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Jüdischer Friedhof entdeckt! Stadthallenbau möglich!

Donnerstag, 29. Oktober 2009. Von Redaktion regensburg-digital

dallmeier-lutzZehn Monate hat es gedauert. Nun sind die Grabungen am Kepler-Areal abgeschlossen. Die Stadtverwaltung hatte im Grünbereich zwischen Maximilianstraße und Keplerbau archäologische Sondagen durchgeführt, um abzuklären, ob ein Kultur- und Kongresszentrum am Ernst-Reuter-Platz realisiert werden kann. Vorneweg: Der Bau ist grundsätzlich möglich. Neben dieser Nachricht geht eine kleine archäologische Sensation fast unter: Das Grabungsteam um Dr. Lutz Dallmeier (Foto) hat den seit langem gesuchten mittelalterlichen jüdischen Friedhof entdeckt. „Bei den Grabungen in der Fürst-Anselm-Allee sind wir nach Abnahme des Humus auf jüdische Grabgruben gestoßen. Die Gräber selbst wurden dabei nicht geöffnet“, berichtet Dallmeier. Man gehe mit dem Fund sehr sensibel um, so der städtische Denkmalpfleger. „Deshalb standen wir von Anfang an mit der jüdischen Gemeinde in engem Kontakt.“

Nachdem die Ergebnisse vorlagen, wurde auch das „Europäische Komitee zum Schutz jüdischer Friedhöfe” darüber informiert. Der Vorsitzende Rabbi Elyakim Schlesinger aus London und sein Mitarbeiter Rabbi Dr. Berysz Rosenberg aus Zürich ließen sich in dieser Woche gemeinsam mit Rabbiner Josef Chaim Bloch und Ilse Danziger von der Jüdischen Gemeinde Regensburg die Resultate der Ausgrabungen zeigen.

Ergebnis des Gesprächs: Wenn die Funde ausgespart und die Gräber nicht beschädigt werden, wird das „Europäische Komitee zum Schutz jüdischer Friedhöfe” einen Bau am Ernst-Reuter-Platz befürworten. Das zunächst befürchtete K.O.-Kriterium für eine Stadthalle ist damit vom Tisch. Beim Bau muss allerdings, so das Ausgrabungsergebnis, eine 300 Quadratmeter große Fläche ausgespart werden.

„Für den Fall, dass das Kultur- und Kongresszentrum am Ernst-Reuter-Platz gebaut werden kann, werden wir entsprechende Vorgaben in die Ausschreibung für einen Architektenwettbewerb aufnehmen, um die Befunde zu sichern“, so Oberbürgermeister Hans Schaidinger.

Die Stadthallen-Planungen für das Kepler-Areal laufen indessen weiter. Derzeit arbeitet die Stadtverwaltung an der Neuordnung des Verkehrs zwischen Ernst-Reuter-Platz und Hauptbahnhof.

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  1. 4 Kommentare

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  3. … und der Schornsteinfeger hääte dann auch wieder mehr zu tun und verdient.

    Gell Hr. Datko

    Von Rennumstischeck am 30. Okt 2009, 14:35 Uhr

  4. Stadt völlig überschuldet!
    ==========================
    Zu “Ratisbonicus am 29. Okt 2009, 19:06″

    Es ist weder für eine Stadthalle, noch für eine unnötige Schule Geld da.

    Der Schuldenberg wird weiter erhöht.
    Nachteile Stadthalle:
    - Massive Verschuldung der Stadt
    - Ein weiterer Bauklotz in der Stadt
    - Geringe Nutzung, da kein Bedarf

    Von Joachim Datko am 30. Okt 2009, 09:35 Uhr

  5. @Ratisbonicus
    Wieso wir bauen die nächsten 200 Jahre nur noch Stadthallen, Jahnstadien, Schaidinger-Denkmäler und betonieren alles zu.
    Gerade jetzt ist es doch wichtig die Hauptschule zu fördern und fürs Betonieren reicht der Quali – gut beim bau der Uni hättens wenigsten vorher schaun können ob die das Mischungsverhältniss überhaupt richtig ausrechnen können.

    Von TimTom am 30. Okt 2009, 00:18 Uhr

  6. So, so! Für den Prestigebau des OB, das RKK, ist also Geld da, aber für einen Schulbau in dem die zukünftigen Nutzer für ein RKK herangezogen werden fehlt die Kohle.

    Von Ratisbonicus am 29. Okt 2009, 19:06 Uhr

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