Eisenberg-Gutachten: Keine Notwehr

Tennessee5Der von Polizisten getötete Regensburger Student Tennessee Eisenberg ist aus nächster Nähe und offenbar nicht aus einer aktuten Notwehr- oder Nothilfesituation erschossen worden. Das geht aus dem Gutachten hervor, das die Familie des Getöteten bei der Rechtsmedizin der Universität Münster in Auftrag gegeben hat. Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, gehen die Münsteraner Gerichtsmediziner davon aus, dass Eisenberg die tödlichen Treffer erlitt, als die Polizeibeamten nicht mehr in akuter Gefahr waren. Der Student hatte im April einen Mitbewohner mit einem Messer bedroht. Bei dem anschließenden Polizeieinsatz, an dem acht Beamte beteiligt waren, wurde Eisenberg von zwölf Kugeln getroffen. Laut dem neuen Gutachten war der 24jährige bereits von acht Kugeln getroffen worden – unter anderem im Knie, im Oberarm und in der Lunge – als ein Polizist vom Eingangsbereich des Hauses aus noch vier Mal schoss. Dabei erlitt Eisenberg unter anderem einen Treffer ins Herz. Das Gutachten liegt nun der Staatsanwaltschaft Regensburg vor. „Ich kann nicht erkennen, wo am Ende des Geschehens, als die tödlichen Schüsse fielen, eine Nothilfe- oder Notwehrsituation vorgelegen haben soll“, sagte einer der Rechtsanwälte der Familie, Andreas Tronicsek, der Süddeutschen Zeitung. Der Schütze hätte sich einfach zu seinen Kollegen zurückziehen können. Tronicsek und seine Anwaltskollegen haben eine Tatortrekonstruktion vor Ort beantragt, da die bisherigen Gutachten des Bayerischen Landeskriminalamtes zu anderen Ergebnissen kamen und die Polizisten entlasteten. Die Staatsanwaltschaft hatte unmittelbar nach den tödlichen Schüssen von Notwehr gesprochen.

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Kommentare (28)

  • RuhigBlut

    |

    Klar, wer eine von mehreren Kugeln am ganzen Körper getroffen ist und sogar eine Kugel in der Lunge hat, bedroht weiterhin Polizeibeamte, die ohnehin von Anfang an körperlich fitter gewesen sein dürften.

    In diesem Zusammenhang sollte es i.Ü. nicht unerwähnt bleiben, dass am Körper des Getöteten keine Blutergüsse und keine Spuren von Pfefferspray gefunden worden sind!!!

    Die Polizisten sind einfach durchgedreht, haben direkt zur Waffe gegriffen und diese auch unverhältnismäßig und letztlich tödlich eingesetzt. Man kann natürlich vorzüglich darüber streiten, wie viel Schuld einem Polizisten in so einer Ausnahmesituation zuzurechnen ist. Soetwas kann leider in deratigen Situationen passieren, denn auch Polizisten sind Menschen, die aus Angst überzogen reagieren können. Dennoch bleibt der Umstand bestehen, dass dieser Gewalteinsatz völlig unverhältnismäßig war. Aus diesem Grunde wäre es auch nicht zu rechtfertigen, wenn die beteiligten Beamten weiterhin im Streifendienst verwendet werden würden.

    Der größte Skandal ist aber, wie die StA mit diesem Fall umging und umgeht. Es ist ja vollkommen in Ordnung die Polizisten vor einer Vorverurteilung und überzogenen Reaktionen in der Öffentlichkeit schützen zu wollen. Aber hier hat der Oberstaatsanwalt ja eben selbt vorgeurteilt, in dem er bereits einen Tag später von einer Notwehr und Nothilfesituation sprach. Dann die Ermittlungen auch noch in diese Richtung lenken zu wollen, ist ein unglaubliches Vorgehen und läßt eher an eine Bananenrepublik erinnern.
    Das, was jetzt so alles ans Licht kommt, sind ja keine Ergebnisse der Tätigkeit der Ermittlungsbehörden, sondern dies ist den eigenen Ermittlungen der Familie des Opfers zu verdanken.
    I.Ü. geht es hierbei auch nicht nur um die rechtliche Bewertung des tatsächlichen Tatherganges, sondern auch um die Sicherheit der Bürger in der Zukunft. Soweit ein Polizist aus Angst heraus durchgedreht sein sollte, kann dies in ähnlichen Situationen jederzeit wieder passieren. Dies scheint den Oberstaatsanwalt allerdings nicht sonderlich zu stören.

