Wütende Proteste gegen Kündigungen bei MZ

Unrühmlicher Empfang an der Ruhmeshalle: „Enteignet Esser!“

Blamage für den Herausgeber der Mittelbayerischen Zeitung. Das Festbankett auf der Donau, das Peter Esser anlässlich des Verlegerkongresses für seine prominenten Gäste veranstaltete, wurde am Montagabend empfindlich gestört. Am Fuße der Walhalla erwarteten die Kristallflotte lautstarke Proteste gegen seine Beschäftigungspolitik. Fürstin Gloria konnte nicht wie geplant von Bord gehen.

Hilflos kreuzte die Kristallflotte zwischen zwei Anlegestellen, um Fürstin Gloria an Land zu bringen.

Hilflos kreuzte die Kristallflotte zwischen zwei Anlegestellen, um Fürstin Gloria an Land zu bringen.

Die Leute sind wütend – so viel ist klar. Als um kurz nach 21 Uhr Kristallkönigin und Kristallprinzessin längsseits gehen, um den prominenten Gästen einen schönen Blick auf die Walhalla bei Mondschein zu gewähren, gehen an der Anlegestelle plötzlich Scheinwerfer und Lautsprecher an. Transparente werden in den Himmel gehalten und es beginnen lautstarke Sprechchöre, die zum Teil nicht unbedingt zur Veröffentlichung geeignet sind.

Gut 50 Menschen – Gewerkschafter, kürzlich geschasste Beschäftigte des „Druckservice Regensburg“ mit ihren Familien – haben sich bereits zwei Stunden vorher hier eingefunden, um den Festgästen von MZ-Herausgeber Peter Esser einen gebührenden Empfang zu bereiten.

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Es ist bereits die zweite Protestaktion anlässlich des „Zeitungskongresses“ des BDZV (Bundesverband der Zeitungsverleger), den die Mittelbayerische Zeitung in diesem Jahr unter großem Brimborium in Regensburg ausrichtet.

Proteste beim Druckzentrum

Schon am Sonntag empfingen rund 60 Gewerkschafter die Sonderbusse, mit denen die Gäste des MZ-Herausgebers zum Druckzentrum chauffiert wurden, um dort eine Führung zu bekommen, mit Sprechchören und Pfeifkonzert. „Die Herren Verleger sollten sich im Druckzentrum vermutlich ein Bild darüber machen, wie man sich angeblich zu teurer Mitarbeiter billig entledigt“, schimpft ver.di-Gewerkschaftssekretär Pascal Attenkofer.

Sonntag: Mit einer Protestkundgebung werden die Verleger zur Druckereibesichtigung empfangen.

Sonntag: Mit einer Protestkundgebung werden die Verleger zur Druckereibesichtigung empfangen.

Wie berichtet, wurden aktuell elf Mitarbeiter des MZ-Druckzentrums, genauer gesagt des Tochterunternehmens „Druckservice Regensburg“, von heute auf morgen auf die Straße gesetzt.

Alle sind mindestens seit 20, zum Teil seit über 40 Jahren beim Verlag beschäftigt. Das Argument: Sie sind zu teuer. Selbst das Angebot von Gewerkschaft und Betriebsrat Angebot, bei einem neuen Haustarif auf 13 Prozent der Gehälter zu verzichten, brachte keine Einigung. Zuvor hatte der MZ-Verlag über ein Tochterunternehmen Billigarbeiter ausgebildet , die nun dieselbe Arbeit an denselben Maschinen verrichten – in einer neu gegründeten Tochtergesellschaft.

Mit der juristischen Durchsetzung von Auslagerung, Abspaltung und Kündigungen hat der MZ-Verlag den Rechtsanwalt Dr. Johannes Weberling betraut – renommiert als Presserechtler, berüchtigt im Kampf gegen Betriebsräte und Gewerkschaften. In mehreren Verlagshäusern war und ist Weberling tätig, wenn es darum geht, vermeintlich zu teure Mitarbeiter loszuwerden. Gewerkschaftssekretär Attenkofer spricht von „Union Busting wie aus dem Lehrbuch“.

