Über katholische Obsessionen – ein Hauch von Holywood

Papstbruder, Weihrauch und ganz viel Müller. Martin Oswald über katholische PR-Arbeit.

Liest und leidet: Martin Oswald.

Liest und leidet: Martin Oswald.

„Am Sonntagmorgen, kurz nach dem Brötchenholen, läuft ein Mann mit großem Hut und langer Soutane eilig über den Arnulfsplatz. Es ist der Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer. Wo er hin will, ist nicht bekannt. Ein Bettler sieht das Kirchenkleid und eilt ihm nach. Wir stehen weit weg und beobachten die Szene nur. Da dreht sich der Bischof um, gibt dem Bettler eine Münze. Dieser geht zufrieden seines Weges.“

Oha, das ist ja mal eine Geschichte, die unter dem Titel „Der Bischof und der Bettler“ (Wochenblatt Regensburg, 05.02.14, S. 6) berichtet wird. Festgehalten ist dieser Akt der sonntäglichen Nächstenliebe übrigens auch auf drei Paparazzo-Handybildern, die ganz heimlich und investigativ geschossen wurden. Ein Hauch von Hollywood – oder Holywood, wenn man so will. Früher ging der Klerus Groschen sammeln, heute verteilt er sie. Herrlich. Was uns diese Geschichte sagen soll? Nichts eigentlich. Obwohl, so eine Kleinigkeit soll damit schon transportiert werden. Nämlich das, was der Kirchenanzeiger das Wochenblatt seit Jahren unnachgiebig vermitteln möchte: die Katholische Kirche ist voll dufte! Manchmal vielleicht ein bisschen weltfremd, aber ansonsten voll gottesfürchtig und super zu den Menschen. Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, oder?

Papstbruder und ganz viel Müller

Ja ja, die Katholische Kirche und das Wochenblatt. Ach, eines ist klar: das Thema muss hier auch endlich einmal auf den Tisch. Ich weiß ja auch nicht was da los ist, aber die Berichterstattung über Kirchenthemen hat beim Wochenblatt geradezu obsessive Züge. Papst, Papstbruder, „Hüter des Papstbruders“ (Bischof von Regensburg), Gloria beim Papstbruder, Würstl beim Papstbruder, Papstbruder-Haushälterin, Papstsuppe von Papstbruder-Haushälterin und ganz viel Müller.

Müller hin, Müller her, Müller nach Rom, Müller nicht nach Rom, Müller vielleicht nach Rom, Müller doch nach Rom. Kein Thema wird ausgelassen, zumindest solange es nicht an die heiklen Geschichten geht. Aber so ein bisschen Vatikan-Personalkarussell, Frömmigkeit,  belangloses Insiderwissen und jede Menge Wohlfühl-Katholizismus, davon muss es immerfort die volle Dröhnung sein.

Was soll denn diese ständige PR-Arbeit?

Freilich, wir alle sind ja irgendwie interessiert, was in dieser Parallelgesellschaft Röcke tragender Männer so vor sich geht. Aber wollen wir denn wirklich wissen „Wann ein Bischof mit seinem iPhone spielt“? Ich weiß, ich kann an dieser Stelle ausnahmsweise nur für mich und nicht für uns alle oder ganz Deutschland sprechen. Aber was soll denn diese ständige PR-Arbeit für die Katholische Kirche. Kann sie denn nicht selbst hinreichend „zu den Menschen gehen“ oder wahlweise sprechen? Muss die Lobhudeleien der Seligen und Heiligen ein regionales Anzeigenblatt übernehmen? Also diese Aufgabe sollten doch Vatikan, Nuntiatur, Bischofskonferenz und/oder Bistum selbst im Kreuz haben.

Was mich wirklich interessieren würde…

Denn dann könnte sich Journalismus ja auch mal anderen Themen widmen. Und wenn wir schon dabei sind: Was mich – allerdings das ist höchst subjektiv – wirklich einmal bei der katholischen Kirche interessieren würde:

Warum werden im Bistum Regensburg fortwährend Kindesmissbrauchshandlungen heruntergespielt, verharmlost und verheimlicht? Warum lässt man das den Verantwortlichen einfach so durchgehen? Wieso zahlt der Staat immer noch das Gehalt hoher katholischer Würdenträger? Warum haben Kleriker eigentlich immer noch Haushälterinnen als wäre dies ein Naturgesetz? Haben sie selbst etwa, sofern sie zwei gesunde Hände haben, keine ausreichenden Fertigkeiten, um Kochlöffel und Klobürste eigenhändig zu führen?