    Mein Vertrauen in die staatlichen Polizei-, Ordnungs- und Justizbehörden ist jedenfalls wiedereinmal schwer erschüttert worden. Bevor mich mein Weg nach Regensburg verschlagen hat, hatte ich eigentlich noch grundlegendes Vertrauen in unseren Rechtsstaat.

  • eduard buchinger

    |

    @all ;-)

    „manchmal ist Schweigen besser als Reden!“,
    genau dieses hat mir vor ca. 2 Monaten ein
    hochrangiger Polizeibeamter während einer
    Busfahrt in Regensburg, …so mitgeteilt.

    Bedauerlicherweise, hat sich an solches…“, ein LOSTA Günther Ruckdäschel, wohl im vorauseilenden Gehorsam, nicht halten wollen.

    Bereits kurz nach den Todesschüssen in der Schwandorfer Straße, ging er, wohl zur Entlastung der eigesetzten Polizisten,
    von einer Notwehr bzw. Nothilfesituation aus.
    Untermauerte seine Thesen mit abwertenden Äußerungen, wie z.B. „Tennessee Eisenberg wirkte kommisch und verwirrt“, über den getöteten Musikstudenten.

    Damit hat Herr LOSTA Ruckdäschel ein falsches und belastendes Bild in der Öffentlichkeit vermittelt, ob er solches aus „berechtigtem
    Nichtwissen oder gar Vorsätzlich“ getan hat,
    sollte insbesondere, in seinem Amt als LOSTA genau geprüft werden!
    Nach meinem Dafürhalten, hat Herr Ruckdäschel, hier wohl auch das Ansehen der Regensburger Justiz nicht gerade mit Ruhm bekleckert…?“

    Gleiches gilt allerdings auch für einen „vollmundigen Innenminister Joachim Herrmann…!“

    Jetzt kann zuerst einmal die Regensburger Justiz zeigen, was sie von vorbezeichneten Beeinflussungsversuchen, „a´la Ruckdäschel und
    Herrmann (beide CSU), in einem nun als sicher
    zu erwartenden Verfahren gegen die Todesschützen, hält. Und so ist zu hoffen, dass die hiesige Justizia den Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 Grundgesetz hier uneingeschränkt anwendet!!!
    Auch wenn ein Umdenken von Nöten sein wird,
    eben gerade Polizeibeamte haben bei
    einem etwaigen Fehlverhalten im Dienst und daraus resultierenden Verfahren, mit einer
    noch betonteren Bestrafung zu rechnen, denn
    sie sollten eigentlich Vorbild sein…!“

  • Matthias Beth

    |

    Der Familie des Studenten muß man Mut zu sprechen! Diese Gutachten ist jedenfalls näher an der Wahrheit als das der Staatsanwaltschaft in Regensburg. Jemand in dessen Körper 8 Geschosse 9 mm stecken oder diesen Körper durchdrungen haben, von dem kann keine Gefahr für Polizeibeamte ausgehen, denn sein Körper hat Blutverlust, Schäden am Nervensystem mit der Folge eines Kreislaufzusammenbruches. Das Kaliber 9 mm und die dazugehörigen Pistolen wurde und wird in allen derzeitigen Konflikten auf dem Globus eingesetzt. Wenn handelnde Personen von Militär, Polizei, Terroristen, Freiheitskämpfer, in diesen Konflikten auf dieses Kaliber 9 mm nicht vertrauen würden, wären diese schon vor jahrzehnten auf ein anderes Kaliber für ihre Pistolen ausgewichen.
    Man kann RuhigBlut nur zustimmen, das Vertrauen in die staatlichen Polizei-, Ordnungs- und Justizbehörden ist jedenfalls wiedereinmal schwer erschüttert worden!

  • Arbeiterstimme

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    Wer in Regensburg kann noch Vertrauen in die Justiz haben? Wenn Herr Ruckdäschel noch eine gewisse Ehre haben sollte, wäre ein Rücktritt sehr angebracht. Ansonsten sollte ihn München aus den Verkehr ziehen, weil sein Verhalten unmöglich ist. Aber bitte ganz schnell.
    Er war eine …-fehlbesetzung.