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Laut Irene Salberg, lange Jahre Gewerkschaftssekretärin und bei vielen Tarifauseinandersetzungen mit dem MZ-Verlag an vorderster Front dabei, hat dieses Vorgehen Methode. „Das Verlagshaus der MZ ist zwischenzeitlich in zehn Unternehmen aufgespalten. Nur eines davon ist noch tarifgebunden.“ Der Chef des Druckzentrums habe die nun geschasste Abteilung in der Vergangenheit als „Krebsgeschwür“ bezeichnet, das herausgeschnitten werden müsse, erzählt uns ein früherer Betriebsrat.

Abfindungen wurden abgelehnt

Was den nun auf die Straße gesetzten Beschäftigten, die alle jenseits der 40 und 50 Jahre alt sind, blüht, ist klar: Die Aussichten auf einen neuen Job sind schlecht. Ihnen steht Hartz IV bevor. „Abfindungen hat Rechtsanwalt Weberling bereits abgelehnt“, sagt uns einer der Betroffenen. Die Auffanggesellschaft, die die MZ angekündigt hat, verzögere den Gang in die Arbeitslosigkeit nur um maximal ein Jahr. „Und wenn ich das akzeptiere, verzichte ich auf sämtliche sonstigen Ansprüche.“ Er wird deshalb gegen seine Kündigung klagen.

Irene Salberg über Peter Esser: "Ihr Großvater würde sie enteignen." Fotos: as

Irene Salberg über Peter Esser: „Ihr Großvater würde sie enteignen.“ Fotos: as

Bei der Protestaktion unterhalb der Walhalla sind mehrere Ehepartnerinnen der Betroffenen vor Ort. Sie haben Angst vor der nun bevorstehenden Unsicherheit. Es sei schon lange klar, dass der Verlag ihren Mann loswerden wollte. „Die Auseinandersetzungen um seinen Arbeitsplatz laufen sowieso schon seit eineinhalb Jahren. Das bekommen auch die Kinder mit. Unser Sohn kann seit der Kündigung nicht mehr richtig schlafen.“

Vergeblich kreuzen derweil die beiden Schiffe zwischen den Anlegestellen hin und her, um – wie sich später herausstellt – Fürstin Gloria von Bord gehen zu lassen. Deren Chauffeur steht hilflos lächelnd am Ufer und wartet auf Instruktionen.

„Es bringt mir zwar meine Arbeit nicht zurück, aber gut hat es getan.“

Irene Salberg liest Esser währenddessen über Lautsprecher die Leviten:

Peter Esser (li.) wurde 2010 das Verdienstkreuz für „unternehmerischen und ehrenamtlichen Verdienste um die oberpfälzische Wirtschaftsregion sowie im kulturellen und sozialen Bereich“ verliehen. Foto: pm

Peter Esser (li.) wurde 2010 das Verdienstkreuz für „unternehmerischen und ehrenamtlichen Verdienste um die oberpfälzische Wirtschaftsregion sowie im kulturellen und sozialen Bereich“ verliehen. Foto: pm

„Durch Ihre unmoralische Beschäftigungspolitik haben Sie in den letzten Jahren circa 200 Familien ins Elend gestürzt. Um Ihren Gewinn zu erhöhen, scheuen Sie auch nicht davor zurück, Gesetze zu brechen. Ihr Vater würde sich im Grabe umdrehen. Ihr Großvater würde Sie enteignen. Es ist eine Schande, dass jemand wie Sie Vizepräsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages ist.“

Es folgt ein Pfeifkonzert, Sprechchöre, die über das Wasser hallen. „Esser – Gesetzesbrecher.“ „Enteignet Esser.“ „Schämt Euch.“ Und manche Unflätigkeit. Von einem der Schiffe ist kurz ein hämisches „Lauter!“ zu hören. Inzwischen ist auch die Polizei gekommen, doch einer der beiden Beamten versichert: „Alles in Ordnung. Diese Kundgebung ist ja angemeldet.“

Nach einer halben Stunde hilflosen Kreuzens kehrt die Kristallflotte um und macht sich zurück auf den Weg nach Regensburg. Glorias Chauffeur fährt ebenfalls ab. Durchlaucht habe per SMS mitgeteilt, dass sie nun doch per Schiff zurück nach Regensburg fahre, heißt es.