Aber ich schweife ab… Obwohl, gerade letzteres würde mich brennend interessieren. Ob ich da selbst ein paar exklusive Paparazzo-Fotos vom bischöflichen Stuhl hinbekomme?

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Kommentare (21)

  • Joachim Datko

    |

    184 Kirchenaustritte im Januar, weit über 1 Promille der
    Regensburger Kirchenmitglieder (109.000 ev. + r.-k.), ein Rekord
    für den Januar. Wer seine Zinserträge vor der Kirchensteuer retten
    will, sollte schnell handeln und austreten. Die meisten
    Kirchenmitglieder sind gegen ihr Selbstbestimmungsrecht durch die
    Kleinkindtaufe dabei. R.-k. Bischof Voderholzer hat sich gegenüber
    dem BR verwundert darüber geäußert, dass nicht noch mehr Mitglieder
    austreten. Siehe:
    http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/voderholzer-gremien-zugestaendnis-100.html
    „Die „grundlegende Entfremdung vom Glauben“ sei seiner Ansicht nach
    so massiv, dass es ihn wundere, „dass nicht noch mehr Menschen aus
    der Kirche austreten“, meint Voderholzer.“

  • Angelika Oetken

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    Gute Fragen Herr Oswald. Ja angesichts der Realitäten können einem was den RKK-Führungskader und seine FreundInnen angeht schon mal die Tränen kommen.

    Was mir dazu einfällt…

    a)
    „Warum werden im Bistum Regensburg fortwährend Kindesmissbrauchshandlungen heruntergespielt, verharmlost und verheimlicht?“

    Weil die Kirchenführung etwas zu verbergen hat. Mit „Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung“ in Verbindung gebracht zu werden, wäre krisenmanagementtechnisch eine zu große Herausforderung für den RKK-Führungsstab.
    Momentan.
    Verstärkung ist in Sicht.
    http://de.radiovaticana.va/news/2013/12/19/mckinsey_soll_kommunikation_des_vatikan_moderner_machen/ted-756962

    b)
    „Warum lässt man das den Verantwortlichen einfach so durchgehen?“

    Wo gewohnheitsmäßig Kinder missbraucht werden, haben TäterInnen und ihr Helferstab via Begleit- und Beschaffungskriminalität die notwendigen Strukturen dafür aufgebaut. Die Bedingungen sind ähnlich wie in einem anderen Problemfeld. Die Nutznießer und Akteure vermutlich personalidentisch: http://www.fr-online.de/panorama/-ndrangheta-wie-die-mafia-deutschland-unterwandert-,1472782,25667170.html

    Oben im Artikel wurden ja schon ein paar „Friends of Carlotta“ aufgezählt

    c)
    „Wieso zahlt der Staat immer noch das Gehalt hoher katholischer Würdenträger?“

    Weil ein Teil der Verantwortlichen die beiden christlichen Kirchen als Anbieter von sozialen Dienstleistungen schätzt. Die sind nach dem Staat der größte Player in dem Bereich.
    Das Personal wird mittels der Methode der emotionalen Erpressung gefügig gehalten. Und die Löhne im sozialen Dienstleistungsgewerbe bleiben entsprechend niedrig. Außerdem haben die Kirchen gute Anwälte. Verlieren sie Privilegien befürchtet man Entschädigungsforderungen.

    d)
    „Warum haben Kleriker eigentlich immer noch Haushälterinnen als wäre dies ein Naturgesetz?“

    Damit alle Gutgläubig-Naiven oder vorsätzlich Blinden denken, diese Kleriker führten heterosexuelle Beziehungen mit erwachsnen Frauen. Naheliegenderweise mit ihrer jeweiligen Haushälterin. Immer nur eine Frau zur Zeit. Man(n) ist schließlich katholisch.
    Wenn „die Leute“ darüber tuscheln, sind sie beschäftigt. Sonst würden sie noch darüber sinnieren, warum denn die Männer in Soutane so viel unterwegs sind…

    e)
    „Haben sie selbst etwa, sofern sie zwei gesunde Hände haben, keine ausreichenden Fertigkeiten, um Kochlöffel und Klobürste eigenhändig zu führen?“

    Kleriker betrachten sich als auserwählt. Stellvertreter Gottes. So lange wir uns den oder die oder dieden nicht Eintopf kochend oder Toilette putzend vorstellen können, brauchen wir wohl diese Männer in schreiend bunten Matronengewändern.