  • Manfred Veits

    |

    Dieser Fall beweist sehr eindringlich die Berechtigung der ai-Forderung, für derartige Rechtsangelegenheiten ein völlig unabhängiges Gremien zu installieren, welches nur dem Berliner Parlament verantwortlich ist.

  • Joachim Datko

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    Zu „Manfred Veits am 17. Sep 2009, 14:02“

    Mein Kommentar vom 17. Jun 2009
    Siehe:
    http://www.regensburg-digital.de/?p=3235

    „Ich bedauere es, dass der Sachverhalt um den Tod des Studenten Tennessee Eisenberg nicht neutral aufgeklärt wird. Nach meinem Verständnis dürften Behörden daran nicht beteiligt sein, weil sie befangen sind.“

  • eduard buchinger

    |

    an @Manfred Veits

    Verehrter Herr Veits!

    Danke für Ihr Engagement, Ihre Links und
    Aufklärungsarbeit die Sie u.a. hier leisten.
    Vieles hilft weiter, auch gegen meine wohl berechtigte Angst vor manchen „Freund und Helfer im Amt!“
    Bedauerlicherweise sind u.a. „Verfolgung Unschuldiger…, Strafvereitelung, auch Körperverletzung (mit und ohne Todesfolge) …im Amt!“, nicht nur in sogen. Polizeistaaten
    traurige Wirklichkeit geworden. Amnesty und Andere wissen seit Jahren darüber zu berichten.
    Vielleicht, aus eigener Erfahrung hier noch Hinweise zur Selbsthilfe (Gegebenenfalls): Datenschutzbeauftragter des Landes Bayern. Unterteilt sich in drei Ressorts a) Polizeiangelegenheiten, b) Staatsanwaltschaftliche Angelegenheiten und c)
    Verfassungssschutz Angelegenheiten.
    http://www.datenschutz-bayern.de/ ;-)

    Abhilfe schaffen, kann auch eine berechtigte Dienstaufsichtsbeschwerde, einzureichen bei
    einen Polizeipräsidium. Empfehlenswert ist eine
    Anwaltschaftliche „begleitende Beratung!“ und
    Mitteilung an Amnetsy, ggf. auch bei parteiübergreifenden Aktionen wie z.B.:z.de/organisationen/aktionzivilcourage

    Ich hoffe etwaigen Betroffenen mit vorbez. Anmerkungen gedient zu haben…!“ ;-(

  • Immanuel K. Anti

    |

    In der Runschau: friedliche/positive Dultbilanz, „Einzige Ausnahme: das angespannte Verhältnis der Regensburger zu ihrer Polizei machte sich in einer Verdoppelung der Delikte in Sachen Beleidigung bemerkbar.“

    Hmmmmmmmmm…

  • marga rine

    |

    Wo ist eigentlich das Messer ?

    Schneidet man mit dem jetzt Lebkuchen bei der Polizei ?

  • pfefferspray

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    Mein Mitgefühl ist mit der Familie. Ich hoffe, daß alles ans Tageslicht kommt, und der gesamte CSU-Sumpf im Gefängnis und am öffentlichen Pranger mit Gelegenheit zum Ankotzen landet. Widerlich, was da abgeht in Bayern.

  • Sternenfee

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    Tja, ich denke, nach diesen Info´s aus dem neuen Gutachten werden einige Meinungsträger in diesem Forum sehr leise werden. Schade, daß man um Wahrheit so kämpfen muß.

  • deejay12345

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    @Sternenfee

    der bericht ist interessant. aber bis jetzt noch nicht aussagekräftig. genauso wie der polizei unterstellt wird das gutachten zu ihren gunsten auszulegen, genauso steht jetzt das gegengutachten im raum. ich hoffe dass es zu einem gerichtsverfahren kommt. auch die begehung des tatorts finde ich gut. nach wie vor lege ich mich mit einer meinung nicht fest (nur um das hier klarzustellen!!!). aber ich verfolge es genau.

  • Notwendig

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    Mord.