Die Leute am Ufer packen zusammen. „Es bringt mir zwar meine Arbeit nicht zurück, aber gut hat es getan“, sagt einer. Im Oktober stehen die ersten Prozesse vor dem Arbeitsgericht an.

Wochenblatt lehnt Berichterstattung ab

Nach einer halben Stunde hilflosen Kreuzens macht sich die Kristallflotte auf den Rückweg nach Regensburg.

Nach einer halben Stunde hilflosen Kreuzens macht sich die Kristallflotte auf den Rückweg nach Regensburg.

Mit einer all zu großen medialen Aufmerksamkeit brauchen die Betroffenen, so scheint es, nicht zu rechnen. Zumindest in den lokalen Medien. Bei der Mittelbayerischen Zeitung werden die Kündigungen und die rücksichtslose Vorgehensweise des Verlags naturgemäß keinen Niederschlag finden. Und auch das zum Konglomerat der Passauer Neuen Presse gehörige Regensburger Wochenblatt lehnt eine Berichterstattung dazu ab. Redaktionsleiter Dr. Christian Eckl ließ einen Betroffenen wissen, dass sein Verlag selbst „harte Entscheidungen“ habe treffen müssen. „Es steht uns also, wie ich finde, nicht an, einen Wettbewerber zu kritisieren.“

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
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Kommentare (23)

  • Grosjean

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    Ich sehe das so:
    11 „geschasste“ Mitarbeiter die nicht rentabel sind (so hart das klingt) vs. über 500 Mitarbeiter, die es trotz der furchtbaren Zustände jeden Tag gebacken bekommen eine Tageszeitung an dem Mann zu bringen (und einen Job haben)
    ist in etwa wie
    50 (wer’s glaubt) „Demontranten“ vs. 150m rauschendes Wasser zwischen ihnen und dem Steg.
    Wer kennt die Antwort?

  • Hunt

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    Es ist auch nach wie vor merkwürdig, dass für den zunehmenden Reichtum einiger vom Glück begünstigter, mehr und mehr Menschen als „unrentabel“ gebrandmarkt werden.
    Im übrigen wäre ich gespannt ihr Gejammer zu hören, würden Sie zu den Elf gehören.
    Darauf haben sie sicher auch eine, vermutlich höchst soziale, Antwort.
    Zum Glück ist ja nächstes Wochenende schon wieder Formel 1…

  • Ronald McDonald

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    Herrn Doktor Eckl „steht es also, wie er findet, nicht an, einen Wettbewerber zu kritisieren“.
    Das ist wohlformuliert, nachgerade promoviert klassisch. Dieser von-und-zu-Guttenbergsche Stil fehlt in den Texten dieser Redaktion; vielleicht deshalb, weil hier kein promovierter Lohnschreiberling bezahlt werden kann.

  • joey

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    @RonaldMcDonald
    Schimpft mir nicht so auf Guttenberg. Seine historische Leistung ist die Abschaffung der Wehrpflicht. Kein anderer Minister – ob nun Rot, grün oder gar realsozialistisch hat etwa 60 Jahre dazu die Dinger gehabt. Er hat als erster von Krieg in Afghanistan gesprochen, während die anderen hier nur mit „Friedensstiften“ oder irgendwelchen Brunnen rumgeeiert haben. Auch bei den Firmen der Guttenberg scheint es keine sozialen Sauereien zu geben, wir hätten sicher schon was davon gehört.
    Ja, er hat sich mit der Doktorarbeit fälschlich geschmückt. Immer noch besser als mit einer falschen Gräfin im Pool.

    Möge die MZ Affäre vor Gericht entschieden werden. Die Printmedien werden ihre Krise nicht mit Dumping überleben, sondern mit einem guten Übergang in die Online Welt.