    Viele Grüße aus Berlin-Köpenick von
    Angelika Oetken

  • Superman

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    Wozu jemand eine Haushälterin braucht? Ich weiß, Herr
    Oswald, Sie als 29 jähriger Dauer-und Langzeitstudent können das
    vielleicht nicht ganz nachvollziehen, aber lassen Sie mich Ihnen
    kurz den Arbeitsalltag eines Priesters skizzieren: 7 Uhr Frühmesse,
    die natürlich vorbereitet werden muss, dann meistens
    Schulunterricht, dafür muss man auch Stunden vorbereiten und
    korrigieren, Mittags/Nachmittags Krankenbesuche/
    Taufgespräche/Traugespräche, dann wieder Gottesdienste, Predigten
    schreiben, Trauergespräche vorbereiten, Achja Verwaltungssachen!
    Sitzungen, Pfarrgemeinderat, Abends wieder Messe, dann wieder
    Predigten schreiben usw usf. Und natürlich immer abrufbereit sein.
    Die meisten Priester kommen mit 5h Schlaf aus. Sorry, da hätte ich
    auch wenig Lust geschweige denn noch Zeit, mein Klo zu putzen und
    was zu kochen.

  • Joachim Datko

    |

    Zu 12.02.14 – 20:31 „kurz den Arbeitsalltag eines Priesters
    skizzieren: […] dann meistens Schulunterricht, dafür muss man
    auch Stunden vorbereiten und korrigieren“ Das kann er sich sparen,
    heute gibt es Ethikunterricht, wer will noch den alten Hokuspokus
    von Hirtenvölkern und einem angeblich wundertätigen Wanderprediger
    hören? Ich sollte einmal einem katholischen Priester seine
    „Heiligen“ aufzählen, so ein Unsinn in einer öffentlichen Schule!
    Damals war Religionsunterricht Pflichtfach. Mich würde
    interessieren, was die alten Kamellen den Priestern so einbringen,
    wenn man sie Unterricht nennt.

  • Veronika

    |

    DANKE FÜR DIESE WIRKLICH GLÄNZENDE DARSTELLUNG!
    ——————–
    Wenn die RKK schon so viele eigene Veröffentlichungsmöglichkeiten hat – wird man beim Katholikentag wieder erleben können – warum dann auch noch in den ö.-r. Medien??

    @Superman: Ich verstehe durchaus, dass so manche Priester überfordert sind. Nehmen Sie aber mal die Tätigkeit anderer Berufe wie von Ärzten, Richtern, Staatsanwälten oder einfach nur FliessbandarbeiterInnen. Da wird wirklich etwas produziert, und da kann auch wirklich sehr viel kaputt gehen. Das ist Stress pur. Wer sich als Priester einem Hamsterrad hingibt, der scheint zwar dem System zu huldigen, seine Aufgabe scheint er jedoch nicht begriffen zu haben.

  • Veronika

    |

    @Superman:

    Wenn dann wirklich keine Lust zum Essen kochen etc. mehr besteht, kann man auch die oftmals sehr gute Gastronomie aufsuchen, oder sich wie die/ der Normalsterbliche nen Döner, ne Pizza oder sonst was kommen lassen.
    Putzen kann auch eine Zugehfrau, eine Haushälterin ist wohl sogar für einen Bischof „überzogen“. Wir sind doch nicht mehr im Mittelalter, bzw. Priesters und/ oder Bischofs sind keine Adeligen.

  • Angelika Oetken

    |

    „Mich würde interessieren, was die alten Kamellen den Priestern so einbringen, wenn man sie Unterricht nennt.“

    @Joachim Datko,

    a) die Priester kommen mit Kindern in Kontakt

    b) ein Vertreter (Lobbyist) einer semipolitischen Organisation hat die Gelegenheit potentiellen Nachwuchs zu agitieren

    Mac Donalds, Monsanto oder die Bundeswehr träumen von so was nur. Die dürfen höchstens mal eine lausige Infoveranstaltung in Schulen geben. Der Ritualdienstleister RKK dagegen entsendet regelmäßig seine Herolde in den regulären Unterricht.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Kerstin Lange

    |

    Was auch hinterfragenswert wäre: wieso eigentlich Bischof von Regensburg? Er ist Bischof der römisch- katholischen Kirchenregion Regensburg. Ist das nicht ein kleiner Unterschied?