  • Waldorf

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    *der bericht ist interessant. aber bis jetzt noch nicht aussagekräftig. genauso wie der polizei unterstellt wird das gutachten zu ihren gunsten auszulegen, genauso steht jetzt das gegengutachten im raum.*

    Nun ja, das Bonmot vom „wer zahlt schafft an“, ist weithin bekannt. Und daß die rechtlichen Vertreter der Familie das Gutachten im Sinne ihrer Auftraggeber interpretieren, wird auch niemand überrraschen.

    Ob man einem der Polizeibeamten strafrechtlich etwas vorwerfen kann, wird sich zeigen. In einem etwaigen Verfahren wird dann auch der(hier immer unterschlagene) vorangegangene Verlauf der Geschichte sicher auch eine Rolle spielen.

    ich hoffe dass es zu einem gerichtsverfahren kommt. auch die begehung des tatorts finde ich gut. nach wie vor lege ich mich mit einer meinung nicht fest (nur um das hier klarzustellen!!!). aber ich verfolge es genau.

  • Sauer

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    „Wer zahlt, schafft an“, meint @waldorf.

    Warum muss eigentlich jemand zahlen, damit nicht von vorne herein die von Staatsanwaltschaft, Innenministerium und Polizei erwünschte Notwehr hinten raus kommt? Sind das Landeskriminalamt und der Gutachter der Staatsanwaltschaft schmlampig/ unfähig oder heißt es da auch: Wer zahlt, schafft an? Warum kommt erst jetzt eine Rekonstruktion am Tatort ins Gespräch? Sollte das nicht selbstverständlich sein? Wer keine paar tausend Euro über Spenden einsammelt, hat anscheinend kein Recht auf ein anständiges Ermittlungsverfahren. Na ja. Immerhin ist mittlerweile auch @waldorf so sprachlos geworden, dass er seinen Kommentar zu 80 Prozernt von @deejay abschreiben muss.

  • Sternenfee

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    @deejay12345
    nicht aussagekräftig???!!!!!!!!!!!!!Wo leben sie denn? Ein schwerdtverletzter Mensch steht einem Polizisten gegenüber, der mindestens 4 x in den Brustkorb schießt! Anatomie haben Sie in der Schule verschlafen. In diesem Bericht bestätigt sich, was ich von Anfang an gesagt habe. Mit solch zerschossenen Gliedmaßen kann ich nicht mehr angreifen. Tut mir leid, es geht nicht. Dieser Polizist hätte warten können, bis T. vollkommen zusammenbricht; und es war keine Gefahr mehr da. Die Lügen der Polizei, erst 4 Schuß, dann 8 Schuß, dann geben wir mal 12 x zu -> 16 waren es dann. Glauben Sie wirklich, das irgendetwas von der Polizei wirklich so ablief, wie zuerst behauptet? Was ich schon einmal gesagt habe, glaube ich passiert jetzt wieder: Herr Ruckdäschel gibt immer nur das zu, was bewiesen worden ist. Und mit dem neuen Gutachten, da bin ich mir sicher, werden wieder neue Zugeständnisse seitens der Sta kommen

  • eduard buchinger

    |

    an ;-) Von Sternenfee am 18. Sep 2009, 20:22 Uhr

    Hallo @Sternenfee, die ungeheuerlichen, dem
    wohl nicht mehr abwendbaren Strafverfahren gegen die bzw. den Polizeibeamten, nun vorauseilenden L ü g e n, verbreitet u.a. durch
    den LOSTA. Haben für mein Dafürhalten nur einen, im Gesamtzusammenhang, dann auch verständlichen Hintergrund: „Die wollen eine sogen. Fremdgefährlichkeit des eigentlichen Opfers T.E. konstruieren!“
    Das können die (Polizei und LOSTA) „nur mit
    der bösartigen und ungerechtfertigten Behauptung: „O-TON LOSTA Günther Ruckdäschel -„Die fehlende Reaktion auf das Pfefferspray und der Umstand, dass Herr Eisenberg trotz der Schussverletzungen bis zum Schluss aufrecht stand, deute auf das Bestehen eines akuten Schubes einer Erkrankung aus dem psychotischen Formenkreis hin.“, sozusagen d u r c h z i e h e n.
    Wenn diese verleumderische Behauptung durchginge, quasi im Strafverfahren durch die
    Richterschaft gewürdigt würde! Dann (und das
    ist wohl die Strategie des wohl parteilichen
    LOSTA’S) hätte der Todesschütze C.Mö., eben
    aufgrund der dann (zu unrecht) behaupteten Fremdgefährlichkeit (Schub im Formenkreis einer Psychose etc. …),
    einen (dann) nachvollziehbaren Grund, T.E.
    den Zugang in die Öffentlichkeit, also aus dem
    Haus heraus, mit den letzten vier tödlichen
    Schüssen, „Mann zu stoppen bzw. zu verwehren!“