  • Grosjean

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    @ Hunt:
    Sie haben Recht, das war zynisch und sicher würde ich das dann anders sehen.
    Aber das ist auch genau das was mich stört: Hier heißt es „unabhängiger Journalismus“. Ich würde gerne mal sehen, dass das Team hier dieselbe Energie bei der Recherche aufwendet um zu zeigen, dass die „vom Glück begünstigten“ auch etwas FÜR die Menschen tun. Wäre das nicht fair und dem eigenen Anspruch gerechter?
    Abgesehen davon finde ich es nicht unsozial wenn elf entlassen werden damit ein Laden für viele weiterläuft. Eher im Gegenteil. Man setzt sich dem Vorwurf asozial zu handeln für diejenigen aus, die dann noch einen Job haben. Und dass der Betrieb dabei für den/die Eigentümer rentabel bleibt muss so sein. Aber dafür haften die ja auch persönlich wenn sie Mist bauen.

  • Gründling

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    @Grosjean

    Das ist die Frage, ob die 11 rausgeschmissen wurden, damit der Laden für die anderen weiterläuft…man macht dasselbe doch immer noch weiter, aber mit Billiglöhnern…die arbeit scheint also notwendig zu sein. Außerdem ist es eine Frage des Stils. Mit Beschäftigten, die seit Minimum 20 Jahren in einem wirtschaftlich gut laufendem Betrieb arbeiten geht man anders um.

    Der Druckservice Regensburg existiert als eigene MZ-Tochter noch nicht einmal zwei Jahre. Dem Voraus gingen zwei Abspaltungen vom MZ-Druckzentrum. Während die Verhandlungen über die Bezahlung beim Druckservice liefen, wurden über eine andere MZ-Tochter bereits billigere Arbeiter angelernt, um anschließend die Arbeit der jetzt rausgeschmissenen Beschäftigten zu übernehmen. Die Verhandlungen waren also gar nicht ernst gemeint.

    Die Betriebsschließung wurde den Betroffenen 14 Tage vorher mitgeteilt. Abfindungen werden abgelehnt. Die Auffang- und Qualifizierungsgesellschaft, mit der sich die MZ einen sozialen Anstrich geben will, ist weitaus billiger und ohnehin ein Fake. Wofür will man Leute, die zum größten Teil jenseits der 50 sind qualifizieren? Wenn Herr Esser den Druckservice geschlossen hätte, um andere Stellen zu sichern, dann wäre er anders vorgegangen. Der Rechtsanwalt Weberling ist ja auch in anderen MZ-Töchtern tätig…

  • "Drama an der Donau"

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    Mit dem Bus wurden die Flüchtlinge zu ihrem Schiff gebracht, dort registriert und
    mit dem nötigsten an Essen und Trinken versorgt. Eingeborene verhinderten kurz darauf den Landgang.
    Sorgte für Heiterkeit: Ein als Admiral verkleideter Schiffsjunge.

    Geht doch, Dr. CEckl.

  • Ronald McDonald

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    joey 22.09.2015, 16:20h

    Es steht also, wie ich finde, mir nicht an, Seine Hochwohlwohlgeboren Karl Theodor usw. Dr. plag. Freiherr von und zu über und unter vorder und hinter Guttenberg zu kritisieren – das habe ich durchaus auch nicht getan.
    Im Gegenteil, ich bewundere dessen manierierten Lackaffenstil vollumfänglich neidlos, wie jener Dipl. Jurist sagen würde.
    Seiner Hochwohlgeboren historische Leistung ist auch nicht „die Abschaffung der Wehrpflicht“: diese ist nicht abgeschafft, sondern lediglich ausgesetzt, bis denn einmal der Spannungsfall eintreten sollte.
    Seiner Hochwohlgeboren historische Leistung besteht möglicherweise darin, sich zur CSU-schwarzen Lichtgestalt entwickelt zu haben: das schwarze Loch der CSU.
    Seine Hochwohlgeboren haben auch nicht die Möglichkeit gehabt, so denn Seine Hochwohlgeboren allergnädigst diese Möglichkeit anzudenken geruht hätten, „soziale Sauereien bei den Firmen der Guttenbergs“ sich begeben zu lassen, da die Guttenberg GmbH sage und schreibe 3 (in Worten drei) Mitarbeiter [Umsatz in 2000 geschätzt € 25.000; Geschäftszweck vor allem Verwaltung eigenen Vermögens; in 2004 aufgelöst] hatte, und die Guttenbergsche Forstverwaltung soll auch nur wenige Mitarbeiter gehabt haben (siehe: NDR, Panorama 02.12.2009), weswegen sich für „soziale Sauereien“ mangels Mitarbeitermasse auf dem freiherrlichen Firmen-Tjostplatz keine Gelegenheiten ergeben konnten.
    Und „eine falsche Gräfin im Pool“ braucht Seine Hochwohlgeboren schon deshalb nicht, weil Seine Hochwohldingsbums bereits eine echte Gräfin – und das in lecker blond – im Bett und wohl ab und an im Pool hat.