  • Veronika

    |

    @Angelika Oetken:

    Danke Frau Oetken! Natürlich ist dann tagtäglich jemand von der RKK im Lehrerzimmer und bei den Konferenzen. Über das Kirchensteueramt weiss man ob, wo die Eltern arbeiten, wieviel die verdienen und kann hier mit dem Wissen aus den Konferenzen oder im direkten Kontakt mit den LehrerInnen das Leben der Nachkommen beeinflussen.
    —-
    Ich weiss wovon ich schreibe, denn meine Mutter war alleinerziehend. So lange diese verheiratet war, kam der Oertspfarrer zu seinem guten Freund, dem Mann meiner Mutter, meinem Vater. Nach der Scheidung waren meine Mutter und ich im Ort mit dem Kirchenbann belegt.
    Erst sehr viel später, im Studium wusste ich dann, wieso mir von verschiedenen LehrerInnen am Gymnasium, wegen prekärer finanzieller Verhältnisse ein Abgang vom Gymnasium – um meiner Mutter besser helfen zu können – nahegelegt wurde.
    Deshalb bin ich für totale Trennung von Staat und Kirche, und PolitikerInnen die kath. oder evangel. Kirchendienern in den …. kriechen sollten überwacht und bei der kleinsten Ungenauigkeit aus dem Staatsdienst/ dem politi. Amt entfernt werden.

  • Romulus

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    @Superman: Alleinerziehende Mütter, die z.B. in der Pflege im Schichtdienst arbeiten, manchmal noch mit einem
    Nebenjob, damit sie um die Runden kommen, haben auch keine Haushälterin und schaffen ihren Haushalt trotzdem PLUS Kindererziehung. Außerdem kenne ich röm-kath. Pfarrer, die bewusst keine Haushälterin haben, sondern sich allein versorgen. Und die schaffen das auch….

  • Klaus Kegebein

    |

    Ich kenne das Wochenblatt nicht sehr gut (als Lübecker bin recht weit ab vom Schuss), aber dass die Redaktion unnachgiebig vermitteln möchte, die katholische Kirche sei voll dufte, ist nicht richtig. Jedenfalls was die Regensburger Bischöfe angeht. Viele der gänsehauterzeugenden und nackenhaareaufrichtenden Informationen, die ich über Bischof Müller gefunden habe, standen im Wochenblatt.
    Ob „ein Bischof mit seinem iPhone spielt“, interessiert mich nicht die Bohne. Aber solche Meldungen stören mich auch nicht, solange auch die wesentlichen Dinge berichtet werden.
    Und für die knallharten Analysen und Kommentare gibt es ja zum Glück Regensburg Digital…

  • Dubh

    |

    Angelika Oetken: „Damit alle Gutgläubig-Naiven oder vorsätzlich Blinden denken, diese Kleriker führten heterosexuelle Beziehungen mit erwachsnen Frauen.“

    Sie werden es nicht für möglich halten, ich kannte welche, samt Kindern ……………

    Ansonsten, noch ein bisserl Homophobie im Angebot bei Ihnen – oder noch besser Homosexualität hätte was mit Pädophilie zu tun?

    Ganz wie die RKK Frau Oetken!

  • Dubh

    |

    „Warum haben Kleriker eigentlich immer noch Haushälterinnen als wäre dies ein Naturgesetz?“

    Weil’s nach christlichem Glauben eines ist! gottgegeben natürlich.

    Es ist nicht gut, daß der Mensch alleinbleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht“ (Gen 2, 18). Keines der Tiere kann für den Menschen eine solche Entsprechung sein (Gen 2,19-20).

    Kein Tier konnte waschen, putzen, kochen und was dem Menschen (Manne) sonst so dienlich war – so musste ne Frau her…….irgendwas zwischen Tier und Mensch.

  • Angelika Oetken

    |

    „Ansonsten, noch ein bisserl Homophobie im Angebot bei Ihnen – oder noch besser Homosexualität hätte was mit Pädophilie zu tun?“

    @Dubh,

    nein, damit kann ich Ihnen leider nicht dienen. Meine Spezialität ist eher die Ironie. Im Falle der RKK auch mal Sarkasmus.