    In diesem gruseligen Regensburger Politikum geht es wohl auch um die Schaffung eines sogen. Präzedenzfalles, mit dem Hintergrund,
    „auszuloten wie weit man nach 50 Jahren der
    Alleinherrschaft, auch als Executive hier in
    Bayern gehen bzw. noch gehen kann…!“

    Es ist das Spiel der Machtsüchtigen, auf dem
    Rücken eines bis vor kurzem, unter uns lebenden -normalen und friedliebenden 24 Jährigen Musikstudentens und seiner Angehörigen!

    I‘ sog nuar „Pfui Deifel“ ;-(

    Beste Grüße an @Sternenfee und @all

  • Edith Ambar

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    Es muss eine Geschichte vor der Geschichte geben.
    Aus dem Vorgehen der Polizei muss man das schließen.
    Sie sind nicht angetreten um einen potentiellen Selbstmörder vor sich selbst zu schützen, sie hatten einen anderen Plan.
    Eine alte Rechnung?
    Benedict wird vielleicht einmal, wenn alle Urteile gesprochen sind,die Wahrheit aussprechen können.
    E.A.

  • Sternenfee

    |

    an @ eduard buchinger
    Glauben Sie wirklich das ein Richter das bestätigen kann, daß ein Polizist in der Lage ist einen psychotischen Schub, sofern es einer war, was ich nicht glaube, wenn er nicht einmal in der Lage ist, zu sehen, daß dieser Mensch nur noch einen Fingerschnpser braucht, um gänzlich umzufallen, wenn er nicht schon im Fallen begriffen war? Was auch immer die ersten 12 Schüße waren (8 Treffer, 4 daneben) die letzten 4 Schüße waren Mord.

  • Sternenfee

    |

    Sorry, es fehlt : …einen Psych. Schub zu erkennen

  • Manfred Veits

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    Ich verlinke mal zum Tatbestand des § 211 StGB
    auf http://dejure.org/gesetze/StGB/211.html

    und meine:

    Für die Mordmerkmale des Absatzes 2 geben die bekannten Erkenntnisse weder in objektiver noch in subjektiver Hinsicht etwas her.

    Im Interesse aller – auch des Betreibers dieser Website – sollte das nicht negiert werden.

  • Newsflash | regensblog.de

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    […] Das 2. Gutachten wäre jetzt fertig (Via Regensburg Digital) Nachdem die Umstände des Todes von Tennesse Eisenberg äußerst undurchsichtig waren hat die Familie des erschossenen Studenten ein 2. Gutachten in Auftrag gegeben welches nun zum Entschluss kommt: Keine Notwehr. Was wirklich dabei rauskommt soll nun auch den Landtag beschäftigen. Welches Gutachten nun mehr der Wahrheit entspricht werden die Gerichte zu entscheiden haben. Aber die Wahrheit wird hoffentlich ans Licht kommen! […]

  • eduard buchinger

    |

    an @RuhigBlut ;-)
    # Mein Vertrauen in die staatlichen Polizei-, Ordnungs- und Justizbehörden ist jedenfalls wiedereinmal schwer erschüttert worden. Bevor mich mein Weg nach Regensburg verschlagen hat, hatte ich eigentlich noch grundlegendes Vertrauen in unseren Rechtsstaat. #

