum zögernd zurück in das kalte Wasser der Donau. Rund zehn Grad hat der Fluss an diesem Dienstag. Draußen ist es gefühlt kaum wärmer. Den ganzen Tag schon hat sich der graubewölkte Himmel von seiner nassen Seite gezeigt. Doch Fath hat sein Ziel vor Augen und noch viel Strecke zu machen. In einigen Wochen will er das Schwarze Meer erreichen – schwimmend, selbstverständlich. Heute heißt sein Endpunkt Donaustauf.

Interview

Forderung: Der „Green Deal Regensburg“ muss konkret werden

Der „Green Deal Regensburg“, den die Stadt am 20. April verkündet hat, ist unzureichend. Die verkündeten Maßnahmen passen nicht zu den Zielen, die damit erreicht werden sollen. So lauten die Botschaften eines Offenen Briefes, den 26 Regensburger Gruppierungen diese Woche an Umweltbürgermeister Ludwig Artinger geschrieben haben. Weil einige der Forderungen, die darin formuliert sind, wenig konkret klingen, haben wir mit einem der Unterzeichner gesprochen.

Offener Brief

„Eine städtische Nachhaltigkeitswoche ist nicht zielführend“

Im Rahmen der deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit soll im kommenden Jahr auch in Regensburg eine stadtweite „Nachhaltigkeitswoche“ stattfinden. Aktuell ruft die Stadt verschiuedene Initiativen und Vereine auf, sich daran zu beteiligen. Dr. Harald Klimenta, der unter anderem bei attac aktiv ist, vermutet hinter dieser Aktion ein Ablenkungsmanöver der Stadtregierung. Diese sei keine ökologische, sondern setze auf ein „Weiter so“. Klimenta hat deshalb einen Offenen Brief an Michael Grein, den städtischen „Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik“ geschrieben, den wir hier vollständig veröffentlichen.

Diskussion über Klimapolitik

Hubers Sehnsucht nach einem Westfälischen Frieden

„Öko um jeden Preis – aber bitte billig! – so der Titel einer Gesprächsveranstaltung des Theaters Regensburg in Zusammenarbeit mit der Mittelbayerischen Zeitung am gestrigen Dienstagabend. Wer sich dabei Verbraucher- oder Lebensführungstipps erwartete, wurde sicherlich enttäuscht. Stattdessen entspann sich eine weit gefasste klimapolitische Diskussion, die seitens des Publikums nicht an Kritik an der Stadt Regensburg sparte.

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