    MfG,
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Mr. T

    |

    Back to topic? Das ist keine PR für die katholische Kirche, das ist ganz einfach das, was die Zielgruppe dieses primitiven Anzeigenblatts dazu bringt, den Mist auch mal etwas durchzublättern. Und das ist nun mal nicht der kritisch denkende, linksliberale Akademiker mit Sinn für gehobene Kultur. Da bieten sich eben so Heileweltgeschichten aus dem Leben „unseres“ Papsts oder Bischofs genauso an wie nette Geschichten über „unsere“ Fürstin oder die Adabeis der Regensburger „Gesellschaft“. Nicht mehr und nicht weniger ist die Intention für die Berichterstattung solcher Belanglosigkeiten. Da will doch keiner was über den Umgang der Regensburger Diözese mit dem Mißbrauch lesen.

  • MfG

    |

    Zum Thema Haushälterin: Warum braucht ein Generalvikar
    seine Haushälterin auf der Pilgerreise nach Rom? Der illustren
    Gästeliste aus der MZ entnehme ich, dass die Haushälterin des
    Generalvikars auch diese Woche zu den Kardinalsfeierlichkeiten
    reisen wird. Da hätte ich ein paar Fragen: Wer zahlt das? Warum
    braucht jemand seine Haushälterin auf einer Dienstreise, bei der es
    ja wohl Vollpension im Hotel gibt? Warum nehmen denn alle anderen
    Priester ihre Haushälterin nicht mit? Vielleicht sollte mal jemand
    dieses “ saubere“ Verhältnis durchleuchten, wo doch gerade der
    Generalvikar der Diözese so ein Verfechter von Moral und Anstand
    ist…

  • Veronika

    |

    @MfG: Waaaassssss? Der Regensburger Generalvikar ist ein
    massiver Verfechter von Moral und Anstand ? Wo haben Sie denn das
    gelesen oder gehört? Im früheren Wirkungsort Waldsassen? Da möchte
    ich bitte Beweise! Von Anstand zeugt es nämlich nicht, wie bisher
    mit den Missbrauchsopfern umgegangen wurde. Irgendwie scheint aber
    seit einigen Jahren eine ganze ehem. Kursclique die Diözese
    Regensburg zu leiten. Da wäre schon klar, dass man sich vom
    Priesterinternat her bekannt, gemeinsam ziemlich sicher und auf
    einer Linie fühlt.

  • MfG

    |

    Liebe Veronika, Sie erkennen wohl den Sarkasmus nicht :)
    Natürlich ist der Gutste nur ein Verfechter von Moral und Anstand,
    wenn es um ANDERE geht, und auch da hat er ein sehr exotisches und
    wirres Moralsverständnis, das würde erklären, warum er bei seinen
    Mitarbeitern dies nach Wohlwollen anwendet, wie es ihm gerade
    passt…

  • Veronika

    |

    @MfG: Doch, doch. Ich erkenne den Sarkasmus schon, musste
    nur das Niedergelegte noch dazu ausführen. ;-) Warten wir mal ab
    wie lange F. noch GV bleibt. Wenn zu grosser Sturm aufkommt,
    braucht V. jemand anderen, und irgendwie scheint bald ein sehr
    starker Sturm aufzukommen, denn die Zeit vor dem 99. Katholikentag
    ist sehr günstig, um das katholische Regensburg medial vorführen zu
    lassen, und dem neuen Papst zu zeigen, dass es so wohl nicht
    geht.