    Verehrter @RuhigBlut, ich kann ihre vorbez. Gefühle, Bedenken und Befürchtungen nachvollziehen. Was hier in Regensburg seit geraumer Zeit, wohl die letzten 14 Jahre (>Amtszeit des OB Herrn Schaidinger) alles so abgeht, und das wohl mit Billigung der hiesigen StA, ist bizar, „atemberaubend und manchmal unglaublich!“
    Wahre Männerfreundschaften, der kleine Dienstweg die “berühmt – berüchtigte Amtshilfe”
    im Sinne -des ein und desselben Parteibuches, etc. …, erleben hier in Regensburg zur Zeit eine wahre Renaissance.
    Glaublich, dass war zur Christa Meier’s (SPD) Zeiten
    ganz anders, gerechter und ausdrücklich auch im Sinne des Artikel 3 des Grundgesetzes – Gleichbehandlungsgrundsatz -!
    Dass Sie RuhigBlut, diesen Grundsatz z.Z. hier in Regensburg schmerzlich vermissen, ist wohl auch
    eine Folge der Regentschaft des Vorbenannten und seiner Freundes – Freunde „Freinderlwirtschaft!“ :-(

    Jenes erinnert mich auch schmerzlich, im Sinne eines Verlustes für unsere altehrwürdige Stadt, an den ehemaligen Kollegen von Herrn LOSTA Rückdäschel, den Herrn Dr. Heribert Prantl. Der
    Seite an Seite, glaublich ab 1984 bis 1987, bevor er dann aus freien Stücken die Staatsanwaltschaft Rgbg. verlies, um zur SZ München ging. In seiner aktiven Zeit in Regensburg, auch StW mit Günther Ruckdäschel am
    Amts- bzw. Landgericht Regensburg war.
    Bis auf dem Unterschied, dass er Dr. Prantl heute ein zivilcouragierter und sehr angesehener objektiver Leiter des Ressourts des Inneren bei der SZ München ist!
    Zudem ein ausgewiesener Kenner „unserer Regensburger Verhältnisse“ ist! Herr Prantl, sich wohl mit großem
    Interesse das Verhalten bzw. die öffentlichen (einschlägigen) Stellungnahmen im Ermittlungsverfahren… „bzw. gegen das Opfer:
    Tennessee Eisenberg, durch seinen früheren Kollegen in jetzt leitender Funktion (LOSTA)
    Herrn Dr. Günther Ruckdäschel, zu Gemüte führen wird!“
    Vielleicht, auch im Rahmen ihrer Dienstaufsichts- und Fürsorgepflicht, selbes auch die zuständige Ministerin Frau Beate Merk
    tut -um die sich hier nun ankündigenden Schritte,
    „-zur Erhaltung der Neutralität der StW bzw.
    der befugten Stelle LOSTA Günther Ruckdäschel,
    hoffentlich in Bälde einzuleiten …!“ :-)

    Also noch ein wenig Gedulg und vor allem „ruhig Blut“ lieber RuhigBlut.

  • eduard buchinger

    |

    ;-) an @Sternenfee

    „“die letzten 4 Schüße waren Mord.““

    Verehrte @Sternenfee, ich teile Ihre Erregung
    und Erschütterung, glaube aber dennoch, dass wir
    hier nicht vom Mord sprechen können!
    Engagierter- und Dankenswerterweise hat Herr Veits uns sogenannte „Mordmerkmale“ gelinkt!
    Unabhängig davon, ist es schon so wie Sie es vielleicht meinen!? Das hier, bei dem brutalen und menschenverachtenden Einsatz und Vorgehen einzelner Polizisten, wir es so empfinden wollen, weil auch unser Weltbild ins Wanken kommt? Sie haben schon recht es fühlt sich an wie Mord, oder ermorden, – aber, und das ist Gut so in unsrem Rechtsstaat: „Das letzte Wort haben hier die Richter und Schöffen, ferner, so glaube ich nunmal, der liebe Gott“!!! :-)

  • Sternenfee

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    @buchinger
    Nein, keine Erregung, keine Erschütterung; kein Wollen. Einfach nur sehen. Heute schon Zeitung gelesen? Ein schwerverletzter Mensch, lt. Gutachten im Fallen begriffen; aus nächster Nähe 4 Schuß in den Brustkorb—> und hier nicht von Mord sprechen`? Ich kenne die Mordmerkmale lt.Gesetz. Es gibt aber noch andere: Feigheit, Angst und Unkenntnis. Aber der Schütze war ja extrem gut ausgebildet. Wie in diesem Forum bereits schon einmal angeregt: Man sollte nachprügen, warum der „Spezialbeamte“ seinen Job wechselte. Schneller Finger?

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