  • Paul2

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    Was ist die Lebensleistung des Esser junior? Er hat BWL studiert und von seinem menschlich agierenden Vater ein Riesenunternehmen geerbt. Jetzt tut seit Jahrzehnten alles dafür, noch mehr Profit aus seinen Leibeigenen herauszupressen – die Qualität dessen, was in seinen Werbeblättchen (inkl. MZ) steht, ist hingegen so mies geworden, dass der Papa vermutlich seit Jahren im Grab rotiert.
    Aber sei’s drum. Auch der Sohnemann liegt irgendwann mal in der Senkrechten, egal ob mit 70 oder mit 95, denn Geld macht eben leider nicht unsterblich, nicht wahr, Herr Esser? Und dann klingt im Hintergrund ganz leise eine bekannte Hirsch’sche Weise ins Erdreich („I lieg am Ruckn, kann mi net rühren, die Würmer krallen mir ins Hirn, und sie dinieren…“) – während oben Pfarrer, Bürgermeister und Landtagsabgeordnete beteuern, was für ein engagierter und selbstloser Anthroposoph dieser Verlagsmogul doch war…

  • mogler

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    Früher eine Tageszeitung mit angeschlossener Druckerei. Durch den (internetbedingten) Niedergang der MZ-Auflage und verschiedener Anzeigensegmente mittlerweile eine Großdruckerei mit angeschlossener Tageszeitung. Heißt letztlich, die Druckerei muss den Zeitungsbetrieb (bei fortlaufendem Niedergang) mitfinanzieren und zudem (wahrscheinliche) Investitionsschulden bedienen.
    Natürlich wird dies von der Verlagsseite nicht dargestellt.

  • Manfred Hellwig

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    20 Jahre an diesen Menschen verdient! Nun hat er sie einfach auf die Straße gesetzt und dafür billigere geholt! Profitgier frisst offenbar jegliche Menschlichkeit! Für diese ausgegliedert 11 Personen Kleinstfirma benötigt er einen hochbezahlten Manager, zusätzliche Schnittstellen wurden erforderlich, vermutlich eine „Milchmädchenrechnung“ die da der Betriebswirt anstellt! Der Imageschaden ist groß! Den hat er sicher nicht bewertet! Mal sehen, wieviele Abo Kündigungen ihm das noch bringen wird! Seit über 40 Jahren bin ich Abonnent. Aber wohl nicht mehr lange!
    Schämen sie sich Herr Esser! Allein dieses Jahr stiegen die Abo Preise um ca. 7%, in den letzten 20 Jahren hat sich der Preis mehr als verdoppelt! Dies bei ständiger Rationalisierung! Weniger Redakteure, weniger Drucker usw. ! Wie wirtschaften sie denn, wenn dies immer noch nicht genug ist oder ist die Gier nach immer mehr so groß? Ihr letztes Hemd hat auch keine Taschen!

  • altstadtkid

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    Abo-Kündigen, wenn diese verdammten Todesanzeigen nicht wären :o)
    Gibt’s die eigentlich woanders auch?

  • Eduardo

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    @altstadtkid:
    Im Internet täglich für die gesamt Opf.!!!

  • Stefan A.

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    Ich lese nichts aus dem Verlag und mein Umfeld beendet Jahrzehnte alte Abos. Bin ich schuld das die Druckerei nicht mehr rentabel ist oder liegt es an der UNFÄHIGKEIT des Verlages seine Kunden zu halten oder neue Formate zu entwickeln.