  • Müller

    |

    Zu den umfassenden Arbeiten des Superman, die ohne Haushälterin nicht durchgeführt werden können.
    Hauptsache ist Seelsorge und was bedeutet dies
    a. Verbreitung von Angst und Schrecken vor Hölle und Fegefeuer. Die Gläubigen auch Schafe genannt, haben bei Abfall oder Unglauben der unsinnigen Glaubens-Vorschriften der katholischen Kirche massive ewig andauernde furchtbare Strafen zu erwarten. (im Mittelalter von Dante ausführlichst geschildert)
    b. Diese Botschaft immer und immer wieder zu verbreiten ( wöchentlicher Gottesdienst) und bereits Kindern zu indoktrinieren und diese vielfach um ihre schönen Kinderjahre zu bringen, ist ihre Hauptaufgabe. Auch ich hatte derartige Ängste, als mir der Pfarrer bei meinen vielen Streichen prophezeite in die Hölle zu kommen. Zum Glück zerstreute mein Papa meine Ängste damit, dass er mir erzählte, dass die Erzählungen aus der Bibel nur Märchen wären, um dumme Schaf und Ziegenhirten vor 3000 Jahren zum Gehorsam zu bringen wie es bis heute geschieht. (Albert Einstein, der gescheiteste Mensch, der auf Erden gelebt hat, hat es ähnlich formuliert)
    Damit war die Macht und der Einfluss der katholischen Kirche auf mich vollständig erloschen und ich habe bis heute ein glückliches, zufriedenes und selbstbestimmtes Leben ohne Gott geführt.
    c. Um die Schäfchen von einem eigenständigen Leben abzuhalten, hat die Kirche ihnen (noch bis vor wenigen Jahren) verboten (mit dem sog. Index), Bücher von gescheiten Menschen zu lesen, welche die Irrtümer der katholischen Kirche aufgedeckt hatten.( Gemäß Kirche solle die Erde Mittelpunkt des Weltalls sein, weil hier Jesus geboren wurde. Als Gallilei dies widerlegte und nachwies, dass die Erde ein Staubkorn im Weltall wäre und um die Sonne kreise, wurde er zum Tode verurteilt (wegen seiner Berühmtheit wurde er nicht verbrannt, wie sonst üblich
    d. Die Verbreitung dieser Angst vor Höllenqualen ging soweit, dass man die katholischen Schafe soweit brachte, Geld dafür zu zahlen, dass die Strafen verkürzt oder ausgesetzt wurden. (Luther: Wenn das Gold im Beutel klingt, die Seele aus dem Feuer springt)
    e. Eine weitere Aufgabe des Priesters besteht darin, durch Anwendung der Todesangst, die jedes Lebewesen hat, an das Geld über das Erbe der Schafe zu kommen. Es ist absolut nachvollziehbar, dass ein verängstiges Schäflein bei der dafür eingeführten letzten Ölung mit Priester, brennender Kerze und mahnenden Worten über die Gefahren der Hölle, sein Erbe der katholischen Kirche vermacht. Dies ist einer der Grundlagen, dass die katholische Kirche bis zu 90% der gesamten Grundstücke besaß, für die wir noch heute 4,3 Milliarden jährlich an sie zahlen (Karsten Frerk Violettbuch Kirchenfinanzen) Das Hauptargunent eines von mir befragten Schafes war: es stirbt sich leichter katholisch-Ha-Ha)
    f. Erfolg ihres Schaffens wird daran gemesseen, wieweit es dem Seelenhirten gelungen ist, aus eigenständig denkenden Menschen, die Krone der Evolution, gläubige dumme Schafe zu formen. ( sie lassen sich klaglos melken, das Fell über die Ohren ziehen und als lebender Kühlschrank stellten sie ihr Fleisch jederzeit zur Verfügung und hätten sie Besitztümer gehabt, würden sie diese der Kirche abtreten). Dies ist der Traum jedes Seelenhirten, darum laufen sie so schnell sie können, wenn sie einen von ihnen sehen. (Er will ihr Bestes, ihr Geld)
    g. Ihr größtes Problem ist die lebenslange Fesselung der Seelenhirten an die Kirche, weil sie keinen Brotberuf haben von dem sie leben können. Fast 50% der Priester würden die Kirche verlassen, wenn sie könnten. Viele haben ja schon Kinder und Beziehungen mit Frauen.
    h. Einen weiteren wichtigen Punkt, den Umgang mit Kindern möchte ich noch anfügen. Vertuschung und Relativierung (alle machen es) von aufgedeckten Missbrauch an Kindern. Auszug: Die katholische Kirche darf laut aktuellem Gerichtsbeschluß des Amtsgerichts Berlin-Tiergarten als „Kinderficker-Sekte“ beleidigt werden.
    Katholische Christen sind demnach Mitglieder einer Kinderf…-Sekte – und der Papst wäre Chef einer kriminellen Vereinigung. Feststellung des Amtgerichtes Berlin Tiergarten über die Katholische Kirche als Kinderfickersekte.

    Noch ein Pfarrerwitz zcum Abschluss
    Treffen sich zwei katholische Priester:
    “Wir werden das wohl nicht mehr erleben, dass wir heiraten können” –
    “Nein – aber unsere Kinder!”

  • Angelika Oetken

    |

    PR = Öffentlichkeitsarbeit ist ja grundsätzlich nichts Schlechtes.

    Darum ein Hinweis auf dieses Buch:
    http://unheiliger-berg.jimdo.com/

    Darin kommt auch die andere Seite zu Wort. Also die Menschen, die mittel- oder unmittelbar unter den Zuständen, die innerhalb der katholischen Administration herrschen zu leiden haben.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

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