    Ich glaube das werden nicht die letzten Kündigungen bleiben und ich muss mal wieder für Regensburg-Digital spenden. Ich finde den Kontrast in Regensburg zwischen guten, zukunftsfähigen und ….. Formaten höchst spannend und frage mich wer am Ende übrigbleibt

  • IrgendwieIrgendwo

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    @joey: Waaassss? Guttenberg hat die Wehrpflicht abgeschafft? So ein Schmarrn. Die Abschaffung der Wehrpflicht war fällig weil D sonst zu mächtig geworden wäre.
    ————
    Da konnten sich die Betuchten aber nicht mehr so gut an der Walhalla er-„götzen“. ;-)

    Rechtsanwalt Dr. Johannes Weberling
    ———————————————————
    Dass man immer so einen Wirbel um Rechtsanwälte macht. Kochen doch alle nur mit Wasser. Manche haben eben bessere Beziehungen und manchmal auch einen besseren „Riecher“. Aber „Angst haben vor Rechtsanwälten“? Bitte!

  • IrgendwieIrgendwo

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    @Paul2: Richtig! Aber nicht vergessen: Esser’s konnten es auch schon immer gut mit der kath. K., lernten bei den Domspatzen deren Lieder singen!
    ————
    Wer finanziert eigentlich die MZ und die sonstigen Blättchen, die in der Oberpfalz das Waldrauschen ergeben sollen?
    Lt. einschlägiger Foren rechnet sich seit Jahren weder das Nordoberpfalz-System rund um das „Medienhaus der neue Tag“, noch die MZ. Nicht einmal die PNP (Passauer Neue Presse) soll sich rechnen.
    Alle Häuser haben aber in den letzten Jahren von der bay. Staatsregierung mitfinanziert riessige Druckereien kofinanziert erhalten.
    Will da jemand „orbanlike“ die Meinungsvielfalt garantieren?

  • mexiclicka

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    Soll doch der hochgeehrte Herr Esser mid seinen Verdienstmedaillien für unternehmerische und ehrenvolle Tätigkeiten??? seine Oldtimer-Garage ausleeren, die
    ca. 80-100 Stück beeinhaltet, natürlich abgesperrt ist – ein unsagbarer Wert. Damit kann er seinen entledigten Mitarbeiter eine gute und ansprechende Abfindung zahlen. Ohne das dieser ehrenvolle Mann am Hungertuch nagen muss. Die arme Sau hat kein Schuldgefühl.

  • Betroffener DSR

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    Hallo liebe Betroffene von DSR und co. Meldet euch doch kurz unter betroffener_dsr@gmx.de

  • Ronald McDings

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    „Peter Esser, Herausgeber der Mittelbayerischen Zeitung … , ist der erste neue Ordensträger [Bayerischer Verdienstorden], den Seehofer [lt. Bruno Jonas ein „Vollhorst“] nach vorne bittet.
    ‚Durch sein vielseitiges und engagiertes unternehmerisches und ehrenamtliches Wirken‘ habe Esser ‚hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern‘ erworben“.
    MZ von heute, Ausgabe Rgbg., Seite 8

    Na, also: mehr „vollhorstiger“ Respekt hier, bitte schön; und wohlfeile kollegiale Glückwünsche – könnten in diesem Fall durchaus lügenpresslerische sein – von (Blog-)Verleger zu (Print-)Verleger wären auch angebracht!

  • Hainer

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    Nach Bundesverdienstkreuz nun auch Bayerischer Verdienstorden. Es ist nur noch zum Kotzen für welche „Verdienste“ man auch noch einen Orden bekommt. Und wenn dann die ganze Belegschaft ausgegliedert, oder in noch mehr dubiose Tochterfirmen , aufgestückelt wird, welche Auszeichnung bekommt ER dann.
    Setzt Ihm eine Krone auf. Peter I König der Bayern. Der VollHorst darf bleiben, allerdings nur mit Mindestlohn. Wenn er sich in seiner Mittelbayerischen Führungsebene umschaut, findet ER bestimmt auch noch einige Hofnarren.

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